Review: Tales of Symphonia (Band 1)

Tales of Symphonia (Band 1) (1)Im Jahr 2003 erschien in Japan das – rein objektiv gesehen – wohl beste Rollenspiel für den Gamecube. Zwei Jahre später erblickte im Land der aufgehenden Sonne der erste Manga-Band zu Tales of Symphonia. Neun Jahre sollte es dauern, bis die Manga-Reihe auch bei uns den Weg in den Handel findet. Die Handlung des ersten Bands entführt uns wie das Spiel für den Gamecube in die Fantasy-Welt Sylvarant. Hier leben im idyllischen Örtchen Iselia der Schwertkämpfer Lloyd Irving mit seinem Ziehvater Dirk. Eines Tages wird seine Freundin Colette Brunel, die Auserwählte, an ihrem sechzehnten Geburtstag auf eine Reise geschickt. In ihrer Rolle muss sie den Turm des Heils erreichen und die Welterneuerung in Gang setzen. Diese wird nämlich von den gefürchteten Desians nach dem vergangenen und verheerenden Krieg immer noch verhindert. Da werden Priester ermordet und die Kinder direkt in einen Kampf verwickelt, der nur durch die Hilfe des Söldners Kratos Aurion gewonnen wird. Von der Kampfkraft des Söldners überzeugt, beschließt das Dorf, dass Kratos die junge Colette auf der Reise zur Welterneuerung begleiten soll. Unterdessen muss Lloyd lernen, wie schlecht es den Menschen in den so genannten Menschenfarmen ergeht. Sein Freundin Genis Sage treibt sich da gelegentlich herum und hat dort mit der Gefangenen Marble Freundschaft geschlossen.

Kleines Kunststück

Ins Detail gehen möchten wir hier nicht, da die Magie des Tales-of-Symphonia-Universums aus vielen kleinen Elementen zusammengesetzt wird und so durchweg spannend bleibt. Hier werden Kenner der Videospielvorlage zwar keine Überraschungen erleben, aber wer den Titel noch nicht gespielt hat und sich zuerst dem Manga widmet, wird viele mystische Erlebnisse erfahren. Dennoch möchten wir empfehlen, zumindest den ersten Teil der Reihe (ein zweiter erschien 2008 für die Wii) zu spielen, da man sonst womöglich von den vielen Informationen erschlagen wird. Es ist jedoch ein Kunststück, die ganzen Facetten des Spiels unter einen Hut zu bringen. Der erste Band behandelt beispielsweise nur den Aufbruch von der Gruppe bis zum ersten Siegel in den Ruinen von Triet. Es wird schwer, alle wichtigen Fakten der Reise in den nächsten vier Bänden unterzubringen. Wenn man die Charaktere jedoch so gut zeichnet (das meinen wir sowohl optisch als auch bei ihrer Persönlichkeit), kann da eigentlich nur wenig schiefgehen. Der Manga von Hitoshi Ichimura ist wirklich gut gelungen und unterhält vom ersten bis zum letzten gelesenen Wort. Durch den intelligenten Einsatz von Humor und Dramatik wird Tales of Symphonia (Band 1) so schnell nicht langweilig. Einziges Manko: Die 180 Seiten vergehen wie im Flug und die Vorfreude auf den nächsten Band steigt enorm!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Ende 2009 und Anfang 2010 kam ich das letzte Mal mit dem Tales-of-Symphonia-Universum in spielerischer Form in Berührung. Vor einigen Monaten erschienen zwar die beiden HD-Remakes für die PlayStation 3, doch sind die Titel für mich aus der Reihe der wenigen Rollenspiele für Nintendos stationäre Konsolen nicht mehr wegzudenken. Die Geschichte von Tales of Symphonia habe ich zudem das letzte Mal 2005 erlebt und mit jeder Seite, die ich im Manga verbringe, bereue ich das sogar ein wenig. Viele schöne Stunden sind mir nämlich immer noch in Erinnerung und ich hoffe, dass ich diese in Zukunft noch einmal erleben werde. Bis es soweit ist, werde ich aber auf jeden Fall den Manga von Tokyopop verfolgen. Die Geschichte ist bisher originalgetreu umgesetzt, es gibt keinerlei Abweichungen und Humor und Dramatik treffen genau die Charaktere. Es ist ein wahrer Genuss, alles noch einmal in Manga-Form zu erleben – zumal mir sämtliche Zeichnungen aus der Feder von Hitoshi Ichimura wahnsinnig gut gefallen. Der Geist der Videospielvorlage wird definitiv eingefangen und ich bin schon sehr gespannt, wie es mit den nächsten Bänden weitergehen wird. Beim ersten Band sollte aber jeder Fan der Reihe unbedingt zuschlagen!

Vielen Dank an Tokyopop für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Tales of Symphonia (Band 1)!

Prime Time: PlayStation Vita – Tearaway-Bundle (Unboxing)

Vor wenigen Jahren schickte Sony Computer Entertainment die PlayStation Vita ins Rennen um die Vormachtstellung im Handheld-Sektor. Gegen Nintendo kam Sony hier jedoch nicht an. Der Nintendo 3DS bot bereits ein gutes Spektrum an Spielen, war wesentlich günstiger und hat sich weltweit bereits eine große Fangemeinde aufbauen können. Vor kurzem hat Sony dann auch noch angekündigt, dass große Blockbuster aus dem eigenen Hause in Zukunft wohl ausbleiben werden. Nur in Japan kann sich die Vita noch einigermaßen halten. Aufgrund seiner Liebe zu japanischen Spielen hat sich Eric vom Tearaway-Bundle bei Saturn mitreißen lassen und sich eine PlayStation Vita gekauft. Diese möchte er euch in unserem Unboxing-Video vorstellen. Wir wünschen euch viel Spaß!

Review: Godzilla vs. Destoroyah

Godzilla vs. Destoroyah (1)Godzilla vs. Spacegodzilla knüpft 1994 leider nicht an den finanziellen Erfolg vorheriger Titel an. Da man bereits beim Dreh zu Godzilla vs. Mechagodzilla II mit dem Gedanken liebäugelt, die Heisei-Reihe um die Riesenechse zu beenden, setzt man dies Ende 1995 endlich um.

Godzilla vs. Destoroyah (2)Godzilla vs. Destoroyah knüpft an die Geschehnisse der vorherigen beiden Filme an. Gojira hat Supesugojira besiegt, doch Ruhe kehrt damit auf der Erde nicht ein. Obwohl man meinen könnte, dass Gojira mit seinem Sohn Gojira junia nun in Abgeschiedenheit leben können, ist das Schicksal nicht auf Seiten der Familie. Gojira taucht plötzlich in Hongkong auf und wütet in der chinesischen Hafenstadt. Dort fällt auf, dass Teile von Gojiras Körper glühen. Schnell wird der junge Wissenschaftler Kenichi Yamane zurate gezogen. Dieser ist der Enkel von Doktor Yamane, der vor vierzig Jahren daran gearbeitet hat, Gojira zu bekämpfen. Mit der Zeit kommen die Wissenschaftler der G-Force zum tragischen Schluss, dass Gojiras Herz einem Kernkraftwerk gleicht. Bis zu 1200 Grad soll sein Körper aushalten können, bevor Gojira eine Kernschmelze auslösen wird und damit die Erde vernichten könnte. Das Problem besteht darin, dass dieser Wert innerhalb von nur einer Woche überschritten sein wird. Man arbeitet entsprechend an einem Notfallplan, um die drohende Apokalypse abzuwehren. Zur gleichen Zeit arbeitet die Reporterin Yukari Yamane daran, Informationen zur Arbeit von Doktor Kensaku Ijuin herauszufinden. Dieser soll nämlich an einer Waffe arbeiten, welche eine ähnliche verheerende Wirkung wie der Oxygen-Zerstörer von 1954 haben soll.

Kampf an vielen Fronten

Godzilla vs. Destoroyah (3)Aus keinem anderen Grund werden Bodenproben aus dem Meer analysiert, wo vor mehr als vierzig Jahren Gojira zum ersten Mal besiegt wurde. Es stellt sich heraus, dass sich über die Jahre hinweg ein Mikroorganismus gebildet hat, der ausgerechnet jetzt dazu im Stande ist, zu mutieren. Plötzlich tauchen in der japanischen Hauptstadt Tōkyō mittelgroße Krabbenwesen auf. In der Zwischenzeit hat die G-Force die Entwicklung am Kampfflugzeug Super X-3 nach den Erfahrungen mit Mekagojira und Moguera abgeschlossen. Da Gojira zwischenzeitlich auf ein Kernkraftwerk zurast, wird die Super X-3 mit Einfriergeschossen beladen, um Gojira für eine Zeit lang im Meer eingefroren festzuhalten. Um den Krabbenwesen Herr zu werden, wird sowohl die Polizei als auch die militärische Abteilung der G-Force hinzugerufen. Dies nützt jedoch alles nichts – die mutierten Krebse sind gegen fast alle Waffen resistent und als das Aufgebot der Menschen zu mächtig wird, wird auch die Gegenseite mächtiger. Die Wesen mutieren zum großen Mutanten Desutoroia, der im Stande ist, die Stadt in Schutt und Asche zu legen. Abermals sind die Menschen auf die Hilfe von Gojira angewiesen. Um den Kampf gegen Desutoroia einzuleiten, kommt ihnen Gojira junia gerade recht. Dieser soll seinen Vater nach dessen Auftauen in die Bucht von Tōkyō zur alles entscheidenden Schlacht bewegen.

Verknüpfungen zweier Generationen

Godzilla vs. Destoroyah (4)Godzilla vs. Destoroyah beendet 1995 grundsätzlich den japanischen Mythos um die Echse Gojira. Zumindest fast – aus Spoiler-Gründen, die hier verschieden ausgelegt werden könnten, wollen wir jedoch nichts verraten. Gelungen ist dem Filmteam hinter Takao Okawara jedoch die Verknüpfung des letzten Heisei-Films mit dem Auftakt von Godzilla – Das Original. Das bezieht sich nicht nur auf die Nennung von Tatsachen. Emiko Yamane wird beispielsweise wieder von der Schauspielerin Momoko Kōchi verkörpert, die kurz vor ihrem Tod 1998 ein weiteres Mal nach über vier Jahrzehnten in ihre alte Rolle schlüpft. Außerdem sucht man 1995 im Archiv von Tōhō nach dem Originalfilm, um in wenigen Rückblenden auf originales Material zurückgreifen zu können. Eingefärbt werden diese Szenen jedoch nicht und bleiben somit als Stilmittel in Form von Erinnerungen in gewisser Weise nostalgisch. Nostalgie können wir fast zwanzig Jahre nach der Uraufführung des Films ebenfalls sein. Röhrenmonitore und das alte Apple-Symbol lassen grüßen. Das Bild der Blu-ray Disc ist in 1080p dennoch gut, wirkt in einigen Momenten jedoch etwas blass. Für Fans ist es jedoch abermals ärgerlich, dass nur die englische und die deutsche Tonspur auf dem Datenträger (in wenigen Szenen fehlt sogar die Lippensynchronität) enthalten sind; den japanischen Ton gibt es nur über den Importweg.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Godzilla vs. Destoroyah schließt die Geschichte um die Riesenechse Gojira 1995 vorerst ab. Es gibt zwar einen Anhaltspunkt, wie diese Geschichte weitererzählt werden könnte, doch möchte ich diesen nicht vorwegnehmen. Die Handlung des Films orientiert sich eigentlich an der Grundstruktur eines typischen Films des Kaiju-Genres, doch verbindet er gekonnt die Handlung des ersten Films der Shōwa-Reihe mit dem letzten Film der Heisei-Serie, indem man auf Motive wie den Oxygen-Zerstörer zurückblickt und am Ende dieselbe Botschaft vermittelt, wie schon beim ersten Godzilla-Film. Wie Ishirō Honda trifft auch Takao Okawara die Entscheidung, mit Godzilla vs. Destoroyah die Haltung gegen Atomenergie einzunehmen. Inhaltlich mag Godzilla vs. Destoroyah kein Meisterwerk sein, aber alleine für seine Intention und Erinnerung ans Original, sollte jeder Fan der Riesenechse auch dem letzten Film der Heisei-Reihe eine Chance geben.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Godzilla vs. Destoroyah!

Review: Mega Man Xtreme

Mega Man Xtreme (1)Manche Videospielserien sind heutzutage legendär. Mega Man ist solch eine Reihe, die sich auch fast nach dreißig Jahren des Bestehens großer Beliebtheit unter Action-Fans erfreut. Um die Fortsetzungsreihe Mega Man X zu bereichern, schuf man 2000 ein zweiteiliges Spin-off.

Mega Man Xtreme (2)Dieses Spin-off hört auf den Namen Mega Man Xtreme und wurde ein Jahr später mit einer einzigen Fortsetzung bereits vorzeitig abgeschlossen. Der GameBoy-Color-Klassiker bietet dabei im Grunde nichts anderes als die Mega-Man-X-Teile auf dem Super Nintendo, welche zum damaligen Zeitpunkt jedoch auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hatten. Basierend auf den ersten beiden Super-Nintendo-Episoden nistet sich Mega Man Xtreme auch in deren Zeitlinie ein. Auf der Erde herrscht Frieden; Roboter und Menschen leben in Koexistenz. Der Frieden wird jedoch durch die so genannten Mavericks bedroht. Auf der anderen Seite des Gesetzes stehen wiederum die Maverick Hunters, zu denen auch die aus der Mega-Man-X-Serie bekannten Charaktere X und Zero gehören. In der Roboterhaut von X machen wir uns auf, den Oberschurken dingfest zu machen. Dabei stellen sich uns verschiedene Feinde in den Weg, die Fans bereits aus den bereits zitierten Mega Man X und Mega Man X2 kennen. Auch die Spielabschnitte erinnern teilweise stark an die Super-Nintendo-Spiele. Im ersten Moment macht das jedoch nichts, da wir den Ausflug auf der 16-Bit-Konsole bereits genossen haben. In Mega Man Xtreme funktioniert das jedoch nicht mehr ganz so gut. Auf dem kleinen Screen des GameBoy Color fehlt häufiger die Übersicht und Sprünge ins Nichts sind keine Seltenheit.

Anpassung an limitierte Hardware

Mega Man Xtreme (3)Sieht man davon jedoch einmal ab, kann Mega Man Xtreme die gleiche Faszination ausüben, wie schon die unzähligen Mega-Man-Titel zuvor. Allerdings dürft ihr jetzt nicht erwarten, dass die Levels des GameBoy-Color-Titels so groß wie auf dem Super Nintendo ausfallen. Hier hat Capcom an vielen Ecken und Enden gespart und die Darstellung auf das Nötigste reduziert. Der Wiedererkennungswert geht dadurch zwar nicht verloren, jedoch sind somit viele eigentlich herausfordernde Passagen sehr leicht zu meistern und erst beim Bossgegner kommt es auf das wahre Können an. Doof nur, dass man im Falle einer Niederlage wieder am Anfang des Levels starten muss. So mancher Weg, bei dem Sprünge genau abgestimmt und jeder Schuss auf einen Gegner einfach sitzen muss, wird so schnell zur Tortur. Im Gegensatz zu den frühen Ablegern auf dem Nintendo Entertainment System läuft Mega Man Xtreme auf Nintendos Handheld jedoch äußerst flüssig und auch die Animationen sämtlicher Charaktere machen eine sehr gute Figur. Man kann also sagen, dass Capcom die Limitierungen von Nintendos Hardware wunderbar gemeistert hat. Der Soundtrack bietet zwar prägnante Stücke, die sich auf dem Soundchip des GameBoy Colors aber nicht immer gut anhören – das ist aber das kleinste Übel, denn abseits dessen kann Mega Man Xtreme durchaus viel Spaß bereiten.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Virtual-Console-Fassung): Für eine Runde Mega Man bin ich immer zu haben! Überrascht war ich jedoch, als plötzlich Mega Man Xtreme im eShop des 3DS erschienen ist. Den Titel habe ich zuvor noch nie gehört und umso interessierter war ich dann an dem Spiel. Als ich die ersten Minuten hinter mich gebracht habe, hat sich jedoch schnell Ernüchterung eingestellt. All das habe ich schon einmal in Mega Man X auf dem Super Nintendo erlebt – und zwar in wesentlich besserer Form. Natürlich darf man nicht vergessen, dass der GameBoy Color nicht das leisten kann, was das Super Nintendo auf die Beine stellt. Trotzdem ärgere ich mich darüber, dass die Übersicht oftmals nicht gegeben ist und die Levels selbst recht anspruchslos ausfallen. Erst bei den Bossgegner zeigt Mega Man Xtreme, dass man für das Spiel auch etwas leisten muss. Das ständige Zurücklaufen zu den Bossgegnern, da man ja selbst blöderweise nur zwei Versuche hat, stört mich auf Dauer dann jedoch zunehmend. Mega Man Xtreme ist kein schlechtes Spiel, aber Capcom hätte im Jahr 2000 nach jahrelanger Erfahrung ruhig mehr bieten können. Wer also Mega Man X schon kennt, braucht sich Mega Man Xtreme nicht anschauen. Wenn man aber unbedingt auch unterwegs von den herausfordernden Bossgegner gedemütigt werden will, kommt um Mega Man Xtreme nicht herum – am besten greift man aber gleich zum zweiten (und besseren) Teil!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Downloadcodes von Mega Man Xtreme!

