Prime Time: Chibi-Robo! – Zip Lash (Amiibo Bundle) (Unboxing)

Das Nintendo-3DS-Spiel Chibi-Robo! – Zip Lash erreicht zwar sicherlich nicht den Kultstatus des Gamecube-Klassikers, doch möchten wir euch unser Unboxing-Video zum Amiibo Bundle nicht vorenthalten. Wie uns die haptischen und optischen Merkmale des beiliegenden Amiibo gefallen haben, erfahrt ihr in unserem Video.

Review: Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe

Dragon Quest Heroes - Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe (1)Das Musō-Spielprinzip, unter anderem bekannt aus Samurai Warriors 4, wurde in den letzten Jahren mit unterschiedlichen Videospielserien gekoppelt. Square Enix ist sich der entflammten Popularität des Spielprinzips bewusst und schickt die Dragon-Quest-Serie ins Rennen!

Dragon Quest Heroes - Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe (2)Spätestens nachdem sich Nintendo mit Hyrule Warriors geöffnet und eine wertvolle Lizenz in die Hände externer Entwickler gelegt hat, haben die bis zu dem Zeitpunkt gerne mal belächelten Videospielserien aus dem Hause Koei Tecmo neuen Aufwind erhalten. Das Spielprinzip von Dynasty Warriors mit neuen Marken zu verbinden, tut sowohl Koei Tecmo, als auch dem jeweiligen Publisher gut. Anfang 2015 veröffentlichte Square Enix Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe in Japan. Seit Ende letzten Jahres dürfen auch europäische Spieler, die auf einen Import verzichteten, sich am Titel erfreuen. Wie die Hauptserie erzählt auch das Spin-off eine märchenhafte Geschichte. In der Spielwelt können Monster und Humanoide zwar friedlich nebeneinander koexistieren, doch eines Tages wird die Idylle durch das Einfallen einer Monsterhorde im Schloss der Stadt Arboria getrübt. Haben wir uns zu Beginn für eine der beiden Hauptfiguren, Lucian und Rita, entschieden, verscheuchen wir zugleich im Auftakt des Spiels die Monster aus der Stadt. Gemeinsam mit König Dorik ziehen wir los, um die Ursache des Vorfalls zu ergründen. Mit der Zeit erfahren wir, dass das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse aus den Fugen gerät. Unser Ziel ist es, mehr über die ominösen Kinder der Finsternis herauszufinden und schlussendlich ihren Plan zu vereiteln.

In achtzig Tagen um die Welt

Dragon Quest Heroes - Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe (3)Auf unserer Reise lernen wir nicht nur gänzlich neue Charaktere kennen, sondern treffen auch alte Gesichter wieder – sofern wir denn frühere Dragon-Quest-Episoden gespielt haben. Bei den Namen Alena, Maya, Kyrill, Bianca, Nera, Vincent, Yangus und Jessica dürfen Fans jetzt gerne in Jubelschreie ausbrechen. Wie die Charaktere aus den anderen Dimensionen innerhalb des Dragon-Quest-Universums überhaupt in Lucians und Ritas Welt gekommen sind, wird nur sehr marginal erklärt. Das tut der märchenhaften Geschichte zwar keinen Abbruch, doch hofft man hier teilweise zu sehr auf die Fantasie des Spielers. Während wir in den ersten zwei bis drei Spielstunden noch einem roten Faden durch die Spielwelt folgen, steht uns, nachdem wir Ingenieurin Eila aufgesammelt haben, ein Luftschiff zur Verfügung. In dem Wolkenhort genannten Transportmittel können wir uns mit neuen Waffen ausrüsten, Alchemie betreiben, die Gruppe verwalten und natürlich die nächsten Ziele anwählen. Entweder entscheiden wir uns hier an einem Kartenterminal für den nächsten Story-Abschnitt, deckten versteckte Höhlen auf oder erledigen in bereits besuchten Gegenden Nebenaufträge. Bei diesen Aufträgen ist es unsere Aufgabe, verschiedene Ingredienzien zu sammeln oder eine bestimmte Anzahl von Monstern ins Jenseits zu befördern. Besonders vielfältig sind diese Missionen also nicht.

Bekannte Dialogproblematik

Dragon Quest Heroes - Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe (4)Die Handlung wird dabei meistens in Dialogen vorangetrieben, die an Bord des Wolkenhorts stattfinden. Nicht immer sind diese auf Englisch oder Japanisch vertont; manche müssen in eingedeutschten Textkästen weitergedrückt werden. In den Massenschlachten selbst wird die Geschichte gelegentlich mal vor oder nach dem jeweiligen Spielabschnitt mit Zwischensequenzen vorangetrieben. Das sieht pompös aus, doch da nur die wirklich wichtigen Momente so eingefangen werden, sind diese Sequenzen entsprechend selten. Während der Schlachten tauchen in der oberen linken Bildschirmecke ebenfalls Textnachrichten auf. Glücklicherweise werden diese in den hitzigen Schlachten auch von den Synchronsprechern vorgetragen. Wer des Japanischen oder Englischen nicht mächtig ist, hat hier jedoch das Nachsehen. Die Inhalte werden weder protokolliert, noch kann man das Geschehen so pausieren, dass man die Texte in Ruhe lesen kann. Ein Manko, welches bereits frühere Musō-Spiele plagt und bis heute noch nicht korrigiert wurde. Wer auf die Zusatzinformationen verzichten kann, kommt aber umso mehr in den Genuss der wirklich motivierenden und spaßigen Massenschlachten. Anspruchsvoll werden diese dadurch zwar noch lange nicht, doch macht es einfach Spaß, auf der Suche nach Alchemie-Rezepten, Zutaten und Goldmünzen, quer durch die Gegnerhorden zu rasen.

Dragon Quest Monsters

Dragon Quest Heroes - Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe (5)In den Schlachten hauen wir also altbekannt auf die Knöpfe des Controllers und lösen, je nach Charakter, unterschiedliche Spezialangriffe aus. Flammensäulen und Bumerangs sind dabei nur zwei Möglichkeiten, wie wir den Gegnern einheizen können. Sehr früh im Spiel erhalten wir zudem die Fähigkeit, von besiegten Feinden hinterlassene Monster-Medaillen zu sammeln. Diese können wir dann nur in der jeweils laufenden Schlacht einsetzen und Monster beschwören. Wer dabei an die Spin-off-Reihe Dragon Quest Monsters denkt, liegt gar nicht mal so falsch. Schleime, Tyrannosaurier oder Waffendämonen lassen sich so herbeirufen, dass sie an der jeweiligen Stelle verharren und plötzlich auftauchende Gegner von ihrem Ziel, ein Tor oder eine Blockade zum Fall zu bringen, abzulenken. Andere Monstersorten füllen unsere Lebensenergie auf oder verleihen uns kurzzeitig positive Statuseffekte. In späteren Spielstunden kann das Beschwören von Monstern zu einem heillosen Durcheinander führen. Obwohl unsere Gefährten mit illustren Namen gekennzeichnet werden, findet man sich als kleiner Mensch zwischen den Kolossen einfach nicht zurecht. Einen spürbaren Vorteil erhält man durch die herbeigezauberten Monster auch nicht. Ebenfalls nicht durch die anderen drei Gruppenmitglieder, in die wir jederzeit wechseln dürfen. Der Erfolg hängt immer nur von uns ab!

Künstliche Dummheit

Dragon Quest Heroes - Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe (6)Beispielsweise laufen unsere Mitstreiter gerne mal in einen Flächenangriff unseres Gegners oder schaffen es nicht, rechtzeitig aus diesem Radius zu entkommen. Ebenfalls befremdlich wirken Momente, in denen um unsere Kampftruppe keine relevanten Kämpfe stattfinden und unsere Kameraden einfach in der Gegend herumstehen, während wir auf einen gefährlichen Gegner eindreschen, der in diesem Moment das einzige wichtige Ziel darstellt. Während man in anderen Spielen aus dem Hause Koei Tecmo das Problem wenigstens durch einen Zwei-Spieler-Modus umgehen konnte, suchen wir diesen diesmal vergebens. Selbst online bietet der Titel so etwas nicht. Stattdessen werden wir an Wochenenden zu bestimmten Tageszeiten mit zusätzlichen Goldmünzen, Erfahrungspunkten oder einer höheren Wahrscheinlichkeit, seltene Zutaten zu finden, entschädigt. Über letzteres freuen wir uns besonders, da wir so für seltene Ingredienzien keine der seltenen Mini-Medaillen ausgeben müssen. Die rar gesäten Zutaten erhalten wir nämlich oft nur von teilweise schwierig zu besiegenden Gegnern. Im Grunde stellen diese zwar nur ein etwas größeres Intermezzo für unser Schwert dar, doch in seltenen Fällen attackieren diese Gegner dann mit unfairen und nicht durchbrechbaren Angriffskombination, die wir öfters als uns Lieb ist mit dem Leben bezahlen. Sehr ärgerlich.

Zweischneidiges Spielende

Dragon Quest Heroes - Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe (7)Auf der optischen Seite besticht der Titel mit abwechslungsreichen Landschaften. Wälder, Wüsten, Städte, Tempel und Höhlen – da ist alles dabei, was man sich als Fan des Franchises nur wünschen kann. Die hochauflösenden Texturen, zumindest in der PlayStation-4-Fassung (die PlayStation-3-Version ist hierzulande nicht erschienen) unterstützen dieses Bild ungemein. Zudem gefallen uns die dreidimensionalen Modelle der Monster und Charaktere, für deren Design sich abermals Dragonball-Schöpfer Toriyama Akira verantwortlich zeigt. Einzig und allein die Animationen sind zu starr und wiederholen sich zu oft. In Kombination mit der teils fragwürdigen Kollisionsabfrage fällt dies doppelt auf. Dafür bietet das Spiel wunderschöne Melodien, die unter anderem auf bekannten Musikstücken der Rollenspielreihe basieren. Die meisten Tracks entwickeln sich zudem schnell zu Ohrwürmern, weshalb man an vielen Stellen im Spiel fröhlich mitsummt. Bis der Weltenbaum Yggdrasil von den Schergen der Finsternis befreit und der Tyrann aus der Tiefe besiegt ist, vergehen gut und gerne dreißig Stunden. Dann fühlt sich der Titel wie ein zweischneidiges Schwert an, da die nun freigeschalteten Nebenaufträge selbst für eine durchtrainierte Truppe zu schwierig sind. Will man alles vom Spiel sehen, muss man es tatsächlich dank Neues-Spiel-Plus-Funktion ein zweites Mal durchspielen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Die Dragon-Quest-Reihe hatte schon immer ein Faible fürs Erzählen von märchenhaften Geschichten. Auch wenn sich Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe eher wie eine Ansammlung verschiedener alter Helden anfühlt, kann sich trotzdem eine schöne Handlung entfalten. Zumindest solange, bis sie von den Massenschlachten unterbrochen wird und dann etwas an ihrer Faszination verliert. Die Schlachten machen dann jedoch sehr viel Spaß und motivieren mich dank des hervorragenden Dragon-Quest-Stils, der mit markanter Optik und Akustik sofort ins Auge beziehungsweise Ohr springt, stundenlang. Allerdings gibt es auch hier Punkte, die nach unzähligen Versuchen zuvor, einfach nicht mehr gehen. Beispielsweise könnte ich mich vor allem im letzten Spieldrittel über die dämliche künstliche Intelligenz der Gruppenmitglieder aufregen, die einfach nicht mit meinem Helden zusammenarbeiten wollen, obwohl diese ein Interesse daran haben sollten, die Welt zu retten. Außerdem kann ich es nicht verstehen, dass auf einen Mehrspielermodus, sowohl lokal, als auch online, verzichtet wurde. Zu zweit hätte das Spiel noch sehr viel länger unterhalten! Da hilft auch die Neues-Spiel-Plus-Funktion, die man nach dem Abspann freischaltet, nicht. Diese will die Spielzeit im Angesicht dessen, dass ich die neuen Nebenaufträge selbst mit einer durchtrainierten Gruppe nicht schaffe, nur künstlich strecken. Bis zu diesem Zeitpunkt kann der Titel aber mit ein paar kleinen Abstrichen wunderbar bei Laune halten. Wer dem Musō-Spielprinzip nicht abgeneigt ist und seit jeher Dragon-Quest-Fan ist, kommt um den Kauf des Spiels definitiv nicht herum!

Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe!

Special: Tetris – Ein wirtschaftspolitischer Krimi

Tetris - Ein wirtschaftspolitischer Krimi (1)Vor mehr als dreißig Jahren erschien Tetris. Wir nehmen euch mit auf eine Reise hinter den Eisernen Vorhang, in die Endphase des Kalten Kriegs und der Angst vor radioaktiver Verstrahlung; in einen wirtschaftspolitischen Krimi um ein einziges Computerspiel.

Tetris - Ein wirtschaftspolitischer Krimi (2)Am 14. März 1956 wurde Tetris-Erfinder Alexei Leonidowitsch Paschitnow im sowjetischen Moskau geboren. In seiner Jugend war nicht abzusehen, mit welch großartiger Erfindung der Forscher, der später an der Russischen Akademie der Wissenschaften angestellt war, weltweit für Aufsehen sorgen sollte. Die Arbeitsbedingungen waren regelrecht schlecht. Paschitnow musste in einem Raum arbeiten, der für vier oder fünf Wissenschaftler ausgelegt war, doch in der meisten Zeit verbrachte die dreifache Menge an Forschern Zeit an diesem Arbeitsplatz. So teilte er sich seinen Schreibtisch mit bis zu drei Kollegen und übernahm spätere Schichten, um an künstlicher Intelligenz und automatischer Spracherkennung zu arbeiten. Paschitnow war schon immer an Computern interessiert, da diese genau so arbeiteten, wie man es ihnen tatsächlich befohlen hatte. Allerdings dienten die Erkenntnisse seiner Forschung vermutlich mehr dem Militär und dem Komitee für Staatssicherheit, als tatsächlich friedlichen Zwecken. Tests führte Paschitnow an Spielen durch, die er mit der Programmiersprache Pascal selbst entwickelt hatte. Netterweise scheinen diese so interessant gewesen zu sein, dass ein paar der Spiele ab 1997 in Microsoft Entertainment Pack: The Puzzle Collection für den PC erschienen sind. Sechs der zehn Spiele wurden sogar als Kollektion für den Game Boy Color umgesetzt.

