Preview: Need for Speed: Most Wanted

Eine komische Steuerung, seltsame Abschnitte per Pedes, lange Ladezeiten und eine kuriose Geschichte – das alles haben wir in Need for Speed: The Run erlebt. Fehler, die im nächsten Need for Speed glücklicherweise nicht wiederholt werden.

Als wir letzten Winter Need for Speed: The Run getestet haben, waren wir sehr enttäuscht. Es kann doch nicht sein, dass man eine so beliebte Videospielserie dermaßen in die Pfanne haut. Zum Glück ändert sich das mit Need for Speed: Most Wanted gewaltig. Hinter diesem neuen Titel steckt übrigens kein Remake des gleichnamigen Titels von 2005, sondern eine gänzlich neue Entwicklung. Die britischen Entwickler von Criterion Games, die sich auch für die Serie Burnout verantwortlich zeigen, haben mit Need for Speed: Most Wanted einiges auf die Beine gestellt. Statt aufeinanderfolgende Rennen machen wir diesmal wieder eine komplette und vor allem auch frei befahrbare Stadt unsicher. Die anwesenden Entwickler präsentierten uns auf der Messe in erster Linie aber nur den Mehrspielermodus, doch dieser hat uns schon so richtig vom Hocker gehauen. Gegen fünf andere Spieler traten wir an, um zahlreiche Wettkämpfe zu bestehen. Zunächst heißt es einmal, unseren Speed zu testen und hier beweisen uns die Köpfe bei Criterion Games direkt einmal, in welchen Formen sie die Umgebung mit ins Geschehen einbeziehen. Der Startpunkt zum Geschwindigkeitstest liegt nämlich mitten in einem Becken eines Kanals, wie man es sonst vermutlich nur von US-amerikanischen Großstädten wie Los Angeles kennt. Ziel ist es, so schnell als möglich den Zielbereich zu passieren.

Wettkämpfe unter Freunden

Die dort ansässige Überwachungskamera zeichnet unsere Geschwindigkeit auf und teilt diese unmittelbar dem System mit, welches den Wert in einer Tabelle auflistet. Je nachdem wie gut sich unsere Kontrahenten schlagen, desto mehr oder desto weniger Punkte werden uns auf das Punktekonto gutgeschrieben. Als nächstes heißt es wie wild zu driften, um ebenfalls wieder Punkte gutgeschrieben zu bekommen. Obwohl das eigentlich kein Problem darstellen sollte, beherrschen wir das Driften noch nicht auf Anhieb. Da die anderen ansässigen Journalisten aber keinerlei Probleme in dieser Challenge verzeichnen konnten, schulden wir das Problem unserer eigenen Dummheit. Wir sind gespannt, ob wir das Driften im fertigen Spiel deutlich schneller erlernen werden. Zu guter Letzt heißt es, noch an einem klassischen Straßenrennen teilzunehmen. Wer hier mit Vollgas der erste am Ziel ist und unterwegs geschickt den Nitro-Antrieb zündet, erhält auch die meisten Punkte. Ebenfalls Punkte gibt es für das Rammen der menschlichen Gegner – ein Schuss Burnout ist nie verkehrt! Insgesamt wurden wir in Need for Speed: Most Wanted leider nur zweiter, doch der Titel lebt zudem noch von seinen Online-Möglichkeiten. Wir dürfen nicht nur online mit unseren Freunden um die Wette fahren, sondern auch als Einzelspieler lohnt sich der Service.

Rasantes Gameplay

Sollten wir nämlich ein iPhone unser Eigen nennen, dürfen wir Need for Speed: Most Wanted im AppStore ebenfalls herunterladen. Das ist dann zwar mit einigen Kosten verbunden, doch so können wir unterwegs Bestleistungen aufstellen, die wir abends auf unsere Konsole, etwa der Xbox 360, übertragen können. Electronic Arts möchte, dass der Spieler jederzeit mit Need for Speed: Most Wanted vernetzt ist, um auch das letzte Quäntchen Spielspaß aus dem neuen Criterion-Games-Titel herauszuholen. Das merkt man aber auch an der eigentlichen Technik. Während wir im Vorgänger Need for Speed: The Run noch unerträgliche Ladezeiten in Kauf nehmen mussten, sind diese nun endlich passé. In der Anspielversion hat das Zurücksetzen unserer Karosserie gerade einmal vier bis fünf Sekunden gedauert, nachdem wir einen Unfall gebaut haben. Wir wurden direkt wieder in das Spiel gesetzt und die Action lief weiter. Wenn Criterion Games ein ähnlich schnelles Konzept im Einzelspielermodus erreicht, freuen wir uns hier nicht nur auf ein ansehnliches Rennspektakel, sondern auch auf ein flüssig spielbares. Need for Speed: Most Wanted ist zusammen mit Forza Horizon im Moment das Rennspiel, welches ganz oben auf unserer Most-Wanted-Liste steht. Hach, was für ein Wortspiel!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation und der PlayStation-3-Fassung): Also nachdem ich im letzten Jahr Need for Speed: The Run in einer Nacht-und-Nebel-Aktion durchgespielt habe und es als grauenhaftes Rennspiel abgetan habe, war ich in erster Linie von der Need-for-Speed-Serie enttäuscht, da ich zuvor noch keinen Teil der Reihe gespielt hatte. Das wird sich aber sehr bald ändern, denn von Need for Speed: Most Wanted bin ich positiv überrascht. Die Wettkämpfe mit anderen Spielern sind in der frei befahrbaren Stadt spannend und motivierend. Ständig möchte ich erster werden, um meine Leistung in die virtuelle Welt hinauszuposaunen. Es ist nur schade, dass ich bisher einzig und allein Inhalte des Mehrspielermodus gesehen habe. Gerne möchte ich jetzt wissen, wie sich das Spielverhalten denn in den Einzelspielerabschnitten vom Multiplayer-Modus unterscheidet. Ich bin aber mittlerweile sehr zuversichtlich, dass die Entwickler bei Criterion Games auch hier gute Arbeit verrichten werden. Kurze Ladezeiten, rasante Autofahrten und ein hübscher und erweiterbarer Fuhrpark sind das, was ich mir von einem Rennspiel erwarte und das werde ich jetzt sehr wohl auch bekommen. Ich freue auf Need for Speed: Most Wanted!

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

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