Preview: Orcs Must Die! Unchained

Orcs Must Die! - Unchained (1)Am Multiplayer-Online-Battle-Arena-Genre scheiden sich die Geister. Die eine Spielerhälfte kann nicht genug davon kriegen und feiert E-Sportler im Internet. Die andere Hälfte der Gamer kann der Faszination nichts abgewinnen. Bei Orcs Must Die! Unchained ist das nicht anders.

Orcs Must Die! - Unchained (2)Von einer Handlung ist in Orcs Must Die! Unchained aktuell noch nichts zu bemerken. Es ist also im Moment noch nicht möglich, dem Sinn unserer Helden im Spiel irgendwie plausibel zu erklären. Bevor wir uns jedoch über solche Kleinigkeiten aufregen, starten wir vor dem Spielbeginn erst einmal das Tutorial. Hier wird relativ einfach erklärt, wie das Spiel in seinen Grundzügen funktioniert – leider aber sehr unspektakulär. Wir laufen durch das bisher einzige Spielgebiet und klicken Hinweissymbole an, woraufhin uns eine Stimme aus dem Off erzählt, welche Bedeutung eine Tür oder eine Spielfigur hat. Untertitel gibt es bisher keine und auch Spieler, die für die englische Sprache noch zu jung sind, könnten ein paar Probleme haben, das Spielsystem zu verstehen. An der Stelle hoffen wir, dass in der finalen Fassung auch ein deutsches Tutorial enthalten sein wird. Haben wir uns ohne Gegenwehr und gegen stupide Wachen bewährt, können wir auch schon das erste richtige Match bestreiten. Zunächst heißt es, einen Helden auszuwählen, mit dem wir uns ins Getümmel stürzen. Jeder Held verfügt dabei über verschiedene Spezialfähigkeiten, die einzelne Runden recht abwechslungsreich gestalten können. Vom Peitschenschwinger bis zur Magiebegabten ist alles dabei, was man sich nur wünschen kann. Die grundlegende Steuerung verändert sich dabei aber nicht.

Es ist eine Falle!

Orcs Must Die! - Unchained (3)Ziel einer jeden Partie ist es, die eigenen Schergen stückchenweise in einen Teleporter zu führen, der in der feindlichen Basis am anderen Ende des Spielfelds steht. Unterwegs stehen jedoch Wachen herum, welche die Schergen aufs Korn nehmen und Tore verhindern den weiteren Zugang zur gegnerischen Festung. Es ist also klar, dass wir unsere Schergen, die wir in unserer Burg phasenweise automatisch herstellen, unterstützten müssen. Während wir uns auf den Angriff auf die gegnerische Burg wappnen, sind unsere Gegner nicht untätig und so wollen diese selbstverständlich auch unsere Basis auf demselben Wege erobern. Für jeden besiegten Gegner erhalten wir Punkte, die wir in den Ausgangspunkt unserer Schergen investieren sollten. Je öfter wir das machen, desto besser werden unsere Kreaturen und haben so gegenüber ihren Gegnern ein Vorteil. Direkt aufeinandertreffen werden die Schergen aber nicht. Sonst wäre es nämlich schlicht zu unübersichtlich, da noch weitere Elemente in den Kampf zwischen den fünf Helden unseres Teams und unseren fünf Gegenspielern einfließen. Beispielsweise errichten wir für erspielte Punkte Fallen, die aber nur in dafür ausgelegten Korridoren gelegt beziehungsweise errichtet werden können. Sobald sich dann die Gegner durch den Korridor bewegen, steht Gehacktes oder Gegrilltes wieder auf dem Speiseplan.

Chat-Probleme

Orcs Must Die! - Unchained (4)Das Spielsystem klingt zwar interessant, doch steht ein ganz großer Faktor auf dem Plan, der gegen den Spielspaß spricht. Wir reden nicht von den Echtgeldtransaktionen, die sicherlich ihren Weg in die fertige Fassung finden werden, sondern von unseren Mitspielern. Während des gesamten Spiels haben wir die Möglichkeit, mit diesen zu chatten. Spieler, die jedoch ihre ersten Schritte im Spiel machen, werden von ihren Mitspielern jedoch verschmäht und wenn nach bereits drei bis vier Minuten Spielzeit keine Erfolge ersichtlich sind, haben wir in den Chats auch schon die ersten Beleidigungen bemerkt. Das ist ein bekanntes Problem, mit dem viele Online-Rollenspiele wie World of Warcraft zu kämpfen haben. Wir hoffen jedoch, dass es in der fertigen Version eine Funktion gibt, solche Spieler zu melden. Selbst wenn man nicht direkt von der Beleidigung betroffen ist, stören solche Bemerkungen dennoch – in einem Spiel soll man ja auch in erster Linie Spaß haben. Apropos World of Warcraft – die Grafiken des Spiels erinnern frappierend an Blizzards Online-Rollenspiel. Wer also auf eine extrem bunte Optik allergisch reagiert, wird an Orcs Must Die! Unchained kaum Gefallen finden. Wer sich aber darauf einlässt, kann in ein spaßiges Multiplayer-Online-Battle-Arena-Spiel abtauchen, welches bisher nur im Detail noch hier und da ein paar Ecken und Kanten hat.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation und der Beta-Fassung): Als ich vor einiger Zeit zum ersten Mal einen Titel des Multiplayer-Online-Battle-Arena-Genres in Augenschein genommen habe, habe ich direkt ein Genre gefunden, von dem ich mich wohl für immer fernhalten möchte. Als ich auf der Gamescom 2014 jedoch die Gelegenheit hatte, mir Orcs Must Die! Unchained anzuschauen, habe ich dem Genre noch eine Chance geben und eine weitere, als ich zuhause in die Beta-Fassung eintauchen konnte. Dies wird allerdings die letzte Chance gewesen sein, denn Spaß hatte ich persönlich nur bedingt. Das liegt absolut nicht daran, dass Orcs Must Die! Unchained ein schlechtes Spiel sei – das ist es nämlich absolut nicht! Viel mehr möchte ich mich in einem Spiel mit solch einer Kulisse auch verlieren können und da weder Helden noch Spielwelt einen Hintergrund haben, den ich hier in irgendeiner Form erleben kann, reduziert sich das Spiel wieder auf die Grundwerte des Genres. Hauptsache ich verstärke so schnell ich kann meine Schergen und lasse die in die gegnerische Basis einmarschieren. Das kann aufgrund diverser Spezialfähigkeiten aller Helden durchaus Spaß machen, aber für die finale Version des Spiels wünsche ich mir aber facettenreiche Siegesbedingungen, damit die Partien noch abwechslungsreicher sein werden.

Vielen Dank an Gameforge für die freundliche Bereitstellung des Betacodes und die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Prime Time: Tales of Xillia 2 – Day One Edition (Unboxing)

Am vergangenen Freitag erschien Tales of Xillia 2 für die PlayStation 3 in Europa. Wir haben uns statt der Collector’s Edition die Day One Edition geschnappt – warum das so ist, klären wir ausführlich in unserem Video. In diesem stellen wir euch jedoch vor allem die Merkmale der Day One Edition vor. Wir wünschen euch viel Spaß beim Anschauen unseres Videos!

Review: Devil Survivor 2 – The Animation (Vol. 2)

Devil Survivor 2 - The Animation (1)Als die erste Volume von Devil Survivor 2 – The Animation schon im Juni 2014 bei uns erscheint, wird kurze Zeit später bekannt, dass sich die zweite Ausgabe von Juli auf August verschiebt. Das fanden wir zwar sehr schade, doch die Wartezeit findet nun endlich ihr Ende.

Devil Survivor 2 - The Animation (2)Während in der ersten Volume des Anime bereits vier Episoden vorhanden waren, kommen wir bei Devil Survivor 2 – The Animation (Vol. 2) nur noch in den Genuss von drei Folgen – das ist zwar schade, aber einen dreizehnteiligen Anime muss man ja irgendwie aufteilen. Die Episoden führen die Geschichte der ersten Volume jedoch nahtlos weiter. Bereits zu Beginn der fünften Folge erhalten Daichi Shijima und Io Nitta jedoch eine Hiobsbotschaft. Über die Applikation Nicaea bekommen sie auf ihrem Mobiltelefon ein Video zugespielt, in welchem sie den Tod ihres gemeinsamen Freundes Hibiki Kuze hilflos mit ansehen müssen. Wer die ersten Episoden gesehen hat – und das sollte man bei Devil Survivor 2 – The Animation auf jeden Fall vorher gemacht haben – weiß, dass es sich bei dem Video um eine Vorhersage handelt. Man ist sich nicht sicher, ob man den Tod der betroffenen Person verhindern kann oder nicht. Tatenlos wollen sie jedoch nicht herumsitzen und machen sich auf die Suche nach Hibiki in einer Welt, die vom Untergang bedroht ist. Gemeinsam haben sie in dieser Welt den Sonntag und Montag schon überlebt, indem sie die auftauchenden Eindringlinge, Septentrions genannt, besiegt haben. Der Kampf wird kein Ende finden, wenn sie Hibiki nicht bald finden. Dieser verfolgt nämlich Rebellenführer Ronaldo Kuriki von Tōkyō ins schöne Nagoya.

Tiefgreifende Entscheidungen

Devil Survivor 2 - The Animation (3)Erzählt wird die Geschichte diesmal aus mehreren Blickwinkeln. Das liegt vor allem daran, dass jetzt versucht wird, mehrere Charaktere gleichermaßen zu behandeln. Das gelingt dem Team hinter Regisseur Seiji Kishi bisher ausgezeichnet. So erleben wir nicht nur Protagonist Hibiki in Aktion, sondern auch seine Freunde und seine Gegenspieler. Außerdem macht Devil Survivor 2 – The Animation ein paar Zeitsprünge in die Vergangenheit, um ein wenig über die Hintergründe einiger Personen aufzuklären. Was man hier jedoch erfährt, wollen wir euch an dieser Stelle aus Spoiler-Gründen natürlich nicht verraten. Überwiegend werden aber vor allem die Erlebnisse der Charaktere am Dienstag und Mittwoch nach der Katastrophe vom Sonntag geschildert. In Nagoya kommt es schließlich zum Konflikt zwischen Ronaldo Kuriki, Hibiki Kuze und Yamato Hotsuin, dessen Familie das für die Story sehr wichtige Japan Meteorological Agency Geomagnetism Research Department gegründet hat. Fast sämtliche Charaktere müssen in den vorliegenden Episoden Entscheidungen treffen, die für ihr Leben und das ihrer Mitmenschen von Bedeutung ist. Durchgehend bleibt Devil Survivor 2 – The Animation spannend. Wir können jedoch – aus eigener Erfahrung – empfehlen, sich die ersten Folgen vor denen der zweiten Volume ein weiteres Mal anzusehen, da die Story komplex ist.

Mythologische Hintergründe

Devil Survivor 2 - The Animation (4)Weniger komplex, dafür sehr interessant und facettenreich sind die Hintergründe, welche die Dämonen, die in Devil Survivor 2 – The Animation beschworen werden, ausmachen. Nahezu jede Gestalt kommt in der Mythologie verschiedener Länder und Religionen vor. Der Engel der Nacht, genannt Lailah, taucht beispielsweise im Talmud des Judentums auf. Cait Sith ist hingegen der keltischen Mythologie entnommen. Wer sich für Mythologie interessiert, wird bei jedem Aufblitzen eines Dämons im Anime seine wahre Freude haben. Nachzulesen ist das übrigens auch im beiliegenden Booklet. In diesem gibt es wieder einmal viele Informationen – nicht nur zu den Dämonen, sondern auch zu den Charakteren und enthaltenen Episoden. Das macht einen hochwertigen Eindruck, auch wenn das im Umkehrschluss wieder heißt, dass auf digitales Bonusmaterial erneut verzichtet werden muss. Das ist zwar abermals sehr schade, doch beeinflusst das die Qualität des Animes in keiner Weise. Die optische Gestaltung ist auf der Blu-ray in 1080p wieder einmal sehr gut gelungen. Die Animationen wirken flüssig und die meist düstere Atmosphäre kommt sehr gut zur Geltung. Ergänzt wird dies durch eine tolle japanische und deutsche Synchronisation und einem gut unterlegten Soundtrack, der uns circa 75 Minuten lang durch insgesamt drei Episoden jederzeit begleitet und niemals stört.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Zum Glück habe ich mir die ersten paar Episoden von Devil Survivor 2 – The Animation nur einen Monat vor dem neuen Release der zweiten Volume angeschaut. Trotzdem habe ich dabei bemerkt, dass man in einem Monat sehr viel vergessen kann. Devil Survivor 2 – The Animation ist nämlich überraschend komplex und sehr vielschichtig. Ich empfehle euch also unbedingt, dass ihr die ersten Folgen kurz vor dem Anschauen der zweiten Volume nochmals wiederholt, um die Story gänzlich verstehen zu können. So oder so kann der Anime mich aber wieder einmal mit seinen Charakteren und seiner spannenden Handlung bei Laune halten. Wenn man sich zudem noch mit den mythologischen Hintergründen des Anime beschäftigt, ertappt man sich Stunden später, wie man wissenswerte Fakten im Internet oder gar in der Bibliothek studiert. Zudem bekomme ich mit jeder Minute des Anime mehr Lust darauf, das Spiel für den DS endlich einmal nachzuholen. Aus Zeitgründen werde ich dann aber wohl doch eher auf die dritte Volume warten und die Story in animierter Form genießen – sofern sich nicht auch diese Ausgabe ein weiteres Mal verschiebt.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Devil Survivor 2 – The Animation (Vol. 2)!