Prime Time: Theatrhythm: Final Fantasy – Curtain Call – Limited Edition (Unboxing)

Heute erschien mit Theatrhythm: Final Fantasy – Curtain Call der Nachfolger eines Spiels, den Liebhaber der Musik von Final Fantasy einfach lieben mussten. Wir stellen euch heute die Limited Edition des Spiels vor, die neben des Spiels auch eine Musik-CD mit fünf geremixten Tracks aus Final Fantasy VI, VII, X und Tactics enthält. Welche Tracks das sind und ob sich der Kauf der Limited Edition lohnt, klärt unser Chefredakteur und wohl einer der größten Final-Fantasy-Fans in unserem Unboxing-Video. Wir wünschen euch viel Spaß!

Prime Time: Hyrule Warriors – Limited Edition (Unboxing)

Heute erschien mit Hyrule Warriors die von beinharten Fans ersehnte Fusion der Dynstasty-Warriors-Serie mit dem The-Legend-of-Zelda-Universum. Unser Chefredakteur ist einer der Glücklichen, die sich das Spiel beim berühmten Versandhandel am großen Fluss noch rechtzeitig bestellen konnten. In unserem Unboxing-Video zeigt er euch, welche Inhalte in der Limited Edition enthalten sind und womit man neidische Blicke in der U-Bahn auf sich ziehen kann. Wir wünschen euch viel Spaß und gute Unterhaltung mit unserem Video!

Review: SteamWorld Dig: A Fistful of Dirt

SteamWorld Dig (1)Im Jahr 1848 verbreitete sich in Amerika das Gerücht, dass im noch nicht zu den Vereinigten Staaten gehörenden Kalifornien Gold gefunden wurde. Daraufhin versuchten abertausende Glücksritter, während des kalifornischen Goldrausches reich zu werden. So sah es auch einmal im fiktiven Tumbleton aus.

SteamWorld Dig (2)Allerdings scheint das Örtchen Tumbleton schon längst ausgestorben. Irgendwo im Westen befinden sich drei Häuser und ein paar Kakteen, welche die Stadt bilden. Allerdings leben in der alternativen Version unserer Welt keine Menschen, sondern Roboter. In SteamWorld Dig: A Fistful of Dirt übernehmen wir die Rolle des Roboters Rusty. Dieser ist nach Tumbleton gekommen, um dort seinen Onkel zu treffen. Der hat dort nach Reichtümern gegraben und ist anscheinend bereits fündig geworden! Als Rusty jedoch in Tumbleton eintrifft, findet er in den Stollen jedoch nur noch die Überreste von seinem Onkel Joe. Die Diagnose: Deaktiviert – und zwar für immer! Irgendetwas muss sich aber tief unter der Erde befinden und so greifen wir uns Joes Spitzhacke und beginnen damit, im Erdreich zu graben. Das ist es auch, was wir in den nächsten sechs Spielstunden tun werden. Graben, graben und nochmals graben. Dabei stoßen wir auf verschiedene Arten von Gestein. Manche Steinblöcke lassen sich leicht mit der Spitzhacke bearbeiten und andere benötigen mehrere Schläge, bis sie endlich klein beigeben. In markierten Blöcken finden wir zudem die begehrten Materialien, die sich in Tumbleton in Bargeld eintauschen lassen. Vom Geld lassen sich wiederum Verbesserungen und weitere Objekte kaufen, die uns beim Graben im dunklen Erdreich behilflich sein werden.

Repetitive Buddelei

SteamWorld Dig (3)Lampen erhellen beispielsweise die Umgebung, Leitern nutzen wir, um uns aus Löchern zu befreien und den Teleporter setzen wir, wenn wir mehrere hundert Meter tief gegraben haben und der Rückweg in die Stadt mit unnötigen Strapazen verbunden wäre. Immer wieder stoßen wir auf Höhlen, in denen weitere Items versteckt sind. So gesellt sich zum Beispiel schon bald ein Bohrer ins Inventar dazu. Im Erdreich können wir zwar unbegrenzt buddeln, doch wird es mit der Zeit immer dunkler und dann müssen wir entweder ein paar Gegner zerhacken oder ans Tageslicht zurückkehren, um unseren Lichtvorrat aufzustocken. Das Gameplay von SteamWorld Dig ist wirklich spaßig, doch mit der Zeit merkt man einfach, wie repetitiv das System eigentlich ist. Graben, Mineralien sammeln, Mineralien verkaufen, neue Ausrüstung erwerben und zurück ins Erdreich. Spätestens nach der Hälfte der Spielzeit ist man im Trott drin und kurz vorm Ende schickt uns das Spiel sogar noch einmal in die ersten Gebiete in Form von Backtracking zurück. Tief sind die eintausend Meter im Spiel nicht, doch erst am Ende merkt man eigentlich, wie sehr sich die Buddelei zieht. Trotzdem merkt man dem Spiel an den Charakteren und den Spielideen an, dass mit Liebe gearbeitet wurde. Ein Nachfolger ist übrigens bereits angekündigt und wir hoffen, dass der abwechslungsreicher ausfallen wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Nintendo-Wii-U-Fassung): SteamWorld Dig hat mich die ganzen sechs Stunden gut unterhalten. Allerdings merkt man schnell, auf welche Inhalte sich das Spiel konzentriert und wie abwechslungsarm es mit der Zeit eigentlich ist. Man sammelt wie ein Wahnsinniger Mineralien in der Erde, verkauft sie und holt sich dafür gleich die neue Ausrüstung in einem der maximal drei Läden im Spiel – und dann geht das Spektakel wieder von vorne los. Dennoch unterhält das Spiel immer wieder kurzfristig zwischendurch, weshalb ich eher zur 3DS-Fassung raten möchte – die startet man schneller als die Konsolenfassung. In HD macht SteamWorld Dig: A Fistful of Dirt eine ebenso gute Figur. Lediglich den Soundtrack hätte ich mir etwas energischer gewünscht, denn der dümpelt mir einfach zu sehr vor sich im Hintergrund hin. Wer nichts gegen sich wiederholendes Gameplay hat, kann mit dem Kauf von SteamWorld Dig jedoch nichts falsch machen.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Download-Codes von SteamWorld Dig: A Fistful of Dirt!

Review: Weapon Shop de Omasse

Weapon Shop de Omasse (1)Das Leben eines Helden ist hart. Das wissen wir unlängst aus großen Rollenspielserien wie Final Fantasy, Dragon Quest, Gothic oder The Elder Scrolls. Ohne einen kräftigen Schmied kann jedoch auch ein Held keine Erfolge feiern, wie Weapon Shop de Omasse beweist.

Weapon Shop de Omasse (2)Weapon Shop de Omasse ist Teil der Guild01-Reihe, einer Serie, deren Spiele zwar zu klein sind, um mit den großen Titeln der Videospiellandschaft zu konkurrieren, aber zu groß sind, um als Minispiele abgestempelt zu werden. Im vierten und letzten Teil der Reihe, der nun nach fast zwei Jahren auch hierzulande im Nintendo eShop auf dem 3DS erschienen ist, übernehmen wir die Rolle des Schmiedegehilfen Yuhan. In der Lehre von Meister Oyaji stehend, erlernen wir von Grund auf das Schmiedehandwerk und zwar genau dann, wenn im Laden der Schmiede der Ansturm der Kunden beginnt. Das Geschehen des Spiels spielt sich nahezu komplett in der Schmiede der eurasischen Rollenspielwelt ab. Unsere Aufgabe ist es, Kunden wie Friedel Schlintz, das Schwesterpaar Mei Lan und Mei Hong, dem Samurai Izou Nishinokawa und den französisch anmutenden Jean Jardeaux zufriedenstellend zu bedienen. Während wir das tun, entwickeln sich zwischen Yuhan, seinem Meister und seinen Kunden jeweils nette Dialoge, welche sozusagen die Handlung des Spiels einnehmen. Diese wird in Weapon Shop de Omasse weniger mit Spannung, sondern mit Humor vorangetrieben. Daran ist das immer wieder eingespielte Geklatsche, Auspfeifen und Gelächter des unsichtbaren Publikums nicht ganz unschuldig. Oft haben wir das Gefühl, in einer Sitcom gelandet zu sein.

Irasshaimase!

Weapon Shop de Omasse (3)Das eigentliche Spiel ist dabei nicht auf die teils ellenlangen Dialoge beschränkt, denn das eigentliche Geschehen spielt sich am Schmelzofen ab. Nachdem wir uns vorab ausgesucht haben, ob wir jetzt ein Kurzschwert, ein Katana, eine Axt oder einen Speer schmieden wollen, wird uns ein glühendheißer Eisenblock auf den Amboss geschmissen. Nachdem die Vorlage noch ein paar Sekunden ersichtlich ist, beginnt die Musik zu spielen und dann heißt es im Takt den Eisenblock mit dem Hammer an noch nicht bearbeiteten Stellen zu treffen. Man darf das Spiel jetzt aber nicht mit Theatrhythm Final Fantasy vergleichen, denn dazu bietet der Titel zu wenige, genau genommen nur ein Taktsymbol, und legt ganz andere Schwerpunkte. Damit wir auch eine möglichst gute Punktzahl erzielen und so die zu schmiedende Waffe im gleichen Spielzug stärken, sollten wir auch die Hitze des Schmiedeblocks im Auge behalten. Wird der Block zu hart, ist es schwieriger, ihn zu bearbeiten. Dann sollte der Block für einen kurzen Augenblick noch einmal aufs Feuer, während jedoch dummerweise die Taktfrequenz weiterläuft. Sobald wir die Waffe zu einhundert Prozent bearbeitet haben, schmeißen wir sie ins kalte Wasser, um sie abzukühlen. Anschließend wandert sie ins Inventar, wo sie nur noch darauf wartet, von uns poliert zu werden. Letzteres ist zwar optional, jedoch zu empfehlen.

Viel Arbeit, wenig Vergnügen

Weapon Shop de Omasse (4)Mit einem Poliervorgang stärken wir nämlich die Waffe und unsere Kunden werden es uns sicherlich danken. Diese verlangen von uns übrigens immer unterschiedliche Waffen, die wir je nach Materialvorrat schmieden können. In Weapon Shop de Omasse verkaufen wir jedoch keine Waffen, sondern verleihen sie nur. Das Geld erhalten wir auch nur, wenn ein Held von seinem Quest erfolgreich zurückkehrt. Oft winken dann auch Verbesserungsmetalle, die wir beim Schmieden in die Waffe einbauen können. Diese Metalle können optional auch von dem eingegangenen Geld erworben werden. Für das Spiel nicht sonderlich wichtig, aber immerhin ein netter Bonus sind Gegenstände, mit denen wir die Schmiede verzieren können. Bis wir eine Waffe für den Oberschurken des Spiels schmieden können, vergehen einige Stunden, die jedoch nicht sonderlich abwechslungsreich ausfallen, da wir Tag für Tag nur den Alltag eines Schmiedegesellen erleben. Hier hätten die Entwickler ruhig abwechslungsreichere Aufgaben erstellen können, denn auf der optischen und akustischen Seite bemängeln wir kaum etwas. Schade finden wir lediglich, dass es nur englische Bildschirmtexte und keine Sprachausgabe gibt. Ein Mehrspielermodus, bei dem man sich die Arbeit des Spiels aufteilen könnte, fehlt ebenso. Weapon Shop de Omasse bleibt unterm Stich ein experimentelles Spiel.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Weapon Shop de Omasse bleibt unterm Stich definitiv ein experimentelles Spiel. In meinen Augen kommt das für uns auch nicht sonderlich überraschend, da die Guild01- und Guild02-Reihe exakt diesen Ansatz verfolgen. Ich finde es nur sehr schade, dass der Titel so schmalspurig sein Programm bis zum bitteren Ende durchzieht. Waffe schmieden, Auftrag annehmen, Waffe polieren, Waffe schmieden, Waffe aushändigen, Auftrag annehmen, Tagesbilanz anschauen und so weiter ist meinen Augen für ein Spiel des Jahres 2012 ganz einfach zu wenig. Als Minispiel für eine der eingangs erwähnten Rollenspielreihen fände ich das Konzept zwar genial, doch als eigenlauffähige Simulation macht Weapon Shop de Omasse zwar kaum etwas falsch, bietet aber im Gegenzug dafür einfach keinen Gegenwert. Wer aber gerne experimentelle Spiele mag und bereit ist, einen kleinen Obolus für den Titel zu löhnen, wird für ein paar Stunden dennoch seinen Alltag vergessen können und in die herrlich witzige Atmosphäre von Weapon Shop de Omasse eintauchen.

Review: Mighty Switch Force! 2

Mighty Switch Force 2! (1)Mighty Switch Force! 2 bietet zwar keine starke Handlung, doch dafür knifflige Schalterrätsel und hektische Sprungpassagen, die jeden Spieler in den Wahnsinn treiben können. Wir haben diese Tortur auf uns genommen und dabei nicht nur einmal die Nerven verloren!

Mighty Switch Force 2! (2)Mit ausgefallenen Spielideen ist es immer so eine Sache. Entweder man liebt diese Art von Spielen oder man hasst sie. Der Grad dazwischen ist sehr schmal und Mighty Switch Force! 2 versucht, genau in diesen Grad zu passen und sowohl Anfänger, als auch Profis bei Laune zu halten. Wieder einmal schlüpfen wir dafür in die Haut von Patricia Wagon. Während diese im ersten Teil noch die Rolle der Polizistin gemimt hat, wechselt sie in Mighty Switch Force! 2 den Beruf. Von nun sind wir als Feuerwehrfrau unterwegs und müssen nicht nur wieder die fünf bekannten Verdächtigen einsammeln, obwohl das im Grunde nicht mehr unsere Aufgabe ist, sondern nebenbei auch noch Brände löschen. Entsprechend hat unsere Protagonisten ihre Laster-Pistole gegen einen Feuerwehrschlauch eingetauscht. Angestöpselt werden muss dieser aber nirgendwo, denn die Technik in Mighty Switch Force! 2 ist wohl so gut, dass das Wasser aus einer portablen und unaufhörlich sprudelnden Quelle kommt. Der Schlauch funktioniert im Endeffekt genauso effektiv wie ihre letzte Waffe, doch setzen wir ihn wesentlich flexibler ein. Wasser können wir gezielt durch Roher spritzen und Herd-Plattformen kurzzeitig löschen – auch Gegner lassen sich auf diesem Wege leicht besiegen. Diesmal will die Welt also nicht nur vor Feind, sondern auch vor Feuer in den kurzweiligen Spielabschnitten gerettet werden.

Mega Man lässt grüßen!

