Review: Nisekoi: Liebe, Lügen & Yakuza – Vol. 1

Nisekoi - Liebe, Lügen & Yakuza - Vol. 1 (1)Die Geschichte von William Shakespeares Romeo und Julia, welche sich um ein Liebespaar dreht und in einer Katastrophe endet, dürfte in der Grundfassung jedem bekannt sein. Manga-Autor Naoshi Komi nahm sich Shakespeares Werk als Vorbild und schuf daraufhin Nisekoi.

Nisekoi - Liebe, Lügen & Yakuza - Vol. 1 (2)In der deutschen Anime-Veröffentlichung erhält Nisekoi noch den Zusatz Liebe, Lügen & Yakuza. Aus Familie Montague wird Familie Ichijō, dessen Oberhaupt einen Yakuza-Klan leitet und aus den Capulets werden die Kirisakis, die eine verfeindete Bande darstellen und in den Bezirk der Yakuza vordringen. Raku Ichijō möchte allerdings nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten und stattdessen ein angesehener Beamter werden. Während das alle dem Klan angehörenden Yakuza nicht verstehen können, hört sein Vater ihm nicht einmal zu und plant im Hintergrund, wie er ihn doch auf seine Seite ziehen kann. Auf dem Schulweg stößt Raku mit einem blonden Mädchen zusammen. Direkt wird den beiden Individuen klar, dass sie sich nicht ausstehen können und gehen sofort getrennte Wege, bis eben jenes Mädchen in der ersten Schulstunde als Rakus neue Mitschülerin Chitoge Kirisaki vorgestellt wird. Das schockt die beiden zunächst, doch schließlich kann man sich auch in einem Klassenraum noch ganz gut aus dem Weg gehen – allerdings nur, bis Raku plötzlich auffällt, dass sein geliebtes Amulett verschwunden ist. Er fordert Chitoge auf, ihr bei der Suche zu unterstützen. Obwohl sich diese erst wehrt, willigt sie ein, ihm zu helfen – aber nur unter der Vorraussetzung, dass sie in der Schule nie mehr miteinander reden werden. Daraus wird allerdings absolut nichts!

Schlüssel zum Herzen eines Menschen

Nisekoi - Liebe, Lügen & Yakuza - Vol. 1 (3)Das beginnt damit, dass Raku von seiner Lehrerin den Auftrag erhält, Chitoge in der Schule herumzuführen und sich zusammen um die ausgesetzten Tiere zu kümmern, welche auch in der Schule untergebracht werden. Die Suche nach dem Amulett entpuppt sich allerdings als schwieriger als gedacht. Chitoge gelingt es zwar mit Mühe und Not, das Amulett zu finden, doch wird sowohl ihr als auch ihrer gemeinsamen Klassenkameradin Kosaki Onodera klar, warum Raku so sehr an diesem Schmuckstück hängt. Als er jünger war, hat er einer Freundin versprochen, gut auf das Amulett (welches übrigens auch über ein Schloss verfügt) zu achten, während diese Freundin den Schlüssel verwahrt. Nach so vielen Jahren kann sich Raku aber weder an den Namen, noch an das Gesicht des Mädchens erinnern. Allerdings ist ihm dieses Ereignis nachhaltig in Erinnerung geblieben. Der Schlüssel zu diesem Schloss, welcher auch wunderbar als Metapher zu verstehen ist, ist im Grunde aber nicht verloren, sondern schon in greifbarer Nähe. Wie genau wir das meinen, müsst ihr in Nisekoi allerdings schon mit eigenen Augen erleben. Zudem fragt ihr euch jetzt sicherlich, was das ganze Liebestheater mit Romeo und Julia zu tun hat. Im Grunde erzählt es anfangs die gleiche Geschichte, doch dreht Komi die Rollenverteilung um. Nicht Raku und Chitoge wollen sich lieben, sondern ihre Familien.

Vorgetäuschte Liebe

Nisekoi - Liebe, Lügen & Yakuza - Vol. 1 (4)Lieben heißt hier allerdings mehr zusammenarbeiten, denn bevor die Familienfehde sich noch zu einem Krieg entwickelt, beschließen die Oberhäupter, dass ihre Kinder für mindestens drei lange Jahre ein Paar sein müssen, damit die hitzigen Gemüter ihrer Väter nicht explodieren. In den ersten Folgen erhalten wir also einen Einblick in das Gefühlsleben von Chitoge und Raku, die sich in wenigen Momenten echt gern haben, aber sich eigentlich gegenseitig an die Gurgel gehen wollen. Dazu gesellen sich noch Gang-Mitglieder und Yakuza, welche sowohl Chitoge, als auch Raku, das Liebespaar nicht abkaufen wollen, um einen Grund zu finden, sich weiter zu bekämpfen. Außerdem müssen sie das Paar auch vor ihren Klassenkameraden mimen und das trifft besonders Kosaki, denn die hat geheime Gefühle für Raku. Das Liebesdreieck, wie wir es schon aus Die Ewigkeit, die du dir wünschst kennen, schlägt auch in Nisekoi: Liebe, Lügen und Yakuza zu. Anders wie in der Anime-Umsetzung der Dating-Simulation erreicht Nisekoi allerdings nicht so starke Tiefen und drückt auch nicht dermaßen auf die Tränendrüse – viel mehr besticht Nisekoi mit viel (gewolltem) Humor. Das wird zum Glück mit einer guten Portion Action untermalt, wodurch die lustigen Szenen stark überzeichnet sind. Während die Story ihr Potenzial erst noch ausspielen muss, kann uns zumindest der Humor begeistern.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nisekoi: Liebe, Lügen & Yakuza bedient sich klar an der Vorlage von William Shakespeares Romeo und Julia. Allerdings hat sich der Autor des Manga einen intelligenten Kniff ausgedacht und dreht die Rollenverteilung sehr geschickt um. Nicht die beiden Titelhelden, im übertragenen Sinne also Raku und Chitoge, wollen gegen den Willen ihrer Familien zusammen sein – hier sind es die Oberhäupter der beiden verfeindeten Familien, die den Frieden aufrechterhalten und einen Krieg verhindern wollen und ihre beiden Kinder zu einem Paar machen. Besonders unter dem Aspekt, dass die beiden Streithähne sich nicht ausstehen können, werden viele Szenen verkompliziert, denn es muss zum einen der Schein aufrechterhalten werden und zum anderen dürfen Gefühle anderer Menschen ebenfalls nicht verletzt werden. Besonders lustig wird das durch überzeichneten Humor, der genau richtig eingesetzt wird. Allerdings erhält die Story nach der ersten Episode dadurch kaum weitere Höhepunkte und Nisekoi läuft Gefahr, sich in einer flachen Handlung zu verlieren. Das Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden und ich hoffe sehr, dass Nisekoi es in den nächsten Episoden geschickt nutzen wird, um mich dauerhaft bei Laune zu halten.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Nisekoi: Liebe, Lügen und Yakuza (Vol. 1)!

Review: The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D

The Legend of Zelda - Majora's Mask 3D (1)Als The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D erschien, war die Freude unter den Fans groß. Das Verlangen nach einer 3D-Version von The Legend of Zelda: Majora’s Mask stieg an und nach zahlreichen Anspielungen seitens Nintendo erschien der Titel schlussendlich im Februar.

The Legend of Zelda - Majora's Mask 3D (2)Große Änderungen gibt es, wie damals schon in Ocarina of Time 3D, auch hier nicht. Nach wie vor schlüpfen wir in die Rolle des Hylianer Link, der nach seinem Abenteuer in Hyrule in die weite Welt aufbricht. Als er durch einen düsteren Wald reitet, ahnt er nichts Schlimmes. Plötzlich erschreckt jedoch das Horror-Kid ihn und sein Pferd Epona. Kurzerhand stiehlt das Horror-Kid, welches von den beiden Feen Tael und Taya begleitet wird, Links Fohlen und macht sich mit seiner Okarina auf und davon. Link nimmt selbstverständlich die Verfolgung auf, doch legt das Horror-Kid bei der nächstbesten Gelegenheit einen Fluch über den Helden. Fortan muss Link sein Dasein als Deku fristen. Zudem wird dabei die Fee Taya vom Horror-Kid und Tael getrennt, weshalb sich die beiden Feinde zusammentun und zu Freunden werden. Über einen magisches Weg gelangen sie nach Unruh-Stadt in der Parallelwelt Termina. Hier wartet allerdings noch nicht das Horror-Kid auf sie, sondern ein Mond, der droht, in nur drei Tagen auf die Erde zu stürzen. Schuld daran ist, wie uns der Maskenhändler im Uhrturm, dem Ausgangspunkt aller Abenteuer in Majora’s Mask 3D, versichert, jenes Horror-Kid, welches Majoras Maske gestohlen hat und nun damit bösartige Taten vollbringt. Link und Taya stehen somit 72 Stunden zur Verfügung, um das Horror-Kid zu finden und das Unheil abzuwenden.

Dämmerung des ersten Tages

The Legend of Zelda - Majora's Mask 3D (3)Das klingt zunächst nach sehr viel Zeit, doch eine Stunde in Termina sind umgerechnet circa eine Minute Spielzeit. Für einen Teil der The-Legend-of-Zelda-Reihe wirkt das zunächst sehr erschreckend, doch der Kniff des Serienteils eröffnet sich uns bei der Konfrontation mit dem Horror-Kid in den letzten sechs Stunden dieser drei Tage. Wir ergattern die Okarina zurück, erinnern uns an die Hymne der Zeit und reisen mit dem Lied an den Anfang der Zeitspanne. Der Mond hat sich etwas zurückgezogen, die Leute sind noch nicht so ganz in Panik geraten und überall in der heiteren Stadt freut man sich auf den Karneval der Zeit. Zum Glück bricht mit der ersten Zeitreise auch der auf Link lastende Fluch. Mit der Deku-Maske kann er sich nun jederzeit in einen Deku verwandeln, um die Vorteile des Deku-Daseins auszunutzen. So sehr wir uns mit Link darüber freuen, so wenig ist der Maskenhändler erpicht über unsere Rückkehr. Majoras Maske konnten wir mit dem Horror-Kid nämlich noch nicht abluchsen. Bis wir die Macht haben, um die finsteren Mächte der Maske zu bekämpfen, vergehen noch etliche Spielstunden. Unser Ziel ist es nämlich, in alle vier Himmelsrichtungen zu reisen und die dort schlummernden Geister zu wecken. Eine Legende von Termina berichtet nämlich von vier Giganten, die einmal zum Karneval der Zeit erschienen sind und der steht ja kurz bevor.

Es verbleiben 72 Stunden

The Legend of Zelda - Majora's Mask 3D (4)Die Gebiete von Termina sind sehr abwechslungsreich ausgefallen. Im Süden erstrecken sich die Sümpfe des Dämmerwalds und im Norden erklimmen wir den Pic Hibernia. Reisen wir in den Westen, erreichen wir das Meer und somit die Schädelbucht. Im Osten hingegen markiert ein Canyon, in dem Geister ihr Unwesen treiben, eine weitere Grenze der Fantasy-Welt. Alle Orte müssen wir im Verlauf der Handlung erkunden und uns als Problemlöser bereitstellen. Da möchte eine Prinzessin gerettet oder der Frühling zur Rückkehr gebeten werden. Ob wir in der Zeitspanne von 72 Stunden ein komplettes Gebiet erkunden können, hängt davon ab, wie gut wir uns mit der Umgebung vertraut machen. Im Normalfall reicht diese Zeit aber nicht aus. Zum Glück erhalten wir nach dem Überwinden einer Etappe meist einen Gegenstand, der uns die vorherige Arbeit erspart, sollten wir zurückkehren. Sämtliche Gebrauchsgegenstände sind nämlich auch dann noch in unserem Inventar, wenn wir die Zeit zurückdrehen. Einzig und allein Verbrauchsobjekte verschwinden, doch Pfeile, Bomben und Rubine finden wir auf den Ebenen von Termina in Massen. Für letzteres gibt es sogar eine Bank, für welche die Regeln der Zeit ebenfalls nicht gelten. Wie wir teilweise mit der Zeit umgehen, sollte gelegentlich ein Paradoxon auslösen, aber so genau haben es die Entwickler zum Glück nicht genommen.

Maskenball

The Legend of Zelda - Majora's Mask 3D (5)Am Ende eines jeden Gebiets wartet ein Dungeon auf uns, in denen wir uns in viele Kämpfe verstricken lassen und allerhand Rätsel lösen. Der Rätselanteil steigt von Tempel zu Tempel zum Glück enorm und bietet hin und wieder richtige Kopfnüsse. Zudem gibt es, wie von der Serie gewohnt, in jedem Dungeon einen Schlüsselgegenstand, mit dem wir bestimmte Rätsel überhaupt erst lösen können. Ohne diese Items würde sich auch die weitere Reise durch das Land Termina erschweren beziehungsweise unmöglich machen. Abwechslungsreiche Items wie im Vorgänger Ocarina of Time gibt es in Majora’s Mask allerdings nicht. Das hat auch den einfachen Grund, dass sich die Entwickler auf andere Aspekte des Spiels konzentriert haben. Neben den typischen Items wie den Bogen, den Fanghaken oder die Krabbelminen, gibt es außerdem jede Menge Masken zu finden. Diese erhalten wir, wenn wir uns mit den Bewohnern der Spielwelt anfreunden und uns in ihr Leben einmischen. Diese Geschichten bereichern die Atmosphäre des Spiels enorm. Da verhindern wir kurz nach Mitternacht mal einen Überfall auf eine ältere Dame, schlichten den Disput zwischen den Handwerkern und den Stadtsoldaten im Büro des Bürgermeisters, beschützen die Farm vor Außerirdischen oder helfen einem Liebespaar, welches eine schwierige Zeit durchmacht, zusammen zu kommen.

Freizeitbeschäftigungen

The Legend of Zelda - Majora's Mask 3D (6)Alle Masken haben zudem verschiedene Auswirkungen auf die Umwelt. Mit der Felsmaske werden wir von den Gerudo in der Piratenfestung nicht mehr wahrgenommen, mit der Bremer Maske können wir kleine Tiere marschieren lassen und mit der bereits aus Ocarina of Time bekannten Maske der Wahrheit erhalten wir von den Allwissenden Steinen Informationen, die kleine Hinweise auf die Bewohner der Spielwelt preisgeben. Den Großteil der Charaktere, die wir im Verlauf des Spiels treffen, kennen wir bereits aus Ocarina of Time. Es gibt nur wenige Figuren, die extra für das Spiel entworfen worden sind. Uns macht das allerdings nichts, da es so des Öfteren vorkommt, dass wir über etwaige Sachverhalte schmunzeln dürfen. Durch die vielen Masken fällt sofort auf, dass es in Majora’s Mask wirklich sehr viel zu tun gibt. Gerade die Fülle an Nebenbeschäftigungen, die nur an bestimmten Tagen und gewissen Uhrzeiten wahrgenommen werden können, machen die Spielwelt richtig stimmig. Dadurch, dass wir mit einem fortlaufenden Spielstand auch immer mehr Optionen haben, wie wir mit der Spielwelt interagieren können, kombinieren wir clever Orte mit Aufträgen, die vorher unzugänglich für uns waren. Ein Glück, dass im Notizbuch, welches wir zu Beginn des Spiels erhalten, alle wichtigen Aufgaben mit Zwischenschritten übersichtlich permanent aufgelistet werden.