Preview: Hex: Shards of Fate

Hex - Shards of Fate (1)Sammelkartenspiele gibt es viele, doch wenige setzen sich über die Zeit hinweg tatsächlich auch in der Spielerschaft durch. Während man das Der Herr der Ringe Trading Card Game heute fast nicht mehr in Läden findet, erfreut sich Magic: The Gathering größter Beliebtheit.

Hex - Shards of Fate (2)Magic: The Gathering ist auch direkt das Stichwort, mit welchem man Hex: Shards of Fate am besten umschreiben kann. Während unseres Gamescom-Termins weist man uns direkt in das Spielsystem ein. Dieses sei nämlich nicht einfach gestrickt, sondern recht komplex. Das bemerken wir auch schon in den ersten Minuten, in denen wir uns in das Spiel erst einmal einfinden müssen. Haben wir jedoch die verschiedenen Phasen mitsamt ihren Buttons dann jedoch durchschaut, geht alles ganz schnell und als alte Magic-Veteranen haben wir keine Probleme, uns mit dem Spiel anzufreunden. Wer Magic: The Gathering jedoch noch kein einziges Mal gespielt hat, muss nicht verzagen. Direkt zu Spielbeginn erhält man eine leichte Einführung in das Spielsystem. Das heißt, dass wir zunächst sieben Karten von unserem Deck, welches hier sechzig Karten umfasst, ziehen. Gefallen uns die Karten, können wir direkt mit dem ersten Zug beginnen. Andernfalls dürfen wir noch einmal ziehen, dann jedoch jeweils eine Karte weniger als zuvor. Ein gutes Blatt sieht so aus, dass wir genügend Ressourcen und andere Karten auf der Hand haben, die wir schnell ausspielen können. Jede Runde dürfen wir eine Ressourcenkarte ausspielen, mit denen wir dann schlussendlich unsere restlichen Karten bezahlen. Das funktioniert in Hex: Shards of Fate jedoch anders als beim großen Vorbild.

Orientierung am großen Vorbild

Hex - Shards of Fate (3)Während man bei Magic: The Gathering nämlich für jede Aktion seine Mana-Kosten bezahlt, indem man die Karte tappt, muss man dies hier nicht einzeln tun. Dennoch stehen pro Runde nur die Kosten zur Verfügung, die auch tatsächlich auf dem Tisch liegen. Die Krux ist jedoch, dass es reicht, wenn zum Beispiel vier Saphirscherben und eine Diamantscherbe vorhanden sind, wenn man zwei Karten spielen will, die jeweils eine Saphir- und eine Diamantscherbe benötigen. Man teilt sich somit ein- und dieselbe Karte. Clever gelöst! Haben wir erst einmal genügend Ressourcen auf dem Spielfeld liegen, geht es ans Eingemachte. Die erste Kreatur will beschworen werden. Direkt angreifen kann sie jedoch nicht – eine Runde muss auch hier gewartet werden. Manchmal haben Kreaturen jedoch Spezialfähigkeiten, wenn diese ins Spiel kommen. Beispielsweise erhalten dann Kreaturen desselben Schlags einen Bonus auf Stärke und Verteidigung. Hier ähnelt Hex: Shards of Fate wieder dem großen Vorbild, denn sobald eine Kreatur den Gegner angreift, darf dieser entscheiden, ob er den Angreifer mit einer seiner Schergen blocken will oder ob er den Schaden in Kauf nimmt und seine Lebenspunkte, die wir auf null reduzieren müssen, gefährdet. Ergänzt wird das System mit weiteren Hexereien, die wir standardmäßig oder schnell ausführen dürfen. Weitere Parallelen werden hier gezogen.

Echtgeldtransaktionen für mehr Spielspaß

Hex - Shards of Fate (4)Auf der technischen Seite kann man an Hex: Shards of Fate eigentlich nichts bemängeln. Das Spielfeld ist einfach gestaltet und erfüllt seinen Zweck. Einzig und allein die Integrierung von einzelnen Elementen könnten unserer Meinung nach bis zum offiziellen Spielstart noch an der einen oder anderen Stelle verbessert werden. Beispielsweise erkennen wir bei vielen Karten die einzelnen Eigenschaften erst, wenn wir sie vergrößern und den Text dazu lesen. Wichtige Punkte wie Ressourcenkosten und Angriffs- sowie Verteidigungswerte sind jedoch auch hier sauber zu erkennen. Mit der Zeit fällt dies jedoch nur noch bei den gegnerischen Karten auf dem Spielfeld auf, da man sich an sein Deck mit jedem neuen Duell gewöhnt. Jedes Gefecht wird zudem mit netter Musik unterlegt. Höchstens an den Effekten und den einhergehenden Soundeffekten können die Entwickler noch ordentlich feilen. Das Grundkonzept von Hex: Shards of Fate macht einen stimmigen Gesamteindruck. Ein großer Wermutstropfen ist im Moment jedoch noch das Bezahlmodell. Bereits in der Beta verlangt Gameforge für neue Karten und für die Ingame-Währung Platinum Echtgeld. Die Beträge halten sich zwar in Grenzen, doch ist es schier ein Unding, Beta-Tester zur Kasse zu bitten – die sollen das Spiel ja vorab ausprobieren. Ebenso fies: An Turnieren kann man nur mit Platinum teilnehmen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Beta-Fassung und der Gamescom-Präsentation): Hex: Shards of Fate ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite orientiert man sich am großen Vorbild Magic: The Gathering und entschlackt dies an manchen Stellen wirklich sehr clever, doch auf der anderen Seite wirkt Hex: Shards of Fate einfach nur abgekupfert. Über solche Punkte wie Angriffs- und Verteidigungswerte lässt sich sicherlich streiten, denn anders geht es meiner Meinung nach kaum. Es sind jedoch andere Punkte, die man vom Kartenspiel Magic einfach nur kopiert hat. Kreaturen können fliegen, Kreaturen können nicht blocken, manche Karten dürfen zu jeder Zeit ausgespielt werden und so weiter. Hex: Shards of Fate bietet somit zwar ein stimmiges Gesamtkonzept und die Idee geht schlussendlich auch auf, doch frage ich mich, ob das unbedingt der Sinn hinter einem Videospiel ist, welches auf einer minimalistischen Gestaltung aufbaut und maximalen Spielspaß erreichen will. Ärgerlich ist zudem, dass bereits in der Beta zur Kasse gebeten wird. Beta-Tester sollen ein Spiel testen, doch das Bezahlmodell soll meiner Meinung nach nicht dazu gehören – zumal Spielinhalte wie Turniere überhaupt erst mit der Ingame-Währung und Booster-Packungen spielbar sind. Wir hoffen sehr, dass Gameforge hier noch in der Beta ordentlich nachbessert und Cryptozoic Entertainment noch ein wenig an den Spielkarten schraubt – hier fallen mir nämlich noch einige Karten auf, die schier zu mächtig sind. Meine Prognose basiert jedoch nur auf der Beta und eine Beta ist nicht unbedingt das fertige Spiel – es kann also noch viel passieren!

Vielen Dank an Gameforge für die freundliche Bereitstellung des Betacodes und für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Preview: Forza Horizon 2

Forza Horizon 2 (1)Der Autor dieser Zeilen erinnert sich noch sehr gut. Vor fast zwei Jahren überraschte ihn das Rennspiel Forza Horizon fast auf ganzer Linie. Derzeit ist der zweite Teil bei Microsoft bei zwei Studios in der Entwicklung, um das Spiel für gleich zwei Konsolen zu veröffentlichen.

Forza Horizon 2 (2)Wenn wir uns an den ersten Teil erinnern, blicken wir auf das Horizon Festival zurück. Hier hat sich unser Charakter ohne große Hintergrundgeschichte einen Namen in den Vereinigten Staaten, genauer gesagt im Bundesstaat Colorado, gemacht. Solch ein Festival gibt es auch in Forza Horizon 2 wieder. Das Spielgeschehen wird jedoch vom nordamerikanischen Kontinent nach Europa verlegt. An der Südküste von Frankreich und im Norden von Italien rasen wir nun mit unseren Kontrahenten um die Wette. Fans der recht breiten amerikanischen Straßen werden das zwar etwas schade finden, doch geht man mit dieser Entscheidung den richtigen Schritt. Die landschaftliche Veränderung bringt gleich neuen Wind mit sich. Eine ausgefeilte Handlung dürfen wir allen Anschein nach jedoch nicht erwarten – wir wären bei einem Titel dieser Art auch überrascht, wenn man hier tatsächlich neue Maßstäbe setzen würde. Während beim ersten Teil nach dem letzten Event des Horizon Festivals die Story abgeschlossen war, soll diesmal erst zehn bis zwanzig Prozent des Spiels erreicht sein. Waghalsig! Forza Horizon 2 bietet wie der Vorgänger eine offene Welt, durch die wir vom frisierten Personenkraftwagen bis zum polierten Sportflitzer rasen dürfen. Unter den insgesamt über zweihundert enthaltenen Fahrzeugen im Fuhrpark ist sicherlich für jeden einzelnen Spieler das richtige Auto mit dabei.

Riesiger Umfang

Forza Horizon 2 (3)Auch am Umfang soll sich einiges getan haben. Hunderte Events warten darauf von uns in der Welt absolviert zu werden. Wer den Vorgänger kennt, wird wohl wissen, dass es sich dabei wieder um verschiedene Arten von Events handeln kann. Mal geht es darum einfach nur ein typisches Rennen von Punkt A nach Punkt B zu gewinnen oder auch ein kleines Flugzeug im Wettlauf um die Zeit zu schlagen. Wie genau diese Events in Forza Horizon 2 aussehen, will man uns bei unserem Termin noch nicht verraten. Trotzdem gehen wir davon aus, dass diese Aufgaben vielfältig und ähnlich interessant ausfallen werden. Neu hingegen ist die künstliche Intelligenz der Computerfahrer, die mit ihrem freien Willen über die Straßen rasen. Angeblich sollen diese nämlich nun darauf reagieren, wie wir uns verhalten und sich somit dynamisch in den Rennen angleichen. Nehmen wir also eine Abkürzung über ein weites Feld, werden auch unsere Gegner das bemerken und sich unserem Verhalten anpassen. Anpassen müssen wir uns jedoch auch den Wetterbedingungen. Tatsächlich reagieren die Entwickler auf unsere Kritik und integrieren diesmal Wettereffekte. Welche das neben dem obligatorischen Regen sein werden, steht derzeit noch in den Sternen. Wir sind uns aber sicher, dass die Köpfe hinter Forza Horizon 2 mitdenken und wir uns wohl auf die verschiedenen Effekte einstellen müssen.

Ungeklärte Fakten

Forza Horizon 2 (4)Zumindest wird dies wohl in der Xbox-One-Fassung der Fall sein, denn von der Xbox-360-Version, die zeitgleich erscheinen soll, fehlt bisher jede Spur. Sämtliches Videomaterial von Forza Horizon 2, welches bisher veröffentlicht wurde, basiert auf der Version für die Xbox One. Natürlich möchte man den Fans ein wirklich schönes Spiel verkaufen, doch fragt man sich, ob man die Fans des ersten Teils, die nur eine Xbox 360 besitzen, nicht vor den Kopf stößt. Natürlich wird es grafische Unterschiede geben und natürlich wird die Xbox 360 an der einen oder anderen Stelle Abstriche machen müssen, aber trotzdem kann man erwarten, dass anderthalb Monate vor Release einige Informationen für die Versionsunterschiede den Fans bekanntgegebenen werden. So ist es auch unklar, ob der auf der Gamescom 2014 vorgestellte Mehrspielermodus, in dem ein Fahrer infiziert ist und andere Spieler ebenfalls infizieren muss, in die Xbox-360-Fassung integriert wird. Darüber hinwegsehen können wir aber, wenn zumindest der Soundtrack in beiden Fassungen der gleiche ist. Bereits bei Forza Horizon hat man ein goldenes Händchen bewiesen und ausnahmslos tolle Tracks ausgesucht. Bereits jetzt wirkt der Soundtrack noch facettenreicher und größer als zuvor. Obwohl noch einige Fakten nicht gänzlich geklärt sind, gehen wir dennoch davon aus, dass Forza Horizon 2 ein Hit wird!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Ich bin ein wahrer Fan von Forza Horizon auf der Xbox 360. Stunden habe ich in dieses Spiel investiert, ohne dass mir dabei langweilig wurde. Jede Minute, die ich im fiktiven Colorado verloren habe, habe ich gerne verloren. Die Events waren gut über die offene Spielwelt verteilt, das Punktesystem war motivierend und vor allem der Soundtrack hat die wunderschöne Kulisse zu einem Erlebnis gemacht, welches ich nie mehr vergessen möchte. Bei Forza Horizon 2 bin ich mir noch nicht so ganz sicher, wie gut das Spiel nun tatsächlich wird. Auf der Xbox One sieht das Spiel echt großartig aus und auch die verschiedenen Informationen, die man mir in der Präsentation auf der Gamescom mitgeteilt hat, klingen wirklich fantastisch! Das Problem ist nur, dass all diese Informationen – ohne dass man es auch nur von sich aus erwähnen würde – wohl nur für die Version für Microsofts aktuelle Konsole zutreffen. Infohäppchen zur Xbox-360-Fassung gibt es so gut wie keine und einen Monat vor Release ist das meiner Meinung nach ziemlich peinlich. Ich hoffe nur, dass man nichts zu verbergen hat – da ich mir die Xbox One mangels interessantem Angebot zunächst nicht holen werde, bleibt für mich nur die Version für die Xbox 360 übrig und die werde ich in anderthalb Monaten hoffentlich richtig genießen können.

