Prime Time: One Piece (TV-Box 9 + Film 8) Unboxing

Bereits vor einer ganzen Weile haben wir euch sowohl die neunte Serienbox von One Piece, als auch den achten Film des Franchises in Form von Reviews vorgestellt. Klassisch möchten wir das mit einem Unboxing-Video abschließen, bevor wir euch schon in Kürze die nächste Serienbox in einem weiteren Review vorstellen. Viel Spaß beim Anschauen!

Partner: NMag # 60 erschienen – Flauschig und wollig

NMag #60 Flauschig und wollig (1)Der Sommer beginnt für die NMag-Redaktion mit einem lang ersehnten Jump ‘n’ Run. Yoshi’s Woolly World ist endlich in Europa erschienen und verzaubert die Redaktion mit seinem flauschigen und wolligen Grafikstil. Im großen dreiseitigen Test durchleuchtet die Redaktion die vielen kleinen Details des Spiels. Damit auch bei unentschlossenen Fans Interesse am Spiel geweckt werden kann, verlost das Magazin in Zusammenarbeit mit Nintendo das Spiel mit einem Plüsch-Yoshi-Amiibo. Außerdem beschießt sich die NMag-Redaktion in Splatoon mit Farbe und hilft Abraham Lincoln in Code Name: S.T.E.A.M. bei der Rettung der Erde. In Puzzle & Dragons Z + Puzzle & Dragons: Super Mario Bros. Edition löst sie Puzzles und erkundet Dungeons, in Kirby und der Regenbogen-Pinsel hilft sie Kirby die Farben ins Dream Land zurückzubringen und in Art Academy: Atelier zaubert sie künstlerische Meisterwerke auf die Leinwand beziehungsweise aufs Wii U GamePad.

Da Farbe in vielen Spielen ein wichtiges Thema ist, beschäftigt sich die NMag-Redaktion des Weiteren mit Farbe in Videospielen. Außerdem wurde ihr Geschichtstrieb geweckt, sodass auch die Geschichte in Videospielen nicht zu kurz kommt. Abschließend blickt die Redaktion noch auf zwanzig Jahre E3 zurück und besinnt sich an die ganz besonderen Momente der Messe. Schlussendlich stellt sie sich auch die Frage, wie die diesjährige Messe ausgefallen ist. Und jetzt schnell unter http://n-mag.org die nagelneue Ausgabe kostenlos herunterladen. Viel Spaß beim Lesen!

Review: The Guest

The Guest (1)Normalerweise öffnet man nicht jedem Fremden seine Tür und lässt dabei vor allem nicht jeden Unbekannten in sein Haus. Laura Petersen hingegen sperrt in ihrer Verzweiflung die Haustür auf, denn der junge Mann scheint ihren verstorbenen Sohn Caleb gekannt zu haben.

The Guest (2)Caleb Petersen ist im Nahen Osten während eines Einsatzes gefallen. Während Lauras Mann Spencer und die Kinder Anna und Luke mit dem Verlust langsam zurechtkommen, kann sie sich nicht aus ihrer Trauer befreien und verfällt in Depressionen. Gerade als sie einen neuen Tiefpunkt erreicht hat, klingelt David Collins an ihrer Haustür. Sie öffnet ihm bereitwillig die Tür, als er erzählt, dass er zusammen mit Caleb in der Armee gedient habe. Sie freut sich über sein Kommen, denn nur so gelingt es ihr, ihre Erinnerungen an ihren Sohn zu verarbeiten. Er besucht die Familie direkt nach seiner Entlassung, weil er ihrem Sohn versprochen habe, nach dessen Familie zu sehen und ihr zu sagen, dass er sie liebt. Obwohl Spencer dem ehemaligen Soldaten Misstrauen entgegenbringt, akzeptiert er ihn schon bald – fast schon wie sein eigen Fleisch und Blut. Luke, der keine Freunde in seinem näheren Umfeld hat, freut sich über Davids Auftreten. David wird von der Familie aufgenommen und fast schon als Ersatz für ihren Verlust gesehen. Anna lässt sich hingegen nicht so leicht beeindrucken und bleibt eher auf Distanz. Eines Tages belauscht sie ihn bei einem Telefonat, welches ihr Misstrauen weckt. Sie telefoniert mit der Armee, um herauszufinden, wer David tatsächlich ist. Angeblich sei David bei einem Unfall ums Leben gekommen, doch entfesselt sie mit dem Anruf seinen Zorn.

Psychopathen haben schwarzen Humor

The Guest (3)Während sich die ersten dreißig Minuten noch wie ein normales Familiendrama anfühlen, ist es mit dem Hausfrieden nach Annas Anruf schon bald vorbei. Wie genau die Fassade in The Guest bröckelt, möchten wir an dieser Stelle nicht verraten. Die auftretende Wendung ist zwar nicht überraschend, doch bleibt die Story dadurch durchweg sehr spannend und entwickelt sich vom Familiendrama zum packenden Thriller. In der ersten Hälfte des Films wird in den Dialogen nicht mit sehr schwarzem Humor gegeizt. David stiftet Luke sogar an, Verbrechen zu begehen, die jenseits von dessen Vorstellungskraft liegen. In der zweiten Filmhälfte nimmt hingegen die Action zu. Schießereien, Explosionen und eine kurze Verfolgungsjagd sind in die Handlung integriert. Dan Stevens, den der eine oder andere von euch eventuell noch aus der Fernsehserie Downton Abbey kennt, ist in The Guest in der Rolle von David Collins zu sehen und spielt den mal mehr, mal weniger psychopathischen Soldaten mit Bravour. Von einen Moment auf den anderen gelingt es Stevens, seiner Figur so viel Ausdruck zu geben, dass die beklemmende Atmosphäre in der ersten Filmhälfte nur davon profitiert. Die noch nicht ganz so erfahrene Maika Monroe gelingt es aber ebenfalls, der zweitwichtigen Person in der Handlung reichlich Leben einzuhauchen. Lance Reddick als Carver überzeugt uns ebenso.

Stilmittel der Achtziger Jahre

The Guest (4)Bis zum Ende bleibt The Guest spannend und bietet selbst nach dem Abspann noch genügend Zündstoff, um den Kult um David Collins weiter auszuarbeiten. Regisseur Adam Wingard wäre ein Narr, würde er hier noch nicht eine Schippe draufsetzen. Wer seine Gedanken zum Film hören will, der freut sich sicherlich auch über den Audiokommentar. Dieser liegt nicht nur für den gesamten Film, sondern auch für die entfallenen, erweiterten und alternativen Szenen vor, die im Bonusbereich des Films auf euch warten. Trotzdem können wir sagen, dass diese Szenen im Film meist deplatziert wirken würden, da alle wichtigen Fakten genauso, wie sie in den Film im Endeffekt eingearbeitet worden sind, vortrefflich eingefügt sind. The Guest kann circa einhundert Minuten lang sowohl in der deutschen Synchronisation, als auch in der englischen Originalfassung durchweg punkten. Für die deutsche Synchronisation von Dan Stevens darf sich Arne Obermeyer verantwortlich fühlen, dessen Stimme uns nicht mehr aus dem Kopf gehen will. Während der Ton in DTS-HD 5.1 Master Audio vorliegt, kann das Bild in 1080p und im 16:9-Bildformat (2,40:1) punkten. Alle Szenen bieten reichlich Kontrast und können trotzdem mit einem bestimmten Stilmittel beeindrucken. Man spielt mit Licht und mit Musik so, dass der Film fast wie ein moderner Film der Achtziger Jahre wirkt. Grandios!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): In den ersten Minuten zieht sich The Guest ganz schön die Länge. Das ist aber gewollt, denn die Einführung in das Leben der Petersens ist der Ausgangspunkt des Films, den man nicht überspielen kann. Dan Stevens sorgt mit seiner Ausstrahlung außerdem dafür, dass die Rolle von David Collins sehr an den Nerven der Zuschauer zerrt. In der ersten Filmhälfte wirkt die Atmosphäre nämlich meist sehr angespannt; man hat ständig ein mulmiges Gefühl. Ab der zweiten Hälfte weiß man zwar, wie es um David Collins ungefähr steht, doch bleibt es wirklich fast bis zum Ende ungeklärt, wie es dazu kommen konnte. Durch den gelungenen Einsatz von Licht und Musik hatte ich beim Anschauen oft das Gefühl, mich in einen Film der Achtziger Jahre verloren zu haben. Ich hoffe sehr, dass Regisseur Adam Wingard sich dem Kult um David Collins irgendwann in einem weiteren Film annehmen wird, denn The Guest ist nicht nur ein guter Film – er hat auch das Potential, mindestens mit einem Nachfolger gewürdigt zu werden.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Guest!

Prime Time: Yoshi’s Woolly World – Special Edition (Unboxing)

Am heutigen Tage ist Yoshi’s Woolly World für die Wii U in Europa erschienen. Unser Chefredakteur Eric hatte das Glück, eine der begehrten Special Editions inklusive eines grünen Woll-Yoshis beim Online-Versandhaus Amazon zu ergattern. Zusammen packt er die Special Edition mit euch aus und erzählt dabei, was er an der Edition auszusetzen hat und was ihm ganz besonders gefällt. Wir wünschen euch viel Spaß und gute Unterhaltung mit unserem Unboxing-Video zu Yoshi’s Woolly World für die Wii U!

Review: Tōkyō Ghoul – Vol. 1

Tokyo Ghoul (1)Wenn man jung ist, kann man sich nichts sehnlicher vorstellen, als mit der Frau auszugehen, für die man schon sehr lange schwärmt. Der Student Kaneki Ken kommt in diese Situation, doch anstatt den Himmel zu genießen, durchlebt er in Tōkyō Ghoul die Hölle auf Erden.

Tokyo Ghoul (2)Die Bevölkerung von Hauptstadt Japans wird seit geraumer Zeit von mysteriösen Vorfällen erschüttert. Sogenannte Ghule wüten in Tōkyō und ziehen Menschen bei lebendigem Leib die Haut ab, um sich an ihren Innereien zu laben. Vor dieser Kulisse beziehungsweise kurz nach dem letzten Vorfall, der aufgedeckt wurde, findet die Handlung von Tōkyō Ghoul statt. Es beginnt mit dem eingangs erwähnten Date von Kaneki Ken und seiner Begleiterin Kaneshiro Rize. Zunächst verläuft dieses gewöhnlich oder zumindest ohne irgendeinen Zwischenfall. Sie verabreden sich in einer Buchhandlung, da sie den gleichen Lieblingsautoren haben und sich sehr für Romane interessieren. Anschließend gehen sie noch gemeinsam in ein Restaurant, in dem sich Ken seiner Essgewohnheiten hingibt. Rize hingegen rührt ihr Essen gar nicht erst an. Dennoch genießt sie die Anwesenheit von Ken, der sich bereits wie im siebten Himmel fühlt. Nach ihrem Date erfährt Ken von Rize, dass sie in der Nähe des letzten Vorfalls lebt und sie Angst hat, nach Hause zu gehen. Ken willigt ein, sie nach Hause zu begleiten. Dabei vertraut er ihr intime Geheimnisse an, die er bisher nur seinem besten Freund Nagachika Hideyoshi erzählt hat. Als Ken Rize schließlich näherkommt, beißt sie ihn auf einer Baustelle, wodurch Ken fast stirbt. Nur durch Glück wird Rize von einem herabfallenden Stahlträger getroffen.

Hybridwesen

Tokyo Ghoul (3)Ken weiß nicht wie ihm geschieht und verliert das Bewusstsein. Er bekommt nur rudimentär mit, was um ihn herum eigentlich geschieht. Als er im Zimmer eines Krankenhauses wieder aufwacht, realisiert er langsam, dass er nur durch das Implantieren von Organen überlebt hat. Er ist nun zur Hälfe Mensch und zur Hälfte Ghul. Ken befindet sich zwischen den Stühlen, denn zum einen versteht er sich immer noch als Mensch und möchte entsprechend human und vor allem moralisch handeln. Zum anderen hat er als Ghul seinen Appetit auf normales Essen verloren und spürt den Drang, Menschen aufzuschlitzen, um seinen eigenen Hunger zu stillen. Je mehr er sich weigert, seine Moralvorstellungen aufzugeben, desto wahnsinniger wird er. So und nicht anders kommt es dazu, dass er auf der Suche nach einem Opfer auf einen Ghul stößt, der den Mord bereits begangen hat. Die Freundschaft wehrt aber nicht lange, denn kurz darauf tritt der brutale Nishio Nishiki ins Rampenlicht und tötet seinen Artgenossen. Kirishima Tōka rettet Ken aus der Situation und wenig später erwacht er schließlich in einem Café, welches als getarnter Unterschlupft von gutmütigen Ghulen dient. Hier wird Ken von Tōka und ihrem Arbeitgeber in die Subkultur der Ghule sehr behutsam eingeführt. Vor allem wie das Problem mit der Nahrungsaufnahme für Ken gelöst werden soll, wird in Café Anteiku erläutert.

Einblick in die Fraktionen

Tokyo Ghoul (4)Die ersten drei Episoden des Anime, welche auf der Blu-ray der ersten Volume enthalten sind, behandeln vor allem die Grundlagen, wie ein Ghul in Tōkyō überleben kann. Zudem werden die Fraktionen vorgestellt. Zum einen verschiedene Ghule, die unterschiedliche Auffassungen vertreten und zum anderen eine Spezialeinheit, die Jagd auf die Ghule macht, um Tōkyō zu einem sichereren Ort zu machen. Die Handlung bleibt durchgehend sehr spannend und durch einige Überraschungen bricht der Storyfluss in keiner Minute ab. Optisch ist der Anime in der Blu-ray-Fassung gestochen scharf und spielt bei Entfernungen mit diffusem Licht, um auf die Charaktere besser einzugehen. Diesen werden sowohl in der deutschen Synchronisation, als auch in der japanischen Originalfassung von berühmten Sprechern Leben eingehaucht. In der deutschen Tonfassung ist unter anderem die Stimme von Ricardo Richter zu hören und in der japanischen Synchronisation ist Hanazawa Kana eine der Synchronsprecherinnen. Die Musik des Anime bleibt in der Regel düster, da die Handlung ebenfalls nur wenig Platz für heitere Momente lässt. Bonusmaterial gibt es in digitaler Form leider nicht. Dafür winkt ein Booklet mit Hintergrundinformationen, Episodenguide und Interview uns zu. Die ersten sechstausend Käufer, die sich die erste Volume zulegen, erhalten außerdem den praktischen Schuber gratis.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Der Anime Tōkyō Ghoul erzählt in den ersten drei Episoden den Auftakt einer hoffentlich sehr spannenden Geschichte. Mich hat die Handlung um den jungen Kaneki Ken nämlich bereits überzeugt und ich hoffe sehr, dass der Anime die gute Qualität in puncto Spannung und Unterhaltung halten kann. Die Idee hinter dem Hybridwesen ist vielleicht nicht neu, doch funktioniert der Anime auf dieser Grundlage sehr gut. Ken steht ständig zwischen den Stühlen zwischen Menschlichkeit und dem Dasein als blutrünstige Bestie. Unaufhaltsam werde ich durch die verschiedenen Fraktionen in die Welt von Tōkyō Ghoul eingeführt, wodurch ich für beide Seiten Verständnis erlange. Ich bin sehr gespannt darauf, wie die Serie in den nächsten neun Episoden fortgesetzt wird und vielleicht sogar Fragen aufwirft, mit denen ich jetzt noch nicht rechne. Da man im Interview bereits darauf verwiesen hat, dass alleine in der ersten Folge zwei Drittel des ersten Manga verarbeitet worden sind, bin ich mir fast schon sicher, dass man diese kurze Serie zu einem befriedigenden Ende führen wird.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Tōkyō Ghoul!

Umfrage: Schlachtfeld E3 2015

Umfrage Schlachtfeld E3 2014 (1)Traditionell fragen wir euch heute zum Abschluss der E3-Woche die Frage, welcher der drei Konsolenhersteller die diesjährige Messe für sich entscheiden konnte. Microsoft zeigte nur ein paar Spiele und lieferte im Großen und Ganzen eine solide Präsentation ab. Sony hingegen punktete durchweg mit den Ankündigungen zum Remake von Final Fantasy VII und mit der Kickstarter-Kampagne zu Shenmue III. Nintendo konnte mit keinen Überraschungen punkten und bildete in unseren Augen das Schlusslicht, selbst hinter den Konferenzen von Electronic Arts und Ubisoft! Trotzdem sind wir auf eure Meinung gespannt. Wer hat in diesem Jahr eurer Meinung nach wirklich das Rennen gemacht?

Special: Nintendo auf der E3 2015

Nintendo auf der E3 2015 (1)Nachdem Microsoft auf der E3 2015 uns nicht so überzeugen konnte und die Pressekonferenz von Sony glatt das Wunder von Los Angeles zelebrierte, waren wir vor allem auf das Digital Event von Nintendo gespannt, denn Nintendo hatte es im Angesicht der Konkurrenz schwer.

Nintendo auf der E3 2015 (2)Das Digital Event von Nintendo begann wirklich großartig. Iwata Satoru, Miyamoto Shigeru und Reggie Fils-Aimé wurden als Muppets dargestellt, die sich gerade auf das diesjährige Event vorbereiten. Plötzlich verwandeln sie sich alle in Tiere. Fils-Aimé spuckt Federn aus, Iwata packt sich an Hasenohren und Miyamoto tritt als Fuchs in Erscheinung. Nintendo-Fans haben es längst erkannt – die erste Präsentation sollte sich um das im letzten Jahr vorgestellte Star-Fox-Spiel drehen, welches jetzt auf den Namen Star Fox Zero hört. Die ersten Szenen verhalten sich allerdings noch sehr verhalten. Optisch sieht der Titel aus wie zu Gamecube-Zeiten und die Steuerungsmöglichkeiten werden das typische Gameplay der meisten Teile der Serie wohl verhindern, da auf dem Fernsehbildschirm kinoreife Szenen ablaufen sollen und sich die Action auf dem Wii U GamePad abspielen wird. Anschließend trat Miyamoto, nun wieder in menschlicher Form, in Erscheinung, um über Hintergründe über die Star-Fox-Reihe zu sprechen. Teilweise schon etwas zu lang für ein Event dieser Größenkategorie. Fils-Aimé wiederum sprach im Anschluss beiläufig über Themenparkattraktionen, schnitt die noch ominöse Plattform Nintendo NX an und thematisierte den dreißigsten Geburtstag der Super-Mario-Bros.-Reihe und wie sich Mario über die Zeit verändert hat. Leider sehr zeitraubend.

Unkreativer Einstand

Nintendo auf der E3 2015 (3)Mit Fils-Aimé ging es auch im nächsten Videoclip weiter, um die Amiibo-Figuren in ein neues Licht zu rücken. Er sprach mit Karthik Bala von Activision über die Verwendung von zwei besonderen Figuren in Skylanders: SuperCharger. Die beiden neuen Figuren können sowohl als Amiibo, als auch als Skylander-Figuren verwendet werden. Natürlich exklusiv auf Nintendo-Plattformen. Anschließend ging es mit The Legend of Zelda: Tri Force Heroes weiter, welches im Grunde wie The Legend of Zelda: Four Swords funktioniert – mit nur drei Links, die im Mehrspielermodus kleine und große Gefahren meistern müssen. Im Anschluss hatte man wieder eine Entwicklergeschichte für uns parat, in der Aonuma Eiji und Shikata Hiromasa über die Entstehung des Titels sprachen. In einem ging man in einen Trailer und zu den bereits im Vorfeld geleakten Informationen zu Hyrule Warriors Legends über. Das Spiel bietet grundsätzlich dieselbe Spielerfahrung wie Hyrule Warriors, bietet allerdings Charaktere aus The Legend of Zelda: The Wind Waker (HD). Wir bleiben bei Spielen für den 3DS, denn kurz darauf wurde Metroid Prime: Federation Force angekündigt, welches Kämpfe aus der Metroid-Prime-Reihe und mindestens ein weiteres Minispiel bieten wird. Der 3DS-Teil wird fürs Erste mit einem tollen englischsprachigen Trailer zu Fire Emblem: Fates abgeschlossen.