Packendes Spielerlebnis

The Legend of Zelda - Majora's Mask 3D (7)Damals wie heute beeindruckt Majora’s Mask mit (für die jeweilige Plattform) fabelhaften Grafiken und Texturen. Damit das Spiel auf dem Nintendo 64 überhaupt lauffähig war, kam man um den Kauf des Expansion-Paks (einer Arbeitsspeicher-Erweiterung für das Nintendo 64) nicht herum. Diese Anschaffung entfällt bei Majora’s Mask 3D allerdings. Auf dem 3DS sehen alle Texturen wirklich gut aus. Einzig und allein schade ist, dass die Framerate kurz in den Keller geht, wenn zu viele Objekte gleichzeitig dargestellt werden. Das wäre sicherlich vermeidbar gewesen. Dafür entschädigt jederzeit der großartige Soundtrack, der mit seinen mystischen Klängen wunderbar zur apokalyptischen Weltuntergangsstimmung des Spiels passt. Majora’s Mask 3D ist eines der wenigen Spiele, die das Schiebepad Pro unterstützen. Die Kameraführung wird dadurch erheblich verbessert. Wir können euch nur zur Nutzung der Peripherie raten. Wer einen New Nintendo 3DS (XL) besitzt, kann auch den C-Stick zur Steuerung benutzen. Ärgerlich ist allerdings, dass sowohl die Schultertasten des Schiebepad Pros, als auch die des Hardware-Updates, nicht angesprochen werden. Da man ständig zwischen Items und Masken wechseln muss, hätte diese Funktion das Spielerlebnis deutlich erhöht. Trotzdem wartet hier einer der besten Teile des The-Legend-of-Zelda-Epos auf euch!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Nintendo-64- und der Nintendo-3DS-Fassung): Als ich im Jahr 2002 zum ersten Mal The Legend of Zelda: Majora’s Mask gespielt habe, habe ich mich auf Anhieb in das Spiel verliebt. Von der ersten Minute an werde ich in ein packendes Epos voller spannender Geschichten und illustren Charaktere hineingeworfen. Ich darf eine Welt erkunden, die kurz vor dem Untergang steht und bekomme die Möglichkeit, diese Welt vor der drohenden Apokalypse zu retten. Gut, das mag in Fantasy-Spielen nichts neues sein, doch die Idee hinter Majora’s Mask, dass ich jederzeit die Zeit vorspulen oder zum Ausgangspunkt meiner Reise zurückkehren darf, finde ich grandios. Dadurch erhalten alle Charaktere einen Tagesablauf, wodurch ich sie an unterschiedlichen Stellen der Spielwelt wiedertreffe und mich in ihr Leben einmischen darf. Schließlich wird man für fast alles auch reichlich belohnt! Die Charaktere fühlen sich für mich schon wie eine zweite Familie an – so authentisch wirkt die Atmosphäre des Spiels auf mich! Gekoppelt mit den stark aufgebohrten Texturen der 3DS-Fassung und der Untermalung mit mystischen Klängen, die mich sowohl durch die Oberwelt, als auch durch die Dungeons begleiten, werde ich richtig ins Spiel hineingezogen. Majora’s Mask ist und bleibt meine Lieblingsepisode der Reihe und ist in meinen Augen sogar der beste Serienteil, der auf dem 3DS in ein würdiges und erfrischendes Gewand gesteckt wurde.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D!

Review: Coppelion – Vol. 1

Coppelion - Vol. 1 (1)Japan ist eine Nation, die auf Atomenergie angewiesen ist, um den Energiehaushalt decken zu können. Wie man den Umgang mit Atomkraft kritisiert, bewies Ishirō Honda schon im Jahr 1954 mit Godzilla. Dass Kritik in Manga-Form funktioniert, beweist Tomonori Inoue mit Coppelion seit 2008.

Coppelion - Vol. 1 (2)Die Story von Coppelion setzt zeitlich irgendwann in den Jahren bis zur Jahrhundertwende ein, denn mehr Informationen möchte man uns auf der Packungsrückseite in Form des Jahres 20XX nicht verraten. Was im ersten Moment nach der Mega-Man-Videospielserie klingt, ist im Anime aber glücklicherweise ganz anders. Coppelion erzählt von einer Katastrophe, die die ehemalige Hauptstadt Japans kontaminiert hat. Die radioaktive Strahlung macht das Leben in und um Tōkyō nahezu unmöglich. Trotzdem leben immer noch vereinzelt Menschen in der einstigen Millionenmetropole, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen weigern, diese zu verlassen. Daraufhin bildet die Regierung die so genannte Sondertruppe der Dritten Division der Bodenstreitkräfte, welche sich gleich aus zwei Teams zusammensetzt. In den ersten vier Episoden von Coppelion wird vor allem Wert auf die Schilderung der Rettungseinheit gelegt. Diese Einheit besteht aus den drei Charakteren Ibara, Aoi und Taeko. Die drei jungen Frauen, die man äußerlich sofort als typisch normale Schulmädchen identifizieren würde, können sich aufgrund ihrer genetischen Struktur ohne Schutzanzug in die kontaminierte Zone wagen, denn die Strahlung im Stadtzentrum ist so hoch, dass die Schutzanzüge der Dritten Division absolut nicht ausreichen würden, um die Menschen vor der (fast) unsichtbaren Gefahr zu schützen.

Erschreckende Bestandsaufnahme

Coppelion - Vol. 1 (3)Während ihres ersten Ausflugs in die ehemalige Hauptstadt, lernen die drei Protagonistinnen einige unterschiedliche Charaktere kennen, welche das Ausmaß der Zerstörung und gar deren Überlebenswillen in dieser dystopischen Welt kennzeichnen. Während die Familie Kawabata durch die starke Verstrahlung vor allem psychologisch belastet wird, versucht Denjirō Shiba, der das Kraftwerk im Herzen der Stadt entworfen hat, die restlichen Tōkyōter mit Nahrung zu versorgen und ihr Überleben zu sichern. Wohlgemerkt spielt die Handlung von Coppelion zwanzig Jahre nach dem tragischen Vorfall. Durch die Dialoge zwischen den Figuren wird sehr viel Kritik am Umgang mit Atomenergie geübt. Da der Anime, anders als der Manga, nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima erschienen ist, spricht er nachhaltig auf dieses Ereignis an. Teile der Präfektur Fukushima werden schließlich noch hunderte Jahre lang nicht bewohnbar sein. Ebenfalls in der Kritik steht die fehlende Endlagerlösung für Nuklearabfall. Gezeigt wird dies (für Anime-Verhältnisse) mit beeindruckenden Bildern. Ein riesiger Sarg aus Beton oder ein ganzer See voller Fässer mit Atommüll. Obwohl Coppelion nicht mit Verweisen auf reale und erschreckende Tatsachen geizt, verfügt der Anime zum Glück über weitere Qualitäten, welche für den Unterhaltungswert für den Zuschauer verantwortlich sind.

Glaubwürdige Gestaltung

Coppelion - Vol. 1 (4)Die Dialoge zwischen Ibara, Aoi und Taeko sind abseits der ernsten Momente lustig gestaltet. Aoi freut sich darüber, ein Mensch zu sein, der jegliche Nahrung genießen kann, während die Anführerin der Gruppe, Ibara, eher pragmatisch ist und sich stattdessen lieber eine Sprite mit den nötigen Nährstoffen verabreicht. Ihre Taten spiegeln sich auch in ihren Charakterzügen wieder. Taeko ist somit ein recht einfühlsamer Mensch; sie macht sich selbst Gedanken um verwundete Wölfe am Straßenrand, die für sie eigentlich eine große Gefahr darstellen. Alle Charaktere wirken, bis auf vereinzelte Eigenschaften, sehr real und somit nachvollziehbar. Wie bereits erwähnt, beeindruckt Coppelion mit beeindruckenden Bildern. Dank der Full-HD-Auflösung der Blu-ray-Fassung wird Tōkyō, welches langsam von der Natur zurückerobert wird, atmosphärisch eingefangen. Störend fallen vereinzelt nur zu starke Konturen auf, welche die Charaktere vom Hintergrund abheben sollen. Dafür beeindruckt die Soundkulisse. Sowohl die Effekte, als auch der Soundtrack ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Stimmig ist auch das physische Bonusmaterial, welches in Form eines 24-seitigen Booklets vorliegt. Das Heftchen wurde von Kazé Anime sorgfältig mit vielen Informationen zu Charakteren und mit Fakten gespickt. Schlussendlich liefert es klare Inhaltsangaben zu den vier Folgen. Klasse!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Coppelion bietet Spielraum für reichlich Interpretationen. Viel wichtiger ist jedoch, dass Coppelion auch für den Laien die Kritik am Umgang mit Atomenergie deutlich machen kann. Regisseur Shingo Suzuki beweist mit starken Bildern in Anime-Form, wie eine nukleare Katastrophe aussehen kann, wenn man nicht damit aufhört, Atomenergie zu verwenden oder endlich eine Endlagerlösung findet. Gekoppelt wird dies mit einer spannenden Handlung, die im Serienauftakt allerdings noch sehr viel Wert auf eine vernünftige Einführung der Charaktere legt und die ersten Gegenspieler andeutet. Dazu gesellt sich Action, die zwar schon ein wenig übertrieben für so ein ernstes Werk wirkt, aber dennoch unterhalten kann. Es ist zwar schade, dass bereits nach vier Folgen vorerst Schluss mit Coppelion ist, doch dank des sorgfältig gestalteten Booklets kann ich mich auch nach dem Abspann mit der Serie auseinandersetzen, Hintergründe erfahren und Motive entdecken, die beim Schauen unentdeckt geblieben sind. Wer sich mit ernsten Hintergründen in einem sehr gut gestalteten Anime auseinandersetzen will, sollte sich Coppelion unbedingt anschauen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Coppelion – Vol. 1!

Review: The Order: 1886

The Order 1886 (1)Bereits vor dem offiziellen Release von The Order: 1886 wurde das Spiel sowohl von Gamern, als auch von der Presse heftig diskutiert. Je näher die Veröffentlichung rückte, desto eher war es allen klar, dass The Order: 1886 ein Spiel mit extrem vielen Zwischensequenzen sein wird.

The Order 1886 (2)Das merken wir bereits im Prolog des Spiels, in welchem wir Ende November des Jahrs 1886 von zwei Männern mit unserem Kopf in ein Wasserbecken getunkt werden. Wir wissen nicht, wie lange wir schon in dem Gefängnis gehalten werden, doch genug ist irgendwann einfach genug. Wir können uns aus den Fängen unserer Peiniger befreien und gelangen so endlich an die Oberfläche, wo wir prompt von Jägern und Vertrauten gejagt und beschützt werden. Der letzte Ausweg für uns ist der Fall ins kalte Wasser der Londoner Themse. Danach macht die Handlung einen Zeitsprung zurück in den Oktober 1886. Unser Leben scheint hier noch nach den für uns geltenden Regeln abzulaufen. Wir sind Sir Galahad, Mitglied des Ritterordens – und wir können uns noch nicht im Entferntesten ausrechnen, wie sich unser Leben innerhalb von nur einem Monat sich dermaßen verändern wird. Als Mitglied des Ritterordens sind wir Teil eines Krieges und bekämpfen in den Londoner Straßen die gefährlichen Halbblüter; halb Mensch, halb Tier. Dies ist allerdings nur die Rahmenhandlung des Universums, in dem wir uns gerade zurechtfinden wollen. Schnell geraten wir in einen Konflikt mit den Rebellen, die Königin Victoria am liebsten am Galgen baumeln sehen wollen. Später mischen sich noch eine indische Fraktion und Vampire ins Geschehen ein. All diese Verbindungen führen uns in ein Geflecht aus Lügen und Verrat, welches wir im Verlauf der Story durchschauen müssen.

Filmreife Inszenierung

The Order 1886 (3)Mehr wollen wir zur Handlung von The Order: 1886 nicht verraten, denn das Spiel lebt sehr von der Story und den dutzenden Zwischensequenzen. Diese nehmen auch den Hauptteil des Spiels ein. Um diesen Fakt kommt kein Interessent drumherum, denn während das Spiel nach circa acht Stunden endet, haben wir in dieser Zeit vielleicht zwei Stunden damit verbracht, in der Gegend herumzuballern. Die Zwischensequenzen werden immerhin mit reichlich Quick Time Events aufgelockert. Ärgerlich ist allerdings, dass wir diese Events in der Regel immer auslösen müssen. Alternative Wege, einen Konflikt zu lösen, gibt es so gut wie nie. Besonders im Finale ist das sehr ärgerlich und eben deshalb wird der Epilog definitiv noch viel diskutiert werden. Man merkt den Zwischensequenzen allerdings sehr an, wie sehr das Entwicklerteam an seiner Story um Galahad, Perceval und Co festhält und wie viel Liebe man in die Handlung eigentlich gesteckt hat. Als Spieler fragt man sich dann im Verlauf der kurzen Spielzeit aber mehrmals, ob man dieses Herzblut nicht eher in die Ausarbeitung eines mitreißenden Films, denn in ein Videospiel gesteckt haben sollte. Zumal das eigentliche Gameplay niemals übers Mittelmaß hinauskommt. Hier laufen wir mit Galahad durch Schlauchlevels und spritzen die Gegner mit Blei voll, bis unser Magazin leer ist. Das Waffenarsenal ist durchaus vielschichtig.

Leben und sterben in Whitechapel

The Order 1886 (4)Wir ballern uns mit Revolvern, Gewehren und auch einer retrofuturistischen Waffe durch die Gegnerhorden. Dabei suchen wir immer wieder Deckung und werfen auch mal Granaten auf die Feinde. Das ist zwar spannend, aber sehr repetitiv. Dazu gibt es nebenher eigentlich nur wenig zu tun. Es gibt kaum Abzweigungen, die wir auf unserem Feldzug gegen Halbblüter und Vampire nehmen können. Falls wir dennoch mal eine Nische entdecken, können wir dort im Regelfall höchstens mal ein Objekt genauer unter die Lupe nehmen. Spieltechnisch hat das aber keinerlei Auswirkungen. Ebenfalls sind Informationen, die wir aus englischsprachigen Zeitungen oder Wachswalzen aufnehmen, kein elementarer Bestandteil des Spielgefühls. Sie bereichern allerdings stark die Hintergrundatmosphäre. Auf diese Atmosphäre setzt der Titel sehr, denn es wird Bezug zu verschiedenen fiktiven und historischen Ereignissen genommen. Die Namen der Ritter des Ordens gehen auf die Artus-Sage zurück, in Whitechapel geschehen gerade die Ripper-Morde und Nikola Tesla etwa unterstützt uns als Q des Ritterordens mit technischem Firlefanz. Außerdem merkt man daran recht eindeutig, dass der Titel in einem Paralleluniversum angesiedelt ist und sich historische Ereignisse ein wenig verfrühen. Macht aber nichts, da die Stimmung im viktorianischen Setting so einmal mehr angeheizt wird.

