Partner: NMag-Interview mit Yasuhiro Wada

In weniger als zwei Wochen erscheint Hometown Story für den 3DS in Europa. Beim NMag gibt es passend dazu derzeit ein aufschlussreiches Interview mit Yasuhiro Wada, dem Erfinder von Harvest Moon und Hometown Story. Welche Erkenntnisse beim Gespräch mit Herrn Wada ans Tageslicht kommt, könnt ihr in folgendem Video selbst erfahren. Wir wünschen euch gute Unterhaltung!

Review: Professor Layton und die verlorene Zukunft

untitledZeitreisen, riesige Kulissen, finstere Machenschaften, ein Hochstapler, rätselwütige Passanten und ein tiefgründiger, sowie verletzbarer Professor Layton machen den dritten und letzten Teil der ersten Trilogie um den Zylinderträger 2010 zum bisher besten Teil der Reihe.

Professor Layton und die verlorene Zukunft (2)Nach ihren letzten Abenteuern im geheimnisvollen Dorf und im Molentary-Express, in dem sie unter anderem das Rätsel der Schatulle der Pandora gelöst haben, haben sich Professor Layton und sein selbsternannter Lehrling Luke Triton eine wohlige Auszeit verdient. Daraus wird jedoch nichts, denn der Professor erhält schon bald einen Brief, der ihn zum nächsten großen Mysterium führen wird. Dieser Brief stammt von Luke, doch nicht von dem Luke der Gegenwart. Obwohl es der Professor nicht glauben kann und erst für einen Scherz von Luke hält, stammt der Brief anscheinend von einem Luke Triton, der im London der Zukunft lebt. Die Ereignisse überschlagen sich. Auf einer kleinen Veranstaltung stellt Dr. Alain Stolypin seine Zeitreisemaschine vor, doch das Experiment schlägt fehl und sowohl Stolypin, als auch der Premierminister Bill Hawks und einige weitere Assistentinnen verschwinden vom Ort des Geschehens spurlos. Ist das nicht schon mysteriös genug, machen sich Professor und Lehrling auf den Weg in einen Uhrenladen in der Midland Road, wo sie Antworten finden werden. Im Uhrenladen befindet sich nämlich angeblich eine Zeitmaschine, die funktionieren soll. Als sie die Maschine erblicken, begeben sich unsere beiden Helden mit Krach und Gepolter scheinbar auf eine Reise durch Zeit und Raum in ein London, welches vom Chaos regiert wird.

Zurück in die Zukunft

Professor Layton und die verlorene Zukunft (3)Um das London, welches zehn Jahre in der Zukunft angesiedelt sein soll, dreht sich die Story in den nächsten Spielstunden. Die Geheimnisse der Stadt zu enträtseln, ist einmal mehr die Aufgabe des Professors, seines Lehrlings und ein paar weiteren bekannten Gesichtern, die im Verlauf der Handlung zur Truppe stoßen. Mehr möchten wir darauf nicht eingehen, doch wir können euch sagen, dass die Geschichte des Spiels diesmal weitaus tiefgründiger als noch in den beiden vorherigen Ablegern der Serie ist. Durch mehrere Rückblenden und Zeitreisen ist es insbesondere der Charakter Hershel Layton, der tiefgründig und sogar verletzbar erscheint. Selbst die wahre Bedeutung seines Zylinders wird in Professor Layton und die verlorene Zukunft thematisiert. Die Beweggründe der anderen Figuren bleiben dabei verständlich, wenn die Handlung sich serientypisch natürlich die Zeit für viel übertriebene Dramaturgie nimmt. Uns stört es nicht, haben wir doch die illustren Protagonisten und die rätselwütigen Passanten in den vorherigen Ablegern gut gefallen. Warum so gut wie jede Nebenfigur im Spiel derart verrückt nach Rätseln ist, schadet zwar der eigentlich tiefgründigen Handlung etwas, doch die Intention des Spiels, uns generell mit Rätseln, Geschicklichkeitsübungen und Logikaufgaben zu versorgen, bleibt davon unberührt. Für ausreichend viele graue Haare ist bestens gesorgt!

Abwechslungsreicher Rätselspaß

Professor Layton und die verlorene Zukunft (4)Die Qualität der Rätsel ist grundsätzlich sehr hoch angesetzt, wobei der Schwierigkeitsgrad je nach Rätselverständnis des Spielers schwanken kann. Typische Rätselaufgaben sind zum Beispiel das Herausfinden eines Wochentags (ausgehend von einem bestimmten Datum), das Entdecken einer schnellen Route für ein Zimmermädchen oder das Bestimmen des Stempels, mit dem gerade auf einem Blatt Papier ein Abdruck hinterlassen wurde. Manchmal bietet das Spiel uns auch eine mehr oder weniger einfache Mathematikaufgabe an, die den Gesetzen der Logik entsprechend gelöst werden will. Die eine oder andere Geschicklichkeitsprüfung kann aus dem Zusammensetzen einer Figur oder das Bugsieren von Kugeln und Blöcken in einem bestimmten Rahmen sein. Diese Rätsel sind jedoch noch nicht genug, denn auch Professor Layton und die verlorene Zukunft bietet natürlich ein paar Nebenaufgaben. Haben wir ein spezielles Rätsel im Spiel gelöst, erhalten wir unter Umständen eine Karte für ein Modellauto, auf der wir Richtungspfeile und Sprungfedern verteilen müssen, um den Wagen zu bugsieren. Dann gibt es noch einen Papagei, den wir benannt nach einem Film liebevoll den Namen Pauli geben, der Lieferungen abholen und dabei auf von uns verteilte Seile hüpfen muss. Zu guter Letzt verteilen wir in einem Bilderbuch Sticker, um drei kleine Geschichten zu kreieren.