Inspiration: Pentomino

Tetris - Ein wirtschaftspolitischer Krimi (3)Bis zur Veröffentlichung dieser Videospielsammlungen war es 1984 aber noch ein langer Weg. Paschitnow ist begeistert vom Brettspiel Pentomino. Auf einer rechteckigen Fläche müssen in Pentomino Blöcke ausgelegt werden, die sich in ihrer Struktur zwar unterscheiden, aber immer aus fünf miteinander verbundenen Quadraten bestehen. Ziel des Spiels ist es, die rechteckige Fläche restlos mit den Blöcken zu füllen. Er war so begeistert von dem Spiel, dass er sich selbst an die Arbeit machen musste, um ein ähnliches Konzept zu entwickeln. Für ein weiteres seiner Computerspiele wohlgemerkt! Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, hatte Paschitnow allerdings nur Zugriff auf einen (selbst für sowjetische Verhältnisse bereits veralteten) Computer. Tetris wurde also auf einem Elektronika 60 entwickelt. Anders als bei Pentomino bestehen die Steine in seinem neuesten Werk nicht aus fünf, sondern aus vier gleichgroßen Teilen, sprich Tetrominos, die später liebevoll auf den Namen Tetriminos getauft wurden. In schwarz-weißer Optik, sowie ohne Musik und Soundeffekte, fallen die Steine von oben nach unten auf das Spielfeld. Schon 1984 war das Spielprinzip klar. Man muss die Steine so anordnen, dass sich geschlossene Reihen bilden und auflösen. Paschitnow war von seinem neuen Spiel so begeistert, dass er nicht mit dem Spielen aufhören konnte.

Versuch und Irrtum

Tetris - Ein wirtschaftspolitischer Krimi (4)Daraufhin ließ er seine Kollegen Tetris ausprobieren, die nicht genug vom süchtigmachenden Spielprinzip bekommen konnten. In seinem Gehirn hat also noch alles genau so funktioniert, wie es auch funktionieren sollte. Gerne würden wir sagen, dass der Rest Geschichte ist, doch in den nächsten Jahren hat sich ein regelrechter Krimi abgespielt. Erst als Dimitri Pawlowski Highscore-Tabellen einfügte und Vadim Gerasimow das Programm für IBM-PCs umschrieb, konnte sich Tetris außerhalb des Computerzentrums etablieren und gelangte so unter anderem nach Ungarn. Robert Stein, Leiter von Andromeda Software, war begeistert von Tetris und fragte die Rechte daraufhin beim Computerzentrum in Moskau an. Die Rechte erhielt Andromeda Software nicht direkt, doch formlose Vereinbarungen waren in dieser Zeit üblich, weshalb für Stein die Aussage, dass die Anfrage mit Interesse aufgenommen wurde, ausreichte, um die ersten Versionen für Apple II und C64 zu veröffentlichen. Zudem verkaufte er die Rechte unter anderem an den britischen Konzern Mirrorsoft (war Teil von Maxwells Medienimperium) und an Spectrum Holobyte in Kalifornien. Daraufhin sollte schon bald das erste Telex an Stein folgen. Das Ministerium Electronorgtechnica, welches die Vermarktung von sowjetischer Software kontrollierte, richtete sich in diesem Telex ordnungsgemäß an Stein, dass dieser die Rechte für Tetris niemals erworben hätte.

Rechtewirrwarr

Tetris - Ein wirtschaftspolitischer Krimi (5)Mit einem Besuch in Moskau gelang es ihm jedoch, die Rechte für Heim- und Personalcomputer zu erwerben. Mirrorsoft, die de facto keine Rechte an Tetris besaßen, war dieser Markt allerdings zu gering und wandten sich an den Riesen Atari, die für Mirrorsoft eine Konsolenversion produzieren sollten. Ungefähr zur gleichen Zeit stellte Spectrum Holobyte, die genaugenommen ebenfalls keine Rechte am Spiel besaßen, Tetris auf der Consumer Electronics Show 1988 in Las Vegas vor. Hier wurde Henk Rogers vom japanischen Unternehmen Bullet-Proof Software auf das Spiel aufmerksam und kaufte ihnen die Rechte für Computerspielversionen und bei Atari die Rechte für Konsolenfassungen ab, woraufhin kurz darauf Tetris in Japan für das Nintendo Entertainment System erschien. Nintendo zeigte sich beeindruckt von dem Spiel und wollte es zur Markteinführung für ihren ersten Handheld mit austauschbaren Modulen, dem Game Boy, unbedingt beilegen. Rogers stellte ihnen die Rechte in Aussicht, doch da Stein nicht die vereinbarten Zahlungen an das Computerzentrum lieferte, wurde der Fall von Nikolai Belikow bei Electronorgtechnica nun untersucht. Da Stein Rogers immer mehr hinhielt, flog Rogers unangemeldet im Februar 1989 nach Moskau, um den Sachverhalt mit Electronorgtechnica persönlich zu klären.

Ausgang einer Gerichtsverhandlung

Tetris - Ein wirtschaftspolitischer Krimi (6)Im Gespräch mit Belikow stellte sich heraus, dass Rogers keinerlei Rechte an der Tetris-Lizenz besaß, doch da er gute Kontakte zu Nintendo offerierte, konnten sich beide Parteien auf die Vergabe jener Lizenz einigen. Am gleichen Tag wurden Stein und Kevin Maxwell bei Belikow vorstellig. Während Steins Rechte an Tetris eingeengt worden waren, ging der Sohn des Konzernleiters Robert Maxwell leer aus. Es wurde gar gedroht, Mikhail Gorbatschow (der damals noch der Generalsekretär des Zentralkomitees war), mit der Angelegenheit zu belasten. Vergeblich. In Seattle konnte Rogers die Konsolenrechte exklusiv an Minoru Arakawa und Howard Lincoln bei Nintendo vergeben. Nintendo war es so möglich, zum Verkaufsstart am 21. April 1989 jeden Game Boy mit einem Modul Tetris auszuliefern. Obwohl man nun die exklusiven Rechte besaß, dachte Atari Games nicht daran, die Produktion des Spiels zu stoppen, da man schon zu viele Millionen US-Dollar in Tetris investiert hatte. Nintendo machte Atari Games darauf aufmerksam, ein Rechtsstreit entbrannte. Im November 1989 gewann Nintendo das Gerichtsverfahren. Atari musste daraufhin hunderttausende noch nicht verkaufte Module vernichten. Für Atari wiederholte sich der Alptraum, den man in ähnlicher Form nach 1982 schon mit dem Videospiel E.T. the Extra-Terrestrial durchleben musste.

Die Idee gehört dem Staat

Tetris - Ein wirtschaftspolitischer Krimi (7)Belikow, der von der Sowjetunion verantwortlich gemacht worden wäre, hätte Atari Games den Prozess gewonnen, konnte aufatmen. Obwohl die Lizenzvergabe nun klar geregelt ist, sich die Sowjetunion beziehungsweise die 1990 gegründete Russische Föderation mehr dem Westen öffnete, gingen alle Zahlungen trotzdem an den Staat. Paschitnow hat also zunächst kein Geld für sein geistiges Eigentum erhalten. Mit Hilfe seines neu gewonnenen Freundes Rogers und dessen Mitarbeiterin Sheila Boughten, welche bei Bullet-Proof Software die Auswanderung russischer Programmierer in die USA koordinierte, konnte Paschitnow in die Vereinigten Staaten von Amerika emigrieren. Dort gründete er 1990 mit Vladimir Pokhilko das Computergrafik-Unternehmen AnimaTek. Die Arbeit gab er 1996 nach fast sechs Jahren allerdings auf, um bei Microsoft zu arbeiten. Als der Konzern jedoch in den Konsolenmarkt vordringen wollte, realisierte Paschitnow, dass es für seine Puzzle-Spielideen auf der Xbox keinerlei Publikum gab. Mit Hexic HD und Hexic 2 erschienen immerhin zwei seiner Titel für die Nachfolgekonsole Xbox 360. 1996 heuerte Paschitnow aber nicht nur bei Microsoft an. In diesem Jahr liefen die ursprünglich vergebenen Lizenzen von Tetris aus, wodurch Paschitnow nun ab sofort an Tetris verdiente.

Die menschliche Psyche

Tetris - Ein wirtschaftspolitischer Krimi (8)Zusammen mit Henk Rogers gründete er auf Hawaii das Unternehmen The Tetris Company, welche seit jeher die Lizenzen für das Spiel vergibt. Obwohl Paschitnow finanziell nie das erhalten hat, was ihn der Ruhm tatsächlich eingebracht hat, darf er sich darüber freuen, einen Videospielmeilenstein entworfen zu haben. Tetris war das erste Spiel des Ostblocks, welches sich im Westen etablieren konnte. Bewusst stand auf dem Cover der ersten Version der Tetris-Schriftzug in kyrillischen Buchstaben und russisch-sowjetische Elemente wie die Abbildung des Kremls oder Hammer und Sichel zogen die Menschen an, die von der Magie fasziniert waren, welche sich hinter dem Eisernen Vorhang versteckte. So war Tetris schon 1988 das meistverkaufte Spiel im Vereinigten Königreich und in den Vereinigten Staaten. Tetris ist kein gewaltverherrlichendes Spiel, von welchen sich Erfinder Paschitnow immer distanziert hat. Tetris stellt die andere Seite der menschlichen Psyche dar und wird von Millionen Fans auf der ganzen Welt in dutzenden verschiedenen Versionen bis heute gefeiert und geliebt. Ein wahrlich schöner Ausgang für diesen Krimi!

Geschrieben von Eric Ebelt

Prime Time: Sword Art Online (Vol. 1 – 4 + Extra-Edition) (Unboxing)

Die Anime-Serie Sword Art Online gehört wohl zu den besten Geheimtipps des letzten Jahres, auch wenn die Serie vom anfänglichen Abenteuertrip in ein Online-Rollenspiel sehr in eine Liebesgeschichte driftet. Wer sich die Serie noch anschauen möchte und wissen will, welche Volumes er sich ins Regal stellen darf, sollte sich unser Unboxing-Video nicht entgehen lassen!

Review: Rob-B-Hood

Rob-B-Hood (1)Nachdem der Film Der Mythos abgedreht worden war, setzte sich Schauspieler Jackie Chan abermals mit Regisseur Benny Chan zusammen, mit dem er schon New Police Story auf die Leinwand gebracht hatte. Rob-B-Hood war allerdings nur für den Heimkinomarkt gedacht.

Rob-B-Hood (2)Wenn man als Vermieter eines mehrstöckigen Hauses nicht genügend Einnahmen erzielt und sein Leben mit Geld aufwerten möchte, dann kann man leicht auf die schiefe Bahn geraten. In Rob-B-Hood hat sich Ren Si Tos und Bai Da Tongs Vermieter gedacht, mit den beiden einen Einbrechertrupp ins Leben zu rufen. Gemeinsam beschließen sie, ein Krankenhaus um einige wertvolle Medikamente und mehrere Geldbündel zu erleichtern. Der Einbruch gelingt, doch werden Ren Si To und Bai Da Tong erwischt und sorgen im Gebäude für weitere Aufregung. Zur gleichen Zeit wird dort nämlich auch ein Kind von einem Mann entführt, der glaubt, der Vater des Jungen zu sein. Die Entführung endet tragisch und der angebliche Vater stirbt beim Fall von einer Rolltreppe ins Erdgeschoss des Krankenhauses. Da Ren Si To und Bai Da Tong das Baby vor dem tödlichen Sturz bewahren können, gelingt es ihnen im ganzen Trubel aus dem Gebäude zu entkommen. Ren Si To investiert seinen Gewinn direkt wieder ins illegale Glücksspiel in den Hinterzimmern diverser Hongkonger Läden. Bai Da Tong hingegen hält seine Ehefrau auf Distanz, um die Tochter eines reichen Geschäftsmanns zu angeln. Um sie zu umwerben, verprasst er seine Einnahmen für teure Handtaschen und Kleider. Fang Dong, ihr Vermieter, versteckt das Geld in einem geheimen Safe, um sich ein Vermögen anzuhäufen.

Geld regiert die Welt

Rob-B-Hood (3)Zunächst könnte man meinen, dass Fang Dong der einzig Glückliche der drei Verbrecher ist, denn Ren Si To häuft immer mehr Schulden bei einem Kredithai an und Bai Da Tongs Frau hängt ihm ständig in Nacken. Er fordert von ihr sogar, ihre Schwangerschaft abzubrechen. So wollen beide im Leben mehr erreichen, doch schaffen sie es nicht, glücklich zu werden. Als Fang Dong jedoch ausgeraubt und das gesamte Ersparnis gestohlen wird, bricht auch für ihn eine Welt zusammen. Obwohl er sich zur Ruhe setzen will, bekommt er glücklicherweise von seinem Auftraggeber einen neuen Job, bei dem er glatt sieben Millionen Hongkong-Dollar verdienen könnte. Ren Si To und Bai Da Tong schließen sich der Sache an, doch anstatt einen Kunstgegenstand oder sonstige Wertgegenstände zu rauben, ist es diesmal ein Kind, welches sie entführen müssen. Sie staunen nicht schlecht, dass es dasselbe Kind ist, welches sie bei ihrem letzten großen Auftrag kennengelernt haben. Der Großvater des Kindes will jedenfalls einen Bluttest machen, um zu erfahren, ob sein verstorbener Sohn tatsächlich der leibliche Vater und er somit der echte Großvater ist. Als die Dinge anschließend aus dem Ruder laufen und sie sowohl von der Polizei als auch von zwei Verbrecherorganisationen verfolgt werden, überdenken sie ihre Taten und beginnen, in Bezug auf das Baby wieder moralisch zu handeln.