Unglaublich hübsch

The Order 1886 (5)Der technische Aspekt von The Order: 1886 ist ebenfalls nicht zu verachten. Der Titel gehört zu den hübschesten Spielen, die wir in dieser Konsolengeneration bisher gesehen haben. Das ging während der Entwicklung sogar soweit, dass man zwangsweise schwarze Balken oben und unten am Bildschirmrand einblenden musste, damit das Spiel überhaupt erst flüssig mit dreißig Bildern pro Sekunde läuft. Während wir diese beiden schwarzen Balken aus der Hölle bei The Evil Within noch verurteilt haben, fällt uns das bei The Order: 1886 nicht annähernd so schlimm auf. Das liegt vor allem daran, dass wir uns anders wie beim Titel von Bethesda nicht ständig aus Furcht vor den Gegnern umdrehen müssen und eigentlich nur schnurstracks nach vorne oder zur Seite laufen. Da behält man tatsächlich alles im Überblick und hier sind die Balken absolut kein Zierwerk. Sie unterstützen einmal mehr die cineastische Präsentation des Spiels. Es gibt zwar auch in The Order: 1886 einige Nebelfetzen, doch so blöd das auch klingen mag, erhöhen diese die Atmosphäre ebenfalls. Unterlegt wird das Abenteuer in vielen Momenten mit einem passenden Soundtrack, der die Emotionen der Charaktere zusätzlich zu den wunderschönen Gesichtsanimationen, glaubhaft wiedergibt. The Order: 1886 mag zwar spieltechnisch mau sein, doch an der Präsentation dürfen sich alle mal ein Beispiel nehmen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Seit der Ankündigung von The Order: 1886 habe ich mich sehr auf das Spiel gefreut. Kurzum war der Titel schon lange einer der Kaufgründe für die PlayStation 4 für mich, da mich das Szenario im viktorianischen England schon immer sehr fasziniert hat. Im Vorfeld war mir schon lange klar, dass der Titel spielerisch nur wenig zu bieten hat und der Fokus auf der spannend erzählten Story liegt. Genau diese ist auch schuld daran, warum ich The Order: 1886 gleich beim ersten Spielstart in einem Rutsch und in einer Nacht durchgespielt habe. Sie bietet so viele verschiedene Aspekte, die auf historische und fiktive Ereignisse zurückführen und gleich so viel Atmosphäre bescheren. Nikola Tesla als Q des Ritterordens herzunehmen, die Ripper-Morde geschickt in die Handlung einzuweben und König Artus zu erwähnen, sind in meinen Augen sehr reichhaltige Ideen. Während ich an der Präsentation und Atmosphäre von The Order: 1886 absolut nichts auszusetzen habe, stört mich allerdings das Gameplay. Mir gefallen die Schießereien und sogar die Schlauchlevels machen mir nur wenig aus, da man in der Regel immer zu zweit unterwegs ist und Galahad sich so mit seinem Verbündeten unterhält, doch tröstet das nicht darüber hinweg, dass das Gameplay recht eintönig ausfällt. Es gibt zwar hin und wieder nette Details am Straßenrand zu bestaunen und auch mal Schleichmissionen zu überleben, doch all das bietet nur wenig Abwechslung. Wer sich auf das Spiel einlassen will, sollte auf jeden Fall ein Cineast sein und Zwischensequenzen genießen oder gar lieben können. Andernfalls wird einem bereits nach ein bis zwei Spielstunden extrem langweilig werden. Mann kann es einfach nicht anders ausdrücken – The Order: 1886 ist ein sechzig Euro teurer Blockbuster.

Vielen Dank an Sony Computer Entertainment für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Order: 1886!

Review: Tiger der Todesarena

Tiger der Todesarena (1)Im gleichen Entstehungsjahr wie Wooden Man dreht Wei Lo, in Zusammenarbeit mit Jackie Chan, den Film Tiger der Todesarena. Durchweg ist nicht zu erkennen, womit Regisseur Lo eigentlich abzielen wollte – trotz anfangs geradliniger Handlung und schönen Kampfszenen.

Tiger der Todesarena (2)Zunächst einmal dreht sich die Handlung des Films um einen Dieb, der in das Haus eines reichen Millionärs einbricht, um eine wertvolle Perle zu stehlen. Bei seiner Flucht wird er von einem muskulösen Kraftprotz aufgehalten. Es gesellt sich schon bald eine dritte Figur dazu, die versucht, den beiden die Perle mit List abzunehmen. So wandert die Perle reihum und landet schließlich in den Händen von Mei Xing He. Diesem bringen gerissene Übeltäter an einer Waldlichtung fast schon im Minutentakt Opfergaben dar. Sie sollen niemanden töten und ihm jedes Jahr einen kleinen Schatz bringen, damit sie selbst ein Jahr lang weiterleben dürfen. Plötzlich taucht der Diener eines Adligen auf, der Mei Xing He darum bitten, gegen einen Unsterblichen zu kämpfen. Das weckt natürlich die Neugier von Mei Xing He. Sie reisen gemeinsam durchs feudale China und landen schließlich in den Hallen von Hua Wu Bin. Dieser bittet ihn, seine Frau zu ermorden. Nach einem Unsterblichen klingt das nicht, denn schnell erfahren wir, dass das mit der Unsterblichkeit ein wenig anders gemeint ist. Er leidet innerlich Qualen, denn er wurde von seiner Ehefrau vergiftet. Da sie allerdings auf ihn angewiesen ist, lässt sie ihm jedes Jahr das Gegengift zukommen, um ihn für ihre perfiden Zwecke, über die wir so gut wie nichts erfahren, am Leben zu erhalten. Ganz schön gewitzt!

Verwirrspiel

Tiger der Todesarena (3)Mei Xing He will eine Ausnahme machen, doch genau mit dieser Einwilligung beginnt der Film, eine ungeahnte Wendung zu nehmen, die dermaßen konfus ist, das man sich schon fragt, ob die Synchronisation geschlampt und versucht hat, wichtige Details zu vertuschen. Hua Wu Bins Frau wird von vier großen Kämpfern bewacht, die Mei Xing He allesamt töten muss, um überhaupt zu ihr vorzudringen. Blöd nur, dass Hua Wu Bin auf einmal einen Angriff auf den Helden der Geschichte startet, was dazu führt, dass er von dessen Untertanen in die nächste Stadt gebracht und dort von der örtlichen Polizei in Haft genommen wird. Schlussendlich wird dann auch seine wahre Identität offenbart, über die wir aus Spoiler-Gründen natürlich nichts verraten wollen. Plötzlich und unerwartet eingeführte Figuren wie die seiner Freundin oder eine Dame, für die er zeitweise als Sklave arbeiten muss und zunächst zur Nebensache verkommen, sprechen nicht gerade für ein gut ausgearbeitetes Drehbuch. Was sich Autor Gu Long dabei gedacht hat, verstehen wir beim besten Willen nicht. Verrückter wird es nur, wenn gleich drei Charaktere vermeintlich innerhalb der Handlung sterben und auf einmal wieder in Aktion treten. Auch das Wechseln der Seiten einiger Charaktere innerhalb des Machtgefüges lässt Fragezeichen über unseren Häuptern erscheinen. Leicht verständlich ist der Film nicht!

Film für Nostalgiker

Tiger der Todesarena (4)Warum man sich damals für den deutschen Titel Tiger der Todesarena entschieden hat, ist für uns ebenfalls nicht sonderlich klar. Der englische Titel, The Killer Meteors, hätte man auch in hiesigen Filmen übernehmen können, da so zumindest auf die titelgebenden Waffen von Mei Xing He hingewiesen würde. Diese werden für das Jahr 1976 mit sehr netten Spezialeffekten eingefangen, reißen künstlerisch aber keine Bäume aus. Viel eher gefallen uns da schon die schönen Naturlandschaften Chinas und die Requisiten, die man für Wei Los Werk erstellt hat. Leider hat man versäumt, das Bild des Films für die Blu-ray-Fassung zu überarbeiten. An sehr vielen Stellen bemerkt man Bildverunreinigungen, die störend auffallen. Für Nostalgiker ist das sicherlich nicht schlimm, aber mit der heutigen Technik wäre eine Überarbeitung wirklich wünschenswert gewesen. Die Tonqualität ist zumindest angemessen, aber auch hier hätte man weitere Verbesserungen durchführen können. Wer einen packenden Soundtrack erhofft, wird leider enttäuscht werden. Es gibt nur sehr wenige Musikstücke, die einleitend zu den Szenen gespielt werden. In Tiger der Todesarena wird mehr Wert auf die Dialoge und Soundeffekte, wie das Rauschen eines Wasserfalls oder die obligatorischen Schlaggeräusche beim Aufprall auf den Körper, gelegt. Unterm Strich wartet hier ein recht mittelmäßiger Streifen auf euch!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die frühen Filme mit Jackie Chan sind in meinen Augen sehr gewöhnungsbedürftig. Sie passen noch nicht so recht zu dem Komiker, der er in vielen späteren Filmen wird – und in Tiger der Todesarena wirkt Chan deutlich anders als in den meisten seiner Rollen. Anstatt einen Gutmenschen zu spielen, verkörpert er hier den Bösewicht. Das ist gewöhnungsbedürftig, doch mit seinem charmanten Lächeln, schafft er es, auch diese Rolle irgendwie zu meistern. Warum man den Film allerdings wieder innerhalb der Jackie-Chan-Reihe bei Splendid Film vermarkten muss, ist mir ein Rätsel. Chan hat für den Film zwar anders wie in Tokyo Powerman immer noch eine größere Bedeutung, doch ist er auch hier nur in drei bis vier Szenen des gesamten 105-minütigen Films zu sehen. Yu Wang, der den Helden des Films mit schönen Choreographien ausschmückt, bekommt so nicht den Ruhm, den er eigentlich verdient. Diese beiden Schauspieler sind es auch, welche Tiger der Todesarena gerade noch so retten, denn weder ist die Handlung strukturiert, noch kann sie uns mit ihren zahlreichen Wendungen in der zweiten Filmhälfte, überraschen. Findet man den Film irgendwann auf dem Grabbeltisch, kann man gerne zuschlagen, aber solange sollte man sich als Martial-Arts-Fan nach besseren Streifen umsehen. Die Auswahl ist schließlich groß genug!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Tiger der Todesarena!

Review: Devil Survivor 2 – The Animation (Vol. 4)

Devil Survivor 2 - The Animation (Vol. 4) (1)Mit der vierten Volume von Devil Survivor 2 – The Animation schließt sich die Handlung um das Nintendo-DS-Videospiel nun auch in Anime-Form ab. Ein letztes Mal begleiten wir die Helden Hibiki, Daichi und Io bei Rettung der Menschheit im Kampf gegen den bösen Yamato.

Devil Survivor 2 - The Animation (Vol. 4) (2)In vielen Anime wird gerne mit dem Leben der verschiedenen Charaktere gespielt. Während es in Serien wie Dragonball immerhin noch einen Notfallplan gibt, indem man den Drachen Shenlong ruft, sind andere Reihen wie Devil Survivor 2 – The Animation weniger tolerant. Hier scheint der Tod endgültig zu sein und diese Erfahrung musste (zumindest fast) auch Io machen. Diese ist dem Tod nur knapp entkommen, obwohl Yamato sie ohne Zögern zum Tod verdammen und opfern wollte. Glücklicherweise konnte Hibiki sich für sie einsetzen und den Tod seiner Kampfgefährtin so verhindern – und das obwohl die Applikation Nicaea, welche zuvor noch immer den Tod eines Freundes mittels Videobotschaft perfekt vorhergesagt hatte, genau ihren Tod bestimmt hat. Mit diesem Schritt setzt der Anime den ersten Fuß in eine sehr philosophische Richtung. Anscheinend ist das Schicksal eines Menschen nicht bestimmt und kann immer noch aus eigener Hand geändert werden. Während Heldin Io nun mit dem Leben davongekommen ist, muss sich Hibiki von seinem letzten Kampf erholen. Unterdessen sind es seine Freunde, welche die letzten Beschwörer darstellen, die den nächsten Einsatz planen. Es ist immerhin fast Sonntag und die sieben Tage, die sie zur Weltenrettung Zeit haben, neigen sich dem Ende zu – und der letzte Septentrion soll schon bald in Erscheinung treten.

Erwartungshaltung eines Videospielers

Devil Survivor 2 - The Animation (Vol. 4) (3)Während zuvor noch die halbe Welt beziehungsweise ganz Japan als Schauplatz für Devil Survivor 2 – The Animation diente, schrumpft dieser Schauplatz mit der vierten Volume erheblich zusammen. Nur Japans Hauptstadt wurde noch nicht vom allesverschlingenden Nichts eingehüllt. Die Kulisse Tōkyōs wird zum Ende hin aber eigentlich nur noch über den Dächern der Stadt eingefangen; genauer gesagt findet einer der letzten Konflikte vor dem Tōkyō Tower statt. Hibiki und seine Verbündeten müssen ein letztes Mal zusammen an einem Strang ziehen, um Yamatos Ziel zu verurteilen. Dieser kommt seiner Audienz bei Polaris am Ende nämlich gefährlich nahe, um das Schicksal der Welt nach seinen Wünschen zu gestalten. Devil Survivor 2 – The Animation bekommt auch hier eine sehr philosophische Tiefe, über die man nach dem Ansehen der letzten drei Episoden nachdenkt. Ansonsten bieten diese drei Folgen nichts anderes, als das man schon zuvor gesehen hat. Das ist nichts schlechtes, denn das Band der Freundschaft, Aspekte der Liebe und diverse Intrigen fügen einen Drama-Anteil in den Anime, den man dort neben der Action nicht missen möchte. Aufgrund der Nähe zum Spiel können hier auch keine Experimente gewagt werden. Somit bekommen Fans des Spiels in jeder der drei jeweils 25-minütigen Episoden genau das, was sie vom Anime auch erwarten.

Umsetzung vom Spiel zum Anime

Devil Survivor 2 - The Animation (Vol. 4) (4)Auf der technischen Seite kann auch die abschließende Volume von Devil Survivor 2 – The Animation begeistern. Sämtliche Zeichnungen verfügen über reichlich Kontrast, viel Schärfe und einen passenden Detailgrad, um die Atmosphäre des Videospiels für Nintendos kleinen DS einzufangen. Passend zum Bild in Full-HD liegt die Tonspur auf der Disc sowohl für die deutsche Synchronisation, als auch für den japanischen Originalton in DTS HD Master Audio 2.0 vor. Besonders die japanische Tonspur kann begeistern, da sie authentischer wirkt, als die deutsche Übersetzung. Trotzdem ist auch diese empfehlenswert. Wer den Anime allerdings auf Japanisch ansehen beziehungsweise anhören möchte, muss aber auch bei der letzten der vier Volumes auf deutsche Untertitel zurückgreifen. Diese sind bei zugeschalteter japanischer Tonspur nicht abschaltbar. Ärgerlich für Konsumenten, welche die Sprache beherrschen oder besser lernen wollen. Der Qualität des Anime nimmt das nicht viel, denn die Spannung wird so oder so durch den guten Soundtrack unterlegt, der die letzten Kämpfe im Finale besonders unterhaltsam macht. Digitales Bonusmaterial liegt nur in Form von Trailern zu weiteren (und bereits erschienenen) Titeln aus dem Hause Kazé Anime vor. Ein Making-of, welches die Umsetzung vom Spiel zum Anime beinhaltet, hätten wir abschließend mindestens erwartet.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Mein Plan ist nicht aufgegangen! Wer in den letzten Monaten meine Reviews zu Devil Survivor 2 – The Animation verfolgt hat, wird gut in Erinnerung haben, dass ich vor dem großen Finale das Nintendo-DS-Spiel einmal zocken wollte. Leider ging mein Plan aus zeitlichen und privaten Gründen nicht auf, doch die letzten Wochen hat es mich einfach zu sehr in den Fingern gekrabbelt, weshalb ich den Anime nun ohne das Wissen aus dem Spiel abschließen wollte. Ich denke, dass das auch ein guter Wert ist, um den Anime nun endgültig bewerten zu können. Während die Handlung anfangs noch sehr verständlich aufgebaut ist und langsam in das Universum einführt, kann es dem einen oder anderen Zuschauer dennoch ab der zweiten Volume so vorkommen, dass man sehr viele Informationen in nur 13 Episoden packen wollte. Meiner Meinung ist die Story wirklich auf das Wesentliche reduziert und ergibt ein packendes Gesamtwerk, welches ganz besonders im Epilog eine sehr philosophische Tiefe erreicht. Fans des Spiels werden sicherlich viele Details auffassen, doch auch so kann man Devil Survivor 2 – The Animation nachvollziehen. Ich sage an dieser Stelle nur, dass man sich die 13 Episoden am besten in einem Rutsch ansehen sollte, um das volle Verständnis für die halbwegs komplexe Handlung nicht zu verlieren. Devil Survivor 2 – The Animation ist und bleibt mein Tipp für alle, die sich gerne mit Mythologien verschiedener Nationen beschäftigen und diese zusammengeworfen in einem Anime, in dem auch ein wenig unterschwelliger Humor präsent ist, erleben wollen.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Devil Survivor – The Animation (Vol. 4)!

Review: Kundo – Pakt der Gesetzlosen

Kundo - Pakt der Gesetzlosen (1)Über vier Millionen Kinobesucher in Südkorea können sich nicht irren. Kundo – Paket der Gesetzlosen schafft es den bis zum Veröffentlichungstag besten Kinostart hinzulegen. Auch wenn dieser Rekord nur wenige Tage später eingeholt wurde, beeindruckt uns der Film sehr.