Prächtiger Abschluss einer Trilogie

Professor Layton und die verlorene Zukunft (5)Wie schon angedeutet, ist die Überzahl an Rätseln lose in den Spielverlauf eingewoben. An der einen oder anderen Stelle erwartet der Titel von uns zwar, dass wir eine bestimmte Anzahl Rätsel bereits gelöst haben, doch ist dieses Ziel meistens schon erreicht, wenn wir an diesem Punkt angekommen sind. Der Spielverlauf selbst fühlt sich abermals wie ein Point-and-Click-Adventure an. Entweder klicken wir wild auf das Bild und erfahren so etwas Bestimmtes oder finden gar eine Hinweismünzen, mit welcher sich mal mehr oder mal weniger hilfreiche Tipps bei den Rätseln kaufen lassen. Für jedes Rätsel erhalten wir übrigens nach wie vor Pikarat in der Höhe, wie gut wir uns beim Lösen angestellt haben. Belohnt werden wir dafür mit ein paar wenigen Bonusinhalten. Das ist jedoch nicht alles, was der Titel (noch) bietet. Haben wir alle 168 Rätsel des Spiels gelöst, können wir weitere 33 Rätsel herunterladen. Der Service wird am 20. Mai 2014 jedoch eingestellt. Wer tatsächlich jedes Rätsel gerne selbst einmal spielen möchte, sollte sich entsprechend beeilen und nicht mit dem Kauf warten. Wer sich für den dritten Teil der ersten Trilogie entscheidet, bekommt nicht nur eine intelligente Handlung, viele schöne Szenerien, den typischen Professor-Layton-Soundtrack und liebevolle Anime-Sequenzen geboten, sondern Rätselspaß, der mindestens für dreißig Spielstunden unterhält. Dreißig Spielstunden, die wir nach der Endsequenz so schnell nicht mehr vergessen können.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Mit den Professor-Layton-Titeln hinke ich leider immer noch etwas hinterher. Das liegt vermutlich am chronischen Zeitmangel, doch da Nintendo die Wi-Fi Connection bald abstellen wird und ich ein Spiel sehr gerne in seiner Gänze erleben will, komme ich um den dritten Serienteil nicht umher. Dass die Handlung dabei stellenweise so tiefgründig wird, habe ich dabei jedoch nicht gedacht. Der Titel zeigt mir einen Professor Layton, der nicht nur ein Rätsel nach dem anderen lösen will, sondern auch tatsächlich verletzbar und mitfühlend ist. Schade, dass die anderen Charaktere nicht solche Züge annehmen, doch hat mir dieser vielversprechende Ansatz sehr gut gefallen. Hauptsächlich geht es neben der intelligenten und in Kapiteln erzählten Handlung natürlich um die Rätsel. Diese haben in meinen Augen wieder mehr an Qualität gewonnen, wenn sie stellenweise jedoch auch an die Rätsel der vorherigen Ableger frappierend erinnern. Da diesmal ein paar Kopfnüsse mehr als bei beiden Vorgängern dabei sind, stört mich das jedoch – wenn überhaupt – nur sehr geringfügig. Das liegt vielleicht an der deutlich höheren Anzahl an mitgelieferten Rätsel. Gefallen tut es mir trotzdem! Unterm Strich macht der Titel also noch mehr richtig als die Vorgänger. Selbst Anime-Szenen und die deutsche Sprachausgabe kommen mehr zur Geltung, was Professor Layton und die verlorene Zukunft auch zu einem optischen und ebenso akustischen Genuss macht.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Professor Layton und die verlorene Zukunft!

Partner: Gamecontrast-Ostergewinnspiel

Gamecontrast-Ostergewinnspiel (1)Nicht nur zu uns kommt der Osterhase, sondern auch bei unserer Partnerseite Gamecontrast. Der kleine Schlawiner hat sich dort jedoch als Yoshi verkleidet und in verschiedenen Posts Eier versteckt, die von euch gesucht werden müssen. Wie die Hatz nach den Eiern bis zum zweiten Mai abläuft, könnt ihr dem Gewinnspielbeitrag von Gamecontrast entnehmen. Wir drücken euch natürlich ganz fest die Daumen!

Review: Btooom! – Vol. 1 (Episoden 1 – 3)

Btooom! - Vol. 1 (1)Videospielsucht ist ein Thema, welches in der heutigen Zeit wesentlich mehr als noch vor gut zwanzig Jahren aufgegriffen wird. Während Politiker und Psychologen sich oft nicht einmal vorab mit der Materie auseinandersetzen, stellen andere Medien das Problem besser vor.

Btooom! - Vol. 1 (2)Btooom! greift die Thematik sowohl im Manga, als auch im Anime auf. Der Anime von 2012 dreht sich wie die Manga-Vorlage, die 2009 mit der Veröffentlichung beginnt, um den jungen und arbeitslosen Ryōta Sakamoto. Anstatt sich eine Arbeit zu suchen, spielt dieser viel lieber den ganzen Tag lang das Computerspiel Btooom! mit seinen Freunden. Erfolge, die ihm im echten Leben verwehrt bleiben, gelingen ihm in der Virtualität. Mit seinem Team steigt er dort ständig in der Weltrangliste auf und ist sogar mit jemanden virtuell verheiratet. Seine Mutter macht sich Sorgen um ihn und hat sogar Bewerbungen für ihn geschrieben, damit er nicht den ganzen Tag vor dem Computer sitzt. Selbst Ryōtas Onkel bittet sie um Hilfe, doch Ryōta lehnt diese ab. Er möchte viel lieber bei der Firma, die Btooom! vertreibt, namentlich Tyrannos Japan, arbeiten. Dort wird er jedoch immer wieder aufs Neue abgewiesen, da diese angeblich keine weiteren Leute einstellen können. Mit diesem Traum vor Augen treibt es ihn jeden Tag weiter in die virtuellen Welten von Btooom! und merkt dabei selbst nicht, dass er das wahre Leben jeden Tag ein kleines Stück mehr verdrängt. Eines Tages findet sich Ryōta ohne jegliche Erinnerung auf einer tropischen Insel im Südpazifik wieder. Erst glaubt er auf der Insel alleine zu sein, doch dann wird er mit Bomben von einem anderen Japaner attackiert.

Das Regelwerk von Btooom!

Btooom! - Vol. 1 (3)In kürzester Zeit muss Ryōta die Regeln lernen, die auf dieser Insel herrschen. Eigentlich ist dies jedoch gar nicht notwendig, wie er ebenso schnell feststellt. Die Regeln auf dem Eiland folgen dem Regelwerk von Btooom!. Btooom! ist ein Action-Spiel, in dem es zwar keinerlei Schusswaffen gibt, doch dafür kleine Bomben mit einem großen Wirkungskreis. Diese muss man als Spieler auf die Gegenspieler werfen, um sie außer Gefecht zu setzen. Natürlich will Ryōta keinen Menschen töten, doch die Regeln verlangen danach. Von diesen erfährt er auch erst, als er den etwas tollpatschigen Kiyoshi Taira trifft. Dieser erklärt Ryōta die Regeln und schildert auch, wie sie auf der Insel gelandet sind. Anders wie im ersten Manga-Band geht die Handlung außerdem auf die hübsche Schülerin Himiko ein, die es ebenfalls unfreiwillig auf die Insel getrieben hat. Durch Flashbacks wie in der Serie Lost (wie passend!) erfahren wir immer wieder, wie es den Charakteren auf dem Festland oder auf dem Flugzeug ergangen ist. Das ist tatsächlich sehr, sehr spannend geschildert und ist nichts für schwache Nerven. Nicht nur Themen wie Videospielsucht, gebrochene Familienverhältnisse und Arbeitslosigkeit werden geschildert, sondern ebenso Vergewaltigungen und Morde. Btooom! entwickelt sich deshalb zu einem Anime, der sich vor allem an ein erwachsenes Anime-Publikum richtet.