Mighty Switch Force 2! (3)Während wir die ersten Levels noch recht schnell beenden, da die Rätsel verhältnismäßig einfach ausfallen, wird dieses Unterfangen mit zunehmender Spieldauer immer schwieriger. Wer nämlich nicht nur Levels abschließen, sondern auch Bestzeiten aufstellen will, hat ordentlich zu knabbern. Damit das Unternehmen nicht gänzlich im Sande verläuft, haben die Entwickler auf dem unteren Screen des 3DS (und bei Veröffentlichung der Wii-U-Fassung sicherlich auch auf dem Bildschirm des GamePads) einen Radar integriert, der die ungefähren Aufenthaltsorte der Übeltäterinnen anzeigt. Zusätzlich gilt es Schalterrätsel zu lösen, die dazu führen, dass überall in der Spielwelt Blöcke erscheinen (und wieder verschwinden), über die wir in alter Jump-‘n’-Run-Manier fröhlich springen dürfen. Wer hier jedoch nicht aufpasst und in der angedeuteten Markierung steht, wo gerade ein Block erscheint, verliert einen von drei Versuchen. Besonders in den letzten Levels können diese Rätsel zur wahren Tortur werden. Es gibt zwar großzügig verteilte Herzen, welche die Energie auffüllen, doch wenn ein Sprung mal nicht genau mit der Reaktivierung eines Blocks abgestimmt ist, können ungeduldige Spieler leicht die Nerven verlieren. Erfreuen dürfen wir uns aber am schönen Comiclook und an der Musik, die an alte 16-Bit-Zeiten erinnert.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der 3DS-Fassung): Mighty Switch Force! 2 ist genau so gut wie sein Vorgänger, doch für meinen Geschmack könnten die Levels noch größer und vielseitiger sein. Im Grunde wird in jedem Level nämlich nur das Standardprogramm in abgewandelten Formen abgespielt. Das macht zwar zwischendurch immer wieder ein wenig Spaß, doch wer das Spiel gerne für längere Zeit am Stück spielt, bemerkt das monotone Gameplay schnell. Dafür sind die Rätsel erfreulicherweise, besonders in der zweiten Spielhälfte, extrem knifflig. Da wollen Blöcke in wirklich kurzen Zeitabständen de- und reaktiviert werden, damit wir heil auf einer Plattformen landen, die ebenfalls aus Blöcken besteht und über einem Abgrund schwebt. Solche Rätsel sind heutzutage selten geworden, da man die Spieler am liebsten nicht quälen und die Verkaufszahlen in die Höhe treiben möchte. Ich bin froh, dass WayForward Technologies hier anders entschieden hat und mir eine Herausforderung nach der anderen beschert. Schade nur, dass die Einmalspielzeit sehr kurz ausfällt und keine richtige Story vorhanden ist. So ist und bleibt auch der zweite Teil der Mighty-Switch-Force!-Reihe ein kniffliges Spiel für zwischendurch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Review: Shantae

Shantae (1)In den Weiten des Internets wird der finanziell nicht sonderlich erfolgreiche GameBoy-Color-Titel als Geheimtipp gehandelt. Nachdem eine Fortsetzung als DSiWare-Titel erschien, will der erste Teil der Reihe als Virtual-Console-Spiel neue Fans gewinnen.

Shantae (2)Die Geschichte von Shantae ist schnell erzählt. Eines Morgens bemerken die Bewohner der Hafenstadt eine gehisste Totenkopfflagge am Horizont. Kurz darauf beginnt auch schon das Bombardement auf die Stadt und das Umland. Schnell tauchen auch die ersten Piraten an der Küste auf, überfallen die Stadt und stehlen schlussendlich die Dampfmaschine eines dort ansässigen Wissenschaftlers. Was die Piraten mit der Dampfmaschine vorhaben, wissen wir an dieser Stelle noch nicht. Trotzdem übernehmen wir nur zu gerne die Rolle der Halbdschinn Shantae, die nun für Recht und Ordnung sorgen muss. Wir machen uns auf, die Anführerin der Piraten, genannt Risky Boots, und ihre Schergen aufzuhalten. Bis wir den Piraten das Handwerk legen können, erkunden wir zahlreiche Levels, die zuallererst abwechslungsreich wirken. Lebhafte Städte, dunkle Wälder, finstere Höhlen und malerische Berglandschaften wollen von uns unsicher gemacht werden. Überall in der Spielwelt können wir Gegenstände finden, die unsere Fähigkeiten erweitern. Das erinnert stark an die Metroid-Reihe und jüngere Castlevania-Episoden, da wir nur so neue Gebiete erreichen, die zuvor für uns einfach nicht zugänglich waren. Die wertvollen Objekte werden wiederum von gefährlichen Gegner im Auge behalten, die uns das Leben mit allen Mitteln der Kunst wahrhaftig schwer machen.

Geheimtipp

Shantae (3)Wir müssen dazu sagen, dass wir das Verhalten der Gegner beziehungsweise der künstlichen Intelligenz nicht wie in Mega Man als fordernd, sondern als unfair bezeichnen müssen. Wir wünschen uns von jedem Spiel eine Herausforderung, aber bei solchen Situationen, die bereits vor den Toren der Hafenstadt ablaufen, überkommt uns das Grauen. Hier springen aus dem Hintergrund ohne Vorwarnung Vogelscheuchen auf den Weg – jedoch selten vor oder hinter uns, sondern meist genau auf uns drauf! Dazu gesellen sich dann auch noch Maulwürfe, die plötzlich und unerwartet aus dem Boden springen. Da wir Gegner nur mit dem Schleudern unserer Haarpracht besiegen können, braucht es zudem einen gewissen Abstand, um die Feinde überhaupt erst zu treffen. Dazu stört gelegentlich auch noch das Leveldesign, denn trotz der schönen Spielabschnitte wissen wir oftmals nicht, wo unsere Reise als nächstes hingehen wird. Shantae geizt an allen Ecken und Enden mit Informationen, doch wem das egal ist, bekommt dafür immerhin eine malerische Kulisse vorgesetzt, die mit passender Musik unterlegt ist. Ohrwürmer eines Super Mario Bros. dürft ihr bei diesem Jump ’n’ Run jedoch nicht erwarten. Shantae erweist sich als Geheimtipp, doch als kein herausragendes Spiel. Da gab es bei der Erstveröffentlichung wesentlich besser spielbare Titel des Genres.

Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Virtual-Console-Fassung): Shantae ist und bleibt für mich ein Geheimtipp, doch kein herausragendes Spiel. Ich hätte nie gedacht, dass mich das Spiel in der ersten Spielstunde, über die ich ganz ehrlich gesagt auch nicht hinausgekommen bin, so dermaßen enttäuscht. Unausgereifte Spielsituationen stören den Spielfluss schon genug – da möchte ich wenigstens stringente Anweisungen haben, wo die Reise als nächstes hingeht. Hier drängt mir der Titel die frei Wahl auf, doch wenn nicht einmal eine vage Richtung formuliert wird, wo ich mich als nächstes einzufinden habe, dann bringt mir eine möglichst offene Welt überhaupt nichts. Das nicht immer gelungene Leveldesign und zu umständliche Laufwege, die sich daraus im Endeffekt ergeben, vermindern den Spielspaß stark. Die Krone wird dem durch die unfaire Platzierung der Gegner aufgesetzt. Zu guter Letzt kam es in unserem Test zu einem (nicht reproduzierbaren) Kampf, der den Bildschirm vollständig eingefroren hat. Hier hat nur das erneute Laden der Software und des Spielstandes geholfen. Trotzdem möchte ich interessierte Spieler nicht von dem Kauf abhalten – man muss jedoch wissen, mit welchen Mäkeln man selbst zu kämpfen hat. Wer sich darauf einlässt, bekommt jedoch ein Spiel, das auch nach der Virtual-Console-Veröffentlichung noch immer als Geheimtipp gehandelt wird.

Review: Godzilla vs. Spacegodzilla

Godzilla vs. Spacegodzilla (1)Als Godzilla vs. Spacegodzilla 1994 in den japanischen Kinos anläuft, weiß man noch nicht, dass es der vorletzte Film der Heisei-Reihe sein wird, auf den nur noch ein weiterer Kinofilm folgen wird. Wir erinnern uns an die bis dahin teuerste Godzilla-Produktion aller Zeiten.

Godzilla vs. Spacegodzilla (2)Godzilla vs. Spacegodzilla spielt direkt nach den Ereignissen des direkten Vorgängerfilms. In Godzilla vs. Mechagodzilla II kämpft die Riesenechse noch gegen einen metallenen und von Menschenhand geschaffenen Gojira. Nach dem verheerenden Kampf zwischen Gojira und Mekagojira zieht sich Gojira mit seinem Sohn ins Meer zurück. Damals noch Baby genannt, wird Gojiras Sohn nun als Gojira Junia betitelt. Während Gojira in den Tiefen des Meeres unterwegs ist, lebt Junior auf Birth Island – abermals einer fiktiven Insel vor der Küste Japans. Dort schließt er Freundschaft mit dem Einheimischen Akira Yuki. Dieser will Gojira Junia zwar nichts antun, dafür aber seinem riesigen Vorfahren. Währenddessen wird in Japan überlegt, wie man die Riesenechse ein für alle Mal besiegen kann. Es wird zur gleichen Zeit an zwei Projekten gearbeitet. Auf der einen Seite steht das Projekt T. An Gojiras Hinterkopf soll ein Telepathieverstärker angebracht werden, mit dem es schlussendlich möglich sein soll, die Bewegungen des Giganten durch einen Telepathen zu kontrollieren. Auf der anderen Seite versucht man ebenfalls, Gojira zu töten. Dazu baut man den gigantischen Roboter Mobile Operation Godzilla Universal Expert Robo Aero-type; kurz Moguera. Das Wortspiel auf das japanische Wort mogura, welches übersetzt Maulwurf bedeutet, ist zudem nicht rein zufällig.

Bedrohung aus dem All

Godzilla vs. Spacegodzilla (3)Bis der riesige Bohrer am Kopf von Moguera zum Einsatz kommen wird, vergehen jedoch gut neunzig Minuten des Films. Während die Wissenschaftlerin und Telepathin Miki Saegusa auf Birth Island ankommt, erfährt man in Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen National Aeronautics and Space Administration, das ein gigantisches Weltraummonster Kurs auf die Erde genommen hat. Da Moguera auch weltraumtauglich ist, entschließt man sich dazu, den Roboter im All einzusetzen und das Monster aufzuhalten – jedoch ohne Erfolg. Während auf Birth Island durch Yuki die Jagd auf Gojira vorangetrieben wird, versuchen die Mitarbeiter von Saegusa den Telepathieverstärker auf Gojiras Hinterkopf anzubringen. Während diesem Wettlauf um die Zeit landet auch das Weltraummonster auf der Erde. Es verletzt Gojira Junia und sperrt es in einem Eiskristallgefängnis ein. Erzürnt vor Wut beginnt Gojira den Kampf, doch unterliegt er seinem Widersacher. Dieser flieht von der Insel, um sich in der japanischen Stadt Fukuoka, genauer gesagt um den Fukuoka Tawā, erst einmal niederzulassen. Während Gojira die Verfolgung aufnimmt und in verschiedenen japanischen Städten eine Schneise der Verwüstung hinterlässt, kommt man im Labor zum Schluss, dass es sich bei dem Monster um einen genetisch weiterentwickelten Gojira handelt. Man gibt ihm den Namen Supesugojira.

Science Fiction, Action und Love Story

Godzilla vs. Spacegodzilla (4)Grundsätzlich erzählt der Film stringent bis zum großen Endkampf die übliche Geschichte um die Riesenechse. Der Film ist aber dennoch mehr als ein Science-Fiction-Film. So kommt es im Verlauf der Handlung zu einer Entführung durch die Yakuza und einem Schusswechsel. Neben der Action gibt es aber auch wieder eine Liebesgeschichte, die aber deutlich schwächer als in Godzilla kehrt zurück erzählt wird und nicht ganz so deplatziert wirkt. Neben Action gibt es jedoch auch einen Fantasy-Einschlag, den man gänzlich nur verstehen kann, wenn man etwaige Vorgänger gesehen hat. Viel erklärt wird in Godzilla vs. Spacegodzilla jedoch nicht; Vorwissen wird meistens erwartet. Das Bild der Blu-ray-Fassung hat sich aber im Vergleich zum direkten Vorgänger deutlich verbessert. Dort hatte man noch das Gefühl, Nebel über dem eigentlichen Bild zu sehen. Unverändert sind jedoch die gelegentlichen japanischen Untertitel. Das liegt aber daran, dass selbst die Blu-ray-Fassung nur über die englische und die deutsche Synchronisation verfügt und die Untertitel ein Überrest der japanischen Fassung sind, wo die Ausländer wohl tatsächlich nur Englisch sprechen. Zwanzig Jahre nach Erscheinen des Films sollte so etwas eigentlich nicht mehr vorkommen. Wer sich auf Godzilla vs. Spacegodzilla einlässt, kommt dennoch spätestens zum großen und furiosen Finale voll auf seine Kosten.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Godzilla vs. Spacegodzilla ist ein Film, der sich an der Handlung der Vorgängerfilme orientiert, sie aber dennoch weiterentwickelt beziehungsweise auf Inhalte dieser Filme zurückgreift. Beispielsweise wird plausibel erklärt, wie Supesugojira entsteht und auch welche Rolle Miki Saegusa einnimmt, um dem Franchise inhaltlich einen tieferen Sinn zu geben. Außerdem hat man sich innerhalb der Story überlegt, nicht den genauen Pfaden der vorherigen Filme zu folgen. Die Einbindung der Yakuza, also der japanischen Mafia, und der damit zusammenhängenden Entführung gibt dem Film nach der Hälfte der 108 Minuten kurzzeitig neuen Aufwind. Danach kommen jedoch alle Godzilla-Fans auf ihre Kosten, da der Endkampf um den Fukuoka Tawā wirklich großartig inszeniert ist. Technisch wäre im Jahr 1994 sicherlich noch ein wenig mehr drin gewesen, aber wahre Fans der Riesenechse nehmen es dem kreativen Team um Regisseur Kensho Yamashita sicherlich nicht krumm. Schließlich sind es doch die inneren Werte, die zählen und davon hat Godzilla vs. Spacegodzilla genug!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Godzilla vs. Spacegodzilla!

Review: Btooom! (Band 3)

Btooom! (Band 3) (1)Ryōta Sakamoto und Himiko sind am Ende des zweiten Bandes der Btooom!-Reihe gerade noch so mit dem Leben davon gekommen. Bevor die Haupthandlung jedoch fortgesetzt wird, springt der Manga zurück an den ersten Tag und stellt die Geschehnisse aus dem Blickwinkel von Himiko dar. Wie Ryōta muss auch sie lernen, welche Gesetze auf der Insel herrschen und leider sind ihre Erfahrungen schmerzlicher als die ihres neuen Freundes. Rückblickend wird nämlich auch das Verhältnis zu ihren Freundinnen in Japan geschildert. Himiko arrangierte nämlich ein Treffen mit einer Band für ihre Freundinnen, da diese die Jungs der Gruppe total mögen. Himiko hat den Bandleader jedoch schon lange nicht mehr gesehen, weshalb sie beim Eintreffen in der Wohnung einen unangenehmen Anblick erdulden muss. Welche grausame Szene sich hier abspielt, möchten wir euch aus Spoiler-Gründen natürlich nicht verraten – es ist jedoch durchaus verständlich, dass Himikos Reaktion auf das Erlebnis dazu führt, dass sie von ihren Freundinnen nominiert wird. Nominiert, um auf der Insel ums Überleben kämpfen zu müssen. Anschließend springt das Geschehen in die Gegenwart; genauer gesagt in den leerstehenden Gebäudekomplex, in dem Ryōta den Söldner Masashi Miyamoto töten musste, um Himiko aus dessen Klauen zu befreien. Anscheinend spukt es jedoch in dem Gemäuer.