Kundo - Pakt der Gesetzlosen (2)Wir schreiben das Jahr 1862. Die Chosŏn-Dynastie herrscht über das Land, doch die späte Dynastie ist geprägt von sozialer Ungleichheit in der Bevölkerung. Wahres Können ist sehr viel weniger wert, als der Stand, in den man hineingeboren wird. Aufgrund der ungerechten Behandlung der Bevölkerung, beginnen Bauern ihre Steuern zu hinterziehen und Reis für sich einzubehalten, um sich überhaupt ernähren zu können. Zudem bilden sich im ganzen Land verschiedene Diebesbanden, die im Robin-Hood-Stil das Gleichgewicht der Gerechtigkeit zumindest versuchen, wieder herzustellen. Als der Kundo-Klan eines Tages Nahrung unter der Bevölkerung aufteilt, wird auch Dolmuchi, ein armer Fleischer, Zeuge vom Spektakel. Er und seine Familie leiden dennoch Hunger. Als er eines Tages am Hof des Adligen Joo-yon Fleisch abliefert, erhält er ein unmoralisches Angebot. Er soll Joo-yons Schwägerin aufspüren und töten. In seiner Verzweiflung und dem Willen, eines Tages nicht mehr am Hungertuch nagen zu müssen, willigt er ein. In der nächsten Nacht misslingt der Mordauftrag allerdings und Joo-yon befehligt die Exekution von Dolmuchi. Joo-yons Auftrag geht abermals schief, denn Dolmuchi überlebt. Dieser muss dafür mit ansehen, wie seine Schwester und auch seine Mutter in Flammen aufgehen und unter den Überresten seines Hauses begraben werden.

Soziale Ungleichheit

Kundo - Pakt der Gesetzlosen (3)Über einen Umweg durchs örtliche Gefängnis wird der Kundo-Klan auf ihn aufmerksam. In letzter Minute wird Dolmuchi schließlich von ein paar der Banditen gerettet und prompt in ihre Kreise aufgenommen. Es vergehen zwei Jahre. Zwei Jahre, in denen Dolmuchi in den Künsten des Kampfes ausgebildet wird und mit seinen Brüdern und Schwestern Karawanen überfällt. In diesen zwei Jahren wächst allerdings auch die politische Macht von Joo-yon, der mittlerweile die ganze Gegend kontrolliert. Die Schere der Ungleichheit geht immer weiter auseinander; das Unrecht regiert im ganzen Königreich. Das kann der Kundo-Klan natürlich nicht dulden und beschließt, dem Treiben von Joo-yon ein Ende zu setzen. So bekommt der einstige Fleischer Dolmuchi endlich die Chance, Rache am Tod von Mutter und Schwester zu nehmen. Die beiden wichtigen Charaktere, Dolmuchi und Joo-yon, symbolisieren sehr gut, wie es um die soziale Gleichheit im 19. Jahrhundert stand. Auf der einen Seite demonstriert Dolmuchi, dass das gemeine Volk (Fleischer standen in der vertikalen Hierarchie ganz unten) kaum Zugang zu Bildung hatte und der Obrigkeit gehorchen musste. Auf der anderen Seite seht Joo-yon stellvertretend für Aristokraten und Beamte, die durch Korruption immer mehr Macht gewannen und diese schließlich für ihre eigenen Interessen ausgenutzt haben.

Eine eigene Note

Kundo - Pakt der Gesetzlosen (4)In Kundo – Pakt der Gesetzlosen gibt es zwar keinen direkten Vorbilder, doch nutzt man so entsprechend Ideale, die vor der historischen Kulisse aufeinandertreffen. Die Handlung dazu wird stringent bis zum Ende erzählt, bietet allerdings keinen Freiraum für Überraschungen. Als Ausgleich bietet Regisseur Yoon Jong-bin (der auch einen Cameoauftritt in The Berlin File hat) herausragende Action-Szenen. Während die Joo-yons Soldaten mit Schwertern ausgestattet sind, müssen die Banditen in einigen Fällen mit kleineren und nicht ganz so verschwenderischen Waffen auskommen. Selbst hier wird einmal mehr deutlich, wie es um die Gesellschaft des 19. Jahrhunderts bestellt ist. Die Choreographien werden mit schnellen Kamerafahrten unterlegt, wodurch die Action-Szenen viel Abwechslung bieten und niemals langweilig werden. Auf technischer Ebene weiß der Titel ebenfalls zu überzeugen. Das Bild in Full-HD ist sehr kontrastreich und meistens sehr scharf. Durch die wunderschönen Bilder, die man in Korea einfangen kann, erhält das Bild gleich eine eigene Note. Der Soundtrack ist ebenfalls eine Klasse für sich. Stellenweise erinnert er uns an einen Western, was auch daran liegen kann, dass ein paar Motive des Films in einem Western ebenso gut aufgehoben wären. Das spärliche Bonusmaterial bietet kaum Einblicke in den Film und enttäuscht leider.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Kundo – Paket der Gesetzlosen bietet fast alles, was ein ordentlicher Action-Film benötigt, vermischt diese Elemente mit Anleihen von Historienfilmen und formt es zu einer Rachestory mit reichlich Schwertkämpfen. Zudem wird eine stringente Geschichte erzählt, die den Zuschauer nicht verwirrt und reichlich Einblicke in die historischen Hintergründe des 19. Jahrhunderts gibt. Das heißt allerdings auch, dass überraschende Wendungen ausbleiben. Ausgleichend dafür überzeugen die Action-Szenen auf ganzer Linie, da diese mit schnellen Bewegungen und Schnitten technisch hervorragend sind und niemals in die Länge gezogen wirken. Die 138 Minuten des Films gehen schneller vorbei, als man sich wünschen möchte. Mich überrascht es nicht, dass der Film zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von mehr als vier Millionen Südkoreanern an der Kinokasse gefeiert wurde. Der Film demonstriert hervorragend die Kulisse der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, es gibt reichlich gut inszenierte Action und zwei Ideale, die hier aufeinanderprallen. Unterlegt mit einem mitreißenden Soundtrack und wunderbaren Bildern, ist Kundo – Pakt der Gesetzlosen ein Film, den man sich als Action-Fan nicht entgehen lassen darf!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Kundo – Pakt der Gesetzlosen!

Prime Time: New Nintendo 3DS (Unboxing)

Am Freitag, den 13. Februar 2015 hat Nintendo den New 3DS hierzulande veröffentlicht. Wir kamen in den Genuss eines weißen Exemplars der normalen Fassung, welche wir euch hier in unserem Unboxing-Video vorstellen möchten.

Neben dem New Nintendo 3DS existiert auch ein New Nintendo 3DS XL, den wir euch hier im Video allerdings nicht vorstellen können. Stattdessen vergleichen wir den New 3DS auch mit dem 3DS XL, welches fast die exakten Maße wie der New 3DS XL hat. Wir wünschen euch bei beiden Videos gute Unterhaltung!

Review: The Devil is a Part-Timer! (Vol. 1)

The Devil is a Part-Timer (Vol. 1) (1)Als gefürchteter Bösewicht muss man jederzeit darauf gefasst sein, von Helden besiegt und in die ewige Verdammnis geschickt zu werden. Dem Dämonenfürsten von Ente Isla gelingt jedoch im entscheidenden Moment die Flucht und landet in der japanischen Metropole Tōkyō.

The Devil is a Part-Timer (Vol. 1) (2)Den Niedergang des hart erarbeiteten Imperiums möchte wohl niemand, besonders der Leiter des Unternehmens, gerne miterleben wollen. Das denken sich wohl auch Dämonenfürst Satan Jakobu und sein treuer Diener Arushieru auf der Insel Ente Isla, als sie von mutigen Helden in den Kämpfen um die Vorherrschaft überrascht werden. Es öffnet sich ein Portal in eine andere Welt; genauer gesagt der Realität, in der wir uns befinden. Die beiden Dämonen stranden weit entfernt von ihrer magischen Heimat in einer Welt, in der Magie fast schon ein Fremdwort ist. Überrascht sind sie von Tōkyō schon ein wenig. Das hat nichts damit zu tun, dass unsere Welt fortschrittlicher oder gelinde gesagt anders auf die Dämonen wirkt, sondern weil die beiden Dämonen nicht länger ihre dämonischen Körper haben. Aus unerklärlichen Gründen finden sich die Übeltäter in menschlichen Hüllen wieder. Zudem wurden sie ihrer magischen Kräfte beraubt und können sich so nicht einmal zur Wehr setzen, als die Polizei sie anspricht, welche sie für Ausländer hält, da die beiden kein Wort Japanisch sprechen. Verhaftet werden sie zwar nicht, doch durch ihren kurzen Aufenthalt im Polizeirevier erhaschen die beiden einen ersten Überblick, wie unsere Welt funktioniert und wo sie sich überhaupt befinden. Ihr oberstes Ziel ist nämlich den Weg zurück nach Hause zu finden, um Ente Isla zurückerobern zu können.

Gestrandet in der Gegenwart

The Devil is a Part-Timer (Vol. 1) (3)Fürs Erste müssen sich die Dämonen allerdings zurückziehen und bekommen es zugleich mit den Tücken der Gesellschaft und des Menschendaseins zu tun. Pässe beantragen, eine Bleibe finden und Nahrung aufzunehmen, sind das Mindeste, was sie nun tun müssen. Das Problem dabei ist allerdings, dass man für alles Geld benötigt. Satan Jakobu, der sich mit dem neuen Pass übrigens Maō Sadao nennt, überlegt sich den ultimativen Plan. Wenn man schon aus der eigenen Heimat vertrieben wird und sich neue Chancen auftun, dann soll man diese gefälligst nutzen. Er plant also nicht nur Ente Isla, sondern auch Japan und die ganze Welt erobern zu wollen. Um diese Ziele zu erreichen, muss man auch als Dämonenfürst in Menschengestalt ganz unten anfangen. Ein Glück, dass die Fastfood-Kette MgRonald (die Anspielung erklärt sich vermutlich von selbst) nach neuen Teilzeitkräften sucht. Prompt wird Maō eingestellt und verkauft den Kunden mit einem freundlichen Lächeln und zuvorkommend Pommes Frites und Hamburger. Sein Untergebener Ashiya Shirō (der Name Arushieru ist anscheinend auch nicht mehr zeitgemäß) macht sich in der Zwischenzeit auf, um mehr über die Welt herauszufinden beziehungsweise wie man Magie verwenden kann, um das Portal zu öffnen. Dieses Ziel will auch Yusa Emi alias Heldin Emiria Yusutīna erreichen, die den Dämonen gefolgt ist.

Der Weg zur Weltherrschaft

The Devil is a Part-Timer (Vol. 1) (4)An der Grundthematik des Anime erkennt man unschwer, dass es sich hierbei um eine Story mit Drang zur Komik handelt. Die Geschichte wird zwar zunächst ernst präsentiert, doch sind die Dämonen einmal in Tōkyō gelandet, stapfen sie von einem Fettnäpfchen ins andere. Es macht durchaus Spaß den beiden Halunken bei ihrem Werdegang zu verfolgen; auch wenn es natürlich zweifelhaft ist, ob man als Festangestellter bei MgRonald die Weltherrschaft eher erreichen kann, als wenn man sein Geld als Teilzeitkraft verdient. Dem Witz der Serie tut dies allerdings keinen Abbruch. Zudem wird die Story in den drei vorliegenden Episoden der ersten Volume stringent erzählt; kein Aspekt der Handlung wirkt bisher deplatziert und ist elementar für den Fortgang der Storyline. Auf der technischen Seite besticht der Anime mit einem sehr guten HD-Bild in 1080p. Bunte Farben dominieren zwar, doch in nächtlichen Passagen können auch die Lichteffekte begeistern. Der Soundtrack von Ryosuke Nakanishi befindet sich auf einem mittelmäßigen Niveau, passt aber zum berieselnden Charakter des Anime von Regisseur Naoto Hosoda. Digitales Bonusmaterial liegt in Form der Karaoke-Versionen von Intro und Outro vor. Im physischen Booklet finden wir neben Informationen zum Anime auch ein Kochrezept für Sunomono. Einen feinen Bierdeckel gibt es obendrauf.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich muss gestehen, dass ich den Anime nicht auf dem Schirm hatte und sehr überrascht war, als das Rezensionsexemplar bei mir auf dem Schreibtisch landete. Spannend klingt die Inhaltsangabe auf dem Cover zwar nicht, doch sollte man sich nicht davon abschrecken lassen. Der Anime möchte zwar eine sehr ernste Geschichte erzählen, doch aufgrund der Differenzen zwischen Fantasie und Realität wirken viele Szenen so ganz besonders lustig. Der Humor des Anime steht definitiv im Vordergrund und das ist auch gut so, denn viele Szenen beginnen sehr ernst und beginnen mit der Zeit immer abgedrehter zu werden. Man kann schnell in den Anime einsteigen und sich in ihm verlieren. Schade nur, dass jede Volume nur mit drei Episoden ausgestattet ist. Gerne würde ich nämlich jetzt schon wissen, wie die Geschichte nach dem Cliffhanger am Ende der dritten Folge weitergeht. Potenzial hat der Anime in den ersten Episoden schon reichlich. Ich hoffe nur, dass der Mix aus Action und Comedy in den nächsten Folgen ebenso überzeugen kann.

Vielen Dank an Anime House für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Devil is a Part-Timer! (Vol. 1)!

Prime Time: Tari Tari – Vol. 3 (Unboxing)

Mit der dritten Volume geht Tari Tari zu Ende. Es ist keine Schande, wenn man am Schluss die eine oder andere (Freuden)träne fließen lässt! Damit wir der Tradition treu bleiben, möchten wir euch in unserem Unboxing-Video heute die Vor- und Nachteile der dritten Volume vorstellen. Wir wünschen gute Unterhaltung!

Review: Game of Thrones

Game of Thrones (1)Fragt man Serienjunkies derzeit nach ihrer Lieblingsserie, wird ziemlich oft Game of Thrones genannt werden. Nach aktuell vier Staffeln nimmt der Hype um Martins Fantasy-Epos in Serienform nicht ab. Im Juni 2012 wird hierzulande sogar ein Rollenspiel dazu veröffentlicht.

Game of Thrones (2)In unserem Review werden wir auf Spoiler verzichten, doch kommen wir nicht umher, auf ein paar Charaktere aus der Serie beziehungsweise den Romanen einzugehen. Wer also absolut nicht gespoilert werden möchte, sollte zumindest die erste Staffel von Game of Thrones noch nachholen. Die Handlung des Spiels setzt nämlich mehrere Monate vor der ersten Staffel ein. Wir schlüpfen abwechselnd in die Haut zweier Charaktere, die aus zwei verschiedenen Regionen von Westeros, dem Handlungsort des Spiels, stammen. Wer bereits von Game of Thrones gehört hat, wird vielleicht wissen, dass sich im Norden von Westeros die sogenannte Mauer befindet. Ein schier unüberwindbarer Damm aus Stein und Eis schützt die Menschen im Norden vor Wildlingen, Riesen und Untoten. Wer sich eines schweren Verbrechens in der Welt von Game of Thrones schuldig macht und zum Tode verurteilt wird, hat jedoch immer noch die Chance seine Schuld zu büßen, in dem er bis zu seinem Lebensende an der Mauer in der Nachtwache dient. Zur Nachtwache gehört auch Mors Westford. Dieser schlägt sich mit den täglichen Aufgaben an der Mauer durchs Leben. Deserteure aufspüren und hinrichten, Wildlinge vertreiben oder Entflohene aus dem Bordell vom Mulwarft zurück zur Schwarzen Festung bringen. Eines Tages wird er jedoch mit einer besonderen Aufgabe bedacht.