Abruptes Ende

Nintendo auf der E3 2015 (4)Als nächstes stand als großartige Überleitung Shin Megami Tensei X Fire Emblem auf dem Plan. Das zweite Wii-U-Spiel im Digital Event hat es uns gleich angetan. Die Fortsetzung des Events wird mit einem neuen Trailer zu Xenoblade Chronicles X gefeiert, welches auch sehr großartig aussieht und die HD-Konsole Ende des Jahres in Europa an ihre Grenzen bringen wird. Anschließend ging es mit Animal Crossing weiter, welches mit Animal Crossing: Happy Home Designer und Animal Crossing: Amiibo Festival gleich zwei Spin-offs erhält, von welchen letzteres sogar für die Wii U erscheint (allerdings ein Partyspiel im Sinne von Mario Party darstellt). Obwohl der Release von Yoshi’s Woolly World schon kurz vor der Tür steht, lässt es sich die Koordinatorin des Projekts, Watanabe Emi, nicht nehmen, um über die Entstehung der Woll-Yoshis zu sprechen. Obwohl Yōkai Watch bereits vor einigen Monaten endlich für den Westen bestätigt wurde, gab es anschließend den ersten Trailer zum Level-5-Rollenspiel für den 3DS. Zum Ende hin gab es noch einiges zum Super-Mario-Franchise zu hören und zu sehen: Mit Mario & Luigi: Paper Jam Bros., Mario Tennis: Ultra Smash, Super Mario Maker und einer wunderbaren Super-Mario-Charity-Aktion schließt Nintendo das Digital Event nach langatmigen fünfzig Minuten abrupt ab. Wir sind einfach nur enttäuscht.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Meinung: Ich habe mich schon in den letzten Jahren darüber aufgeregt, dass Nintendo auf eine Pressekonferenz während der Electronic Entertainment Expo verzichtet. Im Konzert der drei Konsolenhersteller spielt Nintendo eine immer unwichtigere Rolle, denn so kann man mit der Konkurrenz nicht konkurrieren. Des Weiteren hat Nintendo die Angewohnheit, solche Veranstaltungen anfangs großartig zu inszenieren, doch dann sehr schnell den Fokus auf die eigentlichen Inhalte zu legen. Das mag zwar richtig sein, doch fehlt dem ganzen Spektakel anschließend ein gewisser Rahmen. Dazu kommt, dass es in diesem Jahr keine Überraschung gab, die man tatsächlich so nennen kann. The Legend of Zelda: Tri Force Heroes, Animal Crossing: Amiibo Festival und Mario Tennis: Ultra Smash sind sicherlich nette Spiele, aber eben keine Blockbuster, auf die ich mich monatelang geistig vorbereiten muss. Da Nintendo übers Jahr verteilt kleinere Nintendo-Direct-Ausgaben verteilt, bin ich mir jedoch sicher, dass wir in den nächsten Monaten sicherlich auch noch das eine oder andere Spiel vorgestellt bekommen werden, doch Nintendo sollte die Wirksamkeit der E3 nicht unterschätzen. Wenn man sich die Konkurrenz anguckt, die super mit Drittherstellern zusammenarbeitet, muss sich der Konzern langsam in Acht nehmen. Die diesjährige Veranstaltung ist dafür allerdings wohl einer der letzten Sargnägel für die Wii U gewesen, denn so kann man eine Konsole sicher nicht verkaufen und nach all den Jahren, wo ich den Konzern sehr gerne in Schutz genommen habe, kann ich das zumindest in Anbetracht der nächsten Monate nicht mehr tun.

Jonas Meinung: Nach den durchaus sehr gelungenen Pressekonferenzen von Sony Computer Entertainment und Ubisoft zuvor, waren die Erwartungen an Nintendos Auftritt bei mir nicht gerade niedrig. Der wirklich spaßige Einstieg mit Muppet-Figuren der bekannten Nintendo-Mitarbeiter lieferte zusammen mit Star Fox Zero einen Auftakt, der aber tatsächlich mithalten konnte. Leider wurden dann sowohl die Spiele, als auch die Anzahl der lustigen Abschnitte immer seltener und langwierige Erzählungen von Entwicklern gewannen die Oberhand. Neuheiten wie The Legend of Zelda: Tri Force Heroes oder Mario & Luigi: Paper Jam Bros. sahen zwar sehr interessant aus – wirklich große Titel blieben aber größtenteils aus, von der Wii U will ich gar nicht erst reden. Da ist der Gedanke gar nicht mal so abwegig, dass Nintendo die Konsole insgeheim schon abgeschrieben hat. Für den 3DS erscheinen Kracher wie Fire Emblem Fates auch erst nächstes Jahr, sodass trotz einer herzhaften offenen Präsentation mit viel Witz zum Humor, Nintendo auf der E3 für mich vom letztjährigen ersten auf den diesjährigen letzten Platz gefallen ist.

E3 2015: Die Termine der Pressekonferenzen

E3 2015 - Die Termine der Pressekonferenzen (1)Nachdem die Ausgaben der Electronic Entertainment Expo in den letzten Jahren eher weniger mit Überraschungen auftrumpfen konnten, sehen wir die diesjährige Videospielmesse mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf uns zukommen. Auf der einen Seite wurden bereits im Vorfeld große Titel vorgestellt, deren Enthüllungen wir auf der Messe erwartet oder erhofft hatten und so der Konkurrenz unweigerlich die Show gestohlen haben. Auf der anderen Seite hoffen wir dennoch, dass die großen Konsolenhersteller endlich mit großartigen Spielen für ihre Flagschiffe vorstellen. Sowohl Sony Computer Entertainment, als auch Microsoft Xbox und Nintendo müssen in diesem Jahr Software vorstellen, um uns das nächste Jahr über mit tollen Titeln beglücken zu können. Aus diesem Grund haben wir uns in diesem Jahr dazu entschlossen, nur über die drei großen Publisher zu sprechen.

Trotzdem möchten wir die anderen Publisher nicht unerwähnt lassen, denn am Montag um vier Uhr in der Früh markiert Bethesda den Beginn des Zeitraums der Pressekonferenzen. Um 18:30 Uhr deutscher Zeit geht es dann weiter mit Microsoft Xbox, gefolgt von Electronic Arts um 22 Uhr. Ubisoft legt am Dienstag um Mitternacht nach. Sony Computer Entertainment startet die Übertragung ihrer Pressekonferenz um 3 Uhr in der Früh. Dann habt ihr fünfzehn Stunden Pause, bis es um 18 Uhr mit Nintendo losgeht. Direkt im Anschluss um 19 Uhr dürft ihre euch über die Übertragung von Square Enix freuen. Den Abschluss der E3 markiert zum ersten Mal die Pressekonferenz über PC-Spiele, welche von der Zeitschrift PC Gamer ausgelegt wird, einem großen US-amerikanischen Computerspielmagazin. Auch hier müsst ihr wach bleiben, da die Show erst um 2 Uhr in der Nacht deutscher Zeit beginnt. Wer sich für einen der Publisher interessiert und nicht weiß, wann und wo er das Digitalangebot der Firmen erleben kann, der braucht nur auf einen unserer Hyperlinks zu klicken und schon landet er beim entsprechenden Stream. Wir wünschen euch viel Spaß mit den Konferenzen und unserer Berichterstattung!

Review: Blade of the Rose

Blade of the Rose (1)Obwohl Die Chroniken von Huadu: Blade of the Rose oder kurz Blade of the Rose, wie der Film in der Blu-ray-Fassung hierzulande vermarktet wird, nur wenig mit Jackie Chan zu tun hat, hält sein guter Name mal wieder für einen sehr, sehr durchschnittlichen Film her. Schade.

Blade of the Rose (2)Blade of the Rose spielt im Fantasy-Reich Huadu, welches diversen ostasiatischen Einflüssen unterliegt. Das männliche Geschlecht hat hier seit jeher ausgedient. Männer werden wie Tiere gehalten oder müssen Sklavenarbeit für ihre Besitzerinnen verrichten. Was für den einen oder anderen männlichen Zuschauer sicher für eine erotische Fantasie klingt, ist im Land Huadu bittere Realität. Hier halten die Damen alle wichtigen Posten inne und Männer müssen darauf warten, dass irgendjemand endlich die Emanzipation einleitet. Das Weltbild von Huadu steht also im krassen Kontrast zur Geschichte der realen Welt, in der Frauen jahrhundertelang auf ihre Rechte warten und dafür kämpfen mussten. Schuld am ganzen Debakel ist Kaiserin Ya Ge, die mit ihren Gesetzen verordnet hat, dass alle männlichen Bewohner des Landes nicht mehr als den Rang eines Sklaven innehalten dürfen. Des Weiteren ist es streng verboten, sich in einen seiner Sklaven zu verlieben – auch wenn das Zeugen von Kindern zu den Aufgaben eines Mannes gehört. Wer so mit der Hälfte der Bevölkerung umgeht, muss selbstverständlich jederzeit auf der Hut sein, um nicht zum Ziel von Attentaten oder ähnlichem zu werden. Aus dem Grund finden sich im Palast der durchtriebenen Kaiserin auch nur weibliche Wächter. Im Handlungsverlauf erfahren wir zudem, dass sich die Kaiserin vor einer Prophezeiung fürchtet.

Zwillinge

Blade of the Rose (3)Diese Prophezeiung besagt, dass eines Tages ein junger Mann auftauchen wird, der mit dem sagenumwobenen Schwert Excalibur bewaffnet, die Herrscherin beseitigen und die Macht in die Hände der Männlichkeit zurückgeben wird. Diese Prophezeiung scheint sich langsam zu erfüllen, als auf dem Markt mit Sklaven gehandelt wird und diese bei einem Aufruhr aus der Stadt fliehen beziehungsweise als Druckmittel genommen werden, damit die Protagonistin außerhalb der Stadt einen anderen entflohenen Sklaven einfangen kann. Dabei trifft sie auf eine illustre Schaustellerbande, in denen auch die beiden Tollpatsche Wirrkopf und Klotzkopf arbeiten. Diese haben eine Steintafel gefunden, welche sich als Schatzkarte entpuppt. Die drei schließen sich zusammen und bekommen zudem auch noch Hilfe von der Zwillingsschwester der Protagonistin. Dadurch wird auch der Originaltitel The Twins Effect II untermauert. Mit dem ersten Teil hat Blade of the Rose allerdings nicht viel zu tun, Vorwissen wird also nicht benötigt. Die restliche Geschichte kann man sich übrigens selbst denken. In Blade of the Rose passiert nicht wahnsinnig viel und überraschende Wendungen sind kaum vorhanden. Während die erste Hälfte des Films eher wie eine Komödie wirkt, formt sich die Story in der zweiten Hälfte zu einem tiefsinnigen Drama über Liebe. Dieser Bruch kommt uns aber viel zu schnell.

Kurzer Gastauftritt

Blade of the Rose (4)Stellenweise weiß der Film nicht, ob er nun eine Komödie, ein Drama, ein Martial-Arts-Epos oder eine Mischung aus allen drei Genres sein möchte. Die Symbiose ist Regisseur Corey Yuen mit Blade of the Rose definitiv nicht gelungen. Man versucht aus jedem Genre etwas zu nehmen, schafft es aber nicht, diesen Gedanken zu Ende zu führen. Blade of the Rose ist sehr ermüdend, doch wer bis zum letzten Drittel des Films durchhält, bekommt dafür ein schönes Ende spendiert, in der mit Magie und Schwertkämpfen ansatzweise geglänzt wird. Man muss dazu sagen, dass die Spezialeffekte alles andere als gut sind. Das passt außerdem ganz gut zur deutschen Synchronisation, denn diese ist bei vielen Schauspielern einfach unpassend. Einzig und allein Donnie Yen wurde mit der bekannten Synchronstimme aus der Ip-Man-Trilogie gut synchronisiert. Wir empfehlen unbedingt, den kantonesischen Originalton einzuschalten. Da ist der Film nämlich noch ansatzweise witzig und der Humor, den man so nur in Hinterhöfen von Berliner Kneipenlokale hören würde, fällt dann auch weg. Fans von Donnie Yen und von Jackie Chan haben allerdings Grund zur Freude, denn beide liefern sich in Blade of the Rose einen schön choreographierten Schlagabtausch mit Stockwaffen. Jackie Chans Mitwirkung ist aber wohl eher darauf zurückzuführen, dass sein Sohn Jaycee Chan im Film sein Debüt feierte.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Blade of the Rose ist wahrhaftig eine Mogelpackung. Wieder einmal wird ein Film in die Jackie-Chan-Reihe der Dragon Edition bei Splendid Film aufgenommen und wieder einmal taucht Jackie Chan nur ganz am Rande auf. Während solche Rollen in vorherigen Filmen zumindest noch elementare Bedeutungen wie in Tokyo Power Man hatten, ist Chans Rolle hier einfach nur ein Tempelwächter, der keine einzige Zeile Text hat. Da frage ich mich wahrhaftig, was Corey Yuen geritten hat, die Rolle überhaupt mit Chan zu besetzen. Auch wenn der Film das Schauspieldebüt von seinem Sohn Jaycee Chan darstellt, bin ich sehr enttäuscht. Immerhin kann diese Szene im ganzen Martial-Arts-Aspekt des Films am ehesten überzeugen. Schließlich liefert sich Chan hier mit Donnie Yen einen sehr schönen Stockkampf. Der Rest des Films eignet sich allerdings nur für verregnete Sonntagnachmittage und dann auch nur, wenn man die Schauspieler kennt und man unbedingt ihre Darbietung in Blade of the Rose erleben möchte. Allen anderen sei gesagt, dass man sich den Film ruhig sparen kann. Hier verpasst man wirklich nichts.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Blade of the Rose!

Prime Time: The Order: 1886 (Spielkritik)

Bereits vor einigen Wochen haben wir euch das Action-Spiel zum Mitgucken in unserem Review ausgiebig vorgestellt. Wer lesefaul ist, kommt heute nach fast dreijähriger Pause wieder in den Genuss unserer Spielkritik. Nachdem wir beim letzten Mal Theatrhythm: Final Fantasy vorgestellt haben, geht es heute um The Order: 1886. Wir empfehlen euch bei dieser Ausgabe allerdings, sie als mp3-Datei von Youtube herunterzuladen, da sie mit 21 Minuten die bisher längste Ausgabe geworden ist. Wir hoffen trotzdem, dass sie euch gefällt und wünschen euch viel Spaß!

Review: Coppelion – Vol. 4

Coppelion (Vol. 4) (1)Nachdem die Spannung am Ende der dritten Volume einen neuen Höhepunkt erreicht hat, ist das Schlimmste aber noch nicht überstanden. In der vierten und somit letzten Volume des Anime Coppelion geht es abschließend vor allem um die inneren Werte sämtlicher Charaktere.

Coppelion (Vol. 4) (2)Der Handlungsort hat sich auch in der vierten Volume von Coppelion nicht geändert. Immer noch sind unsere drei Protagonistinnen Ibara, Aoi und Taeko im kontaminierten Tōkyō, ergo der in Coppelion ehemaligen Hauptstadt, unterwegs. Ursprünglich waren die drei genannten Coppelion nur dazu gezüchtet, um als überlegene Menschen in Tōkyō Überlebende zu finden und aus der Hölle zu befreien. Obwohl sie dort einige Freunde getroffen haben, haben sie sich zugleich auch neue Feinde gemacht. Ihr größter Konkurrent ist wohl die Erste Division. Diese Einheit wurde damals von der Regierung bei der Evakuierung der Stadt zurückgelassen und seitdem fristen sie ihr Dasein in der nahezu menschenleeren Riesenmetropole. Da sie sich im Stich gelassen fühlen und sich durch die Strahlenkrankheit langsam verändern, planen sie, die Menschheit zu vernichten. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sie sich mit Ozu Shion und Ozu Kanon zusammengetan. Die Ozu-Schwestern sind ebenfalls Coppelion und können daher den Strahlen in den kontaminierten Zonen trotzen. Gemeinsam planen sie, das Kraftwerk in der Mitte von Tōkyō mit atomaren Material zu füllen und schließlich in die Luft zu sprengen. Dadurch würde nicht nur der Rest Japans, sondern gleich die ganze Welt einem nuklearen Winter anheimfallen. Ibaras, Aois und Taekos Aufgabe ist es, sie davon abzuhalten.

Flucht aus der Hölle

Coppelion (Vol. 4) (3)Zum Glück lassen sich die beiden Ozu-Schwestern schnell von ihrem Plan abbringen und so ist ihnen die Vernichtung ihrer ehemaligen Kolleginnen wichtiger, als das Ausradieren der restlichen Welt. Mit ihren übernatürlichen Kräften stellen sie sich Ibara, Aoi, Taeko und gar ihrem Ex-Kollegen Haruto in den Weg. Zugleich präsentiert die Erste Division den Helden ihre Geheimwaffe – eine riesige Stahlspinne. Während dem Kampf gegen das Stahlmonster eilt Haruto zum Umspannwerk, um seinen Verbündeten zu helfen, damit Züge wieder fahren können. Schließlich planen die restlichen Überlebenden immer noch aus dem kontaminierten Tōkyō zu fliehen. Am Umspannwerk kommt es schließlich zu einer tragischen Wendung, auf die wir hier aber nicht eingehen möchten. Trotzdem gelingt es allen Beteiligten, den Strom für das Schienennetzwerk und somit den Zug wieder in Gang zu setzen. Außerdem können sie die Erste Division und die Ozu-Schwestern fürs Erste in Schach halten. Die anschließende Flucht nimmt die letzten beiden Episoden in Anspruch, denn obwohl man alle Widersacher erstmal besiegt hat, geben diese natürlich nicht so einfach auf. So liefern sich die Coppelion mehrere Gefechte bei laufender Fahrt und beziehen sogar die Umgebung mit ein, um sich gegenseitig zu bekämpfen. Es bleibt durch und durch spannend und endet mit einem kleinen Lichtblick.

Himmlisches Ende

Coppelion (Vol. 4) (4)Obwohl Atomenergie immer noch das prägnante Thema des Animes ist, verliert dieses in den letzten Episoden ein wenig an Stellenwert. Dadurch, dass die Charaktere von einer atomaren Wolke fliehen und mit dem Zug einen ganzen Wolkengürtel durchdringen müssen, wird aber zumindest sekundär darauf hingewiesen, dass die Menschheit vor Atomenergie fliehen will. Viel wichtiger sind in den letzten Folgen die inneren Werte der Protagonisten. Obwohl sie sich stellenweise bis aufs Äußerste bekämpfen, siegt am Ende die Humanität. Es werden viele moralische Entscheidungen getroffen, die Coppelion zu einem runden Abschluss führen. Der Anime wird im Verlauf der Storyline vielleicht nicht gänzlich abgeschlossen, doch werden alle wichtigen Fragen geklärt und dadurch, dass am Ende genügend Figuren überleben, gibt es auch Hoffnung auf weitere Episoden. Schließlich wird der Manga heutzutage immer noch fortgesetzt. Wir wünschen uns auf jeden Fall eine Fortsetzung von Coppelion, denn nachdem man die Charaktere (sowohl innerhalb als auch außerhalb Tōkyōs) etabliert und das Szenario tiefgründig gestaltet hat, wäre es schade, wenn man hier nicht ansetzen würde. So oder so – am Ende ist und bleibt Coppelion ein Anime, den man sich unbedingt einmal ansehen sollte, wenn man sich für das Setting und einen tiefgründigen Umgang mit den Themen interessiert.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nach nur dreizehn Episoden endet der Anime Coppelion auf eine wirklich angenehme Art und Weise. Die Handlung wird nahezu abgeschlossen und bietet sogar noch ein paar lose Fäden, an denen man noch ein weiteres Mal anknüpfen könnte. Ob es zu einer weiteren Staffel kommt, steht derzeit aber noch in den Sternen. Ich wünsche es mir jedoch sehr oder zumindest eine Veröffentlichung des Mangas in Deutschland, denn das Szenario und die Charaktere finde ich persönlich einfach zu interessant, als dass ich mich jetzt nicht mehr damit beschäftigen möchte. Obwohl mich der Anime auch optisch an vielen Stellen anspricht, gibt es ein paar Punkte, die ich bei einer weiteren Staffel nicht mehr sehen möchte. Zu starke Konturen und teils zu knappe Animationen machen hin und wieder nicht gerade qualitativ auf den Anime aufmerksam. Wer die Oberflächlichkeiten allerdings außer Acht lässt und sich mit den Fragen, welche Coppelion aufwirft, tatsächlich beschäftigt, wird den Anime mehr als nur gerne konsumieren. Er ist inhaltlich sehr intelligent und zudem recht spannend geschrieben. Schade nur, dass das Bonusmaterial bei der vierten Volume noch dünner als bei den vorherigen drei Ausgaben ausfällt. Das Booklet bietet kaum Inhalt und weitreichende digitale Inhalte liegen auf der Blu-ray Disc nicht vor. Wer die ersten drei Volumes mochte, kommt um die vierte nicht herum.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Coppelion – Vol. 4!

