Review: Until Dawn

Until Dawn (1)Lange Zeit entwickelte sich das Survival-Horror-Spiel zu einem Überlebenskampf mit purer Waffengewalt. Nur wenige Spiele konzentrieren sich in dieser Zeit tatsächlich auf die Angst, die beim Spieler hervorgerufen werden soll. Until Dawn bereitet uns diese Angst durchweg.

Until Dawn (2)Until Dawn dreht sich um zehn Freunde, die sich mitten im Winter in den Wäldern und Bergen in einer Hütte einnisten, um eine unvergessliche Zeit zu erleben. Um sich die Zeit zu vertreiben, entschließen sie sich dazu, Hannah einen Streich zu spielen. Diese hegt nämlich romantische Gefühle für Mike und als sich dieser Hannah angeblich hingeben will, erschrecken sie Hannah und erniedrigen sie vor laufender Kamera. Sie flieht aus dem Haus hinein die die dunkle Nacht und den Schneesturm. In der Rolle von ihrer Schwester Beth folgen wir der armen Hannah, bemerken unheimliche Geräusche, erschrecken uns vor jedem Schatten und einem Mann mit einem Flammenwerfer. Wir finden zwar Beth, doch unser Schicksal scheint besiegelt. Wir stürzen gemeinsam mit unserer Schwester ab und sterben. Unsere Leichen sind allerdings unauffindbar, weshalb seit einem Jahr die polizeilichen Ermittlungen andauern. Um seinen beiden Schwestern zu gedenken, lädt Josh zwölf Monate später die sieben Freunde ein, die beim Verschwinden der beiden Mädchen dabei gewesen waren. In dieser Zeit hat sich viel verändert, denn Mike ist nicht mehr mit Emily zusammen. Während er mit Jessica flirtet, wird Emilys neuer Freund Matt ständig von ihr schikaniert. Chris hat hingegen immer noch nicht seinen Mut gefasst, um Ashley seine Liebe zu gestehen. Josh schaut sich das amüsiert an.

Gruselstimmung

Until Dawn (3)Freundschaft, Liebe und Vertrauen sind die zentralen Themen des Spiels. Greifbare Themen, die jeder von uns nachvollziehen kann. Obwohl das Spiel schon bald wie ein Teenie-Drama wirkt, kann Until Dawn glaubhaft seine Geschichte erzählen. Kurios sind hingegen die ganzen Einflüsse des Spiels, welche sich um einen entflohenen Massenmörder, einem Indianerfluch und gefährlichen Tieren drehen. Zwischen den zehn Kapiteln des Spiels wachen wir zudem immer mal wieder bei einem Psychiater auf, der eher den Begriff Psychopath verdient und von uns wissen will, vor was und in welchem Maße wir in dieser Welt eigentlich Angst haben. Lassen wir uns auf sein Spielchen ein, wirkt das Zusammentreffen der Freunde noch einmal um eine ganze Ecke gruseliger. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es in Until Dawn keine Schusswaffen – wir achten in der Dunkelheit auf jeden Schatten und jedes Geräusch. Hinter jeder Ecke könnte schließlich eine neue Bedrohung auf uns warten. In besonders gruseligen Momenten schaltet sich übrigens für wenige Sekunde unsere PlayStation-Kamera ein, die dann ein Video für uns aufnimmt, in dem dann zu sehen ist, wie wir uns vor einem Waschbär oder einer Krähe erschrecken. Aber auch wenn die Kamera nicht eingeschaltet ist, läuft uns jederzeit ein Schauer über den Rücken. Die Atmosphäre des Spiels ist hier sehr, sehr dicht.

Schmetterlingseffekt

Until Dawn (4)Until Dawn ist kein gewöhnliches Survival-Horror-Spiel, denn verkörpern wir hier nicht nur einen der Freunde, der innerhalb der zehn Stunden bis zur Morgendämmerung überleben soll, sondern gleich alle acht Charaktere. Abwechselnd spielen wir die Figuren, die entweder alleine oder im Duo die Hütte mitsamt ihrer Umgebung erkunden. Ziel des Spiels ist es, das möglichst viele Freunde überleben. Sollte jemand in dieser Nacht sterben, bleibt er tot. Jede Entscheidung, die wir mit den Charakteren treffen, verändert die Handlung mal mehr oder weniger stark. Der berühmtberüchtigte Schmetterlingseffekt, der (ausgedrückt in einer Metapher) besagt, dass ein Flügelschlag des Insekts hunderte Kilometer entfernt einen Tornado auslösen kann, wird in Until Dawn zur Lebensweisheit. Die kleinste Entscheidung kann den Ausgang der verschiedenen Handlungsstränge beeinflussen. Ein genaues Beispiel aus dem Videospiel möchten wir euch aus Spoiler-Gründen nicht verraten, aber stellt euch einmal vor, ihr wäret mit euren besten Freunden ebenfalls in solch einer Hütte während eines Schneesturms gefangen. Der Strom fällt aus und jemand muss den Generator aktivieren. Schickt ihr eure Freundin Anna in den Keller, wird sie sich zu Tode fürchten. Geht ihr selbst, werdet ihr zwar auch die Angst spüren, doch schließlich wird Anna euren Mut bewundern und sich in euch verlieben.

Quick-Time-Tode

Until Dawn (5)Je schneller die Charaktere den Tod erleiden, desto schneller endet das Spiel. Bei uns haben am Ende, weil wir zu ungeschickt, zu neugierig, zu unüberlegt und zu egoistisch gehandelt haben, nach circa sieben Spielstunden nur zwei Charaktere überlebt. Die Einmalspielzeit fällt zwar kurz aus, doch ist der Wiederspielwert enorm. Schließlich weiß man dann, wie man seine Fehlentscheidungen vermeidet, sodass jeder gerettet werden kann. Until Dawn fühlt sich stellenweise wie Heavy Rain an und verbindet es mit der beklemmenden Atmosphäre von The Evil Within. Trotzdem sollte man sich vor dem Kauf im Klaren darüber sein, dass der Titel viele (faire) Quick Time Events beinhaltet und das Erkunden der oft schlauchartigen Spielabschnitte auf ein Minimum reduziert ist. Immerhin finden wir abseits der Wege jede Menge Informationsmaterial, dass sich auch in der Form eines recht furchteinflößenden Videos immer mehr wie ein Mosaik zusammensetzt. Auf der technischen Seite ist Until Dawn ein sehr zweischneidiges Schwert. Die wunderschöne Optik mit einer meist butterweichen Bildwiederholungsrate beeindruckt uns gemeinsam mit der Soundkulisse. Dazu gesellen sich gute deutsche Sprecher, deren nicht lippensynchrone Soundfiles häufig blechern klingen. Fans von filmartigen Videospielen und des Survival-Horror-Genres müssen hier dennoch zugreifen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Bis wenige Wochen vor Release des Spiels habe ich von Until Dawn gar nichts gewusst. Erst die aggressive Werbekampagne im Fernsehen hat mich auf das Videospiel aufmerksam gemacht. Nach den ersten positiven Kritiken zu Until Dawn habe ich dann auch selbst Hand an das Spiel gelegt. Auch wenn die grundlegenden Gameplay-Mechaniken sich nur auf das Erkunden der Spielabschnitte, das Sammeln von Informationen und dem Ausführen von Quick Time Events beschränken, kann Until Dawn gerade mit seiner grandiosen Erzählweise diese Punkte ausgleichen. Zunächst erzählt das Spiel nur banale Geschichten über sämtliche Figuren, doch später fließen noch fingierte, psychotische, mythische und übernatürliche Elemente mit ein und es ist beeindruckend, wie Entwickler Supermassive Games es geschafft hat, diese Elemente miteinander zu verbinden, sodass die Handlung am Ende tatsächlich noch einen Sinn ergibt. Je länger man dazu Zeit mit den Freunden in den Bergen verbringt, desto mehr wachsen sie einem ans Herz. Genau hier spielt Until Dawn immer im richtigen Moment mit den Entscheidungen, die ich stellvertretend für die acht Charaktere treffen soll. Besonders in der zweiten Hälfte des Spiels könnte jede dieser Entscheidungen die letzte sein, welche der Charakter trifft. Wer gut überlegt und kombiniert, wird aber zumindest eine Person aus dem Albtraum befreien können – Until Dawn bleibt mit seinen Quick Time Events und Entscheidungsmöglichkeiten immer sehr fair und diesen Spagat hinzukriegen, ist wahrhaftig nicht leicht. Um den Charakteren etwas näher zu sein, habe ich das Spiel ebenfalls in einer Nacht durchgespielt – eine Nacht, die ich nicht so schnell vergessen werde.

Vielen Dank an Sony Computer Entertainment für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Until Dawn!

Preview: Metal Gear Solid V: The Phantom Pain

Metal Gear Solid V - The Phantom Pain (1)Für viele Fans war es ein Schock zu erfahren, dass Entwicklerlegende Kojima Hideo und Publisher Konami künftig getrennte Wege gehen. Es war ein kaum überhörbarer Streit und man kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass beide Parteien nicht in Frieden auseinander gegangen sind.

Metal Gear Solid V - The Phantom Pain (2)Somit ist es gut möglich, dass Metal Gear Solid V: The Phantom Pain der letzte Teil der bekannten Serie sein wird. Jedoch möchten wir nicht Schwarzmalen und uns eine düstere Zukunft zusammen reimen, sondern den neuen Teil mit voller Vorfreude genauer unter die Lupe nehmen. Auf der Gamescom hatten wir die Möglichkeit hinter den Kulissen einen Spielabschnitt in Afghanistan anzuspielen und uns mit der Mechanik vertraut zu machen. Unsere Reise beginnt mitten in der Wüste, wo wir jedoch mit eigenem Pferd zumindest eine Transportmöglichkeit besitzen. Direkt fällt auf, dass die weitläufige Spielwelt eine hervorragende Weitsicht bietet. In der Mission ist es das Ziel, einen Gruppenanführer in seiner Basis auszuschalten. Die Spielsteuerrung unterscheidet sich dabei nicht wesentlich von Metal Gear Solid V: Ground Zeroes. Die einzige Neuerung, die bisher auffallen, ist, dass wir bewusstlose oder getötete Feinde sowie Gegenstände mit einer Art Heißluftballon in unsere Basis transportieren konnten. Dies dient der Möglichkeit unsere Basis auszubauen und uns gegen andere Spieler abzusichern. Das genaue Konzept wollten uns die Verantwortlichen vor Ort nicht verraten. Da aber bald der Release des Spiels erfolgt, wird es nicht mehr allzu lange dauern, bis diese Informationen endlich das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Auf jeden Fall sind die wenigen angedeuteten Fakten schon mal vielsprechend.

Offen präsentierte Spielwelt

Metal Gear Solid V - The Phantom Pain (3)Welchen Zielen wir in der offenen Spielwelt nachgehen, ist uns komplett frei überlassen. Wie bereits erwähnt wurde uns auf der Präsentation ein bestimmtes Ziel vorgegeben. Unsere Vorgehensweise – ob schleichen oder in Rambo-Manier alles niedermähen – können wir selber aussuchen und entscheiden uns somit für eine Mischung aus beidem. Während wir schleichend die ersten Gegner ausschalten, wurde gegen Ende die Zeit der Präsentation etwas knapp, so dass wir stürmend auf die Zielperson losgehen. Besonders auffallend ist dabei, dass unsere Gegner gar nicht mal so dumm agieren. Schleichend behalten wir stets die Kontrolle über das Schlachtfeld, müssen aber wesentlich mehr Zeit einplanen. Gehen wir jedoch aggressiv und offensiv vor, wird es um einiges knapper, da die Gegner mit hoher Präzision schießen und uns geschickt flankieren. Nicht mal eine Deckung nützt hier etwas, da dort sofort die Granaten fliegen oder Gegenstände aus Holz sich langsam unter Beschuss abnutzen. Da uns in der Präsentation nur wenig Zeit gegeben wurde, uns mit dem Spiel zu beschäftigen, können wir abschließend festhalten, dass uns von der Spielmechanik kaum etwas Neues in Erinnerung geblieben ist. Einzig und allein ein neues Bild von der offenen Spielwelt durften wir an diesem Tag verinnerlichen und müssen sagen, dass wir gerade auf diese mehr als gespannt sind – zum Glück steht der Release kurz bevor.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Leider muss ich gestehen, dass ich von einer Präsentation hinter verschlossenen Türen selbst auf der Gamescom mehr erwartet hätte. Den Unkenrufen zu trotz, freue ich mich gewaltig über das, was ich bisher gesehen habe. Ich denke, das Spiel hat eindeutig das Potenzial, ein ganz großer Knaller zu werden und auch Personen anzusprechen, die bisher nichts mit dem Franchise am Hut hatten. Die offene Spielwelt kann viele Möglichkeiten bieten, sofern diese auch richtig genutzt werden – denn genau da fehlten uns die Eindrücke und somit bleibt genau dieser Aspekt des Spiels weiterhin ein großes Geheimnis. Ich hoffe, dass die Saga rund um Snake ein würdiges Ende findet und sich vielleicht eines Tages Kojima Hideo und Konami wieder vertragen werden.

Erics Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Ich finde die Metal-Gear-Solid-Reihe wirklich großartig und obwohl ich nur wenige Berührungen mit der Serie hatte, freue ich mich auf den fünften Teil sehr. Die offene Spielwelt sagt mir zwar zu, doch bin ich noch etwas skeptisch, wie das Setting in Afghanistan und Co im Spiel umgesetzt wird. Da werde ich wohl abwarten müssen, zumal ich auch noch fast alle anderen Serienableger vorher verinnerlichen möchte. Ich finde es aber sehr dreist von Konami, Kojima Hideos Namen vom Cover des Spiels zu entfernen. Selbst wenn man nicht im Guten auseinandergeht, ist er immer noch der Kopf hinter dem Franchise und wenige Monate vor dem Release plump den Namen vom Cover zu entfernen, fühlt sich in etwa so an, als würde ein Kleinkind dem anderen zwei Bauklötze stehlen. Hoffen wir mal, dass die internen Meinungsverschiedenheiten dem Spiel nicht geschadet haben.

Vielen Dank an Konami für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Review: Art Academy: Atelier

Art Academy Atelier (1)Fast schon jährlich schickt uns Nintendo seit 2009 auf die Kunstakademie. Was als Download-Software auf dem Nintendo DSi begann, mauserte sich ein Jahr später bereits zum Retail-Titel für den alten Nintendo DS. 2015 bekommt auch die Wii U ihr eigenes Spiel spendiert.

Art Academy Atelier (2)Die Art-Academy-Reihe hat in den letzten sechs Jahren eine stete Entwicklung durchgemacht. Zwar konnte uns bisher kein einziger Serienteil vollends überzeugen (und Art Academy: Atelier macht hierbei vorweg keine Ausnahme), doch haben die Entwickler zumindest immer am Spielkonzept gefeilt und es oft verbessert. Das Szenario ist dabei dasselbe wie damals auf dem alten Nintendo DS: Wir gehen bei Künstler Vincent in die Lehre. Dieser ist mit seinem mittlerweile ausgewachsenen Hund Bacon in die malerische Landschaft von England gezogen, wo wir in seinem Atelier diverse Werkzeuge und Kniffe des Malens und Zeichnens kennenlernen. Wenn wir die Vorgänger schon gespielt haben und somit nicht mehr ganz so vieles von ihm lernen können, dürfen wir uns direkt an der Leinwand austoben. Für all jene, die bisher noch nie Hand an einen Teil der Art-Academy-Reihe legen konnten, bieten sich die Einsteigerkurse an. Hier lernen wir die Grundlagen des Spiels kennen, erfahren wie wir unsere Motive formen, betonen und einfärben. Einfache Landschaften oder Stillleben, wie Tomaten oder Äpfel, die auf einem Tisch liegen, werden hier behandelt. Vincent geht mit uns Schritt für Schritt das Malerhandwerk durch und lässt auch keine Informationen offen, die richtige Künstler nicht beachten würden. Anfänger werden hier behutsam an die Hand genommen.

Werkzeuge eines Künstlers

Art Academy Atelier (3)Wer sich schon ein wenig mit dem Malen und Zeichnen auskennt, kann die Einsteigerkurse auch überspringen und direkt in die Fortgeschrittenenkurse einsteigen. Hier warten dann schon schwierigere Stillleben wie Katzen oder Büsten auf uns. Komplexe Landschaften sind ebenfalls Bestandteil dieser Kurse. Haben wir alles gelernt, was uns Meister Vincent beibringen kann, so dürfen wir uns in den Werkzeugkursen wahrhaftig austoben und unseren richtigen Umgang mit Bleistiften in verschiedenen Stärken, Buntstiften, Pastellkreide, Zeichenkohle, Wasserfarben und sogar unterschiedlichem Papier demonstrieren. Dadurch, dass das Wii U GamePad, über welches wir sämtliche Aktionen ausführen, den Bildschirm mit der bisher höchsten Auflösung bei Nintendo-Systemen bietet, können wir unsere Eingaben sehr viel genauer bestimmen, als noch bei den Vorgängern. Zusammen mit der Zoom-Funktion und dem Gitternetz, können wir sehr effektiv unsere Fortschritte erarbeiten. Während die Lektionen sowohl auf dem Bildschirm des Wii U GamePads, als auch auf dem Fernsehbildschirm von Vincent in unsynchronisierten Texten und Beispielen erklärt werden, findet das Zeichnen nur auf dem GamePad statt, während die Vorlage auf dem Fernsehbildschirm verbleibt. Das ist realistischer als noch auf den Handhelds, erfordert zugleich aber deutlich mehr Konzentration.

Präsentation der Kunstwerke

Art Academy Atelier (4)Haben wir erst einmal ein paar Kunstwerke auf die Leinwand gebannt, dürfen wir sie auch mit der Welt teilen. Entweder stellen wir sie in einer privaten Galerie aus, wo sich Familienmitglieder umsehen dürfen oder wir laden sie ins Miiverse hoch, wo andere Spieler unsere Bilder gar kommentieren können. Alternativ dürfen wir den Malvorgang in Videoform auch auf YouTube hochladen oder das Bild auf einer SD-Karte speichern und am PC ausdrucken. Leider liegen die Bilder in Dateiform maximal in einer Auflösung von 1024 mal 768 Bildpunkten vor. Wir hoffen sehr, dass Nintendo mittlerweile erkannt hat, dass die Wii U auch eine HD-Konsole ist und einfache Bilder in Full-HD-Auflösung ausgeben kann. Ansonsten können wir an der Technik des Spiels nur wenig bemängeln. Die mittellangen Ladezeiten fallen zwar gelegentlich nervig auf, stören das Gesamterlebnis aber kaum. Das Malen wird zudem vom bekannten ruhigen Soundtrack unterlegt, wodurch ein entspannendes Gefühl aufkommt. Das alte Problem bleibt mit Art Academy: Atelier dennoch bestehen. Zwar verkauft Nintendo den Titel als Lernspiel, doch ist und bleibt es eine Simulation. Man wird zwar viel übers Zeichnen in den gut strukturierten Lektionen lernen, doch ein Ersatz für Pinsel und Co ist der dürre Stylus sicherlich nicht. Hier verspricht Nintendo dem Kunden definitiv zu viel.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als Nintendo im letzten Jahr Art Academy: SketchPad veröffentlicht hat, ging es mit dem Franchise ein wenig bergab. Für günstige vier Euro bot man Spielern zwar die Möglichkeit, das Miiverse mit deutlich schöneren Kunstwerken zu füllen, doch mehr Optionen wurden nicht geboten. Die Bildbearbeitungssoftware versprach immerhin Lektionen, doch die wurden bis zum heutigen Tage nicht veröffentlicht und ob diese noch nachgereicht werden, darf dank Art Academy: Atelier stark bezweifelt werden. Bis auf die originalen Ursprünge auf dem DSi habe ich zudem jeden Titel der Reihe gespielt und mehr oder weniger genutzt, um meine Skills zu verbessern. Die grundlegende Idee finde ich super und zwischenzeitlich ist die Art-Academy-Serie eine erholsame Alternative fernab von reaktionsfordernden Spielen. Es gibt wieder einmal viele Möglichkeiten, wie man Kunstwerke aufs Papier bannt und abermals wird die Kulisse sowohl mit Vincent und seinem Hund Bacon, als auch mit einem ruhigen Soundtrack wunderbar unterlegt. Vielleicht mag es an meinem bescheidenen Können liegen, aber wirkliches Malen und Zeichnen lerne ich mit der Simulation nur in der Theorie. Das Gefühl wird in die Praxis nicht übernommen, da haptische Merkmale niemals vollkommen übertragen werden können, wenn man alle Werkzeuge nur mit dem immer gleichen Stylus auf dem unveränderbaren Wii U GamePad nutzt. Nintendo sollte sich überlegen, wie sie den Titel nach außen hin verkaufen, auch wenn das Ziel der Software im Kern sehr, sehr löblich ist.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Art Academy: Atelier!