Vielen Dank an Microsoft für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Preview: Fantasy Life

Fantasy Life (1)Wenn man einen Entwickler nennen muss, der es schafft, immer wieder neue Konzepte auf Nintendo-Plattformen zu übertragen, dann ist das klar Level-5 mit Sitz in Fukuoka. Beim Anspielen fällt uns jedoch auf, dass Level-5 mit dieser Vision bereits einmal gescheitert ist.

Fantasy Life (2)Die Vision, die im Konzept von Fantasy Life steckt, ist grundsätzlich nicht taufrisch. Bereits vor mehr als zehn Jahren arbeitete Entwickler Level-5 zusammen mit Microsoft an einem der wohl interessantesten Online-Rollenspiel-Konzepte des damals noch sehr jungen Genres. Wie wir aus der Geschichte wissen, wurde True Fantasy Live Online im Jahr 2004 eingestellt. In diesem Online-Rollenspiel sollte es möglich gewesen sein, alle möglichen Klassen spielen zu können und zwar auch Berufe, die etwas mit dem Alltag und weniger mit dem Besiegen und Jagen von Monstern zu tun haben. Was später in anderen Online-Rollenspielen wie Der Herr der Ringe Online als zweigleisiges System massentauglich wurde, findet in Fantasy Life aber wieder zurück zu den Wurzeln. Nintendo hat bereits einen schicken Trailer im kunterbunten Anime-Stil veröffentlicht, in dem auf die zwölf im Spiel enthaltenen Klassen eingegangen wird. Das Leben in der Fantasy-Welt bestreiten wir als entweder als Holzfäller, Söldner, Paladin, Schmied, Koch, Magier, Angler, Jäger, Schürfer, Schneider oder auch Alchemist. Ein Mitarbeiter von Nintendo versicherte uns beim Anspielen jedoch, dass wir direkt zu Beginn des Spiels alle Lizenzen erhalten und wir im Verlauf unseres Abenteuers jederzeit die Wahl haben, den Beruf respektive die Klasse zu wechseln; uns den Gegebenheiten anzupassen.

Mit der Lizenz zum Leben

Fantasy Life (3)An diesem Punkt erkannt man auch, dass Fantasy Life nicht wie sein vermutliches Vorbild True Fantasy Live Online kein Online-Rollenspiel mehr ist. Wir verbringen das Abenteuer nicht mit anderen Spielern, sondern kämpfen uns alleine durch die Fantasy-Spielwelt. Hier gelten jedoch dieselben Regeln wie auch in anderen Spielen des Genres. Wir erhalten Quests, die wir erfüllen können oder wir verbringen die Zeit im Spiel genauso, wie wir das wollen. Unterwegs gibt es nämlich viel zu tun. Am Fluss sammeln wir beispielsweise Quellwasser oder sobald wir eine Erzader entdecken, packen wir unsere Spitzhacke aus und sammeln auf diesem Weg Rohstoffe. Und was man mit einem Baum macht, der mit drei saftigen Äpfeln lockt, sollte man spätestens seit Animal Crossing wissen: Schütteln und Äpfel aufsammeln. Wir streifen jedoch nicht nur als Sammler durch die Spielwelt, sondern auch als Jäger. Das heißt, dass wir unser Schwert auspacken, sobald uns ein Gegner angreift oder wir ihn mit unserer Waffe attackieren wollen. Alle unsere Aktionen geben uns zudem Erfahrungspunkte, die wir in die Ausbildung unseres Helden stecken. Wir steigern dabei Werte wie Stärke oder Intelligenz, welche sich wiederum auf die Optionen der verschiedenen Klassen auswirken. Die Möglichkeiten sind sehr facettenreich – für Motivation ist somit also durchweg gesorgt.

Detailverliebtes Abenteuer

Fantasy Life (4)Fantasy Life kann uns nicht nur mit dem Gameplay ansprechen, sondern auch mit der sehr schön gestalteten Spielwelt. Überall gibt es kleine Details. Wir sprechen nicht nur von nett gestalteten Feldern, welche von Bauern umgepflügt werden, sondern auch von wirklichen Veränderungen in der Spielwelt. Es gibt beispielsweise einen Tag- und Nachtwechsel. In der Nacht kämpfen wir uns so durch ein Rudel Wölfe, um eine Kiste im Wald zu finden. Diese sollen wir in die Stadt zurückbringen, doch auf dem Rückweg treffen wir ebenfalls wieder auf Wölfe, die uns verfolgen. Dann bricht jedoch der Tag an und irgendwann verfolgen uns die Wölfe nicht mehr. Schauen wir nach, bemerken wir, wie sich diese zum Schlafen hingelegt haben. Nett! Noch nicht gesehen, aber bereits von Nintendo bestätigt wurde, dass wir uns in jeder Stadt im Spiel ein Haus kaufen dürfen, welches wir wie in Animal Crossing auch mit Möbelstücken ausstatten dürfen. Das klingt alles sehr vielversprechend, doch muss man als Rollenspiel auch mit einer Handlung aufwarten können – davon haben wir bisher noch nichts gesehen. Wenn Level-5 und Nintendo uns hier noch ein Ziel vor Augen führen, welches mit dem restlichen Gameplay hervorragend verbunden wird, dann wird Fantasy Life definitiv ein Titel werden, der uns über viele Wochen lang begleiten wird. Wir sind schon sehr gespannt!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der 3DS-Fassung und der Nintendo-Präsentation): Bei Titeln aus dem Hause von Level-5 kann man nahezu problemlos zugreifen. Ausnahmen wie Dragon Quest IX: Hüter des Himmels, die mir dann nicht ganz so gut gefallen, gibt es zwar selten auch, doch trotzdem merkt man selbst dann dem Spiel an, wie viel Mühe sich die Entwickler bei der Ausarbeitung des Konzepts über Monate hinweg gemacht haben. Die wenigen Minuten, die ich auf der Gamescom tatsächlich in das Spiel stecken konnte, haben wir jedoch gut gefallen und auch die Fakten, die man mir vor Ort mitgeteilt hat, steigern die Vorfreude auf das Spiel umso mehr. Das System, ständig zwischen den Berufen wechseln zu können, durch fast alle Aktionen Erfahrungspunkte zu sammeln und die Möglichkeit, sein Haus gestalten zu dürfen, gefallen mir sehr, sehr gut. Es bleibt zu hoffen, dass das Spiel mir auch langfristig ein Ziel vor Augen führt und mit einer netten Handlung präsentiert wird. Wenn Nintendo und Level-5 das schaffen, dann werde ich sicherlich dutzende Stunden gut und gerne in Fantasy Life verbringen können!

Preview: Hyrule Warriors

Hyrule Warriors (1)Seit vielen Jahren fordern Fans der The-Legend-of-Zelda-Reihe ein Online-Rollenspiel in den Weiten der Fantasy-Welt Hyrule. Dazu ist es bis heute nicht gekommen, doch stattdessen will man bei Nintendo und Tecmo Koei Helden Link in einen Krieg mitten in Hyrule schicken.

Hyrule Warriors (2)Eigentlich ist die Serie um den jungen Hylianer Link ein Action-Rollenspiel, welches voll und ganz auf einen Spieler ausgelegt ist – mal abgesehen von The Legend of Zelda: Four Swords Adventures. In der Reihe geht es darum, eine Welt voller Mythen und Legenden zu erkunden, Dungeons nach neuen Gegenständen zu durchforsten und diese im Verlauf des Abenteuers zu kombinieren, um den Weg zur Rettung des Landes zu ebnen. Dieses Grundkonzept findet in Hyrule Warriors ebenfalls Anklang, doch wird das Spiel von einer Vielzahl an Elementen aus der Dynasty-Warriors-Serie ergänzt. In der Fassung, die wir auf der Gamescom ausprobieren durften, können wir uns in die Rolle von Link, Zelda oder Midna hineinversetzen. Jeder Held oder jede Heldin soll sich zudem anders spielen und je nachdem welche Waffe der jeweilige Charakter einsetzt, verändert sich auch ein klein wenig die Spielweise. Wir entscheiden uns für Link. Ein paar Sekunden später finden wir uns in den Ebenen von Hyrule wieder. Erstmal machen wir uns mit der Steuerung vertraut. Da wir uns für das Schwert entschieden haben, machen wir mit diesem entweder kleinen oder großen Schaden. Das hängt davon ab, ob wir die Massen an anstürmenden Gegnern mit schnellen (leichten) Schwerthieben oder langsamen und schweren Attacken bearbeiten. Das ist einfach zu erlernen und geht leicht von der Hand.

Aufgaben auf dem Schlachtfeld

Hyrule Warriors (3)Eine Wirbelklinge, mit denen wir Gegner im Umkreis von einigen Metern bearbeiten können, ist ebenso möglich. Neu ist ein Superangriff, der gewaltigen Schaden macht. Es ist hier jedoch sehr wichtig, diesen Angriff im richtigen Augenblick einzusetzen, da der Angriff mit einer geringfügig längeren Cutscene eingeleitet wird und dieser sich kaum kontrollieren lässt. Wie sich die Superangriffe im fertigen Spiel unterscheiden werden, können wir jetzt noch nicht beurteilen. Wir sind uns jedoch sicher, dass diese Angriffe bei jedem Helden sehr einzigartig ausfallen können. Während wir uns durch die Gegnerhorden schnetzeln, erhalten wir diverse Einblendungen mit Aufgaben, die wir zu erfüllen haben. Beispielsweise sollen wir Zeldas Zofe Impa helfen, einige Angreifer abzuwehren. Hier fällt dann auch direkt auf, dass es nicht nur einfaches Futter für unser Schwert gibt. Einige Gegner sind mit Schilden bewaffnet und lassen sich nicht ganz so einfach besiegen. Hier müssen die Gegner wie in der Hauptreihe mit dem L-Knopf anvisiert werden, weichen den Angriffen aus und stehen dann plötzlich hinter ihnen und lassen den Gegner unseren Zorn spüren. Als nächstes öffnet sich an anderer Stelle plötzlich eine Mine. In dieser Mine befindet sich nur eine Truhe, in denen wir Bomben finden. Anschließend wird die Mine verschüttet, sodass wir uns mit dem Utensil erst befreien können.

Mehrspieler-Potenzial

Hyrule Warriors (4)Auf der Übersichtskarte des Spiels sehen wir jederzeit, welche Standpunkte von den Truppen, die auf unserer Seite kämpfen, gehalten werden. Über Sieg und Niederlage entscheidet aber in der Regel unser Held. Wir müssen also darauf achten, dass wichtige Positionen nicht von den Feinden eingenommen werden. Das kann auch bedeuten, dass wir Prioritäten auf dem großen Schlachtfeld setzen müssen. In der fertigen Version wird das Spiel zudem einen Multiplayer-Modus für zwei Spieler beinhalten. So können Aufgaben locker geteilt werden und da beide Spieler dank des Wii-U-GamePads alles wunderbar im Blick behalten können, geht auch nicht die Übersicht flöten. Es ist nur sehr, sehr bedauerlich, dass Nintendo keinen Online-Modus für das Spiel plant. So kann man eine Konsole, die sich nicht gerade sehr gut verkauft, absolut nicht pushen. Trotzdem ist das nur ein Kritikpunkt neben vielen stupiden Gegnern, die wir in Hundertschaften ins Jenseits befördern. Aus der Masse heraus stechen die Bossgegner, die wir aus früheren Teilen der Serie kennen. In der Probierversion stehen wir König Dodongo aus The Legend of Zelda: Ocarina of Time gegenüber. Kenner wissen natürlich, was zu tun ist – alle anderen möchten wir nicht spoilern. Hyrule Warriors bietet bereits im aktuellen Zustand viel Abwechslung und wir hoffen, dass das Endprodukt ebenso jede Menge Spaß bieten wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Wii-U-Fassung und der Nintendo-Direct-Ausgabe): Zum Glück war ich am Freitagmorgen einer der ersten, der das Spiel auf der Messe noch anspielen konnten. Obwohl ich mehrmals am Stand vorbeigelaufen bin, hat es zeitlich einfach nicht geklappt. Als ich jedoch endlich das GamePad in die Hand genommen habe, ist alles um mich herum vergessen. Das Spielprinzip ist im Grunde sehr stupide – sofern man es sich nicht einmal von der anderen Seite anschaut. Hyrule Warriors bietet an allen Ecken und Enden ein gewisses Potenzial – Taktik ist gefragt und auch der richtige Einsatz von Items ist abermals ein wichtiger Bestandteil des Spiels. Mir hat Hyrule Warriors bereits in den zahlreichen Nintendo-Direct-Ausgaben gefallen und jetzt selbst durch Hyrule zu laufen und Gegner ins virtuelle Jenseits zu befördern, hat mir jede Menge Spaß bereitet. Ich hoffe sehr, dass mich das fertige Spiel mit noch mehr Details überraschen und das Spiel noch mehr Taktik von mir verlangen wird. Schade ist für mich nur, dass es mal wieder keinen Online-Modus gibt. Das gehört im Jahr 2014 einfach zum guten Ton dazu – zumal man die Wii U ja mit Argumenten verkaufen will. Außerdem frage ich mich noch, ob der Titel langfristig abwechslungsreich bleibt und nicht nur herausgekramt wird, wenn ein Freund der Schnetzelorgie beitritt.