Gewinnspiel (2. bis 14. Juni 2015)

Gewinnspiel Juni 2015 (Homepage)Anfang Mai erschien Kirby und der Regenbogen-Pinsel für die Wii U in Europa. Nachdem wir euch das Spiel bereits in einem Review ausgiebig vorgestellt haben, freuen wir uns euch heute mitzuteilen, dass wir in freundlicher Zusammenarbeit mit Nintendo ein Exemplar des Spiels verlosen dürfen. Um an unserem Gewinnspiel teilnehmen zu können, habt ihr gleich mehrere Möglichkeiten, die ihr auch gerne kombinieren dürft. Für jede Teilnahme gibt es unterschiedlich viele Lose. Je mehr Lose man besitzt, desto höher ist die Gewinnchance:

1. Kirby kann sich in diesem Spiel in einen Panzer, in ein Unterseeboot oder in eine Rakete verwandeln. In welches Vehikel möchtet ihr euch gerne verwandeln und warum? Schreibt dies in einen Kommentar unter diesen Gewinnspielbeitrag. (5 Lose)

2. Spricht euch Kirby und der Regenbogen-Pinsel an? Hinterlasst uns eure Meinung zum Spiel im Kommentarbereich unter unserem Review. Markiert euren Kommentar bitte mit „#Kirby-Gewinnspiel“. (5 Lose)

3. Wir posten ein Bild zum Gewinnspiel auf Facebook. Dieses müsst ihr öffentlich mit euren Freunden teilen. Des Weiteren könnt ihr in separaten Kommentaren unter dem Bild zum Gewinnspiel auf Facebook einen Freund markieren und so auf das Gewinnspiel aufmerksam machen. (3 Lose + je 1 Los)

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren Erstwohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Minderjährige Nutzer müssen vor der Teilnahme eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten einholen. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und Nintendo sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen. Erfüllt kein Teilnehmer die Anforderungen, wird der Gewinn unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Der Gewinner der Verlosung wird schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels ab dem 15.06.2015 informiert. Er hat anschließend 72 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Andernfalls erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Gewinn. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner namentlich nicht auf Gameplay Gamers oder Facebook erwähnt. Sie dürfen sich dort aber sehr gerne selbst als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 14.06.2015, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Review: Puzzle & Dragons Z + Puzzle & Dragons: Super Mario Bros. Edition

Puzzle & Dragons Z + Puzzle & Dragons Super Mario Bros. Edition (1)GungHo Online Entertainment legte mit Puzzle & Dragons im Jahr 2012 den Grundstein für ein neues Franchise. Zunächst erschien das Spiel nur für iOS- und Android-Geräte, doch 2014 fasste der Entwickler in Japan mit gleich zwei Titeln Fuß auf mobilen Nintendo-Plattformen.

Puzzle & Dragons Z + Puzzle & Dragons Super Mario Bros. Edition (2)Die Rede ist von den Titeln Puzzle & Dragons Z und Puzzle & Dragons: Super Mario Bros. Edition. Beide Spiele erschienen in Japan einzeln, doch für den europäischen Markt hat sich Publisher Nintendo dazu entschieden, beide Titel im Bundle zu veröffentlichen. Soll heißen, dass beide Spiele wie damals die vier Super-Mario-Bros.-Titel auf einer Cartridge vorliegen. Puzzle & Dragons Z spielt im Fantasy-Reich Dragomessia. Dieses Land wird von Menschen und von Drachen bevölkert, die teils im Einklang und teils im Zwist miteinander leben. Unser Held, dem wir selbst einen Namen verpassen dürfen, ist zu Beginn des Spiels noch unerfahren und so müssen wir erst einmal die Grundlagen des Spiels verinnerlichen, indem wir die Stadt Zed City erkunden. Unser Heimatort ist moderner und futuristischer japanischer Architektur nachempfunden und erstrahlt wie der Rest des Spiels in einem schönen Anime-Look. In Zed City werden zudem jegliche Individuen zu Rangern ausgebildet, die Monster zähmen sollen und in Kämpfen gegen noch mächtigere Feinde antreten lassen. Dem einen oder anderen wird dieses System sicherlich von der Pokémon- oder Dragon-Quest-Monsters-Serie sehr bekannt vorkommen, doch unterscheidet sich das Spiel im Spieldesign stark von den Vorbildern. Am Forschungsinstitut angekommen, werden wir endlich in die grundlegenden Regeln eingeführt.

Zwei verschiedene Perspektiven

Puzzle & Dragons Z + Puzzle & Dragons Super Mario Bros. Edition (3)In Zed City dürfen wir uns in typischer Rollenspielmanier frei bewegen, mit den Bewohnern reden, Aufträge annehmen und Geheimnisse entdecken. Sobald wir jedoch das erste Mal auf Patrouille gehen wollen, wird die Stadt von Paradox, einer gefährlichen Organisation, welche die Welt zerstören will, angegriffen. Das Umland von Zed City bleibt von dem Angriff nicht verschont und so werden puzzle-artige Stücke der Welt hinausgerissen, die wir im Verlauf der Story wieder reaktiveren müssen, in dem wir die fünf Himmelsdrachen konsultieren. Der Weg zu den Lindwürmern führt uns durch aberdutzende Dungeons, die allerdings nicht wie unser Aufenthalt in Zed City aus der Vogelperspektive, sondern stattdessen aus der Ego-Ansicht dargestellt werden. Zudem bewegen wir uns wie im Rollenspiel Dragon Quest Swords: Die maskierte Königin und der Spiegelturm automatisch. Manchmal können wir in den Dungeons auch unterschiedliche Wege einschlagen und so auf anderen Wegen zu den Bossgegnern zu gelangen. Unterwegs stoßen wir dann auf andere Gegner oder Schätze. Begegnungen mit den Anhängern von Paradox und Treffen mit freundlichen Charakteren sind hier inbegriffen. Das macht durchaus Spaß und erhöht dann den Widerspielwert, wenn unsere Monster im Team zu schwach für den nächsten Spielabschnitt sind und noch ein wenig Training brauchen.

Puzzle-Kampfsystem

Puzzle & Dragons Z + Puzzle & Dragons Super Mario Bros. Edition (4)Die Auseinandersetzungen zwischen unserem Monster-Team und den gegnerischer Truppen oder wildlebenden Monstern sind Dreh- und Angelpunkt des Spiels. Die Kämpfe laufen zwar alle rundenbasiert ab, doch geben wir den Monstern nur indirekt Befehle. Anstatt Techniken aus einem Menü auszuwählen, funktioniert Puzzle Dragons Z wie ein Puzzle-Spiel. Auf dem unteren Bildschirm sind bis zu sechs verschiedenfarbige Symbole abgebildet, die wir mit Hilfe des Stylus verschieben und so anordnen müssen, dass mindestens drei gleichfarbige Symbole nebeneinander stehen. Sobald wir damit beginnen, ein Symbol zu verschieben, läuft die Zeit. Innerhalb weniger Sekunden haben wir so die Möglichkeit, mehrere Kombinationen zu bilden. Sobald die Zeit abgelaufen oder wir das Symbol losgelassen haben, lösen sich alle vertikalen und horizontalen Reihen auf, in denen mindestens drei Symbole aneinanderhängen. Sollten so andere Ketten entstehen, da sämtliche Elemente nach unten fallen, werden diese ebenfalls im jeweiligen Zug aufgelöst. Je mehr Kombinationen wir dadurch erreichen, desto stärker fallen die Angriffe unserer Monster aus beziehungsweise regenerieren deutlich mehr Lebensenergie, die für das ganze Team gilt. Tiefe gewinnt das Kampfsystem dadurch, dass fast alle Symbole den Elementen Holz, Wasser, Feuer, Licht und Schatten zugeordnet sind.

Der Klempner lässt grüßen

Puzzle & Dragons Z + Puzzle & Dragons Super Mario Bros. Edition (5)Dadurch, dass alle Monster Stärken und Schwächen haben, kommt es mehrmals im Spiel vor, dass wir unser Team überarbeiten müssen, um langfristig Erfolg zu haben. Rollenspielmuffel, die nur mit den Startmonstern überleben wollen, können mitunter schlechte Karten haben. So sieht es auch bei Puzzle & Dragons: Super Mario Bros. Edition aus. Grundlegend hat sich hier nichts am Spielsystem verändert. Es gibt nun allerdings keine Stadt mehr. Stattdessen laufen wir mit Mario wie in New Super Mario Bros. U über eine Oberwelt, wählen die Levels aus und attackieren dann mit Koopas, Gumbas und Co. Fans des Universums freuen sich über die vielen bekannten Gesichter, doch erreicht das Spin-off trotz des Super-Mario-Charmes nicht die Einzigartigkeit der Vorlage. Während dort nämlich sämtliche Elemente frisch wirken und mit einem tollen Soundtrack unterlegt werden, fühlt sich Puzzle & Dragons: Super Mario Bros. Edition eher wie eine Resteverwertung der New-Super-Mario-Bros.-Jump-’n’-Runs an. Man kennt viele Grafiken und vor allem Sounds und Musik bereits zugenüge. Hier hätten wir uns über mehr Liebe zum Detail gefreut, indem man alles ein wenig aufgepeppt hätte. Beide Titel können dennoch dutzende Stunden unterhalten. Allerdings nur alleine, denn lokale oder Online-Modi hat man leider versäumt zu integrieren. Das stößt gelegentlich leider bitter auf.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als Puzzle & Dragons Z + Puzzle & Dragons: Super Mario Bros. Edition zum ersten Mal im Rahmen einer Nintendo-Direct-Ausgabe für Europa angekündigt worden ist, habe ich es im ersten Moment als einen simplen Bejeweled-Klon abgetan. Im Grunde hat der Titel meine Aufmerksamkeit nur durch Puzzle & Dragons: Super Mario Bros. Edition erregt. Ausgerechnet die Version mit den liebevollen Super-Mario-Elementen hat mir im Test nicht einmal so gut gefallen. Ich finde Puzzle & Dragons Z wesentlich interessanter, da der Stil hier nicht so aufgesetzt wirkt und mehr von seinem Inhalt und seiner netten Geschichte rund um die Organisation Paradox lebt. Trotzdem wird es wohl noch etwas dauern, bis ich das Puzzle-System von Puzzle & Dragons Z gänzlich akzeptieren werde. Mir würde es besser gefallen, wenn es sich mehr wie Bejeweled anfühlen würde. Sprich je schneller ich agiere und je geschickter ich in brenzligen Situationen noch Elemente vertauschen könnte, desto besser würde ich mich anstellen. Dadurch, dass das Spiel rundenbasiert abläuft und ich Angriffen von Gegnern nicht entkommen kann, kommt es öfters vor, dass ich so viel Schaden kassiere, den ich fast gar nicht mehr regenerieren kann, weil einfach die Herzblöcke nicht auftauchen wollen. Da helfen auch die Spezialfähigkeiten nicht viel, die meine Monster aktivieren können. Das durchs Zufallsprinzip entstandene Leiden nervt mich teilweise tierisch. Trotzdem ertappe ich mich oft und gerne dabei, wie ich meinen ausgeschalteten 3DS wieder öffne und das bereits eingelegte Spiel starte. Besonders Fans von Puzzle Quest sollten einen Blick riskieren!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Puzzle & Dragons Z + Puzzle & Dragons: Super Mario Bros. Edition!

Review: The Devil is a Part-Timer (Vol. 4)

The Devil is a Part-Timer (Vol. 4) (1)Obwohl The Devil is Part-Timer! seit Februar 2007 in Japan in Manga-Form veröffentlicht wird und auf sieben Ausgaben kommt, wurde der Anime im Frühling 2013 auf mehreren japanischen Fernsehsendern mit gerade einmal dreizehn Folgen schon komplett ausgestrahlt.

The Devil is a Part-Timer (Vol. 4) (2)An der Grundthematik der Serie hat sich auch in den letzten drei Episoden nichts verändert. Satan Jakobu, der Dämonenfürst von Ente Isla, hat es aus einer parallelen Fantasy-Welt ins moderne Japan unfreiwillig verschlagen. Eher gesagt haben es die Helden von Ente Isla es endlich geschafft, ihn von der Insel zu verbannen. Es hat zwar etwas Eingewöhnungszeit in Anspruch genommen, doch mittlerweile hat sich der König der Dämonen in Japan eingelebt. Nach wie vor lebt er unter dem Decknamen Maō Sadao in einer kleinen Wohnung in der Metropole Tōkyō. Zusammen mit Arushieru, seinem Diener von Ente Isla, der sich in Japan übrigens Ashiya Shirō nennt, operieren sie anfangs von ihrer kleinen Basis, um sich statt Ente Isla unsere Welt unter den Nagel zu reißen. Allerdings funktioniert das nicht so, wie es sich die beiden vorstellen. Da ihre Kräfte auf ein Minimum reduziert worden sind, können sie die Welt nicht im Sturm erobern, sondern müssen erst einmal Arbeit finden, um überhaupt leben zu können. Je mehr sie sich jedoch mit unserer Welt identifizieren, desto eher gewöhnen sie sich an die Strukturen und vor allem an die Menschen. Sie leben unter ihnen und bauen bald Sympathie und Empathie für diese auf. Während sie ihren Plan umschmeißen, stoßen aus der Parallelwelt immer mehr Protagonisten und Antagonisten hinzu, die sich damit nicht abfinden.

Offene Handlungsstränge

The Devil is a Part-Timer (Vol. 4) (3)Sie können nicht glauben, dass der Dämonenfürst die Welt nicht mehr unterjochen will und setzen alles daran, ihn mit einem weiteren Portal erneut zu verbannen und seiner gerechten Strafe zuzuführen. Dass sich dieser das nicht gefallen lassen will, dürfte Kennern der Serie nach zehn Episoden bereits klar sein. Zumal ehemalige Verbündete zu Feinden worden und feindlich gesinnte Charaktere mittlerweile auch schon in den Reihen von Maō kämpfen. Das Leben geht in Tōkyō zwar seinen gewohnten Gang, doch als plötzlich Maōs Arbeitskollegin Sasaki Chiho vom Erzengel Sarieru entführt wird, kennt Maō keine Gnade mehr und macht sich auf die Jagd auf seinen Feind. Die Handlung in den letzten Episoden von The Devil is a Part-Timer! ist zwar nach wie vor sehr unterhaltsam, bietet aber keine Struktur. Sie erzählt die Geschichte von Maō und seinen Freunden und Feinden einfach weiter, arbeitet aber absolut nicht auf ein Ziel hin. Die Problematik dürfte jedem klar sein: Der Anime wird nicht einmal ansatzweise abgeschlossen und hat ein offenes Ende. Da der Manga in Deutschland bisher nie erschienen ist, werden Fans nicht um einen Import des Mangas aus Japan verzichten können. Man hätte den Anime ruhig mit einem alternativen Ende abschließen dürfen oder zumindest eine weitere Staffel in Auftrag geben können. Somit teilt der Anime das Ende von Btooom!, das aber wesentlich runder wirkte und als Manga auch in Deutschland fortgeführt wird.

Japanische Übertreibungen

The Devil is a Part-Timer (Vol. 4) (4)Auf der technischen Seite bietet die vierte Volume von The Devil is a Part-Timer! nicht mehr und nicht weniger als die drei vorherigen Veröffentlichungen. Das Bild wird auf der Blu-ray Disc in 1080p präsentiert. Es ist knackig scharf und vor allem die sehr spärlich eingesetzten Effekte können begeistern. Die deutsche Synchronisation ist zwar gut, doch möchten wir euch viel lieber die japanische Originalfassung ans Herz legen. Wenn die Charaktere übertreiben, dann ist das vor allem durch die Betonung diverser Silben im Japanischen wesentlich witziger. Jede Episode hat dabei eine Laufzeit von circa 25 Minuten, wodurch auch diese Volume circa 75 Minuten mit Humor überzeugen kann. Die Laufzeit wird allerdings mit ein paar Trailern zu anderen Anime von Anime House erweitert und bietet im Bonusmaterial des Weiteren zwei Sammlungen der Lieder; sprich alle Intros und Outros werden als Karaoke-Versionen zusammengefasst. Das ist zwar nett, reißt aber im Endeffekt keine Bäume aus. Bonusmaterial wie bei Tari Tari (Vol. 3) gibt es hier leider nicht. Gerne hätten wir die Synchronsprecher bei ihrer Arbeit abermals begleitet. Dafür liegt auch der vierten Volume in physischer Form ironischerweise ein netter Bierdeckel im Stil von The Devil is Part-Timer! bei, der allerdings zu schade dafür ist, um als Untersetzer herzuhalten. Ein dünnes Booklet rundet das Paket ab.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die ersten Episoden von The Devil is a Part-Timer! finde ich wirklich großartig. Schnell habe ich jedoch gemerkt, dass der Anime an Fahrt verliert und in die Bedeutungslosigkeit abdriftet. Dies ist tatsächlich eingetroffen, denn so gut wie nichts hat in diesem Anime eine Bedeutung für die Handlung. Es werden einfach diverse Handlungsstränge aneinandergereiht und die Zusammenhänge werden auch ganz gut erläutert, doch zielt es der Anime einfach nicht auf eine Lösung des Konflikts ab. Er zeigt nur den Beginn einer bis heute siebenteiligen Manga-Reihe. Aus den Socken haut mich das nicht, denn bereits von Btooom! bin ich bei solchen Anime etwas negativ eingestellt, da das Produkt so für die Fans, die keine Manga lesen, nur ansatzweise gut erklärt wird. Dadurch, dass der Manga hierzulande noch nicht veröffentlicht wurde, dürfen Fans wohl noch länger auf eine Fortsetzung warten. Daher kann ich vorerst leider keine Empfehlung mehr für The Devil is Part-Timer! aussprechen. Wer es aber nur auf den Humor abgesehen hat, wird hier fündig.

Vielen Dank an Anime House für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Devil is a Part-Timer! (Vol 4)!

Review: Samurai Champloo

Samurai Champloo (1)Anime, die sich mit der Edo-Zeit und Samurai beschäftigen, sind hierzulande leider rar gesät. Samurai Champloo aus dem Jahr 2004 entführt uns in die Zeit des Tokugawa-Shōgunats und schickt uns auf eine Reise quer durchs spätfeudale Japan mit drei unterschiedlichen Figuren.

Samurai Champloo (2)Der Auftakt von Samurai Champloo beginnt mit einem Zufall in einem Teehaus. Mugen, ein zielloser Vagabund, macht in diesem Teehaus Rast. Die fünfzehnjährige Fū arbeitet hier als Bedienung und wird vom Sohn des Landvogts und seinen Freunden bedrängt. Mugen erklärt sich bereit, die unliebsamen Gäste mit Gewalt zu entfernen. Genau in diesem Moment betritt der Rōnin Jin das Lokal, der sich Mugens Vorhaben anschließt. Obwohl der Kampf zu ihrem Gunsten ausgeht, entbrennt zwischen Mugen und Jin ein heftiger Streit, der dazu führt, dass die beiden verhaftet und für ihre Taten hingerichtet werden sollen. Fū beschließt den beiden in ihrer misslichen Lage zu helfen. Als Gegenleitung erwartet sie jedoch, dass Mugen und Jin ihr bei der Suche nach dem Samurai, der nach Sonnenblumen duftet, helfen. Sie willigen ein und schieben ihren Kampf so lange auf, bis ihre Aufgabe als Fūs Leibwächter abgeschlossen ist. Das Trio beginnt eine Reise durchs spätfeudale Japan der Edo-Zeit. Ihre Reise ist lang und beschwerlich. Um in Gasthäusern übernachten und in Restaurants speisen zu dürfen, brauchen sie jedoch Geld, welches sie durch diverse Arbeiten oder durch Glücksspiel verdienen. Als sie Edo erreichen, erfährt Fū etwas über den Anhänger, den sie vom erwähnten Samurai erhalten hat, wodurch sie ihr letztes Reiseziel bestimmen können. Ihr Reise soll in Nagasaki enden.