Limitierte Edition

Btooom! - Vol. 1 (4)Die Frage nach dem Warum bleibt jedoch allseits gegenwärtig. Welch perfider Plan hinter der Insel steckt, erfahren wir in den ersten drei Episoden noch nicht. Wir denken auch nicht, dass der Anime so schnell mit Antworten rausrücken wird und die intelligente Erzählweise weitere neun Episoden fesseln kann. Die deutsche Synchronisation ist zwar gut gelungen, doch fehlt es manchem Charakter (insbesondere dem Protagonisten Ryōta) an emotionalen Merkmalen. Dirk Stollberg ist zwar absolut nicht fehlbesetzt, doch seine Kollegen Josephine Schmidt, die Himiko spricht und Axel Lutter, der Kiyoshi Taira seine Stimme verleiht, gehen mit weitaus mehr Elan an die Sache heran. Die japanische Synchronisation ist durchgehend gut, doch ist die nur mit deutschen Untertiteln auswählbar. Der Soundtrack ist zwar passend und unterlegt besonders die Scharmützel und bedrohlichen Situationen sehr gut, doch ein paar Tracks, die ein wenig energischer ins Ohr gehen, hätten Btooom! sicher nicht geschadet. Am Bild in Full HD lässt sich nicht sehr viel kritisieren. Die Farben sind ordentlich und werden vor allem in dunklen Szenen noch mit einem Filter unterlegt, der melancholische Gefühle hervorrufen soll. Auf der Blu-ray Disc schlummert ein Clear Opening und Ending als Bonusmaterial. Wer jetzt zuschlägt, erhält außerdem die erste Volume von Btooom! inklusive eines Sammelschubers.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Bereits den ersten Manga habe ich am Stück regelrecht verschlungen und so ergeht es mir auch mit den ersten drei Episoden von Btooom!, die in der ersten Volume vorliegen. So spannend wie die Manga-Vorlage hält mich auch die Serie bei Laune. Ich finde es auch gut, dass es ein paar Unterschiede zwischen den beiden Medien gibt. Über Himiko erfahre ich im ersten Manga jedenfalls nichts und so kann Btooom! im Anime immer noch unterhalten, wenn man die Manga-Vorlage parallel liest. Das Konzept hinter Btooom! ist sicherlich nicht neu, da hier doch jeder für sich kämpft, um von der Insel zu gelangen. Der Battle-Royale-Anteil ist gepaart mit den Rückblenden aus der Fernsehserie Lost und diese Kombination funktioniert hier ausgesprochen gut. Ich weiß nicht, warum die Charaktere auf der Insel gelandet sind und welcher perfide Plan hinter alledem steckt, doch möchte ich das in den nächsten Folgen unbedingt herausfinden. Der Beginn des Animes hat mir also gut gefallen und ich kann ihn euch nur ans Herz legen. Solltet ihr nämlich zu den ersten Käufern gehören, erhaltet ihr noch einen Sammelschuber für alle vier Volumes dazu und ebenso eine kurze Leseprobe, die euch den Manga schmackhaft machen kann.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Btooom! – Vol. 1 (Episoden 1 – 3)!

Gewinnspiel (12. – 22. April 2014)

Animal Crossing Ostergewinnspiel (1)Ostern steht vor der Tür, doch der Osterhase hat bei uns bereits eine Woche vorher eine kurze Rast eingelegt. Dagelassen hat er einmal das Spiel Animal Crossing: New Leaf für den 3DS, sowie ein großes Merchandise-Paket dazu. Da wir an Ostern ohnehin nur damit beschäftigt sein werden, ein Osternest nach dem anderen zu plündern, wollen wir euch stattdessen eine Chance geben, die Lebenssimulation für Nintendos Handheld zu gewinnen. Um an unserer Verlosung teilzunehmen, habt ihr eine der beiden folgenden Möglichkeiten:

1. Auf unserer Facebook-Seite veröffentlichen wir am 12.04.2014 ein Bild zum Gewinnspiel, welches ihr kommentieren und öffentlich mit euren Freunden teilen müsst. Schreibt uns unter dem Bild, welche Süßigkeiten in ein gut sortiertes Osternest gehören. Zudem müsst ihr unsere Facebook-Seite spätestens zum Ende der Verlosung mit einem „Gefällt mir“ versehen haben.

2. In der NextGen-Community veröffentlichen wir am 12.04.2014 ein Bild zum Gewinnspiel, welches ihr kommentieren und öffentlich mit euren Freunden teilen müsst. Schreibt uns unter dem Bild, welche Süßigkeiten in ein gut sortiertes Osternest gehören. Zudem müsst ihr zum Ende der Verlosung ein Mitglied der NextGen-Community sein.

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet haben und ihren Erstwohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Minderjährige Nutzer müssen vor der Teilnahme eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten einholen. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und Nintendo sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen. Erfüllt kein Teilnehmer die Anforderungen, wird der Gewinn unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Der Gewinner der Verlosung wird schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels ab dem 23. April 2014 informiert. Er hat anschließend 72 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Andernfalls erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Gewinn. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner namentlich nicht auf Gameplay Gamers, Facebook und in der NextGen-Community erwähnt. Sie dürfen sich dort aber sehr gerne selbst als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 22. April 2014, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Review: Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney

CTR_LvP_TS_UKV_140122-1.inddZwei der beliebtesten Videospielserien auf Nintendos Handhelds sind die Professor-Layton- und die Phoenix-Wright-Reihe. Seit sieben bis 13 Jahren unterhalten sie Fans auf der ganzen Welt. Im 2012 erschienenen Crossover stehen sich die titelgebenden Helden nun gegenüber.