Good Guy Jackie Chan

Rob-B-Hood (4)Mit dem Film Rob-B-Hood wollte Jackie Chan, der hier Ren Si To spielt, sein Image als guter Kerl ein wenig abbauen. Allerdings gelingt ihm das nicht ganz. Er spielt zwar einen Ganoven, doch wirkt seine Rolle eher liebenswert und durch moralische Grundsätze, die er und seine beiden Komplizen haben, hat man zum Teil Verständnis. Zudem sagt Benny Chan in einem Interview sogar, dass man den Zuschauer einen bösen Jackie-Chan-Charakter nicht verkaufen könne. Zudem sollte man sagen, dass Ren Si To Jackie Chans nicht unbedingt beste Rolle ist. Zwar kommen selbst in dieser Komödie einige waghalsige Stunts und ein paar recht gute Martial-Arts-Kämpfe vor, doch halten sich diese auf einem mittleren Niveau. Viel mehr geht es um die Entführung des Babys und wie Ren Si To und Bai Da Tong lernen, sich mit einem Kleinkind auseinanderzusetzen und über ihr Leben nachzudenken. Für Bai Da Tong ist dieses Arrangement besonders wichtig, möchte er seine Frau doch zur Abtreibung zwingen. In der deutschen Fassung ist der Film um neun Minuten gekürzt, doch sind die fehlenden Szenen in den Film im kantonesischen Originalton eingewebt. Somit kommt Rob-B-Hood auf ganze 136 Minuten Laufzeit. Das Bonusmaterial fällt mit Interviews und Making-ofs mit mehr als zwei Stunden sehr üppig aus und rundet das Gesamtpaket der Blu-ray-Veröffentlichung sehr gut ab.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Vor einigen Jahren habe ich den Film bei der Deutschlandpremiere 2009 im Fernsehen zum ersten Mal gesehen. Ich mochte den Film auf Anhieb, doch beim zweiten Ansehen fallen einem doch ein paar Defizite auf, die man als langjähriger Jackie-Chan-Film nicht außer Acht lassen darf. Während ich die Handlung von Rob-B-Hood wirklich großartig finde und für einen Film, der direkt für den Heimkinomarkt entworfen wurde, mehr als ausreicht, sind es eher die verschiedenen Einflüsse, die mich dabei stören. Jackie Chan spielt hier einen Dieb, der durchgehend auch sehr charmant wirkt, doch da er sich mit den falschen Leuten einlässt, kommt es zu mehreren Auseinandersetzungen, die zum Teil mit körperlicher Gewalt gelöst werden. Problematisch ist dies, da in diesen Kämpfen das Kind automatisch mit einbezogen wird. So fällt das Baby mehrmals einige Meter von der einen oder anderen Anhöhe und wird immer wieder aufgefangen. Selbstverständlich ist klar, dass das Kind bei den Dreharbeiten so sicherlich nicht eingesetzt worden ist, doch sehen viele Szenen so aus, als ob man achtlos mit dem Kind umgehen würde. Das steht dann im krassen Gegensatz dazu, was der Film eigentlich erzählen möchte: Nämlich den richtigen Umgang mit Kleinkindern. Trotzdem kann man sich wunderbar mehr als zwei Stunden auf Rob-B-Hood einlassen, denn obwohl Jackie Chan hier nicht wie in anderen Filmen glänzen kann, bekommt er dennoch genügend Raum, um sich für Fans ansatzweise zu entfalten.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Rob-B-Hood!

Review: Akuma no Riddle (Vol. 4)

Akuma no Riddle - Vol. 4 (1)Akuma no Riddle scheint derzeit einer der wenigen Anime zu sein, die keine zweite Staffel erhalten. Das mag auf der einen Seite Fans traurig stimmen, doch auf der anderen Seite dürfen sich gerade diese deshalb auf ein rundes und gelungenes Ende der Anime-Serie freuen.

Akuma no Riddle - Vol. 4 (2)In den ersten zehn Episoden, die auf drei Volumes aufgeteilt worden sind, haben wir reichlich Einblicke in das Leben an der Myōjō-Mädchenoberschule sammeln können. Nach außen hin scheint die Schule ein gewöhnlicher Ort zu sein, doch hinter den Mauern ist dies absolut nicht der Fall. Die junge Ichinose Haru möchte nach wie vor ihren Abschluss machen. Obwohl sie von ihren Mitschülerinnen aus der Schwarzen Klasse zum Abschuss freigegeben worden ist, lässt sich Haru von ihrem Vorhaben nicht abbringen. Die bisherigen zehn Folgen haben auch schon einige Attentate thematisiert, die auf die recht hilflose Haru verübt worden. Durch ihre Mitschülerin, Freundin und Beschützerin Azuma Tokaku konnten diese Mordversuche bisher allerdings allesamt vereitelt werden. Obwohl alle Mitschülerinnen nach Harus Leben trachten, wurden die Attentäterinnen bisher nicht tödlich verletzt. Stattdessen wurden sie, nach den ihnen aufgelegten Spielregeln, vom Schulgelände entfernt. Mit der Zeit lichteten sich in der Schwarzen Klasse die Reihen. Es mag zwar für den Zuschauer recht befremdlich wirken, dass ihr Lehrer Mizorogi Ataru sich nicht wirklich zum Fehlbleiben seiner Schülerinnen wundert, doch umso lustiger ist, ihn in Gedanken vertieft zu sehen, wenn im Klassenraum neben Haru und Tokaku nur noch Hashiri Nio sitzt, welche die elfte Folge mit einer Bekanntgabe einleitet.

Bienenkönigin

Akuma no Riddle - Vol. 4 (3)Direkt zu Beginn der elften Episode bricht die Serie mit dem Schweigen. Warum es alle ihre Mitschülerinnen auf Haru abgesehen haben, blieb innerhalb der Handlung bisher im Dunkeln. Nio lädt Haru an einem Abend ein, sich der Wahrheit zu stellen. Tokaku und Haru lassen sich dies natürlich nicht zweimal sagen und nehmen die Einladung zur ominösen Informationsveranstaltung an. Aus Spoiler-Gründen gehen wir an dieser Stelle nicht ins Detail. Ihr sollet aber zumindest wissen, dass Haru mit der Funktion einer Bienenkönigin gleichgesetzt wird, die ihr Umfeld kontrolliert. Dies führt dazu, dass sich Tokaku und Haru zunächst entzweien. Deshalb beschließt Haru des Nachts, Nio abermals aufzusuchen, damit diese sie zur Direktorin bringt und das ganze Spiel ein für alle Mal sein Ende findet. Haru wird jedoch von Nio nicht wie gewünscht zur Direktorin gebracht. Stattdessen begleitet Nio Haru zu einem Friedhof, der die Vergangenheit Harus in den Mittelpunkt rückt. Durch das so erzeugte Gefühl der Wärme und Geborgenheit soll sich Haru die Zeit nehmen, um die Enthüllungen des Abends zu verarbeiten. In diesem Moment taucht plötzlich Harus Beschützerin Tokaku auf, die sich jedoch nicht mit ihrer Freundin versöhnen will. Stattdessen steht Tokaku Haru nun als Gegenspielerin gegenüber, zückt ihre Teilnehmerkarte und zieht auch ihr Schwert. Unerwartet und einfach episch!

Gestrandet

Akuma no Riddle - Vol. 4 (4)Wie die Handlung von Akuma no Riddle ausgeht, erfährt man in der abschließenden zwölften Episode, über die wir hier kein Wort verlieren möchten. Die Anime-Serie besteht jedoch aus insgesamt dreizehn Folgen. Die dreizehnte Episode steht außerhalb der Geschichte und stellt ein Abenteuer auf einer verlassenen Insel dar. Hier wird auf eher humorvolle Art und Weise Jagd auf Haru gemacht. Statt scharfen Waffen kommen hier Spielzeughämmer und Wasserpistolen zum Einsatz. Würde man die Folge nicht mit einem Augenzwinkern sehen und einige Anpassungen durchführen, so hätte das Setting definitiv das Potenzial, als Fortsetzung der Serie angesehen zu werden. Optisch und akustisch befindet sich die Serie in den letzten drei Folgen auf demselben Niveau wie die ersten zehn Episoden. Hieran gibt es also nichts auszusetzen. Das Bonusmaterial ist ebenfalls unverändert, denn auch der vierten Volume liegt wie den drei vorherigen Volumes ebenfalls wieder ein Booklet in physischer Form bei. Dieses beinhaltet ein Interview mit der für die Figur Kenmochi Shiena verantwortlichen Synchronsprecherin Yamada Yūki, ein kurzes Gespräch mit dem Aufnahmeleiter Itō Yasuyuki und abermals Informationen von Regisseur Kusakawa Keizō zu den einzelnen Episoden und Angaben zu den verschiedenen Waffen. Digitales Bonusmaterial sucht man abermals vergeblich.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nachdem es Akuma no Riddle bereits in der dritten Volume geschafft hat, aus der typischen Struktur einer Episode auszubrechen und neue Akzente zu setzen, verfolgt man dieses Vorhaben auch mit der vierten Volume. Dies mag auch daran liegen, dass die Serie es vortrefflich gut geschafft hat, zu einem Ende zu finden. Die Vorarbeit durch die verschiedenen Attentäterinnen war unumgänglich, wenn man sich die Aufklärung über die Hintergründe zu Beginn der elften Episode ansieht und rekapituliert. Für die teilweise dennoch sehr stumpfe Handlung ist dies trotzdem keine Entschuldigung, denn da wäre sicherlich noch mehr möglich gewesen. Vor allem die dreizehnte Episode bietet keinen Mehrwert, da sie außerhalb der Geschehnisse angesiedelt ist und nicht beziehungsweise kaum dazu beiträgt, die Charaktere zu zeichnen. Trotz dieser kleinen Mankos gelingt es der Anime-Serie ein rundes und vor allem abschließendes Ende zu liefern. Sämtliche Charaktere kommen hier erneut zur Geltung und vor allem Ichinose Haru und Azuma Tokaku bleiben dabei keine unbeleuchteten Seiten in einem Buch, welches die Serie von Beginn an zu füllen versuchte. Wer mit der seichten Story bisher leben konnte, wird mit der geheimnislüftenden vierten Volume seine wahre Freude haben. Wer zudem bei der Erstveröffentlichung der ersten Volume zugegriffen hat, darf sich jetzt darüber freuen, die vierte und auch letzte Volume in den damals mitgelieferten Schuber zu stecken.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Akuma no Riddle (Vol. 4)!

Prime Time: Selector Infected Wixoss (Vol. 1 – 2) (Unboxing)

Vor einiger Zeit haben wir euch sowohl die erste, als auch die zweite Volume der Anime-Serie ausführlich in Form von Reviews vorgestellt. In unserem Unboxing-Video stellen wir euch beide Volumes der Serie vor und zeigen euch die Inhalte, auf die ihr euch freuen dürft. Viel Spaß!

Review: Aldnoah.Zero – Vol. 4

Aldonah.Zero - Vol 4 (1)Auf die letzten drei Episoden der ersten Staffel von Aldnoah.Zero waren wir sehr gespannt. Schließlich hat die Anime-Serie mit den vorherigen neun Episoden in drei Volumes die Messlatte ziemlich hochgelegt. Unsere Erwartungen wurden am Ende anders als gedacht erfüllt.

Aldonah.Zero - Vol 4 (2)Die drei abschließenden Episoden bauen ebenfalls wieder auf das Grundgerüst von Aldnoah.Zero auf. Das Kaiserreich Vuāsu, welches auf dem Planeten Mars entstanden ist, befindet sich nach wie vor mit dem Planeten Erde im Krieg. Auslöser dafür war ein fingiertes Attentat auf Prinzessin Aseiramu Vuāsu Aryūshia zu Beginn der Serie, bei dem jedoch ihr Double und nicht sie selbst den Tod gefunden hat. Der Aufhänger der Serie bringt weitreichende Konsequenzen für beide Planeten mit sich. Da dem Kaiser und seinem Führungsstab diese Informationen über den wahren Verbleib der Prinzessin jedoch vorenthalten werden beziehungsweise verborgen bleiben, führen beide Planeten gegeneinander Krieg, in dem schon viele Menschen im Auftakt des Animes ihr Leben lassen mussten. In den Wirren des Krieges hat sich die Prinzessin mittlerweile den irdischen Streitkräften angeschlossen und sich dem Kadetten Kaizuka Inaho anvertraut, um überleben zu können und zu versuchen, den Krieg zu beenden. Sicher ist sie auf dem Schiff der irdischen Streitkräfte jedoch nicht. Es lauern weiterhin Gefahren von außerhalb und sogar von innerhalb der Kompanie, die nur auf eine Gelegenheit warten, das Leben der Prinzessin zu beenden. Während der Angriff von Kataphrakten vom Mars erfolglos blieb, hat ausgerechnet Mitstreiterin Ariāshu Raie ihre Chance gewittert und zugeschlagen.

Tödliches Finale

Aldonah.Zero - Vol 4 (3)Am Ende der letzten Episode der dritten Volume wurde die Prinzessin unter der Duschen von Raie aufgesucht und vermeintlich für den Zuschauer erwürgt. Kadett Kaizuka Inaho bemerkt im richtigen Zeitpunkt glücklicherweise, dass an Bord des Schiffes etwas nicht stimmt. Ihm gelingt es, dank seiner erfolgreichen Ausbildung, die Adlige wiederzubeleben und sicher ins Hauptquartier der Erdstreitkräfte in russischen Gefilden zu bringen. Hier soll der Krieg mit einer Ansprache der Prinzessin beendet werden. Den Alliierten gelingt es zwar, diese Ansprache zu vollenden und zu verschicken, doch wird sie von den Mars-Streitkräften abgefangen, sodass die Wahrheit weiterhin nur die Militärs kennen. Dem Ritter Zātsubarumu gelingt es so außerdem, den Standort der Prinzessin zu ermitteln, um sie endlich aus dem Weg zu räumen und Inaho mit seinen Truppen zu vernichten. Er steht jedoch auch in der Schuld des immer noch gefangenen Toroiyādo Surein. Mit seiner Freilassung begleicht er diese Schuld und ermöglicht ihm, sich auf seine Seite zu stellen oder zu fliehen. Kurz darauf überschlagen sich auch schon die Ereignisse. Das Hauptquartier wird mit mehreren Kataphrakten angegriffen, bis es schließlich zur letzten Entscheidung zwischen der Prinzessin Aseiramu Vuāsu Aryūshia, ihrem Vertrauten Toroiyādo Surein, Kadett Kaizuka Inaho und Ritter Zātsubarumu kommt.

Anime-Qualitäten

Aldonah.Zero - Vol 4 (4)Wie dieser Konflikt schließlich gelöst wird, wollen und werden wir an dieser Stelle nicht verraten. Da Anfang 2015 in Japan bereits die zweite Staffel ausgestrahlt wurde, möchten wir nur anmerken, dass die erste Staffel mit einem Cliffhanger endet. Künstlerisch ist dieser wundervoll dargestellt, doch ändert das nichts daran, dass wir im deutschsprachigen Raum noch einige Monate auf die Fortsetzung warten müssen. Davon abgesehen, können wir euch auch die letzten drei Folgen der ersten Staffel ans Herz legen. Die deutsche Synchronisation ist wieder einmal gelungen, doch die japanische Tonspur passt unserer Meinung nach auch in der letzten Volume wesentlich besser zu den Charakteren. Wer den Anime mit der japanischen Synchronisation konsumiert, muss jedoch nicht abschaltbare Untertitel in Kauf nehmen. An der optischen Gestaltung des Anime hat sich ebenfalls nichts geändert. Die Charaktere sind nach wie vor schön gezeichnet, die Animationen aussagekräftig und die Effekte beim Einsatz der Kataphrakte gefallen uns hervorragend. Schade ist nur, dass sich am Umfang des Bonusmaterials ebenfalls nichts geändert hat. Digitales Bonusmaterial liegt nach wie vor nicht vor, wenn man von Trailern für andere Kazé-Anime-Produkte absieht. Dafür entschädigt zwar abermals ein kleines Booklet mit Hintergrundinformationen, welches diesmal aber etwas spärlicher ausfällt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Schon nach den ersten Episoden wusste ich, dass Aldnoah.Zero einer der interessantesten und besten Anime der letzten Jahre ist. Jede weitere Volume, die ich in den letzten Monaten konsumierte, haben mir gezeigt, dass sich an der Qualität des Animes nichts geändert hat. Er wirkt sowohl in der optischen, als auch in der akustischen Gestaltung sehr anspruchsvoll und unterstreicht dies teilweise mit neuen Akzenten, die im Verlauf der Serie beiläufig und immer mal wieder gesetzt werden. Die Geschichte bleibt dabei bis zur letzten Minute sehr spannend und ich hätte nie gedacht, dass man den Mut aufbringen könne, einen Anime in der ersten Staffel direkt so spannend und überwältigend enden zu lassen. Ich möchte nicht sagen, was in den letzten Minuten in der letzten Folge passiert – man muss es wirklich sehen, um es zu glauben. Welche Erklärung die Köpfe hinter dem Team mir dazu noch liefern werden, kann ich kaum mehr erwarten, so sprachlos sitze ich auch nach zwei Stunden später noch hier und schreibe mit aufgeklapptem Mund mein Fazit. Ich kann den Anime jedem Fan von Mechs nur wärmstens ans Herz legen und auch alle, die nur eine tolle Fantasy- oder Science-Fiction-Geschichte erleben wollen, werden mit Aldnoah.Zero bestens für bisher zwölf Episoden bedient.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Aldnoah.Zero – Vol. 4!