Umfrage: Wie hat euch die Gamescom gefallen?

Umfrage - Gamescom 2014 (1)Wenn ihr diese Zeilen lest, dann hat die Gamescom für dieses Jahr bereits wieder ihre Pforten geschlossen. In der Redaktion liegen Tage der Anstrengung hinter uns und wenn ihr ebenfalls vor Ort wart, dann werden dem einen oder anderen sicherlich auch die Füße qualmen oder das Trommelfell benötigt womöglich mal wieder ein paar Tage der Stille. Wie am Ende jeder der vergangenen Messen stellen wir euch auch in diesem Jahr wieder eine Frage. Wir möchten in diesem Jahr von euch wissen, wie euch die diesjährige Messe gefallen hat. Wie war für euch das Angebot der Spiele? Hat euch der Service der Messeleitung gefallen? Wir würden uns wie immer sehr freuen, wenn ihr auch einen Kommentar dalassen würdet, um genaue Eindrücke von euch zu erhalten. In diesem Sinne: Vielen Dank für eure Teilnahme!

Gamescom 2014: Cosplay Village

Gamescom 2014 - Cosplay Village (1)Cosplayer, die in diesen Tagen auf der Gamescom herumstolzieren, sollten sich auch mal das Gamescom Cosplay Village 2014 anschauen. Es werden zum Beispiel Photobooth-Aktionen durchgeführt, wo ihr euch vor einer Kulisse (gestellt von Nintendo, Square Enix und Co.) mit einem Foto verewigen könnt. Außerdem gibt es die Möglichkeit, in der Cosplay-Schmiede eure Kostüme zu reparieren oder reparieren zu lassen. Zudem wird es auch einen Cosplay-Wettbewerb geben, zudem man sich vorab jedoch anmelden musste.

Erics Meinung: Diese Aktion finde ich richtig toll. Es gibt so viele Cosplayer da draußen, die ihre Kostüme mit so viel Liebe gestalten und hier wunderbar zur Schau stellen können. Es ist nur sehr schade, dass man sich für den Wettbewerb vorab qualifizieren muss. Man kann also nicht spontan mit seinem Kostüm die Messe besuchen und daran teilnehmen. Sollte es die Zeit jedoch ermöglichen, werde ich auf jeden Fall einmal vorbeischauen und die Cosplays einmal bewundern!

Gamescom 2014: Konzerte außerhalb der Messe

Macklemore and Ryan Lewis on the Red Bull Tourbus for the Official X Games Munich 2013 Opening Concert on June 26th, 2013Wer von der Gamescom eine Auszeit braucht, kann das Messegelände auch verlassen und in der Kölner Innenstadt nach Events suchen. Die Koelnmesse hat im Zeitraum vom 15. bis zum 17. August 2014, sprich am gesamten Wochenende, kleine Konzerte organisiert, die kostenlos besucht werden können. Unter den Interpreten gehören zum Beispiel Prinz Pi, Maximo Park oder Thees Uhlmann. Fans der Künstler werden sicherlich ihre Freude dabei haben, auch mal vom Lärmpegel der Messe abzuschalten und dafür ihre Musik zu hören.

Erics Meinung: Grundsätzlich ist es nicht verkehrt, auch außerhalb der eigentlichen Messe für Stimmung zu sorgen. Viele Spieler reisen nach Köln an, um etwas zu erleben. Für mich ist das Angebot jedoch weniger interessant. Musik höre ich mir doch lieber in Ruhe an und wenn ich mich auf eine Messe mit dem Schwerpunkt Videospiele bewege, dann möchte ich auch nur das erleben. Da werde ich keine Zeit haben, mir das eine oder andere Konzert anzuschauen. Meiner Meinung nach sollte die Messe lieber in den Service vor Ort investieren, statt solche Angebote außerhalb zu organisieren. Davon hätten alle Besucher wesentlich mehr!

Prime Time: Risen 3 – Titan Lords (Unboxing)

Bereits einen Tag vor Release kam bei uns die Collector’s Edition von Risen 3: Titan Lords bei uns in der Redaktion an – zeitgleich zur letzten Pressevorführung des Spiels auf der Gamescom 2014. Nichtsdestotrotz möchten wir euch das Unboxing-Video zur Collector’s Edition des Spiels nicht auf unserer Website vorenthalten. Fragen zur Box oder zum Spiel dürft ihr natürlich sehr gerne in den Kommentaren stellen!

Gamescom 2014: Vivillon mit Pokéball-Muster

Gamescom 2014 - Vivillon (1)Während am heutigen Tag bereits Shigeki Morimoto auf der Gamescom vertreten war, gibt es für Fans der Pokémon jedoch noch mindestens einen weiteren Grund auf der Messe zu sein – egal an welchem Tag man den Weg nach Köln auf sich nimmt. Wer sich am Nintendo-Stand in Halle 9.1 einfindet, hat die Option einen Code für das Pokémon Vivillon mit Pokéball-Muster zu ergattern und das Pokémon noch vor Ort herunterladen zu können. Der Vorrat ist jedoch begrenzt, weshalb man am besten nicht erst am Sonntagnachmittag auftauchen sollte.

Erics Meinung: Die Idee, zu bestimmten Events Pokémon zur Verfügung zu stellen, ist sicher nicht neu. Bereits in den letzten Jahren gab es immer mal wieder Möglichkeiten, diverse Monster bei bestimmten Einzelhandelsketten herunterzuladen. Wer seinen 3DS mit auf die Gamescom nimmt (und das werden sicherlich nicht wenige Spieler sein) und Pokémon X & Y spielt, sollte sich die Chance jedoch nicht entgehen lassen, das seltene Monster zu schnappen. Den Code werde ich sicherlich zwischendurch abholen können, aber um Vivillon dann auch in meine Spiele zu übertragen, müsste ich erst einmal mit dem 3DS-Abenteuer anfangen.

Prime Time: Gamescom 2014 (Messerundgang)

Am Mittwoch, den 14. August 2014 hat die Gamescom 2014 ihre Pforten geöffnet. Wir haben wie immer unsere Kamera dabei gehabt und zeigen euch in mehreren Videos die Hallen der Gamescom 2014. Den Anfang macht Halle 6, in welcher unter anderem Microsoft, Ubisoft, Electronic Arts und 2K Games um eure Gunst kämpfen.

In Halle 7 wiederum geht es mit Sony Computer Entertainment und Activision Blizzard knallhart weiter. Zudem könnt ihr euch hier den beliebtesten Titel der Messe, The Witcher 3, ansehen.

Halle 8 ist gefüllt mit Titeln wie World of Tanks oder League of Legends. Fans solcher Spieler kommen hier definitiv auf ihre Kosten!

Abschließend findet man in Halle 9 noch einen ganz wichtigen Videospielhersteller: Nintendo. Neben dem japanischen Konzern finden sich dort auch Warner Bros. Interactive, Deep Silver und Square Enix.

Halle 10 konnten wir leider noch nicht unsicher machen, doch reichen wir euch diese Impression nach Möglichkeit so schnell wie möglich nach!

[Video zu Halle 10 folgt]

Gamescom 2014: Autogrammstunde mit Shigeki Morimoto

Gamescom 2014 - Shigeki Morimoto (1)Fans von Pokémon sollten sich den Gamescom-Donnerstag auf keinen Fall entgehen lassen, denn am Stand von Nintendo in Halle 9.1 wartet ein ganz besonderer Stargast auf die Fans der Taschenmonster. Shigeki Morimoto, der leitende Entwickler des Kampfsystems der Rollenspielreihe, gibt sich dort die Ehre, um Autogramme zu geben. Außerdem tritt er gegen sechs Pokémon-X-&-Y-Spieler an, die sich bis zum 8. August 2014 bei Nintendo anmelden konnten. Diese Turniere werden um 12 und um 15 Uhr am Nintendo-Stand ausgetragen. Wer auf die Spiele Pokémon: Alpha Saphir und Pokémon: Omega Rubin wartet, freut sich über eine Videobotschaft von Junichi Masuda.

Erics Meinung: Eine großartige Idee, welche sich Nintendo hier ausgedacht hat. Ich denke, es gibt wohl keinen Pokémon-Trainer da draußen in der Welt, der nicht einmal gegen das Genie hinter dem Kampfsystem antreten möchte. Auf der Gamescom bekommt man endlich einmal die Chance dazu – jedoch nur, wenn man sich vorher angemeldet hat und zudem auch noch ausgelost wurde. Die Kämpfe werden trotzdem sicherlich spannend sein, doch auch wer nicht gegen Morimoto antreten kann, wird sicherlich die Gelegenheit finden, seine Pokémon-Editionen signieren zu lassen. Schade nur, dass ich an diesem Tag durchweg mit Terminen beschäftigt bin und keine Zeit habe, am Nintendo-Stand vorbeizuschauen. Ich wünsche jedem, der die Chance hat, diese wahrzunehmen und einen vergnüglichen Nachmittag bei Nintendo zu erleben.

Gamescom 2014: Hideo Kojima präsentiert

Gamescom 2014 - Hideo Kojima präsentiert (1)Morgen startet offiziell die Gamescom 2014. Der Mittwoch ist traditionell jedoch Vertretern der Presse und Fachbesuchern vorbehalten, sofern man nicht eine der begehrten Wildcards im Vorfeld ergattern konnte und sich so schon einen Tag früher auf die Messe begeben darf, als der Rest des Publikums. Am Mittwoch gibt es jedoch noch ein weiteres Event, auf dass sich Fans von Metal Gear Solid V: The Phantom Pain freuen dürfen. Im Kölner Musical Dome beginnt um 20 Uhr eine Veranstaltung, in der eine ganze Stund lang der Titel vorgestellt wird. Anschließend wird die Möglichkeit geben, sich ein Autogramm von Hideo Kojima abzuholen. Wer auf das Event gehen möchte, sollte frühzeitig anwesend sein. Der Einlass beginnt bereits um 18:30 Uhr. Wer einen der 1600 Plätze ergattern möchte und Cosplayer ist, wird bevorzugt behandelt. Wer keinen Einlass bekommt, darf sich das Event mittels eines Streams anschauen.

Erics Meinung: Metal Gear Solid V: The Phantom Pain ist einer der Titel, für den ich mir endlich eine PlayStation 4 anschaffen würde. Leider habe ich an diesem Abend auf der Messe schon ein paar Termine und einen Tag später wird es mir auch möglich sein, den Titel selbst bei Konami anspielen zu können. Das Video werde ich mir dann nach beziehungsweise vor dem Stress der Gamescom (Artikel schreiben!) aber selbstverständlich nachholen. Wer von weiter her angereist ist und bereits Mittwoch in Köln herumlungert, sollte sich dieses Event jedoch nicht entgehen lassen. Unbedingt Kojima-Werke zum Unterzeichnen mitnehmen!

Gamescom 2014: Pressekonferenzen im Überblick

Gamescom 2014 - Pressekonferenzen im Überblick (1)Es ist wieder Gamescom-Zeit. Eine Woche lang tagen die wichtigsten Videospielhersteller der Welt in der rheinischen Metropole Köln. Um das künftige Line-up der vielen Publisher vorzustellen, nutzen drei große Konzerne die Möglichkeit einer Pressekonferenz und strahlen diese via verschiedenen Streams aus. Den Anfang macht Microsoft, welcher am Dienstag, den 12. August 2014 um 14 Uhr die Neuheiten für die Xbox One präsentieren wird. Am Abend geht es weiter mit Sony Computer Entertainment – um 19 Uhr stellt der japanische Konzern die nächsten Spiele für die PlayStation 4 vor. Am Mittwoch, den 13. August 2014, stellt Electronic Arts die Spiele vor, welche in den nächsten Monaten (und Jahren) für die beiden genannten Konsolen und auch den PC erscheinen.

Erics Meinung: Am Dienstag werde ich in Köln noch nicht vor Ort sein. Ich werde jedoch sehr wahrscheinlich die Gelegenheit nutzen, die Pressekonferenzen zuhause zu verfolgen. Ich rechne jedoch nicht damit, dass hier großartige Ankündigungen gemacht werden. Auf der E3 haben die meisten Firmen ihr Pulver schon verschossen, weshalb es schwer wird, mit großen Neuheiten punkten zu können. Trotzdem sollte vor allem Microsoft die Chance nutzen, die viel kritisierte Konsole endlich zu pushen, um sich gegen die PlayStation 4 durchsetzen zu können. Vernachlässigt wird bei diesen Pressekonferenzen jedoch sicherlich Nintendo. Electronic Arts könnte ruhig Mut beweisen und mindestens ein Spiel für die Wii U vorzustellen.

Prime Time: Samsung Galaxy S4 (Unboxing)

Alle Jahre wieder kommt es vor, dass ein Redakteur sein Smartphone auswechseln muss. Nachdem unser Chefredakteur Eric sich besonders in den letzten Monaten mit seinem Samsung Galaxy S herumquälen musste, hat er sich aufgrund eines sehr guten Angebots entschieden, auf das Samsung Galaxy S4 umzusteigen. Wie seine ersten Eindrücke des Geräts waren, als er es aus der Packung entnommen hat, verraten wir euch in unserem Unboxing-Video. Gute Unterhaltung!