Review: Sword Art Online (Vol. 1)

Sword Art Online (Vol. 1) (1)Die Faszination von Online-Rollenspielen wie Final Fantasy XIV: A Realm Reborn hat sicherlich schon jeder Videospieler in irgendeiner Form entweder aktiv oder passiv miterlebt. Der Anime Sword Art Online macht aus dieser Faszination ein Spiel auf Leben und Tod.

Sword Art Online (Vol. 1) (2)Sword Art Online beginnt im November 2022 und zwar genau am Release-Tag des titelgebenden Online-Rollenspiels. Schon im Vorfeld ist Sword Art Online so beliebt, dass sich vor den Läden lange Schlangen bilden. Auf gerade einmal zehntausend Exemplare ist das Spiel limitiert, sodass nicht jeder das Glück hat, in die Spielwelt Aincrad eintauchen zu können. Protagonist Kirigaya Kazuto, der sich im Spiel Kirito nennt, ist einer der verhältnismäßig wenigen Auserwählen. Bereits am ersten Tag lernt er dort den Spieler Kurain kennen, der aber noch ein wenig unbeholfen wirkt. Zum Glück war Kazuto einer der Beta-Tester des Spiels, weshalb er dem unerfahrenen Kurain unter die Arme greifen kann. Als sich Kurain abends ausloggen will, bemerken die beiden, dass der Logout-Befehl im Hauptmenü gesperrt ist. Da das Spiel über das so genannte NerveGear, einem Virtual-Reality-Helm, gespielt wird, ist es ihnen nicht möglich, Aincrad zu verlassen. Schließlich werden alle Befehle des Gehirns nur an die Spielfigur und nicht an den Körper übertragen. Sollte eine dritte Person probieren, den Helm des Spielers abzunehmen, würde eine Strahlung freigesetzt werden, welche das Gehirn des Teilnehmers zerstört. Es gibt nur einen Weg, die Online-Welt Aincrad lebend zu verlassen – ein Spieler muss alle einhundert Ebenen des Spiels bezwingen. Ganz schön zeitaufwendig!

Atmosphärische Online-Spielwelt

Sword Art Online (Vol. 1) (3)In einer Episode erwähnt Kirito, dass er als Beta-Tester zwei Monate benötigte, um auf die achte Ebene vorzudringen. Nach einem Monat hat noch kein einziger Spieler es geschafft, die erste Ebene hinter sich zu lassen. In dieser Zeit sind zudem schon zweitausend Charaktere und somit zweitausend Spieler gestorben. Obwohl es zunächst so scheint, als würde der perfide Plan des Erfinders aufgehen, schließen sich schon bald die ersten Gruppen zusammen und es werden auch Gilden gegründet. Das Leben in der virtuellen Online-Welt verselbstständigt sich. Die Charaktere leben, handeln und kämpfen miteinander. Soziale Strukturen, die in der realen Welt große Strafen nach sich ziehen würden, sind in Aincrad in gewissen Maße erlaubt. Es bilden sich aber auch neue Freundschaften, die sogar in einer Heirat enden können. Geschieht dies, wird das Inventar der beiden Spieler verbunden. Anhand der Erklärungen lässt uns der Anime wunderbar in die Online-Welt eintauchen. Selbst wie Goldmünzen, Items und Erfahrungspunkte nach den Kämpfen aufgeteilt werden, wird in so mancher Situation debattiert – natürlich nachdem die Taktik, wie man den nächsten Bossgegner besiegt, erklärt wurde. Dazu gesellen sich gelegentlich angezeigte Icons und Effekte beim Tod eines Monsters oder Spielers, welche die virtuelle Struktur von Sword Art Online unterstreichen sollen. Genial!

Diskriminierte Beta-Tester

Sword Art Online (Vol. 1) (4)Vor dieser atmosphärischen Kulisse, die an allen Ecken und Enden wirklich spürbar ist, behandelt der Anime typische Klischees. Auf der einen Seite wird schon in der ersten Episode klargestellt, dass hinter hübschen Kriegerinnen auch fettleibige Spieler stecken können und auf der anderen Seite dürfen auch Schwertkämpfer von Damen gespielt werden. Unterschiede zwischen Einzelgängern und Gruppenspielern bleiben nicht unerwähnt. Des Weiteren werden neben Leben und Tod auch andere wichtige Themen wie Diskriminierung, die hier stellvertretend die ehemaligen Beta-Tester trifft, behandelt. Manchmal wirkt Sword Art Online in Bezug auf den Protagonisten Kirito sogar wie eine Selbstfindungsgeschichte. In den ersten sieben Episoden versucht er seinen Platz in der Spielwelt und im sozialen Gefüge zu finden. Genaueres wollen wir aus Spoiler-Gründen aber nicht verraten. Neben den ersten sieben Folgen liegen dem Anime auf Blu-ray Disc noch drei circa zehnminütige Bonusfolgen namens Sword Art Offline bei. Hier treten die Charaktere Kirito, Kurain, Asuna, Shirika und Rizubetto auf und kommentieren die Ereignisse des Anime in Form von Parodien. Die japanischen Synchronsprecher lassen uns hier herzhaft lachen. Dies ist auch bei Sword Art Online der Fall, denn sowohl die japanische, als auch die deutsche Synchronisation sind wirklich fantastisch.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Obwohl die erste Volume schon eine ganze Weile bei mir auf dem Schreibtisch in greifbarer Nähe lag, habe ich es aus diversen Gründen bis heute leider nicht geschafft, mir den Anime Sword Art Online anzuschauen. Mit den ersten sieben Episoden, die in der ersten Volume enthalten sind, habe ich das nun endlich ansatzweise nachgeholt. Wenn ich mich mit anderen Anime-Fans in den letzten Monaten unterhalten habe, wurde sehr oft Sword Art Online erwähnt und alleine das zeigt mir, dass der noch sehr junge Anime schon heute Kultstatus genießt. Sword Art Online verschwendet beim Auftakt der Serie gar keine Zeit mit einer Vorgeschichte und lässt mich bereits in der zweiten Minute in die Welt von Aincrad eintauchen. Die Regeln, die in Aincrad herrschen, werden der Reihe nach in den einzelnen Folgen immer mal wieder am Rande erläutert. Obwohl man jederzeit merkt, dass Kirito und Co in einer Online-Welt gefangen sind, wirken die Konsequenzen dennoch sehr real und genau das macht den Anime so spannend. Man fiebert jederzeit mit den Figuren mit, denn die Lieblingscharaktere könnten schließlich jederzeit sterben. Das einzige, was ich ein wenig kritisiere, ist die deutsche Synchronisation. Die Sprecher verrichten ihren Dienst wirklich hervorragend und können auch mit ihren japanischen Kollegen mithalten, doch manchmal werden wichtige Informationen und kulturelle Merkmale der japanischen Kultur unterschlagen. Das halte ich für sehr wichtig, da es sich bei den Spielern zumindest bisher um Japaner handelt und die Interaktionen somit etwas glaubhafter machen könnte – das ist aber nur Kritik auf hohem Niveau, denn sonst ist der Anime wirklich hervorragend.

Vielen Dank an Peppermint Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Sword Art Online (Vol. 1)!

Preview: Super Mario Maker

Super Mario Maker (1)Am 11. September 2015 wird für viele Super-Mario-Fans ein Traum in Erfüllung gehen, denn an diesem Tag veröffentlicht Nintendo Super Mario Maker in Europa. Wir haben den Level-Editor ausprobiert und verraten euch, auf welche Inhalte ihr euch einstellen dürft.

Super Mario Maker (2)Bereits im letzten Jahr hat Nintendo den Stand-Alone-Editor auf der Electronic Entertainment Expo in Los Angeles vorgestellt. Der Jubel war bei den Fans groß, die nun seit einem Jahr auf das kommende Wii-U-Highlight warten. Super Mario Maker verfügt zwar über einige Levels, von denen ein paar den Nintendo World Championships entspringen, doch handelt es sich bei dem Titel definitiv nicht um eine Sammlung von Levels, die von Nintendo entwickelt worden sind. Super Mario Maker legt wahrhaftig den Schwerpunkt auf das Erstellen eigener fantasievoller Levels, die wir ganz nach unseren Wünschen ausrichten können. Manche Videospieler haben schon als Kinder davon geträumt, solche Levels zu entwerfen. Anstatt diese Levels mit Bleistift oder Kugelschreiber auf Papier zu bannen, kann man dies nun wesentlich einfacher mit Stylus und Wii U GamePad hinbekommen – noch dazu muss die Fantasie nicht mitspielen, welche die reglosen Objekte auf dem Papier zum Leben erweckt, denn dies geschieht auf der Wii U ganz einfach auf Knopfdruck. Auf beiden Bildschirmen, sprich auf dem Fernseher und auf dem Bildschirm des Wii U GamePads, wird übrigens dasselbe Bild wiedergegeben. In der Praxis macht das Sinn, denn so kann man auf dem GamePad in Ruhe werkeln, während sich Schaulustige im Sofa zurücklehnen oder gar Verbesserungsvorschläge anmerken dürfen. Nett!

Intuitiver Editor

Super Mario Maker (3)Wer schon einmal mit Editoren wie einer der vielen Versionen des RPG Makers gearbeitet hat und sich damit nicht unbedingt zurechtfinden konnte, darf aufatmen. Der Super Mario Maker verlangt nicht, dass man sich in komplexes Wissen einarbeitet. Er lässt sich regelrecht intuitiv bedienen! Sowohl am oberen, als auch am unteren Bildschirmrand befinden sich selbsterklärende Anzeigen, über welche man Ebenen, Blöcke, Röhren und Gegner auswählt, die man mit dem Stylus dann platzieren darf. Zudem müssen wir das Level nicht abspeichern, um es auch ausprobieren zu können. Das funktioniert kinderleicht auf Knopfdruck, weshalb wir fließend zwischen Editor und Spiel wechseln können. Haben wir das Level, welches wir in den Stilen von Super Mario Bros., Super Mario Bros. 3, Super Mario World und New Super Mario Bros. U gestalten dürfen, einmal erfolgreich beendet, dürfen wir es ins Internet hochladen, wo es im Anschluss von tausenden anderen Spielern heruntergeladen werden kann. Entsprechend haben wir auch Zugriff auf tausende Levels, die von uns gespielt werden wollen. Publisher Nintendo bezeichnet dies als endloses Spielvergnügen und genau das wird es sicherlich auch sein. Am Ende hoffen wir aber, dass Super Mario Maker endlich eine sinnvolle Amiibo-Unterstützung bietet und man die Levels auch mit Freunden gemeinsam bestreiten kann. Notfalls per Update.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Vorführversion und gezeigtem Videomaterial): Nintendo gibt den Kunden mit Super Mario Maker ein sehr mächtiges Werkzeug in die Hand. In den letzten Jahren hat der japanische Konzern das Super-Mario-Franchise dermaßen ausgeschlachtet, dass Innovationen rar gesät waren. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Nintendo den Super Mario Maker entwickelt hat, um die vielen kreativen Ergebnisse zu sehen, die von den wahren Fans entworfen werden. Anhand dieser Ideen wird sich dann absehen können, welche Elemente Videospieler in Super-Mario-Titeln am ehesten mögen und auf welcher Basis die hauseigenen Entwickler noch weitere Ideen entwickeln dürfen. Wenn dem so ist, ist das ein feiner Deal, denn ganze Oberwelten oder gar komplette Spiele werden sich mit dem Super Mario Maker allen Anschein nach nicht entwickeln lassen, weshalb Nintendo sich sicher sein kann, dass auch weitere Spiele mit dem schnauzbärtigen Klempner gekauft werden.

Review: Nisekoi – Liebe, Lügen & Yakuza (Vol. 4)

Nisekoi - Liebe, Lügen & Yakuza (Vol. 4) (1)Nach fünfzehn Episoden voller Humor und Verwirrungen für die Protagonisten biegt Nisekoi – Liebe, Lügen & Yakuza mit der vierten und letzten Volume auf die Zielgerade ab. Obwohl sich die Geschichte von der Tragödie Romeo und Julia unterscheidet, ist die am Ende das Thema.

Nisekoi - Liebe, Lügen & Yakuza (Vol. 4) (2)Nach fünfzehn Episoden hat Nisekoi bei uns eine gewisse Erwartungshaltung aufgebaut. Der Anime folgt immerhin einem stringenten Handlungsfaden, der auf ein ganz bestimmtes Ziel hinausläuft. Zwei Menschen sollen sich ihre Liebe zueinander gestehen, doch bis dies passiert, ist es ein langer und steiniger Weg, zumal die Ausgangslage das Leben zweier Teenager völlig auf den Kopf stellt. Die Familien der beiden Protagonisten Ichijō Raku und Kirisaki Chitoge sind verfeindet und damit die Yakuza den Frieden aufrechterhalten, beschließen ihre Väter, dass die beiden fortan ein Liebespaar sind. Das Problem dabei ist, dass sich Chitoge und Raku eigentlich gar nicht ausstehen können. Raku ist nämlich in Onodera Kosaki verliebt, die ebenso für ihn schwärmt, aber zu schüchtern ist, sich ihm zu offenbaren – obwohl sie im Klaren darüber ist, dass die Beziehung zwischen Raku und Chitoge nur gespielt ist. Trotzdem ist sie von ihrem Ziel nicht abzubringen und lädt Raku zu Beginn der 16. Episode zu sich nach Hause ein. Unter dem Vorwand, dass er ihrer Mutter in deren Süßwarenladen aushelfen soll, willigt er selbstverständlich ein. Dabei vergessen die drei Charaktere, dass sich ein Taifun auf Japan zubewegt. Frau Onodera erkennt, dass es für Raku beim Taifun selbstverständlich viel zu gefährlich sei, um nach Hause zurückzukehren. Er soll bei Koseki übernachten.

Was sich liebt, das neckt sich

Nisekoi - Liebe, Lügen & Yakuza (Vol. 4) (3)Wie sich die beiden Verliebten dabei anstellen, wollen wir an dieser Stelle nicht vorwegnehmen. Eine Folge später entschließen sich die Freunde zu einem Strandausflug, den sie mit Faulenzen am Strand, Sandburgenbauen, Schwimmen, Grillen und Feuerwerk zwar zu einem besonderen Erlebnis machen, doch schon bald gibt es Ärger im Paradies, denn an einem Abend verkrachen sich Chitoge und Raku nach einem Gespräch am Strand so sehr, dass sie die ganzen Sommerferien über kein Wort mehr miteinander wechseln. Chitoge denkt, Raku würde sie hassen und Raku versteht absolut nicht, was in Chitoges Kopf vorgeht. Die beginnt nämlich langsam zu realisieren, welche Gefühle sie wirklich für Raku hat. Wie genau sich diese Gefühle im Anime zeigen, überlassen wir an dieser Stelle eurer Fantasie. Zu Beginn des neuen Schuljahres wird traditionell ein Sommerfest abgehalten, auf dem ein Theaterstück präsentiert werden soll. Diesmal soll es Rakus Klasse ausrichten und wie es der Zufall so will, werden er und Chitoge für die Hauptrollen vorgeschlagen. Bei dem Theaterstück handelt es sich im Übrigen um eine Umsetzung von Romeo und Julia. Dadurch, dass Chitoge immer noch sauer auf Raku ist, schlägt sie die Rolle allerdings aus und ermöglicht somit Koseki, in die Rolle der Julia zu schlüpfen, um ihrer großen Liebe so nah wie nur möglich zu kommen.

Romeo und Julia 2.0

Nisekoi - Liebe, Lügen & Yakuza (Vol. 4) (4)Die Theateraufführung auf dem Sommerfest ist auch der große Abschluss des Anime. Allerdings dürfte es klar sein, dass diese Version von Romeo und Julia sich ebenso von der Vorlage unterscheidet, wie der Anime von selbiger. Es verkörpern gleich mehrere Damen die Julia, die nicht auf ihren Schwarm verzichten wollen. Eine Kampfeinlage, bei der die Requisiten zu Bruch gehen, wird ebenfalls geboten. An der Stelle merkt man, dass der Humor nicht mehr in erster Linie gewollt ist, sondern außer Kontrolle gerät. Uns gefällt der Wandel zwar sehr gut, doch kommt er einige Episoden zu spät. Wir hoffen wirklich sehr, dass die erste Staffel in puncto Humor nur der Anfang war und man in der zweiten Staffel, die in Japan bis Mitte 2015 ausgestrahlt wurde, noch eine Schippe Witz drauflegt. Anhand dessen, dass der Manga noch bis heute nicht abgeschlossen ist und die zweite Staffel ebenfalls noch von Kazé Anime veröffentlicht wird, sollte man in Nisekoi nicht erwarten, eine allumfassende Lösung geboten zu bekommen. Die zwei elementaren Fragen werden in der ersten Staffel nämlich nicht beantwortet. Sie verlieren in den letzten Episoden sogar ein wenig an Stellenwert. Wem es also wichtig ist, Antworten auf seine Fragen zu erhalten, sollte vielleicht noch warten, ob sich dies mit der zweiten Staffel ändert. Handlung und Humor können bis hierhin dennoch überzeugen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nisekoi – Liebe, Lügen & Yakuza konnte mich nun zwanzig Episoden lang in seinen Bann ziehen. Der Anime hat eine sehr unterhaltsame Story, die zwar mit vielen Verwirrungen und Verwechslungen gespickt ist, aber gerade darin einen besonderen Reiz hat. Nach jeder Folge möchte ich wissen, wie die Geschichte um Raku, Chitoge und Koseki weitergeht. Langweilig wird das aufgrund ständig neuer Erkenntnisse absolut nicht. Ergänzt wird das mit einem typisch japanischen und sehr überzeichneten Humor, der auch in der deutschen Synchronisation fast nichts an seiner Faszination verloren hat. Hier gilt mein großes Lob den deutschen Synchronsprechern, die ihren Figuren glaubhaft Leben eingehaucht haben. Es sind greifbare Charaktere. Sicherlich ticken sie ein wenig als es lebendige Wesen tun würden. Das liegt aber vor allem daran, dass sehr viel Wert auf das Innenleben der Charaktere gelegt wird und somit Gedankengänge im Vordergrund stehen. Mich regt das dann auch immer auf, wenn zu viel nachgedacht, als überhaupt gehandelt wird. Ich hoffe sehr, dass sich das in der zweiten Staffel ein wenig ändern wird, denn lange kann die Story so (vortrefflich gut sie mir bisher für das Genre gefällt) nicht weitermachen. Kenner der Vorlage dürfen unbedenklich zugreifen, alle anderen sollten die Vor- und Nachteile abwägen.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Nisekoi – Liebe, Lügen & Yakuza!

Review: Ghost in the Shell – Stand Alone Complex (Staffel 2)

Ghost in the Shell - Stand Alone Complex 2nd GIG (1)Die erste Staffel von Ghost in the Shell – Stand Alone Complex besteht in erster Linie aus abgeschlossenen Folgen, die sich vor allem mit kurzen Kriminalgeschichten befassen und uns in die Welt des Animes einführen. In der zweiten Staffel steigen wir gleich in die Story ein.

Ghost in the Shell - Stand Alone Complex 2nd GIG (2)Während die erste Staffel im Jahr 2030 angesiedelt ist und mit Rückblicken auch das vorherige Jahrzehnt einfängt, beschäftigt sich die zweite Staffel mit den Jahren 2031 und 2032, die in einigen Episoden aber auch Handlungen aus den drei Jahrzehnten davor aufgreift. Die beiden Staffeln unterscheiden sich vor allem in der Erzählweise. In der ersten Staffel wurde zum Beispiel großen Wert darauf gelegt, die einzelnen Aspekte des Universums zu erläutern und diese innerhalb von kurzen Kriminalgeschichten zu erklären. Die zweite Staffel verzichtet in der Regel darauf, denn der Rahmen wurde mit den 26 vorherigen Episoden gelegt und möchte nun mit neuen Inhalten gefüllt werden. Der fortlaufende Handlungsstrang in den letzten Folgen der ersten Staffel hat gezeigt, dass diese Erzählweise funktioniert und so wird in Staffel 2 gleich ein neuer Handlungsstrang aufgebaut. Dieser dreht sich um die Unabhängigen Elf, die mit ihren Idealen als terroristische Gruppierung bezeichnet werden können. Diese wollen auf die frisch gewählte Premierministerin Kayabuki Yōko einen Mordanschlag verüben, welcher von Sektion 9 in letzter Sekunde abgewehrt werden kann. Damit die Premierministerin nicht ein weiteres Mal Ziel eines solchen Anschlags wird, werden neue Akteure ins Spiel gebracht. Darunter befindet sich auch der durchtriebene Gōda Kazundo, der Sektion 9 übergestellt ist.