Zwei Handlungsstränge

Game of Thrones (3)Diese besondere Aufgabe besteht darin, eine junge Frau sicher in den Süden zu bringen. Im Süden kehrt derweil Alester Sarwyck aus dem Exil in seine Heimat Flussrath zurück, um der Beerdigung seines Vaters beizuwohnen. Sein Erbe kann er jedoch nicht antreten, da Königin Cersei aus dem Hause Lennister Alesters Schwester seinem Halbbruder Valarr versprochen hat. Game of Thrones ist in fünfzehn Kapitel unterteilt, in denen wir die beiden Protagonisten meist abwechselnd spielen. Zudem spielen die Kapitel mit Alester oft einige Wochen vor den Ereignissen im Norden. Während Alester versucht, die Hochzeit zu verhindern und das Erbe von Flussrath anzutreten, liegen die beiden Handlungsstränge zeitlich bald näher beieinander und werden schlussendlich zusammengeführt. Unterwegs treffen wir neben Königin Cersei auch auf andere Figuren. In der Schwarzen Festung treffen wir auf Lord-Kommandant Jeor Mormont und unterstützen ihn beim Lenken des Geschehens in der Nachtwache. Stolzieren wir in der Hauptstadt Königsmund umher, darf auch der Eunuch Lord Varys nicht fehlen. Wie in der Serie ist es auch im Spiel nicht klar, welches Ziel er verfolgt. Das trifft jedoch auch auf viele andere Nichtspielercharaktere zu, die wir in Westeros antreffen. Bei der Annahme von Quests kann sich das Gegenüber mitunter schnell gegen uns wenden, sobald wir lästig werden.

Der Spürhund

Game of Thrones (4)Sobald wir einen der beiden Protagonisten zum ersten Mal verkörpern, dürfen wir Punkte auf Attribute wie Stärke, Ausdauer oder Intelligenz verteilen, Stärken und Schwächen auswägen und zudem eine Charakterklasse wählen, wie wir uns am besten durchs Spiel schlagen wollen. Wir empfehlen an der Stelle klar, keinesfalls Bogenschütze zu werden. Es gibt im gesamten Spiel so gut wie keine Möglichkeiten, wo die Fähigkeiten eines Fernkämpfers genutzt werden können. Zwar können wir auf jeder Erfahrungsstufe auch in Fertigkeiten investieren, damit wir dann mit anderen Waffen besser umgehen können (was auch sehr gut funktioniert!), doch viele Fähigkeiten, die wir für unsere Fernkampfwaffe benötigen, sind dann absolut nutzlos. Hier fehlt es dem Spiel klar an Ausgewogenheit. Interessant ist jedoch der Einsatz von den Spezialfähigkeiten der beiden Hauptdarsteller. Mors ist stets mit seinem kleinen Hund, den er liebevoll auf den Namen Der Spürhund getauft hat, unterwegs. Da Mors ein Warg, also ein Mensch, der die Fähigkeit hat, sich in andere Lebewesen hineinzuversetzen und diese dann steuern kann, ist, können wir so auch mit dem Spürhund durch die Weltgeschichte laufen. Entweder spüren wir über diesen Weg wertvolle Kleinode auf, suchen vermisste Personen oder – sofern der Gegner alleine auftritt – reißen wir ihm bequem die Halsschlagader heraus.

Wenige Höhepunkte

Game of Thrones (5)Alester hingegen ist im Exil zu einem Roten Priester von R’hllor geworden. Er folgt dem Pfad des Herrn des Lichts und verfügt somit über die Macht des Feuers. Außerhalb der Kämpfe ist diese Fähigkeit jedoch auch anderweitig zu gebrauchen. Nutzen wir die Kraft, können wir an der einen oder anderen Stelle Geheimgänge finden oder gelegentlich seltene Gegenstände entdecken. Die Fähigkeiten sind wirklich abwechslungsreich. In Kämpfen können wir zum Beispiel unsere Klinge in Brand stecken, für Blutungen und Bewusstlosigkeit sorgen oder sogar bekannte Gifte wie den Würger beim Gegner einsetzen. Der Schwierigkeitsgrad ist in Game of Thrones jedoch nicht ausgeglichen. Auf der normalen Schwierigkeitsstufe sind die Kämpfe in den ersten Spielstunden gelegentlich eine echte Herausforderung. In der zweiten Spielhälfte haben wir jedoch so viel Kleingeld über, dass wir uns problemlos mit den besten Gegenständen eindecken können. Heiltränke werden zum Ende hin schon überflüssig. Wer eine Herausforderung sucht, sollte also direkt auf der höchsten Stufe beginnen. Technisch macht der Titel keinen guten Eindruck. Teilweise hinkt er 2012 optisch mindestens sechs Jahre zurück und der Soundtrack könnte, bis auf zwei, drei Stücke, wesentlich besser sein. Wenigstens überzeugt im Endeffekt noch die Story, die uns dreißig Stunden lang beschäftigt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Xbox-360-Fassung): Unverhofft kommt oft. Zwei Jahre ist es her, wo Game of Thrones bei mir eingetroffen ist. Ich bin jedoch froh, dass ich so lange mit dem Review des Spiels gewartet habe. Einer der beiden Charaktere ist nämlich mit einem doch recht wichtigen Story-Detail unmittelbar verbunden, welches erstmals in der vierten Staffel angesprochen wird. Die Handlung von Game of Thrones hinkt der Serie wirklich nur wenig hinter her. Während die Haupthandlung wirklich großartig ist und selbst in den letzten Spielminuten noch mehrere Wendungen hat und mich vor schwierige Entscheidungen stellt, stören mich einige Nebenhandlungen. Diese werden wirklich nur sehr oberflächlich behandelt und obwohl ich oft die Chance habe, etwas im Leben der Nichtspielercharaktere zu bewirken und Teile der Haupthandlung dadurch zu beeinflussen, merke ich davon jedoch nur wenig. Die Welt fällt zudem sehr steril aus. Während noch in der Schwarzen Festung das Leben pulsiert, gleicht Königsmund einer Geisterstadt, wo man nur alle paar Meter einem Bewohner über den Weg läuft. Das kratzt stark an der Atmosphäre, genau wie manche Tracks, die wirken, als ob man sie in der letzten Minute dahingeklatscht hätte. Das Kampfsystem macht nach einer kurzen Eingewöhnungszeit überraschend viel Spaß, doch finde ich es schade, dass sich eine wirkliche Dynamik erst dann entwickelt, wenn beide Protagonisten in der zweiten Spielhälfte aufeinandertreffen. Nach dreißig Stunden bin ich jedoch froh, dass ich Game of Thrones gespielt habe. Das Rollenspiel mag zwar nicht das beste Stück Lizenzsoftware sein, denn drei, vier Monate längere Entwicklungszeit hier echt geholfen hätten. Game of Thrones mag kleinere Fehler haben, doch Fans der Vorlage ist, werden die mit einem Augenzwinkern abtun und sich freuen, Entscheidungen zu treffen, die man vielleicht nicht hätte treffen sollen.

Vielen Dank an dtp entertainment für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Game of Thrones!

Review: Way of the Warrior

Way of the Warrior (1)Ältere Martial-Arts-Filme haben leider oftmals den Ruf, nicht immer mit ihrer Handlung zu punkten. Dieses Phänomen betreffen jedoch auch einige neue Filme wie Way of the Warrior. Der Film glänzt weniger mit seiner Handlung, doch umso mehr mit seinen Choreographien.

Way of the Warrior (2)Die Handlung von Way of the Warrior setzt im Zweiten Weltkrieg an. Der Film dreht sich jedoch nicht um einen aktiven Krieger beziehungsweise Soldaten in diesem Krieg. Fernab der Realität bewegt sich die Handlung des Films noch dazu. Während die japanische Streitmacht nach und nach China besetzt, bildet sich fernab der Zivilisation der geheimnisvolle Todeskult Hades. Mit dem griechisch-mythologischen Herrscher der Unterwelt hat dieser Kult jedoch nur den Namen gemein. Der Kult arbeitet seit jeher im Verborgenen. Immer wenn irgendwo auf der Welt Kinder entführt werden, besteht die Chance, dass sie an den Hades-Kult verkauft werden. Dort werden die Kinder im Glauben, dass ihre Eltern zugestimmt haben, gegen ihren Willen ausgebildet. Diese Ausbildung ist hart, da sie gehorsam sein müssen, um nicht von den Ausbildern misshandelt zu werden. Mit der Zeit verdrängen sie ihre Gefühle und es existiert nur noch der Wille, für das Wohl des Kultes zu agieren. Der Gedankengang hinter dem Kult und dessen Aufblühen ist denkbar einfach. Mit jedem Sieg der japanischen Besatzungsmacht regt sich der chinesische Widerstand ein Stück mehr – mit dem Kult möchte man alleine mit dem Geist dagegenhalten. Das ist auch das einzige, was wir von der fiktiven Ideologie dieses Kultes erfahren. Tiefer geht Way of the Warrior nicht auf den Bund der Kultisten ein.

Auswirkungen von Propaganda

Way of the Warrior (3)Trotzdem regt sich innerhalb der Reichweite der Propaganda Widerstand. Einer der früheren Anhänger des Hades-Kult und seither gläubiger Shaolin-Mönch will die Sekte im Alleingang zerschlagen. Weitere Anhänger werden zur gleichen Zeit mit dem Schiff wieder an den Ort des Geschehens gebracht, nachdem sie während des Kriegers in Burma geschnappt wurden. Sie müssen sich der Ausbildung nicht weiter unterziehen. Stattdessen müssen sie drei Kämpfe überstehen, die jedoch gefährlicher nicht sein könnten. Versagt man, stirbt man. Gibt man auf, wird man als Trainingspartner wieder eingeschrieben. Jeder der Kultisten ist mit einem Tattoo beziehungsweise einer Nummer auf seinem Oberarm gebrandmarkt. K29, der Shaolin-Mönch, muss sich nicht nur gegen seine ehemaligen Freunde stellen, sondern auch mit ansehen, wie eine ganze Schiffsladung von Kindern in den Tempel gebracht wird. Das erinnert ihn an seine eigene Kindheit, wo er zudem noch eine wichtige Person in seinem Leben verloren hat. Wir möchten nicht zu viel verraten, aber wie die Figuren zum Teil in den Film eingeführt werden, wirkt schon sehr konstruiert. Jetzt hat der Mönch keine große Wahl mehr, denn nicht nur sein und das Leben der gefangenen Mitglieder steht auf dem Spiel. Er muss den Orden zerschlagen, damit die Kinder wieder in Freiheit und ohne die gefährliche Propanga aufwachsen können.

Fantastische Choreographien

Way of the Warrior (4)Obwohl die Handlung nicht übers Mittelfeld hinauskommt, können wir dem Film gar nicht absprechen, wie gut er Propaganda und dessen negative Auswirkungen darstellt. Die Kritik an Systemen, die so zum Teil auch noch in einigen Ländern der Welt durchgesetzt wird, ist sehr deutlich zu erkennen. Es ist nur sehr schade, dass die Charaktere teils unpassend in die Story geworfen werfen und Zusammenhänge kaum erklärt werden. Es ist schwierig, dem Film in seiner Tiefe gänzlich zu folgen. Dafür können wir aber den Choreographien sehr gut folgen, denn diese stammen zum Teil aus dem Kopf von Action-Legende Sammo Hung und das merkt man auch. Jeder Tritt, jeder Schlag und jede Bewegung wirken atemberaubend. Die Kämpfe zu genießen, ist in Way of the Warrior absolut nicht schwer. Man tut es einfach und wundert sich dann trotz der langatmigen Erzählung, wie schnell doch die Zeit vergeht. Das mag auch an der guten Bildqualität liegen, denn in 1080p sieht jeder Muskel der Kämpfer klasse aus. Die deutsche Synchronisation ist ebenfalls gut gelungen, doch Authentizität gibt es nur im Mandarin-Originalton. Hier sprechen Charaktere jedoch auch Englisch und Japanisch, was der Atmosphäre ein wenig mehr Tiefe verleiht, die ihm sonst an einigen Stellen fehlt. Apropos Fehlen: Bonusmaterial liegt nicht vor; 112 Minuten Film müssen hier leider reichen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Wer sich auf Way of the Warrior einlässt, wird nach ein paar Minuten bemerken, dass die Handlung sehr zäh ist. Daran ändert sich im Verlauf des Films nichts. Die Story hat zwar ihre Daseinsberechtigung und hat Mut, Kritik an Systemen zu üben, doch gut erzählt ist sie meiner Meinung nach nicht. Es fehlt an plausiblen Charaktereinführungen. Verbindungen zwischen den Charakteren werden zudem nur selten wirklich klar, bis es am Ende eine kleine Überraschung gibt. Was der Film jedoch nicht mit seiner Handlung schafft, gelingt ihm auf Seiten der Action. Hinter den Choreographien steckt unter anderem der legendäre Sammo Hung und das merkt man dem Film auch an. Sämtliche Choreographien gefallen mir. Sie sind temporeich, abwechslungsreich und in Verbindung mit der wirklich tollen musikalischen Untermalung sind sie optisch ein Genuss. Schade, dass es kein einziges Stück Bonusmaterial auf die Disc geschafft hat. Das hätte Aufschluss über ein paar Entscheidungen gegeben, welche das Produktionsteam treffen musste. Wer auf eine maßgeblich ausgeklügelte Handlung verzichten kann, bekommt mit Way of the Warrior jedenfalls immer noch einen guten Action-Film mit spannender Thematik und tollen Choreographien!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Way of the Warrior!

Review: Winners & Sinners

Winners & Sinners (1)Wie man einen Film gut verkaufen kann, lässt sich am Beispiel von Winners & Sinners sehr gut erklären. Man packt einfach den großen Namen Jackie Chan aufs Cover, obwohl dieser im ganzen Film nur in einigen wenigen Szenen auftaucht. Spaßig ist der Klamauk trotzdem!

Winners & Sinners (2)Die Handlung des Films setzt an fünf unterschiedlichen Stellen ein, da wir es in Winners & Sinners mit gleich mehreren Hauptcharakteren zu tun haben. Fünf von ihnen sind Teekessel, Auspuffrohr, Vaseline, Curly und Rookie. Die ulkigen Namen spiegeln sich auch jeweils in den Verbrechen wieder, die sie recht schusselig begehen. Teekessel verbringt seine Zeit damit, in fremde Häuser einzubrechen und sie leerzuräumen. Doof nur, dass er gleich in der ersten Szene in eine Überraschungsparty stürzt und bei der anschließenden Flucht gleich im Käfig eines Polizeiwagens landet. Auspuffrohr hat es sich zur Gewohnheit gemacht, dass er fremde Autos leer räumt und dabei prompt das Auto eines Polizeibeamten knackt. Vaseline hingegen ist ein Trickbetrüger der besonderen Art. In Juweliergeschäften lässt er sich mit Hilfe seines Charmes von den Verkäuferinnen teure Uhren zeigen. Plötzlich meint er in einem der anderen Kunden ein Freund zu erkennen, drückt ihm dann eine Waffe in die Hand und drückt für ihn bereits ab. Eigentlich ganz schön ausgebufft dieser Vaseline, da er so torkelnd aus dem Laden verschwinden kann und einen Unschuldigen ins Verderben laufen lässt. Blöd nur, dass er an einem Tag einen Gauner die Waffe in die Hand drückt und so einen Überfall sabotiert, durch den überhaupt erst auffällt, um wen es sich bei Vaseline handelt. Wirklich dumm gelaufen!

Totales Tohuwabohu

Winners & Sinners (3)Curly hingegen verstößt einfach nur gegen ein paar Gesetze, in dem er eigentlich verbotene Versammlungen auf offener Straße unterstützt. Als alle vier im Wagen zum Gefängnis landen, lernen sie dort auch noch Rookie kennen. Zu fünft beschließen sie, dass sie sich hinter Gittern von niemanden etwas gefallen lassen wollen und zusammenhalten. Diese Freundschaft hält so natürlich auch nach der Zeit im Gefängnis an. Sie beschließen zunächst die frische Freiheit zu genießen und stoßen in Curlys Haus auf dessen Schwester Shirley, mit der sie zusammen eine Reinigungsfirma gründen, um über die Runden zu kommen. An der gutaussehenden Shirley sind Curlys vier Freunde natürlich allesamt interessiert und so kommt es in der ersten Hälfte des Films zu mehreren Versuchen, dieser näherzukommen. Während wir auf der einen Seite Einblick ins Geschäftsleben einer Reinigungsfirma erhalten, bekommen wir auf der anderen Seite die Machenschaften des Gangsterboss Jack Tar vorgestellt. Dieser ist am selben Tag wie die fünf Freunde entlassen worden und möchte sich nun mit dem Drucken von Falschgeld den Weg in die Hongkonger Unterwelt ebnen. Zufällig landet der Koffer mit den Druckplatten und einem Teil des Falschgeldes in den Hände der Freunde, wodurch Tar auf sie aufmerksam wird und dessen Bruder kurzerhand Shirley als Geisel nimmt, da dieser auch mitmischen will.