Prime Time: Hamatora – The Animation (Vol. 1 – 4) (Unboxing)

Hamatora – The Animation ist ein zweischneidiger Anime. Bei uns hat er nämlich erst mit der letzten der vier Volumes der ersten Staffel gezündet. Während wir jetzt sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten, stellen wir euch in unserem Unboxing-Video die vier Volumes inklusive des limitierten Schubers der Erstauflage etwas genauer vor. Gute Unterhaltung!

Review: Akuma no Riddle (Vol. 3)

Akuma no Riddle - Vol. 3 (1)Die ersten beiden Volumes von Akuma no Riddle haben wir euch in den letzten Monaten in Form von zwei Reviews bereits vorgestellt. Die dritte Volume setzt langsam zum Endspurt an, denn trotz des harten Alltags wollen die Attentäterinnen ihre Mordversuche nicht einstellen.

Akuma no Riddle - Vol. 3 (2)Wer sich für die dritte Volume mit der achten, neunten und zehnten Episode interessiert, sollte sich bewusst sein, dass das Vorwissen der vorangegangen Folgen vorausgesetzt wird. Man möchte schließlich bei einem fortlaufenden Handlungsstrang unter keinen Umständen gespoilert werden. Die Myōjō-Mädchenoberschule ist und bleibt ein mysteriöser Ort. Zwar scheint die Institution von außen eine ganz normale Oberschule für Mädchen zu sein und selbst wenn einmal genauer hinsieht, werden einem sicherlich keine gravierenden Unterschiede zu anderen Schulen auffallen, doch unter der Oberfläche passieren grauenvolle Dinge. Ichinose Haru steht kurz davor ihren Abschluss zu machen. Ihren Mitschülerinnen scheint daran nicht wirklich etwas zu liegen, denn statt sich auf die Prüfungen vorzubereiten, haben diese es nach wie vor im Sinn, Haru nach dem Leben zu trachten. Der Attentäterin, der es gelingt, Haru zu töten, wird ein Wunsch erfüllt – schlägt das Attentat jedoch fehl, so muss die Attentäterin die Schule unverzüglich verlassen. Mittlerweile haben sich die Reihen in Harus Klasse gelichtet und wie durch ein Wunder hat die junge Haru noch nicht das Zeitliche gesegnet. Die Attentate in den vorliegenden drei Episoden spielen vor dem Hintergrund der Vergangenheit, einem Tsunami und einer ominösen Teeparty, zu der nicht jeder freiwillig eingeladen worden ist. Unheimlich!

Tödliche Teeparty

Akuma no Riddle - Vol. 3 (3)In der achten Episode erfahren wir Hintergründe über die Figur Inukai Isuke und weshalb sie zur Auftragsmörderin wurde. Haru bekommt hier abermals ernste Schwierigkeiten, da Inukai ein wesentlich kräftigerer Gegner ist. Bewaffnet mit einem riesigen Hammer macht sie Jagd auf die recht hilflose Haru, die zu ihrem Leidwesen dabei auch noch von ihrer Freundin und Beschützerin Azuma Tokaku getrennt wird. Über Tokaku erfahren wir unterdessen direkt in der neunten Folge endlich tiefgehende Einblicke in ihre Vergangenheit, angefangen mit ihrer Geburt. Zwischen Eid und Verbot muss sie selbst ihren Platz in der Welt finden und den Weg ihrer Familie fortschreiten oder aus diesem ausbrechen. Da die achte und neunte Episode im Rahmen der Handlung grundsätzlich eine Einheit bilden, spielen die Ereignisse in diesen Folgen teilweise zeitgleich und nacheinander. Da Tokaku von Haru getrennt wird, müssen sie es beide mit einem eigenen Feind aufnehmen. Dieser Erzählkniff lockert das stringente Konzept auf und bleibt trotzdem dessen Linie treu. Die zehnte Folge von Akuma no Riddle steht hingegen wieder für sich und das hat auch einen besonderen Grund. In dieser Episode erfährt die sonst sehr hilflose Haru neue Impulse und entwickelt sich durch den tödlichen Ausgang einer Teeparty psychisch weiter. Mit ihrer Entscheidung läutert der Anime sehr gut das Finale ein.

Surreale Einflüsse

Akuma no Riddle - Vol. 3 (4)Wie der Anime schließlich ausgehen könnte, darf an dieser Stelle nur gemutmaßt werden. Die optische Gestaltung setzt mit der teils surrealen Gestaltung der zehnten Episode neue Maßstäbe. Dazu kommen gut abgestimmte akustische Effekte und eine hervorragende japanische Synchronisation. Wir sind und bleiben auf jeden Fall gespannt, denn die Gestaltung der vorliegenden drei Episoden ist wieder einmal herausragend. Inhaltlich, stilistisch und thematisch ergänzen sich so gut wie alle Elemente, die in Akuma no Riddle verarbeitet wurden. Im beiliegenden Booklet in physischer Form erklärt Regisseur Kusakawa Keizō dies anhand von einigen Beispielen und geht auch darauf ein, welche Einflüsse der Anime genossen hat. Unter anderem hat man sich diesmal an Stanley Kubricks Horrorfilm Shining orientiert und Tokakus Tante wurde an die japanische Schauspielerin Nogiwa Yōko angelehnt. Des Weiteren finden sich im Booklet erneut ein paar Interviews mit den japanischen Synchronsprecherinnen Ōtsubo Yuka, Arakawa Miho, Azumi Asakura und Nanjō Yoshino, sowie kurze Gespräche mit dem für das Farbdesign zuständigen Nakata Ryōta und dem Art-Director Muto Masatoshi. Ebenfalls in physischer Form beiliegend sind drei Postkarten mit Motiven zum Anime. Hier wagt man zwar leider keine Experimente, doch der Qualität des Animes schadet dies nicht.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Der Anime Akuma no Riddle mag zwar nicht gerade die originellste Handlung haben und wenn ich bisher über den Anime gesprochen habe, habe ich ihn meistens als leichte Kost bezeichnet. Das mag er zwar an der einen oder anderen Stelle auch noch sein, doch die dritte Volume hat mich hier teilweise eines Besseren belehrt. Die Hintergründe zweier Charaktere sind für die achte und neunte Episode von essentieller Bedeutung. Nicht nur für die Figuren selbst, sondern auch für die Ausdrucksweise der Anime-Serie. Man wagt hier Experimente und fährt nicht jede Folge das Standardprogramm ab. In der heutigen Medienlandschaft ist dies ein Musterbeispiel dafür, wie eine gute Produktion auszusehen hat. Ebenso die populärkulturellen Einflüsse in der zehnten Folge sind bedeutsam, da sie sich vor großen Vorbildern verbeugen und wichtig für das eigene Selbstverständnis im Anime-Segment sind. Auch wenn ich mir noch nicht vorstellen kann, wie die ganze Geschichte in der nächsten Volume enden wird, bleibe ich auf jeden Fall gespannt und freue mich auf die abschließenden drei Episoden der Serie.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Akuma no Riddle (Vol. 3)!

Review: Dai Shōgun – Der große Wandel

Dai Shogun (1)Alternative Geschichte scheint derzeit ein beliebter Trend zu sein. Während Amazon mit The Man in the High Castle eine Serie zeigt, in welcher der Zweite Weltkrieg einen anderen Ausgang nahm, kam es in Dai Shōgun – Der große Wandel gar nicht erst zur Meiji-Restauration.

Dai Shogun (2)Das Jahr 1853 markiert einen sehr bedeutenden Einschnitt in die japanische Geschichtsschreibung. Obwohl Japan mit den Niederlanden und dem Nachbarn China Handelsbeziehungen pflegte, so beschränkte sich der Zugang zum Kaiserreich jener Ethnien vor allem auf die auf der Insel Kyūshū gelegene Stadt Nagasaki. Menschen anderer Ethnien hatten kaum Möglichkeiten, in das jahrhundertelang fast abgeschlossene Land einzureisen – entsprechend lässt sich an dieser Stelle festhalten, dass das Konzept der vier Münder auch in der Serie Dai Shōgun nicht thematisiert wird und vor allem auf frühen Erkenntnissen der Forschung basiert. Für den Westen änderte sich der Zugang zu Japan demnach erst 1853, als US-amerikanische Gesandte unter dem Kommando von Matthew Perry an der Ostküste Japans erschienen und ein Jahr später, am 31. März 1854, den Shōgun zur Unterzeichnung des Vertrags von Kanagawa zwangen. Das führte dazu, dass Japan weitere ungleiche Verträge mit anderen westlichen Nationen unterzeichnen musste und es Jahrzehnte dauerte, bis das Kaiserreich seine Souveränität zurückgewinnen konnte. In der alternativen Geschichtsschreibung, wie sie uns der Anime Dai Shōgun lehren möchte, tauchten die von Commodore Perry kommandierten und so genannten Schwarzen Schiffe zwar ebenfalls 1854 auf, doch wurden sie von Japan umgehend versenkt.

Machtergreifung

Dai Shogun (3)Dai Shōgun beschäftigt sich aber nur sekundär mit der Frage, wie sich das Leben in Japan ohne das Eingreifen der westlichen Staaten entwickelt hat. Feudalistische Strukturen sind entsprechend in ihrer unverfälschten Form noch zu erkennen. Das Setting genießt somit auch kaum Steampunk-Anleihen, wenn man von wenigen Errungenschaften des Westens absieht, die von den Charakteren im Verlauf der Serie genutzt werden. Herausstechen allerdings meistens mythologische Alternativen wie die riesigen Onigami, die in den deutschen Untertiteln auch als Dampfmarionetten bezeichnet werden. Solch ein Onigami hat auch Perrys Flotte im Pazifik versenkt und wird für die letzten Episoden der Serie und vor allem für den Hauptcharakter wichtig. Gemeint ist der junge Keiichirō, der in Nagasaki in einem Badehaus aufgewachsen ist. Eines Tages wird ihm offenbart, dass er ein unehelicher Erbe der Herrscherfamilie Tokugawa ist. Da der letzte Shōgun in der Hauptstadt Edo das Zeitliche gesegnet hat, wird dort bereits darüber philosophiert, wie das Land vor dem Untergang gerettet werden kann und wer an die Stelle des Shōguns rücken soll. Als die Existenz des Bastards bekannt wird, planen durchtriebene Schurken die Ermordung von Keiichirō, der mit vielen der Angreiferinnen mit großer Oberweite Freundschaft schließt und seine Bestimmung als künftiger Shōgun annimmt.

Humor im Spiel

Dai Shogun (4)Die Handlung von Dai Shōgun könnte zwar für ein japanisches (und selbstverständlich fiktives) Game of Thrones reichen, doch ist die Serie nicht nur durch die mythologischen Aspekte für diesen Vergleich ungeeignet. In den entscheidenden Momenten ist Dai Shōgun zwar ernst und gewinnt eine ungeheure Tiefe, welche Freundschaft und Liebe ausdrücken kann, doch in den meisten anderen Szenen sticht der Humor absolut hinaus. Beispielsweise bekommt Held Keiichirō sofort einen Ausschlag, wenn er eine hübsche Frau auch nur ganz leicht berührt. So muss Keiichirō im Verlauf der Handlung diesen Fluch bekämpfen und zudem seine Jungfräulichkeit behalten, um ein ehrenvoller Shōgun zu werden. Das ist zwar durchaus unterhaltsam, nimmt der spannenden Grundlage jedoch oft den Wind aus den Segeln. Dafür verrichten die japanischen Synchronsprecher eine hervorragende Arbeit und betonen die Charaktere richtig gut. Eine deutsche Synchronisation hat man sich bei Dai Shōgun allerdings gespart, sodass das Lesen von deutschen Untertiteln, sofern man denn kein Japanisch beherrscht, zur Pflicht wird. Musikalisch wird das Geschehen jederzeit nett untermalt. Allerdings bleiben uns hierbei nur Intro- und Outro-Song in Erinnerung. Optisch glänzt der Anime mit scharfen HD-Bildern, die nur gelegentlich durch bewegungsarme Animationen und Wackelbilder gestört werden.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Da ich ein großer Freund von alternativer Geschichtsschreibung bin, habe ich mich im letzten Herbst nicht nur auf die Serie The Man in the High Castle, sondern auch auf den Anime Dai Shōgun gefreut. Das Konzept, dass die Meiji-Restauration niemals stattgefunden hat und Japan weiterhin abgeschottet existieren konnte, gefällt mir richtig gut. Der Anime macht meines Erachtens dann jedoch den Fehler, die Geschichte gerade einmal nur 21 Jahre nach dem Auftauchen der Schwarzen Schiffe anzusetzen. Viel ist in der Zwischenzeit in Japan nämlich nicht passiert und aufgesetzt wirkt die ganze Geschichte dann mit den Onigami, die in vielen Szenen deplatziert wirken und zusammen mit dem netten Humor die eigentliche spannende Grundlage oft nur überstrapazieren. Dai Shōgun ist mit bisher zwölf Folgen zwar ein recht kurzer Anime, doch schon nach wenigen Episoden ist einfach die Luft raus, da das Potenzial des Szenarios in meinen Augen einfach nicht genutzt wird. Wer sich dennoch auf Dai Shōgun – Der große Wandel einlassen möchte, bekommt in insgesamt fünf Stunden trotzdem ein paar interessante Charaktere, einen sehr netten Humor und gelegentlich auch gut eingefangene Mecha-Action vorgesetzt. Diese Mischung muss zwar nicht unbedingt jedem schmecken, doch eine Anime-Vergiftung holt man sich damit aber noch lange nicht!