Folgen des Krieges

Ghost in the Shell - Stand Alone Complex 2nd GIG (3)Major Kusanagi Motoko gefällt die undurchschaubare Intervention von Gōda genauso wenig wie ihrem Vorgesetzten Chief Aramaki Daisuke. Während Gōda vordergründig mit Sektion 9 zusammenarbeiten will, verfolgt er im Hintergrund seine ganz eigenen Pläne. Im Verlauf der Ermittlung erkennt Kusanagi, dass sie einem weiteren Stand Alone Complex auf der Spur ist. Um der Handlung in der zweiten Staffel folgen zu können, muss man die fiktive Geschichte verstehen können. In der Vorgeschichte der Serie gab es sowohl einen dritten, als auch einen vierten Weltkrieg. Diese spielten sich unter anderem auf den japanischen Inseln und in Indochina, sprich Teilen Südostasiens, ab. Die Kriege führten dazu, dass Flüchtlinge in die umliegenden Länder geströmt sind. Als das nördlich gelegene China die Grenzen für Flüchtlinge geschlossen hat, flohen die Flüchtlinge auch nach Japan. Da Großstädte wie Tōkyō nicht mehr aufgebaut worden und stattdessen Mega-Metropolen wie Niihama entstanden sind, entschloss sich die Regierung dazu, eben dort Camps für Flüchtlinge zu errichten. Auf der Insel Dejima sind ebenfalls Flüchtlinge zu finden, aus denen der Terrorist Kuze Hideo hervorgeht und gemeinsam mit den Unabhängigen Elf einen souveränen Staat gründen will, da die Flüchtlinge wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Leider nimmt der Terrorismus überhand.

Parallelen zur Realität

Ghost in the Shell - Stand Alone Complex 2nd GIG (4)Ob und wie Kusanagi und ihr Team die Bedrohung, bei der sogar von Plutonium die Rede ist, abwenden können, verraten wir euch an dieser Stelle nicht. Dadurch, dass alle Episoden nun enger zusammenhängen, wird fast bis zur letzten Minute Spannung aufgebaut. Durch manche Rückblenden und durch die tiefere Einwebung von Nebencharakteren, kommen auch Figuren abseits von Kusanagi, Togusa und Batō zur Geltung. So hat auch der Charakter Ishikawa für den Ausgang der Handlung eine elementare Bedeutung. Wenn man die Anime-Serie aus dem Jahr 2015 betrachtet, so fallen einem zunächst die Parallelen zur europäischen Flüchtlingsproblematik auf. Geht man allerdings zeitlich in der Vergangenheit Japans zurück, so sind die Parallelen noch deutlicher. Beispielsweise wird in der Serie über den umstrittenen Artikel 9 der japanischen Verfassung gesprochen, der besagt, dass Japan darauf verzichtet, die Selbstverteidigungskräfte außerhalb der Landesgrenzen einzusetzen. Außerdem verläuft der Dialog zwischen Japan und den Vereinigten Staaten in Ghost in the Shell sehr schleppend, weshalb der Vertrag über gegenseitige Kooperation und Sicherheit zwischen Japan und den Vereinigten Staaten von 1960 ebenso Thema des Animes wird. Dieses Wissen wird für das Verständnis nicht vorausgesetzt, doch bereichert es die Atmosphäre in der zweiten Staffel enorm.

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nachdem sich die erste Staffel sehr viel Zeit genommen hat, um mich in die Welt von Ghost in the Shell einzuführen und die einzelnen Elemente zu erläutern, gelingt es der zweiten Staffel von vornherein einen durchgehenden und fortlaufenden Handlungsstrang aufzubauen. Trotzdem werden nebenher noch ein paar kleine Details erläutert und auf die sowohl fiktive, als auch realitätsmögliche Politik Japans seriös eingegangen. Der Stil von Ghost in the Shell – Stand Alone Complex geht auch in der zweiten Staffel nicht verloren, denn die bereits bekannten Charaktere agieren gewohnt und führen ihr Leben wie bisher fort. Die Grundlage, die Shirō Masamune 1989 mit dem Manga gelegt hat, funktioniert im Anime aus dem Jahr 2004 auch heute noch. Es wird eine fiktive und beklemmende Welt gezeigt, die aber mit realen Problemen zu kämpfen hat, die im Verlauf der Story ausführlich behandelt werden. Wer die erste Staffel bereits mochte und kein Problem damit hat, dass die Details in den Hintergrund rücken und so mehr Platz für eine durchgehende Handlung lassen, kommt um die zweite Staffel nicht herum. Sie ist wirklich empfehlenswert!

Vielen Dank an Nipponart für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Ghost in the Shell – Stand Alone Complex: 2nd GIG!

© 2002-2005 Shirow Masamune-Production I.G/KODANSHA (Abbildungen)

Review: The Garden of Sinners: Film 1-2

The Garden of Sinners Film 1-2 (1)Bereits 2011 erschien der Anime The Garden of Sinners hierzulande auf DVD. 2012 folgten dann auch die Blu-rays, doch zum Leid der Fans blieb es bei einer Gesamtausgabe in Form der Premium Box, in der die ersten sieben Filme mitsamt den Soundtracks enthalten waren.

The Garden of Sinners Film 1-2 (2)Mittlerweile sind zweieinhalb Jahre vergangen und endlich zeigt Kazé Anime Erbarmen mit den Fans, denn in insgesamt drei Volumes soll einer der besten Anime aller Zeiten endlich veröffentlicht werden. Ein Vorteil der vorliegenden Veröffentlichung ist zudem, dass die sieben in Deutschland erhältlichen Filme nicht einzeln, sondern zweimal im Doppelpack und einmal in einer dreifachen Filmausführung erscheinen. So müssen Nichtkenner nicht sehr lange auf die Fortsetzung der Reihe warten, da der Anime zu Beginn ohnehin nicht sonderlich zugänglich erscheint. So fällt es uns 2011 wie heute schwierig, die Handlung von The Garden of Sinners zu umschreiben, da die Filme in einer unchronologischen Reihenfolge spielen. Ein Makel, das wiederum für die Serie spricht. In Film 1: Thanatos erfahren wir nur wenig über die Protagonistin Ryōgi Shiki. Sie tritt als eine Art Medium auf, welche mit Geistern kommunizieren kann, diese aber wie eine Dämonentöterin jagt. Gemeinsam mit ihren Freunden Kokutō Mikiya und Aozaki Tōko untersucht sie die mysteriösen Mordfälle in der Fuji-Siedlung. In den Achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts erbaut, sollen die dortigen Gebäude seit Kurzem abgerissen werden. Gewöhnliche Mädchen, die keinerlei Gemeinsamkeiten oder Kontakt zueinander haben, springen hier Tag für den Tag von den Dächern der Gebäude in den Tod.

Dunkle Geheimnisse

The Garden of Sinners Film 1-2 (3)Für Shiki steht schnell fest, dass es sich dabei um keine selbstgewollten Suizide handeln kann und beginnt mit der Aufklärung. Wer jetzt nicht mehr gespoilert werden will, da wir jetzt auf den zweiten Film eingehen wollen, darf diesen Absatz in unserem Review getrost überspringen. Die Handlung von Film 2: Mordverdacht (Teil 1) spielt drei Jahre vor den Geschehnissen des ersten Films. Somit wird die Story aus dem Jahr 1998 ins Jahr 1995 verlegt. Hier erfahren wir, wie der noch junge Kokutō Mikiya die ebenfalls noch junge Ryōgi Shiki zunächst während einer Schneeschauer auf der Straße trifft und später auf der Oberschule kennenlernt. Obwohl die Freundschaft noch auf wackeligen Beinen steht, fangen die beiden an sich in gewisser Weise zu mögen, doch die Freundschaft wird alsbald durch eine Mordserie getrübt. Auf offener Straße werden fünf Menschen grausam getötet. Mikiyas Cousin arbeitet bei der örtlichen Polizei und soll die Morde aufklären. Von ihm erfährt er, dass wohl ein Schüler hinter der mysteriösen Mordserie steckt, da an einem Tatort das Emblem seiner Schule gefunden wurde. Außerdem soll sich der Täter am Ellbogen verletzt haben, was leider auch auf seine Freundin Shiki zutrifft. In Mikiya beginnen zugleich Zweifel und Optimismus zu wachsen. Je besser er Shiki kennenlernt, desto mehr erfährt er über ihr dunkles Geheimnis. Spannend!

Auftakt eines Meisterwerks

The Garden of Sinners Film 1-2 (4)Die ersten beiden The-Garden-of-Sinners-Filme sind kurz und geizen anfangs mit Informationen. Stellenweise fühlen sich die Filme dadurch in die Länge gezogen an, doch sollte jedem Zuschauer mit den späteren Filmen klar werden, warum die Story genau so erzählt wird. Als zeitgemäßer Anime sind die Filme im 16:9-Format aufgebaut und liegen in der Blu-ray-Fassung in HD vor. Allerdings befinden sich beide Filme auf demselben Niveau wie die letzte Blu-ray-Veröffentlichung, die wir vor zwei Jahren bereits kritisiert haben. Schlecht sehen die ersten beiden Filme dadurch immer noch nicht aus, denn die hypnotisierenden Lichteffekte, die Liebe zum Detail und die Charakteranimationen sind noch immer so schön anzusehen wie bereits Jahre zuvor. Schön gezeichnete Orte, wie der Bambuswald oder das Anwesen der Ryōgi werden mit den passenden Klängen unterlegt, was der Atmosphäre sehr zu Gute kommt. Sowohl die japanische, als auch die deutsche Synchronisation sind gelungen, da man sich auf bekannte Sprecher verlassen hat. So gibt es unter anderem ein Wiederhören mit der deutschen Sprecherin von Uma Thurman. Wer sich auf die japanische Synchronisation freut, muss jedoch mit deutschen Untertiteln leben. Diese lassen sich abermals nicht abschalten.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nun sehe ich The Garden of Sinners mittlerweile zum dritten Mal und noch immer hat der Anime nichts an seiner Faszination verloren. Die Zeichnungen sind wundervoll animiert und mit paralysierenden Klängen unterlegt. Schade ist nur, dass die HD-Fassung der ersten beiden Filme in puncto Bildqualität nur auf höherem DVD-Niveau liegt. Das war zwar bereits bei der Premium Box so, doch glaube ich nicht, dass man im Land der aufgehenden Sonne die Bildqualität dieses Meisterwerks in den Anfängen nicht anpassen will. Die Hoffnung auf eine anständige Umsetzung des Bildmaterials rückt mit dieser Veröffentlichung in weite Ferne. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt jedoch einen Anime zu spüren, der wirklich faszinieren kann. Die Handlung ist zwar schwer durchschaubar, doch setzen sich die Elemente aufgrund der unchronologischen Erzählung mit der Zeit vortrefflich zusammen und ergeben ein wirklich rundes Gesamtbild, das mich auch aufgrund des Soundtracks immer und immer wieder angucken will. The Garden of Sinners hat direkt einen Platz in meiner Liste der besten Anime aller Zeiten gefunden. Wer sich auf das Mystery-Genre und viele japanische Elemente einlässt, wird mit The Garden of Sinners wirklich seine wahre Freude finden. Ich kann die ersten beiden Filme als Einstieg nur empfehlen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Garden of Sinners: Film 1 – 2!

Review: Splatoon

Splatoon (1)Auf der Electronic Entertainment Expo 2014 hat Nintendo im Rahmen des Digital Events das Wii-U-Spiel Splatoon angekündigt. Das frische Franchise hat sich binnen der ersten Wochen mehr als eine Million mal verkauft. In unserem Review hinterfragen wir jedoch den Erfolg.

Splatoon (2)Obwohl Splatoon vor allem auf dem Online-Modus aufbaut, wollen wir zunächst einmal auf die (fast versteckte) Einzelspielerkampagne des Titels eingehen. Wenn wir uns auf der Plaza, dem Ausgangspunkt des Spiels, einmal genauer umsehen, entdecken wir den aus einem Gulli schauenden Kapitän Kuttelfisch. Folgen wir ihm, landen wir in einer Welt unter der Metropole, die ein wenig an Japans Hauptstadt Tōkyō erinnert. In dieser Welt schweben Plattformen umher und überall haben sich die gemeinen Oktarianer verschanzt, die es zu besiegen gilt. Die Oktarianer haben nämlich den großen Elektrowels vom Turm in der Stadt geklaut, sodass der Metropole langsam die Energie ausgeht, da der Elektrowels sie mit Strom versorgt. Wann wir die Kampagne jedoch angehen, ist vollkommen uns überlassen. Es gibt leider keinerlei negative Auswirkungen, wenn wir den Elektrowels gar nicht retten wollen. An dieser Stelle hätte Splatoon ruhig etwas großzügiger mit Belohnungen sein können. Trotzdem macht die Suche nach den vielen kleinen und dem einen großen Elektrowels jede Menge Laune. Wenn wir eine der Oktarianer-Luken aufgespürt haben, bespritzen wir sie mit Farbe, um das Level betreten zu können. Die verschiedenen Levels erinnern stark an die klassischen Spielabschnitte aus dem Gamecube-Klassiker Super Mario Sunshine, in denen viel Geschicklichkeit gefordert ist.

Humanoide Tintenfische

Splatoon (3)In Splatoon dreht sich jedoch bei Weitem nicht alles nur um Geschicklichkeit. Im Vordergrund steht Farbe, die Dreh- und Angelpunkt des Spiels ist. Damit können wir nicht nur Kisten zerstören und Gegner abschießen, sondern auch Teile der Spielwelt verändern. So können wir Ballons damit vollpumpen, welcher daraufhin platzt und den Radius um ihn herum in Farbe tränkt. Außerdem können wir kleine Schwämme mit Farbe volltanken, die daraufhin eine wesentlich größere Form annehmen. Wir können aber auch selbst den Boden und die Wände mit Farbe bespritzen, damit wir diese Oberflächen als taktische Elemente nutzen können. Unser Charakter ist nämlich ein so genannter Inkling, ein weiblicher oder männlicher humanoider Tintenfisch, der sich flugs in seine Tintenfischform verwandeln und so in der Farbe tauchen kann. Auf diesem Wege sind wir viel flotter, können zeitlich richtig abgestimmt große Sprünge vollführen und auf anderen Plattformen landen. Aufpassen sollten wir nur auf andere Farben, denn wenn wir damit in Berührung kommen, werden wir erst verlangsamt und können von den Oktarianern anschließend schnell ausgeschaltet werden. Zusätzlich warten in der Einzelspielerkampagne noch ein paar Bossgegner auf uns, die nur mit einer bestimmten Taktik besiegt werden können. Vor allem der herausfordernde Endboss hat es uns hier angetan.

Taktische Elemente

Splatoon (4)Jetzt müsst ihr euch diese taktischen Elemente des Spiels in Kombination mit dem Mehrspielermodus vorstellen. Hier treten zwei Teams, bestehend aus jeweils vier Inklingen, gegeneinander an. Ziel des Spiels ist es jedoch nicht, so viel Abschüsse wie möglich zu machen, sondern möglichst viele Quadratmeter des Schlachtfelds in der Team-Farbe einzufärben. Ist ein großer Bereich eingefärbt, heißt das aber noch lange nicht, dass einem der Sieg sicher ist. Der Gegner kann diesen Bereich nachträglich mit seiner Farbe übersprühen und so das Gleichgewicht wiederherstellen oder gar einen Vorteil für sich gewinnen. Es ist jedoch nicht zwangsweise jeder Spieler mit einer Pistole ausgerüstet. Je öfter man online gegen andere Teams antritt, desto mehr Punkte und Geld sammelt man. Mit Punkten steigen wir Stufen auf und schalten in den Läden neue Waffen und Ausrüstungsgegenstände frei. Unter den Waffen befinden sich zum einen die bereits erwähnten und zudem stark schadenverursachenden Pistolen und zum anderen Flinten mit höherer Reichweite, Scharfschützengewehre und Farbroller. Die Waffen bieten unterschiedliche Möglichkeiten, das Schlachtfeld in Farbe einzutunken. So ist es mit dem Farbroller wesentlich schneller möglich, einen Großteil der Böden des Schlachtfelds einzufärben, doch ist es so nicht möglich, Wände einzufärben, um sie taktisch zu nutzen.

Keine Renaissance

Splatoon (5)Das klingt nach dem Heiligen Gral, der eine Renaissance im allgemeinen Shooter-Genre einleiten könnte, welches seit Jahren quasi auf der Stelle tritt. Splatoon ist das aber bei Weitem nicht. Die grundlegenden Elemente des Spiels sind Nintendo wirklich gelungen, doch hapert es am Ende wieder einmal an der Umsetzung des Spiels. Zwar betritt Nintendo hier vermutlich internes Neuland, doch muss der Konzern lernen, allgemeine Standards zu akzeptieren, bevor man inkrementelle Innovationen anstrebt. Das liegt vor allem am grauenvollen Matchmaking-System des Spiels. Man wird von Anfang an direkt wahllos mit Spielern zusammengewürfelt, die bereits seit dutzenden Stunden Splatoon spielen. Sind gleich alle im Team neue oder noch unerfahrene Spieler, kommt es sehr häufig vor, dass diese vom Gegner sehr schnell und mit Leichtigkeit besiegt werden. Erst ab der zehnten Stufe wird der Revierkampf freigeschaltet, der das grundlegende Spielkonzept ein wenig aushebelt. Hier sollte zwar weiterhin die Umgebung eingefärbt werden, doch geht es in erster Linie darum, einen fahrbaren Turm zu kapern und in die gegnerische Basis damit einzudringen. Gelingt dies, erhält das feindliche Team keinerlei Punkte. Im Standardkampf ist es so, dass man für seine eigenen Bemühungen genau belohnt wird. Beide Bewertungssysteme sind nicht optimal und verbesserungswürdig.

Mangelhafter Online-Modus

Splatoon (6)Es darf zudem nicht unerwähnt bleiben, dass man die Waffe während einer laufenden Partie nicht wechseln kann. Somit ist es nicht möglich, dass wir uns auf eine veränderte Situation in keiner Weise einstellen können. Überlaufen uns beispielsweise die Gegner mit Farbrollern, während wir uns nur mit einem Scharfschützengewehr verteidigen können, haben wir absolut keine Chance, die Partie irgendwie zu gewinnen. Wenn wir mit denselben Mitspielern weiter Seite an Seite kämpfen wollen, müssen wir selbst nach der Partie unsere Waffe behalten. Hier hilft es nur, den Kampf nach der Partie abzubrechen und eine neue Waffe zu wählen, die dann in einem der beiden möglichen Schlachtfelder vielleicht sogar sehr suboptimal ausfällt. Nintendo hat auch an dieser Stelle geschlampt. So wählt der Konzern anscheinend tagesaktuell zwei Arenen pro Modus aus, die bestritten werden können. Warum man den Spielern selbst nicht die Wahl lässt, ist uns zweifelhaft. Bei Mario Kart 8 funktioniert das schließlich auch. Immerhin lassen sich alle Waffen und gar die Schlachtfelder abseits des eigentlichen Geschehens nach Lust und Laune testen, doch sind diese Tests oft nutzlos, da optional keine computergesteuerten Figuren ins Geschehen eingreifen, obwohl diese in der Einzelspielerkampagne auftreten. Splatoon bleibt eine gute Idee, die leider nicht sehr gut umgesetzt wurde.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Ich habe mich wirklich sehr auf Splatoon gefreut. Bereits im letzten Jahr konnte ich es auf der Gamescom 2014 anspielen. Die ersten Eindrücke waren durchweg positiv, doch habe ich in den letzten Monaten selbstverständlich erwartet, dass Nintendo noch wesentlich am Spiel schrauben wird. Das war anscheinend leider nicht der Fall. Mir gefällt zwar vor allem die Einzelspielerkampagne, doch fällt diese mit circa fünf bis sechs Stunden Spielzeit sehr kurz aus – trotz der vielen tollen Ideen, die wunderbar als Tutorial für den langwierigen Online-Modus dienen. Diese kurze Spielzeit ist zwar einer der negativen Standards des Genres, doch dem japanischen Unternehmen habe ich hier wesentlich mehr zugetraut. Dafür habe ich gehofft, dass mich Splatoon langfristig an die Wii U fesseln wird, da das Augenmerk vor allem auf dem Online-Modus liegt. Hier ist es zunächst ärgerlich, dass genau acht Mitspieler vorhanden sein müssen. Kleinere Teams sind nicht gestattet und computergesteuerte Mitspieler kommen ebenfalls nicht zum Zug. Der Online-Modus macht zudem auch nur bedingt Spaß, sofern es mal dazu kommt, dass die Teams ausgeglichen sind. Mich ärgert das schlechte Matchmaking sehr, welches noch dazu unterstützt wird, dass man sich mit seinen Mitspielern überhaupt nicht vernünftig absprechen kann. Das funktioniert höchstens, wenn ich mit Freunden spiele und auch nur, wenn ich eine weitere Peripherie mit Skype und Co benutze. Ebenso ärgert es mich, dass ich nicht während einer laufenden Partie (in geregelten Abständen wohlgemerkt) meine Waffe wechseln darf. So kann man sich unmöglich auf veränderte Begebenheiten einstellen. Neben dem Standard- und dem Rangkampf gibt es zudem keine weiteren Spielmodi. Nintendo war so motiviert, ein neues Franchise zu schaffen, dass wichtige Spiel-Elemente nicht beachtet worden sind. Zwar verspricht Nintendo sich in den nächsten Monaten um das Spiel zu kümmern und neue Inhalte regelmäßig nachzuliefern, doch zum jetzigen Zeitpunkt kann man Splatoon noch im Regal stehen lassen.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Splatoon!