Gespür für Humor

Winners & Sinners (4)Da fragt man sich tatsächlich, warum der Film als ein Jackie-Chan-Film beworben wird. Der taucht in Winners & Sinners wiederholend in nur sehr wenigen Szenen als Detective CID 07 auf, der sich in eine Verfolgungsjagd auf Rollschuhen mit zwei Dieben schmeißt, sich einen kurzen Kampf mit Yuen Biao leistet und Probleme mit Schildkröten bekommt. Sein Charakter ist immerhin förderlich für die Beziehung zwischen Teekessel und Shirley. Da wäre mehr Potential gewesen, doch Hauptdarsteller Sammo Hung erklärt das im Bonusteil des Films so, dass Jackie Chan und Yuen Biao einfach zu seinen Filmen dazugehören, auch wenn sie keine große Rolle einnehmen. Das ist aber nur unter dem Aspekt, dass der Film eben als ein Jackie-Chan-Film in Deutschland beworben wird, schade. Trotzdem macht Winners & Sinners sehr viel Spaß, da Sammo Hung, der auch als Regisseur agiert, Gespür beweist, wie man Humor mit Action verbindet. Von den Namen der Protagonisten einmal abgesehen, kann der Film mit tollen Sprüchen und Dialogen punkten, bei denen kein Auge trocken bleibt. Wenn es dann zur Sache geht, können auch die unter Yuen Biaos Leitung choreographierten Kämpfe punkten. Das einzige, was man der Handlung vielleicht ankreiden kann, ist, dass sie sich sehr viel Zeit für die Charaktere nimmt und sich nicht auf einen stringenten Ablauf zum Ende konzentriert.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Winners & Sinners ist durchgehend ein sehr unterhaltsamer Titel. Schon als ich die Namen der Hauptcharaktere auf der Rückseite der Blu-ray-Verpackung gelesen habe, musste ich lauthals lachen. Damit nicht genug, können mich die Dialoge und die Sprüche, welche Richard Ng, Sammo Hung, Jackie Chan, Stanley Fung oder Charlie Chin zum besten geben, zum Lachen bringen. Selbst die Sprücheschreiber von Bud Spencer und Terence Hill wären sicher manchmal neidisch. Winners & Sinners ist ein fröhlicher Film, der stellenweise ernst wird, aber dennoch bis zum Schluss darauf baut, dass ich als Zuschauer gute Laune habe. Meiner Meinung nach hätte der Martial-Arts-Teil des Films noch ein wenig kräftiger ausfallen können, doch stören tue ich mich daran absolut nicht, da der Film auch ohne übertriebene Kämpfe funktioniert. Unverständlich ist für mich allerdings, dass man den Film als einen Jackie-Chan-Film in Deutschland vermarktet. Chan taucht nur ein paar Mal auf und hat kaum Bedeutung für den Film. Es ist immer wieder nett ihn im Film zu bemerken, aber ein Jackie-Chan-Film ist das dadurch noch lange nicht. Man nimmt Sammo Hung die Ehre, seinen Namen auf die Packung zu schreiben. Verdient hätte es der Kampfkünstler, Schauspieler und Regisseur definitiv. Als Fan des Hongkong-Kinos und Anhänger von actionreichen Komödien sollte man sich Winners & Sinners nicht entgehen lassen!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Winners & Sinners!

Prime Time: Tari Tari – Vol. 2 (Unboxing)

Die Geschichte um Konatsu und Co geht in Tari Tari locker weiter, doch haben die Charaktere auch mit vielen (privaten) Rückschlägen zu kämpfen. Dazu haben wir uns in unserem Review zur zweiten Volume bereits geäußert, doch heute möchten wir euch auch die Verpackung vorstellen. Viel Spaß mit unserem Unboxing-Video!

Prime Time: Psycho-Pass (Vol. 1 – 4) (Unboxing)

Einer der wohl spektakulärsten Anime der letzten Zeit war wohl die Serie Psycho-Pass. Im Abstand von jeweils zwei Monaten zwischen den insgesamt vier Volumes hat Kazé Anime den Anime hierzulande veröffentlicht. Während ihr in den letzten Monaten daher unsere Review-Reihe verfolgen durftet, folgt heute nun auch endlich das Unboxing-Video zu den vier Veröffentlichungen auf Blu-ray. Wir wünschen euch gute Unterhaltung!

Prime Time: Death Note – Vol. 1 (Unboxing)

Bereits vor einer ganzen Weile haben wir euch die erste Volume des Animes Death Note in Form eines Reviews vorgestellt. Selbstverständlich möchten wir euch unsere Eindrücke zur Aufmachung der Box, welche die ersten vier DVDs enthält, nicht vorenthalten. Unter anderem kritisieren wir hier die fehlenden Inhaltsangaben und loben den hochwertigen Schuber. Schlussendlich wünschen wir euch viel Spaß mit unseren Eindrücken!

Review: Once upon a Time in Vietnam

Once upon a Time in Vietnam (1)Manche Filme lassen sich nur sehr schwer in Worte fassen. Once upon a Time in Vietnam ist solch ein Film, da er sich an den Elementen verschiedener Genres bedient und sie zu einem wunderbaren Kunstwerk formt. Wir gehen auf eine märchenhafte Reise nach Vietnam.

Once upon a Time in Vietnam (2)Ob es sich bei dem Schauplatz des Films tatsächlich um Vietnam handelt, lässt sich schon ab der ersten Minute bezweifeln. Zwar ist der Film aus dem Jahr 2013 tatsächlich in Vietnam gedreht worden, doch die historischen Geschehnisse, die der Film vermitteln will, spiegeln in erster Linie nicht unbedingt die Wahrheit wieder, wie sich das Land nach der Besatzung durch das japanische Kaiserreich im Zweiten Weltkrieg entwickelt. Die Handlung dreht sich um den Kriegermönch Dao. Dessen Aufgabe ist es, Deserteure im ganzen Land aufzuspüren. Findet er einen Deserteur, muss er diesen auf der Stelle hinrichten. Das Blutvergießen nimmt kein Ende, rücksichtslos führt er seine Aufträge durch. Eines Tages führt ihn sein Weg in ein Fischerdorf. Dort soll er die hübsche Anh töten. Diese hat jedoch einen Ehemann und ein Kind. Die Mutter weckt in Dao Gewissensbisse, weshalb er zunächst beschließt, Anh zu verschonen. Das Leben des Paars und das von Dao geht seinen gewohnten Gang. Während Anhs Mann im Dorf eine Bäckerei leitet, ist sie für die Erziehung ihres kleinen Sohns verantwortlich. Dieser wird in der Schule nämlich von Raufbolden schikaniert, weil er klein und schwächlich ist. Die Beziehung zwischen Kind und Eltern wird auf eine harte Probe gestellt, als seine Mutter ihm vor den drei Raufbolden beschützt. Er wünscht sich so sehr, dass er es seinen Feinden heimzahlen kann.

Vierecksbeziehung

Once upon a Time in Vietnam (3)Während sein Vater dafür ist, dass der Junge lernen soll, wie er sich zur Wehr setzen kann, hält seine Mutter pazifistisch dagegen. Als Dao jedoch der Untermieter der Familie wird, erfährt ihr Sohn zwangsläufig, dass er ein Meister ist und mit dem Schwert umgehen kann. Während der Junge im Kampf unterrichtet wird, daraufhin erst in der Schule und dann auch noch zuhause für Unruhe sorgt, holt Anh und Dao die Vergangenheit ein. Dabei bleibt es jedoch nicht, denn als Daos Vorgesetzter erfährt, dass Anh nicht hingerichtet wurde, macht sich dieser selbst auf, um das Kriegsrecht durchzusetzen. Long ahnt jedoch nicht, dass er auch mit der Vergangenheit Anhs konfrontiert wird. Wie genau die Verknüpfungen zwischen den Protagonisten aussehen, lassen wir euch an dieser Stelle nur erahnen. Bis zum Ende bleibt es jedoch spannend und wendungsreich. Wendungsreich bedeutet auch, dass verschiedene Genre des Films in Once upon a Time in Vietnam charakterisiert werden. Die erste Szene erinnert zum Beispiel an einen Western, wo ein Unbekannter (Dao) eine Bar betritt. Dann wiederum fährt Dao auf einem Motorrad den Sonnenuntergang entgegen, doch der Himmel wirkt so, als ob bereits die Apokalypse längst zurückliegt. Die Geschichte rund um Anh ähnelt eher der eines Dramas denn eines Abenteuers; Gefühle und Emotionen werden in uns allseits geweckt.

Modernes Märchen

Once upon a Time in Vietnam (4)Das ist jedoch noch lange nicht alles, denn Once upon a Time in Vietnam verfügt über schier unendliche Facetten. Der Martial-Arts-Anteil wird so durch Fantasy-Elemente ergänzt. Hier werden die Fäuste von Dao zu Stein und Long attackiert seine Gegner mit Flammenangriffen. Außerdem gibt es noch Schwertkämpfe, welche Action und Spannung auf den Höhepunkt treiben. Diese Elemente passen gerade deshalb so gut zusammen, weil sie durch Rückblenden in die Zeit des Krieges in Etappen eingeführt werden beziehungsweise sich abwechseln. Die Computereffekte sind zwar nicht auf der Höhe der Zeit, fallen aber nicht sonderlich störend auf. Das Bild in 1080p macht dafür einen sehr guten Eindruck; alle Kulissen werden scharf und kontrastreich eingefangen. Sowohl die deutsche, als auch die vietnamesische Tonspur liegen auf der Blu-ray Disc in DTS-HD 5.1 Master Audio vor. Im Originalton wirkt der Film zwar einen Tick authentischer, aber auch die deutsche Synchronisation kann sich die ganzen 107 Minuten absolut hören lassen. Nach dem Abspann schauen wir uns gerne noch das 56 Minuten lange Bonusmaterial an, welches aus einem Behind-the-Scenes-Video besteht. Hier wird chronologisch durch die Entstehung des Films geleitet. Once upon a Time in Vietnam ist ein vietnamesisches, modernes und erwachsenes Märchen, auf dessen Reise ihr euch unbedingt begeben solltet!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Mit vietnamesischen Filmen hatte ich bisher noch keine Erfahrung gemacht und mit Once upon a Time in Vietnam direkt einen Glückstreffer gelandet. Der Film ist vielleicht an einigen Stellen nicht auf der technischen Höhe der Zeit, doch das gleicht er mit seiner wirklich spannenden und wendungsreichen Handlung, die sich an sehr vielen Facetten und recht verschiedenen Filmgenres bedient, absolut wieder aus. Egal ob Western, Drama oder Martial-Arts-Streifen – die Genres wechseln sich ständig ab und greifen teilweise ineinander über. Die Ideen sind hervorragend miteinander kombiniert und werden durchweg nicht langweilig, da immer wieder neue Geheimnisse ans Tageslicht kommen und die Geschichte so durchweg spannend bleibt. Schade ist höchstens, dass der Film nach 107 Minuten wieder vorbei ist. Ich würde so gerne noch viel mehr Zeit mit Once upon a Time in Vietnam verbringen. Das kann ich dann höchstens im Bonusmaterial, wo man sich sichtlich erkennen kann, wie viel Spaß die Schauspieler beim Dreh hatten. Ich kann Once upon a Time in Vietnam nur sehr empfehlen, denn solch ein vietnamesisches modernes Märchen gibt es in der Welt nicht noch einmal!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Once upon a Time in Vietnam!

Review: Tokyo Powerman

Tokyo Powerman (1)Wie schon bei Winners & Sinners erfolgt die Veröffentlichung in Deutschland auf Blu-ray im Namen von Jackie Chan. Dieser hat mit dem Film allerdings nur sehr wenig zu tun, doch wenn schon ein großer Name lockt, dann kann der Film eigentlich auch gar nicht schlecht sein.

Tokyo Powerman (2)Korrupte Polizisten gibt es überall; auch bei der Hongkong Police scheint es einen Beamten zu geben, der vor kurzem die Seiten gewechselt hat. Mit Diamanten im Wert von hunderten Millionen Dollar verschwindet er aus der chinesischen Hafenstadt und taucht im japanischen Tōkyō wieder auf. Um den Verräter zu fassen, reisen die Polizisten Muscle und Ricky nach Tōkyō, wo sie ihn kurze Zeit später zufällig in der Tōkyōter Untergrundbahn antreffen. Die Zielperson verschwindet allerdings schneller als ihnen lieb ist. Nach einer Verfolgungsjagd landen die Polizisten in einem Vergnügungspark Fujikyū Hairando, wo ihnen der Verräter entwischt. Dummerweise arbeitet dieser mittlerweile mit der Ninja-Gang zusammen, die den beiden Ordnungshütern dicht auf den Fersen sind. Ihnen gelingt es Ricky gefangen zu nehmen, woraufhin Muscle keine andere Möglichkeit sieht, Verstärkung aus Hongkong anzufordern. Es darf sich dabei jedoch nicht um Polizisten handeln, da diese sofort auffallen würden. Dem Polizisten Muscle fällt nur eine Handvoll Leute ein, die ihm jetzt noch helfen können. Er denkt an die Brüder, die mit ihm in Waisenhauszeiten durch dick und dünn gegangen sind. Das Problem besteht darin, dass sich die Freunde, nachdem Muscle Polizist geworden ist, entfremdet haben und aufgrund unterschiedlichen Ideologien nicht mehr miteinander reden.

Fünf Perspektiven

Tokyo Powerman (3)Dummerweise ist die Gang mittlerweile entzweit. Dem Polizeichef wird durch Muscle klar, dass die Waisenhausbande nur durch Fastbuck wieder zusammengeführt werden kann. Der sitzt allerdings im Gefängnis, aus dem er angeblich aufgrund einer Begnadigung durch den Gouverneur freigelassen wird. Als er dann mit dem Auto des Aufsehers abhauen will, wird er vom Polizeichef aufgeschnappt und gezwungen, ihm bei der Ermittlung zu helfen. Fastbuck willigt ein, denn drei weitere Jahre im Kittchen möchte er nun wirklich nicht riskieren. Sein erstes Ziel ist Herb, der in Hongkong einen Juwelier nach dem anderen ausraubt, indem er die Scheiben der Geschäfte mit einer kleinen Ladung Sprengstoff aufbricht. Zusammen mit Herb sucht er Rawhide auf, der jeden Zahnarzt der Stadt um den Verstand bringt, in dem er diesen seine faulen Zähne zeigt und sie anschließend ausraubt. Gemeinsam stoßen sie dann auf den in einer Nervenheilanstalt lebenden Sandy, der die Kunst der Telekinese erlernen will, aber am Unmöglichen durchweg scheitert. Die Gruppe beschließt, dass sie auch auf die Hilfe von Holzkopf angewiesen ist. Der hat sich von der Gruppe wie Muscle entfernt, da er ehrlich bleiben will und arbeitet inzwischen bei der Coca-Cola Company. Er ist allerdings strohdumm und kann in der Arbeitswelt nicht richtig Fuß fassen. Ein Glück dass Fastbuck vorbei kommt!