Vielen Dank an Nipponart für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dai Shōgun!

© 2014 Project-D (Abbildungen)

Prime Time: amiibo (Kirby)

Vor einigen Monaten haben wir euch bereits die amiibo von Mario und Link in einem ausführlichen Unboxing-Video inklusive kompatibler Spiele gezeigt. In der Zwischenzeit sind noch einige andere amiibo erschienen. Dazu zählt auch Nintendos Edelknödel Kirby, den wir euch in einem weiteren Video inklusive Größenvergleichung mit Mario und Link vorstellen möchten. Viel Spaß!

Review: Aldnoah.Zero – Vol. 3

Aldnoah.Zero - Vol. 3 (1)Der Serienauftakt von Aldnoah.Zero verwandelte sich in der zweiten Volume zu einem Thriller, der mit den drei Episoden der dritten Volume neue Höhen erreicht. Wir begleiten die Helden und ihre Antagonisten auf dieser Reise, bei der nicht alle Charaktere überleben werden.

Aldnoah.Zero - Vol. 3 (2)Dreh- und Angelpunkt des Animes sind immer noch die angespannten politischen Beziehungen zwischen dem Planeten Erde und dem Kaiserreich Vuāsu vom Planeten Mars. Diese Beziehungen haben sich durch den Anschlag, der auf Prinzessin Aseiramu Vuāsu Aryūshia bei ihrem Staatsbesuch auf der Erde verübt wurde, verschlechtert. Daraufhin hat das Kaiserreich der Erde den Krieg erklärt. Das Kaiserreich ist sich zum Teil allerdings im Unklaren darüber, dass die Prinzessin bei dem Anschlag überlebt hat, da ein Double bei der Parade ihren Platz eingenommen hat. Gemeinsam mit dem Kadetten Kaizuka Inaho hat es die Prinzessin auf ein Schiff der Erdbewohner geschafft, wo sie in den hitzigen Wirren des Krieges vorerst untertauchen kann. Die Kritik am Krieg, die in der ersten Hälfte der Anime-Serie noch von großer Bedeutung war, wird in den vorliegenden drei Episoden nicht mehr ganz so stark betont. Zwar sprechen die gezeigten Bilder von Schlachten und die dadurch entstandenen Verluste wichtiger Menschen für die dargestellten Charaktere eine eigene Sprache, doch in den zwischenmenschlichen Dialogen und Interaktionen ruht das Thema. Im Mittelpunkt dieser drei Folgen stehen neben den beiden Charakteren Kaizuka Inaho und Prinzessin Aseiramu Vuāsu Aryūshia auch Toroiyādo Surein, der seit Beginn der Serie auf der Suche nach der Adligen ist.

Ort der Erinnerung

Aldnoah.Zero - Vol. 3 (3)Der Handlungsort hat sich seit dem Ende der zweiten Volume nicht verändert. Nach wie vor befindet sich das Schiff nahe der Insel Tanegashima im Süden Japans, welche in der dritten Volume eine ganz neue Bedeutung bekommt. So erfahren wir, dass Ritter Zātsubarumu mit dem Ort den Tod seiner Lebensgefährtin assoziiert und für Inahos Ausbilder Marito Kōichirō bedeutet die Insel den tragischen Verlust seines Mitstreiters und Freundes John Humeray. Eigentlich wollten die Protagonisten hier nur verschnaufen, um die nächsten Pläne zu besprechen. Allerdings taucht in diesem Moment die Pilotin Femīan mit ihrem Kataphrakt auf, um das Gebiet für das Kaiserreich zu sichern. Es sieht zwar aussichtslos für Inaho und seine Kollegen aus, doch darf er sich in jenem Moment ebenfalls über das Auftauchen von Surein freuen. Dieser unterstützt ihn im Kampf gegen den feindlichen Kataphrakt. Problematisch ist das Auftauchen von Surein dennoch, da er Inaho gesteht, dass er auf der Suche nach der Prinzessin ist. Um diese zu beschützen, ist Surein in den Augen Inahos natürlich ein Feind, da er vermeintlich registriert, dass der Krieg trotz des Wissens über den Verbleib der Prinzessin fortgeführt wird. Die Verbrüderung ist also nur von kurzer Dauer, wodurch sich die Story des Animes jedoch wunderbar gleich in zwei vollwertige Handlungsstränge aufteilen kann.

Zwei vollwertige Handlungsstränge

Aldnoah.Zero - Vol. 3 (4)Auf der einen Seite entdecken die Erdbewohner auf Tanegashima Arudonoa-Technologie, die sie schließlich für ihre eigenen Zwecke nutzen, um einen Vorteil im Krieg zu bekommen. Des Weiteren steht der Konflikt zwischen der Prinzessin und einem anderen Besatzungsmitglied im Vordergrund. Auf der anderen Seite erfahren wir, wie Surein vom Kaiserreich in Gewahrsam genommen und schließlich gefoltert wird. Hier erfahren wir zudem wichtige Einblicke in die Charaktere Zātsubarumu und Kurūteo, die ihre eigenen Ziele verfolgen und definitiv nicht so schmalspurig strukturiert sind, wie es in der ersten Serienhälfte für den einen oder anderen Zuschauer vielleicht den Eindruck gemacht hat. Man kann sowohl mit der Handlung, als auch mit der Entwicklung der Charaktere sehr zufrieden sein. Vor allem bietet der Anime ein paar Ansätze, wo Personen vermeintlich getötet werden und man sich mindestens bis zur nächsten und letzten Volume dieser Staffel nicht sicher sein kann, ob sie tatsächlich den Tod gefunden haben. Mit den ersten drei Volumes hat Aldnoah.Zero einen dermaßen großen Spannungsbogen aufgebaut, dass die Erwartungen an die nächsten Folgen sehr hoch sind. Bis zur nächsten Volume kann man sich aber hervorragend das beiliegende Booklet durchlesen, welches mit ein paar Interviews und Konzeptzeichnungen sehr gute Einblicke in die Produktion gibt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Leider musste ich auf die dritte Volume von Aldnoah.Zero aus privaten Gründen einige Wochen länger warten, doch das Warten hat sich in meinen Augen absolut gelohnt. Die politischen Verhältnisse zwischen der Erde und dem Kaiserreich erreichen einen neuen Höhepunkt; der Krieg ist also weiterhin in vollem Gange. Vor dieser Kulisse kann ich die Entwicklung diverser Charaktere und den zwischenmenschlichen Umgang miteinander nur bewundern. Besonders gut gefällt mir hierbei, dass die Charaktere nicht einfach in zwei klar definierte Kategorien gesteckt werden. Sie haben jeweils ihre eigenen Motive, warum sie sich in den Krieg einmischen und ihn zu oder sogar gegen ihren eigenen Gunsten entscheiden wollen. Vor allem die vielen losen Enden von Figuren, die hier offensichtlich ihr Leben lassen, überzeugen mich. Der Anime hat sich nach neun Episoden einen ganz besonderen Platz in meiner Anime-Sammlung erkämpft. Ich hoffe nur, dass die letzten Folgen der abschließenden Volume dieser Staffel das Niveau halten werden.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Aldnoah.Zero – Vol. 3!

Prime Time: Nisekoi (Vol. 1 – 4) (Unboxing)

Die Anime-Serie Nisekoi: Liebe, Lügen & Yakuza begeisterte uns ganze vier Volumes lang mit einer abgewandelten Geschichte des Klassikers Romeo und Julia, nur um dann mit einem Cliffhanger zu enden. Während wir auf die zweite Staffel warten, möchten wir euch die vier Volumes inklusive eines Schubers in unserem Unboxing-Video noch einmal näherbringen. Viel Vergnügen!

Prime Time: Xenoblade Chronicles X – Limited Edition (Unboxing)

Vor ein paar Wochen haben wir das Wii-U-Rollenspiel Xenoblade Chronicles X in unserem Review bereits durchleuchtet. Heute folgt nun unser Unboxing-Video zur Limited Edition. Eric erklärt euch, auf was ihr euch beim Kauf der Limited Edition einstellen und worauf ihr euch freuen dürft. Viel Spaß beim Anschauen!

Wir wünschen euch einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr!

Wir wünschen euch einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr (1)Hochgeschätzte Gameplay-Gamers-Leser,

morgen beenden wir nicht nur ein erfolgreiches Jahr voller nennenswerter Spiele, sondern gleich ein ganzes Jahr voller fantasiereicher Animes, spannender Filme und lesenswerter Mangas. In diesem Jahr haben wir zu unseren zweitägigen Rhythmus in puncto Publikation neuer Artikel beibehalten. Auf der übersichtlichen Startseite findet ihr nach wie vor alle zwei Tage aktuelle Themen. Außerdem sind wir nicht von unserem Kurs abgekommen und haben die News auch in diesem Jahr wieder ausgebuddelt. Unser Fokus liegt immer noch auf Reviews, Previews und Specials – daran wird sich auch im Jahr 2016 nichts ändern!

In diesem Jahr musste Nintendo noch mehr Kritik als im Vorjahr einstecken. Man schafft es nicht, für ausreichenden Videospielnachschub für die Wii U zu sorgen und für den im Frühjahr veröffentlichten New 3DS gibt es bisher zu wenige exklusive Titel und Features. Im nächsten Jahr sollte der Konzern mit einer neuen Führungsspitze den bisherigen Weg überdenken, nachdem Iwata Satoru in diesem Jahr leider verstorben ist. Grund zu Freude hat sichtlich Sony, denn die Konkurrenz verkauft deutlich mehr Konsolen als Nintendo und Microsoft. Zwar fehlen auf PlayStation 4 und Xbox One noch einige Exklusivtitel, doch die werden sicherlich beide Unternehmen im nächsten Jahr veröffentlichen. Nicht mehr veröffentlichten möchte Microsoft hingegen die Verkaufszahlen der eigenen Konsole, da man wohl eingesehen hat, die Differenz zur PlayStation 4 aufgrund ein paar weniger, aber dafür umso gewichtigeren Fehlentscheidungen, nicht mehr aufholen zu können. Es wird in jedem Fall spannend bleiben, ob Xbox One oder Wii U in dieser Generation zum Zweitgerät verkommen wird.

Das Jahr 2015 hat uns aber auch in anderer Hinsicht geprägt. Nach wie vor leben wir in einer Welt, in der man mit kriegerischen Mitteln in andere Länder einfällt. Nach wie vor sterben Menschen, die sich für eine gerechte Sache einsetzen. Wir sind gespannt, wie sich die Welt zu einem Besseren verändern wird und vor allem welche Rolle jeder einzelne Mensch dazu beitragen wird. Mit diesen Worten beenden wir auch dieses Jahr. Einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr wünscht euch

Eric Ebelt

Prime Time: The Legend of Zelda: A Link between Worlds – Original Soundtrack (Unboxing)

Mit The Legend of Zelda: A Link between Worlds verbindet Chefredakteur Eric seine Kindheit, denn schließlich hat er den spirituellen Vorgänger The Legend of Zelda: A Link to the Past früher mehrmals durchgespielt und so bleibt ihm auch A Link between Worlds in guter Erinnerung. Das betrifft vor allem den Soundtrack, den wir euch hier einmal vorstellen wollen. Wir wünschen euch gute Unterhaltung mit unserem Unboxing-Video!

Wir wünschen euch frohe Weihnachten!

Christmas FireplaceLiebe Gameplay-Gamers-Leser,

fünfeinhalb Jahre existiert Gameplay Gamers bereits und auch dieses Jahr war wieder einmal ein erfolgreich Jahr für uns. Durch unser schlichtes Design konnten wir in diesem Jahr wieder viele User ansprechen, von denen viele ihren Weg von unseren treuen Partnerseiten und zudem aus der NextGen-Community gefunden haben, in der fleißig über Videospiele und Co diskutiert wird. Im zweitägigen Rhythmus machen wir unseren Schwerpunkt deutlich und veröffentlichen auf unserer Seite fast nur noch Reviews, Previews und Specials. So haben bei uns News keinerlei Stellenwert mehr, da andere Seiten sich darauf wesentlich besser konzentrieren können. Ein großes Gewinnspiel konnten wir in diesem Jahr leider nicht mehr organisieren. Trotzdem gibt es bis zum 30. Dezember zumindest eine Kleinigkeit bei uns zu gewinnen, über die sich Super-Mario-Fans freuen dürften. Wer sich zu Weihnachten über Geldgeschenke freuen darf, dem legen wir unsere Artikel der letzten Wochen ans Herz. Wir haben viele interessante Titel für euch intensiv getestet und vielleicht ist für den einen oder anderen unter euch das passende Geschenk dabei.

Viel mehr Worte möchten wir an dieser Stelle aber nicht verlieren, da die meisten unter euch wahrscheinlich gerade im Kreis der Familie oder mit Freunden das Fest der Liebe zelebrieren. Genießt die Feiertage, das weihnachtliche Essen, schaut euch ein paar Animes oder Filme an, zockt die Spiele, welche ihr geschenkt bekommt und nehmt euch vor allem die Zeit dafür, all das zu erledigen, was ihr euch vorgenommen habt. Frohe Weihnachten wünscht euch

Eric Ebelt

Gewinnspiel (24. bis 30. Dezember 2015)

Mario & Luigi Paper Jam Bros. (1)Vor kurzem erschien mit Mario & Luigi: Paper Jam Bros. das Crossover zwischen den beiden beliebten Rollenspielreihen. Wer mit beiden Franchises noch kaum Erfahrungen sammeln konnte, wird sich über unser Gewinnspiel sicherlich sehr freuen. Mit freundlicher Unterstützung von Nintendo wollen wir euch die Feiertage und die Ferien etwas versüßen. Um an unserem Gewinnspiel teilnehmen zu können, habt ihr diesmal mehrere Möglichkeiten, die ihr auch gerne kombinieren dürft. Für jede Teilnahme gibt es unterschiedlich viele Lose. Je mehr Lose man besitzt, desto höher ist zugleich die Gewinnchance:

  1. Ihr schreibt uns unter diesem Artikel einen kurzen Kommentar (mindestens 500 Zeichen inklusive Leerzeichen), wie für euch das perfekte Super-Mario-Rollenspiel aussehen sollte. Erklärt uns, warum solch ein Rollenspiel genauso aufgebaut sein sollte. (15 Lose)
  1. Ihr zeichnet oder malt uns ein Bild einer typischen Super-Mario-Oberweltkarte, welche eurer puren Fantasie entspringt – entweder per Hand oder digital. Schickt uns das Bild im JPG-Format per E-Mail mit dem Betreff „Fantasie-Pokémon“. Das Bild darf vor Ablauf des Gewinnspiels nicht veröffentlicht worden sein. (30 Lose)
  1. Werdet Fan unserer Facebook-Seite und teilt dort unseren Gewinnspielbeitrag öffentlich mit euren Freunden. (5 Lose) Des Weiteren dürft ihr in separaten Kommentaren Freunde verlinken (je 2 Lose) – diese dürfen ebenfalls Fan unserer Seite werden und schließlich in einer Antwort unter dem Kommentar eure Freundschaft bestätigen. (je 2 Lose für beide Teilnehmer)
  1. Abboniert per E-Mail unseren Newsletter mit dem Betreff „Mario-&-Luigi-Gewinnspiel”. Bestehende Newsletter-Abonnenten müssen zur Teilnahme ebenfalls diese Mail schicken. (3 Lose)

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren Erstwohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Minderjährige Nutzer müssen vor der Teilnahme eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten einholen. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und Nintendo sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen. Erfüllt kein Teilnehmer die Anforderungen, wird der Gewinn unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Der Gewinner der Verlosung wird schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels ab dem 31.12.2015 informiert. Er hat anschließend 72 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Andernfalls erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Gewinn. Aus Datenschutzgründen wird der Gewinner namentlich nicht auf Gameplay Gamers oder Facebook erwähnt. Er darf sich dort aber sehr gerne selbst als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 30.12.2015, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Preview: Star Fox Zero

Star Fox Zero (1)Fox McClouds letzter Auftritt war im Jahr 2006 in Star Fox Command auf dem Nintendo DS, sofern man von Star Fox 64 3D absieht. Dessen Ursprung Lylat Wars nimmt sich Nintendo für das im zweiten Quartal 2016 erscheinende Star Fox Zero allerdings erneut zum Vorbild.

