Preview: Iron Sky: Invasion

Iron Sky ist einer der überraschendsten Filme in diesem Jahr geworden, da er eine mehr als nur abstruse Geschichte hingegen jeglicher historischer Fakten erzählt. Jetzt entwickeln die Blind Spot Pictures mit Reality Pump auch noch das passende Spiel dazu.

Wer die Geschichte des Films nicht kennt, dem möchten wir kurz und knapp die wichtigsten Fakten vorweg verraten. Nachdem die Nationalsozialisten in den Vierzigerjahren vernichtend von den Alliierten geschlagen worden sind, haben sich die letzten braunen Überbleibsel hinter dem Mond in einer Raumstation verschanzt. 67 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs plant das Vierte Reich eine Invasion, um die Weltherrschaftspläne der vorherigen Generation erneut aufzunehmen. Zum Glück besitzt die Erde im fiktiven Universum von Iron Sky bereits Raumschiffe, um die angreifenden Nationalsozialisten abwehren zu können. In Iron Sky: Invasion übernehmen wir die Rolle eines namenlosen Piloten, der sich in den Krieg gegen die Bedrohung aus dem All stürzt. Somit beginnt die Handlung des Spiels mitten im Krieg. Dabei findet er sich schnell auf einem nahezu verlorenen Posten wieder und muss nicht nur einen Feind nach dem anderen ins virtuelle Nirwana verfrachten, sondern auch noch die strategische Planung übernehmen. Von letzterem haben wir in der uns gezeigten Version allerdings noch nichts gesehen, weshalb wir den Genre-Mix an dieser Stelle noch nicht vollends einschätzen können. Die Weltraumschlacht hingegen sieht derzeit aber vielversprechend aus, doch uns ist das All zum jetzigen Zeitpunkt noch etwas zu leer und sollte noch gefüllt werden.

Filmisches Vergnügen

Topware Entertainment erklärte uns vor Ort, dass es sich bei Iron Sky: Invasion nicht um eine klassische Weltraumsimulation handeln wird. Uns werden also nicht wie üblich Missionen am laufenden Band vorgesetzt. Stattdessen erleben wir eine große Weltraumschlacht, die es zu gewinnen gilt. Das klingt im ersten Moment nach einem kurzweiligen Browserspiel, doch das will Iron Sky: Invasion definitiv nicht sein. Topware Entertainment erklärte uns, dass wir sehr wohl genügend Zeit in das Spiel investieren dürfen, ohne uns jedoch eine exakte Spielzeit zu nennen. Da aber Filmszenen in das Spiel eingearbeitet werden und einige Szenen extra nur für das Spiel aufgenommen beziehungsweise erweitert werden, gehen wir jedoch zumindest von einer angenehmen Spielzeit aus. Blind Spot Pictures und Reality Pump sind sich in dem Punkt einig, dass jeder die Handlung verstehen soll, auch wenn er den Film noch nicht gesehen hat. Topware Entertainment teilt uns gegenüber mit, dass neben dem normalen Spiel auch noch die sogenannte Götterdämmerung Edition erscheinen wird, in welcher nicht nur Iron Sky: Invasion, sondern auch der dazugehörige Film enthalten sein werden. Wir finden es gut, dass die drei beteiligten Firmen hier absoluten Fanservice liefern. Wer eine kuriose und vor allem inkorrekte Storyline erleben möchte, kommt bei diesem Pack voll auf seine Kosten.

Kampf um die Rettung der Erde

Wer jetzt aber darauf hofft, dass aus Iron Sky: Invasion zudem auch noch ein potentieller Hit werden könnte, in dem man sich im Mehrspielermodus bekämpfen wird, liegt leider falsch. Es ist laut Topware Entertainment definitiv nicht möglich, die Rolle der Nationalsozialisten zu übernehmen. Das finden wir auf der einen Seite natürlich gut, da diese politische Einstellung in ihrer schlimmsten Form auf gar keinen Fall verherrlicht werden sollte, doch dann ist es auf der anderen Seite wiederum schade, dass der Krieg gegen den Feind einseitig verlaufen wird. Wir hoffen an dieser Stelle zumindest auf einen kooperativen Online-Modus, in dem auch sehr gerne mehr als zwei Spieler den Kampf gegen die braunen Feinde aufnehmen können. Iron Sky: Invasion behandelt ein brisantes Thema und richtet sich deshalb wohl vor allem an jene Spieler, die mit der Thematik auch umgehen können. Diese werden über die fiktive Story und das Gegnerdesign (die Nationalsozialisten düsen beispielsweise in runden Untertassen durch das All und steuern zudem auch noch an Zeppeline erinnernde Kampfschiffe) aber sehr glücklich sein. Wir werden Iron Sky: Invasion definitiv eine Chance geben und hoffen jetzt an dieser Stelle nur noch auf eine lange Spielzeit und möglichst viel Abwechslung.

Geschrieben von Eric Ebelt

Axels Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Niemand hätte wohl damit gerechnet, dass Topware Entertainment ein Spiel zum Film Iron Sky auf der Gamescom 2012 vorstellen wird. Ich habe mir den Streifen damals im Kino angesehen und muss gestehen, dass ich selten so einen Schwachsinn gesehen habe. Dabei muss ich Schwachsinn aber eindeutig definieren und sagen, dass man über den ganzen Film das Gehirn ausschalten sollte, da viele Geschehnisse einfach keinen Sinn ergeben. Jedoch war der Film auf seine Art und Weise sehr witzig gestaltet und die übertriebene Darstellung des Nationalsozialismus durchaus amüsant. Ob das Material aber wirklich für ein Spiel reicht, bleibt jedoch abzuwarten. Die Präsentation hat mich nicht wirklich umgehauen und erinnerte mich eher an ein modernes Space Invaders mit der Raumstation ISS und der (eigentlich nicht mehr vorhandenen) russischen Mir.

Erics Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Mit der Präsentation eines Iron Sky: Invasion habe ich bei Topware Entertainment absolut nicht gerechnet. Für mich ist die Firma immer noch das Aushängeschild für Reality Pumps Two Worlds. Trotzdem gebe ich jedem Spiel eine Chance und Iron Sky: Invasion finde ich irgendwie richtig interessant. Dazu muss ich aber sagen, dass ich den Film nicht kenne und deshalb auch kein Vergleich ziehen kann, aber sobald der Film auf Blu-ray erscheint, werde ich mir diese wohl unbedingt einmal anschauen und anschließend am besten auch noch Iron Sky: Invasion spielen. Unbedingt möchte ich nämlich herausfinden, wie sich so ein Weltraumspiel anfühlt, wenn es tatsächlich nur in einem begrenzten Bereich abläuft und dazu auch noch ohne typische Missionsstruktur auskommt. Wichtig ist für mich aber, dass die Entwickler dem Spiel einen Mehrspielermodus verpassen. Dabei muss die eine Seite ja nicht zwangsweise die Nationalsozialisten steuern, doch das kooperative Vorgehen gegen die braune Bedrohung würde bestimmt auch langfristig Spaß machen. Der Titel bleibt definitiv auf meinem Schirm!

Vielen Dank an Topware Entertainment für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s