Undurchsichtiger Mediziner

Währenddessen lernt der verletzte Kiyoshi Taira den Arzt Masahito Date kennen. Dieser hat Herrn Taira in seinem Versteck nämlich aufgespürt und möchte ihm helfen. Als Ryōta und Himiko eintreffen, sind sie gegenüber Herrn Date zunächst jedoch misstrauisch eingestellt. Notgedrungen versuchen die beiden Vertrauen zu ihm aufzubauen und als auch schon die nächste Lebensmittellieferung über der Insel abgeworfen wird, können sie dieses Vertrauen direkt auf die Probe stellen. Ryōta, Himiko und Herr Date schreiten zur Tat und müssen sich vor Ort mit neuen und alten Feinden herumschlagen. Es entbrennt abermals eine brenzlige Situation, die nur durch den Einsatz der Bomben zu lösen ist. Ihre neuen Feinde haben auch gleich neue Bomben im Schlepptau. Beispielsweise Bomben, die sich fernzünden lassen oder Bomben, die eine kreuzförmige Feuerschneise im Gebiet freisetzen. Die Handlung wird im dritten Band von Btooom! spannend fortgesetzt und auch die Einführung neuer Charaktere ist Junya Inoue intelligent gelungen. Weitere Handlungsebenen, wie Zeitreisen oder Blicke ins Hauptquartier von Tyrannos Japan sind bereits obligatorisch und nicht mehr aus Btooom! wegzudenken. Der dritte Band ist jedoch vor allem für Himiko-Fans interessant, da hier ihr Hintergrund eines der Hauptmotive einnimmt, welche ihre Persönlichkeit stark auszeichnet.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Nachdem ich nach dem zweiten Band eine längere Pause eingelegt habe, bevor ich Btooom! fortsetzen konnte, ist die Story ein wenig erfrischend. Ich kenne sie zwar immer noch weitgehend aus dem Anime, doch gefällt mir der Einsatz von Rückblenden und verschiedenen Erzählebenen im Manga noch ein wenig besser. Besonders Himikos Persönlichkeit, die im dritten Band ins Licht gerückt wird, wird gut erklärt und zeigt einmal mehr, wie perfide das Spiel auf der Insel ist und wie viel Macht der Konzern Tyrannos Japan hat. Besonders letzteres kommt im Anime meiner Meinung nach zu kurz, warum es sich vor allem deswegen lohnt, in den Manga einzutauchen. Ist man mehr auf der Suche nach Action, wird man im Manga jedoch ebenfalls mehr als fündig. Besonders das letzte Drittel des Bandes beschäftigt sich sehr mit dem Ausschalten diverser Feinde durch den Einsatz der Bomben. Das ist spannend und zudem hübsch in Szene gesetzt. Für schwache Gemüter ist der Manga dennoch nicht, da sich zwei Stellen an ein erwachsenes Publikum richten. Welche schockierenden Stellen das sind, dürft ihr jedoch gerne selbst herausfinden!

Vielen Dank an Tokyopop für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Btooom! (Band 3)!

Review: Der Herausforderer

Der Herausforderer (1)Vor 1976 dümpelt Jackie Chans Karriere vor sich hin, doch dann geht alles ganz schnell. Von den Choreographien des Kampfkünstlers begeistert, arbeitet Chan zunächst öfters mit Lo Wei zusammen. Einer ihrer ersten gemeinsamen Werke ist der Film Der Herausforderer von 1977.

Der Herausforderer (2)Bevor der Film Deutschland erreicht, wird er zunächst auf den Namen To Kill with Intrigue genannt. Für den deutschen Markt suchen sich die damaligen Verantwortlichen jedoch einen gänzlich anderen Titel aus, um ihn für das Publikum weniger abschreckend, gar attraktiver zu machen. Der Herausforderer heißt der Film nun, doch wird der Titel dem Inhalt kaum gerecht. Im feudalen China angesiedelt, lebt die Familie von Siao Lei wohlhabend auf einem großen Anwesen. Es ist der Geburtstag seines Vaters, doch anstatt den Feierlichkeiten beizuwohnen, zu dem Freunde, Verwandte und Nachbarn eingeladen sind, lungert Siao Lei lieber auf dem großen Feld neben dem Wohnhaus herum. Dort wartet er auf seine Freundin Chin Chin, die ihm jedoch anscheinend nicht ganz so wichtig erscheint. Obwohl sie ihm verrät, dass sie ein Kind von ihm erwartet und er Vater wird, verpasst er ihr eine Ohrfeige. Nihilistisch verhält er sich gegenüber seiner Freundin, die viele Tränen lässt, während sie über das Feld flieht. Siao Lei kehrt nach Hause zurück, wo er auch noch alle anwesenden Gäste beleidigt, die daraufhin die Feier verlassen. Sein Vater ist schwer enttäuscht von ihm, doch gesteht ihm sein Sohn nur wenige Sekunden später den Grund für sein Auftreten. Die gefürchtete Killer-Bienen-Bande hat sich neu formiert und ist auf dem Weg, um Siao Leis gesamte Familie auszulöschen.

Ziellos durch die Welt

Der Herausforderer (3)Wenige Augenblicke später tauchen die Angreifer auch schon auf dem Anwesen auf. Dabei ist es nicht verwunderlich, dass die meisten mit ihren Särgen anreisen oder durch die Lüfte schweben. Schließlich hat Siao Leis Vater die Banditen vor fünfzehn Jahren weitgehend zur Strecke gebracht und nur ein paar Kinder am Leben gelassen. Diese sinnen nach Rache und sie erhalten sie auch. Siao Leis Familie wird ausgelöscht und es hat den Anschein, dass auch Siao Lei unter den Toten ist. In einem Augenblick der Unachtsamkeit gelingt es Siao Lei aber die Anführerin der Killer-Bienen zu überraschen. Anstatt ihn jedoch zu töten, lässt sie ihm am Leben und schickt ihn hinaus in die Welt. Dort treibt Siao Lei auf der Suche nach sich selbst umher. Seine Freundin streift ebenso ziellos durch die Welt, wird jedoch von Siao Leis guten Freund aufgenommen. Anstatt jedoch in ihrem Haus auf Siao Lei zu warten, nimmt dieser die Dame mit auf eine Reise. Erst in ein Gasthaus und dann auf sein Anwesen, wo sie Teil seines persönlichen Harems werden soll. Siao Lei wird von mehreren Fraktionen aufgenommen und verjagt. Als er von dem Verfehlen seines guten Freundes gehört hat, sinnt er nach Rache für die unehrenhafte Tat. Die Anführerin der Killer-Bienen unterrichtet ihn schließlich in vielen Disziplinen, da sein ehemals guter Freund mehr als nur ein falsches Spiel spielt.

Maximales Mittelmaß

Der Herausforderer (4)Die Handlung von Der Herausforderer könnte konfuser nicht sein. Grundsätzlich bietet die Story des Films genug Tiefe, um durchweg unterhalten zu können. Dazu sollte man sich aber keinesfalls die 84-minütige deutsche Filmfassung anschauen, da hier elementare Bestandteile der Geschichte fehlen. Erst die 108-minütige Originalfassung schafft Klarheit in der Frage des Verhältnis zwischen Siao Lei und Chin Chin. Die geschnittenen Szenen sind dann natürlich nur in Mandarin enthalten, jedoch auf Deutsch untertitelt. Wahlweise kann auch der gesamte Film in Mandarin angesehen beziehungsweise angehört werden. Das Tonformat der beiden Sprachfassungen liegt jeweils in 5.1 DTS-HD und 2.0 (Mono) DTS-HD vor. Altersbedingt gibt es ein paar kleinere Schnitzer wie wenige unsynchrone Stellen in der deutschen Fassung. Am Anfang des Films gibt es sogar eine Stelle, in der Siao Lei relativ laut sprechen soll, die deutsche Synchronisation aber fälschlicherweise sehr leise ist. Derlei Kleinigkeiten hätte man beim Blu-ray-Release unbedingt beheben können. Selbiges gilt für das Bild, welches meist sehr überlichtet wirkt, jedoch auch an einer falschen Lagerung des Originalmaterials liegen könnte. Irgendwie kommt so aber auch Nostalgie-Feeling auf. Das Action-Abenteuer spricht vor allem Nostalgiker an, da Story, Action und Emotionen maximal Mittelmaß erreichen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Der Herausforderer ist ein Film, der typisch für seine Zeit ist. Es wird eine Geschichte erzählt, in der ein junger Bursche zum waschechten Kämpfer erzogen und trainiert wird, der sich dann einem Konflikt stellen muss, in den er unmittelbar hineingezogen wird. Zumindest sollte ich das meinen, doch bis dieser Konflikt erst einmal gefunden ist, vergehen mindestens neunzig Minuten und zuvor treibt sich der Protagonist ziellos durch die Welt. Wenn man sich dazu nur die deutsche Fassung des Films anschaut, wird man ohnehin nur wenig verstehen. Vor allem die Motivation, seine Freundin wieder zu finden, ist für Siao Lei besonders von Bedeutung, wird aber nicht in den Vordergrund der Geschichte gestellt. Sie wirkt teils doch sehr befremdlich, da hier zu viele unpassende Elemente zusammen spielen. Mit zwei Highlights, jeweils eines am Anfang und eines am Ende, kann ich mir den Film unter choreographischen Maßstäben auch ohne den langatmigen Zwischenteil anschauen. Jackie-Chan-Fans werden den Film zwar ohnehin schon in ihre Sammlung aufgenommen haben, doch ist der Film noch weit entfernt von der Qualität, die Chan spätestens in den Achtziger Jahren abliefert.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Der Herausforderer!

Umfrage-Ergebnis: Kritik an der Gamescom

Umfrage-Ergebnis Kein Interesse an der Gamescom (1)Am 17. August 2014 haben wir euch gefragt, wie euch die diesjährige Gamescom gefallen hat. Bereits im Vorfeld zeichnete sich ab, dass die Messeleitung wohl auch in diesem Jahr nicht aus ihren Fehlern gelernt hat. Die überwiegende Mehrheit von 44% ist der Meinung, dass die Gamescom schlechter als in den letzten Jahren ausgefallen ist. Obwohl die Wild Cards beschränkt worden, konnte die Gamescom knapp ihren alten Besucherrekord erreichen; wenn auch leicht verfehlen. Diesen Trend schließen sich 19% aller Befragten an. Diese fanden die Gamescom 2014 sogar noch wesentlich schlechter als in den in den letzten Jahren. Das wird vor allem an den zu vollen Gängen und zu lauten Hallen liegen. Jeweils 6% fanden die Qualität der Messe in diesem Jahr gleichbleibend gut beziehungsweise schlecht oder wesentlich besser als in den Vorjahren – ein kleiner Prozentsatz, der bereits Auskunft darüber gibt, wie viel Interesse noch an der Messe besteht. 25% der Umfrageteilnehmer haben aktuell schon gar kein Interesse mehr an der Gamescom und sind gleich daheim geblieben.

Unterm Strich merkt man, dass die Qualität der Messe im Angesicht der Besucher auch in diesem Jahr abgenommen hat. Es wird Zeit, dass die Gamescom wieder zu ihrer einstigen Stärke im Jahr 2009 zurückkehrt. Andernfalls wird es auch in den nächsten Jahren wieder nur überwiegend negative Meinungen geben, die man auch nicht mit dem überpositiven Gamescom TV mit Moderatorin Annica Hansen verschweigen kann – auch wenn man es natürlich wieder genau so handhaben wird.

Gewinnspiel (02. – 30. September 2014)

Gewinnspiel Ein Brief an Momo (1)In einem Review können wir euch Ein Brief an Momo diesmal zwar leider nicht vorstellen, doch das hält uns in keiner Weise davon ab, den Film zu verlosen. Hiroyuki Okiura möchte mit seinem Familienfilm an den Stil der Hayao-Miyazaki-Klassiker Mein Nachbar Totoro oder Chihiros Reise ins Zauberland anknüpfen. Die titelgebende Momo denkt im Film ständig an den letzten Brief ihres Vaters. Was dort drinsteht, dürft ihr ab dem 5. September 2014 sehr gerne selbst herausfinden, denn an diesem Tag erscheint der Titel im Handel. Bereits vor dem offiziellen Release beginnen wir mit der Verlosung des Titels. Um Ein Brief an Momo auf Blu-ray Disc gewinnen zu können, habt ihr mehrere Teilnahmemöglichkeiten. Ihr dürft an allen Möglichkeiten teilnehmen, für die ihr jeweils ein bis drei Lose erhaltet. Je mehr Lose ihr am Ende habt, desto höher ist auch eure Gewinnchance.

1. Auf unserer Facebook-Seite veröffentlichen am 02.09.2014 ein Bild zum Gewinnspiel, welches ihr kommentieren und öffentlich mit euren Freunden teilen müsst. Schreibt uns unter dem Bild einfach eure Vermutung, was wohl im titelgebenden Brief an Momo drinsteht. Zudem müsst ihr unsere Facebook-Seite spätestens zum Ende der Verlosung mit einem „Gefällt mir“ versehen haben. (ein Los)

2. In der NextGen-Comunity veröffentlichen wir am 02.09.2014 ein Bild zum Gewinnspiel, welches ihr kommentieren und öffentlich mit euren Freunden teilen müsst. Schreibt uns unter dem Bild eure Vermutung, was wohl im titelgebenden Brief an Momo drinsteht. Zudem müsst ihr zum Ende der Verlosung ein Mitglied der NextGen-Community sein. (ein Los)

3. Auf unserem Twitter-Auftritt veröffentlichen wir am 02.09.2014 ein Bild zum Gewinnspiel, welches ihr retweeten müsst. Zudem müsst ihr auf unseren Beitrag eure Vermutung antworten, was wohl im titelgebenden Brief an Momo drinsteht. Abschließend müsst ihr zum Ende unserer Verlosung ein Follower unseres Twitter-Auftritts sein. (ein Los)

4. Wer an den Teilnahmemöglichkeiten 1 bis 3 teilnimmt und uns Screenshots von sämtlichen Vorgängen via E-Mail mit dem Betreff „Teilnahme 4: Ein Brief an Momo“ bis zum Ende der Verlosung zuschickt, erhält drei zusätzliche Lose.

5. Ihr schickt uns eine E-Mail mit dem Betreff „Teilnahme 5: Ein Brief an Momo“. Die E-Mail enthält eure Vermutung, was wohl im titelgebenden Brief an Momo drinsteht und den Link zu unserem Gewinnspiel (ein Los). Wenn im Empfänger eine weitere Person angegeben ist und sich diese Person auf gleichem Weg teilnimmt, erhalten beide Teilnehmer zwei zusätzliche Lose.

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren Erstwohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Minderjährige Nutzer müssen vor der Teilnahme eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten einholen. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und Universum Film sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen. Erfüllt kein Teilnehmer die Anforderungen, wird der Gewinn unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Der Gewinner der Verlosung wird schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels ab dem 1. Oktober 2014 informiert. Er hat anschließend 72 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Andernfalls erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Gewinn. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner namentlich nicht auf Gameplay Gamers, Facebook, Twitter und in der NextGen-Community erwähnt. Sie dürfen sich dort aber sehr gerne selbst als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 30. September 2014, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Review: Godzilla vs. Mechagodzilla II

Godzilla vs. Mechagodzilla II (1)Godzilla vs. Mechagodzilla II ist wieder so ein Film, bei dem man die Verantwortlichen für den deutschen Titel gerne schlagen möchte. Es handelt sich hierbei nämlich nicht um einen Nachfolger, wie es der Titel vielleicht vermuten lässt – er ist schlicht Teil der Heisei-Reihe.

Godzilla vs. Mechagodzilla II (2)Der zwanzigste Godzilla-Film wird hierzulande auf den Namen Godzilla vs. Mechagodzilla II getauft, da der Film Godzilla gegen King Kong hierzulande unter anderem schon als Godzilla vs. Mechagodzilla vermarktet wird. Lustigerweise ist einem das Jahre später bei einem neuen Godzilla-Film ebenfalls wieder egal. Das macht die Zusammenhänge und Einordnung aller Filme unnötig kompliziert und erst wenn man sich ein wenig mit der Chronologie der Filme auseinandergesetzt hat, kann man die Filme auch endlich auseinanderhalten. Bei Godzilla vs. Mechagodzilla II handelt es sich um den Nachfolger von Godzilla – Duell der Megasaurier aus dem Jahr 1992. Ein Jahr später bastelt man im Forschungszentrum der frisch gegründeten G-Force an einem Pendant zu Gojira, um diesen endgültig in die Schranken zu weisen. Das Ungetüm, welches Gojira ähnelt, tauft man auf den Namen Mekagojira. Der riesige Roboter soll schon bald einsatzbereit sein und im Zweikampf gegen Gojira antreten – dazu muss der jedoch erst einmal irgendwo auftauchen. Zufälligerweise finden zur gleichen Zeit auf der im Pazifik gelegenen fiktiven Insel Adonoa Wissenschaftler ein angebliches Dinosaurierei. Als die Wissenschaftler das Ei bergen wollen, taucht plötzlich das Monster Radon auf und wütet auf der Insel. Aufgeschreckt durch den Krach lässt auch Gojira nicht länger auf sich warten.