Star Fox Zero (2)Wer jetzt ein zweites Remake von Lylat Wars erwartet, liegt damit aber falsch. Zumindest ein wenig, denn der japanische Konzern umschreibt den Titel als ein Reimagine. Das heißt, dass man sich zwar am Vorbild orientiert und mehr oder weniger bekannte Situationen oder Anleihen wie den Planeten Corneria integriert, aber dennoch einen eigenen Ansatz probiert. Miyamoto Shigeru hat während der Electronic Entertainment Expo 2015 verlauten lassen, dass es auch Ideen vom nie veröffentlichen Star Fox 2 vom Super Nintendo ins Spiel geschafft haben. Dazu zählt zum Beispiel der Kampfläufer, der von Nintendo bisher nur Walker genannt wird. Diesen muss man sich wie folgt vorstellen: Wir fliegen wie für die Serie typisch mit unserem Arwing, einem Raumgleiter, über die Planetenoberfläche eine vordefinierte Route entlang und kommen schließlich am Zielpunkt an. Dann wechseln wir in die offene Formation, doch anstatt hier ebenfalls nur mit unserem Arwing herumzudüsen, verwandeln wir uns einfach per Knopfdruck in den Walker und erkunden die Umgebung schließlich vom Boden aus. So ergeben sich verschiedene Möglichkeiten, die Situationen zu meistern. Selbst einer der anfänglichen Bosskämpfe lässt sich ebenfalls lösen, indem wir in sein Inneres hinein fliegen und dann seinen Energiekern vernichten. Eine augenzwinkernde Hommage an die Star-Wars-Filmreihe.

Nutzen der zwei Bildschirme

Star Fox Zero (3)Neben dem Walker ist auch der GyroWing ein neues Einsatzgerät. Mit diesem können wir uns in der Luft ebenfalls offen durch Gebiete bewegen. Entdecken wir Luftschächte, können wir einen winzigen Roboter entkoppeln, mit welchem wir uns durch diese dann hindurchzwängen und versteckte Schalter aktivieren können. Was wir dabei entdecken, sehen wir übrigens nur auf dem Bildschirm des Wii U GamePads. Von diesem macht das Spiel reichlich Gebrauch, denn während auf dem Fernsehbildschirm die Action aus der dritten Person beziehungsweise dem Arwing oder Landmaster zu sehen ist und somit meist eine kinoreife Atmosphäre erzeugt wird, wie sie Miyamoto gerne nennt, zielen wir über den Bildschirm der Steuerungseinheit. Das klingt im ersten Moment etwas ungewöhnlich, spielt sich nach kurzer Eingewöhnungszeit aber sehr gut. Ob man sich langfristig am fließenden Wechsel zwischen beiden Bildschirmen jedoch gewöhnen kann, werden wir erst im neuen Jahr sehen. Bis zum Release hat Nintendo dann auch gerne noch Zeit, den Fans ein paar offene Fragen zu beantworten. Noch ist es nämlich nicht klar, ob es auch das Blue Marine ins Spiel geschafft hat und somit auch wieder Unterwassergefechte möglich sind. Des Weiteren ist noch nicht bekannt, ob der Titel auch deutsche Untertitel, geschweige denn eine deutsche Sprachausgabe bekommen wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Vorführversion auf der Gamescom 2015 und dem veröffentlichten Videomaterial): Als man Star Fox 64 3D veröffentlicht hat, habe ich mich sehr darüber gefreut, denn man hat Lylat Wars wirklich an den richtigen Stellen aufgehübscht – Star Fox Zero will einen Weg weitergehen. Es sieht sich selbst als Reimagine und nicht als ein Remake an. Das, was ich bisher vom Spiel gesehen habe, wirkt auch alles andere als die dritte Neuveröffentlichung eines achtzehn Jahre alten Videospiels. Ich finde es zwar schade, dass man vom Blue Marine bisher nichts gesehen hat und wahrscheinlich auch nichts sehen wird, doch bin ich gespannt, wie sich der GyroWing neben Arwing, Landmaster und Walker machen wird. Letzteren konnte ich bereits ausprobieren und ich bin mir sicher, dass er die anderen Vehikel gut ergänzen wird, sofern Nintendo auch genügend Einsatzmöglichkeiten für ihn übrig lässt. Obwohl ich seit der E3 dieses Jahres die schlimmsten Befürchtungen hatte in Bezug auf die Nutzung der Bildschirme, hat das Probespielen bei Nintendo mich eines Besseren belehrt. Es ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, doch dauert es nicht lange und man weiß, wie man sich mit den beiden Bildschirmen gekonnt abwechselt.

Prime Time: New Nintendo 3DS XL (Unboxing mit Vergleich)

Im Lauf der Zeit haben wir euch bereits den Nintendo 3DS, den Nintendo 3DS XL und den New Nintendo 3DS vorgestellt. Da unser Chefredakteur Eric ein riesengroßer Nintendo-3DS-Fan ist, konnte er es sich natürlich nicht nehmen lassen und hat sich auch diese Variante für seine Sammlung geschnappt. Was er von seiner Anschaffung hält, erfahrt ihr im Video!

Um die Größenverhältnisse und Unterschiede zwischen den Konsolen zu sehen beziehungsweise deutlich zu machen, haben wir außerdem noch ein weiteres Video produziert, in welchem wir neben den bereits genannten Geräten auch den Nintendo DS, die PlayStation Vita und das Smartphone Samsung Galaxy S4 mit einbeziehen.

Prime Time: Super Mario 3D World – Original Soundtrack (Unboxing)

Ende 2013 gelang Nintendo mit Super Mario 3D World mit einer Unterstützung für vier Spieler endlich der Sprung in die dritte Dimension. Während wir euch das Jump ’n’ Run damals bereits ausführlich vorgestellt haben, möchten wir euch heute den Soundtrack des Spiels vorstellen, den wir im mittlerweile geschlossenen Club Nintendo ergattern konnten. Wir wünschen viel Spaß!

Review: Cities: Skylines (Gold Edition)

Cities - Skylines (1)Anfang 2013 versuchte Electronic Arts mit SimCity an die beliebte Aufbaustrategiespielserie anzuknüpfen. Leider scheiterte dieses Experiment auf ganzer Linie, sodass Entwickler Colossal Order leichtes Spiel hatte, einen aktuellen Ersatz für die betagte SimCity-Reihe zu finden.

Cities - Skylines (2)Vorweg sollte jedoch gesagt werden, dass sowohl SimCity, als auch Cities: Skylines ihre eigenen Vor- und Nachteile haben und sich die Spiele in der Zielgruppe sogar geringfügig unterscheiden. Ziel unseres Reviews ist es unter anderem, diese klaren Unterschiede deutlich zu machen und zu zeigen, warum Cities: Skylines wesentlich länger an den Bildschirm fesseln kann. Ähnlich wie in der bekannten Reihe aus dem Hause Electronic Arts mimen wir in Cities: Skylines den Bürgermeister oder zumindest vermuten wir dies, denn irgendwelche Dialoge zwischen wütenden Bürgern oder aufgebrachten Mitarbeitern erleben wir im Spiel nicht. Stattdessen steht die Stadtplanung definitiv im Vordergrund. Wir knüpfen zunächst Straßen an die Autobahn an, damit Menschen unsere Stadt überhaupt erst finden. Anschließend eröffnen wir Wohngebiete, damit die Ankömmlinge ihre Häuser in unseren Straßen errichten. Wer aber in unserer Stadt überleben will, braucht natürlich auch Zugang zu Strom und Wasser. So errichten wir schnell ein Kohlekraftwerk oder Windturbinen und verlegen das Stromnetz. Genau so verfahren wir auch mit Wasserpumpstationen oder Wassertürmen, die wir mit Rohrleitungen sowohl zu den Eigenheimen unserer Stadtbewohner verlegen, als auch zum Abwasserrohr. Das ist logisch, denn die Städter wollen sicherlich nicht im eigenen Abwasser baden.

Alle Hände voll zu tun

Cities - Skylines (3)Beim Verlegen der Rohrleitungen müssen wir jedoch aufpassen, dass wir das Wasser auch stromabwärts pumpen, da sonst ein ähnliches Problem auftaucht. Ebenso produzieren unsere Stadtbewohner Müll, die wiederum von der Müllabfuhr abgeholt werden möchte. Sobald die Mülldeponie irgendwann an ihre Kapazitäten stößt, muss der Müll natürlich verbrannt werden. Hier heißt es dann ebenfalls darauf zu achten, wo dies genau geschieht, da die Umweltverschmutzung Grundstückspreise und die Zufriedenheit senkt. Damit die Städter ebenfalls Geld verdienen können, ist das Erschließen von Werbe- und Industriegebieten notwendig, welche wiederum Geld in unsere Kasse spülen. Um sie zu ihrem Arbeitsplatz zu transportieren und überfüllte Straßen zu vermeiden, sind auch Untergrundbahn- oder Buslinien zu planen. Dazu kommen weitere Bedürfnisse wie die allgemeine Sicherheit. Nicht nur Polizeistationen und Gefängnisse, sondern auch Feuerwehr- und Krankenhäuser wollen errichtet werden. Sind unsere Schützlinge erfreut, steigt nicht nur das Geld in der Kasse – es wollen auch mehr Leute in unsere Stadt ziehen. Diese schreien dann wiederum nach mehr Bildung in Form von Lehreinrichtungen, die wir ebenso errichten müssen, wie etwaige Parkanlagen oder Freizeitmöglichkeiten. Das führt dazu, dass wir ständig irgendwo in der Stadt herumbasteln. Grandios!

Konzentration aufs Wesentliche

Cities - Skylines (4)Während man bei SimCity schon früh im Spiel mit dem Haushalten der Kasse zu kämpfen hat oder spätestens nach zwei bis drei Spielstunden an die lächerlich kleine Kartengröße stößt, ist Cities: Skylines der heilige Gral für alle Fans von Städtebausimulationen. Das heißt, dass wir durch das schnelle Spieltempo ebenso schnell ans notwendige Kapital gelangen, denn immer dann, wenn wir ein neues Ziel erreicht haben, erhalten wir weitere Kapazitäten. Ebenfalls dürfen wir nach und nach unsere Stadt vergrößern, indem wir uns einfach umliegende Gebiete hinzukaufen. War es in SimCity (fast) unmöglich, riesige Metropolen zu errichten, kann man in Cities: Skylines seiner Fantasie freien Lauf lassen. Es ist nicht abzustreiten, dass sich die Entwickler frech am Spielprinzip der SimCity-Reihe bedient haben, doch genau diese Faszination schaffte es der Rechteinhaber der Serie mit der letzten Episode nicht zu erzielen. Stattdessen versuchte man dem Franchise neue Impulse zu geben, indem man den Titel mit ständiger Online-Anbindung mit Freunden spielen sollte, die dann mit Rohstoffen handeln konnten. Dieses Wirtschaftssystem war zwar durchaus sinnvoll, hat jedoch die wenigsten Spieler und vor allem die langjährigen Fans gereizt. Cities: Skylines verzichtet auf das System und konzentriert sich auf die wesentlichen Aspekte des Spiels: Planen, bauen und umstrukturieren!