Review: Selector Infected Wixoss (Vol. 1)

Selector Infected Wixoss (Vol. 1) (1)Anime, die auf Kartenspielen basieren oder diese thematisieren, sind schon ein alter Hut. Anders wie Yū-Gi-Ō nutzt Selector Infected Wixoss das Kartenspiel allerdings, um das Leben diverser Mädchen vorzustellen, die allesamt mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben.

Selector Infected Wixoss (Vol. 1) (2)Kominato Rūko ist ein Mädchen wie jedes andere. Das einzige, was sie von ihren Klassenkameradinnen unterscheidest, ist, dass sie keine Freunde hat. Sie geht mit diesem Sachverhalt sehr gut um und das weiß auch ihr Bruder Ayumu nur zu gut. Er hat für ihr Verhalten vollstes Verständnis. Die beiden leben jedoch bei ihrer Großmutter, die sich Sorgen um Rūko macht. Damit ihr Gemüt besänftigt wird, entscheidet sich Ayumu dazu, seiner kleinen Schwester ein besonderes Geschenk zu machen. Er schenkt ihr ein Starterdeck des titelgebenden Sammelkartenspiels Wixoss. Dieses ist bei beiden Geschlechtern sehr beliebt und Rūko erinnert sich sofort daran, dass ein paar Mädchen aus ihrer Klasse ebenfalls regelmäßig Wixoss spielen. Als sich Rūko ihr erstes Deck am Abend vor dem Schlafengehen anschaut, bemerkt sie jedoch eine ganz besondere Karte. Diese beginnt tatsächlich mit ihr zu sprechen, doch anscheinend ist es nur wenigen Menschen möglich, mit den Motiven auf solchen Karten zu kommunizieren. Ihre Großmutter vernimmt keine Stimme, die von der Karte ausgeht. Anders sieht es da schon mit Kurebayashi Yuzuki aus, welche am nächsten Tag in der Mensa auf Rūko aufmerksam wird. Es stellt sich im Gespräch zwischen den beiden heraus, dass man solch eine Karte als LRIG bezeichnet und der Besitzer nichts weiter als ein Selector, also ein Ausgewählter, ist.

Angst vor der Niederlage

Selector Infected Wixoss (Vol. 1) (3)Obwohl das Sammelkartenspiel von beiderlei Geschlechtern gespielt wird, werden im Anime bisher ausschließlich weibliche Spielerinnen charakterisiert. Jedes Mädchen kämpft mit einem anderen LRIG, um sich irgendwann einen geheimen Wunsch erfüllen zu können. Dieser Wunsch geht in Erfüllung, wenn man genügend Kämpfe gewonnen hat und ganz bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Welche das sind, verrät man in den ersten sechs Episoden nicht. Es wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man maximal zwei Kämpfe mit seinem LRIG verlieren darf. Verliert man den dritten Kampf, so verschwindet der LRIG und auch der Wunsch des Selectors wird nicht in Erfüllung gehen. Es kommt sogar noch schlimmer für den entsprechenden Kampfteilnehmer, doch aus Spoiler-Gründen wollen wir an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen. Wer darauf hofft, wie in bekannten Anime wie im eingangs erwähnten Yū-Gi-Ō ein komplexes Regelwerk beigebracht zu bekommen, irrt sich gewaltig. Die Regeln bleiben gewollt im Hintergrund. In den ersten sechs Episoden wird kaum ein Wort über sie verloren und die Kämpfe sind nur Mittel zum Zweck, damit die Persönlichkeiten der Charaktere an Bedeutung gewinnen. So erfahren wir in jeder Minute, wie es um die Verfassung der Teilnehmerinnen steht, welche Wünsche sie haben und wie sie mit dem Konflikt umgehen.

Psychische Belastung

Selector Infected Wixoss (Vol. 1) (4)Die Angst vor dem Versagen und was dann passiert, wird gleich zu Beginn der Serie mit einer tollen Videospielmetapher unterlegt. In Rūkos Nachbarschaft in der japanischen Metropole Tōkyō wird gerade ein neuer Wolkenkratzer errichtet, der senkrecht in die Höhe schießt. Im selben Moment sitzt Ayumu im Wohnzimmer und spielt auf seinem Handheld kein geringeres Puzzle-Spiel als Tetris, wo der lange Stein gerade vier Reihen auflöst. Eine geniale Idee, die im Anime immer und immer wieder in Form von Versagensängsten dargestellt wird. Während Rūko sich erst noch auf einen persönlichen Wunsch einstimmen muss und somit noch nicht unter Druck steht, ist es für ihre neuen Freundinnen und Feindinnen Yuzuki, Uemura Hitoe, Aoi Akira und Urazoe Iona eine ungeheure psychische Belastung. Das artet zuweilen auch in mehr oder minder leichten Zickenkriegen aus, die besonders männlichen Zuschauern auf die Nerven gehen können. Trotzdem macht der Anime in anderen Belangen vieles richtig. Er setzt sich vom Kartenspiel gewollt ab und betont viel lieber das Innenleben der Charaktere und wie sie nach außen damit umgehen. Dadurch, dass die Serie im (späten) Herbst spielt und somit Laub auf den Straßen liegt, diffuses Licht exzellent eingesetzt wird und die Stimmung allgemein düsterer wirkt, kann Selector Infected Wixoss in dieser Kategorie hervorragend punkten.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Gerne und offen gebe ich zu, dass ich mit einer völlig falschen Erwartung an den Anime herangegangen bin. Ich habe Selector Infected Wixoss sofort als Yū-Gi-Ō-Alternative für das weibliche Publikum eingestuft. Damit liege ich, wie ich nach dem Ansehen der ersten sechs Episoden zugeben muss, weit daneben. Wixoss, das Sammelkartenspiel, wird nur als Mittel zum Zweck eingesetzt. Der Anime baut zwar auf dem Kartenspiel auf, dreht sich allerdings nicht nur um dieses. Vor allem möcht der Anime mich in das Innenleben der Charaktere einführen und mir vor Augen halten, welcher Druck auf den Figuren lastet und wie sie schließlich damit umgehen. Das geht sogar soweit, dass ich den Anime als leichte Kritik der japanischen Gesellschaft ansehe. Da passen auch hervorragend die jungen Mädchen ins Konzept, denn schließlich müssen japanische Schulkinder unglaublich viele Informationen auswendig lernen und spätestens bei der Aufnahmeprüfung an einer Universität wiedergeben können. Sie stehen unter einem hohen Leistungsdruck und genau das wird von den Selectors im Anime ebenfalls erwartet, da die Konsequenzen mitunter furchtbar sein können. Ich bin sehr gespannt darauf, wie man die Serie in der zweiten Volume fortsetzen möchte und welche kritischen Akzente man noch setzen kann.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Selector Infected Wixoss (Vol. 1)!

Review: Akuma no Riddle (Vol. 1)

Akuma no Riddle (1)Seit dem Jahr 2012 erscheint in Japan die bisher dreibändige Manga-Reihe Akuma no Ridoru, doch noch bevor die Serie in Buchform auf den Markt geworfen wurde, haben sich die Verantwortlichen auf eine Anime-Umsetzung geeinigt, die 2014 endlich umgesetzt worden ist.

Akuma no Riddle (2)Relativ schnell wurde der Anime in Deutschland von Kazé Anime lizenziert und die Episoden auf vier Blu-ray-Ausgaben verteilt. Akuma no Riddle erzählt die Geschichte der jungen Schülerin Ichinose Haru, die in die zehnte Klasse der privaten Myōjō-Mädchenoberschule geht. In dieser Schule trifft sich nur die Elite, da sie vor allem von Politikern finanziert wird. Bis zum Ende des Schuljahres möchte Haru ihren Abschluss machen und sich dabei von nichts aufhalten lassen. Zunächst einmal scheint dies auch kein allzu großes Problem zu sein, denn nach außen hin wirkt Haru wie ein ganz normales Mädchen wie jedes andere und geht zudem auch noch gerne zur Schule. Das eigentliche Hindernis stellen ihre Mitschülerinnen dar, denn diese müssen zwar ebenfalls die Schulbank drücken, bergen jedoch alle ein und dasselbe Geheimnis. Sie sind allesamt angehende Auftragsmörderinnen und erhalten von einer mysteriösen Quelle die Aufgabe, ihre Mitschülerin Haru aus dem Weg zu räumen. Das klingt nicht nur im ersten Moment nach einer sehr hanebüchenen Storyline, doch entpuppt sie sich als Aufhänger für mehrere clevere Ideen, die den Anime durchweg frisch halten. Es gibt nämlich Regeln, an die sich Harus zwölf Gegenspielerinnen halten müssen. Der Mord muss unabhängig voneinander, ohne Hilfe von außen und innerhalb von 48 Stunden erfolgreich durchgeführt werden.

Aus Feind wird Freund

Akuma no Riddle (3)Wer die zwei vollen Tage nach Auftragsannahme nicht nutzt oder den Mord nicht ausführen kann, wird disqualifiziert und muss die private Myōjō-Mädchenoberschule auf der Stelle verlassen. So und nicht anders relativieren sich unsere Befürchtungen, dass bei jedem einzelnen Moment nur gemordet wird, schnell. Die vier Episoden der ersten Volume beschäftigen sich dann mit den ersten Versuchen, Mitschülerin Haru aus dem Weg zu räumen. Diese ist jedoch wesentlich widerstandsfähiger, als ihre Mörderinnen und wir als Zuschauer vermuten. Schnell finden wir auch den Grund heraus, über den wir an dieser Stelle natürlich nichts verraten werden. Wir möchten nur anmerken, dass sich dieser Grund zumindest im bisherigen Erklärungsansatz als genauso ein Quatsch herausstellt, wie die grundlegende Handlung bisher erscheint. Auf Basis der ersten vier Episoden dürfen wir uns hier aber noch kein finales Urteil erlauben – schließlich kann sich das noch alles ändern. Die Serie dreht sich außerdem nicht nur um die eher hilflose Haru, die trotzdem mit allen Wassern gewaschen scheint, sondern auch um ihre anfängliche Feindin Azuma Tokaku. Hat sie zu Beginn der Serie noch Interesse daran, Haru zu töten, gibt sie diesen Plan auf, um sie schließlich zu beschützen. Damit verzichtet sie übrigens auf die Erfüllung eines persönlichen Wunsches, welche die Mordbelohnung darstellt.

Persönliche Motive

Akuma no Riddle (4)Mit diesem Ziel im Hinterkopf hat wirklich jede Attentäterin einen Grund, Haru umzubringen. Das ergibt im Kontext des Anime Sinn, der so bei jedem einzelnen Charakter auf ein persönliches Ziel hinarbeiten kann. Da ist es egal, ob wir die persönlichen Wünsche der Figuren erfahren oder nicht. Die Spannung bleibt somit bis auf wenige Ausnahmen immer am Limit und sorgt dafür, dass wir gleich eine Episode nach der anderen anschauen möchten. Die Mädchen lassen sich schließlich immer wieder neue Möglichkeiten einfallen, Haru und Tokaku aus dem Weg zu räumen. Wir sind schon sehr gespannt darauf, ob und wie sich die Reihen weiter lichten werden und wie ihr Klassenlehrer Herr Kaiba mit der schrumpfenden Klasse umgeht. Der Humor bleibt in der Serie auf einem humanen Niveau, wird zuweilen aber recht zynisch, um die dunkle Grundstimmung zu untermauern. Wer Hintergründe über Tokaku und Haru in Erfahrung bringen möchte, darf ins beiliegende Booklet schauen. Hier geben unter anderem die japanischen Synchronsprecherinnen Einblick in ihre Arbeit. Des Weiteren werden hier die ersten Attentäterinnen gut vorgestellt und die einführenden Episoden zusammengefasst. So oder so kann die Eröffnung des dreizehnteiligen Anime begeistern. Es bleibt zu hoffen, dass Regisseur Kusakawa Keizō auf Filler-Episoden verzichtet und die Story gradlinig ausarbeitet.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Als ich die Handlung des Anime das erste Mal gelesen habe, musste ich ein wenig schmunzeln. Ich kann mir nicht vorstellen, wie selbst ein japanischer Autor diese Geschichte glaubhaft umsetzen kann. Nachdem ich mir die ersten Episoden von Akuma no Riddle angesehen habe, bin ich noch fester der Überzeugung, dass in diesem Anime eine glaubhafte Inszenierung definitiv nicht möglich ist. Die Story mag zwar für reichlich Spannung sorgen, doch habe ich in den ersten vier Folgen immer im Hinterkopf, wie lächerlich die Ausgestaltung eigentlich ist. Wer sich mit diesem Fakt aber nach spätestens ein bis zwei Episoden anfreunden kann, wird mit Akuma no Riddle sicherlich sehr gut unterhalten werden. Schließlich denken sich die Mädchen immer wieder neue Ideen aus, wie sie Haru und Tokaku aus dem Weg räumen können. Ich habe jedenfalls kaum festgestellt, dass sich die sehr gut erzeugte Spannung verabschiedet oder dass ich gar vom Anime gelangweilt werde. Wenn es der Regisseur mit seinem Team schafft auf Filler-Episoden, die ich kommen spüre, zu verzichten, dann wird sich Akuma no Riddle zu einem unterhaltsamen Lückenfüller mausern.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Akuma no Riddle (Vol. 1)!

Review: Nisekoi – Liebe, Lügen & Yakuza (Vol. 3)

Nisekoi - Liebe, Lügen & Yakuza - Vol. 3 (1)Die Hälfte des Anime Nisekoi – Liebe, Lügen & Yakuza ist vorbei, womit sich die Serie mit der dritten Volume mit fünf Folgen langsam auf das Ende vorbereiten muss. Wir merken, wie die Konflikte zwar aufgelöst werden, doch weniger kompliziert wird das Drama dadurch nicht.

Nisekoi - Liebe, Lügen & Yakuza - Vol. 3 (2)Ichijō Raku, der Sohn eines Yakuza-Chefs, kann leider nicht das normale Leben eines Teenagers führen. Das liegt in erster Linie aber absolut nicht daran, dass Rakus Vater dem organisierten Verbrechen nachgeht, sondern an dessen friedensstiftendem Verhalten. Familie Ichijō ist nämlich nach wie vor mit den Kirisakis verfeindet. Aus keinem anderen Grund haben sich die beiden Oberhäupter dazu entschieden, dass die beiden Sprösslinge ein Liebespaar spielen sollen, um den Frieden zu wahren. Für die Yakuza geht der Plan auf; der Frieden ist gewährt. Das Leben von Raku wird dadurch aber weitgehend auf den Kopf gestellt. In der Öffentlichkeit müssen er und Chitoge ein Pärchen spielen, obwohl die beiden sich nicht ausstehen können. Noch dazu ist Raku eigentlich in seine Klassenkameradin Onodera Kosaki verliebt. Raku und Kosaki könnten leicht zusammen kommen, da die Gefühle auf Gegenseitigkeit beruhen, doch äußere Einflüsse eine Annäherung jedes einzelne Mal verhindern. Die Gelegenheit könnte zu Beginn der vorliegenden fünf Episoden nicht besser sein. Chitoges Leibwächterin Tsugumi Seishirō plant Chitoges Geburtstagsparty, für die Kosaki und Raku gemeinsam ein Geschenk aussuchen sollen. Beim anschließenden Spaziergang erfährt der leidende Raku von seiner großen Liebe endlich, dass sie womöglich das Mädchen von vor zehn Jahren ist.

Liebesfünfeck

Nisekoi - Liebe, Lügen & Yakuza - Vol. 3 (3)Diesem Mädchen hat Raku nämlich ein wichtiges Versprechen gegeben. Während er über ein Medaillon mit Schlüsselloch verfügt, besitzt das Mädchen den passenden Schlüssel. Blöd nur, dass Raku sich nicht genau an das Mädchen erinnern kann und sowohl Kosaki, als auch Chitoge solch einen Schlüssel besitzt. Die Situation wird immer komplizierter und gerade als eine der beiden sich endlich traut, den Schlüssel zu verwenden, bricht dieser natürlich ab, wodurch Rakus Medaillon fürs Erste unbrauchbar wird. Man könnte meinen, dass an dieser Stelle die Handlung gestreckt würde, doch anstatt in Filler-Episoden zu versinken, führt der Anime eine weitere Figur ein, die das Liebesviereck um Raku, Chitoge, Kosaki und Seishirō um eine weitere Komponente erweitert. Tachibana Marika wird als neue Schülerin in der Schule vorgestellt und wie es der Zufall so will, kommt heraus, dass sie mit Raku durch ein ganz besonderes Band verbunden ist. Welches das ist, wollen wir euch an dieser Stelle nicht verraten. Fakt ist aber, dass auch Marika über einen Schlüssel verfügt, der Rakus Medaillon öffnen kann. So verwirrt der Anime nicht nur Protagonisten Raku, sondern auch den Zuschauer. Das liegt aber auch daran, dass von außenstehenden Charakteren ein paar Hinweise eingeflochten werden, welche die Situation zum jeweiligen Gunsten eines der Mädchen entscheiden kann. Verrückt!

Dialektfrage

Nisekoi - Liebe, Lügen & Yakuza - Vol. 3 (4)An diesen Tatsachen lässt sich gut ablesen, dass auch die dritte Volume mit reichlich Humor besticht. Das ist nicht nur den mittlerweile vier Frauen geschuldet, die in irgendeiner Form Interesse an Raku haben, sondern auch den Situationen, welche durch Klassenkameraden erzeugt werden. In der letzten Volume gingen die Freunde beispielsweise auf Klassenfahrt; die Fotos von dieser Reise tauchen jetzt in der Schule zum freien Verkauf auf. Die Fotografien zeigen natürlich auch die Protagonisten in unterschiedlichen Positionen, die lieblich erscheinen oder ganz schön peinlich sein können. Dadurch, dass manche Fotos unfreiwillig eingesteckt werden, sorgt das ganz besonders beim großen Thema Liebe für genauso unfreiwillige und vor allem lustige Momente. Der japanische Humor kommt in der originalen Synchronisation natürlich am besten zur Geltung, doch auch die deutsche Sprachfassung kann uns in vielen Punkten überzeugen. Die Betonung verschiedener Sachverhalten gelingen den Synchronsprechern wirklich gut. Einzig und allein die Szenen, in denen Marika in einem recht deutlichen rheinischen Dialekt spricht, können den einen oder anderen Zuschauer stören. Da hätte man sich eventuell eine andere Lösung ausdenken können, doch wer wie wir aus der Gegend kommt, kann mit einem Augenzwinkern darüber hinwegsehen oder schaltet auf Japanisch um.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die dritte Volume des Anime Nisekoi – Liebe, Lügen & Yakuza führt die Handlung stringent und sinnvoll fort. In jeder Folge ist die grundlegende Thematik erkennbar, die von den vier Mädchen in Rakus Umfeld immer wieder in unser Geständnis gerufen wird. Dazu ist die Geschichte mit viel Humor gespickt, der gelegentlich aber sehr gewollt wirkt. Ein gutes Beispiel dafür ist die Verwendung eines rheinisch angehauchten Dialekts bei Marika, wenn diese sich über Raku aufregt. Das kann einen Zuschauer ebenso stören, wenn auf einmal Sächsisch oder Bayrisch gesprochen werden würde und ist bei einer Synchronisation nicht unbedingt die sinnvollste Variante. Persönlich gefällt mir der aufbrausende Ton in der originalen japanischen Synchronisation an diesen Stellen wesentlich besser. Nisekoi bietet zum Glück aber noch reichlich mehr Szenen, in denen die Handlung mich zur Verzweiflung treibt. Das meine ich im positiven Sinne, denn der Anime schafft es problemlos, mich mit offenen Fragen zurückzulassen, sodass ich eine Episode nach der anderen anschauen will. Ich bin gespannt, wie die letzte Volume damit umgehen wird.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Nisekoi – Liebe, Lügen & Yakuza (Vol. 3)!