Kuckucksei

Godzilla vs. Mechagodzilla II (3)Den Wissenschaftlern gelingt es während des Kampfes zwischen den beiden Giganten das Ei sicher von der Insel und in die japanische Stadt Kyōto zu bringen. Dort versucht man das Ei auszubrüten, doch als das Ei auf einmal beginnt rot zu leuchten und die Eierschale langsam aufbricht, staunen die Forscher nicht schlecht. Anstatt eines kleinen Pteranodon schlüpft aus dem Ei ein Nachkomme von Gojira, welches spontan auf den Namen Baby getauft wird. Mit Hilfe von telepathischen Kindern möchte man Baby in seinem etwas größeren Gehege mit einem Lied eine Freude bereiten, doch sorgt das dafür, dass sich Baby aufregt und Gojira in seine Nähe lockt. Unterdessen erkennen die Wissenschaftler, dass Baby über ein zweites Gehirn in Rückennähe verfügt, weshalb Gojira ebenfalls über diese Schwachstelle verfügen müsste. Der Plan, Mekagojira gegen Gojira antreten zu lassen, kann nun endlich in die Tat umgesetzt werden. Die Wissenschaftlerinnen Azusa Gojo und Miki Saegusa versuchen den Plan zwar zu torpedieren, doch gegen die militärische Leitung der G-Force haben sie keine Macht. Man versucht Baby aus der Schusslinie von den großen Städten zu bringen, doch als Baby und Azusa im von einem Helikopter gehaltenen Container verweilen, taucht plötzlich der totgeglaubte Radon wieder auf und entführt den Container – zum Unwollen Gojiras.

Ein Fest für die Augen

Godzilla vs. Mechagodzilla II (4)Fortlaufend verliert der Handlungsteil in Godzilla vs. Mechagodzilla II an Stellenwert. Das ist jedoch nicht negativ gemeint, denn nur so kann sich in den letzten dreißig bis vierzig Minuten ein Kampf entwickeln, den es in dieser Größenordnung bisher in der Reihe kaum gegeben hat. Hier kämpfen Gojira und Radon gegeneinander, Radon wehrt sich gegen Garuda (eine Art fliegender Kampfroboter) und dann taucht auch noch der titelgebende Mekagojira auf, der mit Garuda zu Suupaamekagojira verschmilzt. Diese Kämpfe, bei denen auch mehrere Gebäude zu Bruch gehen, ist ein wahres Fest für die Augen eines jeden Godzilla-Fans. Weniger nett für die Augen sind die recht großen japanischen Untertitel. Das rührt daher, dass die Blu-ray nur mit der deutschen und der englischen Synchronisation ausgeliefert wird. Der japanische Ton fehlt und die Untertitel sind wohl ein Überrest dessen, da dort wohl alle Ausländer tatsächlich in Englisch sprechen. Mehr als zwanzig Jahre nach Erscheinen des Films würden wir uns über ein vollständiges klares Bild freuen. Auf der einen Seite ist es sogar etwas schade, dass das Bild des Films ein wenig neblig wirkt. Auf der anderen Seite haucht das dem Film auch ein wenig Stil ein – ein japanischer Film der frühen Neunziger Jahre eben. Wer sich auf den Film einlässt, kommt in den Genuss wirklich grandioser Action, die man so nur sehr selten erlebt!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Selten habe ich einen Film so genossen. Der Kampf zwischen Gojira und Mekagojira ist wirklich großartig inszeniert und durch die verschiedenen Einstellmöglichkeiten des metallenen Gojira-Pendants erlangt der Film am Ende noch einmal eine ganz andere Tiefe – zudem mischt Radon ordentlich mit und sorgt auch noch für eine nette kleine Überraschung. Storytechnisch bewegt sich der Film auf einer Ebene mit den früheren Teilen der Reihe. Herausragende Merkmale finden sich hier zwar nicht, aber das ist auch nicht die Absicht von Godzilla vs. Mechagodzilla II. Hier steht wahrhaftig die pure Action auf dem Plan, die man in kaum einen anderen Godzilla-Film so grandios erlebt. Der einzige Wermutstropfen ist für mich, dass der Film an einer Stelle ein paar Minuten lang unsynchron ist – das hätte man für die Veröffentlichung auf Blu-ray Disc durch eine erneute Bearbeitung verhindern können. Trotzdem gehört Godzilla vs. Mechagodzilla II trotz dieses – für manche Filmsammler gravierenden Mankos – meiner Meinung nach in jede gut sortierte Godzilla-Filmsammlung. Sehenswert!

Prime Time: One Piece (TV-Box 7) Unboxing

Noch bevor die Serie in Deutschland auf DVD fortgesetzt wird, hatten wir bereits eine Woche vor dem offiziellen Release die Gelegenheit, die 33 Episoden der siebten DVD-Box zu sehen. Wie bei den sechs vorherigen Boxen widmen wir uns auch der siebten Serienbox einem Unboxing-Video, passend zu unserem Review. In diesem stellen wir euch die optischen und haptischen Merkmale der Box vor und verraten euch außerdem ein klein wenig zur Serie; worauf ihr euch freuen dürft und welcher Meinung unser Chefredakteur bei den vorliegenden Episoden sind. Viel Spaß!

Review: One Piece: Box 7 (Episoden 196-228)

One Piece - Box 7 (1)Seit März 2013 mussten sich Fans des Anime One Piece gedulden, bis weitere Episoden auf DVD erschienen sind. Bereits eine Woche vor dem Release-Datum hatten wir die Gelegenheit, alle 33 Episoden der siebten Box anzusehen und schon hat uns das One-Piece-Fieber wieder gepackt!

One Piece - Box 7 (2)Wir erinnern uns noch sehr gut an das Ende der einhundertfünfundneunzigsten Episode. Die Strohhutpiraten fallen von Skypia wieder hinunter auf die Grandline. Leider landen sie dabei nicht auf dem offenen Meer, sondern quasi in einem See umringt von massiven Felswänden. Noch dazu ist dieser See im Grunde nur der Hafen der G8-Marinebasis. Die Marine staunt nicht schlecht, als plötzlich ein fremdes Schiff in der Bucht vor Anker geht. Als diese jedoch die Flying Lamb, also das Schiff der siebenköpfigen Piratenbande, untersuchen, finden sie dort nur den Goldschatz aus Skypia, aber keine Piraten. Die erste Hälfte der ersten Episode der vorliegenden Box muss gänzlich ohne die Strohhüte auskommen, bis diese nach und nach wieder in Erscheinung treten. Diese haben sich noch gerade rechtzeitig in Sicherheit gebracht, sind dafür aber über das ganze Gebiet verstreut. Einzeln machen sie sich auf, die Marinebasis zu erkunden und ihre Freunde wiederzufinden. Zum Glück taucht zur gleichen Zeit ein Schiff der Marine, welches zuvor in einen Taifun geraten ist, vor der Basis auf. So können sich die Freunde unter die ankommenden Personen mischen. Während Nami zur Putzkraft degradiert wird, werden Sanji und Ruffy als neue Köche in der Kantine eingestellt. Als dann auch noch ein Inspektor in der Basis eintritt, ist das Chaos im Stützpunkt bereits vorprogrammiert.

Auf der Flucht

One Piece - Box 7 (3)Die Flucht aus der Marinebasis ist jedoch nicht das einzige Abenteuer, welches Ruffy, Nami, Lysop, Zorro, Robin, Chopper und Sanji bestreiten müssen. Schon bald gehen sie auf der so genannten Insel Longring-Longland von Bord und erleben eine Fauna und Flora, die sich voll und ganz auf die Länge konzentriert hat. Dort treffen sie unter anderem auf die gefürchteten Foxy-Piraten. Angeführt werden diese vom Kapitän der Sexy Foxy, Foxy. Wie es der Name schon vermuten lässt, sind die Piraten ganz schön fuchsig. Sie fordern Ruffy zum Davy Back Fight auf. Der willigt ohne Nachzudenken natürlich ein und erfährt die Spielregeln erst nach Abschluss des Vertrags. Hier werden mehrere Runden gespielt und jedes Mal, wenn eine der beiden Parteien gewinnt, muss ein Mitglied der gegnerischen Bande das Lager wechseln. Wer hier wen an welche Mannschaft verliert, verraten wir nicht. Zu guter Letzt verlieren die Freunde auch noch durch ein magisches Seepferdchen ihre Erinnerungen. Sie gucken ganz schön verdutzt, als sie aus ihren tiefen Träumen erwachen und sich statt auf dem East Ocean auf einmal auf der Grandline befinden. Ob sie aus dieser misslichen Lage entkommen können, verraten wir euch ebenfalls nicht. Zwischenzeitlich bekommen die Strohhüte es auch noch mit anderen Widersachern zu tun, denen sie sich in ihrer Lage so gut es geht entledigen müssen.

Traditionelle Veröffentlichung

One Piece - Box 7 (4)Der Anime One Piece erzählt in der vorliegenden Box weniger eine zusammenhänge Story. Es werden mehrere kürzere Erlebnisse geschildert, was wiederum bedeutet, dass die Flying Lamb nur ein wenig über die Grandline tuckert. Gut wiederum finden wir, dass in einigen Folgen kurz auf die Vergangenheit der Charaktere eingegangen wird. Besonders nachdem die letzte Serienbox von One Piece vor über einem Jahr erschienen ist, kommen die Infohäppchen uns nur gelegen. Außerdem unterstreichen sie noch einmal die Motivation der Helden und die Verbindung zur eigentlichen Handlung wird anhand von verschiedenen Erlebnissen und sogar Formen aufgebaut. Obwohl One Piece in den vorliegenden Episoden etwas schwächelt und die inhaltlichen Stärken nicht ganz ausspielen kann, können wir sonst nur wenig bemängeln. Das Bild im 4:3-Format wirkt selbst auf einem HD-Fernseher sehr gut und wird mit einer sehr gelungenen musikalischen Begleitung unterlegt. Auch die prägnanten Synchronsprecher sind sich ihrer Arbeit bewusst. Schade nur, dass (deutsche) Untertitel für Hörgeschädigte abermals fehlen und eine japanische Tonspur vergeblich gesucht wird. Das steht jedoch in Tradition zur Serienveröffentlichung und stört Fans, die bisher dabeigeblieben sind, vermutlich wenig. Das Paket wird dafür wieder einmal mit einem durchaus gelungenen Booklet sehr gut abgerundet.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 196 bis 228 der Serie): Auch wenn viele es schade finden, ist es mir persönlich egal, dass die japanische Tonspur nicht beiliegt. Schade finde ich wiederum, dass die Serie ab Folge 207 nicht im 16:9-Format vorliegt und man hier weiterhin auf die Bildversion der deutschen Fassung zurückgreift. Damit kann ich jedoch sehr gut leben, denn nach über einem Jahr konnte ich endlich wieder ins One-Piece-Universum abtauchen und die Zeit vergessen. Endlich weiß ich, wie es nach der Rückkehr auf die Grandline mit den Strohhüten weitergeht. Schade nur, dass die 33 enthaltenen Episoden jetzt wieder vorbei sind und ich auf die nächsten Folgen warten muss. Das ist besonders deshalb so schade, da ich nach ein paar kürzeren Abenteuern dieser Box das Gefühl habe, dass es in der nächsten Box wieder ein paar Zusammenhänge mehr gibt – die Weichen sind zumindest gestellt. One Piece möchte ich nach wie vor jedem Anime-Fan empfehlen, doch auch wenn die vorliegenden Episoden eher schwach sind und kaum die sonst sehr gute Qualität der Serie widerspiegeln, folgen nach ein paar schwächeren Folgen meist geniale Ideen. Trotzdem sollte man die Reise der Strohhüte wohl durchgehend anschauen, denn wenn mich die Serie etwas gelehrt hat, dann ist es das, dass viele nebensächliche Fakten später erneut aufgegriffen werden und in die Handlung mit einfließen könnten. Ich bin sehr gespannt, ob das auch diesmal der Fall ist!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von One Piece: Box 7 (Episoden 196-228)!

Partner: NMag #56 erschienen – Sport ist kein Mord

NMag #56 Cover (1)Der Sommer lässt in diesem Jahr anscheinend vergeblich auf sich warten. Die recht kühlen Temperaturen können dann jedoch als Ausrede benutzt werden, wenn man mal wieder eine Stunde zu viel mit Wii U und 3DS verbracht hat. In der 56. NMag-Ausgabe widmet sich das NMag-Team aktuellen Titeln, die wochenlang an den Bildschirm fesseln. Bestes Beispiel dafür dürfte wohl Nintendos aktueller Hit Mario Kart 8 sein. Seit Wochen rast fast die gesamte Redaktion ununterbrochen über die Pisten des Rennspiels. Heiß her geht es auch auf dem Fußballfeld in Inazuma Eleven Go: Licht & Schatten. Wer es gemächlicher mag, wird sich über den Ausflug auf den Golfplatz in Mario Golf: World Tour freuen. Abseits des sportlichen Wettkampfs genießt das Team die Action in Kirby: Triple Deluxe, um dem Vielfraß bei seiner Reise in ein magisches Land zu begleiten.

Das ist jedoch noch lange nicht alles. Die NMag-Redaktion hatte die Gelegenheit Yoichi Wada, den Schöpfer von Harvest Moon und Hometown Story, ausgiebig zu interviewen. Des Weiteren wird geklärt, was es eigentlich mit den auf der E3 angekündigten amiibo-Figuren auf sich hat. Abgerundet wird das Paket mit dem Besuch der Role Play Convention 2014, einer Untersuchung von Nintendos „Weltherrschaft“ und einem Blick auf die Mangas von Professor Layton und Ace Attorney. Und jetzt schnell unter http://n-mag.org die nagelneue Ausgabe kostenlos herunterladen. Viel Spaß beim Lesen!

Preview: Evolve

Evolve (1)Manche Spiele tauchen plötzlich auf einer Messe auf, doch nicht immer bekommt man von diesen Titeln überhaupt etwas mit. Evolve ist solch ein Spiel, welches wir uns erst auf der Gamescom in Ruhe anschauen konnten und sind nach dem Anspielen sehr zwiegespalten.

Evolve (2)Wir befinden uns irgendwo im Weltraum und nehmen Kurs auf einen monsterverseuchten Planeten. Die Aufgabe unseres vierköpfigen Teams ist klar – es gibt ein bestimmtes Monster, welches wir auf dem Planeten aufspüren, jagen und erlegen müssen. Was ein wenig nach der Monster-Hunter-Serie aus dem Hause Capcom klingt, ist in der Praxis jedoch ein gänzlich anderes Spiel. Als Schütze, Fallensteller, Sanitäter oder Unterstützter lassen wir uns auf den Planeten fallen. Als Fallensteller nehmen wir mit unserem monströsen Spürhund die Fährte auf, laufen dem Tier hinterher und sobald wir in der Nähe des Monsters sind, aktivieren wir unsere Falle. Wichtig dabei ist, dass auch die anderen Spieler in der Nähe sind, denn bei der Falle handelt sich nicht um eine Science-Fiction-Bärenfalle, sondern um eine Barriere, die ein ganzes Gebiet verschließt. Hier kommt weder das Monster noch jemand unseres Teams raus oder rein – es sei denn, wir deaktivieren die Falle. Während der Schütze das Monster aufs Korn nimmt, wird dieser vom Unterstützer in sofern unterstützt, dass der Schütze deutlich mehr Schaden am Monster verrichtet. Ist einer unserer Kameraden gefallen, hilft nur noch der Sanitäter, der tote beziehungsweise bewusstlose Helden wieder ins Leben zurückruft. Jede Partie funktioniert also nur durch äußerst präzise und auch koordinierte Zusammenarbeit.