Ernste Themen vor historischer Kulisse

Samurai Champloo (3)Samurai Champloo baut hauptsächlich auf den drei Charakteren Mugen, Jin und Fū auf. Da die drei Figuren unterschiedliche Persönlichkeiten und Ansichten haben, stoßen sie nicht nur einmal aneinander. Zuweilen trennen sich ihre Wege deshalb, doch nach kurzer Zeit finden sie wieder zueinander. Trotz ihrer Differenzen schweißt sie ihre Reise durch die Provinzen Japans auf den Inseln Honshū und Kyūshū weiter zusammen. Unterwegs bekommen sie es überwiegend mit ihnen feindlich gesinnten Fraktionen zu tun. Agenten des Shōgunats sind ihnen zwar durchgehend auf den Fersen, doch auch Entführer, Menschenschmuggler, Diebe, Glücksspieler und Bordellbetreiber wollen ihnen an den Kragen. Der Anime beschäftigt sich anhand dieser Beispiele mit ernsten Themen wie Menschenhandel oder Prostitution. In einer Folge wird selbst das illegale Überschreiten eines Grenzpostens aufgegriffen. Ein wichtiger Aspekt von Samurai Champloo ist auch das Auftauchen des Christentums, welches in dieser Epoche Japans verboten war. Obwohl sich der Anime an historischen Tatsachen orientiert, erhebt Samurai Champloo keinen Anspruch auf historische Korrektheit. So treten zwar einige historische Personen auf oder werden zumindest genannt, doch gibt es viele populärkulturelle Einflüsse. So tauchen etwa Graffitis, der Baseball-Sport oder Musik des Hip-Hop-Genres auf.

Hip-Hop ergänzt Chanbara

Samurai Champloo (4)Hip-Hop-Musik ist zudem die Hauptkomponente des Soundtracks von Samurai Champloo. Direkt beim Opening wird uns klar, dass der Anime hier einen eher unkonventionellen Weg einschlägt. Das mag zwar recht eigensinnig klingen, doch wer den Chanbara-Anteil der Serie mit den Klängen von den Künstlern Fat Jon, Force Of Nature, Nujabes und Tsutchie unterlegt betrachtet, wird nicht abstreiten können, wie sehr sich diese Elemente ergänzen. Optisch kann Samurai Champloo in der Blu-ray-Fassung aber nicht gänzlich glänzen. Das liegt daran, dass alle 26 Episoden durchgehend in diffusem Licht erstrahlen. In schlichten Momenten mag das Stilmittel zwar das Innenleben der Protagonisten unterstreichen, doch in anderen Szenen stört es uns, da der Anime so oft unscharf eingefangen wird. Dafür entschädigt die gute deutsche Synchronisation, die bis auf ein paar Ausnahmen von falsch ausgesprochenen japanischen Begriffen, mit tollen Sprechern punkten kann. So sind unter anderem Corinna Dorenkamp (Fū), David Nathan (Mugen) und Markus Pfeiffer (Jin) zu hören. Fans des Originals freuen sich über die Stimmen von Nakai Kazuya, Kawasumi Ayako und Satō Ginpei. Der Anime-Serie liegen in der Gesamtausgabe ein Booklet mit Hintergrundinformationen und drei sehr schönen Postkarten bei, welche das Werk von Watanabe Shin’ichirō annehmlich abrunden.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich bin ein großer Bewunderer von Regisseur Watanabe Shin’ichirō. Cowboy Bebop zählt bis heute zu den beeindruckendsten Anime, die ich je in meinem Leben gesehen habe. Entsprechend muss sich Samurai Champloo an seinem vorherigen Werk messen lassen. Nachdem ich alle 26 Folgen des Anime in nur vier Tagen konsumiert habe, kann ich bestätigen, dass der Anime mit vielen Ideen von Watanabe gefüllt ist. Wie Cowboy Bebop beschäftigt sich Samurai Champloo mit ernsten Themen, die diesmal aber weniger die Charaktere direkt, sondern mehr die japanische Gesellschaft der Edo-Zeit betreffen, hinterfragen oder einfach nur darstellen sollen. Das für nahezu sämtliche Ausländer geltende Verbot Japan zu betreten wird ebenso vorgestellt wie auch das Ausleben einer christlichen Religion in Japan, welches unter Todesstrafe stand. Obwohl zu Beginn der ersten Episode darauf hingewiesen wird, dass der Anime keinen Anspruch auf historische Korrektheit erhebt, bietet er dennoch reichlich Ankerpunkte, die an die Tatsachen der Edo-Zeit erinnern. Außerdem werden alle Inhalte, die so abstrus erscheinen, dass sie unmöglich wahr sein können, sowieso unter anderem von einem Erzähler in die Geschichte, die niemand kennt, eingeordnet. Abschließend möchte ich noch betonen, dass man keinen Hip-Hop mögen muss, um Samurai Champloo genießen zu können. Obwohl ich mit der Musikrichtung wenig anfangen kann, mag ich ihre Einflüsse im Soundtrack. Besonders die Schwertkämpfe profitieren davon und machen den Anime so einzigartig, dass man ihn einfachen sehen muss.

Vielen Dank an Nipponart für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Samurai Champloo!

© manglobe / Shimoigusa Champloos (Abbildungen)

Review: Code Name: S.T.E.A.M.

Code Name S.T.E.A.M. (1)Das Entwicklerstudio Intelligent Systems hat in den letzten Jahrzehnten reichlich Erfahrungen mit Strategie- und Rollenspielen gesammelt. Es ist Zeit für ein Projekt, in welchem wir das Geschehen nicht aus der Vogelperspektive, sondern aus der Third-Person-Ansicht erleben.

Code Name S.T.E.A.M. (2)Die Handlung von Code Name: S.T.E.A.M. ist schnell erzählt. Außerirdische greifen die Erde an und während wir im viktorianischen London die Bedrohung bekämpfen, erhalten wir auch Unterstützung aus der Luft. Gerade noch entkommen wir dem Trubel vor dem Buckingham Palace und stehen an Bord des Luftschiffs im Jahr 1865 auf einmal dem 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten gegenüber. Abraham Lincoln hat die Bedrohung aus dem All kommen sehen und deshalb seinen Tod im selben Jahr vorgetäuscht, um sich voll und ganz den Aliens zu widmen. In uns sieht der Präsident ein potentielles Mitglied für seine private Armee, die gegen die außerirdischen Lebensformen antritt. Ob wir wollen oder nicht: Fortan sind wir Teil des Strike Team Eliminating (the) Alien Menace, kurz S.T.E.A.M.. Unter diesem Codenamen retten wir zunächst Königin Victoria, bevor wir anschließend mit vereinten Kräften diverser Neuzugänge in Lincolns Armee die Vereinigten Staaten und schließlich den ganzen Planeten beschützen. Dabei entpuppt sich der Titel nicht als purer Third-Person-Shooter, wie so manch einer beim Anblick der Screenshots vermuten könnte, sondern um einen reinen Strategie-Titel mit gehörigem Action-Anteil. Da Intelligent Systems bereits viel Erfahrung mit der Fire-Emblem-Reihe sammeln konnte, ist es nicht verwunderlich, dass es hier rundenbasiert zugeht.

Einmal richtig Dampf ablassen

Code Name S.T.E.A.M. (3)Abraham Lincolns Luftschiff, die Liberty, ist Ausgangspunkt des Spiels. Von hier aus starten wir unsere Missionen, die der Reihe nach im Lauf der Kampagne freigeschaltet werden. Das Spiel ist in mehrere Kapitel gegliedert, welche wiederum in diverse Sektoren unterteilt sind. Sobald wir einen Sektor betreten, unterteilt sich das Spielfeld gleich in mehrere quadratische Felder. Mit jedem der vier Charaktere, die wir gleichzeitig in die Schlacht führen, können wir eine bestimmte Anzahl von Feldern voranschreiten. Die Anzahl der möglichen Aktionen wird in Dampf gemessen. Gehen wir also ein Feld nach vorne, verbrauchen wir einen Punkt Dampf. Andere Aktionen benötigen hingegen mehr Dampf, weshalb wir immer mit unserem Dampf haushalten sollten. Da es keine Übersichtskarte gibt, darf man sich darüber freuen, dass jeder Schritt rückgängig gemacht werden kann. Sobald allerdings eine andere Aktion außer Schritte durchgeführt wird, gibt es kein Zurück mehr. Das heißt, sobald wir einen Angriff starten oder von einem Alien selbst während unseres Zuges angegriffen werden, wird Dampf von unserem Konto abgezogen. Der Clou am Verbrauchssystem des Spiels ist, dass wir Dampf für den gegnerischen Zug aufsparen können. Sobald sich uns nämlich ein Alien nähert, können wir den Außerirdischen dazu kriegen, seinen Angriff auf uns zu unterbrechen oder zu stoppen.

Kehrseite der Medaille

Code Name S.T.E.A.M. (4)Für jeden erledigten Gegner erhalten wir Medaillen, die ebenso in einem Sektor großzügig verteilt sind und nur darauf warten, von uns gesammelt zu werden. Für eine bestimmte Menge Medaillen schalten wir neue Waffen frei, mit denen wir unsere Agenten ausrüsten dürfen. Da gibt es zum Beispiel Waffen, die auf Knopfdruck Dampf absondern oder auch Waffen, die im Kampf Shuriken auf die Gegner feuern. Manche Waffen haben sogar einen gegenteiligen Effekt. Wenn einer unserer Agenten verwundet wird, haben wir nicht die Möglichkeit, Items zum Heilen einzusetzen. Stattdessen können manche Waffen Geschosse abfeuern, welche die entsprechende Figur oder wie im Falle der Waffe Schwanengesang auch mehrere Charaktere heilen. Des Weiteren können wir die im Sektor gefundenen Medaillen an bestimmten Säulen während der Schlacht dazu verwenden, um unsere Agenten aufzuladen. Medaillen finden wir aber nicht nur im Lauf der Kampagne, sondern auch im Versus-Modus. Hier treten wir lokal oder übers Internet gegen einen anderen Spieler an. Ziel ist es entweder, das gegnerische Team zu besiegen, so viele Medaillen wie möglich zu sammeln oder aus dem Cockpit eines riesigen Lincoln-Roboters einen feindlichen Robotergiganten zu besiegen. Letzteres ist auch der einzige Spielmodus, in dem beide Spieler simultan und nicht abwechselnd antreten.

Startschwierigkeiten

Code Name S.T.E.A.M. (5)Sowohl mit einem anderen (gegnerischen) Spieler als auch im Alleingang macht Code Name: S.T.E.A.M. Spaß. Allerdings hat der Titel mit einigen Defiziten zu kämpfen. Dadurch, dass es keine Übersichtskarte gibt, ist es in unseren Augen mehr als nur umständlich, zwischen den Charakteren auf einem dermaßen kleinen Bildschirm hin- und herzuschalten, um einen Blick übers Spielfeld zu erhaschen. Besonders beim ersten Betreten des Sektors ist dies ärgerlich, da wir so noch nicht wissen, wo Gegner auf uns lauern. Fallen wir im Kampf, ist es danach aber viel zu leicht, da man den Feinden so auflauern oder aus dem Weg gehen kann. Einher geht dieses Problem mit der Steuerung. Wir bewegen uns mit dem Analog-Stick und haben drei Möglichkeiten, wie wir uns umsehen. Dies geschieht entweder über die Knöpfe oder mittels des Stylus, den wir über den Touchscreen führen. Die dritte Alternative wäre der zweite Stick des Schiebepad Pros. Da wir einige Aktionen aber ausnahmslos nur über den Touchscreen ausführen können und es keine Möglichkeit gibt, die Tasten neu zu konfigurieren, ist keine der Steuerungsmethoden wirklich gut geeignet. Wir hoffen sehr, dass Nintendo hier noch einen Patch nachliefern wird. Besitzer des New 3DS dürfen sich abschließend darüber freuen, dass sie die Amiibo-Figuren von Fire-Emblem-Charakteren beim Spielen benutzen können.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als der Titel angekündigt wurde, habe ich mich sehr auf das Spiel gefreut. Ich mag Strategie-Spiele und diese dürfen auch wie die Fire-Emblem- oder Heroes-of-Might-and-Magic-Serien gerne rundenbasiert sein. Zudem weiß ich, dass Intelligent Systems über das Wissen verfügt, ein Spielkonzept zu entwerfen, welches mich stundenlang an eine Konsole fesseln kann. Code Name: S.T.E.A.M. ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite finde ich die Idee großartig, alle Bewegungen aus der Third-Person-Perspektive zu sehen, doch auf der anderen Seite fehlt mir einfach eine Übersichtskarte. Dass ich beim Online-Spielen darauf verzichten muss, damit ich den Gegner nicht kommen sehe, ist mir bewusst und das sollte auch so sein, doch in der Kampagne ist das einfach nur nervig und hinderlich. Beim ersten Versuch schaffe ich es öfters nicht, alle Agenten lebendig ins Ziel zu bekommen. Wenn ich es dann aber nochmals probiere, gelingt es mir auf Anhieb, da ich mich mit dem Sektor ja mittlerweile gut auskenne. Außerdem muss ich sagen, dass ich mit keiner der drei Methoden, das Spiel zu steuern, wirklich gut klar gekommen bin. Meistens habe ich dann doch mit dem Schiebepad Pro gespielt, auch wenn ich es absolut nicht verstehen kann, warum dann nicht auch die anderen Knöpfe der Peripherie für andere Aktionen benutzt werden können. Mit Code Name: S.T.E.A.M. verschenkt Nintendo jede Menge Potential und ich hoffe sehr, sofern das Franchise fortgeführt werden sollte, dass man sich dann für die Feinheiten etwas mehr Zeit lässt. Wirklich schlecht ist der Titel nämlich nicht. Dafür besitzt er viel zu viele gute Ansätze. Wer Strategie-Spiele mag, darf ruhig einen Blick riskieren, doch eine gute Alternative zu Fire Emblem: Awakening darf man sich von Code Name: S.T.E.A.M. nicht erwarten.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Code Name: S.T.E.A.M.!

Review: Coppelion – Vol. 3

Coppelion - Vol. 3 (1)Nachdem die erste Volume von Coppelion wunderbar in die Handlung hineingeführt hat, war die zweite Volume erfolgreich dabei, einen roten Faden zu etablieren. Dieser wird in den drei Episoden der dritten Volume erfolgreich fortgeführt und zuweilen sehr tiefgründig wird.

Coppelion - Vol. 3 (2)Coppelion spielt in einer dystopischen Zukunft mitten in der japanischen Hauptstadt Tōkyō, in welcher der Ausnahmezustand längst aufgehoben wurde. Die einstige Riesenmetropole ist radioaktiv verseucht und somit unbewohnbar. Allerdings gibt es dort zwanzig Jahre nach der Katastrophe immer noch Menschen, die ihren Wohnort nicht verlassen wollen oder können. Aus keinem anderen Grund wurden die titelgebenden Coppelion gezüchtet. Die drei Mädchen Ibara, Taeko und Aoi sind solche Coppelion, ergo gezüchtete und genetisch aufgebesserte Menschen. Sie benötigen keine Schutzanzüge, um in der verstrahlten Stadt überleben zu können. Die dreiköpfige Rettungseinheit ist beim Vordringen in Tōkyō auf Kajii Gojiro und seine schwangere Tochter Ibuki gestoßen. Sie steht kurz vor der Geburt und sollte deshalb unbedingt ins Krankenhaus der Stadt gebracht werden, welches das Hauptquartier von ihrer Gruppe ist. Allerdings stellt sich ihnen die Erste Division entgegen. Die militärische Einheit war einst dazu ausgebildet, die Stadt zu evakuieren, doch wurde sie von der Regierung mitten in Tōkyō zurückgelassen. Niemand außerhalb der Metropole dachte daran, dass die Soldaten überlebt haben könnten. Getrieben von Rachegefühlen verfolgen sie einen todbringenden Plan.

Truppenbildung

Coppelion - Vol. 3 (3)Inmitten der Stadt wird das radioaktive Leck von einem Steinsarg abgedeckt, doch die Erste Division plant, diesen Sarg mit weiterem radioaktiven Material zu füllen und zu sprengen. Die Explosion hätte für die gesamte Welt verheerende Folgen und würde sie in kurzer Zeit ebenso wie Tōkyō zu einem lebensfeindlichen Ort machen. Da die Strahlung allerdings um den Sarg herum zu gewaltig ist, können dort selbst Menschen mit Schutzanzügen nicht lange überleben. Deshalb hat die Erste Division zwei Coppelions der Säuberungseinheit auf ihre Seite gezogen und sie davon überzeugt, dass die Menschheit schlecht sei. Ozu Kanon und Ozu Shion waren einst die beiden Partner von Haruto, der sich der Rettungseinheit bereits angeschlossen hat und jetzt gegen seine ehemaligen Verbündeten antreten muss. Obwohl die Erste Division ihr Ziel nicht aus den Augen lassen will, haben die Ozu-Zwillingsschwestern nichts anderes im Sinn, als zuvor ihre Kontrahenten auszuschalten. Diese müssen sich nun zeitgleich der Ersten Division stellen und den Transport der restlichen Überlebenden aus dem Planet-Gebäude in die Wege leiten. Entsprechend werden zwei Trupps gebildet. Während der Rettungstrupp Mensch und Tier in Sicherheit bringen kann, soll die andere Gruppe die Gegenspieler ablenken. Dabei kommt es zwangsweise zu brutalen Auseinandersetzungen mit Waffengewalt.

Existenzängste

Coppelion - Vol. 3 (4)Durch den riesigen Steinsarg inmitten von Tōkyō wird in Coppelion noch einmal deutlich, welche Intention der Anime überhaupt hat. Coppelion kritisiert die sorglose Verwendung von Atomenergie und welche Folgen dieser Umgang haben kann. Außerdem weitet Coppelion die Themen aus. Die Protagonisten und Antagonisten hinterfragen auf gegensätzliche Art und Weise ihre Existenz und wie sie damit und ihren Erschaffern umzugehen haben. Auch die Robotereinheit, welche mit Gefühlen ausgestattet ist, versucht mit dem biblischen Vergleich von Noahs Arche zu erklären, warum Tiere und Menschen gerettet werden müssten, aber er nicht. Das regt zum Nachdenken an und versucht die Grenzen der Forschung aufzuzeigen oder gar aufzuzwingen. Während in den ersten sieben Episoden vor allem Bilder benutzt wurden, um Stellung zu ergreifen, sind es in den vorliegenden drei Folgen viel mehr unsere Gedanken, die mit in den Anime einfließen. Genial! Auf der technischen Seite verfügt der Anime abermals über ein schönes Bild, in welchem höchstens zu starke Konturen stören können. Dafür bietet er abermals einen beklemmenden Soundtrack, um den Grundton des Anime zu treffen. Digitales Bonusmaterial gibt es nur in Form von Trailern, doch wie die zwei vorherigen Volumes kommt auch die dritte Volume nicht ohne ein tolles Booklet aus!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die ersten sechs Episoden hat sich der Anime Zeit gelassen, um die Grundthematik genau zu erklären und die Handlung richtig gut ins Rollen zu bringen. Daran ändert sich auch in den vorliegenden drei Folgen nichts. Hier gibt es sogar ein paar neue Einflüsse, die Coppelion noch interessanter gestalten. Ich finde es richtig gut, wie die Story geschildert und erweitert wird. Die Handlung um Ibara, Taeko und Aoi ist spannend und wird mit genügend Action aufgepeppt. Obwohl das Thema Atomenergie im Anime langsam zurückgeht, bleibt Coppelion trotzdem intelligent. In den drei Episoden der dritten Volume versucht der Anime die Wissenschaft vielleicht zwar nicht zu brüskieren, aber auf jeden Fall zu hinterfragen. Insbesondere die menschliche und tierische Existenz wird mit einem biblischen Vergleich (Arche Noah) hervorgehoben, die Bedeutung der Coppelion und von Robotern hingegen abgewertet. Da jetzt nur noch eine Volume übrig ist, bis der Anime leider auch schon zu einem Ende kommt, bin ich gespannt, welche Haltung der Anime von Regisseur Suzuki Shingo am Schluss einnehmen wird!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Coppelion – Vol. 3!