Review: I, Frankenstein

I, Frankenstein (1)Der von Mary Shelley geschriebene Roman Frankenstein wird im Jahr 1818 erstmals anonym veröffentlicht. Zu dem Zeitpunkt lässt sich natürlich noch nicht absehen, welchen Einfluss der Roman auf Kultur und Populärkultur der nachfolgenden Jahrzehnte und Jahrhunderte hat.

I, Frankenstein (2)Besonders im zwanzigsten Jahrhundert gibt es dutzende Filme und Theaterstücke, die auf dem Roman basieren, Auszüge zitieren oder ihn inhaltlich gar erweitern. Der Film I, Frankenstein aus dem Jahr 2014 fällt jedoch in eine gänzlich andere Kerbe. Der fiktive Wissenschaftler, der auch diesem Film seinen Namen gibt, hat nur einen kurzen Auftritt. Der Film stützt sich voll und ganz auf die Kreatur, die allgemeingültig als Frankensteins Monster bezeichnet wird. Der ist auf seinen Erschaffer, Viktor Frankenstein, sehr wütend und möchte ihn am liebsten töten. Stattdessen nimmt er jedoch seiner Frau das Leben und Frankenstein folgt seinem Monster in den höchsten Norden. Frankenstein ist der Kälte jedoch nicht gewachsen und erfriert, doch seinem Monster kann die Kälte nichts anhaben. Als er den Wissenschaftler nach christlichem Glauben begraben will, wird er jedoch von Dämonen angegriffen, die wiederum vom Klan der Gargoyles attackiert werden. Frankensteins Monster gerät zwischen die Fronten eines Krieges, wie er nach seiner Gefangennahme durch die Gargoyles von dessen Königin erfährt. Königin Leonore erkennt jedoch nicht das Monstrum im Mann, sondern den Menschen. Sie gibt ihm den Namen Adam, der sich aus der Waffenkammer der Kathedrale gleich noch eine Waffe aussuchen darf, bevor er direkt wieder in die Freiheit entlassen wird. Hanebüchen!

Unliebsame Schachfigur

I, Frankenstein (3)Das klingt zwar zunächst nach einer gelungenen Einleitung, doch weit gefehlt. Welche Ideen in Kevin Grevioux’ Kopf zum Zeitpunkt der Entstehung des Drehbuchs herumschwirren, können wir nur erahnen. Anstatt dass sich der frisch getaufte Adam den Gargoyles anschließt und seine Kräfte nutzen kann, wird er von diesen verstoßen. Er versteckt sich in Wäldern, an Küsten und im Gebirge fernab jeglicher Zivilisation. Jahrzehnte und Jahrhunderte vergehen, Adam altert nicht und nichts passiert. Nach zweihundert Jahrhunderten der Einsamkeit will Adam jedoch nicht mehr tatenlos zusehen und macht Jagd auf die Dämonen. Wohlgemerkt ohne jeglichen Grund mischt sich Adam ein. Bei der Dämonenjagd wird jedoch ein Mensch getötet, wodurch die Diener Gottes, die Gargoyles, wieder auf Adam aufmerksam werden und ihn erneut verhaften. In der Zwischenzeit bemerkt jedoch der Anführer der Dämonen, dass Frankensteins Monster kein Mythos ist. Naberius arbeitet mit zwei Wissenschaftlern daran, Tote wiederzubeleben. Dieser Plan, der ungeheure Ausmaße annehmen soll, kann jedoch nur aufgehen, wenn er die Aufzeichnungen von Viktor Frankenstein bekommt, die in der bereits erwähnten Kathedrale der Gargoyles aufbewahrt werden. Es entbrennt ein Kampf zwischen Gut und Böse, in dem Adam jedoch nichts weiter als eine unliebsame Schachfigur bleibt.

Gleichgültigkeit zweier Ideale

I, Frankenstein (4)I, Frankenstein versucht zuweilen dramatische Ausmaße anzunehmen. Dies gelingt jedoch nicht immer, da die Handlung nicht über ihre stereotypische Superheldenzeichnung hinaus kommt. So gut zumindest Aaron Eckhart auf seine Rolle (Adam) passt, so erstaunt sind wir, welche Fehlbesetzungen man sich mit Bill Nighy (Naberius) und Miranda Otto (Leonore) geleistet hat. Beide Schauspieler haben schon viele gelungene Auftritte in Filmen hingelegt, doch hier treffen schließlich zwei Ideale aufeinander, die jedoch völlig unbekümmert wirken. Leonore ist der einzige Kontakt der Gargoyles zu ihrem Herrn und Naberius will unbedingt sein Ziel, die Erde für die Dämonen zu erobern, erreichen. Sehen wir nicht! Verstehen wir nicht! Trotzdem hat der Film auch positive Seiten. Beispielsweise wirkt das Bild in 1080p sehr scharf und vor allem die Spezialeffekte beim Tod von Dämonen und Gargoyles sind hervorragend und fantasiereich gestaltet. Während Dämonen sich in Flammen hüllen und zur Hölle zurückkehren, wehen Gargoyles in blauem Schimmer gewandt in den Himmel. Der Ton klingt sowohl in der deutschen als auch in der englischen Sprachfassung hervorragend, doch der Soundtrack hätte etwas energischer sein können. Interviews und drei Motion Comics bilden das recht dünne Bonusmaterial, welches nur bedingt Einblick in die Produktion gibt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): So sehr kann man sich von einem Trailer doch blenden lassen. Diesen fand ich nämlich wirklich gelungen und hat mir Lust auf mehr gemacht. Nach der Einleitung des Films stellt sich jedoch schnell Ernüchterung bei mir ein. Viele Informationen, die man mir über Frankensteins Monster liefern müsste, fehlen einfach. Es existieren keinerlei Angaben, wie sich Adam in den zweihundert Jahren gewandelt hat; seine Motivation ist unglaubwürdig. Weniger unglaubwürdig, aber unverständlich ist die Ausarbeitung der Charaktere Leonore und Naberius. Ich verstehe einfach nicht, wie diese beiden Charaktere zwei gegensätzliche Ideale verkörpern sollen, das aber im Film einfach nicht deutlich wird, weil sie nahezu nihilistisch veranlagt sind. Ein Krieg zwischen Gut und Böse sieht meiner Meinung nach anders aus. Tatsächlich fühlt sich I, Frankenstein für mich wie ein seichter Superheldenfilm an – nur ohne Superhelden als solches. Wer nicht genug vom nie enden wollenden Frankenstein-Epos haben kann, sollte sich I, Frankenstein dennoch (zumindest einmal) anschauen, da die Ansätze im Prinzip wirklich gut sind.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von I, Frankenstein!

Partner: Gamecontrast-Gewinnspiel

Gamecontrast-Gewinnspiel (1)Bei unserer Partnerseite Gamecontrast gibt es derzeit wieder ein Gewinnspiel, auf welches wir euch heute gerne hinweisen wollen. Zu gewinnen gibt es drei Media-Pakete, in denen sich zum Beispiel Spiele und Merchandise verstecken. Wir würden uns freuen, wenn ihr bei unserer Partnerseite vorbeischauen und beim Gewinnspiel bis zum 28. August 2014 teilnehmen möchtet. Was ihr für den Gewinn tun müsst, erfahrt ihr wie immer bei Gamecontrast. Wir drücken euch natürlich ganz fest die Daumen!

Umfrage-Ergebnis: Absoluter Sieger der E3

Nintendo - Absoluter Sieger der E3 (1)Am 15. Juni 2014 haben wir euch in unserer Umfrage gefragt, wer die diesjährige E3 für sich entschieden hat. Aus zeitlichen Gründen waren wir leider nicht in der Lage, das Ergebnis auf unserer Seite bekanntgeben zu können. Das holen wir heute nach und das Ergebnis kann sich im Grund nur für einen Publisher tatsächlich sehen lassen. Alle Umfrageteilnehmer haben für Nintendo gestimmt, weshalb Sony und Microsoft für die meisten unserer Leser auf der Messe somit in keiner Weise existent waren. Während die Dritthersteller während der Pressekonferenzen bei Sony und Microsoft für ordentlichen Trubel sorgen, konzentriert sich Nintendo voll und ganz auf die eigenen Marken – das scheint bei unseren Lesern sehr gut angekommen zu sein. Wir gratulieren Nintendo zum absoluten Sieg!

Prime Time: Mario Premium Playing Cards (Unboxing)

Heute haben wir ein kleines Schmankerl für euch. Im Sternekatalog hat Nintendo zeitweise Mario Premium Playing Cards angeboten. Das Besondere an den Karten: Sie sind nicht aus Papier und nutzen deshalb nicht so schnell ab. In unserem Unboxing-Video stellen wir euch die Karten vor und verraten euch, welche Besonderheiten die Karten aufweisen und was Nintendo bei der nächsten Auflage verbessern könnte. Viel Spaß beim Anschauen!

Review: Police Story – Back for Law

Police Story - Back for Law (1)Das Police-Story-Franchise gehört zu den beliebtesten Filmreihen, in denen Jackie Chan als gewitzter Polizist auftritt. Bereits in New Police Story mimt der Schauspieler jedoch eine eher ernstere Rolle. Einen noch ernsteren Charakter verkörpert er in Police Story – Back for Law.

Police Story - Back for Law (2)Wie New Police Story ist auch Police Story – Back for Law keine inhaltliche Fortführung der Reihe, sondern ein eigenständiger Film. Vom einstmaligen Polizist mit Drang zum Komiker ist in Back for Law nichts mehr übrig geblieben. Stattdessen erfahren wir direkt in der ersten Szene, wie ernst sich die Handlung entwickeln wird. Anscheinend bringt sich Hauptcharakter Detective Zhong Wen direkt zum Auftakt des Films mit einem Pistolenschuss um. Wie es zu diesem Vorfall überhaupt erst kommen kann, erfahren wir in einhundertelf Minuten. Danach setzt die Handlung an einem von insgesamt drei zentralen Schauplätzen ein. Zhong liegt betrunken im Taxi, welches ihn in Peking zu einer bestimmten Bar bringen soll. Benommen steigt er aus dem Wagen und torkelt zur Wu Bar. Dort möchte man ihn erst nicht hinein lassen, doch wenige Augenblicke später erfährt Zhong, dass er wohl doch auf der Gästeliste steht. Welche Gästeliste das sein soll, scheint ihm egal zu sein. In der Wu Bar ist er nämlich nur mit seiner Tochter Miao Miao verabredet, die ihm etwas mitzuteilen hat. Das Verhältnis zwischen Zhong und seiner Tochter ist jedoch seit fünf Jahren, genauer gesagt seit dem Tod von seiner Frau und Miao Miaos Mutter, gespalten. In der Bar trifft er nach sehr langer Zeit wieder auf seine Tochter – sie ist tätowiert, überschminkt, trägt eine Perücke und verhält sich zickig.

Der Mensch als Feindbild

Police Story - Back for Law (3)Zhong ist enttäuscht darüber, wie sich das Leben seiner Tochter entwickelt hat. Dazu kommt, dass sie ihm ihren Freund vorstellen möchte. Wu Jiang, der Besitzer der Bar, ist seit geraumer Zeit mit Miao Miao zusammen. Das enttäuscht Zhong noch mehr, denn zum einen kennt er den neuen Freund seiner Tochter noch nicht und zum anderen kann er ihn vor allem deshalb nicht sonderlich gut einschätzen, da die Bar sich in einem Milieu befindet, dass er kritisiert. Als plötzlich Unruhen in der Bar ausbrechen, geht alles ganz schnell. Zhong bekommt von einem Mitarbeiter Wus einen Schlag auf den Kopf spendiert und fällt danach in Ohnmacht. Als er wieder zu sich kommt, muss er mit ansehen, wie er hilflos an einen Stuhl gefesselt ist und wie die unschuldigen Besucher der Kneipe in einen Käfig gesperrt werden. Wu stellt sich als Strippenzieher vor, der Zhong irgendwie zu kennen scheint. An dieser Stelle arbeitet der Film mit mehreren Rückblenden, die den Täter als bekannte Person entlarven sollen. Das ist jedoch schwieriger als gedacht. Anstatt den Verbrecher als puren Bösewicht darzustellen, wie es in früheren Teilen der Reihe oder anderen Kriminalfilmen gemacht wird, wird Wu in Back for Law jedoch als verwundbarer Mensch mit nachvollziehbaren Motiven personifiziert. Das macht die Handlung ein ganzes Stück undurchschaubarer. Die Transparenz folgt mit der Zeit.