Prime Time: Gamescom 2015 (Messerundgang)

Am heutigen Morgen hat die Gamescom 2015 ihre Pforten für die Fachbesucher und die Presse geöffnet. Wir waren selbstverständlich für euch dabei, haben einige Termine wahrgenommen und sind mehr als nur einmal über die Messe geschlendert. Unsere Füße können euch das ruhigen Gewissens bestätigen! Da die Karten für die Gamescom von Jahr zu Jahr schneller ausverkauft sind, haben wir uns in diesem Jahr dagegen entschieden, unsere tägliche Gamescom-Berichterstattung wie gewohnt durchzuführen. Stattdessen erhaltet ihr von uns die gewohnten Reviews zu Titeln, die uns ebenfalls bewegen. Dennoch haben wir für euch acht Videos aufgenommen, welche alle acht begehbaren Hallen für normale Besucher zeigen. Beachtet bitte, dass wir diese Bilder am frühen Mittwochmorgen eingefangen haben und einige Bereiche deswegen noch sehr leer wirkten. Das wird im Zeitraum von Donnerstag bis Freitag nicht so sein. Wir wünschen euch dennoch viel Spaß und gute Unterhaltung mit unserem Messerundgang und vielleicht sogar auf der Messe in Köln!

Review: Vergessene Welt (Band 1)

Vergessene Welt (1)1912 schrieb der Autor Sir Arthur Conan Doyle den Roman Die Vergessene Welt, der schon vielen Filmen und sogar einer Fernsehserie als Vorlage diente. Mehr als einhundert Jahre nach Veröffentlichung des Romans erfreut sich die Geschichte rund um Professor Challenger immer noch großer Beliebtheit. So ist es nicht verwunderlich, dass das Franchise mittlerweile auch in einen Comic transportiert worden ist. Die grundlegende Handlung hat sich nicht geändert. Der bereits erwähnte Professor Challenger gelangt in Südamerika an das Tagebuch eines Albino, in welchem er Aufzeichnungen über ein Plateau entdeckt, welches der sterbende Albino mit seinen letzten Worten als Vergessene Welt bezeichnet. Zwei Jahre später befindet sich Challenger wieder in London, der zusammen mit dem engstirnigen Professor Summerlee, dem Großwildjäger Lord John Roxton und dem Reporter Edward Malone auf eine Expedition gehen will, um die Existenz der vorzeitlichen Welt auf dem Plateau zu beweisen. Schon bevor sie ihr Ziel im Dschungel von Südamerika erreichen, müssen sie sich ihren eigenen Ängsten und Problemen stellen. So möchte Malone seiner Angebeteten Gladys seinen Mut beweisen und Lord Roxton sieht Europäer mittlerweile als verweichlicht an, sodass er sich von diesen distanziert und darauf hofft, in Südamerika schon bald auf Dinosaurierjagd zu gehen.

Beginn einer Reise

Der erste von insgesamt drei Comic-Bänden, die jeweils im Hardcover veröffentlicht werden, erzählt den Beginn der Reise der vier Hauptfiguren. Unterstützung erhalten sie zwar auch von Pablo, einem Freund von Challenger und einigen Indios, die ihnen auf dem Weg zum Plateau behilflich sind, doch werden sie nur am Rande charakterisiert. So bestätigt Pablo Challengers Geschichte und die Indios fliehen beim ersten Anblick eines dunklen Vorzeichens während eines starken Regens und lassen die Protagonisten alleine im Dschungel zurück. Der Comic, geschrieben von Christopher Bec und detailliert illustriert von Fabrizio Faina und Mauro Salvatori, erscheint uns so, als hätte er genau zum Erscheinen des Buches 1912 veröffentlicht worden sein können. Das weibliche Geschlecht spielt (fast) keine Bedeutung. Es wird eine von Männern dominierte Gesellschaft dargestellt. Zum Teil werden andere Ethnien wie die Indios als primitiv, abergläubisch und gar minderwertig dargestellt. Der Comic trifft absolut den Zeitgeist des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts. Wunderbar thematisiert der erste Band Aberglaube und Vernunft. Zwei wichtige Elemente, die durch eine fiktive Darstellung eines möglichen Plateau in Südamerika mit fantastischen Ideen ergänzt werden. Wir sind gespannt, in welche Abschnitte das Dreigespann die nächsten beiden Bände gliedern wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Die Geschichte um Professor Challenger und seiner Gefährten ist mir absolut nicht neu. Vor vielen Jahren habe ich den Roman von Sir Arthur Conan Doyle gelesen, mehrere Verfilmungen gesehen und die Fernsehserie regelrecht verschlungen (auch wenn diese sich mit mehr Themen als Dinosauriern beschäftigt hat). Der Comic orientiert sich vor allem am Roman aus dem Jahr 1912 und das merkt man ihm auch an jeder Ecke an. Frauen kommen gar nicht vor und andere Ethnien außer die eigene werden als minderwertig und primitiv dargestellt. Die Handlung von Vergessene Welt ist zwar nicht sonderlich lang, reicht aber vollkommen aus, um drei Comic-Bücher damit zu füllen. Der erste Band zeigt daher nur, wie die Protagonisten von London nach Südamerika aufbrechen und das Plateau besteigen. Mit der wunderbaren Entdeckung, die sie dort machen, schließt der Band hervorragend gut ab. Man hat richtig Lust, gleich die nächsten Seiten zu lesen und zu verschlingen. Mit diesem tollen Gefühl lehne ich mich nun zurück und freue mich auf den zweiten Band, welcher sich wohl mit dem wichtigsten Teil der Handlung beschäftigen wird.

Vielen Dank an den Splitter-Verlag für eine freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Vergessene Welt (Band 1)!

Gewinnspiel (2. bis 30. August 2015)

Gewinnspiel Das Leben des Budori Gusko - HomepageVor einer ganzen Weile haben wir euch auf Gameplay Gamers das tragisch-schöne Leben von Guskō Budori bereits im Rahmen eines Reviews vorgestellt. Wer immer noch mit dem Kauf des Films liebäugelt, hat jetzt bei uns sogar noch die Gelegenheit, den Anime zu gewinnen. In freundlicher Zusammenarbeit mit Anime House verlosen wir nämlich ein Exemplar von Das Leben des Budori Gusko auf DVD. Um an unserem Gewinnspiel teilnehmen zu können, habt ihr mehrere Möglichkeiten, die ihr gerne miteinander kombinieren dürft. Für jede Teilnahme erhaltet ihr eine bestimmte Anzahl Lose; je mehr Lose man besitzt, desto höher sind am Ende die Gewinnchancen. Wie folgt könnt ihr am Gewinnspiel teilnehmen:

1. Schreibt unter diesem Beitrag einen kurzen, aber aussagekräftigen Absatz, was im Leben von Guskō Budori auf jeden Fall passieren sollte. (5 Lose)

2. Kommentiert unser Review und schreibt einen kurzen, aber aussagekräftigen Absatz, was im Leben von Guskō Budori unter keinen Umständen passieren sollte. Markiert euren Kommentar mit „#budori“. (5 Lose)

3. Teilt das Bild zum Gewinnspiel auf unserer Facebook-Seite öffentlich mit euren Freunden. (3 Lose)

4. In separaten Kommentaren unter dem Gewinnspielbild auf Facebook dürft ihr Freunde markieren, um auf das Gewinnspiel hinzuweisen. Für jeden Freund, der unserer Seite ein „Gefällt mir“ spendiert und das in einer Antwort auf euren Kommentar bestätigt, erhalten beide zusätzliche Chancen. (je Freund 2 Lose)

5. Ihr abonniert hier unseren Newsletter. (1 Los)

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren Erstwohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Minderjährige Nutzer müssen vor der Teilnahme eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten einholen. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und Anime House sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen. Erfüllt kein Teilnehmer die Anforderungen, wird der Gewinn unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Der Gewinner der Verlosung wird schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels ab dem 31.08.2015 informiert. Er hat anschließend 72 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Andernfalls erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Gewinn. Aus Datenschutzgründen wird der Gewinner namentlich nicht auf Gameplay Gamers oder Facebook erwähnt. Er darf sich dort aber sehr gerne selbst als solcher zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 30.08.2015, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Review: Rory McIlroy PGA Tour

Rory McIlroy PGA Tour (1)Das muss man sich einmal vor Augen führen: Zwischen 1998 und 2013 schmückte der berühmte Golfprofi das Cover von Electronic Arts’ Sportspielreihe PGA Tour. 2014 kündigte der Videospielkonzern die Partnerschaft und machte so den Platz frei für Rory McIlroy.

Rory McIlroy PGA Tour (2)Die Hintergründe über die Vertragskündigung dürften vermutlich im Privatleben von Woods liegen. Während in Deutschland solch ein Skandal nur wenig Aufsehen erregt, ist es im stark konservativen Amerika wieder eine andere Geschichte. Egal wie der Konzern die Vertragskündigung nach außen kommuniziert – wir freuen uns darüber, dass nach einem Jahr Pause wieder ein neues PGA Tour in den Händlerregalen steht. Statt Tiger Woods prangert nun der nordirische Profigolfer Rory McIlroy auf dem Cover, der aufgrund seines recht jungen Alters von derzeit 26 Jahren natürlich noch nicht so viele Siege und Erfolge feiern konnte, wie sein Videospielvorlagenvorgänger. Frischen Wind bringt der Nordire auf jeden Fall mit ins Spiel. Sobald wir dieses nämlich starten, bekommen wir zunächst eine Einführung in die Steuerung spendiert. In der Vergangenheit waren wir zwar starke Verfechter der Wii-Fassungen und bis zum heutigen Tage hoffen wir immer noch darauf, dass Electronic Arts umdenkt und der Wii U zumindest ein genauso tolles Golfspiel schenkt wie der Vorgängerkonsole, doch auch die Steuerungsmöglichkeiten der PlayStation-4-Version gehen fließend einfach von der Hand – nur eben weniger instinktiv wie auf dem einstigen Nintendo-Flagschiff. Wir können zwischen den Methoden Arcade, Classic und Tour wechseln und erleben sie jeweils unterschiedlich.

Für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis

Rory McIlroy PGA Tour (3)Im Modus Arcade führen wir Schläge so aus, dass wir den linken Stick zurückziehen und mit ihm nach vorne preschen, wenn wir abschlagen wollen. Der Tour-Modus achtet zudem darauf, in welcher Intensität beziehungsweise wie lange wir den Schläger zurückhalten. Der Classic-Modus richtet sich voll und ganz an Knöpfchendrücker. Hier muss an bestimmten Stellen der eingestellte Knopf gedrückt werden, damit McIlroy und seine Kameraden die Bewegungen ausführen und der Golfball schließlich im Loch versenkt wird. Letzteres ist übrigens die sicherste Variante, da sie am genauesten funktioniert. Damit wir auch jederzeit sehen, wo der Ball hinfliegt, gibt es wie gehabt einen Zielbogen, doch das heißt nicht, dass dieser es uns zu leicht macht. Schließlich müssen Windrichtung und -stärke ebenso einberechnet werden, wie das Gefälle des Golfplatzes. Besonders beim Putten muss man schon sehr genau darauf achten, dass man die Neigungen korrekt abschätzt, damit man nicht dutzende Male das Loch verfehlt. In diesen Momenten ärgert allerhöchstens die Kamera, da besonders bei einer gesunden Entfernung vom Fernsehbildschirm die Endmarkierung kaum bis gar nicht zu erkennen ist. Da helfen die zwei zusätzlichen Zoom-Stufen nur bedingt. Oft haben wir uns dabei ertappt, vom gemütlichen Sofa aufzustehen, um die Markierung millimetergenau am Fernseher zu suchen.

Millimetergenaues Golfen

Rory McIlroy PGA Tour (4)So lustig dieser Fall auch ist: Bei den damaligen Wii-Fassungen, wo das Problem aufgrund der fehlenden HD-Möglichkeit nicht so häufig bestand, wäre das nicht ganz so ärgerlich gewesen, da man ja ohnehin schon herumsteht. Apropos HD: Die PlayStation-4-Fassung ist hier ein zweischneidiges Schwert. Bei den verschiedenen Challenges, wo die Umgebung in Neonfarben getaucht wird, läuft das Spiel im Normalfall absolut flüssig und sieht gestochen scharf aus. Wird aber auf den normalen Golfplätzen, welche zum Teil realen Vorbildern nachempfunden sind, das Publikum am Rande dargestellt, wirkt die Umgebung leider nicht mehr ganz so taufrisch, wie sie eigentlich sein sollte. Treppchenbildung ist hier eines der Ärgernisse, welche die Optik stören kann. Ebenfalls störend sind die fehlenden Untertitel. Wir bemängeln dies, da der Titel abermals nur in englischer Sprache bei uns erschienen ist. Da die amerikanischen Kommentatoren gerne mal ein wenig nuscheln, schadet das mitunter der Atmosphäre, wenn man sie gerade in einem spannenden Augenblick nicht versteht. Jüngere Spieler, die des Englischen noch gar nicht mächtig sind, werden trotz der jahrelangen Kritik daran so wieder einmal von Publisher sehr bewusst ausgeschlossen. Eine Spielanleitung ist in physischer Form ebenfalls nicht vorhanden, weshalb man fürs Nachschlagen ins Internet gucken muss.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Seit 2009 habe ich jeden Teil der Reihe gespielt, bis Electronic Arts damit begonnen hat, Nintendo nicht mehr zu unterstützen. Ich verstehe bis zum heutigen Tage – abgesehen vom wirtschaftlichen Aspekt – nicht warum, denn besonders die Serienteile, die auf der Wii erschienen sind, wurden über die Jahre immer und immer besser. Beim NMag habe ich Traumwertungen für die Reihe vergeben, denn verfügte die Serie mit jedem neuen Serienteil über mehr Inhalt und eine noch genauere Steuerung. Seit drei Jahren habe ich die PGA Tour gemieden, einmal freiwillig und einmal zwangsweise, da die Serie ein Jahr pausiert hat. Bei genauerer Betrachtung ist Rory McIlroy PGA Tour ein Rückschritt. Mir gefällt zwar auch die PlayStation-4-Fassung, doch finde ich es ziemlich langweilig, einfach nur Knöpfchen zu drücken oder die Sticks des Controllers zu bewegen, anstatt zu versuchen, die Bewegungen so gründlich es geht in der Realität umzusetzen. Wer aber noch nie mit der Wii Hand an die Reihe gelegt hat, wird sich an der Aufmachung von Rory McIlroy PGA Tour allerdings absolut nicht stören und höchstens fehlende Inhalte beklagen, die beim letzten Teil auf der Xbox 360 noch vorhanden waren. Der Titel verfügt aber immerhin über eine nette Auswahl an Plätzen und vor allem die neuen Challenges, bei denen noch mehr Geschick gefragt ist, haben es mir persönlich angetan. Dass die Optik, die teils mit angenehmen Nachtclubsounds unterlegt wird, nicht immer ganz dem Bild entspricht, mit dem Electronic Arts wirbt, ist mir persönlich dabei egal. Das Erlebnis des Golfen ist im Kern und um den Kern herum vorhanden und wird mich sicherlich einige Wochen an den Bildschirm fesseln. Vermutlich mit einem guten Freund, der beim Lesen dieser Zeilen jetzt an die gemeinsame Zeit auf der Wii zurückdenken wird und gerne schmunzeln darf.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Rory McIlroy PGA Tour!

Review: Hamatora: The Animation (Vol. 2)

Hamatora - The Animation (Vol. 2) (1)Wer sich die ersten drei Episoden von Hamatora: The Animation angeschaut hat, der wird festgestellt haben, dass es ohne Hintergrundwissen aus dem Manga, nicht leicht ist, der Story zu folgen. So und nicht anders ist es auch bei der zweiten Volume geblieben. Leider.

Hamatora - The Animation (Vol. 2) (2)Das Problem ist nach wie vor dasselbe. Während Hamatora: The Comic im Jahr 2013 beginnt, findet die Handlung von Hamatora: The Animation ein Jahr später statt. Was innerhalb dieses Jahres passiert ist und wie die Charaktere einzuordnen sind, wird in der Anime-Serie gar nicht erzählt. Die Geschichte des Anime folgt nach wie vor der grundlegenden Tatsachen, mit welcher die Serie begonnen hat. Naisu leitet in der japanischen Stadt Yokohama immer noch die Detektei Hamatora. Da er sich kein eigenes Büro leisten kann, besteht das Büro nur aus einem Tisch und noch dazu befindet sich dieses in einem Café. Er oder seine Freunde nehmen dann die Aufträge an, die anschließend (auch in Kooperation mit der Polizei) gelöst werden. In der vierten Folge der Serie dreht sich alles um einen mysteriösen Werbefilm, der durchs Internet geistert und gar den 2. Platz in einem Online-Videoportal einnimmt. Je öfter das Video angeklickt wird, desto mehr Jugendliche gehen dazu über, Läden mit einer Schusswaffe auszurauben und somit Straftaten zu begehen. Wie sie an die Waffe gelangt sind, bleibt zunächst unklar, doch Naisu findet das während seiner Ermittlung schon bald heraus. In dieser Folge geht es vor allem darum, die Beeinflussbarkeit von Jugendlichen zu demonstrieren. Der gesellschaftliche Hintergrund bleibt dabei jedoch außen vor, die Motivationen entsprechend unklar.

Strippenzieher

Hamatora - The Animation (Vol. 2) (3)In der fünften Episode von Hamatora: The Animation verschlägt es die Gruppe in ein Thermalbad, ein sogenanntes Onsen. Hier sollen sie den Liebhaber einer Frau überprüfen, da sie vermutet, dass dieser fremdgeht. Dabei stellt er sich als ein Minimum Holder heraus. Um zu verstehen, was ein solches Minimum ist, sollte man die ersten drei Episoden und eventuell auch den ersten Manga-Band gelesen haben. Kurzum: Bei einem Minimum handelt es sich um eine Art Spezialfähigkeit einer Person, die eigentlich nur in einer besonderen Einrichtung, der sogenannten Facultas-Akademie, erlernt beziehungsweise trainiert werden kann. Hasuda Arata war allerdings nicht auf dieser Akademie und dennoch beherrscht er sein Verführungsminimum, in dem er in Windeseile sportliche Aktivitäten absolviert, damit sich sein Schweiß mit dem Wasserdampf im Onsen vermischt, um so andere Personen zu kontrollieren. Ob der durchtrainierte Arata nun fremdgeht oder nicht, findet ihr am besten selbst heraus. Sein Auftreten ist jedoch für die eigentliche Handlung sehr wichtig, die erstmals in der sechsten Folge wirklich an Bedeutung gewinnt. Naisu bemerkt, dass im Hintergrund eine andere Person die Fäden zieht, was er natürlich unbedingt herausfinden muss. Trotzdem dreht sich die sechste Person mehr um die Charaktere Bāsudei und Reshio beziehungsweise deren Kindheit.

Detektivgeschichten

Hamatora - The Animation (Vol. 2) (4)Man merkt anhand der drei vorliegenden Episoden der zweiten Volume, dass der Anime zwar einem stringenten Handlungsstrang folgt, der jedoch nur im Hintergrund zusammengesetzt wird und der Fokus jedes Mal auf einfachen Fällen liegt, die innerhalb von jeweils einer Folge gelöst werden. Das erinnert mitunter an Ghost in the Shell: Stand Alone Complex, doch kann der Anime aus dem Hause Nipponart dafür mit vielen Informationen punkten, die innerhalb dieser Episoden zum allgemeinen Verständnis des Universums und der Handlung beitragen. So bleibt es für Nichtkenner der Manga-Vorlage schwer, den Anime zu folgen. Trotzdem sind es gerade die immer wieder eingespielten Gags, welche Hamatora: The Animation an einigen Stellen sehr witzig machen und zumindest ein wenig zum Weitergucken motivieren. In technischer Hinsicht kann Hamatora: The Animation allerdings überzeugen. Die Bildqualität der Blu-ray-Fassung ist wirklich gut. Einziges Manko ist, dass sich die Charaktere manchmal zu stark vom Hintergrund absetzen. Die Synchronisation gefällt uns sowohl in der japanischen, als auch in der deutschen Version. Es sollte jedoch erwähnt werden, dass das Erzähl- und Dialogtempo sehr hoch ist und sich somit die japanische Synchronisation mehr an Japaner, als an Japanischverstehende richtet. Untertitel wechseln nämlich gerne mal im schnellen Tempo.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich muss offen und ehrlich zugeben, dass ich sowohl bei den ersten drei Episoden, als auch bei der zweiten Volume Probleme habe, der Handlung stets zu folgen und sämtliche Zusammenhänge zwischen den Charakteren zu verstehen. Die Fälle der Detektei Hamatora könnten so spannend sein, doch wenn mir die Figuren nicht als solche verständlich werden, fällt es mir schwer, bei dem recht hohen Erzähltempo mitzuhalten. Wer allerdings die Manga-Vorlage durcharbeitet, wird sicherlich keine oder kaum Probleme mit dem Anime haben, der meiner Meinung nach als eigenständige Produktion auch mit der zweiten Volume immer noch nicht funktionieren möchte. Es ist so viel Potential da, welches einfach nur genutzt werden möchte. Trotzdem bleibe ich weiterhin am Ball und hoffe, dass die nächsten Folgen zumindest noch auf ein Story-Ziel hinarbeiten.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Hamatora: The Animation (Vol. 2)!