Prime Time: The Witcher 3 – Collector’s Edition (Unboxing)

Vor wenigen Tagen ist das Rollenspiel The Witcher 3 weltweit erschienen. Als Fan der Reihe hat sich unser Chefredakteur Eric die Collector’s Edition, welche exklusiv bei Amazon erhältlich war, gekrallt und prompt ein Unboxing-Video dazu aufgenommen. Wir bitten allerdings zu entschuldigen, dass das Unboxing-Video niemals alle Objekte gleichzeitig beinhaltet – dafür ist die Packung einfach zu groß. Trotzdem wünschen wir euch noch viel Spaß!

Review: One Piece: Abenteuer in Alabasta – Die Wüstenprinzessin

One Piece - Abenteuer in Alabasta - Die Wüstenprinzessin (1)Als der Film 2007 in Japan veröffentlicht wurde, befanden sich die Strohhüte noch mitten in der Handlung auf Enies Lobby. Es war also kein Platz für das Einweben eines neuen Films mit eigenständiger Story. Stattdessen hat man sich an das Abenteuer in Alabasta erinnert.

One Piece - Abenteuer in Alabasta - Die Wüstenprinzessin (2)Der achte Film der Reihe, One Piece: Abenteuer in Alabasta – Die Wüstenprinzessin, bietet grundlegend dieselbe Handlung wie schon die Episoden der vierten Serienbox. Soll heißen, dass man nichts verpasst, wenn man den achten Kinofilm auslässt. Dieser beginnt übrigens damit, dass die Strohhut-Piraten Prinzessin Vivi bereits aufgenommen haben und mittlerweile auf dem Weg zum Königreich Alabasta sind. Kurz vor ihrem Ziel angeln Ruffy und Lysop mit Vivis Ente Karuh als Köder den Charakter Bon Curry. An Bord angekommen entpuppt er sich als Verwandlungskünstler, der die Fähigkeit hat, jedes Lebewesen zu imitieren, wenn er es nur einmal berührt. Bei seiner Verabschiedung erfahren die Strohhüte seinen Namen, der für Vivi nicht neu ist. Bon Curry gehört nämlich zu Sir Crocodiles Leuten, die im Königreich Alabasta eingefallen sind und langsam versuchen, die Macht zu übernehmen. Mit ihrer Firma Baroque sind sie drauf und dran, König Kobra abzusetzen und einen Militärstaat zu errichten. Ruffy und Co können das selbstverständlich nicht zulassen und versichern Vivi, dass sie ihr helfen werden, ihr Königreich und ihren Vater zu retten und Sir Crocodile aus ihrem Land zu vertreiben. Da wird auch das Leitthema Freundschaft deutlich, welches ebenso stark im Film wie damals in der Fernsehausstrahlung in verschiedenen Situationen charakterisiert wird.

Unterschiede zwischen Film und Serie

One Piece - Abenteuer in Alabasta - Die Wüstenprinzessin (3)Grundsätzlich erfahren wir im achten Film der One-Piece-Serie nicht mehr und nicht weniger, als in den Episoden der Fernsehserie. Man hat sich hier allerdings auf die wichtigsten Fakten beschränkt, an den eher unwichtigen Stellen stark gekürzt und sich auf das Wesentliche der Handlung konzentriert. Viele One-Piece-Fans lieben das Abenteuer in Alabasta und genau die werden sich auch über die Kürzungen freuen. Wenn wir uns an die Episoden erinnern, denken wir vor allem die Zusammenfassungen am Anfang der Folgen inklusive Landkarten, auf der sämtliche Charaktere mit ihren Positionen auf der Insel festgehalten werden. Das fällt im Film zum Glück flach, um nicht wertvolle Zeit zu verlieren. Damit der Film inhaltlich Sinn ergibt, hat man an verschiedenen Stellen allerdings nicht nur gekürzt. Geringfügige Änderungen sind ebenso enthalten, um an anderen Filmstellen Zeit einzusparen. Beispielsweise erfahren wir im Film direkt von den Markierungen an den Armen der Strohhüte und nicht erst später, um das Überraschungsmoment zu erzeugen beziehungsweise im Film vorwegzunehmen, da es später kaum Bedeutung hätte. Die Änderungen muss man zwar als Fan der Serie nicht mögen, sind allerdings sehr sinnvoll eingewoben, um den Film mit begrenzter Laufzeit sehr gut zu füllen. Das heißt aber auch, dass Dialoge gekürzt worden sind, um die Kämpfe besser zu betonen.

Reduzierung aufs Nötigste

One Piece - Abenteuer in Alabasta - Die Wüstenprinzessin (4)Trotzdem: Wer Kämpfe erwartet, die sich minutenlang strecken, wird vom achten One-Piece-Film enttäuscht sein. In Alabasta tauchen so viele Gegenspieler auf, dass nicht einmal alle im Film auftauchen können. Die prägnantesten für die Handlung allerdings werden meist schnell abgearbeitet oder in alternierender Reihenfolge bekämpft. Die Verantwortlichen haben sich dennoch Gedanken gemacht und die Handlung, die im Anime auf circa achthundert Minuten kommt, auf anderthalb Stunden runtergekürzt, ohne dass es Verständnisprobleme gibt und das muss man erst einmal schaffen. Der offensichtlichste Unterschied zwischen Serie und Film ist aber wohl das Bildformat. Während die Serie damals noch im 4:3-Format auf DVD erschien, erstrahlt das Bild hier im 16:9-Format. Auf der Blu-ray-Fassung selbstverständlich in Full-HD. Das Tonformat liegt in Dolby Digital 2.0 und in DTS HD Master Audio 5.1 vor, sowohl in der deutschen als auch in der japanischen Synchronisation (mit deutschen Untertiteln). Beide Sprachfassungen sind hervorragend gelungen. Blöd ist nur, dass Chopper-Synchronsprecher Martin Halm nicht nur das Rentier, sondern auch den Rebell Corsa spricht. Im Endeffekt stört das aber kaum, da sich beide Charaktere nie miteinander unterhalten. Schade ist aber, dass auf der Blu-ray Disc keinerlei Bonusmaterial vorliegt. Über Hintergründe hätten wir uns gefreut.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die Folgen, die in Alabasta spielen, sind für mich immer noch ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite mag ich es, wie genial die einzelnen Charaktere (insbesondere Prinzessin Vivi) charakterisiert werden, aber auf der anderen Seite hat sich die Handlung doch ein wenig gestreckt. Der Film wiederum ist meiner Meinung nach schon zu sehr komprimiert. Man hätte ihm ruhig eine halbe Stunde mehr geben können, um tiefer in das Innenleben der Charaktere hineinblicken zu können. So sind die Charaktere allesamt sehr oberflächlich dargestellt, da vor allem einzelne Verknüpfungen fehlen. Zudem wird vom Film stellenweise vorausgesetzt, dass man die Episoden allesamt kennt. Sicherlich richtet sich solch ein Streifen nur an die Kenner der Serie und alle anderen werden ohnehin nicht zuschlagen, doch haben die Produzenten vergessen, was ein Film wirklich ausmacht. Man kann One Piece: Abenteuer in Alabasta – Die Wüstenprinzessin zwar anschauen, doch wer die Serie und vor allem die Episoden, die im Wüstenstaat spielen, kennt, kann den Film ruhig auslassen, da er nur eine leicht alternative Version von der Serie zeigt.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Abenteuer in Alabasta – Die Wüstenprinzessin!

Review: Kirby und der Regenbogen-Pinsel

Kirby und der Regenbogen-Pinsel (1)Auf der Electronic Entertainment Expo 2014 kündigte Nintendo das Spiel im Rahmen ihres Digital Events erstmals an. Während die Japaner bereits im Januar Hand anlegen durften an Kirby und der Regenbogen-Pinsel, mussten Europäer fast ein ganzes Jahr auf den Titel warten.

Kirby und der Regenbogen-Pinsel (2)Die Geschichte von Kirby und der Regenbogen-Pinsel ist schnell erzählt, denn im Grunde hat sich nicht viel im Dream Land verändert. Kirby mampft sich fröhlich durch das Dream Land und gerade als er den nächsten Apfel in sich hineinstopfen möchte, öffnet sich plötzlich der Himmel. Aus einer Parallelwelt heraus stiehlt die gemeine Künstlerin Tonia dem Dream Land seine Farben, um ihre eigene Welt damit zu füllen. Kirby bleibt von Tonias Zauberkraft nicht verschont, doch zum Glück schafft es auch das bunte Wesen Eline aus der Parallelwelt in das nun durch und durch graue Dream Land. Schnell erlangt der Edelknödel seine Farbe zurück und beschließt auf der Stelle, seiner neuen Freundin Eline zu helfen. Anstatt sich also dem verblassten Apfel und somit der Völlerei hinzugeben, machen sich die beiden durch das Portal am Himmel auf, um Elines Welt vor ihrer ehemaligen Freundin Tonia zu retten. Es beginnt eine Reise durch sieben fantasievolle Welten mit jeweils drei typischen Levels und jeweils einer Bossgegner-Stage. Allerdings spielt sich Kirby und der Regenbogen-Pinsel durchgehend anders als die herkömmlichen Jump ’n’ Runs der Reihe. Hierbei handelt es sich weniger um ein Jump ’n’ Run, sondern mehr um ein Geschicklichkeitsspiel. Kirby kann zwar an einigen Stellen nach wie vor durch die Gegend hüpfen, doch kontrollieren wir ihn diesmal indirekt.

Der Regenbogen-Pinsel

Kirby und der Regenbogen-Pinsel (3)Tippen wir ihn beispielsweise an, schreckt der kugelrunde Vielfraß auf und rollt aufgrund seiner Körperstruktur los, bis er wieder zum Stillstand kommt. Um Kirby auf höhergelegene Plattformen zu dirigieren, zeichnen wir einfach mit Hilfe des Touch Pens eine Linie auf den Bildschirm des Wii U GamePads, damit er die Verbindung zwischen beiden Ebenen nutzen kann. Das machen wir durchgehend im ganzen Spiel, um überall Sterne einzusammeln, die bis zu fünf versteckten Schätze in einem Level zu finden und Gegner aus dem Weg zu rollen. Die Schwerkraft kann uns an den von uns gezeichneten Linien übrigens egal sein, denn hier klebt Kirby einfach dran und fällt nur herunter, wenn sich die Linie nach einigen Sekunden auflöst. Haben wir einhundert Sterne gesammelt, können wir auch einen Spezialangriff mit voller Kraft starten, um größere Gegner oder besondere Steine zu beseitigen. Hin und wieder ist das nötig, um an die bereits erwähnten Schätze in Truhenform zu gelangen, in denen sich sammelbare Figuren oder Soundtrack-Stücke aus früheren Kirby-Spielen befinden. Später ist das Einsetzen dieser Fähigkeit besonders knifflig, da wir mit Wasser, Lava, Bomben und noch gefährlicheren Gegnern zu tun bekommen, die uns bei Körperkontakt ausbremsen oder es gar schaffen, unsere Fähigkeit abzuwürgen. Als Kirby aus Knete hat man es eben nicht leicht!

Kurze Reise

Kirby und der Regenbogen-Pinsel (4)Kirby und der Regenbogen-Pinsel fällt größtenteils sehr leicht aus. Besonders die ersten paar Levels bieten kaum Herausforderungen und führen ins Spielkonzept ein. Ab der dritten Welt werden Spielabschnitte kniffliger und hin und wieder darf sich Kirby auch verwandeln. Je länger wir mit der Steuerung, die in den ersten zwei Spielstunden gewöhnungsbedürftig wirkt, auseinandersetzt, desto eher meistern wir diese Stellen. Scheitern wir mehr als zwei Mal an derselben Stelle, bietet uns der Titel sogar an, den Abschnitt zu überspringen. Wir verurteilen Nintendo für diese Praxis immer noch, da so selbst unerfahrene Spieler weniger Anreiz haben, selbst kleine Herausforderungen zu meistern. Abstellen lassen sich diese Anzeigen nach den zwei Fehlversuchen in den Optionen übrigens nicht. Kirby und der Regenbogen-Pinsel bietet außerdem auch einen Mehrspielermodus, in dem bis zu drei andere Spieler die Rolle von Waddle Dees übernehmen können, um Kirby zu beschützen. Dadurch, dass sich das Spiel um Kirby und nicht um die Waddle Dees dreht, wirkt der Modus aufgesetzt. Hier wäre sicherlich mehr möglich, würde die Wii U mehr als ein Wii U GamePad unterstützen. Optisch wirkt der Titel aufgrund seines Knetmassestils sehr charmant und die Musik gehört mit zum Besten in der gesamten Kirby-Reihe. Schade nur, dass Kirbys Reise nach circa fünf Stunden vorbei ist.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als der Titel angekündigt wurde, habe ich mich sehr darüber gefreut, dass auch Kirby nun sein erstes Abenteuer auf der Wii U erhält. Allerdings hielt die Freude nicht lange an, denn nachdem mir bewusst wurde, dass das Spiel ausnahmslos mit dem Touch Pen und dem Wii U GamePad gespielt wird, habe ich mich gefragt, warum Nintendo das Spiel nicht auf dem 3DS veröffentlicht. Wenn ich alleine spiele, ist es einfach Stromverschwendung, den Fernseher nebenbei laufen zu lassen – dort passiert nichts anderes, als auch auf dem Screen des Wii U GamePads, auf den ich ohnehin durchgehend starren muss. Der Mehrspielermodus bietet nämlich auch keinen großen Anreiz, sodass ich Freunde lieber zu einer Partie Mario Kart 8 oder Super Smash Bros. for Wii U einlade. Da der Titel außerdem über keine Online-Anbindung verfügt, über welche ich sehr gerne mit Freunden in Highscore-Listen gemessen hätte, verlängert der Titel seine Spielzeit nicht wirklich gut. Der Anreiz liegt in Kirby und der Regenbogen-Pinsel eher darin, wieder einmal alle versteckten Objekte zu finden, die kreuz und quer in der Welt verteilt sind. Ist man gut, kann man alle Inhalte des Story-Modus beim ersten Durchgang in unter fünf Stunden finden. Wenn man allerdings ungeübt ist und auch alle Herausforderungen bestehen will, kann man gerne drei bis vier Stunden dazu addieren. Kirby und der Regenbogen-Pinsel ist dadurch kein schlechtes Spiel. Es verfügt über ein paar spaßige Ideen, einen unvergleichlichen Look, einen tollen Soundtrack und obwohl mir die Steuerung anfangs zu ungenau erschien, komme ich genau mit dieser am Ende des Spiels am besten aus – genau dann, wenn das Spiel leider schon vorbei ist und im Regal verstauben wird.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Review: Das Leben des Budori Gusko

Das Leben des Budori Gusko (1)In Japan wurde der Film mit dem Originaltitel Guskō Budori no Denki bereits Mitte 2012 auf der großen Leinwand gezeigt. Hierzulande hat man abermals darauf verzichtet, einen Anime in die Kinos zu bringen. Stattdessen erscheint Das Leben des Budori Gusko direkt auf Blu-ray.

Das Leben des Budori Gusko (2)Wie es der Filmtitel schon vermuten lässt, dreht sich der Titel voll und ganz um den Charakter Guskō Budori. Dieser lebt im fiktiven Land Ihatov mit seiner Familie tief in einem Wald. Das Leben geht seinen gewohnten Gang. Budori geht zur Schule, während sein Vater Nadori als Holzfäller im Wald sein Tagwerk verrichtet. Seine Mutter bestellt hingegen das Feld, damit seine Familie im Winter genügend Nahrung hat. Neri, Budoris Schwester, hilft ihr dabei. Es ist eine freundliche Familie, die in einer heilen und funktionierenden Welt lebt. Eines Tages soll sich Budoris Leben allerdings für immer ändern. Die Sonne lässt sich im Frühling nicht mehr so häufig blicken, sodass im Mai sogar noch Schneeregen auf die Erde rieselt. Dadurch muss die Familie die Ernte stark rationieren, um über den langen Winter zu kommen. Es soll der letzte Winter sein, den sie als Familie erleben werden, denn im nächsten Frühjahr steigt die Temperatur nicht mehr an. Budoris Vater verschwindet im Wald und kurz darauf versucht seine Mutter ihren Gatten zu finden. Als die beiden nicht wiederkehren, taucht plötzlich ein Kinderfänger auf, der die Situation der beiden Kinder ausnutzt. Während Budori sich den Worten des Mannes verschließen kann, gibt seine Schwester aufgrund des Hungers nach.

Biografische Ereignisse

Das Leben des Budori Gusko (3)Die Ausgangslage des Films versetzt Budori in eine Lage, die sich niemand von uns in solch einem Alter wünschen würde. Ganz alleine auf der Welt, beschließt er, das Land Ihatov zu bereisen und einen neuen Sinn zu finden. Die Handlung schildert fortan mehrere Stationen seines Lebens. So trifft er beim Verlassen des Waldes auf den Großbauern Rotbart, der ihn unter seine Fittiche nimmt und ihn in der Landwirtschaft unterrichtet. Durch aufkommende Dürreperioden in den folgenden Jahren verschlägt es Budori außerdem in die Stadt, wo er mit seinem Wissen zunächst kurz von Professor Kūbō und später von einer ganzen Gesellschaft in die Vulkanologie eingewiesen wird. Zwischenzeitlich wacht Budori immer wieder in einer anderen Welt auf, in welcher der Kinderfänger als Richter auftritt und ihn fürs Überschreiten der Grenze zur Rechenschaft ziehen will. Allerdings muss man dazu sagen, dass der Film mit seiner Handlung an vielen Stellen sehr offen bleibt. Er bietet dafür genügend Freiraum zur Interpretation, denn Das Leben des Budori Gusko spielt nur so mit Metaphern. Es gibt kein Muster, nachdem der Film die elegische Grundstimmung mit Höhen und Tiefen aufbaut. Es ist eine gewollte Aneinanderkettung von Ereignissen, die zum Teil biografisch sind und das Leben des bereits 1933 verstorbenen Autors Miyazawa Kenji versucht wiederzugeben.