Die Jäger und der Gejagte

Evolve (3)Das heißt auch, dass Evolve entsprechend auf einen Mehrspielermodus ausgelegt ist. Ob es im fertigen Spiel eine Singleplayer-Kampagne geben wird, wollte man uns während des Termins noch nicht mitteilen. Solch eine Kampagne stellen wir uns auch nur schwerlich vor, denn mit drei zusätzlichen Begleitern, die dazu nur von der künstlichen Intelligenz gesteuert werden, ist das Konzept von Evolve nahezu nicht machbar. Zudem sollte jeder Spielteilnehmer auch über ein Headset verfügen, damit Absprachen vorgenommen werden können und die Jagd nicht zu einer Tortur verkommt. Hier stellt sich jedoch die Frage, ob wir der Jäger oder der Gejagte sein wollen. Die Krux an Evolve ist nämlich, dass der Ego-Shooter sich zu einem Third-Person-Action-Spiel verwandelt, sobald wir die Rolle des fünften Spielers einnehmen. Anstatt nur Jagd auf die vierköpfige Gruppe zu nehmen, müssen wir nämlich unterwegs schwächere Monster besiegen und sie fressen. Dadurch erlangen wir immer mehr Kraft und bauen diese in drei Stufen auf. Je mächtiger wir sind, desto eher können wir uns den Jägern entledigen. Das Ziel als Monster ist es nämlich, dass wir die Gruppe voneinander trennen und sie einzeln ins virtuelle Jenseits schicken. Je geschickter wir uns dabei anstellen, desto eher ist uns auch der Erfolg sicher. Bisher spielen sich beide Seiten übrigens sehr ausgeglichen. Ein gutes Omen!

Ermüdende Partien

Evolve (4)Auf der technischen Seite besticht Evolve bisher mit einer hübschen grafischen Oberfläche. Die Texturen wirken knackig und überall gibt es kleine Details, die wesentlich zur Jagd auf das Monster beitragen. Beispielsweise werden Vögel aufgescheucht, wenn ein Monster sich diesen nähert und Fußspuren werden markiert, damit wir die Verfolgung besser aufnehmen können. Den Soundtrack konnten wir während der Präsentation noch nicht genießen, da uns ständig ein Entwickler im Nacken saß, der uns Informationen zum Spiel eintrichterte. Nach drei Evolve-Partien fragen wir uns jedoch, ob dies das vollständige Spiel ist. Nahezu jede Partie spielt sich nämlich gleich – das Monster wird gejagt. Sekundäre Ziele haben wir nicht bemerkt und auch die Charakterauswahl zwischen gerade einmal vier Klassen ist uns für den Moment noch zu wenig. Außerdem würden wir uns darüber freuen, wenn wir unser Team facettenreich gestalten können oder gar Jagdgesellschaften bilden dürften, mit denen wir dann Jagd auf gleich mehrere Monster machen dürfen. All dies sind Elemente, die Evolve in der fertigen Fassung sicherlich wesentlich spannender machen würden. Zum Vollpreis sollte 2K Games Evolve nicht in den Laden stellen – dafür bietet der Titel noch zu wenige Inhalte. Werden die bis 2015 nachgereicht, könnte 2K Games mit Evolve ordentlich zur Jagd blasen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der PC-Fassung und der Gamescom-Präsentation): Hier wartet wohl oder übel ein Spiel auf uns, welches man im nächsten Jahr unbedingt einmal für ein, zwei Stunden ausprobieren sollte. Evolve besticht nämlich mit einem recht interessanten Konzept. Entweder spielt man den Jäger oder den Gejagten, um quasi früher oder später die Jäger zu den Gejagten zu machen. Das Spielprinzip fühlt sich frisch an und besticht mit der einen oder anderen netten Idee. Man kann im Moment schwer sagen, in welche Richtung sich Evolve entwickeln wird. Auf der einen Seite wird der Titel im Mehrspielermodus online eine Menge Spaß machen, doch auf der anderen Seite würde ich eine Singleplayer-Kampagne sehr vermissen – schließlich möchte ich vom Spiel auch noch etwas haben, wenn die Server früher oder später abgeschaltet werden. Es ist meiner Meinung nach jedoch wichtig, dass man bei den Turtle Rock Studios sich nicht auf das aktuelle Gerüst verlässt und dieses bis zum Release im nächsten Jahr noch ausbaut. Vier Klassen sind eindeutig zu wenig, denn so wird jede Jagd der anderen gleichen und das macht auf Dauer auch den härtesten Monsterjäger nicht froh! In Evolve steckt viel Potential, doch jetzt müssen Entwickler und Publisher nur noch beweisen, dieses auch noch zu nutzen – dann kann nämlich eigentlich kaum mehr etwas schiefgehen!

Vielen Dank an 2K Games für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Preview: Orcs Must Die! Unchained

Orcs Must Die! - Unchained (1)Am Multiplayer-Online-Battle-Arena-Genre scheiden sich die Geister. Die eine Spielerhälfte kann nicht genug davon kriegen und feiert E-Sportler im Internet. Die andere Hälfte der Gamer kann der Faszination nichts abgewinnen. Bei Orcs Must Die! Unchained ist das nicht anders.

Orcs Must Die! - Unchained (2)Von einer Handlung ist in Orcs Must Die! Unchained aktuell noch nichts zu bemerken. Es ist also im Moment noch nicht möglich, dem Sinn unserer Helden im Spiel irgendwie plausibel zu erklären. Bevor wir uns jedoch über solche Kleinigkeiten aufregen, starten wir vor dem Spielbeginn erst einmal das Tutorial. Hier wird relativ einfach erklärt, wie das Spiel in seinen Grundzügen funktioniert – leider aber sehr unspektakulär. Wir laufen durch das bisher einzige Spielgebiet und klicken Hinweissymbole an, woraufhin uns eine Stimme aus dem Off erzählt, welche Bedeutung eine Tür oder eine Spielfigur hat. Untertitel gibt es bisher keine und auch Spieler, die für die englische Sprache noch zu jung sind, könnten ein paar Probleme haben, das Spielsystem zu verstehen. An der Stelle hoffen wir, dass in der finalen Fassung auch ein deutsches Tutorial enthalten sein wird. Haben wir uns ohne Gegenwehr und gegen stupide Wachen bewährt, können wir auch schon das erste richtige Match bestreiten. Zunächst heißt es, einen Helden auszuwählen, mit dem wir uns ins Getümmel stürzen. Jeder Held verfügt dabei über verschiedene Spezialfähigkeiten, die einzelne Runden recht abwechslungsreich gestalten können. Vom Peitschenschwinger bis zur Magiebegabten ist alles dabei, was man sich nur wünschen kann. Die grundlegende Steuerung verändert sich dabei aber nicht.

Es ist eine Falle!

Orcs Must Die! - Unchained (3)Ziel einer jeden Partie ist es, die eigenen Schergen stückchenweise in einen Teleporter zu führen, der in der feindlichen Basis am anderen Ende des Spielfelds steht. Unterwegs stehen jedoch Wachen herum, welche die Schergen aufs Korn nehmen und Tore verhindern den weiteren Zugang zur gegnerischen Festung. Es ist also klar, dass wir unsere Schergen, die wir in unserer Burg phasenweise automatisch herstellen, unterstützten müssen. Während wir uns auf den Angriff auf die gegnerische Burg wappnen, sind unsere Gegner nicht untätig und so wollen diese selbstverständlich auch unsere Basis auf demselben Wege erobern. Für jeden besiegten Gegner erhalten wir Punkte, die wir in den Ausgangspunkt unserer Schergen investieren sollten. Je öfter wir das machen, desto besser werden unsere Kreaturen und haben so gegenüber ihren Gegnern ein Vorteil. Direkt aufeinandertreffen werden die Schergen aber nicht. Sonst wäre es nämlich schlicht zu unübersichtlich, da noch weitere Elemente in den Kampf zwischen den fünf Helden unseres Teams und unseren fünf Gegenspielern einfließen. Beispielsweise errichten wir für erspielte Punkte Fallen, die aber nur in dafür ausgelegten Korridoren gelegt beziehungsweise errichtet werden können. Sobald sich dann die Gegner durch den Korridor bewegen, steht Gehacktes oder Gegrilltes wieder auf dem Speiseplan.

Chat-Probleme

Orcs Must Die! - Unchained (4)Das Spielsystem klingt zwar interessant, doch steht ein ganz großer Faktor auf dem Plan, der gegen den Spielspaß spricht. Wir reden nicht von den Echtgeldtransaktionen, die sicherlich ihren Weg in die fertige Fassung finden werden, sondern von unseren Mitspielern. Während des gesamten Spiels haben wir die Möglichkeit, mit diesen zu chatten. Spieler, die jedoch ihre ersten Schritte im Spiel machen, werden von ihren Mitspielern jedoch verschmäht und wenn nach bereits drei bis vier Minuten Spielzeit keine Erfolge ersichtlich sind, haben wir in den Chats auch schon die ersten Beleidigungen bemerkt. Das ist ein bekanntes Problem, mit dem viele Online-Rollenspiele wie World of Warcraft zu kämpfen haben. Wir hoffen jedoch, dass es in der fertigen Version eine Funktion gibt, solche Spieler zu melden. Selbst wenn man nicht direkt von der Beleidigung betroffen ist, stören solche Bemerkungen dennoch – in einem Spiel soll man ja auch in erster Linie Spaß haben. Apropos World of Warcraft – die Grafiken des Spiels erinnern frappierend an Blizzards Online-Rollenspiel. Wer also auf eine extrem bunte Optik allergisch reagiert, wird an Orcs Must Die! Unchained kaum Gefallen finden. Wer sich aber darauf einlässt, kann in ein spaßiges Multiplayer-Online-Battle-Arena-Spiel abtauchen, welches bisher nur im Detail noch hier und da ein paar Ecken und Kanten hat.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation und der Beta-Fassung): Als ich vor einiger Zeit zum ersten Mal einen Titel des Multiplayer-Online-Battle-Arena-Genres in Augenschein genommen habe, habe ich direkt ein Genre gefunden, von dem ich mich wohl für immer fernhalten möchte. Als ich auf der Gamescom 2014 jedoch die Gelegenheit hatte, mir Orcs Must Die! Unchained anzuschauen, habe ich dem Genre noch eine Chance geben und eine weitere, als ich zuhause in die Beta-Fassung eintauchen konnte. Dies wird allerdings die letzte Chance gewesen sein, denn Spaß hatte ich persönlich nur bedingt. Das liegt absolut nicht daran, dass Orcs Must Die! Unchained ein schlechtes Spiel sei – das ist es nämlich absolut nicht! Viel mehr möchte ich mich in einem Spiel mit solch einer Kulisse auch verlieren können und da weder Helden noch Spielwelt einen Hintergrund haben, den ich hier in irgendeiner Form erleben kann, reduziert sich das Spiel wieder auf die Grundwerte des Genres. Hauptsache ich verstärke so schnell ich kann meine Schergen und lasse die in die gegnerische Basis einmarschieren. Das kann aufgrund diverser Spezialfähigkeiten aller Helden durchaus Spaß machen, aber für die finale Version des Spiels wünsche ich mir aber facettenreiche Siegesbedingungen, damit die Partien noch abwechslungsreicher sein werden.

Vielen Dank an Gameforge für die freundliche Bereitstellung des Betacodes und die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Prime Time: Tales of Xillia 2 – Day One Edition (Unboxing)

Am vergangenen Freitag erschien Tales of Xillia 2 für die PlayStation 3 in Europa. Wir haben uns statt der Collector’s Edition die Day One Edition geschnappt – warum das so ist, klären wir ausführlich in unserem Video. In diesem stellen wir euch jedoch vor allem die Merkmale der Day One Edition vor. Wir wünschen euch viel Spaß beim Anschauen unseres Videos!

Review: Devil Survivor 2 – The Animation (Vol. 2)

Devil Survivor 2 - The Animation (1)Als die erste Volume von Devil Survivor 2 – The Animation schon im Juni 2014 bei uns erscheint, wird kurze Zeit später bekannt, dass sich die zweite Ausgabe von Juli auf August verschiebt. Das fanden wir zwar sehr schade, doch die Wartezeit findet nun endlich ihr Ende.

Devil Survivor 2 - The Animation (2)Während in der ersten Volume des Anime bereits vier Episoden vorhanden waren, kommen wir bei Devil Survivor 2 – The Animation (Vol. 2) nur noch in den Genuss von drei Folgen – das ist zwar schade, aber einen dreizehnteiligen Anime muss man ja irgendwie aufteilen. Die Episoden führen die Geschichte der ersten Volume jedoch nahtlos weiter. Bereits zu Beginn der fünften Folge erhalten Daichi Shijima und Io Nitta jedoch eine Hiobsbotschaft. Über die Applikation Nicaea bekommen sie auf ihrem Mobiltelefon ein Video zugespielt, in welchem sie den Tod ihres gemeinsamen Freundes Hibiki Kuze hilflos mit ansehen müssen. Wer die ersten Episoden gesehen hat – und das sollte man bei Devil Survivor 2 – The Animation auf jeden Fall vorher gemacht haben – weiß, dass es sich bei dem Video um eine Vorhersage handelt. Man ist sich nicht sicher, ob man den Tod der betroffenen Person verhindern kann oder nicht. Tatenlos wollen sie jedoch nicht herumsitzen und machen sich auf die Suche nach Hibiki in einer Welt, die vom Untergang bedroht ist. Gemeinsam haben sie in dieser Welt den Sonntag und Montag schon überlebt, indem sie die auftauchenden Eindringlinge, Septentrions genannt, besiegt haben. Der Kampf wird kein Ende finden, wenn sie Hibiki nicht bald finden. Dieser verfolgt nämlich Rebellenführer Ronaldo Kuriki von Tōkyō ins schöne Nagoya.

Tiefgreifende Entscheidungen

Devil Survivor 2 - The Animation (3)Erzählt wird die Geschichte diesmal aus mehreren Blickwinkeln. Das liegt vor allem daran, dass jetzt versucht wird, mehrere Charaktere gleichermaßen zu behandeln. Das gelingt dem Team hinter Regisseur Seiji Kishi bisher ausgezeichnet. So erleben wir nicht nur Protagonist Hibiki in Aktion, sondern auch seine Freunde und seine Gegenspieler. Außerdem macht Devil Survivor 2 – The Animation ein paar Zeitsprünge in die Vergangenheit, um ein wenig über die Hintergründe einiger Personen aufzuklären. Was man hier jedoch erfährt, wollen wir euch an dieser Stelle aus Spoiler-Gründen natürlich nicht verraten. Überwiegend werden aber vor allem die Erlebnisse der Charaktere am Dienstag und Mittwoch nach der Katastrophe vom Sonntag geschildert. In Nagoya kommt es schließlich zum Konflikt zwischen Ronaldo Kuriki, Hibiki Kuze und Yamato Hotsuin, dessen Familie das für die Story sehr wichtige Japan Meteorological Agency Geomagnetism Research Department gegründet hat. Fast sämtliche Charaktere müssen in den vorliegenden Episoden Entscheidungen treffen, die für ihr Leben und das ihrer Mitmenschen von Bedeutung ist. Durchgehend bleibt Devil Survivor 2 – The Animation spannend. Wir können jedoch – aus eigener Erfahrung – empfehlen, sich die ersten Folgen vor denen der zweiten Volume ein weiteres Mal anzusehen, da die Story komplex ist.