Verletzbarer Held

Police Story - Back for Law (4)Wie sich die Handlung entwickelt, möchten wir an dieser Stelle nicht weiter verraten. Sie ist jedoch sehr intelligent gestrickt und selbst Nebenpersonen tragen einen wichtigen Teil dazu bei. Es ist jedoch nicht nur der Bösewicht, der als verwundbarer Mensch auftritt. Der von Jackie Chan gespielte Zhong ist ebenfalls sehr verwundbar. Für Back for Law hat sich der Schauspieler nämlich die Haare kurz rasiert, obwohl er seit Armour of God: Der rechte Arm der Götter eine (sichtbare) Kopfverletzung hat. So funktioniert Chans Rolle nicht nur als moderner Polizist, sondern auch als ein Mensch mit Hintergrund. Fans des Kampfkünstlers profitieren von diesem Hintergrundwissen doppelt. Sie müssen jedoch Abstriche bei den Kampfszenen machen. Martial-Arts-Einlagen gibt es in Back for Law nämlich kaum. Zwar schlängelt sich Chan durch rohrversetzte Gänge und kämpft in einem Käfig sogar gegen einen Muay-Thai-Boxer, doch wahre Highlights wie in Police Story oder Police Story II gibt es in Back for Law nicht. Nach Armour of God: Chinese Zodiac zieht sich die sechzig-jährige Action-Legende wohl immer mehr zurück, um andere Rollen zu verkörpern. Vor allem da Jackie Chan für seine Komödien bekannt ist, fällt es schwer, ihm diese ernste Rolle gänzlich abzunehmen. Wer dem Film jedoch eine Chance gibt, wird über den Schauspieler staunen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Police Story, Police Story II und New Police Story gehören meiner Meinung nach zu den besten Filmen mit Jackie Chan. Daher waren vorab meine Erwartungen an Police Story – Back for Law sehr, sehr hoch. Wer dem Film ebenfalls eine Chance geben will, sollte sich jedoch direkt darüber im Klaren sein, dass Back for Law ein wesentlich ernsterer Film als die Vorgänger ist. Chan mimt nicht mehr den lustigen Polizisten, der den Ernst der Lage zwar erkennt, aber mit Leichtigkeit durchs Leben geht, sondern spielt diesmal eine sehr ernste Rolle mit einem bitteren Hintergrund. Obwohl es ungewohnt ist, den Darsteller in der Haut solch einer Person zu sehen, nimmt man Chan sehr schnell die Rolle ab. Der ganze Film hat bis auf wenige Szenen eine mulmige Grundstimmung, wodurch auch die Beweggründe von Zhongs Tochter Miao Miao und Wu Jiang hinterfragt werden und man eventuell sogar Verständnis dafür erlangt. Weniger Verständnis habe ich jedoch für das beiliegende Bonusmaterial. Interviews mit den drei Hauptdarstellern und dem Regisseur, die in jeweils circa vier Minuten abgehandelt werden, bieten nur einen marginalen Einblick in die Filmentstehung. Besonders die Szenen, die in den U-Bahntunneln von Peking gedreht worden, hätten eine besondere Erwähnung verdient. Zum besten Jackie-Chan-Film möchte ich Back for Law nicht erheben, aber wer den Film sieht, wird erstaunt sein, wie ein Komiker in eine ersten Rolle schlüpfen kann; ohne dabei unfreiwillig komisch zu sein!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Police Story – Back for Law!

Prime Time: Planet der Affen – Evolution Collection (Unboxing)

Nachdem im Jahr 2001 Tim Burton mit Planet der Affen eine ambitionierte Neuverfilmung des Filmsklassikers Planet der Affen ins Kino brachte, wurde es wieder still rund und um das Franchise. Erst vor kurzem wurde mit Planet der Affen: Prevolution ein weiterer Teil in die Kinos gebracht. Die ersten sieben Filme des Franchises finden derzeit in der Evolution Collection ihren Platz. Wir haben bei einem günstigen Saturn-Angebot zugeschlagen und präsentieren euch heute unser Unboxing-Video zu dieser wunderbaren Collection. Wir wünschen euch gute Unterhaltung!

Review: Prisoners of the Sun

Prisoners of the Sun (1)Hin und wieder kommt es vor, dass ein Film gedreht und sogar die Nachbearbeitung komplett fertiggestellt wird; der Streifen dann aber jahrelang unveröffentlicht bleibt. Der bereits 2006 gedrehte Prisoners of the Sun ist solch ein Film, der erst in diesem Jahr veröffentlicht wurde.

Prisoners of the Sun (2)Die Handlung des Films setzt vor ungefähr fünftausend Jahren ein. Außerirdische haben die Erde erreicht und verhelfen dem ägyptischen Volk zu einer Hochkultur. Göttergeschichten von Osiris und Ra sind Jahrhunderte hinweg überliefert worden, doch eine Legende bleibt die ganzen fünftausend Jahre verschollen. Der Pharao stahl demnach den Himmelsschüssel, um die Außerirdischen in der Pyramide, dem Grab von Prinzessin Amanphur, einzuschließen. In der Grabkammer sind das Heiligste jedoch nicht die Überreste von Prinzessin Amanphur! Da die Außerirdischen die Pyramide mitkonstruiert haben, befindet sich in der Grabkammer noch ein Tor, welches sich jedoch nur dann öffnen wird, wenn fünftausend Jahre vergehen und die Gestirne wieder in derselben Position stehen wie in jener Nacht. Die Legende berichtet davon, dass alle Ungläubigen von Feuer hinweggefegt werden, während die Anhänger von Osiris von der Macht verschont bleiben. Wie es der Zufall so will, stehen die Sterne im Jahr 2006 in der richtigen Position. Der Nachteil daran ist jedoch, dass die Pyramide verschollen ist. Professor Hayden Masterton und sein Team, bestehend aus weiteren Wissenschaftlern, arbeiten gegen die Zeit. Ganze drei Tage haben sie; die Pyramide zu öffnen und das Tor zu finden. Ärgerlich, dass dem Professor jetzt ein Mord angehängt wird und der Himmelsschlüssel verschwindet.

Fallen einer Pyramide

Prisoners of the Sun (3)Schnell werden alle wichtigen Personen in die Handlung eingeführt. Der Professor wird von einem alten Freund, Professor Mendella, begleitet. Da dieser jedoch an einer Herzkrankheit leidet, muss dessen Student Doktor Doug Adler einsteigen. Zudem besteht Masterton darauf, dass eine Tochter Sarah beim Öffnen der Pyramide dabei ist. Weiterhin wird die Truppe von einem Medium und dem Militär begleitet. Zu guter Letzt gibt sich auch noch der Erpresser, der mit dem Stab des Professors den eigentlichen Eigentümer des Himmelsschlüssels getötet hat, zu erkennen, um sich der Expedition anzuschließen. Während die illustre Gruppe in die Pyramide vordringt, machen sie immer mehr Bekanntschaft mit Fallen. Hornissen, die seit Jahrhunderten nur darauf warten, wieder einen Menschen zu stechen, sind nur der Anfang. Weitere Fallen, wie verschlossene Türen, die hinuntersausen, wenn man einen Goldschatz von einem Podest entfernt, hätten verhindert werden können, wenn man sich nur einmal im Leben die ersten zehn Minuten von Jäger des Verlorenen Schatzes angeschaut hätte. Dazu gesellen sich weitere Fangfallen, herunterfallende Deckensteine und lose Bodenplatten. Mit dem Krach in der Pyramide wird außerdem ein Wächter aus seinem tausendjährigen Schlaf geweckt, der sich der Gruppe in den Weg stellt. Die Gefahren nehmen und nehmen nicht ab.

Dreiergespann

Prisoners of the Sun (4)Nachdem wir John Rhys-Davies zuletzt in Planet der Monster gesehen haben, wo er nur eine viel zu kurze Nebenrolle eingenommen hat, freuen wir uns darüber, dass er diesmal wieder in einer der drei Hauptrollen (Masterton) zu sehen ist. Dazu gesellen sich David Charvet, der in die Rolle von Adler schlüpft und Carmen Chaplin, Enkelin von Filmlegende Charlie Chaplin. Letztere sehen wir in Prisoners of the Sun als Sarah Masterton. Während Rhys-Davies und Chaplin durch ihre Schauspielkünste überzeugen, bewegt sich Charvet ein wenig unter dem Niveau. Er sondert sich jedoch stark von den Nebendarstellern ab, die zum Teil doch laienhaft wirken. Laienhaft wirken jedoch vor allem die Computereffekte. Einige machen für das Jahr 2007 zwar einen guten Eindruck, doch größtenteils wirken diese so, als wären sie schon sechs Jahre zuvor möglich gewesen. An der eigentlichen Bildqualität kann man jedoch so gut wie nichts bemängeln. Das Bild in 1080p wirkt meistens sehr scharf und sehr kontrastreich. Die Requisiten wirken zudem oft hochwertig. Nicht sonderlich hochwertig ist jedoch die deutsche Synchronisation. Alle Sprecher verrichten ihre Arbeit zwar gut, doch geht von Emotionen und Ausdruck viel verloren. Möchte man sich Prisoners of the Sun anschauen, sollte man die englische Sprachfassung auswählen, da die Künstle des Walisers hier einfach grandios sind.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die Handlung von Prisoners of the Sun klingt im ersten Moment wie der Film Stargate aus dem Jahr 1994 beziehungsweise dessen Fortsetzung als Fernsehserie in den Folgejahren. Entsprechend vorbelastet bin ich an den Film herangegangen, der mich jedoch schnell eines Besseren belehrte. Zwar scheinen beide Filme diverse Parallelen, wie gleiche Stereotypen, zu haben, doch das war es dann eigentlich auch schon. Prisoners of the Sun entwickelt relativ schnell eine eigene Handlung, die dann nur noch wenig mit Außerirdischen zu tun hat. Es geht mehr um das Abenteuer, einen noch unbekannten Ort zu erforschen und den Gefahren, die mit dem einhergehen, auszuweichen. Das ist durchaus spannend, zumal es zum Ende des Films auch Wendungen und sogar lose Enden gibt, die vielleicht sogar noch auf einen Nachfolger hoffen lassen. Als großer Fan von John Rhys-Davies (ich habe den Schauspieler bereits selbst getroffen), ist es für mich immer wieder ein Genuss, seine walisisch-geprägte Stimme zu hören. Aus keinem anderen Grund empfehle ich auch die englische Originalfassung. Hier gehen nicht wie in der deutschen Synchronisation Emotionen verloren, die wichtig für die Persönlichkeiten der Charaktere sind. Prisoners of the Sun ist ein Abenteuerfilm, den man sich an einem verregneten Nachmittag sehr gut anschauen kann – einen abendfüllenden Blockbuster darf man jedoch nicht erwarten.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Prisoners of the Sun!

Prime Time: Game & Watch – Ball (Unboxing)

1980 veröffentlicht Nintendo mit Game & Watch – Ball den ersten Handheld des Unternehmens. Lange vor dem GameBoy konnten die Game-&-Watch-Handhelds ohne austauschbare Module, sprich mit vorinstallierter Software, die Massen begeistern. Dabei wollte Nintendo grundsätzlich nur Geschäftsleute ansprechen, die unterwegs ein kleines portables Gerät zum Spielen nutzen wollten. Nach all den Jahren hat Nintendo das Gerät nachproduzieren lassen und exklusiv im Sternekatalog für beinharte Fans angeboten. Wir haben natürlich zugeschlagen und präsentieren euch in unserem Video das Gerät mitsamt seinen Feinheiten. Viel Spaß beim Anschauen unseres Videos!

Review: Senran Kagura – Vol. 4

Senran Kagura - Vol. 4 (1)Mit der vierten Volume von Senran Kagura schließt Publisher Kazé Anime die zwölfteilige Reihe um die Shinobi zweier konkurrierender Schulen ab. Zum Finale hin erwartet uns nicht nur jede Menge Action, sondern auch eine sehr wichtige Wendung innerhalb der Story.

Senran Kagura - Vol. 4 (2)Wir erinnern uns die drei Episoden der dritten Volume. Shinobi Hibari hat sich entschieden, die Hanzō-Akademie zu verlassen und ihre Ausbildung bei der strenggeheimen Schlangen-Mädchenschule fortzusetzen. Zumindest hat dies nach außen den Anschein. Stattdessen will sich Hibari ein Bild von der verfeindeten Schule machen; sie sozusagen infiltrieren. Ihr Ziel ist es nämlich, im Alleingang die Schriftrolle der supergeheimen Ninja-Kunst zurückzuholen, die zuvor aus der Hanzō-Akademie von den Schülerinnen der Schlangen-Mädchenschule gestohlen wurde. Als sie einige Tage dort ist und langsam in den Schuleintag eingeführt wird, staunt sie nicht schlecht, wie unterschiedlich das Training in beiden Schulen verläuft. In der Hanzō-Akademie geht es vor allem darum, sich immer weiter zu verbessern und dabei vor allem seine Mitmenschen zu respektieren und zu lieben. In der Schlangen-Mädchenschule wiederum steht zwar auch das Ziel, sich immer weiter zu verbessern, an oberster Stelle, doch sind die Trainingsmethoden sehr viel unmenschlicher. Im Training wird sozusagen mit scharfer Munition geschossen. Entdeckt man eine Kommilitonin mit dem Bambusrohr im Fluss, darf man ohne zu zögern Shuriken auf diese abfeuern. Außerdem ist das Training sehr viel intensiver. Unter der Erde versteckt man sich hier über einen Tag, bevor man Luft holt.