Professor Layton vs. Phoenix Wright - Ace Attorney (2)Eines Abends zieht ein Gewittersturm über die britische Metropole London auf. Professor Layton und sein Lehrling Luke vertreiben sich die Zeit mit Abwarten, Teetrinken und dem Lösen von Rätseln. Als plötzlich die junge Sophie de Narrateur den Archäologen um Hilfe ersucht und einen Brief von dessen ehemaligen Studenten Will Crash vorliegt, stellt sie ihr Leben gehörig auf den Kopf. Ihre Ermittlung führt sie ins Herzen von London, wo sie durch ein geheimnisvolles Portal in eine mittelalterliche Welt versetzt werden. Zur gleichen Zeit befindet sich ein Flugzeug im Anflug auf die Stadt. Im fliegenden Vehikel sitzt der Anwalt Phoenix Wright mitsamt Gehilfin Maya Fey. Eigentlich hat Phoenix nicht die Absicht, in der englischen Hauptstadt einen Fall zu übernehmen, doch wird ihm dieser aufgebrummt. Als er sein Können unter Beweis stellen will, macht auch er Bekanntschaft mit Sophie. Diese wird der Körperverletzung angeklagt und obwohl diese ihre Schuld selbst eingesteht, will Phoenix es nicht wahrhaben. Später wird er mitsamt seiner Gehilfin ebenfalls durch ein Portal in jene mittelalterliche Welt versetzt, in der auch Professor Layton mit seinem Lehrling mittlerweile festsitzen. Im Verlauf der Geschichte fließen beide Handlungsstränge zusammen, was dazu führt, dass das Vierergespann zusammenarbeiten muss, um nach London zurückzukehren.

Kollision zweier Welten

Professor Layton vs. Phoenix Wright - Ace Attorney (3)Ihr primäres Ziel ist das jedoch nicht, denn schon bald werden sie mit der bitteren Realität der mittelalterlichen Stadt Labyrinthia konfrontiert. Hier glaubt man an Hexen und ausgerechnet eine gemeinsame Freundin wird als solche angeklagt und vor Gericht gestellt. Das können wir tatenlos natürlich nicht mit ansehen, weshalb wir uns in unregelmäßigen Abständen immer wieder in die Haut des Professors verirren oder den Anwalt im Gerichtshof mimen. Die Köpfe hinter dem Projekt haben die grundlegenden Qualitäten beider Serien beibehalten. Während wir mit dem Professor durch die Stadt schlendern, uns mit den Bewohnern von Labyrinthia unterhalten und allerlei Rätsel lösen, hocken wir mit Phoenix auf Seiten der Verteidigung im Gerichtssaal und müssen die Unschuld verschiedener Personen beweisen. Im späteren Teil der Handlung dürfen aber auch Phoenix und Maya Rätsel lösen, Luke als Zeuge aussagen und der Professor hat ebenfalls seine Momente im Gericht. Wenn man sich auf den Titel einlässt, ist es jedoch besser, gefeit gegen lange Dialoge zu sein. Von Beginn an werden wir mit langen Dialogen konfrontiert, die jedoch sehr gut geschrieben sind. Ernste Aussagen des oft seriösen Professor Layton, die sarkastischen Gedanken von Phoenix und die lustigen Kommentare von Maya unterhalten bis zum großen Finale nahezu durchgehend und langweilen uns fast nie.

Reste-Rätselkost vom Feinsten

Professor Layton vs. Phoenix Wright - Ace Attorney (4)Das Rätsellösen funktioniert in Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney genauso wie in der eigentlichen Videospielserie. Es fällt uns jedoch auf, dass die Rätsel zum einen an die mittelalterliche Thematik angelehnt sind und zum anderen deutlich besser zur jeweiligen Situation passen. Wollen wir etwa einen versteckten Zugang freilegen, so müssen wir in dem dazugehörigen Rätsel einfach verschiedene Steine verschieben oder einen Schlüssel formen. Gefesselte Personen befreien wir, in dem wir in einem Rätsel das richtige Seil lockern. Das ist definitiv eine Bereicherung, von der die Vorlage zehren kann! Leider müssen wir bemängeln, dass die meisten Rätsel ziemlich leicht ausfallen und auf Anhieb gelöst werden können. Die ebenfalls wieder versteckten Hinweismünzen sind nahezu unnötig, da sich die Rätsellösung mit ein wenig Grips fast immer leicht erahnen lässt. Am Ende bemerken wir jedoch, dass der Einfallsreichtum der Entwickler abklingt. Rätsel wiederholen sich in Folge, verspüren kaum mehr Charme und wirken selten sogar dahingeklatscht. Das finden wir sehr schade, da man dem anderen Teil des Spiels, sprich den Hexenprozessen, offensichtlich mehr Zeit gewidmet hat. Diese sind auch deutlich kniffliger als das Lösen der Rätsel. Wer hier kein Land sieht, freut sich immerhin darüber, dass die Hinweismünzen auch hier eingesetzt werden können.

Chaos im Gerichtssaal

Professor Layton vs. Phoenix Wright - Ace Attorney (5)Die Prozesse spielen sich jedoch anders als in ihrer Vorlage. Die grundlegenden Elemente wie die Verteidigung, der Richter und der Staatsanwalt beziehungsweise hier der Inquisitor, sind nach wie vor vorhanden. Logik ist in Labyrinthia jedoch ein Fremdwort, da die Bevölkerung an Hexen und Magie glaubt. Zunächst machen die Verhandlungen den Eindruck, dass sie sehr unfair gehalten sind, da nahezu jeder Fortschritt, den wir bei Zeugenbefragungen machen, von der Inquisition revidiert wird. Schließlich könnte eine Hexe auch einen Zauberspruch gewirkt haben, um die Situation zu ihrem Gunsten zu entscheiden. Irgendwann merken wir aber, dass selbst Magie irgendwelchen Gesetzen folgen muss und sind dann wieder in unserem Element – zumindest bis nicht irgendein Zeuge aus dem Publikum aufspringt und einen neuen Beweis vorlegt, den er am Tatort hat mitgehen lassen. Die Gerichtsverfahren werden in Labyrinthia übrigens im Schnellverfahren durchgeführt. Soll heißen, dass man als Anwalt mehrere Zeugen gleichzeitig vernehmen muss. Dass sich Zeugen gegenseitig beeinflussen, sich ihre Aussagen gegenseitig bestätigen oder sich widersprechen können, kann uns auf Dauer zwar wahnsinnig machen, doch wenn die Fassade der Zeugen oder der Inquisition nach und nach bröckelt, ist uns das fast egal. Schade nur, dass die langatmigen Prozesse das Spieltempo stark bremsen.