Fraglicher Langzeitspielspaß

Cities - Skylines (5)Der Einstieg fällt SimCity-Veteranen und Aufbau-Strategen sicher sehr leicht. Das ist besonders deshalb anzumerken, da es keine Einführung ins Spiel gibt und Hinweistexte kaum vorhanden sind. Das hätte man anders lösen können, denn so werden sich Neulinge aufgrund des fehlenden Spielerhandbuchs in der Einzelhandelsversion zu Beginn etwas unbeholfen fühlen. Trotzdem ist das Spiel schnell erlernt und sobald man erst einmal die wichtigsten Kniffe herausgefunden hat, verselbstständigt sich die Bedienung. Optisch und akustisch kann Cities: Skylines jedoch nicht mit dem aktuellen Ableger des Vorbilds mithalten. Man merkt zwar an allen Ecken und Enden viele niedliche Details, die teilweise sogar akustisch untermalt werden, doch hier muss man sich leider mit dem technischen Mittelmaß zufriedengeben. Vor allem vermissen wir eine entspannende musikalische Untermalung. Ob der Titel Langzeitspaß bietet, muss im Übrigen jeder für sich selbst entscheiden. So ist es zwar theoretisch möglich, immer und immer wieder neue Gebiete an die Stadt anzuknüpfen, doch hat man irgendwann alle Gebäude errichtet und jedes Ziel erreicht. Hier hätten dem Spiel zusätzliche Szenarien gut getan. Diese hätten wir mit der in der Gold Edition enthaltenen Erweiterung Cities: Skylines – After Dark erwartet. Stattdessen enthält das Add-on fast ausschließlich nur zusätzliche Gebäude.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als SimCity 2013 erschienen ist, habe ich es eine Zeit lang sehr gerne gespielt. Ich hatte die ganze Zeit über die Hoffnung, dass Entwickler Maxis mit einem Patch die Fehler allesamt ausmerzen wird, doch hat man sich um das Spiel irgendwann einfach nicht mehr geschert und sich in Ausreden verheddert. Cities: Skylines hat bewiesen, dass eine Städtebausimulation heutzutage immer noch funktioniert und mich stundenlang an den Monitor fesseln kann, sodass ich schnell die Zeit vergesse. Man bemerkt erst gar nicht, wie sehr man sich in das Spiel vertiefen kann. Hier soll erst noch eine Straße gebaut werden, um anschließend die Bevölkerung zu vergrößern, doch dann brauchen die neuen Bewohner auch Arbeit und ebenso Zugang zu Bildung. Dann bricht an anderer Stelle ein Feuer aus und jemand anderes beschwert sich über die zu hohe Kriminalitätsrate, was mich wiederum dazu bringt, an wichtigen Stellen Feuerwehrhäuser zu errichten und ein Gefängnis zu bauen, um Übeltäter wegsperren zu können. Geht mir dann doch irgendwann der Bauplatz aus, kaufe ich mir einfach ein Gebiet hinzu – nur damit der ganze Spaß anschließend wieder von vorne beginnen kann. Das macht bis zu diesem Zeitpunkt uneingeschränkt Spaß, bis ich alle Gebäude errichtet habe, die im Spiel enthalten sind. Durch das beigelegte Add-on Cities: Skylines – After Dark hat man zwar einen (eher sinnlosen) Tageszeitenwechsel eingeführt und das Sortiment um weitere Gebäude erweitert, doch bietet mir das auf Dauer zu wenig. Auch wenn der Titel modifikationsfreudig ist, hoffe ich sehr, dass Colossal Order Cities: Skylines ständig erweitern wird. Wenn dann auch noch Kampagnen oder zumindest verschiedene Szenarien folgen, werde ich noch unglaublich viel mehr Zeit mit dem Spiel verbringen. Alle, die von SimCity enttäuscht waren, werden mit Cities: Skylines sehr viel mehr Freude haben und alle, die sich gerne mal an einer Städtebausimulation versuchen wollen, sollten hier nicht nur einen Blick riskieren.

Vielen Dank an Deep Silver für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Cities: Skylines (Gold Edition)!

Gewinnspiel (12. bis 22. Dezember 2015)

Pokémon Alpha Omega Gewinnspiel (1)Ende letzten Jahres erschienen mit Pokémon: Omega Rubin & Alpha Saphir zwei Remakes von bekannten Pokémon-Editionen. Wer eine oder gar beide Editionen damals verpasst hat, wird sich nun über unser Gewinnspiel freuen. Mit freundlicher Unterstützung von Nintendo wollen wir euch die Vorweihnachtszeit etwas versüßen und verkürzen. Um an unserem Gewinnspiel teilnehmen zu können, habt ihr diesmal mehrere Möglichkeiten, die ihr auch gerne kombinieren dürft. Für jede Teilnahme gibt es unterschiedlich viele Lose. Je mehr Lose man besitzt, desto höher ist zugleich die Gewinnchance:

  1. Ihr schreibt uns unter diesem Artikel einen kurzen Kommentar (mindestens 500 Zei-chen inklusive Leerzeichen), welches Pokémon ihr auch gerne in der Realität an eurer Seite hättet. Erklärt uns, warum nur dieses Pokémon für euch in Frage kommen würde. (15 Lose)
  1. Ihr zeichnet oder malt uns ein Bild eines Pokémon, welches eurer puren Fantasie entspringt – entweder per Hand oder digital. Schickt uns das Bild im JPG-Format per E-Mail mit dem Betreff „Fantasie-Pokémon“. Das Bild darf vor Ablauf des Gewinn-spiels nicht veröffentlicht worden sein. (30 Lose)
  1. Werdet Fan unserer Facebook-Seite und teilt dort unseren Gewinnspielbeitrag öffentlich mit euren Freunden. (5 Lose) Des Weiteren dürft ihr in separaten Kommentaren Freunde verlinken (je 2 Lose) – diese dürfen ebenfalls Fan unserer Seite werden und schließlich in einer Antwort unter dem Kommentar eure Freundschaft bestätigen. (je 2 Lose für beide Teilnehmer)
  1. Abboniert per E-Mail unseren Newsletter mit dem Betreff „Pokémon-Gewinnspiel”. Bestehende Newsletter-Abonnenten müssen zur Teilnahme ebenfalls diese Mail schicken. (3 Lose)

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren Erstwohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Minderjährige Nutzer müssen vor der Teilnahme eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten einholen. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und Nintendo sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen. Erfüllt kein Teilnehmer die Anforderungen, wird der Gewinn unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Die Gewinner der Verlosung werden schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels ab dem 23.12.2015 informiert. Sie haben anschließend 72 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Andernfalls erhalten nach denselben Gewinnspielregeln andere Teilnehmer die Chance auf den Gewinn. Aus Datenschutzgründen wird der Gewinner namentlich nicht auf Gameplay Gamers oder Facebook erwähnt. Er darf sich dort aber sehr gerne selbst als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 22.12.2015, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Prime Time: Mario Kart 8 – Original Soundtrack (Unboxing)

Im ersten Halbjahr 2014 erschien Mario Kart 8 für die Wii U und spaltete mal wieder die Gemüter und zerstörte wie immer ein paar Freundschaften. Obwohl der Glücksfaktor stark kritisiert wurde, wird der Soundtrack dafür gelobt. Für uns war das Grund genug, um im Club Nintendo zuzuschlagen. Wir haben uns vor der Schließung die Soundtrack-CDs besorgt und stellen sie euch heute in unserem Video vor. Wir wünschen euch viel Spaß beim Anschauen!

Review: The Legend of Zelda: Tri Force Heroes

The Legend of Zelda - Tri Force Heroes (1)Mit The Legend of Zelda: Tri Force Heroes versucht Nintendo abermals mit der Action-Adventure-Reihe in Mehrspielergefilde voranzuschreiten – schließlich gehört so etwas wie eine Einzelspielerkampagne laut der großen Konkurrenz schon lange zum alten Eisen.

The Legend of Zelda - Tri Force Heroes (2)Tri Force Heroes ist jedoch nicht Nintendos erster Ausflug in die Mehrspielerwelt der The-Legend-of-Zelda-Serie. Bereits 2002 erschien die Game-Boy-Advance-Portierung von The Legend of Zelda: A Link to the Past zusammen mit dem Mehrspieler-Modus The Legend of Zelda: Four Swords, welcher 2004 in The Legend of Zelda: Four Swords Adventures in einem eigenen Spiel auflebte. Damals wurde Link in gleich vier Figuren gespaltet, die dann von bis zu vier Spielern gesteuert werden konnten. Dieses besondere Erlebnis werden jedoch nur die wenigsten Fans von Hylianer Link erlebt haben, da man zum Spielen vier Game Boy Advance mit ebenso vielen GameCube-Game-Boy-Advance-Linkkabeln benötigte. Das Konzept hätte funktionieren können, scheiterte jedoch an der nicht vorhandenen Massenkompatibilität. Mehr als eine Dekade später hat sich die Videospielwelt sehr verändert. Heutzutage ist es durch die ausgefeiltere Technik sehr viel einfacher zu bewerkstelligen, Mehrspielerpartien auszurichten. Lokal benötigt man nun nur noch seinen eigenen Handheld; sogar die Cartridge wird für Tri Force Heroes nicht zwangsweise vorausgesetzt. Wer keine Freunde hat, die mit einem 3DS bewaffnet durchs Leben gehen, müssen nicht verzagen, da der Titel auch über einen Online-Modus verfügt. Trotz der neuartigen Möglichkeiten scheitert leider auch dieses Konzept.

Alleine und gemeinsam zu dritt

The Legend of Zelda - Tri Force Heroes (3)Wir sollten nun aber sagen, dass der Titel auch vollkommen alleine bis zum Abspann gespielt werden kann. Tri Force Heroes erzählt nämlich ebenfalls eine Geschichte, die ohne Held Link nicht auskommen kann. Diesmal verschlägt es ihn ins Fantasy-Reich Textilia, wo Prinzessin Rüschlinde von der bösen Hexe aus dem Lumpenland mit einem Fluch belegt wurde. Es darf jedoch nicht jeder dahergelaufene Möchtegernweltenretter die Prinzessin von diesem Fluch befreien, denn dazu bedarf es einen Helden, den die Bewohner von Textilia schnell in Link entdecken. Eine weitläufige Oberwelt wie in den meisten anderen Ablegern der Serie gibt es in Tri Force Heroes allerdings nicht. Wenn wir die Spielwelt erkunden wollen, müssen wir dazu jedes Mal ins hiesige Schloss watscheln, um dort über ein Portal in die entlegensten Winkel des Reiches zu gelangen. Serientypisch gibt es hier dann Wälder, Höhlen und Tempel zu erkunden. Das würde durchaus Spaß machen, wenn die ganzen Rätsel nicht auf drei Spieler ausgelegt wären. Stattdessen folgen uns zwei Puppen in die verschiedenen Spielabschnitte. Diese bewegen sich allerdings nicht autark. Stattdessen müssen wir über den Touchscreen mit Magie die Rolle wechseln. Das heißt, dass wir drei Figuren gleichzeitig steuern müssen. Da die Gegneranzahl nie angepasst wird, ist das in brenzligen Situation hektisch und umständlich.

Auf zum Totem!

The Legend of Zelda - Tri Force Heroes (4)Die Kämpfe laufen ebenfalls serientypisch ab. Mit dem Schwert hauen wir auf die Gegner ein und mit Spezialgegenständen wie dem Bogen, Bomben oder dem Bumerang greifen wir sie aus der Ferne an. Schilde haben ausgedient, weshalb fliegenden Geschossen ausgewichen werden muss. Um größere Gegner zu attackieren oder höher gelegene Schalter zu aktivieren, müssen wir uns gegenseitig huckepack nehmen. Während ein Link dann mit zwei Gesellen auf dem Kopf umherlaufen kann, kann der mittlere Spieler den Spieler über ihn nur noch werfen. Der Spieler am oberen Ende dieses sogenannten Totems kann dann immerhin noch sein Schwert und seine Items verwenden. Man merkt also, dass in Tri Force Heroes die Einzelspielerkampagne im Grunde keinen Sinn ergibt, da sie zu umständlich für einen einzelnen Spieler ausfällt. Wer es dann dennoch schafft, zwei Freunde zusammen zu trommeln, kann sich aber auf einige spaßige Runden freuen. Schließlich kann man sich von Angesicht zu Angesicht schnell alle wichtigen Informationen zuspielen – sofern die Mitspieler mit der Action-Adventure-Reihe vertraut sind. Online funktioniert die Kommunikation lediglich über acht verschiedene Emoticons, die Freude und Verzweiflung ausdrücken sollen. In dutzenden Online-Sessions haben wir bemerkt, dass diese Absprache nur rudimentär funktioniert.

Kommunikationsprobleme

The Legend of Zelda - Tri Force Heroes (5)Ein Sprachchat hätte hier sicher Abhilfe geschaffen, doch weigert sich Nintendo selbst 2015 noch, diesen und sogar einen Textchat zu ermöglichen. Die verschiedenen Spielabschnitte dauern, wenn alle Spieler gut zusammenarbeiten, selten länger als zehn Minuten. Wenn wir dann jedoch alleine zehn Minuten im Feuertempel verbringen und die Partie abbrechen müssen, weil einer der Mitspieler nicht versteht, dass ein großer Block nur zu dritt verschoben werden kann, dann ist das definitiv ärgerlich und sorgt für jede Menge Frust. Einen Spieler aus der Gruppe zu werfen ist nämlich ebenso wenig möglich, wie in ein laufendes Spiel einzusteigen. Sollte also ein Spieler die Gruppe verlassen, so wird die Runde für beendet erklärt. Dies passierte sogar bei Bosskämpfen, die fast gewonnen waren. Ein Matchmaking-System, welches Spieler in Anfänger und Experten unterteilt, hätte hier Wunder bewirkt. Zwar bietet Nintendo mit der Schwarzen Liste eine Möglichkeit, Spieler auf diese zu setzen, damit wir nicht mehr mit diesen konfrontiert werden müssen, doch ist die Liste bei der Spielermasse und dem Auswahlsystem ohnehin fast sinnlos. Schließlich werden wir wahllos mit fremden Spielern zusammen geschmissen, mit denen wir nicht kommunizieren können. Wer online mit Freunden spielen will, sollte während der Partie PC-Programme wie Skype hinzuschalten.

Nur im Kern: The Legend of Zelda

The Legend of Zelda - Tri Force Heroes (6)Wer länger Spaß mit Tri Force Heroes haben will, kommt um Freunde oder Bekannte, die man zum Beispiel in Foren kennenlernen kann, nicht herum. Wer dann einmal eine Gruppe gefunden hat, mit der er regelmäßig spielen kann, freut sich auch über die vielen Ideen im Spiel, die uns in der Testphase ebenfalls motiviert haben. So gibt es verschiedene Kostüme in der Stadt zu kaufen, für die wir bestimmte Materialien brauchen, die wir beim Abschluss eines Levels erhalten oder auf dem Basar für einen horrenden Rubinbetrag erwerben können. Diese Kostüme bieten dann unterschiedliche Fähigkeiten, welche die verschiedenen Ausflüge in die Spielwelt noch unterhaltsamer machen. Mit dem Kokiri-Gewand können wir, bewaffnet mit einem Bogen, gleich drei Pfeile auf einmal abschießen. Kostümiert als Gorone nehmen wir hingegen keinen Schaden, wenn wir mit Feuer und Flamme in Berührung kommen. Ihr merkt also, dass das Spiel grundsätzlich die typischen The-Legend-of-Zelda-Merkmale gekonnt miteinander verknüpft und zu einem eigentlich runden Spiel formt. Auch dass Gegenstände begrenzt eingesetzt werden können und sich mit der Zeit regenerieren, passt hervorragend in das eigentlich runde Spielkonzept. Damit dieses Konzept allerdings Akzeptanz findet, muss Nintendo den Chat wesentlich überarbeiten, damit durchgehend Spielspaß aufkommt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Ich habe mich sehr auf The Legend of Zelda: Tri Force Heroes gefreut, denn ich bin sowohl ein Bewunderer der eigentlichen Reihe, als auch ein Fan von The Legend of Zelda: Four Swords Adventures. Letzteres konnte ich damals leider nie komplett durchspielen, da auch hier der Langzeitspaß davon abhält, ob man es zusammen mit Freunden spielt. Umso mehr habe ich meine Hoffnung in Tri Force Heroes gesetzt und wurde leider auf ganzer Linie enttäuscht. Der Einzelspielermodus ist durchgehend unbrauchbar. Es ist definitiv zu umständlich und zu hektisch, über den Touchscreen statt mit Tastendruck die Links besonders in brenzligen Situationen zu wechseln. Man merkt deutlich, dass das Spiel niemals für nur einen Spieler entwickelt wurde. Nintendo hätte aber in der Qualitätssicherung feststellen müssen, dass der Titel in diesem Aspekt noch mehr Entwicklungszeit hätte gebrauchen können. Dafür kann der Mehrspielermodus des Titels durchaus begeistern, sofern man denn lokal mit – und das möchte ich deutlich betonen – erfahrenen Freunden spielt. Online kann das Spiel mit Freunden auch funktionieren, wenn denn Skype an einem anderen Gerät parallel eingeschaltet ist. Mit unbekannten Spielern zu spielen ist hingegen in der Regel fatal. In den seltensten Fällen kommt hier eine funktionierende Gruppe heraus. Meistens handelt es sich bei den Mitspielern um Anfänger, die anscheinend noch keinen Teil der Reihe gespielt haben. Das merkt man daran, dass sie sich selbst in die Luft sprengen, nicht wissen, wie ein Block verschoben wird oder die Schwachstelle des Bossgegners selbst beim dritten und letzten Versuch nicht erkennen. Wäre die Chatfunktion von Tri Force Heroes funktionsfähig, so wären all diese Makel nicht vorhanden und ich könnte sehr wohl über den schwachen Einzelspielermodus hinwegschauen. Man sollte sich den Titel derzeit nur zulegen, wenn man mindestens zwei Freunde kennt, die ebenfalls Interesse am Spiel haben. Andernfalls rate ich dringend davon ab, da sich so einfach kein Langzeitspielspaß einstellen will.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Legend of Zelda: Tri Force Heroes!