Mythologische Hintergründe

Devil Survivor 2 - The Animation (4)Weniger komplex, dafür sehr interessant und facettenreich sind die Hintergründe, welche die Dämonen, die in Devil Survivor 2 – The Animation beschworen werden, ausmachen. Nahezu jede Gestalt kommt in der Mythologie verschiedener Länder und Religionen vor. Der Engel der Nacht, genannt Lailah, taucht beispielsweise im Talmud des Judentums auf. Cait Sith ist hingegen der keltischen Mythologie entnommen. Wer sich für Mythologie interessiert, wird bei jedem Aufblitzen eines Dämons im Anime seine wahre Freude haben. Nachzulesen ist das übrigens auch im beiliegenden Booklet. In diesem gibt es wieder einmal viele Informationen – nicht nur zu den Dämonen, sondern auch zu den Charakteren und enthaltenen Episoden. Das macht einen hochwertigen Eindruck, auch wenn das im Umkehrschluss wieder heißt, dass auf digitales Bonusmaterial erneut verzichtet werden muss. Das ist zwar abermals sehr schade, doch beeinflusst das die Qualität des Animes in keiner Weise. Die optische Gestaltung ist auf der Blu-ray in 1080p wieder einmal sehr gut gelungen. Die Animationen wirken flüssig und die meist düstere Atmosphäre kommt sehr gut zur Geltung. Ergänzt wird dies durch eine tolle japanische und deutsche Synchronisation und einem gut unterlegten Soundtrack, der uns circa 75 Minuten lang durch insgesamt drei Episoden jederzeit begleitet und niemals stört.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Zum Glück habe ich mir die ersten paar Episoden von Devil Survivor 2 – The Animation nur einen Monat vor dem neuen Release der zweiten Volume angeschaut. Trotzdem habe ich dabei bemerkt, dass man in einem Monat sehr viel vergessen kann. Devil Survivor 2 – The Animation ist nämlich überraschend komplex und sehr vielschichtig. Ich empfehle euch also unbedingt, dass ihr die ersten Folgen kurz vor dem Anschauen der zweiten Volume nochmals wiederholt, um die Story gänzlich verstehen zu können. So oder so kann der Anime mich aber wieder einmal mit seinen Charakteren und seiner spannenden Handlung bei Laune halten. Wenn man sich zudem noch mit den mythologischen Hintergründen des Anime beschäftigt, ertappt man sich Stunden später, wie man wissenswerte Fakten im Internet oder gar in der Bibliothek studiert. Zudem bekomme ich mit jeder Minute des Anime mehr Lust darauf, das Spiel für den DS endlich einmal nachzuholen. Aus Zeitgründen werde ich dann aber wohl doch eher auf die dritte Volume warten und die Story in animierter Form genießen – sofern sich nicht auch diese Ausgabe ein weiteres Mal verschiebt.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Devil Survivor 2 – The Animation (Vol. 2)!

Preview: Hex: Shards of Fate

Hex - Shards of Fate (1)Sammelkartenspiele gibt es viele, doch wenige setzen sich über die Zeit hinweg tatsächlich auch in der Spielerschaft durch. Während man das Der Herr der Ringe Trading Card Game heute fast nicht mehr in Läden findet, erfreut sich Magic: The Gathering größter Beliebtheit.

Hex - Shards of Fate (2)Magic: The Gathering ist auch direkt das Stichwort, mit welchem man Hex: Shards of Fate am besten umschreiben kann. Während unseres Gamescom-Termins weist man uns direkt in das Spielsystem ein. Dieses sei nämlich nicht einfach gestrickt, sondern recht komplex. Das bemerken wir auch schon in den ersten Minuten, in denen wir uns in das Spiel erst einmal einfinden müssen. Haben wir jedoch die verschiedenen Phasen mitsamt ihren Buttons dann jedoch durchschaut, geht alles ganz schnell und als alte Magic-Veteranen haben wir keine Probleme, uns mit dem Spiel anzufreunden. Wer Magic: The Gathering jedoch noch kein einziges Mal gespielt hat, muss nicht verzagen. Direkt zu Spielbeginn erhält man eine leichte Einführung in das Spielsystem. Das heißt, dass wir zunächst sieben Karten von unserem Deck, welches hier sechzig Karten umfasst, ziehen. Gefallen uns die Karten, können wir direkt mit dem ersten Zug beginnen. Andernfalls dürfen wir noch einmal ziehen, dann jedoch jeweils eine Karte weniger als zuvor. Ein gutes Blatt sieht so aus, dass wir genügend Ressourcen und andere Karten auf der Hand haben, die wir schnell ausspielen können. Jede Runde dürfen wir eine Ressourcenkarte ausspielen, mit denen wir dann schlussendlich unsere restlichen Karten bezahlen. Das funktioniert in Hex: Shards of Fate jedoch anders als beim großen Vorbild.

Orientierung am großen Vorbild

Hex - Shards of Fate (3)Während man bei Magic: The Gathering nämlich für jede Aktion seine Mana-Kosten bezahlt, indem man die Karte tappt, muss man dies hier nicht einzeln tun. Dennoch stehen pro Runde nur die Kosten zur Verfügung, die auch tatsächlich auf dem Tisch liegen. Die Krux ist jedoch, dass es reicht, wenn zum Beispiel vier Saphirscherben und eine Diamantscherbe vorhanden sind, wenn man zwei Karten spielen will, die jeweils eine Saphir- und eine Diamantscherbe benötigen. Man teilt sich somit ein- und dieselbe Karte. Clever gelöst! Haben wir erst einmal genügend Ressourcen auf dem Spielfeld liegen, geht es ans Eingemachte. Die erste Kreatur will beschworen werden. Direkt angreifen kann sie jedoch nicht – eine Runde muss auch hier gewartet werden. Manchmal haben Kreaturen jedoch Spezialfähigkeiten, wenn diese ins Spiel kommen. Beispielsweise erhalten dann Kreaturen desselben Schlags einen Bonus auf Stärke und Verteidigung. Hier ähnelt Hex: Shards of Fate wieder dem großen Vorbild, denn sobald eine Kreatur den Gegner angreift, darf dieser entscheiden, ob er den Angreifer mit einer seiner Schergen blocken will oder ob er den Schaden in Kauf nimmt und seine Lebenspunkte, die wir auf null reduzieren müssen, gefährdet. Ergänzt wird das System mit weiteren Hexereien, die wir standardmäßig oder schnell ausführen dürfen. Weitere Parallelen werden hier gezogen.

Echtgeldtransaktionen für mehr Spielspaß

Hex - Shards of Fate (4)Auf der technischen Seite kann man an Hex: Shards of Fate eigentlich nichts bemängeln. Das Spielfeld ist einfach gestaltet und erfüllt seinen Zweck. Einzig und allein die Integrierung von einzelnen Elementen könnten unserer Meinung nach bis zum offiziellen Spielstart noch an der einen oder anderen Stelle verbessert werden. Beispielsweise erkennen wir bei vielen Karten die einzelnen Eigenschaften erst, wenn wir sie vergrößern und den Text dazu lesen. Wichtige Punkte wie Ressourcenkosten und Angriffs- sowie Verteidigungswerte sind jedoch auch hier sauber zu erkennen. Mit der Zeit fällt dies jedoch nur noch bei den gegnerischen Karten auf dem Spielfeld auf, da man sich an sein Deck mit jedem neuen Duell gewöhnt. Jedes Gefecht wird zudem mit netter Musik unterlegt. Höchstens an den Effekten und den einhergehenden Soundeffekten können die Entwickler noch ordentlich feilen. Das Grundkonzept von Hex: Shards of Fate macht einen stimmigen Gesamteindruck. Ein großer Wermutstropfen ist im Moment jedoch noch das Bezahlmodell. Bereits in der Beta verlangt Gameforge für neue Karten und für die Ingame-Währung Platinum Echtgeld. Die Beträge halten sich zwar in Grenzen, doch ist es schier ein Unding, Beta-Tester zur Kasse zu bitten – die sollen das Spiel ja vorab ausprobieren. Ebenso fies: An Turnieren kann man nur mit Platinum teilnehmen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Beta-Fassung und der Gamescom-Präsentation): Hex: Shards of Fate ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite orientiert man sich am großen Vorbild Magic: The Gathering und entschlackt dies an manchen Stellen wirklich sehr clever, doch auf der anderen Seite wirkt Hex: Shards of Fate einfach nur abgekupfert. Über solche Punkte wie Angriffs- und Verteidigungswerte lässt sich sicherlich streiten, denn anders geht es meiner Meinung nach kaum. Es sind jedoch andere Punkte, die man vom Kartenspiel Magic einfach nur kopiert hat. Kreaturen können fliegen, Kreaturen können nicht blocken, manche Karten dürfen zu jeder Zeit ausgespielt werden und so weiter. Hex: Shards of Fate bietet somit zwar ein stimmiges Gesamtkonzept und die Idee geht schlussendlich auch auf, doch frage ich mich, ob das unbedingt der Sinn hinter einem Videospiel ist, welches auf einer minimalistischen Gestaltung aufbaut und maximalen Spielspaß erreichen will. Ärgerlich ist zudem, dass bereits in der Beta zur Kasse gebeten wird. Beta-Tester sollen ein Spiel testen, doch das Bezahlmodell soll meiner Meinung nach nicht dazu gehören – zumal Spielinhalte wie Turniere überhaupt erst mit der Ingame-Währung und Booster-Packungen spielbar sind. Wir hoffen sehr, dass Gameforge hier noch in der Beta ordentlich nachbessert und Cryptozoic Entertainment noch ein wenig an den Spielkarten schraubt – hier fallen mir nämlich noch einige Karten auf, die schier zu mächtig sind. Meine Prognose basiert jedoch nur auf der Beta und eine Beta ist nicht unbedingt das fertige Spiel – es kann also noch viel passieren!

Vielen Dank an Gameforge für die freundliche Bereitstellung des Betacodes und für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Preview: Forza Horizon 2

Forza Horizon 2 (1)Der Autor dieser Zeilen erinnert sich noch sehr gut. Vor fast zwei Jahren überraschte ihn das Rennspiel Forza Horizon fast auf ganzer Linie. Derzeit ist der zweite Teil bei Microsoft bei zwei Studios in der Entwicklung, um das Spiel für gleich zwei Konsolen zu veröffentlichen.

Forza Horizon 2 (2)Wenn wir uns an den ersten Teil erinnern, blicken wir auf das Horizon Festival zurück. Hier hat sich unser Charakter ohne große Hintergrundgeschichte einen Namen in den Vereinigten Staaten, genauer gesagt im Bundesstaat Colorado, gemacht. Solch ein Festival gibt es auch in Forza Horizon 2 wieder. Das Spielgeschehen wird jedoch vom nordamerikanischen Kontinent nach Europa verlegt. An der Südküste von Frankreich und im Norden von Italien rasen wir nun mit unseren Kontrahenten um die Wette. Fans der recht breiten amerikanischen Straßen werden das zwar etwas schade finden, doch geht man mit dieser Entscheidung den richtigen Schritt. Die landschaftliche Veränderung bringt gleich neuen Wind mit sich. Eine ausgefeilte Handlung dürfen wir allen Anschein nach jedoch nicht erwarten – wir wären bei einem Titel dieser Art auch überrascht, wenn man hier tatsächlich neue Maßstäbe setzen würde. Während beim ersten Teil nach dem letzten Event des Horizon Festivals die Story abgeschlossen war, soll diesmal erst zehn bis zwanzig Prozent des Spiels erreicht sein. Waghalsig! Forza Horizon 2 bietet wie der Vorgänger eine offene Welt, durch die wir vom frisierten Personenkraftwagen bis zum polierten Sportflitzer rasen dürfen. Unter den insgesamt über zweihundert enthaltenen Fahrzeugen im Fuhrpark ist sicherlich für jeden einzelnen Spieler das richtige Auto mit dabei.

Riesiger Umfang

Forza Horizon 2 (3)Auch am Umfang soll sich einiges getan haben. Hunderte Events warten darauf von uns in der Welt absolviert zu werden. Wer den Vorgänger kennt, wird wohl wissen, dass es sich dabei wieder um verschiedene Arten von Events handeln kann. Mal geht es darum einfach nur ein typisches Rennen von Punkt A nach Punkt B zu gewinnen oder auch ein kleines Flugzeug im Wettlauf um die Zeit zu schlagen. Wie genau diese Events in Forza Horizon 2 aussehen, will man uns bei unserem Termin noch nicht verraten. Trotzdem gehen wir davon aus, dass diese Aufgaben vielfältig und ähnlich interessant ausfallen werden. Neu hingegen ist die künstliche Intelligenz der Computerfahrer, die mit ihrem freien Willen über die Straßen rasen. Angeblich sollen diese nämlich nun darauf reagieren, wie wir uns verhalten und sich somit dynamisch in den Rennen angleichen. Nehmen wir also eine Abkürzung über ein weites Feld, werden auch unsere Gegner das bemerken und sich unserem Verhalten anpassen. Anpassen müssen wir uns jedoch auch den Wetterbedingungen. Tatsächlich reagieren die Entwickler auf unsere Kritik und integrieren diesmal Wettereffekte. Welche das neben dem obligatorischen Regen sein werden, steht derzeit noch in den Sternen. Wir sind uns aber sicher, dass die Köpfe hinter Forza Horizon 2 mitdenken und wir uns wohl auf die verschiedenen Effekte einstellen müssen.

Ungeklärte Fakten

Forza Horizon 2 (4)Zumindest wird dies wohl in der Xbox-One-Fassung der Fall sein, denn von der Xbox-360-Version, die zeitgleich erscheinen soll, fehlt bisher jede Spur. Sämtliches Videomaterial von Forza Horizon 2, welches bisher veröffentlicht wurde, basiert auf der Version für die Xbox One. Natürlich möchte man den Fans ein wirklich schönes Spiel verkaufen, doch fragt man sich, ob man die Fans des ersten Teils, die nur eine Xbox 360 besitzen, nicht vor den Kopf stößt. Natürlich wird es grafische Unterschiede geben und natürlich wird die Xbox 360 an der einen oder anderen Stelle Abstriche machen müssen, aber trotzdem kann man erwarten, dass anderthalb Monate vor Release einige Informationen für die Versionsunterschiede den Fans bekanntgegebenen werden. So ist es auch unklar, ob der auf der Gamescom 2014 vorgestellte Mehrspielermodus, in dem ein Fahrer infiziert ist und andere Spieler ebenfalls infizieren muss, in die Xbox-360-Fassung integriert wird. Darüber hinwegsehen können wir aber, wenn zumindest der Soundtrack in beiden Fassungen der gleiche ist. Bereits bei Forza Horizon hat man ein goldenes Händchen bewiesen und ausnahmslos tolle Tracks ausgesucht. Bereits jetzt wirkt der Soundtrack noch facettenreicher und größer als zuvor. Obwohl noch einige Fakten nicht gänzlich geklärt sind, gehen wir dennoch davon aus, dass Forza Horizon 2 ein Hit wird!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Ich bin ein wahrer Fan von Forza Horizon auf der Xbox 360. Stunden habe ich in dieses Spiel investiert, ohne dass mir dabei langweilig wurde. Jede Minute, die ich im fiktiven Colorado verloren habe, habe ich gerne verloren. Die Events waren gut über die offene Spielwelt verteilt, das Punktesystem war motivierend und vor allem der Soundtrack hat die wunderschöne Kulisse zu einem Erlebnis gemacht, welches ich nie mehr vergessen möchte. Bei Forza Horizon 2 bin ich mir noch nicht so ganz sicher, wie gut das Spiel nun tatsächlich wird. Auf der Xbox One sieht das Spiel echt großartig aus und auch die verschiedenen Informationen, die man mir in der Präsentation auf der Gamescom mitgeteilt hat, klingen wirklich fantastisch! Das Problem ist nur, dass all diese Informationen – ohne dass man es auch nur von sich aus erwähnen würde – wohl nur für die Version für Microsofts aktuelle Konsole zutreffen. Infohäppchen zur Xbox-360-Fassung gibt es so gut wie keine und einen Monat vor Release ist das meiner Meinung nach ziemlich peinlich. Ich hoffe nur, dass man nichts zu verbergen hat – da ich mir die Xbox One mangels interessantem Angebot zunächst nicht holen werde, bleibt für mich nur die Version für die Xbox 360 übrig und die werde ich in anderthalb Monaten hoffentlich richtig genießen können.

Vielen Dank an Microsoft für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Preview: Fantasy Life

Fantasy Life (1)Wenn man einen Entwickler nennen muss, der es schafft, immer wieder neue Konzepte auf Nintendo-Plattformen zu übertragen, dann ist das klar Level-5 mit Sitz in Fukuoka. Beim Anspielen fällt uns jedoch auf, dass Level-5 mit dieser Vision bereits einmal gescheitert ist.