Fortsetzung im Episodenformat

Professor Layton vs. Phoenix Wright - Ace Attorney (6)Auf der technischen Seite möchten wir hervorheben, dass der 3DS-Titel wahrhaftig einen sehr schönen Tiefeneffekt besitzt. Wenn sich Charaktere im Raum befinden und mit ihrem Finger nach vorne zeigen, dann merken wir richtige Abstufen zusätzlich zum Hintergrund und zu den hervorgehobenen Textboxen. Nur sehr selten ruckeln hier ein paar Passagen, wenn zu viele Elemente gleichzeitig dargestellt werden sollen. Fragmentarische Verschiebungen einzelner Körperteile sind uns mitunter auch vorgekommen, stören den Gesamteindruck jedoch nicht. Die Anime-Sequenzen werden ebenfalls mit dem Tiefeneffekt beglückt. Hier stören wir uns selten an kompletten Charaktermodellen, die sich durch den Effekt zu stark vom Restbild abgrenzen. Unterlegt wird das Spiel mit einem Soundtrack, der aus Tracks der beiden Serien und neuen Kompositionen besteht, welche den Stil des Spiels wunderbar einfangen. Der Titel steuert sich via Touchpen-Eingaben, kann jedoch fast durchgehend auch mit Eingaben über die regulären Buttons gespielt werden – wirkt dann jedoch nicht mehr so intuitiv. Wer nach dem Durchspielen immer noch Lust auf weitere Geschichten und Rätsel hat, darf sich bis September 2014 auf zusätzliche (kostenfrei herunterladbare) Episoden freuen. Nach dreißig Stunden Spielzeit ist das ein sehr netter und lustiger Bonus, den wir wohlwollend begrüßen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Die virtuellen Gerichtsverhandlungen von Phoenix Wright waren leider noch nie mein Fall gewesen. Zu eingeschränkt fühle ich mich im Gerichtssaal, zu wenig kann ich mit den vorhandenen Beweisen argumentieren und oftmals frage ich mich, ob der Anwalt fähig ist, überhaupt die Unschuld seiner Mandanten zu beweisen und für diese einzutreten. Da ich aber stattdessen eher ein Fan von Rätselmeister Professor Layton bin, führte an Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney kein Weg vorbei. Das Spiel beginnt wie gewohnt mit vielen Mysterien, die sich dann nach und nach bis zum großen Finale aufklären und das finde ich im Crossover teilweise sogar noch besser als in der Vorlage. Spannend, humorvoll und unterhaltsam löse ich Rätsel und beweise die Unschuld meiner Mandanten im Gericht. Das liegt wohl auch daran, dass die Geschichte sehr wendungsreich geschrieben ist und ich die Wendungen aufgrund des Settings nicht kommen sehen kann. Schade finde ich es nur, dass der Großteil der Rätsel viel zu leicht und auf Anhieb zu lösen ist und sich die Hexenprozesse zu sehr in die Länge ziehen. Persönlich betroffen bin ich beim Übersehen des versteckten Rätsels 62, denn wer dieses im Spiel verpasst, darf nach dem Abspann große Teil des Finales noch einmal spielen. Das ist sehr ärgerlich und zeugt aufgrund fehlender Skip-Möglichkeit (außerhalb von Anime-Szenen) von leicht schlechtem Gamedesign. Im Gesamtbild macht das den Titel aber definitiv nicht schlechter und wer im siebten Kapitel einmal zu viel ein Bild zurückgeht, wird bis zum Abspann nichts verpassen und ein tolles Erlebnis haben!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney!

Review: Hidden Blade – Das Verborgene Schwert

The Hidden Blade - Das Verborgene Schwert (1)2004 dreht der damals 73 Jahre alte Regisseur Yōji Yamada nur zwei Jahre nach The Twilight Samurai den Film Kakushi Ken: Oni no Tsume, der hierzulande als Das Verborgene Schwert bekannt ist und durch den englischen Titel The Hidden Blade ergänzt oder ersetzt wird.

The Hidden Blade - Das Verborgene Schwert (2)Die titelgebenden Teufel des Originaltitels kommen im übersetzten Titel leider nicht vor, was wir ziemlich schade finden, da besonders dieser Zusatz The Hidden Blade Das Verborgene Schwert sehr gut beschreibt. Beworben wird The Hidden Blade stattdessen mit der Anzahl an Nominierungen und Preisen, welche der Film auf insgesamt zwölf Festivals abgeräumt hat – mit gutem Recht! Der Film erzählt die Geschichte des Samurai Munezō Katagiri, der gleich in der ersten Szene Abschied von seinem guten Freund Yaichirō Hazama nehmen muss. Diesen treibt es ins entfernte Edo, dem heutigen Tōkyō, um dort einen hohen Posten zu bekleiden. Das Leben verläuft in Katagiris Heimatprovinz weiter. In der ersten Hälfte des Films wird dieser Aspekt besonders beleuchtet, denn auch wenn alle Samurai ihrem Tageswerk folgen, entwickelt sich eine zunächst unglückliche Liebesgeschichte zwischen Katagiri und seiner früheren Bediensteten Kie. Diese wird in eine Familie eingeheiratet, in der sie jedoch so schlecht behandelt wird, dass sie mit der Zeit mehrmals erkrankt. Als Katagiri davon erfährt, nimmt er sich ihrer an und setzt für sie die Scheidung auf. Er pflegt Kie gesund und duldet sie in ihrem Haus, bis der soziale Druck ihm so sehr zusetzt, dass er sie zurück zu ihrer Familie schickt. Damit nicht genug, kehrt in der zweiten Filmhälfte Hazama als Gefangener zurück.

Pflichten und Bürden eines Samurai

The Hidden Blade - Das Verborgene Schwert (3)Dieser soll versucht haben in Edo Reformen durchzusetzen, was einer Entehrung des Shōgun gleichkommt. Seinen Mitverschwörern wird erlaubt, sich selbst zu richten, doch diese Ehre wird ihm verweigert. Als er aus dem Gefängnis flieht, erfährt der Lehnsherr, dass Hazama in früheren Tagen mit Katagiri verkehrt hat. Da Hazama als der beste Schwertkämpfer weit und breit gilt und man nicht das Leben unzähliger Samurai riskieren will, soll Katagiri ihn dazu treiben, Seppuku zu begehen oder ihn mit eigener Hand zu töten. In diesem Samurai-Drama sind es einmal mehr die typischen Motive Ehre, Loyalität und Anstand, die dutzende Male bei jedweder Gelegenheit charakterisiert werden. The Hidden Blade erfindet damit das Rad des Genres definitiv nicht neu, doch stattdessen erzählt der Film stringent eine Geschichte, die bis zum Abspann spannend bleibt. Anstatt dutzende Schwertkämpfe zu zeigen, nutzt Yamada das Medium Film ein weiteres Mal, um den Alltag eines Samurai, sowie Pflichten und Bürden des Kriegers, uns vor Augen zu führen. Für die Alltagsszenen nutzt der Regisseur oftmals einige Elemente des Humors. Ein Humor, der hierzulande wohl weitgehend als trocken identifiziert werden kann, ist dies jedoch absolut nicht. Die Szenen werden mit dem japanischen Humor in unseren Augen sehr aufgelockert und stellen so dennoch realistische soziale Beziehungen dar.