Universelle Ideen

Das Leben des Budori Gusko (4)Um von Äußerlichkeiten abzulenken und den Blick auf das Wesentliche zu richten, hat sich Regisseur Sugii Gisaburō wie bei seinem Anime Ginga Tetsudō no Yoru aus dem Jahr 1985 dafür entschieden, die Charaktere auch bei dieser Umsetzung eines Miyazawa-Romans als Katzen erscheinen zu lassen. Mit dieser Entscheidung sollen nicht in erster Linie mehr Kinder angesprochen werden, sondern die verarbeiteten Ideen universeller erscheinen. Des Weiteren wird durch die Vulkanologie auch auf Katastrophen hingewiesen und diese verarbeitet. Dadurch könnte man sich stundenlang mit den Themen und Theorien des Films beschäftigen. Während der Film inhaltlich eine ganz eigene Note für sich innehält, braucht er sich auf der technischen Seite nicht vor der Konkurrenz verstecken. Wunderschöne Grafiken, vor allem die Wälder und Felder in der ersten Filmhälfte, erweichen unser Herz auf eine sehr schöne und auch sehr traurige Art und Weise. Dem Soundtrack gelingt es weitgehend durchgehend die Stimmung der Charaktere widerzuspiegeln, ohne dass diese ihre Emotionen ständig mit Worten untermauern müssen. Sowohl die deutsche, als auch die japanische Synchronisation können in den Dialogen glänzen. Fans der deutschen Synchronisation dürfen sich über einen Besuch im Synchronunternehmen Kölnsynchron freuen. Ein tolles Booklet liegt ebenfalls bei.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Das Leben des Budori ist ein Film, den man sich wirklich in Ruhe anschauen und sich viel Zeit dafür nehmen sollte. Er bietet keinerlei oder kaum Action, stattdessen möchte er lieber mit vielen Metaphern über Leben, Familie, Tod und Selbstaufopferung zum Nachdenken anregen. Das Leben des Budori Gusko bietet so viele Facetten, über die man sich stundenlang austauschen möchte, da viele Handlungsstränge im Film einfach nicht zu Ende erzählt werden. Zumindest nicht zu solchen Enden, die man bei einer stringenten Erzählung erwarten würde. Dieser Anime ist wesentlich tiefgründiger und fühlt sich stellenweise sehr echt und real an, zumal Miyazawa Kenji, der Autor der Buchvorlage, sein eigenes Leben in sein Werk hat einfließen lassen. So wurde seine Heimat Iwate von Dürren heimgesucht und zudem wird ihm nachgesagt, dass er ein aufmerksamer Schüler war. Außerdem hat er seine Schwester verloren und beschäftigte sich später mit Geologie. Ich bin froh, dass das Booklet, welches der Blu-ray Disc beiliegt, solche Fakten ergänzend liefert, um das Werk als ganzes ansatzweise verstehen zu können. Wer sich auf diesen intelligenten Anime einlassen und sich mit tiefgründigen Fragen beschäftigen möchte, wird sicherlich nicht enttäuscht werden!

Vielen Dank an Anime House für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Review: Sin City 2: A Dame to kill for

Sin City 2 - A Dame to kill for (1)1991 vollendet der Comicautor Frank Miller den ersten Band der Comic-Reihe Sin City. Eine Reihe, die er eine ganze Dekade lang in insgesamt dreizehn Bänden fortführt und beendet. Im Jahr 2005 folgte ein Kinofilm. Bis Sin City 2: A Dame to kill for sollten neun Jahre vergehen.

Sin City 2 - A Dame to kill for (2)Um die Handlung von Sin City 2: A Dame to kill for verstehen zu können, ist Vorwissen aus dem ersten Serienteil nicht unbedingt vonnöten. Allerdings vereinfacht es das Verstehen sehr, da Sin City 2 zeitlich vor, während und nach den Geschehnissen des ersten Films spielt. Die Charaktere sind zum Teil dieselben Figuren, doch treten neue Persönlichkeiten auf. Wer den ersten Teil noch nicht gesehen hat und sich nicht beeinflussen lassen möchte, sollte jetzt nicht weiterlesen, da wir für das Review auf offene und abgeschlossene Handlungsstränge aus dem ersten Film eingehen. Unter den bereits bekannten Charakteren befindet sich zum Beispiel die Tänzerin Nancy Callahan, die nach dem Tod ihres Retters und Beschützers John Hartigan in der Bar arbeitet, in der Senator Roark im Hinterzimmer illegales Glücksspiel betreibt. Dieser ist indirekt für Hartigans Tod verantwortlich, weshalb Callahan versucht, Rache zu nehmen und ihn zu töten. Währendessen wird sie von Visionen geplagt, in denen Hartigan auftritt. Im zweiten Teil der Sin-City-Reihe sind die Szenen abermals intelligent miteinander verknüpft. Das heißt, dass sich die Handlungsorte überschneiden, in welchen die Figuren auftreten. Die Bar, in der Callahan tanzt, wird so auch von anderen Charakteren besucht. Beispielsweise von Johnny, der sich Roark mehrmals im Kartenspiel stellt und seine Vergangenheit aufarbeitet.

Überkreuzende Handlungsstränge

Sin City 2 - A Dame to kill for (3)Dwight McCarthy hingegen ist ein Privatdetektiv in Basin City, der eigentlich nur Fotos für eine eifersüchtige Frau von ihrem Ehemann Joey und seiner Geliebten machen soll. McCarthy entscheidet sich allerdings dafür, Joey auszuschalten, um dessen Geliebte vor dem sicheren Tod zu retten. Wie Johnny muss sich auch McCarthy seiner Vergangenheit stellen, um sich von seiner ehemaligen Partnerin Ava Lord mental zu trennen. Physisch fällt es ihm jedoch schwer, von ihr Abschied zu nehmen. Sie üben Geschlechtsverkehr aus, doch als sie ihm erzählt, dass ihr Ehemann sie verprügelt, will er ihr helfen. Um ihren Ehemann auszuschalten, besucht er die eingangs erwähnte Bar, in welcher er auf seinen Freund Marv trifft, welcher bereits im ersten Teil auf einen unglücklichen Rachefeldzug durch die Stadt gegangen ist. Gemeinsam stürmen sie das Anwesen und erfahren dort, dass Lord nicht ganz so unschuldig ist und ihre eigenen Pläne verfolgt. Um diese zu verwirklichen, spannt sie den Polizisten Mort mit den Mitteln ihrer Weiblichkeit für ihre Zwecke ein. Nicht nur die Bar, sondern auch der Stadtteil Sacred Oaks und das Rotlichtviertel sind wiederkehrende Handlungsorte in Sin City 2: A Dame to kill for. Das heißt im Umkehrschluss, dass weitere Nebenfiguren aus dem ersten Teil wie Manute, Goldie, Wendie, Gail und Miho ebenso alternierend in Erscheinung treten.

Unvergessliche Elemente

Sin City 2 - A Dame to kill for (4)Am optischen Erscheinungsbild hat sich nichts geändert. Wie in Sin City wurden die meisten Szenen vor einem Greenscreen gedreht und die Hintergründe später am Computer ausgefüllt. Da Sin City ursprünglich ein Comic ist, soll auch der Film so wirken. Die Umgebungen sind somit allesamt surreal gestaltet. Durch den Schwarzweißfilter wirkt die angewandte Technik allerdings ansatzweise echt. Das heißt aber nicht, dass Sin City 2 durchgehend farblos ausfällt. Einzelne Elemente, sprich ein Hemd, die Augenfarbe, Reklametafeln oder gleich eine ganze Person können auch in Farbe erscheinen und heben sich somit besonders von Hintergrund und Umgebung ab, die farblos gestaltet sind. Erzählt wird die Geschichte des Films sowohl in Dialogen, als auch in Monologen. Ebenso kommen Gedankengänge zur Geltung, die uns das Innenleben der Charaktere näherbringen und uns tiefer in die Atmosphäre ziehen. Nach wie vor ist man von den finsteren Charakteren fasziniert, die fast episodenartig vorgestellt werden, doch wird die beklemmende Atmosphäre des Vorgängers nicht ganz erreicht. Wer allerdings schon den ersten Teil mochte, wird auch in den zweiten Film eintauchen können. Das liegt vor allem an den herausragenden Schauspielern wie Joseph Gordon-Levitt. Eva Green bleibt uns noch sehr lange im Gedächtnis, denn diese spielt Ava Lord erschreckend faszinierend.

Konfliktlösung

Sin City 2 - A Dame to kill for (5)In weiteren Rollen sehen wir unter anderem Bruce Willis (Hartigan), Jessica Alba (Callahan), Ray Liotta (Joey) oder Christopher Meloni (Mort). Eine Überraschung stellt Christopher Lloyd dar, der hier einen Arzt spielt, der zudem drogensüchtig ist. Sämtliche Schauspieler verkörpern ihre Rollen auf die eine oder andere Weise so gut, dass sie sich gegenseitig voneinander abheben, obwohl sie alle sündigen und in den gleichen Sumpf des Verbrechens hinabsteigen. Nahezu jede Figur hat mit einem inneren Konflikt zu kämpfen. Ein Mann, der sich nicht im Stande fühlt, sich von seiner Liebe zu trennen und ein verheirateter Mann, der sich seinen Neigungen und einer Illusion hingibt, sind nur zwei Beispiele, die sich in Basin City ereignen. Gelöst werden die inneren und äußeren Probleme ohnehin meistens mit Gewalt. Es beginnt mit einem recht philosophischen Selbstmord und endet mit dem Ausschalten eines Antagonisten. In Basin City werden die Probleme unter Freunden und Verwandten allerdings ebenso gelöst. Dazwischen werden dutzende Gegenspieler ausgeschaltet und die Gewalt mit filmischen Stilmitteln dargestellt. Köpfe werden abgetrennt, Kehlen durchgeschlitzt und unwichtige Figuren mit einem Lächeln im Gesicht durchlöchert. Das ist alles so überzeichnet, dass die Graphic Novel ständig und überall dargestellt wird. Fans der Vorlage wird es gefallen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Vor kurzem habe ich Sin City zum ersten Mal gesehen und war gleich von den vielen Stilmitteln beeindruckt – in Bild und Ton! Einen Tag später konnte ich bereits Sin City 2: A Dame to kill for anschauen und war nicht mehr so ganz begeistert. Mir hat der Film zwar gefallen, doch ergänzt er die Handlung einfach nur, ohne neue Akzente zu setzen. Wären beide Filme direkt hintereinander gedreht worden, wie es heute leider viel zu oft der Fall ist, hätte ich volles Verständnis dafür gehabt. Allerdings sind zwischen den Dreharbeiten neun Jahre vergangen. Neun Jahre, in denen man genug Zeit hatte, eben diese Akzente auszuarbeiten, zumal der Nachfolger bereits nach dem Kinostart des ersten Teils beschlossene Sache war. So ist es nicht verwunderlich, dass Sin City 2 an den Kinokassen gefloppt ist. Die Fortsetzung kommt für einen Erfolg viel zu spät und so würde es mich nicht wundern, wenn die Arbeiten am dritten (und vermutlich) letzten Film eingestellt werden, sofern der Film den Heimkinomarkt nicht erobern kann. Trotzdem möchte ich Fans des ersten Teils auch den zweiten Teil empfehlen, da er immer noch überdurchschnittlich ist und einfach nur mehr vom Gleichen bietet. Besonders Eva Green hat mich die ganzen 103 Minuten des Films mit ihrer Schauspielkunst beeindruckt. Definitiv eine ihrer besten Rollen!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Sin City 2: A Dame to kill for!

Review: Coppelion – Vol. 2

Coppelion - Vol. 2 (1)Vor ein paar Monaten haben wir euch bereits die erste Volume von Coppelion vorgestellt, die mit vier Episoden einen guten Einstand lieferte. Die zweite Volume verfügt zwar nur über drei Folgen, doch sind diese nicht minder spannend und werden zum Teil sogar politisch.

Coppelion - Vol. 2 (2)Japans Hauptstadt Tōkyō wurde in der dystopischen Zukunft, in welcher Coppelion spielt, kontaminiert. Der Regierungssitz wurde verlegt und die Stadt weitgehend evakuiert. Dennoch leben wenige Menschen weiterhin in der verlassenen Metropole und fristen dort ihr Dasein. Aus keinem anderen Grund wurde die Bildung einer Spezialeinheit in Auftrag gegeben. Dabei herausgekommen sind die so genannten Coppelion, die aufgrund ihrer genetischen Struktur gefahrlos in Tōkyō als Rettungseinheit operieren können. Spezialanzüge brauchen sie nicht und sobald sie Überlebende der Katastrophe gefunden haben, werden diese umgehend von ihnen mit der Hilfe von Außentrupps evakuiert – sofern sich die Menschen nicht weigern. Das ist in den ersten vier Episoden bisweilen nämlich häufiger vorgekommen, doch langsam hat sich auch ein roter Handlungsfaden entwickelt, den wir in den drei vorliegenden Folgen der zweiten Volume bereits erfahren dürfen. Dabei fängt ihr Arbeitstag wie gewöhnlich an. Die drei Coppelion Ibara, Taeko und Aoi entdecken einen verunglückten Transporter auf dem Weg in ein Krankenhaus in der Tōkyōter Innenstadt. Als sie den verletzten Kaiji Gojiro und seine schwangere Tochter Ibuki retten, werden sie von maskierten Männern angegriffen.

Vergessene Bedrohung

Coppelion - Vol. 2 (3)Ihnen gelingt zwar die Flucht, doch wird Taeko beim Versuch Ibuki zu schützen, verwundet. Herr Kaiji führt die Gruppe zu einem Ort namens Planet. Ein wissenschaftliches Großlabor, das inmitten der verseuchten Stadt zumindest in den Innenräumen unbeschadet geblieben ist. Dort bekommt Taeko die Hilfe, die sie benötigt. Außerdem planen sie ihr weiteres Vorgehen, denn Ibuki steht kurz vor der Geburt und muss dringend ins Krankenhaus, welches als das Hauptquartier ihrer Gruppe fungiert. Sie erfahren, dass es sich bei den Maskierten um die so genannte Erste Division handelt. Die Coppelion horchen auf, denn schließlich stellen sie die mittlerweile dritte Division der Bodenstreitkräfte dar. Die Erste Division war ebenfalls für die Evakuierung der Stadt tätig, doch stehen sie stellvertretend dafür, dass die Schutzanzüge vor einigen Jahren noch nicht ausgereift waren. Ebenso sind sie das Sinnbild für die Opfer, die der Strahlenkrankheit anheimgefallen sind. Sie wurden damals in der Stadt zurückgelassen und mit der Zeit hat man sie bereits vergessen. Ihre Darstellung soll vor dem falschen Einsatz von Atomenergie oder gar Kernwaffen mahnen. Die Erste Division verfolgt in Coppelion eigene Pläne und hat es deswegen auf die titelgebenden Protagonistinnen abgesehen. Eine der drei Coppelion wird entführt, woraufhin ein weiterer Coppelion namens Haruto eingeführt wird.

Der richtige Umgang

Coppelion - Vol. 2 (4)Die vorliegenden drei Episoden drehen sich vor allem um die Rettung der Entführten, doch da Haruto der Säuberungseinheit angehört, hat er ein gänzlich anderes Moralverständnis als seine weiblichen Mitstreiter. Sein Auftrag ist es, die Erste Division auszuschalten und somit ihre diabolischen Pläne zu vereiteln. Außerhalb Tōkyōs trifft ihr Vorgesetzter Herr Mishima auf den Premierminister Japans. Als der Premierminister von der Existenz der Ersten Division erfährt, befehligt er, dass die Rettungseinheit ebenfalls zur Vernichtung hinzugezogen werden sollen. Er lässt sich hier auch nicht auf Diskussionen ein; später empfängt er Herrn Mishima nicht einmal mehr. Man geht hier auf den falschen Umgang mit nuklearen Problemen um und versucht so wichtige Parallelen zur Realität zu ziehen (Umgang der japanischen Regierung mit Fukushima). Es ist erstaunlich, wie man in einem verhältnismäßig kurzen Anime so viele unterschiedliche Aspekte unterbringen kann. Obwohl man die ernste Intention des Anime nicht von der Hand weisen kann, bietet er ebenfalls wieder spannende Erlebnisse mit unseren drei Hauptfiguren, die sehr dramatisch und vor allem actionreich inszeniert werden. Es wird auf zwei Unterhaltungsebenen hervorragend gezeigt, wie man mit dem Thema umgehen darf. Durch den Cliffhanger am Ende der siebten Episode freuen wir uns schon auf weitere Folgen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Atomenergie ist allgegenwärtig. Man bezieht sie oder spricht darüber, aber man macht sich nur selten Gedanken darüber, wie man als privater Mensch damit umzugehen hat. Sie hat weitreichende Vor- und Nachteile. Der Anime Coppelion versucht auf sehr beeindruckende Weise und mit erschreckenden Bildern zu zeigen, zu welchem schrecklichen Szenario der falsche Umgang mit Atomenergie führen kann. Des Weiteren ist der Anime nicht weniger unterhaltend. Durch den einsetzenden roten Faden durch die Story von Coppelion fiebert man mit den Charakteren mit, die Bedrohung durch die Erste Division zu verhindern. Auf zwei Ebenen gelingt es Coppelion mich bei Laune zu halten und ich bin schon sehr gespannt darauf, welche Akzente der Anime in den nächsten sechs Episoden setzen wird.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Coppelion – Vol. 2!

Review: One Piece: Box 9 (Episoden 264-294)

One Piece - Box 9 (1)Eigentlich suchen Ruffy und die anderen Strohhut-Piraten in der Stadt Water Seven nur nach einem Schiffszimmermann, der sich um ihr ramponiertes Schiff, die Flying Lamb, kümmert. Als sie diesen jedoch finden, soll das Verschwinden ihrer Kameradin Robin aber alles ändern.

One Piece - Box 9 (2)Die Ereignisse in der Stadt Water Seven überschlagen sich. Robin möchte auf einmal nichts mehr mit den Strohhüten zu schaffen haben und auf Herrn Eisberg, der Leiter der größten Werft in Water Seven, wird ein Mordanschlag verübt. Dieser wird prompt Ruffy und seinen Mitstreitern angehängt, doch es stellt sich schon bald heraus, dass hinter dem Anschlag auf Herrn Eisberg die geheime Organisation Cipherpol 9 steckt. Die Geheimagenten sind nur im Auftrag der Weltregierung unterwegs. Sie sollen die geheimen Pläne für eine uralte Waffe finden, mit der man auf einen Schlag die gesamte Welt vernichten kann. Irgendwie scheinen der Cyborg Frankie und Robin mit diesen Plänen unweigerlich verknüpft zu sein. Während Frankie von den Geheimagenten mit Gewalt gefangen genommen wird, stellt sich Robin der Weltregierung auf eigene Faust. Sie möchte ihre Freunde nicht in Gefahr bringen und gibt schließlich nach; ohne jedoch eine Erklärung zu liefern. Ruffy und Co wollen und können sich ihrer Entscheidung nicht beugen und nehmen mit dem Rocketman, einer Eisenbahn, die zwischen Water Seven und der Gerichtsinsel Enies Lobby verkehrt, die Verfolgung auf. Sie schaffen es allerdings nicht rechtzeitig, den Gefangenentransport einzuholen und müssen die Festung infiltrieren. Dass das gleich nach hinten losgeht, liegt wieder einmal an Ruffy.

Neue Gefahren

One Piece - Box 9 (3)Gemeinsam mit Frankies Familie stürmen sie die Insel und machen dort Bekanntschaft mit alten und neuen Feinden, die nur auf ihre Ankunft gewartet haben. Der Oberbefehlshaber der Cipherpol 9, Spandam, verfolgt allerdings nicht die Interessen der Regierung, sondern ist nur auf seine eigenen Vorteile aus und handelt kaum in deren Auftrag. In den vorliegenden Episoden stehen sowohl Spandam, als auch die Agenten der Cipherpol 9 im Mittelpunkt. Obwohl diese selbst in einem Zwist mit Spandam stehen, müssen sie für ihn arbeiten. Da die Gerichtsinsel Enies Lobby zugleich der Hauptsitz der Cipherpol 9 ist, bekommen es Ruffy, Zorro, Sanji und Nami mit weiteren Feinden zu tun, die sich ihnen in den Weg stellen. Da wäre zum einen das Plappermaul Eule, der einen aufgedunsenen Körper besitzt. Zudem sind seine Zähne mit einem Reißverschluss versehen, damit er nicht alles verraten kann, was ihm seine Kollegen anvertrauen – lustigerweise passiert das trotzdem häufig genug. Außerdem neu im Bunde sind Jabura und Kumadori. Bei dem letztgenannten Charakter hat man sich an das japanische Kabuki-Theater orientiert. Obwohl die Feinde gemeinsam Enies Lobby sehr gut verteidigen könnten, hat Spandam noch ein Ass im Ärmel. Sollte es zum Äußersten kommen, kann er einen Buster Call auslösen, welcher gleich zehn Kriegsschiffe auf den Plan rufen kann.