Review: Ghost in the Shell – Stand Alone Complex (Staffel 1)

Ghost in the Shell - Stand Alone Complex (Staffel 1) (1)Bereits 1989 schafft Manga-Autor Shirō Masamune mit Ghost in the Shell eine Manga-Reihe, die bis heute unter Fans Kultstatus genießt. Mitte der Neunziger Jahre folgte ein erster Kinofilm, der Anfang des dritten Jahrtausends in eine ganze Anime-Serie verwandelt worden ist.

Ghost in the Shell - Stand Alone Complex (Staffel 1) (2)Die Anime-Serie Ghost in the Shell – Stand Alone Complex basiert zwar auf diesem Film, verlässt aber zuweilen bekannte Pfade. Sie erzählt die Geschichte von Sektion 9, welche im Japan der nahen Zukunft, genauer gesagt im Jahr 2030, auf Verbrecherjagd geht. Allerdings sind ihre Aufträge nicht von der Polizei genehmigt, denn sie existieren nur inoffiziell und müssen somit im Geheimen operieren. Die Zusammenarbeit mit anderen Behören findet nur bedingt statt. Das Geschehen findet in Ghost in the Shell nicht standardisiert wie in vielen anderen Anime in Tōkyō statt, sondern in der fiktiven japanischen Metropole Niihama. Im Mittelpunkt der Handlung steht Major Kusanagi Motoko, die auf Geheiß ihres Vorgesetzten Chief Aramaki Daisuke für Ruhe und Ordnung sorgt. Unterstützt wird sie durch ihr mehrköpfiges Team der Sektion 9. Zu diesem Team gehören unter anderem Batō, der sich vor allem mit der Wartung der so genannten Tachikoma beschäftigt; spinnenartigen Roboterwesen mit eigenem Verstand, die während der Einsätze zum Transport und Erfüllen von besonderen Aufgaben eingesetzt werden. Da die Tachikoma nur vier Beine haben, widerspricht ihre äußere Gestalt den Naturgesetzen, wodurch gezeigt wird, dass sie sich von Spinnentieren oder gar Insekten abheben und als eigenständige künstliche Lebensform charakterisiert werden.

Vision der Zukunft

Ghost in the Shell - Stand Alone Complex (Staffel 1) (3)Zum Team gehört ebenfalls Ishikawa, der sich allerdings eher im Hintergrund aufhält und vor allem Platz für den Charakter Togusa macht. Während in der Welt von Stand Alone Complex fast alle Menschen Cyber-Implantate nutzen oder gar ihren ganzen Körper gegen eine gänzlich nicht-menschliche Hülle ausgetauscht haben, ist der Charakter Togusa noch ein Mensch aus Fleisch und Blut. Damit steht er im direkten Kontrast zu Kusanagi, die ihren Körper aufgrund eines Unfalls aufgeben musste. Darauf beruht im Grunde auch der Titel des Anime, da mit Shell die Hülle eines Menschen und mit Ghost der Verstand oder gar die Seele gemeint ist. Anhand dieser Fakten lässt sich erkennen, dass Ghost in the Shell mit einer möglichen Vision von der Zukunft Ende der Achtziger Jahre geschrieben und gezeichnet worden ist. Von dieser mögen wir aufgrund heutigen Wissensstands noch lange entfernt sein, doch solche und weitere Science-Fiction-Elemente sind in Stand Alone Complex zahlreich vorhanden. Sie zeichnen ein fiktives Bild des Jahres 2030, welches sowohl von futuristischer Technik, als auch künftigen Retro-Elementen besteht, um einen wirklichkeitsnahen Kontrast herzustellen. Beispielsweise sind manche Häuser wie im späten 20. Jahrhundert eingerichtet, Batō fährt noch einen Oldtimer und Togusa bleibt natürlich seiner jahrzehntealten Handfeuerwaffe treu.

Fakten als Lückenfüller

Ghost in the Shell - Stand Alone Complex (Staffel 1) (4)Diese Gegensätze machen Ghost in the Shell trotz Einflüsse anderer westlicher Filme oder gar Anime wie Cowboy Bebop oder Patlabor einzigartig. Aufgrund der vielen Fakten, die Stand Alone Complex auszeichnen, ist es nicht immer leicht, die Zusammenhänge zu überblicken. Aus dem Grund wird die Rahmenhandlung um einen vermeintlichen Kriminellen, den sogenannten Lachenden Mann, auch nur alle paar Episoden fortgeführt. Hauptsächlich erzählt der Anime einzelne abgeschlossene Kriminalgeschichten, die sich im besten Falle direkt oder auf metaphysischer Ebene ergänzen. Das ist zwar ein spannendes Konzept, kann den einen oder anderen Zuschauer auf Dauer jedoch langweilen. Man sollte Stand Alone Complex unbedingt eine Chance geben, denn vor allem die letzten Episoden zeigen deutlich, wie die Technologie, die in den vorherigen Folgen gezeigt wird, von besonderer Bedeutung für die Story um Major Kusanagi und Co ist. Am Ende jeder Episode gibt es zudem einen Einblick in den Alltag der Tachikoma, die zunächst nervig und deplatziert wirken, später aber dermaßen lustig sind, dass man die Tachikoma schnell in sein Herz schließt. Auf technischer Ebene wurde die erste Staffel mit 26 Episoden sehr gut umgesetzt. Das Bild ist nur an gewollten Stellen unscharf und die Synchronsprecher unterstützen die Atmosphäre sowohl auf Deutsch, als auch auf Japanisch.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ghost in the Shell ist eine der Anime, um den ich bis heute herumgekommen bin. Wie ich das geschafft habe, weiß ich nach dem Ansehen der ersten Staffel auch nicht. Zumindest hat Stand Alone Complex mir deutlich gezeigt, wie aufwändig es ist, einen Anime mit reichlich Ideen und Fakten zu füttern, ohne dabei die Rahmenhandlung zu vergessen. Das ist hier nämlich leider der Fall, wird diese nur alle paar Episoden fortgeführt und zwischendurch werden abgeschlossene Kriminalgeschichten erzählt. Diese sind zwar auch nett, aber nicht detailliert genug geschildert. Bleibt man aber tatsächlich standhaft und schaut sich die Staffel bis zum Ende an, fällt einem auf, dass viele der Elemente, die in eben diesen Folgen vorgestellt werden, von elementarer Bedeutung für die Rahmenhandlung um den Lachenden Mann sind. Die 26 Episoden umfassende erste Staffel von Stand Alone Complex zeichnet dennoch ein vorstellbares Bild einer möglichen Zukunft, die mit genügend Science-Fiction-Elementen aufgewertet wird. Wenn man abgeschlossenen und kurzen Handlungsbögen abseits der Rahmenhandlung nicht abgeneigt und falls man Fan von dystopischen Science-Fiction-Werken wie Blade Runner, Psycho-Pass, Patlabor und Co ist, dann kommt man auch um Ghost in the Shell nicht herum.

Vielen Dank an Nipponart für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Ghost in the Shell – Stand Alone Complex!

© 2002-2004 Shirow Masamune-Production I.G/KODANSHA (Abbildungen)

Review: J-Stars Victory VS+

J-Stars Victory VS+ (1)Man nehme dutzende Charaktere aus verschiedenen Franchises und wirft sie in den Ring, wo sie gegeneinander antreten sollen. Das klingt im ersten Moment nach der Super-Smash-Bros.-Reihe von Nintendo, doch ist das Spiel am Ende mehr als nur ein stumpfer Abklatsch.

J-Stars Victory VS+ (2)Zunächst waren die Befürchtungen groß, denn Ende 2012 hat Sony mit PlayStation All-Stars: Battle Royale gezeigt, wie man es nicht macht. Die Entwickler haben das Erfolgskonzept einfach nur kopiert und Charaktere draufgeklatscht, die sich nicht einmal exklusiv auf Sony-Konsolen tummeln. J-Stars Victory VS+ geht einen gänzlich anderen Weg, den japanische Videospieler bereits seit März 2014 erleben durften. Anstatt Charaktere der Anime- und Manga-Welt nur in den Kampf zu schicken und zu hoffen, dass irgendwelche Items aufpoppen und den Figuren zum Sieg verhelfen, müssen diese sich gänzlich und allein auf ihre Fähigkeiten konzentrieren. Gummimensch Monkey D. Ruffy muss so seine Arme und Beine mit Bedacht sehr schnell vor- und zurückschnellen lassen, sodass die bekannte Gum-Gum-Pistole oder -Bazooka zum Vorschein kommt. Son Gokū hingegen kann sich wie in der Vorlage von Toriyama Akira von einem Ort zum nächsten teleportieren und sein gefangenes Opfer so hin- und herschleudern. Himura Kenshin aus Rurōni Kenshin kämpft dafür mit seinem Katana um die Vorherrschaft in der Auseinandersetzung. Neben den bereits genannten Charakteren haben es aber noch viele andere Figuren in die Riege der Kämpfer geschafft. Unter anderem dürfen wir mit Norimaki Arare, Kurosaki Ichigo, Uzumaki Naruto oder Toriko die zahlreichen Kämpfe des Beat ’em ups bestreiten.

Urkomischer Wahnsinn

J-Stars Victory VS+ (3)Die Kämpfe des Spiels laufen in der Regel gleich ab. Es treten bis zu drei Charaktere des eigenen Teams gegen ein anderes Team in einem dreidimensionalen Kampfgebiet gleichzeitig an. Zwei dieser Charaktere sind normale Kämpfer, die dritte Figur im Bunde ein so genannter Helfercharakter. Den können wir auf Knopfdruck rufen, sodass dieser uns hilft, den Feind zu verdreschen. Das ist besonders hilfreich, wenn dieser uns in die Mangel genommen hat und ein Entkommen fast unmöglich scheint. Zu den Helfercharakteren in J-Stars Victory VS+ gehören zum Beispiel Kirisaki Chitoge aus Nisekoi: Liebe, Lügen & Yakuza oder Kagura und Sadaharu aus Gintama, die gleich im Doppel antreten. Wenn sich der Kampf zu unserem Vorteil entwickelt, können wir auch den Siegestaumel aktivieren, sodass die beiden Hauptkämpfer bis zu zwei besondere Angriffe beginnen können. Nur so ist es Son Gokū möglich, zum Super-Saiyajin zu mutieren und eine Genkidama auf den Feind loszulassen. In Kombination mit all den anderen Elementen des Spiels ist das urkomisch. Ein Beispiel: Mit Ruffy und seinem Bruder Portgas D. Ace aus One Piece kämpfen wir im aus Dr. Slump bekannten Dörfchen Pinguinhausen und kämpfen gegen Ryōtsu Kankichi, der dort genau so deplatziert wirkt, wie Arare, wenn man sie zum Beispiel auf dem Planeten Namek aus Dragonball Z aussetzen würde – Toriyama hin oder her!

Geniale Umsetzung

J-Stars Victory VS+ (4)Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass J-Stars Victory VS+ in mehrere Spielmodi aufgeteilt ist. So gibt es zum einen den Abenteuermodus, in welchem wir unter anderem mit Pirat Ruffy in der so genannten J-Welt verschiedene Inseln ansiedeln, um dort in Kämpfen Erfahrungspunkte zu sammeln, seine Crew zu vergrößern und Aufträge für die hiesige Bevölkerung zu erledigen. Die Story ist recht banal, da es im Grunde nur auf die typischen Kämpfe hinausläuft. Das macht aber nichts, denn sehen diese sowohl im Abenteuermodus, als auch auf der Siegesstraße, in den freien Kämpfen oder online einfach nur genial aus. Das liegt zum einen am wunderbar umgesetzten Anime-Stil, vielen zerstörbaren Gebäuden und Objekten und auch an der japanischen Synchronisation. Zwar sind die Texte fast nicht vertont, doch hat jeder Charakter seine typische japanische Synchronstimme aus den verschiedenen Anime. Die hervorragende Präsentation wird mit bekannten, aber leider viel zu oft wiederholenden Musikstücken, atmosphärisch gut unterlegt. Selbst wenn man einige der umgesetzten Werke nicht kennt, beginnt man schnell mitzusummen. Am für ein Beat ’em up wohl wichtigsten Kriterium, nämlich die Steuerung, haben wir ebenso nichts auszusetzen. Anfangs wirkt die Steuerung zwar ein wenig überladen, aber nach ein bis zwei Spielstunden hat man sich daran gewöhnt und sie gemeistert.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Wenn ein Spiel nur ansatzweise an Nintendos Super-Smash-Bros.-Reihe erinnert, kann man mich nach dem 2012 veröffentlichten PlayStation All-Stars: Battle Royale schnell auf die Palme kriegen. Uninspiriert und viel zu ähnlich fiel das Spiel aus, ohne auch nur eigene Ansätze wirklich gut umzusetzen. J-Stars Victory VS+ geht diesen Weg zum Glück nicht. Hier wird tatsächlich Wert auf die verschiedenen Kampfstile der Charaktere beziehungsweise deren Eigenschaften gelegt. Helden wie Monkey D. Ruffy wurden ihrem Vorbild getreu umgesetzt und so unterscheiden sich die Charaktere im Spiel wesentlich voneinander, doch lassen sie sich alle sehr ähnlich spielen, sodass man auch als Beat-’em-up-Neuling schnell Fuß in der J-Welt fassen und jede Menge Spaß mit Titel aus dem Hause Bandai Namco haben kann. Selbst wenn man nicht alle Anime kennt, die in J-Stars Victory VS+ zum Tragen kommen, so kann das Spiel dennoch unterhalten. Schade ist in meinen Augen nur, dass der Abenteuermodus sehr generisch wirkt und die Synchronstimmen hier so gut wie nicht zum Einsatz kommen. Das ist aber nur ein kleiner Wermutstropfen, denn ich hoffe sehr, dass Bandai Namco noch einen Nachfolger produzieren lässt, der mit noch viel mehr tollen Ideen auftrumpfen kann. Jeder, der etwas für Anime und Beat ’em ups übrig hat, sollte bei J-Stars Victory VS+ unbedingt zuschlagen!

Vielen Dank an Bandai Namco für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von J-Stars Victory VS+!

Review: Kidnapping Freddy Heineken

Kidnapping Freddy Heineken (1)Am 9. November 1983 wurde der Brauereimagnat Alfred Heineken von den Kriminellen Cor van Hout, Willem Holleeder, Jan Boellaard, Frans Meijer und Martin Erkamps entführt. Der Film Kidnapping Freddy Heineken von Regisseur Daniel Alfredson basiert auf dem Ereignis.

Kidnapping Freddy Heineken (2)Einer ehrlichen Arbeit gehen die fünf genannten Entführer 1983 nicht mehr nach. Sie haben sich zwar auf das Gaststättengewerbe konzentriert, doch nachdem ihr Unternehmen Konkurs anmelden musste, finden sie sich im harten Alltag der Arbeitslosigkeit wieder. Sie benötigen dringend Geld und vermitteln illegale Beschäftigte für den Bausektor. Über Wasser können sie sich damit aber nicht halten, weshalb sie sich an die Bank wenden, um an ein Darlehen zu gelangen. Sie können dem Bankier zwar eines ihrer Gebäude aus ihren Immobiliengeschäften anbieten, doch dieser kann das Gebäude nicht als Versicherung akzeptieren. Der Grund dafür ist denkbar einfach. Die Bande hat das Gebäude an eine Gruppe Punks vermietet, die vom Bankier gar als Kommune bezeichnet werden, doch zahlen diese ihre Miete nicht und halten das Haus im Grunde besetzt. Als die Bande zu ihrer alten Tätigkeit zurückkehrt, greifen sie mit harten Bandagen durch und versuchen die Punks eigenständig zu entfernen. Allerdings tritt die Polizei ebenfalls in den Krawall mit ein, wodurch die Freunde verhaftet werden. So beschließen sie an einem Abend, dass sie ins organisierte Verbrechen eintreten müssen, um das große Geld zu machen. Während einer Bootsfahrt treffen sie gemeinsam die Entscheidung, dass sie eine berühmte Person entführen müssten. Die Wahl fällt auf Alfred Heineken.

Wasserdichte Entführung

Kidnapping Freddy Heineken (3)In der ersten halben Stunde des Films werden sowohl die Charaktere ausgiebig vorgestellt, als auch die Entführung des Bierbarons geplant. Je näher sie der Vollendung ihres Plans kommen, desto mehr bemerken sie, dass sie für eine durchgeplante Entführung erst einmal Eigenkapitel investieren müssen. Sobald sie das Geld aufgetrieben haben, gelingt es ihnen, am Abend des 9. Novembers 1983 Alfred Heineken zu entführen. Zunächst scheint der Plan ein wenig schief zu laufen. Zunächst werden sie von einem Taxi verfolgt und dann spricht einer von ihnen mit Heineken versehentlich auf Niederländisch, statt wie vereinbart nur auf Englisch mit ihm zu kommunizieren. Der Mittelteil des Films erstreckt sich über einen Zeitraum von circa drei Wochen; genau die Zeit, die Heineken in einem schalldichten Raum am Ende einer Werkstatt zusammen mit seinem ebenfalls entführten Chauffeur ausharren musste. Für die Freunde wird es zunehmend schwieriger, ihre normalen Leben weiterzuführen. Ständig werden sie in den Nachrichten mit der Entführung von Heineken konfrontiert. Jedes falsche Wort außerhalb der Werkstatt könnte irgendjemanden auf ihre Spur bringen und durch kleine Fehler wird langsam auch die Polizei auf sie aufmerksam. Abschließend wird dargstellt, wie die Entführer die 35 Millionen Gulden erpressen können und schließlich versuchen, vor der Polizei zu fliehen.

Wahre Begebenheit

Kidnapping Freddy Heineken (4)Ob sich tatsächlich alle dargestellten Begebenheiten genauso in der Wirklichkeit abgespielt haben, wird sich heute leider nicht mehr feststellen können. Alfred Heineken starb 2003 an einer Lungenentzündung und Cor van Hout wurde im selben Jahr ermordet. Die restlichen Teilnehmer an der Entführung sind bisweilen bis heute noch an kriminellen Machenschaften beteiligt. Ein genaueres Bild aller Tatsachen einzufangen, wäre zwar die Krönung für einen Film, der auf einer wahren Begebenheit basiert, doch könnte mitunter so auch die Spannung zu kurz kommen. Diese ist nämlich durchweg vorhanden. Zwar baut der Film die Action in der ersten Hälfte ab, kann aber durch den psychischen Druck, der auf den Charakteren lastet, auch in dieser Kategorie punkten. Das liegt vor allem an zwei Schauspielern. So tritt im Film der etwas in die Jahre gekommene, aber immer noch überzeugende Anthony Hopkins als der entführte Alfred Heineken auf. Willem Holleeder wird von Sam Worthington verkörpert, der laut eigener Aussage den lebenden Holleder getroffen hat, um die Rolle besser einfangen zu können. Gedreht wurde der Film aus organisatorischen Gründen nicht nur in Amsterdam, sondern auch in New Orleans. Trotzdem wir ein authentisches Bild der niederländischen und sehr einzigartigen Stadt eingefangen, welches dem Film in puncto Atmosphäre sehr gut tut.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Hin und wieder trinke ich sehr gerne mal ein Bier von Heineken und wenn man sich das Logo des Biers betrachtet, sollte man künftig an Alfred Heineken denken. Dieser hat sich in seinem Leben nämlich vor allem der Werbung des Konzern gewidmet, am heutigen Logo mitgewirkt und das Bier schließlich zu einer großen Weltmarke ausgebaut. Da ich erst ein paar Jahre nach der Entführung geboren wurde, habe ich über diesen Vorfall erst erfahren, als der Film von Splendid Film veröffentlicht worden ist. Vielleicht mag der Film an ein paar Stellen nicht authentisch wirken, wie sich die Entführung wirklich abgespielt hat, doch hat dies dem Film absolut nicht geschadet. Er ist von vorne bis hinten spannend. Das liegt zunächst am Action-Anteil, der dennoch auf einem sehr humanen Niveau bleibt und trotzdem überzeugen kann. Des Weiteren kann der psychische Druck, der auf den Entführern lastet, weiter in die Handlung ziehen. Die ganzen 95 Minuten lang wurde mir nicht langweilig und wer Filme mit seichter Action mag, wird hier sehr glücklich werden.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Kidnapping Freddy Heineken!