Bildgewagte Szenerie

The Hidden Blade - Das Verborgene Schwert (4)Höhepunkte sind es, auf die der Film zwar hinzielt, diese aber in Symbiose mit der Handlung stehen. Diese ist mit 137 Minuten nicht kurz ausgefallen, unterhält aber tatsächlich ungemein bis zur Lösung von Katagiris innerem Konflikt. Alle Szenen spielen vor einer sehr idyllischen Kulisse mit Wiesen, Dörfern, Bergen und authentischen Innenräumen. Der Film lässt sich wie The Last Sword – Die Wölfe von Mibu zeitlich am Ende des Tokugawa-Shōgunats einordnen, welches sich bald mit dem Tennōtum konfrontiert sehen muss, da Japan nach epochenlanger Isolation geöffnet wird. Entsprechend zeigt Yamada sehr bildgewagt, wie die Samurai mit der modernen Schusswaffentechnologie umgehen, die zu diesem Zeitpunkt zum zweiten Mal in Japan (diesmal weitaus erfolgreicher) eingeführt wird. Unterstützt wird die historische Kulisse von einem Soundtrack, der mit hübschen, sowie bedrohlichen Klängen und hervorragendem Taktgefühl die Szenen einfängt. Die japanische Tonspur ist bei dieser Blu-ray zu empfehlen, wenn auch die deutschen Sprecher nicht deplatziert wirken. Wenn japanische Begriffe jedoch zum Teil falsch ausgesprochen werden, kratzt das ein wenig an der gelungenen Atmosphäre. Das Bild könnte wie die Menge an Bonusmaterial besser ausfallen, da dieses mit einem Blick hinter die Kulissen und dem Besuch der Berlinale 2005 mit zwölf Minuten sehr kurz ausfällt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nach nur zwei Filmen, die ich von Yōji Yamada gesehen habe, wage ich zu behaupten, dass er zu den talentiertesten Regisseuren Japans gehört. Mit The Hidden Blade – Das Verborgene Schwert enttäuscht er mich nicht, denn der Film zeigt mir ein realistisches Abbild der Samurai in der Edo-Zeit. Da es in den Provinzen Japans zu dieser Zeit nur selten zu (erfolglosen) Aufständen kommt, ist die Rüstung vor den Feinden nur Nebensache, doch zum Ende des Shōgunats wird klar, dass Japan technisch der Welt hinterherhinkt und westliche Waffentechnologie eingeführt werden muss. Bildgewagt schildert Yamada die ersten Versuche, die neue Technik zu beherrschen und bringt das mit dem Alltags- und Gefühlsleben eines einzelnen Samurai in Einklang. Hier macht der Film beileibe nichts neu, doch das muss er nicht. Jede Szene wirkt glaubhaft und sämtliche Dialoge sind tiefsinnig oder werden mit japanischem Humor gekonnt unterlegt. 137 Minuten vergehen hier wie im Fluge. Der Film eignet sich also nicht nur für Genre-Liebhaber, sondern auch an jene, die sich mit einem kleinen Stück der japanischen Geschichte auseinandersetzen wollen.

Vielen Dank an 3L Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Hidden Blade – Das Verborgene Schwert!

Review: The Twilight Samurai – Krieger der Dämmerung

The Twilight Samurai - Krieger der Dämmerung (1)Bevor Hiroyuki Sanada 2003 in The Last Samurai an der Seite von Tom Cruise zu sehen sein wird, spielt er 2002 in Yōji Yamadas Film The Twilight Samurai, welcher auf dem Roman des verstorbenen Schriftstellers Shūhei Fujisawa, die Hauptrolle des titelgebenden Samurai.

The Twilight Samurai - Krieger der Dämmerung (2)Tasogare Seibei, wie der Titel im Original heißt, heißt weltweit unterschiedlich. Hierzulande wird der Film als The Twilight Samurai gehandhabt; mit jeweils anderen Untertiteln wie Krieger der Dämmerung oder Samurai der Dämmerung. Letzterer Titel macht in unseren Augen mehr Sinn, da das Leben eines Samurai im zeitlich eingeordneten Tokugawa-Shōgunat überwiegend nicht aus dem Führen von Kriegen besteht. Trotz dieser Umstände nutzt der Publisher Krieger der Dämmerung als Untertitel, um den sich das Samurai-Drama dreht. Protagonist Seibei Iguchi lebt nicht das Leben, das ihm seit jeher vorschwebt. Nach seiner Schwertkampfausbildung fristet er sein Dasein als Beamter, was auf viele Samurai niederen Ranges dieser Zeit zutrifft. Jedoch stirbt seine Frau an der Schwindsucht, seine Mutter leidet an Demenz und zudem muss er sich neben seinen Tätigkeiten als Samurai um den Haushalt, sowie um die Nebeneinkünfte kümmern, um seine beiden Töchter ernähren zu können. Er möchte gerne am sozialen Leben teilhaben, doch zum einen kann er nicht mit seinen Kollegen abends vergnüglich Sake trinken und sich den irdischen Freuden hingeben und zum anderen vernachlässigt er mit der Zeit sein Äußeres und wird aufgrund seines Geruchs und seiner verwahrlosten Kleidung beiläufig während des Fürstenbesuchs zum Gespött in der Burgstadt.

Realistisches Abbild der Samurai

The Twilight Samurai - Krieger der Dämmerung (3)Sein Onkel aus der Hauptfamilie versucht, ihn mit einer Frau zu verheiraten, doch wehrt sich Iguchi dagegen. Als er von seinem Freund Michinojo Iinuma erfährt, dass dessen Schwester Tomoe sich von ihrem Ehemann scheiden lässt, kommen in Iguchi Gefühle auf. Er wird sich jedoch bewusst, dass trotz der Liebe, die Tomoe Iinuma ihm, seinen Kindern und auch seiner Mutter entgegenbringt, er ihr niemals das Leben bieten kann, welches er für sie vorstellt. Auf der einen Seite wird in The Twilight Samurai ein verletzlicher Samurai charakterisiert, der in seinem Leben anhand von Arbeit, Familie und Freundschaft Halt erhält und weniger das Bild eines Schwertkämpfer, welches einem Europäer fast schon automatisch in den Kopf kommt. Auf der anderen Seite ruft der Film anhand von vielen sozialen Gelegenheiten immer wieder ein Gefühl von Ehre, Disziplin und Treue hervor, die von einem Samurai erwartet wird. Im gesamten Film kommt es dennoch nur zu zwei Schwertkämpfen, die maßgeblich wichtig für die Handlung sind. Einmal im Zeichen der Ehre, einmal im Zeichen der Treue. The Twilight Samurai prägt mit Seibei Iguchi ein realistisches Abbild eines Samurai am Ende des Bakufu, der Zeltherrschaft unter dem Shōgun. Es wird absolut keine Kulisse genutzt, um eine fiktive Geschichte zum Gunsten von Spannung und Unterhaltungswert zu erzählen.