Gestreckte Handlung

One Piece - Box 9 (4)Die 31 Episoden der neunten Serienbox befinden sich auf einem mittelmäßigen Niveau – trotz der eigentlich sehr spannenden Handlung. Das liegt aber vor allem daran, dass einige Folgen unglaublich in die Länge gezogen werden. Nicht ganz unschuldig daran sind die neuen Intros, die für die vorliegenden Episoden genutzt wurden. Sie bieten ein zu langsames Tempo, sodass man sich nicht gleich in eine Folge hineingeworfen fühlt. Die Zusammenfassung am Anfang einer Episode nimmt zudem gefühlt viel zu viel Platz ein; die Ereignisse werden wiederholt so oft wiederholt, dass es auch der letzte One-Piece-Fan verstanden hat. Zudem sind Rückblicke nicht ausgeschlossen. Während Robins Kindheit auf der Insel Ohara absolut erklärt werden muss, sind wir bei den anderen Rückblicken verärgert, denn diese haben nur Ruffys Kindheit oder die ersten Begegnungen der Strohhüte zum Inhalt – und den hat man in der Serie schon mal genau so gesehen! Hier merkt man, dass Tōei Animation die Serie Ende 2006 unbedingt strecken musste. Das merkt man auch an den Spezialfolgen, die in der Parallelwelt Grand Jipang spielen und die Handlung von One Piece nicht beeinflussen. Jipang leitet sich hierbei von Jipangu ab; ein Begriff, der alternativ für Japan benutzt wird beziehungsweise wurde. So hat dies bitteren Nachgeschmack zur Folge, auch wenn diese Staffel genial dramatisch endet.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 264 bis 294 der Serie): Ich liebe One Piece und ich liebe Anime, doch wenn ich es etwas nicht mag, dann sind das Anime, die künstlich in die Länge gezogen werden. Bei einem Anime, der sowieso schon mehrere hundert Folgen auf dem Buckel hat, finde ich das besonders ärgerlich. Die Episoden der neunten Serienbox von One Piece sind nämlich genau das – gefühlt unendlich in die Länge gezogen. Zusammenfassungen nehmen gut und gerne inklusive Intro bis dreißig Prozent einer Folge ein. Wäre das noch zu ertragen, wollen mich die Verantwortlichen auch noch mit Episoden ärgern, in denen nur das gezeigt wird, was ich auch schon in den ersten zweihundert Folgen der Serie erlebt habe. Das darf bitte nicht falsch verstanden werden! Ich finde es gut, wenn einzelne Motive noch einmal deutlich gemacht werden, doch diesen ganze Episoden zu widmen, ist verschenkte Liebesmühe. Dafür habe ich mich sehr darüber gefreut, dass man auch endlich mal etwas aus Robins Kindheit sehen kann. Dieser Charakter war bisher ja recht mysteriös aufgebaut und so finde ich es toll, dass nun auch dieses Geheimnis gelüftet wurde. Hoffen wir mal, dass sich One Piece nach diesen ständigen Wiederholungen fängt und mir mit der zehnten Serienbox Episoden begegnen, die sich mehr an den ersten zweihundert Folgen orientieren. Erinnern tut man sich an diese ja anscheinend sehr gerne – dann auch bitte genau so umsetzen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Box 9 (Episoden 264-294)!

Prime Time: Super Smash Bros. for Nintendo 3DS / for Wii U (Premium Sound Selection) Unboxing

Bereits im Oktober 2014 konnten Fans von Beat ’em ups Hand anlegen an Super Smash Bros. for Nintendo 3DS. Bis zum letzten Dezember musste man sich dann gedulden, wenn man sich auch auf der großen Mattscheibe in Super Smash Bros. for Wii U die virtuelle Birne einschlagen wollte. Hatte man beide Spiele im Club Nintendo registriert, erhielt man als Dankeschön in den letzten Tagen die Premium Sound Selection auf zwei CDs. Wir haben unsere CD einmal ausgepackt und verraten euch, über welche Tracks sich Besitzer des Soundtracks freuen dürfen.

Review: Zombiber

Zombiber (1)Wer sich fernab der Blockbuster auch für Nischentitel interessiert, wird sicherlich gerne mal durch die Tonträgerabteilung in Kaufhäusern schlendern und kuriose Filme entdecken. Einer dieser Kuriositäten ist sicherlich der Film Zombiber von Regisseur Jordan Rubin.

Zombiber (2)Jenn wurde von ihrem Freund Sam mit einer anderen Frau betrogen, doch da dieser nicht mit ihr Schluss machen möchte, hält er den Kontakt zu Jenn. Daraufhin beschließt Jenns Freundin Mary, sie und ihre gemeinsame Verbindungsschwester Zoe zu einem Wochenende außerhalb der Stadt und in der freien Natur zu verbringen. Die einzige Kommunikation nach außen ist der Festnetzanschluss in der Blockhütte ihres Cousins, was vor allem Zoe und Jenn zusetzt, da diese sich ins finstere Mittelalter, sprich die Zeit vor Instagram und Co, zurückversetzt fühlen. Nach kurzem Hin und Her versuchen die Mädchen ihren Spaß am See zu haben und von der Männerwelt abzuschalten. Die Idylle wärt jedoch nicht lange, denn am Abend tauchen an der Blockhütte nach vier Stunden Fahrtzeit ihre Freunde Tommy und Buck auf, die sogar Sam mit auf den Trip genommen haben. Während Buck sofort über seine Freundin Zoe herfällt, kann auch Tommy seine Finger nicht bei sich behalten und verschwindet daraufhin mit Mary gleich ins Hinterzimmer. Während ihre gemeinsamen Freunde Geschlechtsverkehr ausüben und die Situation für Jenn und Sam nicht noch peinlicher werden kann, ist die Situation zwischen den beiden angespannt. Jenn lässt sich allerdings nicht mehr auf Sam ein und zieht es vor, lieber zu duschen. In der Dusche macht sie eine folgenschwere Entdeckung. Der Horror beginnt!

Nagetier-Horrorfilm

Zombiber (3)Unter Geschrei verlässt Jenn das Badezimmer, um ihre Freunde zu warnen. Die überwältigen den scheinbar tollwütigen Biber mit einem Baseballschläger. Anstatt wieder nach Hause zu fahren, wollen sie das Wochenende dennoch in den Bergen und am See verbringen. Hätten sie lieber auf Jenn gehört, denn während sie im See baden, schrecken sie die restlichen Biber auf, die ebenfalls schon zu kleinen Monstern mutiert sind. Die restliche Geschichte können sich Fans von Horror-Filmen sicherlich denken, doch um die Spannung nicht zu nehmen, wollen wir euch an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Wie bei einer guten Zombie-Apokalypse sind die Biber gänzlich mutiert und nagen alles an, was ihnen in die Quere kommt. Das Bein von Buck, der Hund von Zoe, Telefonleitungen und ganz klassisch Bäume und Holz. Ihr habt sehr wohl richtig gelesen! Die Biber sind dermaßen intelligent, dass sie auch die Telefonleitung in der Blockhütte kappen und dasselbe Spiel sogar bei ihren Nachbarn wiederholen. Gemeinsam mit dem Jäger Smyth wollen die jungen Leute aus der Wildnis entkommen, doch kaum haben sie den nächsten Schritt geplant, bemerken sie, dass die Biber ihnen mal wieder voraus sind. Das ist dermaßen hanebüchen, dass es auch schon wieder richtig lustig und unterhaltend ist. Dazu kommt, dass die Zombiber ihre Krankheit an andere Lebewesen weitergeben können.

Gute alte Tugenden

Zombiber (4)Welche abstrusen Gestalten dadurch herauskommen können, solltet ihr am besten selbst im Film erleben. Gut gefällt uns dabei, dass man sich bei der Maske einigermaßen viel Mühe gegeben hat und die optische Präsenz der monströsen Elemente gar nicht so schlecht ist. Die Biber sind übrigens keine miesen Computereffektspielereien, sondern kleine Puppen und Maschinen. Man fühlt sich direkt wieder in die Achtziger Jahre versetzt. Trotzdem könnte das erste Drittel des Films für den einen oder anderen Zuschauer anstrengend sein. In achtzig Prozent aller Dialoge geht es nur um Geschlechtsverkehr. Das nimmt in den anderen beiden Filmdritteln zwar nicht ab, fällt dann aber nach der Eingewöhnungszeit gar nicht mehr auf. Einen Oscar für die schauspielerische Leistung bekommt keiner der Darsteller. Die meisten Schauspieler tun ihr Bestes, doch überzeugen kann eigentlich nur Cortney Palm in der Rolle von Zoe. Von Anfang bis Ende macht Zoe so einiges durch; ihre Entwicklung ist allerdings glaubhaft und jederzeit nachvollziehbar. Sowohl in der guten deutschen Synchronisation, als auch in der englischen Originalfassung, kann der Film in 1080p und im 16:9-Format (1,85:1) mit einem guten Bild punkten. Nur gelegentlich stören ein paar wenige Unschärfe-Effekte. Wer sich tatsächlich auf Zombiber einlässt, weiß 78 Minuten lang genau, was er da bekommt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Als ich zum ersten Mal von Zombiber gehört habe, war mir schon klar, dass hier kein Top-Hit der Filmwelt auf mich warten würde. Bei solch einem Filmtitel weiß man schließlich schon vorher, was man bekommt. Aufgrund dieser Tatsache war mir bewusst, auf was ich mich hier einlasse und kann deswegen nicht vom Film enttäuscht sein. Sicherlich sind die Dialoge platt und mit fortschreitender Laufzeit werden die Situationen immer abstruser. Die Biber beißen sich langsam durch das Holz, die Blockhütte fängt durch einen Kurzschluss (natürlich erzeugt von einem Biber) Feuer und in Anbetracht der wenigen Optionen, die den Charakteren bleiben, wollen diese lieber noch ein weiteres Mal miteinander schlafen, als sich zu retten. Solche und andere Momente sind aber prägnant für Zombiber und machen den Film deswegen zu einem Genuss für Fans des guten Trash-Fans. Bis zu einem bestimmten Grad nimmt sich Zombiber ernst, doch irgendwann fällt die mutige Fassade des Drehbuchautors und der wahre Schrecken ist im Grunde nur für die besten Lachanfälle zuständig, die ich seit langem bei einem Horror-Film hatte. Man muss dem Film eine Chance geben, doch wenn ihr ihn euch tatsächlich anschauen wollt, trommelt lieber noch schnell eure besten Freunde zusammen und genießt einen unvergesslichen Abend!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Zombiber!

Review: Toukiden Kiwami

Toukiden Kiwami (1)Mit dem Monster-Hunter-Franchise hat Capcom eine Videospielserie geschaffen, welche vor allem im Land der aufgehenden Sonne sich vieler Fans erfreut. Trotzdem ist die Reihe alles andere als zugänglich. Toukiden Kiwami schafft es, dieses Manko gekonnt zu umgehen.

Toukiden Kiwami (2)Zu Beginn des Spiels erstellen wir in einem leicht verständlichen Editor unseren Charakter, der fortan sein Dasein als Dämonenjäger im Dorf Utakata fristen darf. Hier schließen wir uns den örtlichen Dämonenjägern an, mit denen wir gemeinsam außerhalb des Dorfes die bösen Oni vertreiben. In der japanischen Mythologie tauchen Oni seit Jahrhunderten auf und werden übersetzt oft als Dämonen, Teufel oder Oger übersetzt. Dämonen passt unserer Meinung bei der Darstellung von Oni in Toukiden Kiwami allerdings am besten. Utakata ist zwar mit einer magischen Barriere umgeben, welche die Oni nicht durchdringen können, doch planen unsere Feinde die Menschheit zu vernichten. Ergo müssen wir verhindern, dass die Oni die Barriere durchbrechen. Je mehr Missionen wir für den Schutz Utakatas absolvieren, desto eher machen Gerüchte die Runde, dass die Oni ebenso daran arbeiten, eine uralte Macht zu erwecken, die vor acht Jahren bereits von den Dämonenjägern abgewehrt wurde. Diese zeitliche Differenz ist im Verlauf der Handlung sehr wichtig, da wir öfters mit den Dorfbewohnern und vor allem sehr häufig mit unseren Mitstreitern Gespräche zwischen den Missionen führen, in denen wir erfahren, wie sie persönlich von der Geschichte betroffen sind. Die Story ist zwar spannend, wird aber durch das Aufleben des Heldenkomplex bei sämtlichen Gruppenmitglieder gestört.

Pure Waffengewalt

Toukiden Kiwami (3)Nach einer Mission heißt vor einer Mission. Das bedeutet, dass wir uns in Utakata nicht auf die faule Haut legen dürfen. In den Missionen erbeuten wir von vernichteten Oni Materialien oder finden diese blinkend am Wegesrand. Haben wir bestimmte Objekte in einer gewissen Anzahl gesammelt, können wir diese beim Schmied einschmelzen und daraus neue Waffen und Rüstungsteile formen. Man kann zwar lange Vertrauen in seine alte Rüstung setzen, doch besonders die Waffen sollte man sobald wie nur möglich verbessern, denn einige Kämpfe in Toukiden Kiwami ziehen sich mit veralteten Schwertern oder Gewehren ohne ausreichend Schusskraft zu sehr in die Länge. Wer gut vorbereitet in die Schlacht zieht, wird selten auf nennenswerte Probleme stoßen. Durch das breitgefächerte Waffensortiment kann man zudem mit oder ohne Experimentieren schnell einen Spielstil verinnerlichen, mit dem man den Rest des Spiels verbringen möchte. Neben Schwertern und Gewehren, gibt es beispielsweise auch Lanzen oder stählerne Handschuhe. Außerdem ist man selten alleine unterwegs. In der Regel unterstützen uns bei der Suche nach bestimmten Oni unsere virtuellen Freunde, die ordentlich austeilen und verschiedene Spezialfähigkeiten haben. Besonders bei den Bosskämpfen ist ein gutes Team hilfreich, denn mit der Zeit treten uns immer stärkere Oni im Kampf gegenüber.

Leben nach dem Tod

Toukiden Kiwami (4)Neben Missionen dürfen wir ebenfalls Quests erfüllen, von denen wir maximal fünf Stück auf einmal aktivieren können. Allerdings ist das Quest-System von Koei Tecmo fehlerhaft. Wenn wir zum Beispiel eine bestimmte Anzahl eines Oni-Typs ins Nirwana schicken sollen, müssen wir den Quest unbedingt aktivieren. Sonst werden die Tode nicht gezählt. Sollen wir aber nur eine gewisse Anzahl Objekte wie Lotusblüten sammeln, ist es unsinnig, einen sehr wertvollen Platz in der Quest-Liste dafür zu vergeuden. Selbst wenn wir fünf Quests aktiviert haben, so können wir einen sechsten Quest trotzdem annehmen und abschließen, wenn wir die Items in unserem Beutel bereits verstaut haben. Sowohl für Missionen als auch für Quests erhalten wir Haku, die Währung des Spiels. Diese geben wir beim Schmied, beim eher unwichtigen Item-Händler oder bei einer Geistlichen aus. Bei dieser verbessern wir unsere gefundenen Mitama, Seelen von göttlichen Wesen, Geistern oder gestorbenen Menschen. Hier nutzt Koei Tecmo wieder sämtliches Wissen aus ihren Historienspielen wie Samurai Warriors 4, denn vor allem Personen der japanischen Geschichte wie die erste Königin Japans Himiko oder Reichseiniger Tokugawa Ieyasu und Oda Nobunaga werden in den Mitama verewigt. Die Mitama lassen sich in den Waffensockeln einfügen. Je mächtiger sie sind, desto mehr Fähigkeiten haben wir.

Kampf der Giganten

Toukiden Kiwami (5)Man kann nicht leugnen, dass sich Toukiden Kiwami sehr an Capcoms Monster-Hunter-Serie orientiert. Allerdings verschlimmbessern die Entwickler von Koei Tecmo das Vorbild. Bisher hat es uns sehr gestört, dass man sehr viel Zeit in ein Spiel stecken musste, um es ansatzweise zu beherrschen. Selbst nachdem die Grundlagen in Monster Hunter 3: Ultimate erlernt waren, war es schwierig, sich in der prähistorischen Welt zurecht zu finden. In Toukiden Kiwami ist die Spielwelt wesentlich moderner und nachdem wir hier die Grundkenntnisse erlangt haben, können wir problemlos ins Geschehen eintauchen. Bereits nach ein bis zwei Stunden können wir schon große Erfolge feiern. In einem Teil der Monster-Hunter-Reihe säßen wir hier noch daran, eine angemessene Ausrüstung für die Monsterjagd zusammen zu stellen. Dafür bietet Toukiden Kiwami den ganzen Simulationsansatz nicht, der Capcoms Werk einzigartig macht. Toukiden Kiwami fühlt sich eher wie Phantasy Star Online: Episode I & II an. Anstatt überall langatmige Animationen abzuspielen, wird hier ein Item einfach vom Boden aufgehoben. So müssen wir auch nicht ständig irgendwelche Tränke benutzen, um unsere Ausdaueranzeige im grünen Bereich zu halten und unsere Waffen werden auch nicht stumpf. Es ist alles sehr viel klarer definiert und formuliert. Die Bedienung wird gestärkt, die Atmosphäre abgeschwächt.

Gemeinsame Oni-Jagd

Toukiden Kiwami (6)Wer sämtliche Herausforderungen des Einzelspielermodus bestehen will, wird sicherlich bis zu vierzig oder fünfzig Stunden beschäftigt sein. Dass dieser jedoch alleine ganz schnell öde wird, weiß man spätestens nach den ersten fünf Kapiteln. Also verbinden wir die PlayStation 4 mit dem Internet und gehen mit unseren Freunden auf die Oni los. Koei Tecmo vergisst hier die Spieler, die lieber offline gemeinsam vor dem Fernseher die riesigen Oni zu Fall bringen wollen. Unverständlich, denn bei Hyrule Warriors und Konsorten klappt das doch auch ohne Probleme. Trotzdem macht der Titel online sicher genauso viel Spaß. Mit echten Menschen ist der Erfolg noch viel süßer, als es mit den intelligenten virtuellen Mitstreitern der Fall ist. So bietet Toukiden Kiwami noch eine deutlich längere Spielzeit, wenn man denn Willens ist, sich so lange mit dem Titel zu beschäftigen. Man muss sich nämlich im Klaren darüber sein, dass Toukiden Kiwami das Rad nicht neu erfindet und wie ein Monster-Hunter-Ableger sehr schnell sehr repetitiv wird. Wer monatelang nicht spielt, wird sich in Toukiden Kiwami dank der übersichtlichen Gestaltung aber schneller wieder einfinden können. Optisch merkt man dem Titel an, dass er zunächst für die PlayStation Vita entwickelt worden ist. Trotzdem sieht die PlayStation-4-Fassung alles andere als schlecht aus und touchiert so keine Defizite weg.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Grundsätzlich mag ich das Konzept von Capcoms Monster-Hunter-Reihe sehr, doch hat es Capcom bisher versäumt, sämtlichen Ablegern eine vernünftige Einleitung zu spendieren. Fast alles muss ich mir dort selbstständig beibringen; Erklärungen sind Mangelware. Da bin ich froh, dass Koei Tecmo einen Klon ins Rennen schickt, der für mich alles gleich viel besser macht. Man zeigt mir an jeder Stelle des Spiels meine Möglichkeiten auf. Ich muss nicht stundenlang durch die Gegend laufen, um die Schwachstellen von Gegnern herauszufinden. Außerdem sagt man mir klipp und klar, welche Ausrüstung ich mir zusammenstellen kann und erfahre auch relativ schnell, was ich dafür tun muss. Ich kann Monster-Hunter-Fans verstehen, die lieber alles selbst herausfinden wollen und vor allem den zeitintensiven Simulationsansatz mögen, doch für die Spieler, die zu wenig Geduld oder einfach nicht die Zeit haben, sich fünfzig Stunden in ein eigentlich tolles Spiel einzuarbeiten, bis es richtig losgeht, ist Toukiden Kiwami eine sehr gute Alternative. Allerdings muss ich sagen, dass ich mir persönlich noch mehr erhofft hatte. Obwohl ich die ersten Stunden wirklich genossen habe, lässt nach 25 Stunden Spielzeit die Konzentration oder eher gesagt der Wille nach, mich weiterhin mit dem Spiel zu beschäftigen. Auch hier sind die Aufgaben zu repetitiv und selbst der Kampf gegen die Oni gegen abwechslungsreicher sein. Beispielsweise wird die Umgebung der Spielwelt nicht mit einbezogen. Die optimale Lösung, das Spielprinzip zu perfektionieren, bietet demnach weder die Monster-Hunter- oder die Toukiden-Reihe. Ich hoffe jedoch sehr, dass Koei Tecmo weiterhin am Franchise arbeiten wird und mit dem nächsten Serienteil deutlich mehr Abwechslung ins Spiel bringt.