Fantasy Life (2)Die Vision, die im Konzept von Fantasy Life steckt, ist grundsätzlich nicht taufrisch. Bereits vor mehr als zehn Jahren arbeitete Entwickler Level-5 zusammen mit Microsoft an einem der wohl interessantesten Online-Rollenspiel-Konzepte des damals noch sehr jungen Genres. Wie wir aus der Geschichte wissen, wurde True Fantasy Live Online im Jahr 2004 eingestellt. In diesem Online-Rollenspiel sollte es möglich gewesen sein, alle möglichen Klassen spielen zu können und zwar auch Berufe, die etwas mit dem Alltag und weniger mit dem Besiegen und Jagen von Monstern zu tun haben. Was später in anderen Online-Rollenspielen wie Der Herr der Ringe Online als zweigleisiges System massentauglich wurde, findet in Fantasy Life aber wieder zurück zu den Wurzeln. Nintendo hat bereits einen schicken Trailer im kunterbunten Anime-Stil veröffentlicht, in dem auf die zwölf im Spiel enthaltenen Klassen eingegangen wird. Das Leben in der Fantasy-Welt bestreiten wir als entweder als Holzfäller, Söldner, Paladin, Schmied, Koch, Magier, Angler, Jäger, Schürfer, Schneider oder auch Alchemist. Ein Mitarbeiter von Nintendo versicherte uns beim Anspielen jedoch, dass wir direkt zu Beginn des Spiels alle Lizenzen erhalten und wir im Verlauf unseres Abenteuers jederzeit die Wahl haben, den Beruf respektive die Klasse zu wechseln; uns den Gegebenheiten anzupassen.

Mit der Lizenz zum Leben

Fantasy Life (3)An diesem Punkt erkannt man auch, dass Fantasy Life nicht wie sein vermutliches Vorbild True Fantasy Live Online kein Online-Rollenspiel mehr ist. Wir verbringen das Abenteuer nicht mit anderen Spielern, sondern kämpfen uns alleine durch die Fantasy-Spielwelt. Hier gelten jedoch dieselben Regeln wie auch in anderen Spielen des Genres. Wir erhalten Quests, die wir erfüllen können oder wir verbringen die Zeit im Spiel genauso, wie wir das wollen. Unterwegs gibt es nämlich viel zu tun. Am Fluss sammeln wir beispielsweise Quellwasser oder sobald wir eine Erzader entdecken, packen wir unsere Spitzhacke aus und sammeln auf diesem Weg Rohstoffe. Und was man mit einem Baum macht, der mit drei saftigen Äpfeln lockt, sollte man spätestens seit Animal Crossing wissen: Schütteln und Äpfel aufsammeln. Wir streifen jedoch nicht nur als Sammler durch die Spielwelt, sondern auch als Jäger. Das heißt, dass wir unser Schwert auspacken, sobald uns ein Gegner angreift oder wir ihn mit unserer Waffe attackieren wollen. Alle unsere Aktionen geben uns zudem Erfahrungspunkte, die wir in die Ausbildung unseres Helden stecken. Wir steigern dabei Werte wie Stärke oder Intelligenz, welche sich wiederum auf die Optionen der verschiedenen Klassen auswirken. Die Möglichkeiten sind sehr facettenreich – für Motivation ist somit also durchweg gesorgt.

Detailverliebtes Abenteuer

Fantasy Life (4)Fantasy Life kann uns nicht nur mit dem Gameplay ansprechen, sondern auch mit der sehr schön gestalteten Spielwelt. Überall gibt es kleine Details. Wir sprechen nicht nur von nett gestalteten Feldern, welche von Bauern umgepflügt werden, sondern auch von wirklichen Veränderungen in der Spielwelt. Es gibt beispielsweise einen Tag- und Nachtwechsel. In der Nacht kämpfen wir uns so durch ein Rudel Wölfe, um eine Kiste im Wald zu finden. Diese sollen wir in die Stadt zurückbringen, doch auf dem Rückweg treffen wir ebenfalls wieder auf Wölfe, die uns verfolgen. Dann bricht jedoch der Tag an und irgendwann verfolgen uns die Wölfe nicht mehr. Schauen wir nach, bemerken wir, wie sich diese zum Schlafen hingelegt haben. Nett! Noch nicht gesehen, aber bereits von Nintendo bestätigt wurde, dass wir uns in jeder Stadt im Spiel ein Haus kaufen dürfen, welches wir wie in Animal Crossing auch mit Möbelstücken ausstatten dürfen. Das klingt alles sehr vielversprechend, doch muss man als Rollenspiel auch mit einer Handlung aufwarten können – davon haben wir bisher noch nichts gesehen. Wenn Level-5 und Nintendo uns hier noch ein Ziel vor Augen führen, welches mit dem restlichen Gameplay hervorragend verbunden wird, dann wird Fantasy Life definitiv ein Titel werden, der uns über viele Wochen lang begleiten wird. Wir sind schon sehr gespannt!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der 3DS-Fassung und der Nintendo-Präsentation): Bei Titeln aus dem Hause von Level-5 kann man nahezu problemlos zugreifen. Ausnahmen wie Dragon Quest IX: Hüter des Himmels, die mir dann nicht ganz so gut gefallen, gibt es zwar selten auch, doch trotzdem merkt man selbst dann dem Spiel an, wie viel Mühe sich die Entwickler bei der Ausarbeitung des Konzepts über Monate hinweg gemacht haben. Die wenigen Minuten, die ich auf der Gamescom tatsächlich in das Spiel stecken konnte, haben wir jedoch gut gefallen und auch die Fakten, die man mir vor Ort mitgeteilt hat, steigern die Vorfreude auf das Spiel umso mehr. Das System, ständig zwischen den Berufen wechseln zu können, durch fast alle Aktionen Erfahrungspunkte zu sammeln und die Möglichkeit, sein Haus gestalten zu dürfen, gefallen mir sehr, sehr gut. Es bleibt zu hoffen, dass das Spiel mir auch langfristig ein Ziel vor Augen führt und mit einer netten Handlung präsentiert wird. Wenn Nintendo und Level-5 das schaffen, dann werde ich sicherlich dutzende Stunden gut und gerne in Fantasy Life verbringen können!

Preview: Hyrule Warriors

Hyrule Warriors (1)Seit vielen Jahren fordern Fans der The-Legend-of-Zelda-Reihe ein Online-Rollenspiel in den Weiten der Fantasy-Welt Hyrule. Dazu ist es bis heute nicht gekommen, doch stattdessen will man bei Nintendo und Tecmo Koei Helden Link in einen Krieg mitten in Hyrule schicken.

Hyrule Warriors (2)Eigentlich ist die Serie um den jungen Hylianer Link ein Action-Rollenspiel, welches voll und ganz auf einen Spieler ausgelegt ist – mal abgesehen von The Legend of Zelda: Four Swords Adventures. In der Reihe geht es darum, eine Welt voller Mythen und Legenden zu erkunden, Dungeons nach neuen Gegenständen zu durchforsten und diese im Verlauf des Abenteuers zu kombinieren, um den Weg zur Rettung des Landes zu ebnen. Dieses Grundkonzept findet in Hyrule Warriors ebenfalls Anklang, doch wird das Spiel von einer Vielzahl an Elementen aus der Dynasty-Warriors-Serie ergänzt. In der Fassung, die wir auf der Gamescom ausprobieren durften, können wir uns in die Rolle von Link, Zelda oder Midna hineinversetzen. Jeder Held oder jede Heldin soll sich zudem anders spielen und je nachdem welche Waffe der jeweilige Charakter einsetzt, verändert sich auch ein klein wenig die Spielweise. Wir entscheiden uns für Link. Ein paar Sekunden später finden wir uns in den Ebenen von Hyrule wieder. Erstmal machen wir uns mit der Steuerung vertraut. Da wir uns für das Schwert entschieden haben, machen wir mit diesem entweder kleinen oder großen Schaden. Das hängt davon ab, ob wir die Massen an anstürmenden Gegnern mit schnellen (leichten) Schwerthieben oder langsamen und schweren Attacken bearbeiten. Das ist einfach zu erlernen und geht leicht von der Hand.

Aufgaben auf dem Schlachtfeld

Hyrule Warriors (3)Eine Wirbelklinge, mit denen wir Gegner im Umkreis von einigen Metern bearbeiten können, ist ebenso möglich. Neu ist ein Superangriff, der gewaltigen Schaden macht. Es ist hier jedoch sehr wichtig, diesen Angriff im richtigen Augenblick einzusetzen, da der Angriff mit einer geringfügig längeren Cutscene eingeleitet wird und dieser sich kaum kontrollieren lässt. Wie sich die Superangriffe im fertigen Spiel unterscheiden werden, können wir jetzt noch nicht beurteilen. Wir sind uns jedoch sicher, dass diese Angriffe bei jedem Helden sehr einzigartig ausfallen können. Während wir uns durch die Gegnerhorden schnetzeln, erhalten wir diverse Einblendungen mit Aufgaben, die wir zu erfüllen haben. Beispielsweise sollen wir Zeldas Zofe Impa helfen, einige Angreifer abzuwehren. Hier fällt dann auch direkt auf, dass es nicht nur einfaches Futter für unser Schwert gibt. Einige Gegner sind mit Schilden bewaffnet und lassen sich nicht ganz so einfach besiegen. Hier müssen die Gegner wie in der Hauptreihe mit dem L-Knopf anvisiert werden, weichen den Angriffen aus und stehen dann plötzlich hinter ihnen und lassen den Gegner unseren Zorn spüren. Als nächstes öffnet sich an anderer Stelle plötzlich eine Mine. In dieser Mine befindet sich nur eine Truhe, in denen wir Bomben finden. Anschließend wird die Mine verschüttet, sodass wir uns mit dem Utensil erst befreien können.

Mehrspieler-Potenzial

Hyrule Warriors (4)Auf der Übersichtskarte des Spiels sehen wir jederzeit, welche Standpunkte von den Truppen, die auf unserer Seite kämpfen, gehalten werden. Über Sieg und Niederlage entscheidet aber in der Regel unser Held. Wir müssen also darauf achten, dass wichtige Positionen nicht von den Feinden eingenommen werden. Das kann auch bedeuten, dass wir Prioritäten auf dem großen Schlachtfeld setzen müssen. In der fertigen Version wird das Spiel zudem einen Multiplayer-Modus für zwei Spieler beinhalten. So können Aufgaben locker geteilt werden und da beide Spieler dank des Wii-U-GamePads alles wunderbar im Blick behalten können, geht auch nicht die Übersicht flöten. Es ist nur sehr, sehr bedauerlich, dass Nintendo keinen Online-Modus für das Spiel plant. So kann man eine Konsole, die sich nicht gerade sehr gut verkauft, absolut nicht pushen. Trotzdem ist das nur ein Kritikpunkt neben vielen stupiden Gegnern, die wir in Hundertschaften ins Jenseits befördern. Aus der Masse heraus stechen die Bossgegner, die wir aus früheren Teilen der Serie kennen. In der Probierversion stehen wir König Dodongo aus The Legend of Zelda: Ocarina of Time gegenüber. Kenner wissen natürlich, was zu tun ist – alle anderen möchten wir nicht spoilern. Hyrule Warriors bietet bereits im aktuellen Zustand viel Abwechslung und wir hoffen, dass das Endprodukt ebenso jede Menge Spaß bieten wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Wii-U-Fassung und der Nintendo-Direct-Ausgabe): Zum Glück war ich am Freitagmorgen einer der ersten, der das Spiel auf der Messe noch anspielen konnten. Obwohl ich mehrmals am Stand vorbeigelaufen bin, hat es zeitlich einfach nicht geklappt. Als ich jedoch endlich das GamePad in die Hand genommen habe, ist alles um mich herum vergessen. Das Spielprinzip ist im Grunde sehr stupide – sofern man es sich nicht einmal von der anderen Seite anschaut. Hyrule Warriors bietet an allen Ecken und Enden ein gewisses Potenzial – Taktik ist gefragt und auch der richtige Einsatz von Items ist abermals ein wichtiger Bestandteil des Spiels. Mir hat Hyrule Warriors bereits in den zahlreichen Nintendo-Direct-Ausgaben gefallen und jetzt selbst durch Hyrule zu laufen und Gegner ins virtuelle Jenseits zu befördern, hat mir jede Menge Spaß bereitet. Ich hoffe sehr, dass mich das fertige Spiel mit noch mehr Details überraschen und das Spiel noch mehr Taktik von mir verlangen wird. Schade ist für mich nur, dass es mal wieder keinen Online-Modus gibt. Das gehört im Jahr 2014 einfach zum guten Ton dazu – zumal man die Wii U ja mit Argumenten verkaufen will. Außerdem frage ich mich noch, ob der Titel langfristig abwechslungsreich bleibt und nicht nur herausgekramt wird, wenn ein Freund der Schnetzelorgie beitritt.

Umfrage: Wie hat euch die Gamescom gefallen?

Umfrage - Gamescom 2014 (1)Wenn ihr diese Zeilen lest, dann hat die Gamescom für dieses Jahr bereits wieder ihre Pforten geschlossen. In der Redaktion liegen Tage der Anstrengung hinter uns und wenn ihr ebenfalls vor Ort wart, dann werden dem einen oder anderen sicherlich auch die Füße qualmen oder das Trommelfell benötigt womöglich mal wieder ein paar Tage der Stille. Wie am Ende jeder der vergangenen Messen stellen wir euch auch in diesem Jahr wieder eine Frage. Wir möchten in diesem Jahr von euch wissen, wie euch die diesjährige Messe gefallen hat. Wie war für euch das Angebot der Spiele? Hat euch der Service der Messeleitung gefallen? Wir würden uns wie immer sehr freuen, wenn ihr auch einen Kommentar dalassen würdet, um genaue Eindrücke von euch zu erhalten. In diesem Sinne: Vielen Dank für eure Teilnahme!

Gamescom 2014: Cosplay Village

Gamescom 2014 - Cosplay Village (1)Cosplayer, die in diesen Tagen auf der Gamescom herumstolzieren, sollten sich auch mal das Gamescom Cosplay Village 2014 anschauen. Es werden zum Beispiel Photobooth-Aktionen durchgeführt, wo ihr euch vor einer Kulisse (gestellt von Nintendo, Square Enix und Co.) mit einem Foto verewigen könnt. Außerdem gibt es die Möglichkeit, in der Cosplay-Schmiede eure Kostüme zu reparieren oder reparieren zu lassen. Zudem wird es auch einen Cosplay-Wettbewerb geben, zudem man sich vorab jedoch anmelden musste.

Erics Meinung: Diese Aktion finde ich richtig toll. Es gibt so viele Cosplayer da draußen, die ihre Kostüme mit so viel Liebe gestalten und hier wunderbar zur Schau stellen können. Es ist nur sehr schade, dass man sich für den Wettbewerb vorab qualifizieren muss. Man kann also nicht spontan mit seinem Kostüm die Messe besuchen und daran teilnehmen. Sollte es die Zeit jedoch ermöglichen, werde ich auf jeden Fall einmal vorbeischauen und die Cosplays einmal bewundern!

Gamescom 2014: Konzerte außerhalb der Messe

Macklemore and Ryan Lewis on the Red Bull Tourbus for the Official X Games Munich 2013 Opening Concert on June 26th, 2013Wer von der Gamescom eine Auszeit braucht, kann das Messegelände auch verlassen und in der Kölner Innenstadt nach Events suchen. Die Koelnmesse hat im Zeitraum vom 15. bis zum 17. August 2014, sprich am gesamten Wochenende, kleine Konzerte organisiert, die kostenlos besucht werden können. Unter den Interpreten gehören zum Beispiel Prinz Pi, Maximo Park oder Thees Uhlmann. Fans der Künstler werden sicherlich ihre Freude dabei haben, auch mal vom Lärmpegel der Messe abzuschalten und dafür ihre Musik zu hören.

Erics Meinung: Grundsätzlich ist es nicht verkehrt, auch außerhalb der eigentlichen Messe für Stimmung zu sorgen. Viele Spieler reisen nach Köln an, um etwas zu erleben. Für mich ist das Angebot jedoch weniger interessant. Musik höre ich mir doch lieber in Ruhe an und wenn ich mich auf eine Messe mit dem Schwerpunkt Videospiele bewege, dann möchte ich auch nur das erleben. Da werde ich keine Zeit haben, mir das eine oder andere Konzert anzuschauen. Meiner Meinung nach sollte die Messe lieber in den Service vor Ort investieren, statt solche Angebote außerhalb zu organisieren. Davon hätten alle Besucher wesentlich mehr!