Partner: Video-Games-Live-Konzert-Gewinnspiel

Video Games Live Gewinnspiel (1)Bei unserer Partnerseite Nintendofans.de läuft bis zum 26. Juli 2015 noch ein Gewinnspiel, bei dem ihr Tickets für die Video-Games-Live-Konzerte gewinnen könnt. Um an diesem Gewinnspiel teilnehmen zu dürfen, müsst ihr unserem Partner euren Favoriten in Sachen Videospielmusik nennen. Wir drücken euch die Daumen und wünschen viel Glück!

Prime Time: Coppelion (Vol. 1 – 4) Unboxing

In den letzten Monaten haben wir euch die Anime-Serie Coppelion vorgestellt. Damit ihr euch auch von der physischen Form des Anime ein Bild machen könnt, stellen wir euch alle vier Volumes in einem einzelnen Unboxing-Video vor. Wir wünschen euch viel Spaß und gute Unterhaltung!

Review: Der Mythos

Der Mythos (1)Nachdem die Arbeiten von New Police Story abgeschlossen waren, haben sich Jackie Chan und Stanley Tong 2005 zusammengesetzt, um den Film Der Mythos auf die Leinwand zu bannen. Mit internationaler Besetzung ist ihnen damit ein recht unterhaltsamer Film gelungen.

Der Mythos (2)Der Film spielt auf zwei Handlungsebenen. Während sich eine um den Archäologen Jack dreht und damit in der Gegenwart angesiedelt ist, findet das Geschehen in der Vergangenheit vor mehr als zweitausend Jahren statt. Genauer gesagt finden wir uns bei der Eröffnung des Films im ersten Jahr der Qín-Dynastie, der ersten Dynastie des Kaiserreichs China. General Meng Yi erhält den Auftrag, die Prinzessin Ok-soo aus ihrer Heimat ins Reich zu bringen. Dort soll sie als Konkubine des Kaisers Qín Shǐhuángdì dienen. Allerdings widersetzt sich der Verlobte der Prinzessin den Befehlen Meng Yis, wodurch die Situation eskaliert und es zu Kämpfen kommt. Meng Yi und Ok-soo fallen bei einem dieser Kämpfe in eine Schlucht und landen im Wasser. Sie werden von der Strömung fortgetragen und müssen den Heimweg ohne Begleitschutz und durch karge Landschaften eigenständig finden. Unterwegs müssen Meng Yi und Ok-soo extremen Temperaturen trotzen und Wegelagerern entkommen. Thematisiert wird in dieser Zeitepoche vor allem die Liebe, die sie gegenseitig füreinander empfinden, aber aufgrund ihres Standesunterschied nicht nachgehen dürfen. Umso problematischer wird es für die beiden, sobald sie in eine Verschwörung am Kaiserhof verwickelt werden. Das Schicksal von Meng Yi und Ok-soo endet für beide auf unterschiedliche Art und Weise sehr tragisch.

Reinkarnation

Der Mythos (3)In alternierenden Abständen springt der Film in die Handlungsebene in der Gegenwart. Hier wird Archäologe Jack, der wie Meng Yi von Jackie Chan gespielt wird, von seinem Freund William besucht. Dieser unterrichtet Jack von einer Entdeckung im indischen Dasar, welche Jack zuvor als Mythos abgetan hat. Trotzdem beschließen die beiden, gemeinsam nach Indien zureisen, um Williams Entdeckung nachzugehen. Sie können unbemerkt in einen Tempel gelangen, wo sie einen schwebenden Sarkophag entdecken. Als William einen Stein im Raum bewegt, fällt der Sarkophag jedoch zu Boden. Jack, der in den letzten Monaten ständig von der Prinzessin Ok-soo träumt, findet im Behälter ein Bild von ihr. Er ist fassungslos, doch müssen sie erst einmal aus dem Tempel entkommen, da die Wächter auf sie aufmerksam geworden sind. Während William es noch gerade rechtzeitig zum Helikopter schafft, muss Jack zurückbleiben, da der Hubschrauber sonst Gefahr laufen würde, abzustürzen. Wie Meng Yi landet auch Jack im Fluss, wird aber von der hübschen Samantha und ihrem Elefanten aus den Fluten gerettet. Sie hilft ihm aus Indien zu entkommen, damit er zurück in Hongkong den Stein und das Bild untersuchen kann. In dieser Zeitebene wird das Thema Reinkarnation besprochen. So und nicht anders werden beide Epochen wie ein Puzzle zusammengefügt.

Chinesische und indische Kultur

Der Mythos (4)Die zweite Hälfte des Films überrascht zudem mit einer weiteren Wendung, über die wir an dieser Stelle aus Spoiler-Gründen nichts verraten möchten. Gedreht wurde der Film sowohl in China, als auch in Indien. Das Besondere an den Drehorten ist, dass an diesen eigentlich nicht gedreht werden darf. Sowohl die Ruinenstadt in Indien, als auch das chinesische Mausoleum Qín Shǐhuángdìs sind für Drehaufnahmen eigentlich tabu. Umso mehr freut es uns, dass es Chan und Tong gelungen ist, Genehmigungen für diese Orte zu erhalten, um den kulturellen Aspekt beider Länder einzufangen. Teilweise merkt man Der Mythos an, dass man auch ein wenig an Indiana Jones erinnern will oder zurückdenkt Armour of God: Der rechte Arm der Götter und Armour of God II: Der starke Arm der Götter. Wie auch immer, der große Hit ist den beiden mit Der Mythos allerdings nicht gelungen. Die Handlung ist zwar spannend und kann zwei Stunden lang durchaus unterhalten, aber viele Spezialeffekte wirken selbst für eine chinesische Produktion unausgereift. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, bekommt beim Kauf gleich vier Stunden Bonusmaterial dazu. Des Weiteren liegt ein Audiokommentar von Stanley Tong, Barbie Tung und Oliver Wong vor. Dadurch kann Der Mythos seine wenigen Defizite in Inhalt und Bildqualität durch die tolle Ausstattung gleich wieder wettmachen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die Idee der Reinkarnation ist in Filmen nicht neu und wird auch in Zukunft sicherlich noch häufig aufgegriffen werden. Jackie Chan und Stanley Tong haben es mit Der Mythos aber geschafft, das Thema hervorragend mit nur zwei Figuren getrennt über 2200 Jahre zu behandeln. Sogar das Leitmotiv, welches Meng Yi dazu antreibt, Prinzessin Ok-soo zu beschützen, wird in die Gegenwart übertragen. Es bleibt durchgehend bei einer sehr platonischen Liebe, leidenschaftlich wird es dabei nicht. Das will der Film aber eigentlich auch gar nicht, denn das Thema ist tiefgründiger und so überrascht mich auch das Ende, welches sehr untypisch für einen Jackie-Chan-Film ist. Leider muss ich aber auch gestehen, dass ich es sehr schade finde, dass der Martial-Arts-Anteil fast gar nicht zur Geltung kommt. Ich merke Chan an, dass er gerne so viel zeigen möchte, es aufgrund der Handlung aber nicht immer passt. Trotzdem hätten ein paar mehr Szenen mit Schlägen und Tritten Der Mythos gutgetan. Die Fließbandszene und das Auftreten von Mallika Sherawat können das allerdings, genauso wie das sehr großzügige Bonusmaterial, gut entschädigen.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Der Mythos!

Review: Under Control

Under Control (1)Auf dem Cover von Under Control prangert mal wieder der Name von Jackie Chan. Zwar ist der Schauspieler hier in einer Hauptrolle vertreten, doch gebührt vor allem der Darstellerin Qi Shu die Ehre, da sie den elementaren Part des Schauspielergespanns einnimmt.

Under Control (2)Der Film dreht sich nämlich voll und ganz um die junge Bu, die in einem kleinen Fischerdorf in Taiwan lebt. Sie hat zwar einen Freund, der sie auch gerne heiraten möchte, doch spürt sie in ihrem Herzen, dass sie ihn nicht wirklich liebt und eigentlich unglücklich ist. Sie kann zwar mit ihrer Mutter offen über das Problem reden, doch ist sie ihr eigentlich keine große Hilfe. In der Nähe ihres Fischerdorfes leben viele Delfine. Mit einem von ihnen freundet sie sich sogar an. Obwohl der Delfin sicherlich nicht mit ihr kommunizieren kann, findet sie bei genau den Trost, den sie bei den Menschen nicht bekommt. Eines Abends fischt sie aus dem Wasser eine Flaschenpost, die aus Hongkong abgeschickt worden ist. Sie kennt zwar nicht den Absender, doch scheint dieser genauso einsam zu sein, wie sie selbst. Kurzerhand beschließt Bu, Taiwan zu verlassen und ihr Glück in der chinesischen Hafenmetropole zu finden. Ihr gelingt es, den Absender der Flaschenpost zu finden. Allerdings gesteht Albert ihr, dass er homosexuell sei und die Flaschenpost eigentlich dazu gedacht war, seinen Exfreund zurückzugewinnen. Albert sagt ein paar verletzende Worte, woraufhin Bu zunächst sehr traurig ist. Sie streiten sich, doch genau dieser Streit macht sie zu unzertrennlichen Freunden. Da sie eine Zeit lang in der Stadt bleiben will, begleitet sie Albert bei seiner Arbeit als Visagist auf eine Yacht.

Romanze mit Jackie Chan

Under Control (3)Die andere Hälfte des Films dreht sich um den Millionär C.N. Chan, der sein Firmenimperium langsam aber stetig ausgebaut hat und jetzt mit sauberen Recycling-Geschäften seine Moneten verdient. Er beschließt am selben Tag wie Bu und Albert seine Zeit auf See zu vertreiben. Da Bu von der Arbeit ihres Freundes gelangweilt wird, beobachtet sie das Treiben auf anderen Schiffen. Dort sieht sie auch, wie Chan die Schläger eines Konkurrenten bekämpft. Als er in die Enge getrieben wird, beschließt Bu eigenhändig, ihn zu retten. Den beiden gelingt die Flucht, doch stranden sie auf einer kleinen einsamen Insel vor der Küste Hongkongs. Bu wird schnell klar, dass sie sich in Chan verliebt hat. Sie verbringen gemeinsam sehr viel Zeit, doch Chan wird durch seine Firmen dermaßen eingespannt, dass er den Blick aufs Wesentliche verliert und auch Bu für seine Geschäfte einspannen will. Enttäuscht verlässt sie Hongkong. Under Control ist durchgehend eine Liebesgeschichte mit seichten lustigen Momenten. Es bleibt dabei aber alles auf einem sehr liebevollen Niveau, denn wie man unlängst von The Protector weiß, mag es Jackie Chan nicht, wenn man zu viel nackte Haut in Filmen mit ihm in der Hauptrolle sieht. Martial-Arts-Fans dürfen sich zudem nur über ein paar Kämpfe freuen, die zudem teilweise sehr stümperhaft in die romantische Handlung eingewoben sind.

Unerfüllte Erwartungen

Under Control (4)Bitte nicht falsch verstehen. Die beiden tollen Kämpfe zwischen Jackie Chan und Bradley James Allan sind wirklich großartig inszeniert und gehören zum besten, was wir in Filmen mit der Martial-Arts-Legende bis dato gesehen haben. Während ein Kampf zumindest noch einen Sinn für die Story ergibt, ist der andere allerdings wahllos eingewebt. Das ist sehr schade und stört ein wenig das Gesamtbild. Das hätte man wesentlich besser lösen können. Was sich der Regisseur, Vincent Kok, dabei gedacht, bleibt wohl ein Geheimnis. Ein Geheimnis wird wohl auch die deutsche Schnittfassung bleiben. Under Control hat hier nämlich eine ganz eigene Leidensgeschichte hinter sich, denn der Film wurde in der deutschen Schnittfassung um circa zwanzig Minuten geschnitten, wodurch wenige Szenen, die fürs volle Verständnis wichtig wären, ursprünglich nicht aufgegriffen worden sind. Das ist zwar ärgerlich, doch seit ein paar Jahren wird der Film ebenso in der Hongkong-Fassung ausgeliefert, darunter auch die Blu-ray der Dragon Edition, die bei unserem Test vorliegt. Soll heißen, dass alle entfallenen Szenen in den Film eingewoben sind, aber nur im kantonesischen Originalton mit deutschen Untertiteln vorliegen. Dafür kann das Bonusmaterial mit einem deutsch unterlegten Making-of punkten. Zu viel darf man von Under Control aber nicht erwarten, denn die Erwartungen erfüllt er nicht.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Das Schlimmste was man machen kann, bevor man sich Under Control ansehen möchte, ist, sich einen Trailer anzuschauen, der nicht auf der Hongkong-Version beruht. Hier wird nämlich ein Martial-Arts- oder Action-Film mit Kampfszenen suggeriert und das trifft auf Under Control definitiv nicht zu. Das soll absolut nicht heißen, dass es keine Kämpfe gibt. Die beiden Kämpfe zwischen Bradley James Allan und Jackie Chan gehören zum Besten, was ich je in Jackie Chans Laufbahn gesehen habe. Leider wurde nur einer der beiden Kämpfe ordentlich in die Handlung eingewebt. Der andere fühlt sich schon wie erzwungener Fanservice an. Die restliche Geschichte passt zudem auch nicht so wirklich zu einer Action-Legende wie Jackie Chan, doch spielt er die Rolle des C.N. Chan mit Bravour. Mein Lob geht aber auch an Qi Shu, welche die Rolle der viel wichtigeren Bu ebenso toll spielt. Trotzdem bieten mir beide Genre-Anleihen zu wenig, sodass sich Under Control mit der Zeit richtig zieht. Wenn man sich den Film anschauen will, sollte man sich aber auf jeden Fall die Originalfassung anschauen, denn mit den fehlenden zwanzig Minuten in der deutschen Fassung ergeben manche Zusammenhänge viel weniger Sinn. Man kann sich Under Control zwar gefahrlos ansehen, doch Action-Fans sind hier eher falsch am Platz.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Under Control!

Review: Aldnoah.Zero – Vol. 1

Aldnoah.Zero - Vol. 1 (1)Bis zum heutigen Tag hat die Menschheit noch keinen Kontakt zu einer außerirdischen Lebensform aufgebaut. Im Anime Aldnoah.Zero hingegen ist die Kontaktaufnahme dank der Apollo-17-Mission geglückt. In der Realität war es der letzte bemannte Raumflug zum Mond.

Aldnoah.Zero - Vol. 1 (2)Im Jahr 1972 hat die Besatzung der Apollo 17 auf der Rückseite des Mondes das sogenannte Hypergate entdeckt, welches das Reisen zwischen Mond und Mars ermöglicht. Das entdeckte Portal wurde von den Erdlingen zunächst genutzt, um die Ressourcen des Mars auszubeuten. Auf der Oberfläche des roten Planeten haben die Menschen jedoch auch die Spuren einer seit Urzeiten untergegangen Zivilisation entdeckt. Die Überbleibsel der Arudonoa-Zivilisation hat der Menschheit einen ungeheuren Technologieschub ermöglicht. Als sich durch Spannungen die Kolonie auf dem Mars für unabhängig erklärte, kam es zu einem Krieg, der dazu führte, dass das Hypergate überlastet wurde und ein Großteil des Mondes abgespaltet wurde. Die Teile des Mondes landeten auf der Erde, wodurch überall auf dem Planeten Krater entstanden. Als der Krieg 1999 zwischen dem Planeten Erde und dem Kaiserreich Vuāsu auf lange Sicht zu keinem Ergebnis führte, entschied man sich zu einem Waffenstillstand und für den Frieden. Mittlerweile sind fünfzehn Jahre ins Land gestrichen und wir schreiben somit das Jahr 2014. Prinzessin Aseiramu Vuāsu Aryūshia ist auf dem Weg zur Erde, um die diplomatischen und politischen Beziehungen zwischen beiden Planeten zu vertiefen. Während auf der Erde die Ankunft der Prinzessin begrüßt wird, sorgt ihre Reise für Abneigung im Kaiserreich Vuāsu.

Kämpfe zwischen Kataphrakten

Aldnoah.Zero - Vol. 1 (3)Als auf die Prinzessin bei ihrer Fahrt zur Botschaft ein Anschlag mittels Raketen verübt und schließlich auf diesem Weg vermeintlich getötet wird, ist das für das Kaiserreich Vuāsu ein Angriff auf ihr Staatssouverän, wodurch das Militär die Kontrolle übernimmt und zugleich einen Angriff auf die Erde initiiert – schließlich haben die Schlachtschiffe im Orbit nur darauf gewartet, die Erde anzugreifen. So werden weltweit Städte wie New Orleans, Beijing oder Tōkyō als Ziele bestimmt und tausende Menschenleben werden innerhalb weniger Sekunden ausgelöscht. In der japanischen Stadt Shinawara bereiten sich die ersten Kadetten vor, um den Angriff abzuwehren. Der Krieg wird allerdings nicht Mann gegen Mann im üblichen Sinne geführt. Stattdessen sitzen die Kriegsteilnehmer in so genannten Kataphrakten. Dabei handelt es sich nicht um stark gepanzerte Ritter, die zu Pferde reiten, sondern um Mechs, die mit gigantischen Waffen aufeinander schießen oder einstechen. Sie bemerken dabei allerdings recht schnell, dass das Kaiserreich Vuāsu in den letzten fünfzehn Jahren die Rüstungsindustrie stetig vorangetrieben und Wissen über die Technologie der Arudonoa-Zivilisation gesammelt hat. So ist es den irdischen Kataphrakten nicht möglich, die feindlichen Mechs zu bekämpfen und müssen stetig Verluste hinnehmen. Das weckt aber nur den Kampfgeist der Erdbewohner.

Hauptaugenmerk: Kriegsführung

Aldnoah.Zero - Vol. 1 (4)Obwohl sich die Ereignisse in Aldnoah.Zero geradezu überschlagen, sind es nur sehr wenige Momente, die im Anime vorgestellt werden. Diese wenigen zwischenmenschlichen Momente bleiben uns dafür umso mehr in Erinnerung, doch aus Spoilergründen möchten wir auf diese an dieser Stelle nicht eingehen. Es sei nur so viel gesagt, dass das Zwischenmenschliche auch aus dem Innern der Kataphrakten zu spüren ist. Das Hauptaugenmerk liegt nämlich vor allem auf der Kriegsführung, denn schließlich müssen sich die Charaktere zunächst der überstarken Bedrohung stellen und ihren Feind verstehen lernen. An vielen Stellen wirkt der Anime sehr realitätsbezogen, denn einige Orte sehen so aus, als seien sie für den Anime nur mit einem Filter überzogen worden. Während ruhige Momente mit Klavierklängen unterlegt werden, sind die Kämpfe in adrenalingeladener Musik getränkt. Die Kataphrakten werden dabei in den meisten Szenen dreidimensional vor einem zweidimensionalen Hintergrund eingefangen. Das wirkt an manchen Stellen etwas störend, doch baut der Anime durchgehend auf diesem Stil auf, weshalb man schon vor dem Kauf sich damit arrangieren sollte. Wer sich aber dennoch auf Aldnoah.Zero einlässt, bekommt einen sehr spannenden und nervenaufreibenden Anime geboten, in denen vor allem die letzte Szene der ersten Episode große Kritik am Krieg übt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Der Anime Aldnoah.Zero richtet sich vor allem an Fans von Mech-Serien, die bereits Neon Genesis Evangelion und Co verschlungen haben. Die Serie charakterisiert politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme, die schließlich in zwei Kriegen enden. Der Beginn des zweiten Kriegs markiert den Auftakt des Animes, der mit einem Anschlag auf das Staatssouverän vom Kaiserreich Vuāsu beginnt. Dabei erhalten wir zwar nur einen geringen Einblick in das Leben der Erdbewohner und den Siedlern auf dem Mars, doch dafür bleibt im Angesicht der kritischen Auseinandersetzung einfach keine Zeit. Wie der Krieg zwischen den Kataphrakten geschlagen wird, ist die zentrale Frage der vorliegenden drei Episoden. Da man bisher nur wenig über beide Nationen erfährt und das Science-Fiction-Spektakel bislang noch ein wenig aufs Nötigste reduziert wirkt, fällt mir das Urteil schwer. Ich wurde zwar gut unterhalten, kann mir aber noch nicht vorstellen, wie die Reise des Anime enden wird. Weiterschauen werde ich die Serie aber auf jeden Fall!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Aldnoah.Zero – Vol. 1!