Eine Form von Glück

The Twilight Samurai - Krieger der Dämmerung (4)Erzählt wird die Geschichte ähnlich wie The Last Sword: Die Wölfe von Mibu auf zweierlei Zeitebenen, von denen jedoch eine nur in der letzten Szene mit Bildern dargestellt wird und nach der Meiji-Restauration spielt. Aus eingespielten Worten von Ito Iguchi, Seibeis Tochter, erfahren wir als Zuschauer während ruhigen Momenten innerhalb der Handlung, wie sich die Umstände auf ihren Vater ausgewirkt haben. Besonders der Begriff Glück wird durch diese Monologe geprägt. Die Geschichte von The Twilight Samurai hat eine Lauflänge von 129 Minuten, die durchgehend vor einer schönen Kulisse in Form von Dörfern, Innenräumen, Flüssen und Bergen begleitet wird. Das Bild liegt in 1080p und im 16:9-Format (1,85:1) vor, während sowohl die deutsche, als auch die japanische Tonspur in DTS HD Master Audio 5.1 vorliegen. Obwohl die deutsche Synchronisation wirklich gut umgesetzt wurde und sogar die emotionale Tiefe der Betonung glaubwürdig erscheinen, können wir Hiroyuki Sanada und Rie Miyazawa nur einmal mehr gratulieren, wie glaubwürdig sie ihre Rollen spielen. So kann man mit der deutschen Fassung absolut nichts verkehrt machen, doch die authentische japanische Tonspur besticht weitaus mehr. Das Bonusmaterial fällt auf der Blu-ray mit einem deutschen und drei japanischen Trailern, sowie einer Artwork-Galerie, jedoch sehr sparsam aus.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Asiatische Filme sind für Europäer meist nicht einfach zu verstehen, doch The Twilight Samurai: Krieger der Dämmerung  leitet den Film mit nur sehr wenigen Charakteren ein und behandelt überwiegend auch nur das Leben des titelgebenden Mannes der Dämmerung, Seibei Iguchi. Iguchi wird als sehr realistisches Abbild eines Samurai dieser Zeit vorgestellt und wird nicht zu Gunsten von Spannung oder Unterhaltungswert missbraucht, um ein Schwertkampfepos unterster Güte zu präsentieren. Schwertkämpfe sind in The Twilight Samurai mit nur zwei Auseinandersetzungen ohnehin nicht sehr präsent, weshalb einmal mehr das Gewicht des Films auf Seibei Iguchi gelegt wird, der wunderbar von Hiroyuki Sanada verkörpert wird. Das Drama überzeugt des Weiteren mit schönen Landschaften, tiefsinnigen Dialogen und einem passenden Soundtrack. Wer sich für das Leben eines Samurai zum Ende des Bakufu interessiert, sollte einen Blick riskieren!

Vielen Dank an 3L Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Twilight Samurai!

Review: Yoshi’s New Island

CTR_Big_Egg_TS_EAP.indd1995 veröffentlicht Nintendo unter dem Titel Super Mario World 2: Yoshi’s Island das erste Jump ’n’ Run mit Dinosaurier Yoshi in der Hauptrolle. Je ein Auftritt für das Nintendo 64 und den Nintendo DS folgen, doch dann wird es wieder ruhig um den grünen Dinosaurier.

Yoshi's New Island (2)Mitunter mag es nicht an der Beliebtheit von Yoshi liegen, sondern eher daran, dass weder das mittelmäßige Yoshi’s Story, noch das eher am Original orientierte Yoshi’s Island DS an den Erfolg der Super-Nintendo-Episode anknüpfen können. Dieses legte im Jump-’n’-Run-Sektor gänzlich neue Maßstäbe und zählt bis heute zu den wichtigsten Titeln des Genres. So ist es nicht verwunderlich, dass man das Franchise trotzdem verwerten möchte und stellt noch vor der Electronic Entertainment Expo 2013 das Spiel im Rahmen einer Nintendo-Direct-Ausgabe der Öffentlichkeit vor. Der Trailer zeigt zwar mutig neue Elemente, die es auch ins fertige Spiel geschafft haben, doch orientiert sich das Spiel sehr am Seriendebüt ohne dabei Experimente einzugehen. Mutig zeigt sich auch der Storch, der Baby Mario und Baby Luigi zu seinen Eltern bringen will. Wir dachten zwar, dass der Storch sich schon beim Original am Ende nicht geirrt hat, doch um die Story weiterzuerzählen, benötigt es eben Änderungen. Der Storch erfährt, dass er die Babys vor einem falschen Haus ausgesetzt hat. Hurtig versucht er die Babys an die richtige Adresse zu liefern, kollidiert unterwegs jedoch mit Kamek. Diesem gelingt es Baby Luigi und den Storch ins Domizil von Baby Bowser zu bringen, doch Baby Mario landet stattdessen mitten im Dschungel auf der Insel der bunten Yoshis.

Von Eiern, Rieseneiern und riesigen Metalleiern

Yoshi's New Island (3)Einen Oscar gewinnt die Handlung von Yoshi’s New Island sicherlich nicht, doch ist wie so oft eine Geschichte in einem Jump ’n’ Run nur Mittel zum Zweck, um dem Gameplay einen Sinn zu geben. Uns stört es nicht, da wir so recht schnell ins erste Level gescheucht werden, wo uns altbekannte Gameplay-Mechaniken erwarten. Wir nutzen Yoshis Zunge, um Gegner wie Shy Guys zu fangen, runterzuschlucken und in Eier zu verwerten. Diese können wir dann dazu nutzen, um entweder gefräßige Piranha-Pflanzen zu beschießen oder sonst unerreichbare Objekte wie rote Münzen oder Grinseblumen einzusammeln. In den meisten Fällen lassen wir mit den Eiern jedoch kleine Wolken platzen, die danach nicht selten die Level-Architektur zu unserem Gunsten verändern. Schlüssel lassen sich auf diesem Wege ebenfalls sammeln, um dann noch im selben Level an anderer Stelle eine Tür zu weiteren Geheimnissen zu öffnen. Neu sind diesmal riesige Gegner, die an bestimmten Stellen aus gigantischen Warp-Röhren erscheinen und ebenfalls geschnappt werden wollen. Normalerweise können wir bis zu sechs Eier mit uns herumschleppen, doch ein Riese verlangt nach einem Riesenei, welches die anderen verdrängt. Diese Eier zerstören Teile der Umgebung. Das kommt nicht zwar oft vor, aber wirkt weniger aufgesetzt als beispielsweise der Maxi-Pilz in New Super Mario Bros..