Details am Rande

Tokyo Powerman (4)Sammo Hung, der in Tokyo Powerman nicht nur die Rolle des Fastbuck übernimmt, sondern auch Regie führt, hat die Inspiration für diesen Film von einer japanischen Fernsehserie, die Personen aus fünf verschiedenen Blickwinkeln zeigt. Dieses Kunststück, Action und Humor aus fünf unterschiedlichen Richtungen vereint zu präsentieren, gelingt ihm nach Winners & Sinners erneut. Alle Charaktere haben ihre Eigenheiten und auch Nebencharaktere wie die Polizistin Barbara tragen dazu bei, dass sich die Geschichte nett entfaltet. Schade nur, dass Jackie Chan und Yuen Biao, welche die beiden nach Tōkyō entsandten Polizisten spielen, nur ganz am Anfang und dann gegen Ende wirklich von Bedeutung sind. Die Handlung des nur 96-minütigen Films nimmt sich nämlich vor allem die Zeit, um die fünf wichtigen Charaktere eine lustige Szene nach der anderen zu durchleben. An Action wird dabei vor allem gegen Ende des Films nicht gespart. Es gibt zwar deutlich bessere Martial-Arts-Szenen aus anderen Filmen mit Sammo Hung, doch stören tun sie zu keiner Zeit. Ein nettes Detail am Rande ist Michiko Nishiwaki, die hier immer mal wieder zwischendurch eine Kämpferin spielt, eine Koryphäe auf dem Gebiet Bodybuilding in Japan ist. Wer den Manga Dr. Slump von Akira Toriyama kennt, freut sich zudem über einen kurzen Auftritt von einem großen Arale-Kostüm.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die deutsche Veröffentlichung des Films ist eigentlich eine Mogelpackung. Auf dem Cover von Tokyo Powerman wird freudig auf das Auftauchen von Jackie Chan hingewiesen; der Film wird als Jackie-Chan-Film vermarktet. Dass dieser aber nur in wenigen Szenen, aber immerhin öfters als in Winners & Sinners, zu sehen ist, verrät uns der Packungstext nicht. Sammo Hung, der sowohl den Posten als Stunt-Koordinator, Regisseur und Hauptdarsteller innehält, wird hier die Ehre genommen. Wenn man darüber jedoch hinwegsieht und als Jackie-Chan-Fan nicht enttäuscht darüber ist, dass er nur in ein paar vereinzelten Szenen zu sehen ist, macht Tokyo Powerman unglaublich viel Spaß. Winners & Sinners gefällt mir zwar noch einen Ticken besser, doch der Film unterhält abermals mit seinen lustigen Charakteren und heiteren Momenten, in welche die Charaktere ständig blindlings hineinlaufen. Einzig und allein der Martial-Arts-Aspekt kommt in meinen Augen ein wenig zu kurz. Er wirkt teils aufgesetzt und hätte größeren Raum verdient. Wenn man aber über die vielen Dialoge lachen kann, vergisst man diesen Makel schnell. Tokyo Powerman zaubert mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht, auch wenn der Film vor allem zum Ende hin recht ernst wird und ein wenig von seiner Faszination als Komödie verliert.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Tokyo Powerman!

Review: The Suspect – Traue keinem

The Suspect - Traue keinem (1)Bei Südkoreanischen Action-Filmen und Thriller, die auch hierzulande erscheinen, kann man in der Regel blind zuschlagen. So auch bei The Suspect – Traue keinem, denn hier prallt teils geballte Action auf ein Drama, welches mit seiner Tiefe 138 Minuten lang unterhalten kann.

The Suspect - Traue keinem (2)Der Zweite Weltkrieg hat für Deutschland und Korea ein ähnliches Ende, denn beide Staaten werden aufgeteilt. Während das Deutsche Reich in die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik aufgeteilt wird, ereilt Korea das Schicksal, in eine Nord- und eine Südhälfte getrennt zu werden. Während Südkorea nach dem Ende des Krieges das mit Abstand ärmste Land der Welt war, erholt es sich in den darauffolgenden Jahren und Jahrzehnten unglaublich schnell. Schaut man sich Südkorea und Nordkorea im Vergleich an, wird man deutliche Unterschiede erkennen. Im Süden herrscht endlich Demokratie und im Norden hält man an einer Ideologie fest. Wie es auch während der Teilung Deutschlands der Fall war, gibt es ebenso heute noch Geheimagenten in Korea, die aus dem Norden kommen und im Süden spionieren. Wie wir aus dem Weltgeschehen wissen, wird nach dem Tod von Kim Jong-il sein Sohn Kim Jong-un der neue politische Führer des Landes. Das heißt, dass in dieser Zeit mehrere politische und militärische Positionen ausgewechselt oder gar eliminiert werden, welche der neuen Führungsebene gefährlich werden könnten. Dieses Schicksal trifft Protagonist Dong-chul. Dieser führt für das Regime nach besten Wissen und Gewissen seine Aufträge aus, wird dann jedoch von seinen Vorgesetzten fallengelassen und gefoltert.

Leben eines Flüchtlings

The Suspect - Traue keinem (3)Der Film nutzt hier die Gelegenheit deutlich, um durch die Qualen, die Dong-chul erleiden muss, das nordkoreanische System zu kritisieren. Wie in Nordkorea tatsächlich Menschen gefoltert und gequält werden, um sie der Politik entsprechend gefügig zu machen, lässt sich in der Realität durch die Berichte von Flüchtlingen erfahren. Offiziell wird die politische Ebene von Nordkorea diese Tatsachen ohnehin nur schönreden. Schöngeredet wird in The Suspect jedoch nichts. Der Film dreht sich nicht nur um die Gegensätze zwischen Nord- und Südkorea, sondern beschäftigt sich zudem noch mit möglicher Korruption im südkoreanischen Polizei-Apparat. In diesen Sumpf der Korruption wird Dong-chul jedoch nur zufällig hineingezogen. Vor einigen Jahren ist ihm die Flucht nach Südkorea gelungen. Mittlerweile genießt er seine Stellung als Chauffeur bei einem wohlhabenden Firmenvorsitzenden. Eines Abends möchte sich Dong-chul auf den Weg nach Hause machen, doch bemerkt er dabei, dass die Kameras, die das Anwesen überwachen, ausgeschaltet sind. Er kehrt zurück und muss mit ansehen, wie sein Arbeitgeber durch ein Gift langsam getötet wird. Mit seinem letzten Atemzug bitter ihn sein Arbeitgeber, doch seine Brille zu vergraben. Wie genau das genau gemeint ist, klärt sich im Verlauf der Handlung. Leider sind die falschen Polizisten ebenfalls schnell zur Stelle.

Sitzfleisch für 138 Minuten

The Suspect - Traue keinem (4)Es entwickelt sich eine Verfolgungsjagd zwischen Dong-chul, dem Geheimdienst und der Polizei. Noch dazu kommt ein ehemaliger Gegenspieler Dong-chuls, der ihm dicht auf den Fersen ist. Außerdem kommt ans Tageslicht, dass Dong-chuls Tochter noch leben könnte. Es entbrennt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn Dong-chuls Unschuld zu beweisen ist schwieriger als gedacht, da dieses Ziel unausweichlich mit Leichen gepflastert ist. An einigen Stellen des Films ist es etwas schwierig, der Handlung vollständig zu folgen. Auf der einen Seite würden wir uns wünschen, dass man einige Szenen besser zusammengefasst hätte und auf der anderen Seite konnte man die Charaktere nicht so einführen, wie es für das Verständnis besser wäre. Der Thriller verlangt entsprechend 138 Minuten lang nach Sitzfleisch. Trotz einiger Tiefen kann der Film mit seinen Action-Höhepunkten überzeugen. Ein paar Martial-Arts-Einlagen und Autoverfolgungsjagden quer durch Seoul lockern den tiefsinnigen Film auf. Das Bild in 1080p und im 16:9-Format kann mit Schärfe und Kontrast punkten. Zudem wird der Film durchweg mit passenden (meist dumpfen) Melodien unterlegt. Wer den Film im Originalton sehen will, darf deutsche oder niederländische Untertitel zuschalten. Die Synchronisation ins Deutsche ist gelungen. Bonusmaterial liegt für The Suspect – Traue keinem leider nicht vor.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Südkoreanische Action-Filme haben mich noch nie enttäuscht. In Südkorea gibt es einige Künstler, die meiner Meinung nach im Westen mehr Aufmerksamkeit verdienen. So auch Regisseur Won Shin-yeon, der mit The Suspect – Traue keinem einen spannenden Thriller inszeniert, der sich mit der koreanischen Geschichte und dessen Auswirkungen bis heute beschäftigt. Zudem kommen noch oft behandelte Themen wie mögliche Korruption bei Polizei und Geheimdienst dazu. Abschließend erhält Protagonist Dong-chul noch ein ganz eigenes Motiv, um die Verschwörung aufzudecken. Diese Elemente spielen hervorragend zusammen und ergeben die ganzen 138 Minuten lang ein schlüssiges Gesamtbild. Einzig und allein manche Szenen wirken für mich etwas zu lang und der eine oder andere Charakter könnte ruhig etwas deutlicher eingeführt oder erklärt werden. Der Film ist dennoch von vorne bis hinten durchgehend verständlich. Während der Film in Südkorea Ende 2013 vier Millionen Menschen in die Kinos lockte, wird der Film hierzulande mal wieder nur gleich fürs Heimkino veröffentlicht. Davon sollte man sich aber absolut nicht abschrecken lassen, denn The Suspect ist ein hervorragender Film mit ernster Thematik!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Suspect – Traue keinem!

Review: Shovel Knight

Shovel Knight (1)Als Nintendo 1990 das Super Nintendo veröffentlichte, gerieten 8-Bit-Spiele immer mehr aus den Augen führender Entwicklerstudios. Als dann aber Nintendo mit der Wii im Jahr 2006 die Virtual Console etablierte, erfuhr so manch ein betagter 8-Bit-Titel eine neue Renaissance.

Shovel Knight (2)Das berühmteste Beispiel dürfte wohl Mega Man sein, denn nachdem die ersten Ableger jener Videospielserie zum Download bereitstanden, begann man bei Konami mit der Entwicklung von Mega Man 9. Bis auf wenige Details fühlte sich der Titel auch genauso an, wie die ersten Teile der Reihe – die Fans liebten das Spiel, doch nach Mega Man 10 war bei Konami nicht mehr an einem neuen Serienteil zu denken. Selbst Mega Man Legends 3 wurde wenig später eingestellt. Von der 8-Bit-Welle erfasst, begannen einige Entwickler mit der Produktion von Spielen, die sich an den großen Spielen der späten Achtziger und sehr frühen Neunziger Jahre orientierten. Eines dieser Entwicklerstudios ist Yacht Club Games, welches sich für Shovel Knight ganz klar das Mega-Man-Franchise als großes Vorbild genommen hat. Die Handlung von Shovel Knight setzt mit dem Besuch des wackeren Shovel Knight und seiner geliebten Shield Knight am Turm des Schicksals ein. Was hier genau passiert, lässt das Spiel aus – das Puzzle setzt sich im Verlauf der Geschichte allerdings leicht zusammen. Jedenfalls vermisst Shovel Knight seine geliebte Shield Knight furchtbar und macht sich auf dem Weg durch ein mystisches Land voller Magie. Der Weg zurück zum Turm des Schicksals wäre grundsätzlich schnell geschafft, doch Shovels Knights ehemalige Verbündete stellen sich ihm in den Weg!

Auf den Spuren eines Fantastilliardärs

Shovel Knight (3)Der Reihe nach kämpfen wir uns durch verschiedene Levels der Spielwelt. Wir durchkämmen einen Wald, erklimmen Burgen und trotzen kalten, sowie heißen Temperaturen. Die Regionen bieten reichlich Abwechslung, doch haben alle Levels etwas gemeinsam. In sämtlichen Levels finden sich massenweise glitzernde Klunker, die in vielen Fällen erst von uns ausgegraben werden wollen. Wie gut, dass der Shovel Knight, wie sein Name es schon vermuten lässt, mit einer Schaufel unterwegs ist. Mit der Schaufel können wir übrigens auch Blöcke zerstören und Gegner besiegen. Entweder erschlagen wir die Feinde mit dem Spaten oder nutzen ihn, um in bester Onkel-Dagobert-Gedächtnismanier auf sie draufzuspringen. So gelangen wir in einigen Fällen auch an hochgelegene Plattformen, wo neue Edelsteine auf uns warten. Da es sich bei Shovel Knight um einen Titel handelt, der sich vermehrt an ein erfahrenes Publikum richtet, ist der Schwierigkeitsgrad auch etwas höher ausgefallen. Mit genügend Motivation ist aber auch das kein Hindernis, da man schließlich mit seiner Erfahrung wächst. 1-ups suchen wir in Shovel Knight allerdings vergebens. Wenn wir besiegt werden oder in einen Graben fallen, verlieren wir nur einen Bruchteil unseres Geldes und können dies beim nächsten Start vom letzten Checkpoint wieder einsammeln – es sei denn, wir sterben zwischenzeitlich erneut.

Die Wirkungskraft des Geldes

Shovel Knight (4)Wer besonders mutig ist und auch wirklich jedes Juwel in einem Level abgrasen will, darf die Kontrollpunkte zerstören und erhält dafür eine kleine Entschädigung. Sollten wir dann jedoch besiegt werden, starten wir am Checkpoint davor und falls wir tatsächlich alle Kontrollpunkte zerstören, entsprechend am Anfang des Levels. Eine nette Idee, welche von Profis sicherlich zugenüge genutzt wird. Am Ende eines Levels wartet dann wie in Mega Man ein Bossgegner auf uns, die alle mit einer anderen Taktik besiegt werden wollen. Mole Knight springt aus den Wänden und fegt nur so über uns her, Treasure Knight zieht uns während des Kampfes Geld ab und Specter Knight wirbelt seine Sense wie Gevatter Tod persönlich. Anders wie in Mega Man gibt es allerdings nicht die eine Waffe, die einen Gegner ganz besonders viel Schaden macht. Wir verlassen uns auf unsere Schaufel und hoffen, dass wir nach dem Bosskampf mit genügend Kleingeld von dannen ziehen können. Nach dem Ende eines Spielabschnitt landen wir wieder auf der Oberwelt, die ähnlich funktioniert wie die Weltkarte in Super Mario Bros. 3. Das heißt, dass wir hin und wieder von Wegelagerern angegriffen werden, die uns an den Kragen wollen – im Gegensatz zum Jump ’n’ Run von Nintendo allerdings mit einer netten Hintergrundstory, die in Zukunft reichlich Potenzial für etwaige Nachfolger bietet.

Eine Ode an die 8-Bit-Zeit

Shovel Knight (5)Mit dem hart erkämpften Geld können wir dann erhobenen Hauptes in die Stadt spazieren, um dort unsere Schaufel verstärken zu lassen, uns eine neue Rüstung zu schmieden oder uns mit sonstigem Kleinod einzudecken, um beispielsweise unsere Lebensenergie oder Magieanzeige zu erweitern. Ebenfalls nett: Während man in typischen Action-Adventures wie Zelda II: The Adventure of Link ein Item im Verlies findet, taucht in Shovel Knight aus der Kiste gleich der Verkäufer auf, der Bares dafür sehen möchte. Es empfiehlt sich also, nicht zu viel Geld im Spielabschnitt zu verlieren. Hat man kein Kleingeld übrig, kann man sich das Item danach in der Stadt kaufen. Man kann also wirklich nichts verpassen. Shovel Knight bietet zahlreiche Anspielungen an die 8-Bit-Zeit. Mega Man, DuckTales, Super Mario Bros. oder The Legend of Zelda. Der Titel bietet aus vielen Serien quasi ein Best-of, welches man erlebt haben sollte. Die optische Gestaltung des Titels ist makellos und bietet mit mehreren Hintergründen in den Levels sogar technisch etwas, was selbst auf dem Nintendo Entertainment System in dieser Form meist nicht ohne eine Reduzierung in der Framerate möglich war. Dazu kommt eine musikalische Untermalung, welche uns – bis auf ein paar Ausnahmen – wunderbar in die späten Achtziger Jahre versetzt. Welch Barde hier auch am Werkeln war – er leistete Großes!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Nintendo-Wii-U-Fassung): Als ich mir 2006 die Wii gekauft habe, hätte ich niemals daran gedacht, dass mir die ganzen Mega-Man-Spiele, die ich auf diesem Wege überhaupt erst nachholen konnte, so begeistern, dass ich mich auch über Spiele freue, die heute auf alte Grafik getrimmt sind. Shovel Knight ist solch ein Spiel, welches mich von Anfang bis Ende mit seiner sehr charmanten Retro-Optik begeistert und mich dazu auch mit einem tollen Soundtrack bei Laune hält. Das Gameplay pickt sich zudem die besten Ideen aus diversen Nintendo-Entertainment-System-Titeln heraus und würzt das Ganze mit einer Prise Eigenständigkeit, um als moderner Retro-Titel durchgehen zu können. Die Idee, dass ich die Kontrollpunkte zerstören kann, nur um ein paar zusätzliche Juwelen einzusammeln, ist dabei nur die Spitze des Eisberges. Ich springe bereits auch so dem kleinsten Edelstein in den sicheren Tod hinterher – die Hoffnung irgendwie zu überleben, stirbt bekanntlich zuletzt. Man merkt, dass mir Shovel Knight sehr gut gefallen hat. Das einzige, was mich genau so sehr wie bei manch anderen Titeln der damaligen Zeit stört, ist die gelegentlich zu direkte Steuerung. Kaum tippe ich das Steuerkreuz auch nur leicht an, wird eine Aktion ausgeführt, die ich so nicht wollte und mich im schlimmsten Fall einen weiteren Tod kostet. Aber so war das eben damals, in den späten Achtzigern, mit Mega Man und Co.