Die Erkenntnis des Bösen

Senran Kagura - Vol. 4 (3)In der Zwischenzeit wird das Fehlen von Hibari in der Hanzō-Akademie natürlich bemerkt. Ihr Lehrer Kiriya ist überzeugt davon, dass Hibari den auf eigene Faust ausgeführten Einsatz nicht ohne Hilfe abschließen kann. Schnell trommelt er seine anderen vier Schülerinnen und Asukas Großvater zusammen, um die Lage zu besprechen. Sie treffen den Entschluss, dass sie der armen Hibari helfen müssen und schreiten zur Tat. Die Schlangen-Mädchenschule ist zum Glück nämlich nicht mehr geheim, da Kiriyas ehemalige Schülerin Rin ihm den Standort der Schule mitgeteilt hat. Schnell werden die Fluggeräte beschafft und die Reise zur Schlangen-Mädchenschule beginnt. Asuka, Ikaruga, Katsuragi und Yagyū sind sich im Klaren darüber, dass sie auf Widerstand treffen werden. Das liegt vor allem daran, dass Rin ihrem Meister Dōgen gesteht, dass sie den Standort verraten hat. Dieser ist empört darüber, doch auch dieser Fauxpas kommt ihm nur gelegen. Neben der gestohlenen Schriftrolle gibt es nämlich noch eine weitere, die nun beide in seinen Händen sind. Sie symbolisieren Yin und Yang. Jedoch sind die beiden Schriftrollen nutzlos, wenn nicht beide Auserwählte als Gefäße zur Verfügung stehen, damit diese Dōgen als Katalysator zur Machtaufnahme nützlich sind. Dabei müssen sowohl die guten, als auch die durchtriebenen Shinobi eine sehr wichtige Entscheidung treffen.

Fanservice bis zum Schluss

Senran Kagura - Vol. 4 (4)Die Handlung von Senran Kagura bleibt bis zur letzten Minute spannend. Das liegt vor allem daran, dass man bei den letzten drei Episoden durchweg aufs Outro in der klassischen Form verzichtet und die Minute jeweils nutzt, die Dramatik zu verarbeiten und auf die nächste Episode vorzubereiten. Action gibt es in den letzten Episoden derweil zu genüge, da sich die Shinobi in der zunächst letzten Konfrontation gegenüberstehen. Da wird mit harten Bandagen gekämpft und viele Wunden müssen die Shinobi dadurch erleiden. Das freut Fans deshalb so sehr, da hier die Kleidung der Shinobi zerrissen und dann in Unterwäsche weitergekämpft wird. In der Auflösung von 1080p sehen aber nicht nur die weiblichen Geschlechtsmerkmale im Anime-Format sehr scharf aus, sondern auch sämtliche Umgebungen und Charaktere. Auch die Animationen lassen sich sehen. Die deutsche Synchronisation geht – wie schon bei den Vorgängern – zwar in Ordnung, doch möchten wir euch einmal mehr den japanischen Originalton ans Herz legen. Aufgrund des durchgedrehten Settings und der illustren Charaktere kommt der Humor genau in dieser Sprachfassung nämlich am besten zur Geltung. Abgerundet wird die vierte Volume abermals von zwei anregenden Postkarten. Das Beste ist jedoch, dass der beiliegende Schuber von der ersten Volume nun mit vier Ausgaben gefüllt ist.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nachdem sich bei den letzten Episoden trotz der spannenden Handlung ein wenig Ernüchterung eingestellt hat, kann der Anime mit den letzten drei von insgesamt zwölf Episoden nochmals mit seinen Stärken punkten. Witze auf Kosten der holden Weiblichkeit, jede Menge Action (um weibliche Geschlechtsmerkmale zu betonen) und eine dramatische Handlung, die bis zum Schluss unterhält. Ich erinnere mich gerne an die letzten Monate zurück, wo ich die Serie in Etappen angeschaut habe. Wer sich für Ecchi-Anime interessiert, kommt bei Senran Kagura auf jeden Fall auf seine Kosten. Man darf jedoch nicht zu viel erwarten. Die Serie ist ab zwölf Jahren freigegeben, weshalb alles auf einem humanen Niveau bleibt und dem Anime somit noch ein ganzes Stück Ernsthaftigkeit verleiht. Es geht eben um die kleinen Dinge, die diesen Anime ansehnlich machen. Schade, dass das Ende jedoch halbwegs offen und eine Anime-Fortsetzung noch nicht in Sicht ist. Da jedoch weiterhin fleißig Spiele im Franchise produziert werden, wird man Senran Kagura so schnell jedoch nicht vergessen können – wenn man denn gewillt ist, sich darauf einzulassen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Senran Kagura – Vol. 4!

Prime Time: Acer Iconia Tab A210 & A510 (Hardware-Vergleich)

Nachdem wir euch bereits das Acer Iconia Tab A210 und das Acer Iconia Tab A510 in zwei separaten Unboxing-Videos vorgestellt haben, möchten wir euch in einem abschließenden Video einen Vergleich zwischen dem Vorgänger- und dem Nachfolgermodell schließen. Dabei gehen wir sowohl auf die technischen Spezifikationen laut Packungsangabe, als auch auf die optischen und haptischen Unterschiede beider Tablet PCs ein.

Review: Pokémon Trading Card Game

Pokémon Trading Card Game (1)Als japanische Videospieler 1998 in den Genuss des digitalen Pokémon Trading Card Games kommen, wissen nur wenige informierte Fans, welcher Boom erst ein Jahr später in Europa losgetreten wird. Die Pokémon beginnen in Europa ihren Siegeszug nämlich erst im Jahr 1999.

Pokémon Trading Card Game (2)Bis nach den ersten beiden Pokémon-Editionen das Sammelkartenspiel in Videospielform in Europa Einzug hält, vergehen zum Glück nicht erneut drei weitere Jahre. Schon im Dezember 2000 kann man den Titel Dank der anhaltenden Faszination der Pokémon in hiesigen Läden für den GameBoy Color erstehen. Der ebenfalls für Nintendos GameBoy Color entwickelte Nachfolger Pokémon Card GB2: Great Rocket-dan Sanjō! erblickt 2001 dann nur noch das Licht der Welt in der japanischen Heimat. Hierzulande wartet man darauf vergeblich und man muss sich die Zeit entweder mit der goldenen und der silbernen Edition der Rollenspielreihe vertreiben oder in das richtige Sammelkartenspiel einsteigen. Trotz prädestinierter Technik der nachfolgenden Handhelds DS und 3DS gibt es bis heute leider keinen weiteren Vertreter des Franchises auf einer Videospielkonsole. Wer den Titel im Jahr 2000 leider verpasst hat, bekommt jetzt jedoch für einen sehr günstigen Preis in den Genuss der Download-Variante für den 3DS. Nach wie vor übernehmen wir die Rolle eines Jungen, der eines Tages die vier legendären Pokémon-Karten erben will. Um diese Pokémon-Karten zu erhalten, muss er am Ende seiner Reise die vier Meister besiegen. Bis dahin ist es jedoch ein steiler Weg, denn um überhaupt zu den vier Meistern vorgelassen zu werden, muss er acht Club-Meister bezwingen.

Aller Anfang ist… leicht!

Pokémon Trading Card Game (3)Am Anfang des Abenteuers finden wir uns im Labor von Doktor Mason wieder. Der Forscher beschäftigt sich mit dem Pokémon-Sammelkartenspiel und führt uns mit seinem Assistent Jan prompt in die Grundlagen des Spiels ein. Wer das echte Sammelkartenspiel bereits kennt, darf die Einführung zwar müde belächeln, doch Nichtkenner der Vorlage freuen sich über eine gut verständliche Präsentation. Am Anfang eines jeden Duells ziehen wir sieben Karten von dem aus sechzig Karten bestehenden Kartenstapels. Anschließend wählen wir ein Basis-Pokémon aus, welches den Kampf zuerst bestreiten darf. Weitere Basis-Pokémon platzieren wir auf der Bank, wo sie auf ihren Einsatz warten. Danach werden noch Pokémon-Karten als Preise auf dem Feld platziert und eine Münze geworfen, wer den Kampf beginnt. Danach gilt es unser Pokémon so schnell wie möglich einsatzbereit zu machen. Dies funktioniert nur, indem wir Energie-Karten auf dem aktiven Basis-Pokémon platzieren. Jedes Pokémon verfügt nämlich wie in der Rollenspielserie über bestimmte Attacken. Diese können jedoch nur vom Pokémon durchgeführt werden, wenn dieses über ausreichend Energie-Karten verfügt. Mit den nächsten Angriffen ziehen wir dem gegnerischen Taschenmonster in Kartenform Kraftpunkte ab. Das funktioniert im Sammelkartenspiel so, dass wir Schadensmarken auf der Karte platzieren.

Taktik des Rollenspielvorbilds

Pokémon Trading Card Game (4)Dabei müssen wir auch darauf achten, dass wir Stärken und Schwächen unserer Karten auf die des Gegner anpassen. Ein Wasserangriff mit einem Turtok schädigt ein Feuer-Pokémon wie Arkani natürlich umso mehr. Andersherum fügt ein Kampf-Pokémon einem fliegenden Tauboga aufgrund dessen Resistenz nur wenig Schaden zu. Auch Items haben es in das Spiel in Form von Trainer-Karten geschafft. Man sollte also nicht davor zurückschrecken, Tränke einzusetzen, wenn ein Pokémon geschwächt ist. Pokémon Trading Card Game bietet also eine Spieltiefe, wie wir sie aus der Rollenspielreihe bereits kennen. Dadurch, dass sich bis auf die Münzwürfe, die eine kräftige Portion Glück ins Spiel bringen, nahezu alles berechnen lässt, wirkt der Titel sogar etwas taktischer als die Hauptreihe. Nach jedem Kampf ernten wir hier jedoch keine Erfahrungspunkte, sondern erhalten eine oder mehrere Booster-Packungen, die neue Karten beinhalten. Diese stecken wir dann wiederum in unser Deck oder basteln uns mit den neuen Karten von Grund auf ein neues Kartendeck. Sind wir dazu zu faul, können wir uns in Doktor Masons Labor sogar vorgefertigte Zusammenstellungen zu einem Deck formen lassen – sofern wir denn alle nötigen Karten besitzen. Wer wie in der Hauptreihe von Beginn an mit einem nahezu unveränderten Team durchstarten will, wird bald Niederlagen einstecken.

Komplexes Regelwerk trotz begrenzter Technik

Pokémon Trading Card Game (5)Läuft man beispielsweise mit seinem Schiggy-und-Freunde-Deck nicht in den Feuerclub, ist man im Elektro-Club schnell aufgeschmissen. Das heißt jedoch nicht, dass wir wie in der Mega-Man-Reihe eine nahezu perfekte Route durch die Herausforderungen finden müssen – im Gegenteil: Mit jedem gewonnenen Kampf erhalten wir neue Karten, aus denen sich schon bald eigene Decks erstellen lassen. Die Welt von Pokémon Trading Card Game ist nämlich von Beginn an offen und über eine Oberwelt, die in diesem Titel gleich auf einem einzelnen Bildschirm Platz hat, wählen wir die acht verschiedenen Clubs, Doktor Masons Labor oder das Haus von Herrn Ishihara aus. Hier erkennt man auch, dass nicht das Entwicklerstudio Game Freak, welches die Rollenspiele der Serie erstellt, am Werke war, sondern Hudson Soft. Technisch ist das Spiel in einigen Punkten den Rollenspielen unterlegen, was man besonders in der teils mauen Menüführung und den Bewegungsanimationen merkt. Der Soundtrack ist zwar passend, könnte aber wesentlich stimmiger oder spannender sein. Trotzdem muss man die Entwickler loben, denn wie diese 1998 das komplexe Regelwerk auf die sehr begrenzte technische Grundlage von GameBoy und GameBoy Color zaubern, ist atemberaubend. Wir hoffen sehr, dass nach dreizehn langen Jahren bald wieder eine Fortsetzung erscheinen wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der GameBoy-Color- und der Virtual-Console-Version): Schon nach wenigen Spielminuten habe ich mich in der Spielwelt wieder richtig heimisch gefühlt. Ich weiß noch sehr, sehr gut, wie ich vor unzähligen Jahren die Meister der Clubs herausgefordert habe und ich weiß noch viel besser, wie viele Rückschläge ich als junger Videospieler einstecken musste. Diesmal gehe ich an das Spiel jedoch mit der einen oder auch anderen Sichtweise heran, erstelle meine Decks wesentlich besser und berechne Angriffe im Voraus. Kaum schaue ich auf die Uhr, bemerke ich auch schon, wie schnell die Zeit vergeht. Pokémon Trading Card Game ist sicherlich kein Spiel, welches man mal eben zwischendurch einlegen oder starten kann. Genau dieses Spielprinzip ist es auch, was Sammelkartenspiele in der Realität ausmachen – nur ist das digitale Pokémon Trading Card Game die wesentlich günstigere Variante! Wer nur mit den Pokémon der roten und blauen Edition spielen will, ein wenig Nostalgie empfinden oder sein Interesse ausweiten will, erhält mit diesem Titel einen sehr guten Einstieg ins Franchise. Obwohl ein digitales Spiel eigentlich keine Gerüche über ein Gerät verteilen kann, habe ich mehr als nur einmal den Farbgeruch von frischen Karten aus den ebenfalls digitalen Booster-Packungen gerochen. Unglaublich, aber wahr!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Pokémon Trading Card Game!

Review: Chibi-Robo! Let’s Go, Photo!

Chibi-Robo! Let's Go, Photo! (1)Am 3. Juli 2013 erscheint Jissha de Chibi-Robo! in Japan. Exakt ein Jahr dauert es, bis das Spiel aus dem Hause Nintendo zwischenzeitlich in Nordamerika als Chibi-Robo! Photo Finder und hierzulande unter dem Titel Chibi-Robo! Let’s Go, Photo! erscheint.