Vielen Dank an Deep Silver für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Toukiden Kiwami!

Review: The Devil is a Part-Timer! (Vol. 3)

The Devil is a Part-Timer! (Vol. 3) (1)Nach den turbulenten Ereignissen der ersten beiden Volumes kehrt langsam wieder Ruhe in der Nachbarschaft ein. Satan Jakobu und sein treuer Diener Arushieru können sich also erst einmal wieder entspannen, doch langsam, aber sicher, beginnt die Fassade wieder zu bröckeln.

The Devil is a Part-Timer! (Vol. 3) (2)Nach wie vor lebt Satan Jakobu unter dem Decknamen Maō Sadao mit seinem Diener in einer kleinen Wohnung mitten in der japanischen Metropole Tōkyō. Damit die beiden überhaupt in der modernen Welt überleben können, arbeitet Maō immer noch in einer MgRonald-Filiale in der Innenstadt. Zu Beginn der vier enthaltenen Episoden wird er gleich zum stellvertretenden Filialleiter ernannt. Zwar hat er nun eine größere Weisungsbefugnis, doch mit neuen Rechten kommen zugleich neue Pflichten auf ihn zu. Besonders ärgerlich dürfte es sein, dass genau in diesem Moment auf der gegenüberliegenden Straßenseite die Konkurrenzkette Sentucky Fried Chicken ein Geschäft eröffnet hat. Die Kundschaft wendet sich prompt von MgRonald ab und Sentucky Fried Chicken verdient ein Vermögen mit ihren leckeren Hähnchen. Zusammen mit seinen Kollegen, wozu sich auch Sasaki Chiho zählt, die sich unsterblich in den Fürsten der Dämonen verliebt hat, müssen sie sich eine Taktik überlegen, um die einst treue Kundschaft zurück zu gewinnen. Ob und mit welchen Mitteln ihnen das gelingt, möchten wir an dieser Stelle nicht verraten. Immerhin erhalten wir durch das anstehende Tanabata-Fest einen guten Einblick in die japanische Tradition. Japanische Tradition ist ein gutes Stichwort, denn unter Maōs Wohnung zieht ihre neue und traditionsbewusste Nachbarin Kamazuki Suzuno ein.

Probleme des Großstadtlebens

The Devil is a Part-Timer! (Vol. 3) (3)Die Charaktere lernen sich untereinander kennen, schließen neue Freundschaften und bilden dadurch Sphären, innerhalb welcher sie schließlich agieren. Dadurch kommen reichlich neue Geheimnisse ans Tageslicht und Verwechslungen sind ebenfalls an der Tagesordnung. Dazu kommen die typischen Probleme des Lebens mit und unter Freunden. Arushieru leidet unter heftigen Magenschmerzen, was sein Mitbewohner Hanzo Urushihara, sofort ausgenutzt wird. Da dieser das Haus nicht verlassen darf, surft er den ganzen Tag lang im Internet und hat so relativ schnell den großen Online-Versandhandel Jungle entdeckt. Hier bestellt er Tag ein, Tag aus die unnützesten Dinge und reduziert somit die Haushaltskasse von Arushieru und Maō. Dieser wiederum versteht die eindeutigen Anspielungen seitens Sasaki nicht, wenn diese bei einer Bestellung in der Filiale im Fushima-Park nur leicht bekleidet im Bikini mit ihren prallen Brüsten, vor ihm steht (obwohl sie ihm ihre Liebe schon gestanden hat). The Devil is a Part-Timer! verliert auch in der dritten und somit vorletzten Volume nicht an Humor, doch stagniert dafür die Handlung sehr. Es werden zwar immer mal wieder wichtige Fakten in die Geschichte eingewoben, doch sind diese rar gesät. Man weiß nicht, woraufhin die Serie aufbauen möchte. Drei Folgen bleibt dem Anime noch Zeit, zum Ende zu kommen.

Moderne Veröffentlichung

The Devil is a Part-Timer! (Vol. 3) (4)Im Gegensatz zu den anderen drei der insgesamt vier Volumes, verfügt The Devil is a Part-Timer! (Vol. 3) gleich über vier Episoden und bietet somit eine Gesamtlaufzeit von circa zwei Stunden, wenn das recht spärliche Bonusmaterial mit einberechnet wird. Dieses besteht aus Karaoke-Versionen von Intro und Outro, sowie Trailern zu anderen Titeln von Anime House. In physischer Form wird das Bonusmaterial abermals von einem kleinen Booklet ergänzt. In diesem befinden sich zum einen Hintergrundinformationen über die einzelnen Episoden. Die Infohäppchen sind quasi wie eine Speisekarte formuliert. Des Weiteren werden die wichtigen Charaktere mit ihren Eigenheiten aufgelistet und ein wenig charakterisiert. Dazu gesellen sich Informationen zu dem Filmgenre Jidaigeki (da es in einer Episode angesprochen wird) und zu Udon; inklusive einer kurzen Anleitung, wie ihr beim Kochen von Zaru Udon vorgehen müsst. Der obligatorische Bierdeckel darf auch bei der dritten Volume nicht fehlen. Am technischen Gerüst hat sich bei The Devil is a Part-Timer! nichts geändert. Das Bild strahlt nach wie vor in 1080p auf dem Fernsehbildschirm und bietet damit ein sehr scharfes Erlebnis, welches mit schönen (dieses Mal aber zu selten genutzten) Effekten ergänzt wird. Das Tonformat bleibt bei DTS-HD Master Audio 2.0. Die japanische Synchronisation ist abermals herausragend.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die erste Hälfte von The Devil is Part-Timer! hat mir sehr gut gefallen. Zumindest in Bezug auf den tollen Humor. Die Handlung ist nämlich schon etwas abgedreht und verliert in meinen Augen in den vorliegenden Episoden recht schnell den Pfaden. So kann ich zwar bei vielen lustigen Stellen und sehr komischen Situationen mehr als nur einmal lachen, doch wenn die Erzählung darunter leidet, stufe ich das nicht sonderlich qualitativ ein. Drei Episoden bleiben dem Anime noch übrig, um zu einem befriedigenden Ende zu gelangen. Ich hoffe sehr, dass The Devil is Part-Timer! in den letzten Folgen noch die Kurve bekommt und mich zufriedenstellen wird. Nach den ersten sechs tollen Folgen bin ich nach der zehnten Episoden nämlich doch etwas schockiert, wie schnell ein Anime mit nur wenigen Folgen an Qualität einbüßen kann.

Vielen Dank an Anime House für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Devil is a Part-Timer! (Vol. 3)!

Review: The Protector

The Protector (1)In den Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts versucht Jackie Chan im US-amerikanischen Filmmarkt Fuß zu fassen. Nachdem dieses Unterfangen 1980 mit Die große Keilerei bereits fehlschlug, versuchte er es in Zusammenarbeit mit Regisseur James Glickenhaus 1985 erneut.

The Protector (2)Die Handlung von The Protector ist zu Beginn in New York City angesiedelt. In einer Nacht wird dort im Stadtteil Bronx ein Lastwagen mit einer Ladung Computerteile überfallen. Die beiden Polizisten Billy Wong und Michael Alexander kommen leider zu spät am Tatort an. Während der Fall für sie abgehakt ist, versuchen sie sich nach der langen Nacht und nach dem Dienst mit Alkohol in einer Bar zu betäuben. Kaum haben sie sich gesetzt, wird die Bar von einer Gruppe Kleinkrimineller überfallen. Bei diesem Vorfall wird Wongs Kollege Alexander tödlich verwundet. Dem Schützen gelingt es vom Ort des Geschehens zu fliehen, woraufhin Wong sofort die Verfolgung aufnimmt. Es folgt eine Jagd durch die Straßen von New York City, welche für den Todesschützen im East River tödlich endet. Daraufhin wird Wong vom Polizeichef zum Personenschutz versetzt. Während einer Modenschau wird Laura Shapiro von unbekannten Tätern entführt. Es stellt sich jedoch schnell heraus, dass hinter dem Vorfall der Drogenbaron Harold Ko steckt. Gemeinsam mit seinem neuen Partner Danny Garoni will Wong den Fall aufklären. Ihre Reise führt sie aus den Vereinigten Staaten von Amerika nach Hongkong (damals noch im Kolonialbesitz der britischen Krone). Dort erhalten sie weitere Instruktionen, wie sie vorzugehen haben. Ihre erste Anlaufstelle ist hier ein Massage-Salon.

Von New York City nach Hongkong

The Protector (3)Langsam decken die New Yorker Polizisten Wong und Garoni die Verschwörung auf. Ihr Ziel ist nicht nur die Entführung von Shapiro aufzuklären, sondern auch das Drogenkartell von Ko zu sprengen. Da sich in Hongkong Gerüchte schnell verbreiten, hat dieser schon längst vom Auftrag der beiden Polizisten erfahren. Um den Rückschlag aufzuholen, müssen sie sich mit ihren Kontaktmann im Hafen der Stadt auseinandersetzen. So und nicht anderes gelangen sie immer weiter an Informationen. Das Bild setzt sich langsam zusammen, doch die Gefahren nehmen nicht ab. So versuchen Kos Leute mehrmals, Wong und Garoni zu töten. Auch eine Bestechung wird unternommen. Wie sich die restliche Handlung entwickelt, kann man sich grundsätzlich denken, da diese sich kaum überraschend entwickelt. Trotzdem ist es spannend, die Aufklärung beider Fälle mitzuerleben. Man fiebert regelrecht mit Wong und Garoni mit, wie sie sich in der Hongkonger Unterwelt herumschlagen. The Protector legt den eigentlichen Schwerpunkt aber klar auf die Action. Dadurch, dass mit Jackie Chan und Danny Aiello zwei Schauspieler unterschiedlicher Nationalitäten mitwirken, fällt diese zudem variantenreich aus. Chan setzt auf sein Können als Martial-Arts-Künstler und Aiello lässt seine Fäuste sprechen. Zudem macht er gelegentlich Gebrauch von seiner Maschinenpistole, um Dampf abzulassen.

Uneinigkeiten

The Protector (4)Obwohl Glickenhaus’ The Protector finanziell kein Erfolg wurde, schaffte er es, eine wirklich gute Symbiose zwischen ostasiatischer Kampfkunst und brachialer Waffengewalt zu schaffen. Trotzdem ist der Film sehr US-amerikanisch inszeniert. Man merkt ständig, dass Hollywood seine Hände im Spiel hat. Die Handlung des Films ist so ernst wie sein Humor. Zwar müssen wir manchmal bei bestimmten Dialogen schmunzeln, doch in Gelächter brechen wir niemals aus. Die Synchronsprecher verrichten ihre Arbeit dennoch sehr, sehr gut. Zudem hat man für die wichtigsten Charaktere auf bekannte Sprecher zurückgegriffen. Hans-Georg Panczak, den die meisten von euch sicherlich als Stimme von Mark Hamill aus der alten Star-Wars-Trilogie kennen, leiht beispielsweise Chan seine Stimme. Das Bild liegt im 16:9-Format vor und sieht verhältnismäßig gut aus. Zumindest in der westlichen Fassung. Auf der Blu-ray Disc liegt im Bonusbereich nämlich auch noch der Jackie-Chan-Cut in einem HD-Upscale vor. Chan und Glickenhaus hatten sich beim Dreh aufgrund verschiedener Entscheidungen des Regisseurs dermaßen verkracht, dass sich Chan genötigt fühlte, den Film eigens erneut zu schneiden. Diese Version richtet sich mehr ans Hongkong-Kino-Publikum. Es lohnt sich also auch diese Fassung zu anzusehen, da hier weitere Handlungsstränge (alternativ) eingewoben worden sind.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): In der ganz ursprünglichen Glickenhaus-Version richtet sich der Film trotz gekonnter Verbindung von ostasiatischer Kampfkunst und brachialer Action-Gewalt vor allem an Fans der US-amerikanischen Action-Kinos. Das muss nichts schlechtes sein, denn in den Achtziger Jahren befand sich die Action bei den meisten Filmen auf einem noch sehr humanen Niveau. The Protector unterhält etwas mehr als neunzig Minuten wirklich gut. Man merkt jedoch, dass einige Szenen einfach nicht auf Hauptdarsteller Chan zugeschnitten sind. Beispielsweise kommt es zu ein paar Szenen im Massage-Salon, in denen viel nackte Haut bei Frauen gezeigt und sexuelle Handlungen angedeutet werden. Auch einige Action-Szenen, bei denen US-typisch herumgeballert wird, waren Chan ein Dorn im Auge. Daher sollten sich Fans des Hongkong-Kinos unbedingt auch die Chan-Schnittfassung ansehen. Hier werden die angesprochenen Szenen wegrationalisiert und teilweise durch neue Handlungsstränge ersetzt. Chan hat zurück in Hongkong nämlich gänzlich neue Szenen mit zum Teil neuen Darstellern gedreht, um das Erlebnis intensiver zu gestalten. Gelungen ist ihm das auf jeden Fall. Mir gefällt diese Fassung persönlich besser – auch wenn ich es mehr als nur schade finde, dass dadurch Danny Aiellos Figur Garoni unterpräsent erscheint und der Film stellenweise so wirkt, dass nur Chan die Hauptrolle einnehme. Egal welche Version ich mir auch anschaue: Sie haben ihre Vor- und Nachteile, unterhaltsam sind sie aber beide.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Protector!

Review: Hamatora: The Animation (Vol. 1)

Hamatora - The Animation (Vol. 1) (1)Wer in Hamatora: The Animation ein- und durchsteigen will, sollte sich zuvor mindestens den ersten Band der Manga-Reihe durchgelesen haben. Es wird viel Fachwissen vorausgesetzt, welches im Anime nicht sonderlich tiefgehend erklärt wird. Eigentlich kein sehr guter Start!

Hamatora - The Animation (Vol. 1) (2)Während Hamatora: The Comic im Jahr 2013 beginnt, ist Hamatora: The Animation bereits im Jahr 2014 angesiedelt. Entsprechend schwierig wird es für Neulinge, die Charaktere richtig einzuordnen. Außerdem weiß man als Nichtkenner des Franchises nicht, was innerhalb dieses einen Jahres passiert ist. Trotz anfänglicher Verwirrungen ist die Ausgangslage jedoch fast dieselbe. Naisu leitet in der japanischen Stadt Yokohama die Detektei Hamatora. Allerdings kann er sich kein eigenes Büro leisten. So und nicht anders kam es dazu, dass er sich in einem Café eingenistet hat. Der Begriff Büro ist für die Detektei allerdings übertrieben, denn ein einzelner Tisch kann wohl nur schlecht das Büro einer engagierten Detektei darstellen. Gemeinsam mit seinen beiden Kollegen Murasaki und Hajime löst er in Yokohama einen Fall nach dem anderen. In ihrem ersten Fall sollen sie einen Tresor bewachen, dessen Inhalt für die Bösewichte in der ersten Episode anscheinend von Bedeutung sind. Es kommt dazu, dass der Tresor geöffnet werden muss, doch welche Entdeckung sie machen, solltet ihr am besten mit eigenen Augen erleben. Der zweite Fall dreht sich hingegen ums Mobbing und in der dritten Folge auf der Blu-ray Disc wird der wohl wichtigste Hintergrund von Hamatora: The Comic beziehungsweise Hamatora: The Animation ins Rampenlicht gerückt. Es geht ums Minimum.

Minimum

Hamatora - The Animation (Vol. 1) (3)Mit Minimum ist hier eine spezielle Fähigkeit gemeint, welche die verschiedenen Charaktere in Hamatora: The Animation auszeichnen. Selbst die Protagonisten Naisu und Murasaki sind mit solchen Fähigkeiten ausgestattet, welche sie an der Facultas-Akademie erlangt haben. So ist es der Detektei auch möglich, gegen gefährliche Gegner, sogenannte Minimum Holders, anzutreten. Darauf läuft es wie im Manga nämlich auch im Anime hinaus. Die Action wirkt stellenweise zwar übertrieben, doch liegt der Fokus sowieso auf der Aufklärung und den Dialogen. Diese sind recht humorvoll geschrieben, doch auf Seiten der Bösewichte können diese eine ungeheure Tiefe erlangen. So oder so: Obwohl einige Fakten mit der Zeit leicht geklärt werden, bietet der Anime keinesfalls die Einleitung, welche wir im Manga erfahren. In den meisten Fällen würden wir dann direkt vom Kauf des Anime abraten, doch wer sich die erste Volume des Animes in der limitierten Erstauflage zulegen will, erhält den ersten Band kostenlos obendrauf. Das ist ein feiner Zug seitens Kazé Anime und gefällt uns sehr gut. Falls ihr allerdings noch ein wenig zu den enthaltenen Episoden oder den Charakteren erfahren wollt, dürft ihr euch über ein kleines Booklet freuen, welches ebenfalls der ersten Volume beiliegt – ebenso wie zwei Karteikarten zu je einem Protagonist. Digitales Bonusmaterial fehlt.

Maximum

Hamatora - The Animation (Vol. 1) (4)Auf der technischen Seite verfügt Hamatora: The Animation optisch über ein wunderschönes Bild in der Full-HD-Auflösung. Sämtliche Konturen fallen scharf aus. Hintergründe wirken so, als ob man sie direkt von der Realität übernommen und mit reichlich Farbe aufgepuscht hätte. Vor allem in Innenräumen hat man das Gefühl, dass die Texturen photorealistisch ausfallen. Unterlegt werden sämtliche Szenen mit einer gelungenen Hintergrundmusik. Kämpfe werden mit bedrohlichen Klängen unterlegt und in den lustigen Momenten erklingen fröhliche Melodien. Hamatora: The Animation liegt auf der Blu-ray Disc sowohl in der herausragenden japanischen Synchronisation vor, als auch in einer guten deutschen Übersetzung. Hier wartet beispielsweise die Stimme von Matti Klemm auf euch, während in der japanischen Fassung Ōsaka Ryōta dem Charakter Naisu seine Stimme leiht, der beispielsweise auch schon für den Charakter Nanashi in Akiba’s Trip: Undead & Undressed verantwortlich war. Die deutsche Fassung kann ohne deutsche Untertitel angeschaut werden, doch wer die japanische Fassung genießen möchte, muss mal wieder Untertitel zwangsweise in Kauf nehmen. Im Jahr 2015 ist das antiquiert und muss wirklich nicht mehr sein. Trotzdem ist der überwiegende technische Aspekt grundlegend herausragend gelungen und verbessert das Gesamterlebnis erheblich.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Der Anime Hamatora: The Animation ist eine nette Ergänzung zum Manga, doch als eigenständige Produktion kann der Titel einfach nicht funktionieren. Grundlegende Fakten werden so gut wie gar nicht erklärt und wenn man eine Sekunde lang nicht aufpasst, kann man mitunter schon den Anschluss verpassen. Warum man sich nicht einfach am Manga orientiert hat, ist mir ein Rätsel. Ich finde es gut, dass die Fälle wohl eigenständig aufgebaut sind, doch es fehlt einfach eine Einleitung für jeden, der den Manga noch nicht gelesen hat und vielleicht auch nicht lesen will. Da hilft es Kazé Anime in meinen Augen nur wenig, den Manga in der Limited Edition der ersten Volume kostenlos beizulegen. Das ist wirklich ein netter Zug und wer sowieso beide Medien konsumieren will, wird sich sicherlich sehr darüber freuen, doch am undurchsichtigen Anime ändert sich daran nichts. Ich hoffe sehr, dass sich die Handlung mit den nächsten Volumes schnell einpendeln wird und zumindest über einzelne Fragmente Charaktere und Handlung deutlich besser erklärt beziehungsweise charakteririsiert werden.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Hamatora: The Animation (Vol. 1)!