Review: Tōkyō Ghoul – Vol. 2

Tokyo Ghoul - Vol. 2 (1)In einem Moment ist man noch ein Mensch und im nächsten Augenblick erwacht man schon als Hybridwesen. Kaneki Ken muss sich dieser Realität stellen, denn nach einem Date mit der hübschen Kaneshiro Rize erwacht er im Krankenhaus halb als Mensch und halb als Ghul.

Tokyo Ghoul - Vol. 2 (2)Tōkyō Ghoul spielt im modernen Tōkyō, in denen Ghule schon immer unentdeckt getarnt als Menschen lebten. Sie unterscheiden sich lediglich ihrer Essensgewohnheiten. Zwar besuchen sie wie Menschen Cafés, Restaurants und andere Plätze, in denen sie typische Nahrung zu sich nehmen können, doch ist dieses Essen Gift für ihre Körper. Sie können es höchstens mit suggeriertem Kauen hinunterschlucken, doch bevor es vom Körper verdaut wird, müssen sie es aus ihrem Magen verbannen. So viel hat Protagonist Ken bereits gelernt. Damit er jedoch nicht zu einer Bestie mutiert und Menschen in Tōkyō auflauert, um sie schließlich zu töten und zu essen, muss er viel Kaffee trinken, denn das Heißgetränk ist das einzige, was ihn von seinem Hunger ablenkt. Wie gut, dass er im Café Anteiku Freunde findet, die ebenfalls Ghule sind und ihm einen Arbeitsplatz bieten. Mittlerweile sind mehrere Monate ins Land gezogen, doch hört Ken im Café immer wieder von Vorfällen, die sich in der japanischen Hauptstadt ereignen. Eine Spezialeinheit, bestehend aus Ghuljägern, die sogenannten Tauben, machen in den Straßen und Hinterhöfen von Tōkyō Jagd auf die Ghule. Aus diesem Grund müssen sich sowohl Ken, als auch seine Ghulfreunde vor den Tauben verstecken und zudem immer auf der Hut sein, sollten sie das Café verlassen – schließlich könnte jede Konfrontation die letzte sein.

Kannibalismus

Tokyo Ghoul - Vol. 2 (3)Ein neuer wichtiger Charakter im Anime Tōkyō Ghoul ist Tsukiyama Shū, der sich angeblich mit Rize auf einer sehr intellektuellen Ebene hervorragend austauschen konnte. Da Rize nicht mehr unter den Lebenden weilt, sieht er in Ken einen neuen Gesprächspartner, um sich über Literatur und berühmte Autoren austauschen zu können. Während Ken vor Shū gewarnt wird, ignoriert er ihre Warnungen und entdeckt in ihm einen anständigen Ghul, mit dem er sich nur wenige Tage später verabredet. Als sich Ken wegen dem nicht durchschaubaren Shū an einer Tassenscherbe schneidet, lädt der ihn gleich in ein edles Restaurant ein. Anstatt jedoch dort zu dinieren, taucht Shū nicht auf. Der Raum entpuppt sich als Fahrstuhl, sodass Ken hinab in den Keller des Gebäudes gefahren wird, wo eine riesige Arena auf ihn wartet. Dort soll Ken von einem Schlächter zu Tode gefoltert werden, damit sich dutzende Ghule an Kens Fleisch laben können. Als Shū bemerkt, dass Ken nur mit einem roten Ghulauge gesegnet ist, bricht er das Festmahl ab und tötet stattdessen den Schlächter. Ken beschwichtigt er damit, dass es nur ein sehr makaberer Scherz war und er niemals zugelassen hätte, dass man ihn tötet. Als Ken einen Tag später auf der Straße seinen früheren Feind Nishio Nishiki vor Kannibalen rettet und so seine Freundin kennenlernt, nutzt Shū die Gelegenheit, um einen perfiden Plan zu schmieden.

Menschlichkeit

Tokyo Ghoul - Vol. 2 (4)Tōkyō Ghoul nutzt die Folgen der zweiten Volume, um ein gesellschaftliches Problem in der Ghulwelt aufzuwerfen. Da Ghulfleisch für Ghule angeblich ungenießbar ist, wird Protagonist Ken zur optimalen Mahlzeit auserkoren. Nishiki, ebenfalls ein Ghul, wird nur wenig später zu einem Opfer von Ghulen, die sich an ihm laben wollen. Das Moralverständnis, welches bisher nur die Menschen betraf, rückt in den vorliegenden Episoden in den Mittelpunkt der Ghule. In Tōkyō Ghoul wird es zunehmend schwieriger, über die Entscheidungen einzelner Individuen zu urteilen. Schwierig ist auch der Einsatz der Tauben einzuordnen, da es diesmal freundliche Ghule trifft, die keine Jagd auf Menschen machen. Am optischen Erscheinungsbild hat sich in den Episoden 4 bis 6 nichts geändert. Nach wie vor sind die Grafiken optisch sehr scharf und das Bild kontrastreich. Hin und wieder wird dennoch kurz mit diffusem Licht gespielt, um ein paar Charaktere besser einfangen zu können. Musikalisch bleibt der Soundtrack auf einer sehr düsteren Ebene, denn heitere Szenen gibt es so gut wie nicht. Musik hat in den behandelten Episoden dennoch eine besondere Bedeutung. Beispielsweise wird die neunte Symphonie von Antonín Dvořák an einer Stelle eingespielt, um Shūs Kunstverständnis darzustellen. Uns gefällt es, da zwischen den makaberen Szenen so noch ein Überbleibsel Menschlichkeit bleibt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Tōkyō Ghoul hat mich theoretisch schon nach der ersten Episode auf eine Reise mitgenommen, die ich so schnell nicht beenden möchte, auch wenn der Anime nur aus zwölf Folgen besteht. Das heißt also, dass ich nach der zweiten Volume bereits die Hälfte der Serie erlebt habe. Der Anime hat mich mittlerweile aber nicht nur theoretisch begeistert, denn spätestens ab jener Szene, wo Ken vom Schlächter malträtiert werden soll, habe ich jede einzelne Minute von Tōkyō Ghoul genossen und in mir aufgesogen. Dabei bleibt die Serie nicht mehr ein bloßes Fantasy-Drama, sondern ein Anime, der sich mit gesellschaftlichen Problemen beschäftigt, die sich zum Beispiel in Form von Diskriminierung oder sogar im Kannibalismus unter Ghulen äußern. In Tōkyō Ghoul werden eben Probleme mit anderen Mitteln erörtert, wie man sie vielleicht von einem intelligenten Anime erwarten würde. Trotzdem sind viele der Sachverhalte in die Realität übertragbar. Ich bin gespannt, welche Themen Tōkyō Ghoul in der zweiten Hälfte der Serie noch aufgreifen wird und vor allem mit welchen Mitteln.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Tōkyō Ghoul!

Review: 1911 Revolution

1911 Revolution (1)Im Jahr 2012 jährte sich ein Ereignis zum einhundertsten Mal. Seit mehr als einhundert Jahren ist China ohne Kaiser; erst eine Republik, dann eine Volksrepublik. Zu diesem Anlass wurden die Ereignisse von 1910 bis 1912 im Film 1911 Revolution noch einmal zusammen gefasst.

1911 Revolution (2)Die Bevölkerung Chinas leidet zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht nur unter den feindlichen, ausländischen Mächten, die einige Teile des Landes besetzt haben, sondern auch unter der Regierung selbst. Die Qing-Dynastie herrschte zu diesem Zeitpunkt seit mehr als 250 Jahren. Da Kaiserinwitwe Longyu kaum etwas die Besatzer unternimmt und das Volk leiden muss, wird der Widerstand im Volk immer größer. Aus der Bevölkerung entsteht eine neue Armee, die sich den Streitkräften des Kaisers widersetzen. Anführer der Revolution sind Huang Xin und Sun Yat-sen. Letzterer ist für das Ziel der Revolution, die seit über zweitausend Jahren bestehende Monarchie zu stürzen, von besonderer Bedeutung. Zweitrangig wird im Film eine unterhaltende Geschichte erzählt, viel mehr möchte das Werk uns die Eckpfeiler der Revolution näherbringen, in der viel Blut vergossen wurde. So erleben wir in 1911 Revolution, wie der bewaffnete Aufstand von Wuchang stattgefunden hat und wie die Kaiserinwitwe zur Abdankung gezwungen wurde. Diese Szenen werden durchgehend mit informativen Texten, die teils ein Erzähler vorliest, kurz ein- oder ausgeleitet. Besonders gut zur Geltung wird die Reaktion des Kaiserhauses eingefangen, welches immer mehr an Macht verliert und bei den Revolutionären auch keine Chance mehr dazu hat, zumindest eine konstitutionelle Monarchie zu etablieren. Somit ist ebenfalls die andere Seite des Konflikts deutlich charakterisiert.

Die Xinhai-Revolution

1911 Revolution (3)Man möchte um jeden Preis eine Republik in China gründen; möglichst ohne Blutvergießen. Es ist beachtlich, wie gut die Charaktere mit ihren Vorstellungen der idealen Herrschaft im Land umgehen und welche Entwicklung sie im Verlauf der auf zwei Stunden ausgelegten Handlung durchmachen. Man kann von der heutigen Volksrepublik China halten was möchte, damals war eine Revolution, um eine Republik zu errichten, wohl unumgänglich, um China vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Somit kann man definitiv davon sprechen, dass die Xinhai-Revolution eines der bedeutendsten Ereignisse in der Geschichte Chinas, sogar eines der wichtigsten Ereignisse in der Weltgeschichte gewesen ist. 1911 Revolution ist ein beeindruckender Historienfilm, welcher das Nationalgefühl von China gut zum Ausdruck bringt und ein elementares Stück der chinesischen Geschichte behandelt. In die Rolle von Longyu schlüpft Joan Chen und Winston Chao verkörpert abermals Dr. Sun Yat-sen. Nicht nur von seinem verblüffenden Schauspieltalent, sondern auch vom Aussehen könnte man sich kaum jemand besseres für diese Rolle aussuchen. Dem einen oder anderen Zuschauer wird es verwundern, dass Jackie Chan in die Rolle des Huang Xin schlüpft. Ist das Multitalent normal für seine illustren Figuren in diversen Action-Filmen bekannt, mimt er hier einen ernsthaften Menschen. Chan ist aber nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur tätig.

Realistisches Kriegsszenario

1911 Revolution (4)Der Brillanz des Films tut dies allerdings keinen Abbruch. Da die Revolution nicht ohne viele blutige Auseinandersetzungen erkauft werden konnte, erleben wir in 1911 Revolution relativ viele Schusswechsel und auch diverse Schlachtfelder und Schützengraben werden vorgestellt. Bomben und Granaten explodieren mit ordentlichem Krach und wenn man sich erst einmal die Ausmaße der Auseinandersetzungen ansieht, dann wird man richtig in die Atmosphäre der Revolution gezogen. Man versteht das Leiden der Opfer und Verwundeten. Sämtliche Effekte wirken in Chans einhundertstem Film sehr realistisch. Ob dies wirklich sein hundertes Film ist, gesteht er in einem Interview, müsse er selbst erst einmal prüfen. Schließlich wirkt er in seinen Filmen nicht nur als Regisseur und Schauspieler mit und nimmt auch gerne mal die eine oder andere Position ein. Optisch sieht der Film in 1080p sehr gut aus, fällt aufgrund des Settings (Schützengräben, Schlachtfelder) oft etwas aus. Die Musik von Ding Wei untermalt das Geschehen passend. Bedrohliche, ruhige und wichtige Szenen werden ausgezeichnet zum Ausdruck gebracht. Die intelligenten Dialoge bereichern den Inhalt des Films, sowohl in der deutschen Synchronfassung als auch in Mandarin. Beide Tonspuren liegen auf der Blu-ray in DTS-HD 5.1 vor. Untertitel darf man sich in Deutsch und Niederländisch hinzuschalten.

Halbgares Bonusmaterial

1911 Revolution (5)Bei den eingangs bereits erwähnten eingeblendeten kleinen Texten in Mandarin und Englisch werden aber auch bei der deutschen Tonspur Untertitel hinzugeschaltet, die häufig zu schnell verschwinden. Hier hätte Mighty Titles die eingeblendeten Untertitel nach Fertigstellung ruhig noch einmal überprüfen  können. 75 Minuten Bonusmaterial sind auf der Blu-ray neben ein paar einzelnen Trailern ebenfalls enthalten, doch nur die halbstündige Pressekonferenz konnte uns wirklich überzeugen. Hier werden wichtige Fragen zu den Charakteren von Jackie Chan und Co beantwortet. Es wäre auch toll gewesen, mehrere Interviews mit dem Martial-Arts-Star und seinen Kollegen auf der Disc vorzufinden, doch einzig und allein das Interview mit Li Bingbing hat uns nicht sonderlich vom Hocker gehauen. Nicht informativ und zu kurz ist es ausgefallen. Der restliche Bonus beschränkt sich auf B-Roll-Material und kurze Making-ofs, die aber ebenfalls nur wie pures B-Roll-Material wirken. Eine Dokumentation über die Geschehnisse von 1911 hätten das Gesamtwerk abgerundet. Unterm Strich bleibt aber dennoch ein mehr als ansehnlicher Film. Wer sich für die Geschichte Chinas interessiert und sich dabei die eine oder andere Freiheit im Handlungsverlauf gefallen lässt, der darf sich auf 121 Minuten pure Spannung und tolle Dialoge in einem realistischen Setting freuen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die letzten einhundert Jahre von China sind sehr tragisch. Man stürzt zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Monarchie, um die Republik zu gründen, bis diese 1949 zur Volksrepublik umfunktioniert wird. Ohne die Revolution wäre dies de facto nicht möglich gewesen. Das unter den ausländischen Besatzern und der Herrschaft der Qing-Dynastie leidende Volk beginnt sich nach den Opiumkriegen gegen die Ungerechtheit langsam aber sicher aufzulehnen. Das Ergebnis ist eine Revolution, die aus der Monarchie in China schlussendlich eine bis heute währende Republik, wenn vielleicht auch in einer nicht von Anfang an so gewollten Form, besteht. Ich finde es erstaunlich, wie gut die Rollen von Huang Xin und Sun Yat-sen in 1911 Revolution verkörpert werden. Der Film hat genau die richtige Länge, greift alle wichtigen Eckpfeiler ab und nimmt sich dabei auch die eine oder andere Freiheit, um die Geschichte weiterzuspinnen. Einzig allein interessant hätte ich es gefunden, die am Ende der Handlung angelegten Verhandlungen etwas in die Länge zu ziehen und mehr über die Herrschaft der Qing-Dynastie zu erfahren. Die Ausgangslage ist im Film einfach nur, dass die Herrschaft unter den Qing schlecht ist. Bei meinem ersten Review zu 1911 Revolution von 2012 habe ich beschlossen, dass ich den Film erst wieder anschaue, wenn mein Hintergrundwissen über die chinesische Geschichte gewachsen sei. Mir sind zwar nicht viele neue Details aufgefallen, doch habe ich durch mein Studium nun ein wesentlich besseres Verständnis für die Hintergründe erlangt. Nach wie vor möchte ich dem Film allen empfehlen, die sich für die Geschichte Chinas interessieren.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von 1911 Revolution!

Gewinnspiel (4. bis 30. Juli 2015)

Gewinnspiel Inazuma Eleven Go - HomepageAm dritten Juli 2015 hat Gameplay Gamers bereits den fünften Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass verlosen in diesem Jahr in freundlicher Zusammenarbeit mit Nintendo einmal das Spiel Inazuma Eleven Go – Chrono Stones: Flammenwall und einmal das Spiel Inazuma Eleven Go – Chrono Stones: Donnerknall, jeweils für den Nintendo 3DS. Um an unserem Gewinnspiel teilzunehmen, habt ihr mehrere Möglichkeiten, die ihr gerne miteinander kombinieren dürft. Für jede Teilnahme erhaltet ihr Lose; je mehr Lose man besitzt, desto höher sind am Ende die Gewinnchancen. Wie folgt könnt ihr am Gewinnspiel teilnehmen:

1. Schreibt unter diesem Beitrag einen kurzen, aber aussagekräftigen Absatz, welches der beiden Spiele ihr gewinnen wollt und warum. (3 Lose)

2. Gratuliert uns unter diesem Beitrag zu unserem fünften Geburtstag und teilt uns mit, welche Aspekte unserer Homepage wir in Zukunft noch verbessern können. Markiert euren Kommentar bitte entweder mit #flammenwall oder #donnerknall. (2 Lose)

3. Teilt das Bild zum Gewinnspiel auf unserer Facebook-Seite öffentlich mit euren Freunden und hinterlasst uns unter dem Bild einen Kommentar, den ihr mit #flammenwall oder #donnerknall markiert. (3 Lose)

4. In separaten Kommentaren unter dem Gewinnspielbild dürft ihr Freunde markieren, um auf das Gewinnspiel hinzuweisen. Für jeden Freund, der unsere Seite ein „Gefällt mir“ spendiert und das in einer Antwort auf euren Kommentar bestätigt, erhalten beide Teilnehmer zusätzliche Chancen. (je Freund 2 Lose)

5. Ihr abonniert hier unseren Newsletter. (1 Los)

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren Erstwohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Minderjährige Nutzer müssen vor der Teilnahme eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten einholen. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und Nintendo sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die jeweils gewünschten Anforderungen erfüllen. Erfüllt kein Teilnehmer die Anforderungen, wird der Gewinn unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Die Gewinner der Verlosung werden schriftlich nach Ablauf des Gewinnspiels ab dem 31.07.2015 informiert. Sie haben anschließend 72 Stunden Zeit, sich bei uns zu melden. Andernfalls erhält nach denselben Gewinnspielregeln ein anderer Teilnehmer die Chance auf den Gewinn. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner namentlich nicht auf Gameplay Gamers oder Facebook erwähnt. Sie dürfen sich dort aber sehr gerne selbst als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 30.07.2015, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Gameplay Gamers feiert den fünften Geburtstag!

Gameplay Gamers feiert den vierten Geburtstag (1)Hochgeschätzte Gameplay-Gamers-Leser,

fünf Jahre sind eine lange Zeit. Trotzdem sind sie wie im Flug vergangen, denn kaum tippen wir diese Zeilen für euch, gehen uns viele schöne und manchmal sogar traurige Erinnerungen der letzten Jahre durch den Kopf. Immer wenn wir von einer Messe kommen und Erlebnisse verarbeiten, realisieren wir, dass sich die Branche weiter entwickelt. Mit einem Grinsen im Gesicht freuen wir uns inständig schon auf die nächsten Jahre, um völlig neue Ideen erleben zu wollen. Diese schönen Momente werden zum Glück nicht oft von schlechten Nachrichten überschattet, so auch Björn Rohwers Rücktritt als stellvertretender Chefredakteur kurz nach unserem vierten Geburtstag. Trotzdem wünschen wir ihm viel Glück auf seiner weiteren Reise und wissen bekanntlich, dass man sich immer zweimal im Leben trifft.

Unser Redaktionsteam, derzeit bestehend aus drei festen Mitarbeitern, schreiben für euch seit dem Jahr 2010 Artikel zu Videospielen, Anime, Manga, ostasiatischen Filmen und Kultur. Jede Erfahrung, die wir mit einem neuen Bericht sammeln, lassen wir in nachfolgende Artikel selbstverständlich seit jeher einfließen. Das betrifft sowohl unsere Artikel, als auch unsere Webseite. Nicht immer werdet ihr diese Veränderungen oberflächlich bemerken, doch beim genauen Betrachten sind sie im Detail jederzeit zu erkennen. Auch wenn wir mit unserer Internetpräsenz derzeit mehr als nur zufrieden sind, überlegen wir uns weiterhin, wie wir Gameplay Gamers künftig noch weiter verbessern können. An dieser Stelle bleibt uns daher nur eines möglich: Vielen Dank für tolle fünf Jahre mit euch!

Eric Ebelt

Prime Time: One Piece (TV-Box 9 + Film 8) Unboxing

Bereits vor einer ganzen Weile haben wir euch sowohl die neunte Serienbox von One Piece, als auch den achten Film des Franchises in Form von Reviews vorgestellt. Klassisch möchten wir das mit einem Unboxing-Video abschließen, bevor wir euch schon in Kürze die nächste Serienbox in einem weiteren Review vorstellen. Viel Spaß beim Anschauen!