Chibi-Robo! Let's Go, Photo! (2)Chibi-Robo! dürfte wohl nur den allerwenigsten von euch noch ein Begriff sein. Schließlich erschien bisher nur ein einziger Teil des Franchises in Europa. 2005 legt das Entwicklerstudio Skip den Grundstein dazu, doch hierzulande ist es erst im Mai 2006 soweit. Somit ist der Titel eines der letzten Spiele, die für den Gamecube noch erscheinen. Das Spielprinzip scheint für den westlichen Markt zunehmend uninteressant zu sein. Zwei Nachfolger für den Nintendo DS folgen zwar, doch während Chibi-Robo!: Park Patrol gerade noch so den Sprung auf den amerikanischen Kontinent und nach Australien schafft, bleibt Okaeri! Chibi-Robo! Happy Richie Ōsōji! ein Exklusivtitel für Japan. Selbst die New-Play-Control-Reihe für die Wii kommt im Westen ohne den kleinen Roboter aus. 2014 wagt man den Schritt und bringt den Download-Titel Chibi-Robo! Let’s Go Photo! auch ins westliche eShop-Angebot. Der Titel für Nintendos 3DS nutzt die Funktionen des Handhelds dabei auch gut aus, doch der Reihe nach: Chibi-Robo ist nicht in Vergessenheit geraten. In der nahen Zukunft treten wir aus der Versenkung wieder zurück ins Tageslicht. Bekanntschaft machen wir mit dem Direktor eines Museums, der uns prompt einstellt und uns mit den ersten Aufgaben betraut. Wir sollen ihm dabei helfen, die Ausstellungsflächen des noch leeren Museums mit Objekten zu füllen.

Auf der Suche nach dem besten Schnappschuss

Chibi-Robo! Let's Go, Photo! (3)An einem großen Laptop erfahren wir von einem sprechenden Smartphone beziehungsweise eines Personal Digital Assistant, wie dieser zu verwenden ist und wie unsere ersten Schritte im Museum aussehen werden. Am Laptop erstellen wir uns für eine bestimmte Anzahl an Happy-Punkten bestimmte Vorlagen; dann müssen wir uns in der realen Umgebung sehr gut umschauen beziehungsweise mit der 3DS-Kamera interagieren. Auf den Silhouettenkarten sind nämlich – wie könnte es auch anders sein – Silhouetten abgebildet. Sieht die Silhouette also so aus wie eine Dose, dann sollten wir eine Dose suchen und sie fotografieren. Können wir in der Silhouette ein Buch ausmachen, sollten wir ein Buch suchen. Grundsätzlich sind diese Aufgaben eine spaßige Angelegenheit, da wir so auch Objekte suchen, die eigentlich gar nichts mit der Silhouette zu tun haben, aber recht gut auf diese zutreffen. Anstatt eines Buchs haben wir uns beispielsweise eine Blu-ray-Schachtel gesucht und dabei einhundertprozentige Übereinstimmung erreicht. Nachdem wir das Foto gemacht haben, müssen wir mit Chibi-Robo in die Vergangenheit reisen und das Objekt aus dem Foto ausreißen. Der Titel macht jedoch keinen Hehl daraus, mit lustigen Ideen zu spielen. Die genannte Dose spricht mit uns und wir können sie nur zum Schweigen bringen, wenn wir sie ins Schwindeln bringen.

Durchgeknalltes Gameplay

Chibi-Robo! Let's Go, Photo! (4)Sobald wir das Objekt aus der Vergangenheit in die Gegenwart (oder Zukunft) bringen, ist es nur noch ein Katzensprung zum Abgeben des Objekts, um die Ausstellungsfläche zu füllen. Wollen wir neue Silhouettenkarten erstellen, brauchen wir die bereits genannten Happy-Punkte. Die gibt es für Jobs, die wir für andere Roboter und Co. erfüllen dürfen. Dabei kann es sich um das Abmessen einer bestimmten Länge oder einer einfachen Shooter-Einlage handeln. Dennoch gibt es Aufträge wie das Suchen eines Schweinemagens unter mehreren Fleischartikeln, die man nur dann erfüllen kann, wenn man denn auch tatsächlich weiß, wie der Schweinemagen aussieht. Die Prozedur wiederholt sich zwar ständig, doch trotzdem sollten wir aufpassen, dass Chibi-Robo nicht die Energie ausgeht. Hat Chibi-Robo nämlich kaum mehr Watt gespeichert, sollten wir schleunigst die nächste Steckdose aufsuchen, wo wir den Titel derweil auch direkt abspeichern können. Apropos Steckdose: Bei der Erkennung von Gegenständen ist das Spiel leider nicht immer perfekt. Manchmal können einfach andere Objekte genommen werden und gelegentlich erkennt das Spiel Motive nicht, wenn sich die nicht explizit vom Hintergrund abweichen. Das langwierige Gameplay wird so durchaus zu einer Geduldsprobe, den sich vor allem die langjährigen Chibi-Robo-Fans stellen dürfen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Trotz weitverbreiteter günstiger Angebote habe ich Chibi-Robo! damals nicht in meine Sammlung aufgenommen. Ein wenig ärgere ich mich darüber, da das Spielkonzept aus dem Jahr 2005 sehr interessant ist. Weniger interessant finde ich das Konzept jedoch im Jahr 2014. Das Suchen nach den richtigen Motiven macht zwar durchaus Spaß, doch wenn man in seiner Wohnung nur ein mögliches Motiv für etwas steckdosenförmiges findet und sich dieses aufgrund der hellen Tapete nicht stark genug absetzt und dadurch das Motiv nicht erkannt wird, ärgert mich das sehr. Man kommt zum Teil also nicht umher, den 3DS mit zu Freunden zu nehmen und dort den einen oder anderen Schnappschuss zu knipsen. Zudem bietet es sich an, den Titel bei Tageslicht zu spielen, da die 3DS-Kamera sehr, sehr oft gebraucht wird. Im Kern macht Chibi-Robo! Let’s Go, Photo! zwar eine Menge Spaß, da die verrückten Ideen bei mir punkten, doch auf Dauer werde ich sicherlich nicht so viel Spaß mit dem Titel haben. Hin und wieder ein Spielstart werde ich zwar wagen, aber auf Dauer ist das Gameplay mir dann doch etwas zu dröge. Ist man jedoch Fan des kleinen Roboters und möchte endlich mal einen lokalisierten Nachfolger spielen, kommt man um den Download des Titels nicht herum!

Vielen Dank an Nintendo für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Chibi-Robo! Let’s Go, Photo!

Review: Meister aller Klassen III

Meister aller Klassen III (1)Die Achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts sind schon sehr kurios. Martial-Arts-Filme sind hierzulande meistens nur in sehr geschnittener Form erhältlich und Titel, die inhaltlich nichts miteinander zu tun haben, werden zu einer eigenen Filmreihe erkoren, wie es hier der Fall ist.

Meister aller Klassen III (2)Eine richtige Trilogie wird mit Meister aller Klassen III dementsprechend nicht vollendet. Die Filme tragen im Original ohnehin andere Titel. Während der zweite Serienteil deshalb schon vor dem ersten Teil gedreht werden kann, ist es nicht verwunderlich, dass der dritte Teil somit beim Kinostart der zweiten Filmepisode schon lange im Kasten ist. Die Einordnung des Films, der im Original New Fist of Fury heißt, ist jedoch nicht nur deshalb abenteuerlich. Regisseur Wei Lo dreht 1972 zusammen mit Bruce Lee Todesgrüße aus Shanghai. 1973 stirbt der bis dahin wohl bekannteste Kampfkünstler an bis heute nicht gänzlich geklärten Umständen. Zu diesem Zeitpunkt kennt Lo Jackie Chan bereits, da dieser in Todesgrüße aus Shanghai als Stuntdouble tätig ist. 1976 dreht Lo in Anlehnung an diesen Film, der auf den Namen Fist of Fury hört, New Fist of Fury beziehungsweise Meister aller Klassen III. Chan erhält in diesem Film seine erste große Rolle. Eine wichtige Rolle spielt auch der historische Kontext für den Film. 1895 muss China in Folge des Ersten Chinesisch-Japanischen Kriegs die Insel Taiwan an Japan abtreten. Taiwan wird zu einer Kolonie Japans, wodurch das Kaiserreich im Zeitalter des Imperialismus an Prestige gewinnt. Der Film thematisiert die Gegensätze zwischen Japanern und Taiwanesen über eine kurze Zeitspanne, gefühlt mehrere Wochen, hinweg.

Von Shanghai nach Taiwan

Meister aller Klassen III (3)Nach der Schlacht um Shanghai im Jahr 1937 fliehen Rebellen aus der Stadt. Ihr Ziel ist die Insel Taiwan, denn eine der Rebellen möchte dort ihren letzten Verwandten, ihren Großvater, aufsuchen. In Shanghai hat ihre Familie eine Kampfschule besessen, doch durch die Angriffe der Japaner kamen diese ums Leben. Sie schwört Rache, doch anstatt von ihrem Großvater in Schutz genommen zu werden, möchte dieser sie lieber fort schicken, da ihr Leben auf Taiwan wohl ebenso gefährdet ist. Sie bleibt jedoch standhaft und verweilt auf Taiwan. Ein anderer der Rebellen verliert bei der Ankunft im Hafen jedoch sein Nunchaku beziehungsweise wird es ihm dort von einem Dieb gestohlen. Dies ist die erste Szene im Film, in dem sich die zwei elementaren Handlungsstränge überschneiden. Der Dieb ist niemand geringeres als Ah Lung, der im Ort bereits bestens bekannt ist, Ärger zu machen. Grund dafür ist jedoch die japanische Besatzung, die ihm und seinem Onkel den Handel untersagt. Lung gerät zudem ständig mit den Japanern zusammen und zieht ebenso ständig den Kürzeren. Als er sich eines Tages mit einer Kampfschule anlegt, wird er bewusstlos geschlagen. Von besagter Enkelin wird Lung in einem Graben gefunden und gesund gepflegt. Als ihr Großvater dann auch noch durch einen Japaner den Tod ereilt, schließt sich Lung ihrer Sache an und lernt in ihrer Schule Kung Fu.

Kritikpunkte

Meister aller Klassen III (4)Die Gegensätze zwischen der taiwanesischen und japanischen Kultur werden dabei vor allem durch die Dialoge deutlich gemacht. Es ist klar, dass der Film 31 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs Kritik an der japanischen Nation übt. Wenn ein Taiwanese davon spricht, dass er alle Japaner wie Hunde abschlachten will, sollte man sich jedoch fragen, ob es die einzige Aufgabe des Films sein soll, Kritik auszuüben. Kritik wird jedoch auch in weitaus humanerer Form geäußert. Der Film liegt zudem in drei Fassungen auf der Blu-ray Disc vor. Die ungeschnittene Fassung hat 121, die deutsche Kinofassung noch 93 und die internationale Version kommt mit 83 Minuten aus. Geschnitten wird nicht nur an Kampfszenen. Ebenso sind die Dialoge von der Schere betroffen, weshalb interessante Fakten in den kürzeren Fassungen verloren gehen. Es empfiehlt sich definitiv die Langfassung zu sehen. Die unsynchronisierten Stellen sind dabei mit deutschten Texten untertitelt. Leider liegen nur die kürzeren Fassungen in 5.1 DTS-HD vor; die Langfassung kommt mit 2.0 (Mono) DTS-HD aus. Die Qualität der Tonspur und auch die Qualität des Bildes lassen stellenweise leider sehr zu wünschen übrig. Die Tonspuren beinhalten teilweise dumpfes Klopfen und Walzgeräusche im Hintergrund. In puncto Bild gibt es regelmäßig verschiedene Verunreinigungen. Bonusmaterial liegt nicht vor.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die Geschichte Chinas und Japans ist für mich immer sehr interessant. Diese Charakterisierung in Filmen zu bestaunen, ist immer ein Genuss. Meister aller Klassen III, egal ob der Titel für diesen Film nun Sinn ergibt oder nicht, ist – im Hinblick auf das Entstehungsjahr – sicherlich ein netter Versuch, die Vergangenheit in unterhaltsamer Weise aufzuarbeiten. Die Martial-Arts-Einlagen mögen zwar nicht die besten seien, doch da Chan hier noch am Anfang seiner Karriere steht, habe ich damit kein Problem. Viel interessanter sind ohnehin auch die Dialoge, welche die beiden Kulturen vorstellen. Schade finde ich jedoch, dass die Geschichte recht einseitig wirkt, da das Geschehen in vielen Fällen nur (negativ) aus Sichtweise der taiwanesischen Bevölkerung erzählt wird. Unpassend ist in meinen Augen jedoch, dass man den Film vor einem ernsten Hintergrund zeigt, ihn aber zudem auch noch einmal nutzt, um an Bruce Lee zu erinnern. In zwei Szenen wird nämlich einfach kurz ein Bild von Lee eingespielt. Das ist zwar eine Verbeugung vor seiner Leistung, aber einfach unpassend. Trotzdem sollte man sich Meister aller Klassen III anschauen, wenn man Chan in seiner ersten großen Rolle unbedingt einmal in Aktion sehen möchte.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Meister aller Klassen III!