Verwandlungskünstler Yoshi

Yoshi's New Island (4)Das liegt auch daran, dass das allgemeine Spieltempo relativ hoch ist und wir die Flugbahn des Eies seelenruhig verfolgen können und nicht den Spielfluss stört. Später gibt es diese Eier noch in einer Metallversion, die uns an den Grund von Seen ziehen oder Gegner plattwalzen können. Nett! Der Superstern aus dem Seriendebüt ist ebenfalls wieder mit an Bord, doch ist es hier nicht der Nachwuchsklempner allein, der durch die Gegend rast, sondern beide Helden zusammen. Das erhöht das Spieltempo ebenfalls, welches jedoch durch das Versagen bei den Spielabschnitten mit Yoshis Verwandlungen doch ein wenig relativiert wird. Das mag in der ersten Spielhälfte zum Teil stören, da man nach Möglichkeit wieder alle Objekte eines Levels einsammeln will. Später haben wir die Verwandlungen in ein U-Boot oder in eine Lore jedoch gemeistert. Hierbei unterscheidet sich die Steuerung vom Rest des Spiels, denn hier müssen wir unseren Nintendo 3DS nach links oder rechts kippen, damit sich Yoshi in Bewegung setzt – Knöpfe werden nur für Sprünge oder Torpedos benötigt. Der Tiefeneffekt des Geräts wird währenddessen automatisch abgeschaltet, weshalb es dabei auch nicht zu Bildverzerrungen kommen kann. Außerdem kommt es dann nicht zu Verwirrungen. Diese Spielpassagen sind mit etwas Gespür übrigens nahezu problemlos zu meistern.

Geringer Anspruch und mehrmalige Wiederkehr

Yoshi's New Island (5)Viele Probleme bekommen wir in Yoshi’s New Island übrigens nicht. Der Schwierigkeitsgrad ist nämlich sehr gering ausgefallen. Soll heißen, dass wir mühelos durch fast alle Levels des Spiels hetzen können ohne auch nur von einem einzigen Gegner getroffen zu werden. Somit sind knifflige Passagen absolut in der Minderzahl. Obwohl das Spiel so leicht ist, verleiht uns das Spiel beim mehrmaligen Versagen in einem Level auf Wunsch sogar Flügel, mit denen wir durch das Level fliegen können. Hier verstehen wir den Entwickler nicht, dieses Feature einzubauen und Nintendo verstehen wir nicht, dass überhaupt zu zulassen. Der Anspruch von Yoshi’s New Island ist somit viel zu gering. Trotz der leichten Spielweise, sind sammelbare Objekte verdammt gut versteckt. Beim ersten Durchspielen sind wir zwar aufmerksam durch die Levels gelaufen, doch nur in zwei von 48 regulären Levels haben wir tatsächlich auch alle Items gefunden. Das motiviert dann auch nach dem Abspann, jedes einzelne Level nochmals in Angriff zu nehmen und verlängert die Spielzeit aufgrund der meist recht kurzen Abschnitte sehr angenehm. Obwohl uns Größe, Anspruch und Schwierigkeitsgrad eines fast jeden Levels stört, wirkt die Spielwelt dann trotzdem so, als sei sie genau so konzipiert. Jede Plattform, jede versteckte Wolke und jeder Gegner wartet genau da auf uns, wo wir ihn auch erwarten.

Das Jump ’n’ Run für Einsteiger

Yoshi's New Island (6)Bei den Bossgegnern geht Entwickler Arzest jedoch in eine andere Richtung als das Original. Während 1995 noch in jeder Burg ein anderer Bossgegner auf uns wartet, trifft dies jetzt nur noch auf jeden zweiten Bossgegner zu. In der ersten Burg einer Welt wartet Kamek auf uns, der immerhin auf immer unterschiedliche Weise besiegt werden will. In der zweiten Burg ist es dann immer ein anderer Gegner, der sich uns in den Weg stellt. Ausnahmslos bis zum Endboss reicht es aus, den Bossgegner dreimal mit einem geworfenen Ei zu treffen. Schwach! Weniger schwach ist der Grafikstil. Im Vergleich zum Serienerstling zieht der Titel zwar den Kürzeren, doch trotzdem wirkt die optische Oberfläche wie aus einem Guss. Dabei verzichtet der Titel abermals weitgehend auf Bildschirmanzeigen. Während diese 1995 ins Pausenmenü ausgelagert werden, sind sie nun auf dem Touchscreen präsent, da dieser im Spielverlauf nie benötigt wird. Gepaart wird der Grafikstil mit einem netten Soundtrack, der zwar stimmig ist, aber viel zu wenige Tracks beinhaltet, um uns im Gedächtnis zu bleiben. Wenn ihr noch nie oder zumindest länger nicht ein Jump ’n’ Run gespielt habt, dann bietet Yoshi’s New Island einen guten (Wieder)einstieg, doch für fortgeschrittene Spieler oder gar Profis bietet der Titel nur wenig Neues und entwickelt sich leider sehr schnell in stumpfes Abklappern der Levels.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: In den letzten Wochen habe ich den Titel sehnsüchtig erwartet und mich an die gute alte Super-Nintendo-Zeit erinnert. Diese Erinnerungen werden beim Spielen von Yoshi’s New Island zu Beginn stärker, relativieren sich jedoch relativ schnell. Man merkt so gut wie jedem Level an, dass die Entwickler das Seriendebüt von 1995 nachahmen möchten. Das gelingt auf der einen Seite mit einem ähnlichen Spielprinzip und auf der anderen Seite mit einer Anlehnung an die grandiose Spielwelt, ohne jedoch dessen Qualität zu erreichen. Grafik und Soundtrack passen zwar gut zusammen, sind unterm Strich jedoch zu wenig, um mich persönlich zufriedenzustellen. Da der Schwierigkeitsgrad sehr dürftig ausfällt, der Anspruch dadurch sinkt, Herausforderungen überwiegend fehlen und es kaum Innovationen gibt, vergeht mir sehr schnell die Lust am Spiel. Es kann nicht sein, dass ich ohne Anstrengung am Ende des Spiels fast 150 1-ups auf meinem Konto habe und im gesamten Spiel gerade einmal 36 Yoshis verloren habe. Das einmalige Durchspielen habe ich zwar genossen, doch aufgrund der Mankos habe ich ebenso keine Lust mehr, die ganzen Levels nochmals anzugehen, um jedes einzelne Geheimnis zu lüften – auch wenn ich die Special-Welten des Spiels doch sehr gerne einmal spielen möchte. Yoshi’s New Island ist somit zwar kein schlechtes Spiel, richtet sich aber eindeutig an ein sehr junges Publikum oder an jene Spieler, die länger oder gar nie Kontakt mit einem Jump ’n’ Run hatten. In dem Falle kann man bei Yoshi’s New Island guten Gewissens zuschlagen.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Yoshi’s New Island!