Review: Mini Metro

Mini Metro (1)Der Fernverkehr verbindet unsere Städte, doch ohne Straßen- und Untergrundbahnen wären wir, an unserem Reiseziel, angekommen sicherlich aufgeschmissen. Die Metropolen der Welt würden im Buschaos versinken. Abhilfe schaffen wir mit der Simulation Mini Metro.

Mini Metro (2)Kaum haben wir Mini Metro gestartet, landen wir auch gleich im laufenden Spiel. Texte mit irgendwelchen Erklärungen, wie Mini Metro gespielt wird, suchen wir vergeblich. Stattdessen möchte uns der Titel intuitiv an die Spielmechaniken heranführen. Was zunächst nach kaum verständlicher Symbolik aussieht, ist nach wenigen Minuten mit Mini Metro erlernt. Auf der Übersichtskarte beziehungsweise der Spielfläche, finden sich diverse geometrische Formen, die jeweils eine Bahnhaltestelle symbolisieren. Nun müssen wir diese Formen wie verschiedenfarbigen Linien verbinden. Solche Linien stellen zugleich die Bahnverbindungen dar. Wir können die Bahn im Kreis fahren lassen oder lineare Strecken konstruieren. Wichtig ist nur, dass wir die Passagiere an den Haltestellen allesamt transportieren, bevor die Stationen zu überfüllt und wir unseren Job los sind. Die Passagiere werden neben den Symbolen für die Haltestellen identisch markiert. Unser Ziel ist, beispielsweise einen Dreieck-Passagier zu einer der nächstmöglichen Dreieck-Haltestellen zu transportieren. Dabei müssen wir geschickt vorgehen, da der Weg von der Arbeit nach Hause und umgekehrt wie in der Realität oft nur mit Umsteigen zu erkaufen ist. Hinzukommt, dass sich im Verlauf einer Partie die Form einer Haltestelle verändern kann das Schienennetz deshalb ständig umgeplant werden muss.

Weltweites Vergnügen

Mini Metro (3)Mini Metro motiviert uns, das Netzwerk ständig umzugestalten und zu überarbeiten, da wir alle sieben kurzen Spieltagen mit zusätzlichen Zügen, Wagons, ganzen Linien und Brücken beziehungsweise Tunneln belohnt werden. Die Herausforderung steigt also in jeder Partie zusätzlich zum Schwierigkeitsgrad an. Dieser ist wiederum abhängig davon, in welcher Stadt wir das Netzwerk planen. Mit London, Paris, Berlin, New York City, Melbourne, São Paulo, Sankt Petersburg, Ōsaka, Hongkong und Kairo stehen uns zehn Städte und zusammen mit dem Ballungsraum Auckland gar elf verschiedene Schauplätze zur Verfügung. Da das Ziel in jedem Level relativ schnell erreicht ist, verbringt man meistens nur fünfzehn Minuten mit der Planung, um sich anschließend dem nächsten Schienennetz zuzuwenden. Abhilfe schafft da der Endlosmodus, in welchem Haltestellen nicht überfüllt werden können oder auch der Extremmodus, in welchem sich einmal gelegte Schienen nicht mehr verändern lassen. Mini Metro bietet sowohl für Anfänger, als auch für Experten genug Unterhaltung. Da der Titel nur geringe Hardware-Anforderungen hat, sollte er auf deutlich älteren PCs problemlos laufen. Erkauft wird der Zugang zu dieser breiten Käuferschicht mit einer steril-minimalistischen Optik und einem ebenso passenden Soundtrack. Ranglisten stellen den Mehrspielermodus dar.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Mini Metro spricht mich vor allem durch seine minimalistische Darstellung an. Viele Simulationen versuchen mit modernen Grafiken zu bestechen und scheitern fast jedes Mal daran. Das Konzept von Mini Metro ist auf solchen Schnickschnack auch gar nicht angewiesen. Vordergründig versucht das Spiel mein Organisationstalent auf die Probe zu stellen. Während ich bei den ersten Versuchen in Mini Metro noch an meinem eigenen Chaos scheitere, ändert sich das mit jeder neuen Spielrunde. Schnell lerne ich, wie ich die Bahnlinien am besten verlegte, um meine Passagiere möglichst schnell von einem Ort zum anderen zu bringen. Der Umfang des Spiels fällt mit circa drei bis vier Stunden Einmalspielzeit zwar nicht gerade groß aus, doch durch zusätzliche Bahnlinien, Züge und Wagons bietet mir der Titel auch längerfristig genug Motivation, damit ich immer mal wieder in das Spiel eintauche – vor allem der Endlosspiel- und Extremmodus ermöglichen mir, entweder abzuschalten oder unmenschliche Herausforderungen zu meistern. Auch wenn mir diese Modi sehr viel Spaß machen, hätten dem Spiel ein paar mehr Besonderheiten gut getan. Gerne hätte ich mehr Abwechslung in Form des Shinkansen wie in der Ōsaka-Aufgabe gesehen. Zudem ist es schade, dass der Mehrspielermodus das Messen mit anderen Spielern in Form von Ranglisten darstellt. Hier wäre sicherlich mehr möglich gewesen. Trotzdem muss man Simulationen nicht mögen, um Spaß zu haben, denn für die Mittagspause oder sogar mittellange Bahnfahrten ist Mini Metro ein wunderbarer Snack für den grauen Alltag.

Vielen Dank an Deep Silver für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Mini Metro!

Prime Time: Nintendo Sound Selection [Endings & Credits] (Unboxing)

Schöner hätte Nintendo das Ende des Club Nintendo nicht zelebrieren können. Zum einen veröffentlichte man eine Gedenkmünze, die wir euch in einem seperaten Video vorstellen, und zum anderen hat man gleich eine Sound Selection zum Thema Endings & Credits veröffentlicht. Welche Tracks enthalten sind und worauf ihr euch im Booklet freuen dürft, erfahrt ihr in unserem Unboxing-Video. Wir wünschen euch bei diesem Video ganz besonders viel Spaß und gute Unterhaltung!

Review: Dragon Ball Z: Extreme Butōden

Dragon Ball Z Extreme Butoden (1)Als die 285. Episode von Dragon Ball Z ausgestrahlt wurde, haben Fans weltweit die Hände ausgestreckt, um Son Gokū ihre Energie zu spenden, damit dieser die Genkidama auf Majin Bū Junsui abfeuern kann. So episch ist Dragon Ball Z: Extreme Butōden aber nicht geworden.

Dragon Ball Z Extreme Butoden (2)Hätte man dem Erfinder von Dragon Ball, Toriyama Akira, 1984 mitgeteilt, dass sein damals noch junger Manga mehr als dreißig Jahre später in vielfältiger Form immer noch fortgeführt wird, hätte er sicherlich nur den Kopf geschüttelt. Mit Fug und Recht kann man Dragon Ball als sein Lebenswerk bezeichnen, welches sich zu einer der erfolgreichsten Franchises aller Zeiten entwickelt hat. Das Dragon-Ball-Franchise kommt mittlerweile nämlich auf reichlich viele Bände, ganze fünf Anime-Serien, eine taiwanesische und gar eine (sehr miserable) US-amerikanische Realverfilmung und natürlich einige Videospiele, die hierzulande aber erst seit Ende der Neunziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts regelmäßig erscheinen. Dragon Ball Z: Extreme Butōden erzählt die Story von Dragon Ball Z aus verschiedenen Blickwinkeln nach. Das Beat ’em up beschränkt sich dabei allerdings auf die wichtigsten Kämpfe zwischen den aberwitzigen Protagonisten und den durchtriebenen Antagonisten. Der Auftakt des Kampfspiels markiert das Treffen zwischen Son Gokū und seinem Bruder Radittsu. Auseinandersetzungen mit Furīza, den Cyborgs, Seru und schließlich der Kampf gegen die böse Form von Majin Bū dürfen in dieser Aufzählung ebenfalls nicht fehlen. Ausschweifend wie in der Anime-Serie werden die dort epischen Reibereien in Extreme Butōden allerdings nicht.

Schwankende Saiyajin

Dragon Ball Z Extreme Butoden (3)Die Kämpfe dauern nur wenige Minuten oder gar Sekunden und sind damit schnell abgearbeitet. Die Dialoge kommen zwischen den Kämpfen leider viel zu kurz und erlauben uns keinerlei tiefgründige Einblicke in die Story. Während die Handlung deshalb wohl nur von Fans der Vorlage verstanden werden kann, wird jeder Spieler mit der für das Genre sehr wichtigen Steuerung schnell zurechtkommen. Man kann einfach wie wild auf die Tasten hämmern, um Schläge, Tritte und Fernkampfgeschosse auf die Gegner loszulassen. Hin und wieder durchdringt der Feind diese Verteidigung zwar, doch kaum haben wir uns von seinem Schlag erholt, können wir den Gegner weiter bearbeiten und ins virtuelle Jenseits befördern. Der Schwierigkeitsgrad von Extreme Butōden ist also durchweg zu einfach ausgefallen, da knifflige Kombinationsangriffe fehlen und Fernkampfattacken zu mächtig sind. Kaum zu glauben, dass hier das erfahrene Entwicklerstudio Arc System Works am Werk war, die uns schon mit der Guilty-Gear-Serie und der BlazBlue-Reihe anspruchsvollere Kampfspiele beschert haben. Dafür bietet der Titel einen halbwegs großen Umfang, denn nach erstem Abschluss der Story können wir die Geschichte auch aus den Blickwinkeln anderer Charaktere erleben. Allerdings steigt der Schwierigkeitsgrad dabei nicht an die Geschichte wird auch nicht besser präsentiert.

Knockout

Dragon Ball Z Extreme Butoden (4)Des Weiteren bietet der Titel einen Abenteuermodus. Dieser entführt uns in eine alternative Handlung, in der Zeit und Raum mal wieder bunt gemischt werden, sodass sich hier auch Charaktere bekämpfen dürfen, die sich in der Manga-Reihe nie begegnet sind oder sich zumindest nie bekämpft haben. Wenn wir StreetPass für das Spiel aktivieren, dürfen wir unterwegs Kärtchen mit anderen Spielern teilen. Sammeln wir sieben Stück davon, erscheint der sagenumwobene Drache Shenron, von dem wir uns Items wünschen dürfen, die wir im Abenteuermodus einsetzen dürfen. Eine sehr nette Fanservice-Idee, die aber nicht essentiell genug ins Spiel einfließt. Optisch erinnert der Titel zwar stark an die Anime-Vorlage und wird mit dem Tiefeneffekt des 3DS sogar ein wenig bereichert, doch bleiben die viel zu wenigen Arenen viel zu leblos. Selbst Street Fighter II: The World Warrior aus dem Jahr 1991 für das Super Nintendo wusste uns hier sehr viel mehr zu begeistern. Die musikalische Untermalung ist zweckmäßig, bleibt den Tracks aus der Serie aber unterlegen. Ein weiter Wermutstropfen ist der fehlende Online-Modus; die Kämpfe mit Freunden können nur lokal ausgetragen werden. Wer mit Son Gokū und Co deutlich mehr Spaß haben will, sollte zu einem der vielen anderen Beat ’em ups des Franchises greifen oder gar einer anderen Serie den Vorzug geben.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Seit Kindheitstagen bin ich ein großer Fan des Dragon-Ball-Franchises und ich werde es wohl auch immer sein. In dieser Zeit habe ich gute und schlechte Titel des Franchises spielen dürfen. Den Tiefpunkt markiert jetzt allerdings Dragon Ball Z: Extreme Butōden. Der Titel enttäuscht mich wirklich fast durchgehend. Die Kämpfe sind viel zu kurz und die Kombinationsangriffe sind in der Genre-Landschaft nichts weiter als ein schlechter Scherz. Da ich ein Fan von Beat ’em ups bin und gerne mal die eine oder andere Tastenkombination auswendig lerne, stößt mich die Steuerung des Spiels hier einfach nur an den Kopf. Ein wildes Hämmern auf die Aktionsknöpfe kann nicht im Sinne des Erfinders gewesen sein. Dazu gesellt sich die maue Präsentation des Dragon-Ball-Universums. Diese macht den Titel nur für beinharte Fans interessant, da Hintergründe nicht erklärt werden und die Dialoge viel zu schnell und zu steril abgearbeitet werden. Extreme Butōden wirkt so, als ob der Titel noch ein paar Wochen Entwicklungszeit gebraucht hätte, aber vorschnell auf den Markt geworfen wurde. Selbst Fans des Vorlage sollten sich zweimal überlegen, ob sie nicht lieber zu einer der vielen Alternativen greifen möchten.

Prime Time: Guitar Hero Live (Unboxing)

Guitar Hero Live ist für unseren Chefredakteur der erste Guitar-Hero-Titel abseits von einem der Handheld-Ausflüge auf dem DS. Das zelebriert er in diesem Video natürlich richtig und packt zusammen mit euch die Inhalte der großen Verpackung aus, damit auch ihr euch ein Bild von den Relationen des Controllers machen könnt. Gute Unterhaltung!