Vielen Dank an Yacht Club Games für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Shovel Knight!

Review: The Evil Within

The Evil Within (1)Man könnte meinen, dass die Zeit der großen Survial-Horror-Videospielserien schon lange zurückliegt. Resident Evil 5 und Resident Evil 6 zeigen mit Schrecken, was Capcom nahezu im Alleingang aus dem einstig glanzvollen Genre gemacht hat. Zum Leidwesen aller Fans!

The Evil Within (2)Shinji Mikami, der Erfinder der Resident-Evil-Reihe, musste Publisher Capcom erst verlassen, um an alte Erfolge anknüpfen zu können. Mit seinem Studio Tango Gameworks werkelte die Entwicklerlegende vier Jahre lang an The Evil Within, welches schließlich Ende 2014 unter der Flagge von Bethesda Softworks erschien. Vier Jahre, in denen Fans hofften, dass Mikami wieder ein prägendes Spiel wie Resident Evil oder Resident Evil 4 vollenden wird. Zu Beginn unseres Reviews können wir sagen, dass es ihm zumindest zum Teil gelungen ist, ein großes Spiel auf die Beine zu stellen. Ebenso verrennt sich Mikami mit The Evil Within in ideenlose Gameplay-Elemente, die in vielen Momenten nicht wirklich zusammenpassen wollen. Sehr ähnlich geht es auch Detective Sebastian Castellanos, der Hauptfigur des Spiels. In Krimson City, einer fiktiven Stadt in den Vereinigten Staaten, soll er Vorfälle in der Nervenheilanstalt untersuchen. Der Aufenthalt in der Klink verläuft allerdings alles andere als nach Plan und urplötzlich muss sich Castellanos einem Wahnsinnigen stellen, der im Kellergewölbe der Anstalt Menschen aufschlitzt und sie wie ein Metzger an Schürhaken aufhängt. Hätten wir doch nur ein paar Waffen, würden wir dem gestörten Individuum zeigen, was wir von seinen Taten halten. Ohne Waffen bleibt uns fürs Erste jedoch nur eine nervenaufreibende Flucht.

Gefahren hinter jeder Ecke

The Evil Within (3)Bereits in den ersten Spielstunden möchte uns The Evil Within ein Gefühl der Machtlosigkeit vermitteln. Wir schleichen uns durch dunkle Gemäuer und versuchen mit nur wenigen Mitteln aus diesem Alptraum zu entkommen. Als wir es mit letzter Kraft an die Oberfläche schaffen, hat sich die Welt verändert. Sie scheint menschenleer und selbst die Architektur der Stadt hat sich gegen uns verschworen und versucht zu verhindern, dass wir entkommen. So schickt uns The Evil Within lose erzählt zu verschiedenen Handlungsorten. Wir besuchen ein Dorf, viele Höhlen, mysteriöse Grabkammern, Laboratorien und kehren schließlich ins zerstörte Krimson City zurück. Alle Gebiete haben eines gemeinsam: Überall herrscht Munitionsknappheit und trotzdem schickt uns der Titel so viele Gegner auf den Hals, dass die Kugeln bei Weitem nicht für alle Feinde reichen. Zumindest in den ersten Spielstunden müssen wir sorgsam mit allen Munitionsarten haushalten. Im letzten Spieldrittel fällt das nicht mehr ganz so ins Gewicht. Es sind jedoch nicht nur die Feinde, die eine Gefahr für uns darstellen. Überall lauern Gefahren in Form von Bärenfallen, Bomben mit Bewegungssensoren oder Stolperdrähte, die noch mehr furchterregende Überraschungen für uns bereithalten, wenn wir sie denn auslösen. Zum Glück hat Castellanos die Fähigkeit, sämtliche Fallen zu entschärfen und Einzelteile zu verwerten.

Unlogischer Rückschritt

The Evil Within (4)Das hilft allerdings auch nicht viel, da The Evil Within bereits auf dem mittleren von anfangs drei Schwierigkeitsgraden sehr happig ausfällt. Ein einzelner Angriff eines Gegners raubt uns schon mal die halbe Lebensenergie, die sich anschließend nur wenig erholt und auch nur mit den seltenen Spritzen oder Erste-Hilfe-Kästen im Spiel wieder aufgefüllt werden kann. Unser Held ist auch kein Athlet – anfangs kann er gerade einmal zwei Sekunden rennen, bevor ihm die Puste ausgeht. Hin und wieder gibt es jedoch Spielpassagen, wo Sebastian mühelos von der drohenden Gefahr wegrennen muss. Das ist ebenso unlogisch wie die Gestaltung unseres Inventars. Im Verlauf der Handlung finden wir immer mehr Waffen. Wir können zwar viele schwere Waffen tragen, doch Munition können wir darüber nicht kompensieren. So reichen unsere Taschen nur für eine bestimmte Anzahl an Pistolenkugeln und auch wenn wir für die Schrotflinte keine Munition mit uns führen, können wir nicht einfach mehr tragen. The Evil Within wirft uns in eine Prä-Resident-Evil-Zeit. Vom ansatzweise logischen Tetris-Menü aus Resident Evil 4 fehlt jede Spur. Den Vergleich muss sich The Evil Within gefallen lassen, hat Mikami doch eigentlich mehr als zwanzig Jahre Erfahrung in der Branche gesammelt. Lustig ist das vor allem mit Streichhölzern – von denen dürfen wir anfangs nur fünf mit uns führen.

Individualisierungs(alp)traum

The Evil Within (5)Für besiegte Gegner erhalten wir immerhin selten ein wenig neue Munition. Viel mehr haben uns die Feinde in ihrem Testament mit grünem Glibber bedacht. Zwischenzeitlich haben wir immer mal wieder die Möglichkeit, in ein Sanatorium zur Verschnaufpause zurückzukehren. Hier können wir an einer mysteriösen Maschine unsere Fähigkeiten im Austausch für Glibber erweitern. Mehr Lebensenergie, mehr Tragekapazität oder das Verstärken unserer Waffen sind möglich. Diese Individualisierungen machen Spaß, doch kann man bei allen Optionen, die uns hier offenstehen, schnell passieren, dass man sich zu sehr auf einen Punkt verkrampft und andere Fähigkeiten erst viel später ausbaut. Dadurch kann The Evil Within zeitweise zu einer wahren Tortur werden. Da helfen auch die Schlüssel, die wir im Verlauf der Handlung finden, nicht wirklich weiter. Mit denen öffnen wir nämlich Schließfächer, die uns ein wenig mit Munition oder zusätzlichem Glibber ausstatten. Mit zunehmender Spieldauer merken wir aber deutlich, dass unser Charakter immer mächtiger und zum Ende hin vielleicht sogar schon zu mächtig wird. Anfangs krepieren wir alle zwei Minuten wegen Nichtigkeiten. Später haben wir keinerlei Mühen, Gegnern mit einem gezielten Schuss die Köpfe wegzuballern. Hier wirkt The Evil Within leider nicht ausbalanciert und bietet somit einen sehr fahlen Nachgeschmack.

Tödlicher Cineasmus

The Evil Within (6)Selbiges gilt auch für die Handlung. Diese setzt sich am Spielende zwar wie ein Mosaik recht passabel zusammen, doch merken wir von dieser Entwicklung während der Handlung nichts. Man wird an viele Orte geschmissen, die so einfach nicht zusammenpassen. Obwohl das eben storytechnisch alles erklärt wird, fühlt sich The Evil Within wie ein linearer Faden an. Das ist es im Grunde auch fast durchgehend, denn nur selten können wir unsere Umgebungen richtig frei erkunden. In der Regel lenkt uns das Spiel geschickt durch Schlauchlevels, die nur wenig (dafür aber sehr Nützliches!) abseits des Weges bieten. Ärgerlich ist da vor allem die Optik. Damit meinen wir nicht die grafische Qualität, an der wir nichts auszusetzen haben. Viel mehr bot die Ursprungsfassung des Spiels nur eine Kameraperspektive, in der schwarze Balken am oberen und unteren Bildschirmrand ersichtlich sind. Mikami wollte damit sicherlich The Evil Within ein wenig cineastisch gestalten, doch dass das in einem Spiel nicht funktioniert, hätte selbst einer Entwicklerlegende bei der Qualitätssicherung auffallen müssen. Mittlerweile hat man zum Spiel auch einen Patch spendiert, welcher die Balken abschalten lässt. Nun bleibt der Blick endlich frei auf alles Wichtige und The Evil Within ist dadurch wesentlich besser spielbar geworden, als es zum Release der Fall war. Der Ärger nimmt damit aber nicht ab.

Scheitern im Detail

The Evil Within (7)Die Bedienung von The Evil Within fühlt sich recht hakelig an. Das fällt besonders dann sehr stark ins Gewicht, wenn man mit den beiden schwarzen Balken The Evil Within bestreitet. In vielen Fällen reicht es aber auch aus, ein einziges Mal unachtsam gewesen zu sein. Der Titel bietet keinerlei Übersichtskarten und da Menschen kein zweites Augenpaar im Hinterkopf haben, müssen wir uns zudem ständig umsehen. Blöd nur, dass sowohl Sebastian als auch die Kamera öfters gleichzeitig umpositioniert werden müssen, um alles im Blick zu behalten. Im Grunde ist das nicht weiter schlimm, doch reicht ein unliebsamer Feindeskontakt aus und wir taumeln zurück, wo wir ohne Abklingphase vom nächsten Gegner getötet werden. Zudem gibt es in wenigen Szenen sogar (gewollt) unsichtbare Gegner, die man nur sehen kann, wenn man sie zufällig trifft, wenn man ins Leere schießt oder um sich schlägt. Manche Feinde töten uns sogar mit einem Schlag – egal, wie viel Lebensenergie wir noch haben. Der Grat zwischen schlechtem Gamedesign und Unfairness ist hier sehr, sehr dünn. So blöd das auch klingt, wird die düstere Atmosphäre des Spiels, die durchweg mit einem beklemmenden Soundtrack unterlegt wird, dadurch nur besser und wem das noch nicht reicht, revanchiert sich im zweiten Spieldurchlauf mit Maschinenpistole und Raketenwerfer bei seinen einstigen Peinigern.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der PC-Fassung): Nachdem ich den horrenden Download des Spiels endlich abgeschlossen hatte, konnte ich The Evil Within zum Glück direkt mit einem Patch spielen – die schwarzen Balken des Todes sind mir also nahezu erspart geblieben. Das Spiel wird in meinen Augen dadurch allerdings nicht viel besser. Natürlich habe ich in The Evil Within meinen Spaß gehabt, allerdings nur sehr bedingt. Viele Szenen erinnern mich mit Freude an Resident Evil 4 und so mancher Moment lässt mich an den ersten Teil von Resident Evil zurückdenken. Man merkt, dass hier Shinji Mikami gewerkelt hat. Allerdings muss ich sagen, dass ich dem Künstler wesentlich mehr zugetraut hätte. Mit The Evil Within macht Mikami einen großen Rückschritt. Mich stört dabei noch nicht einmal, dass der Titel nicht sonderlich zugänglich ist – schließlich kenne ich die Gameplay-Mechaniken aus seinen früheren Werken bereits nur zu allzu gut. Mich stören aber diese starre Linearität, die lahm präsentierte Handlung und viele nervige Passagen, die mich zu 135 Toden in 18 Stunden bis zum Abspann des Titels getrieben haben. Manchmal kommt es mir so vor, als würde Mikami selbst nicht so wirklich gewusst haben, ob er das Survival-Horror-Genre wie Resident Evil oder eher wie der vierte Teil der Reihe (theoretisch) wiederbeleben wollte. Irgendwie ist ihm beides nicht so wirklich gelungen. Der Titel ist zwar ein frischer Ansatz abseits deplatzierter Action in neueren Spielen des Genre, doch The Evil Within stellt für mich sehr überraschend eine große Enttäuschung dar – und gegruselt und erschrocken habe ich mich nur ein einziges Mal. Schwach für ein Spiel, welches mit Horror-Elementen auf sich aufmerksam machen will.

Jonas’ Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Besonders da sich für mich die Resident-Evil-Reihe in letzter Zeit immer weiter entfremdet hat, war ich um so gespannter darauf, wie Shinji Mikami seine moderne Interpretation eines Horror-Adventures in die Tat umsetzen würde. The Evil Within konnte dabei zwar den Resident-Evil-4-Charme nur bedingt kopieren, ein reißendes Abenteuer im alten Stil kam aber trotzdem herum. Klassisch ist allem voran das Gameplay, was aber auch mal wieder eine schöne Abwechslung darstellt. Die Handhabung der Waffen ist fordernd und die zähen Gegner tun ihr übriges, um mich auch ohne stupide Jump Scares und ohne unfair zu werden ins Schwitzen zu bringen. Genau so soll es sein! Daneben ging für mich das Konzept von Mikamis schauriger Welt voller Fallen und Illusionen voll auf, auch wenn sie mitunter eine der größten Feinde der Spielfigur ist. Da stört doch die hölzerne Erzählweise von fast schon autistischen Charakteren nur bedingt, stammen diese Inhalte wohl selbst noch aus jenen älteren Zeiten. Leider verliert das gesamte Spiel in den letzten Stunden etwas an Fahrt, was merklich an der künstlichen Streckung des Titels liegt. Etwas weniger Spielzeit wäre hier auf jedem Fall mehr gewesen. Dennoch war The Evil Within die sehr interessante Erfahrung auf jeden Fall wert, dessen fehlender Feinschliff von Mikami vielleicht in einem Nachfolger korrigiert wird.

Vielen Dank an Bethesda für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Evil Within!

Special: Du bist der Auserwählte!

Du bist der Auserwählte (1)Da ist es wieder geschehen. Mindestens zum dritten Mal im Lauf eines Jahres bietet Nintendo (in Deutschland) ein exklusives Angebot ausgewählten Kunden an. Diesmal ist das Thema ein klein wenig brisanter. Wir sprechen über Sinn, Unsinn und Wirkung eines solchen Angebots.

Du bist der Auserwählte (2)Exklusivangebote gibt es schon seit jeher und wird es auch immer wieder geben. Besondere Editionen von Spielen erscheinen exklusiv bei bestimmten Händlern. Meistens trifft es dabei den Branchenriesen Amazon, wo momentan die Collector’s Edition von The Witcher 3: Wild Hunt exklusiv und nur dort angeboten wird. Wer ungern im Internet bestellt, hat grundsätzlich keine andere Wahl und muss wohl oder übel auf die begehrte Spezialausgabe verzichten. Zum einen ist das jedes Mal ärgerlich für den Kunden und zum anderen ermöglicht es sowohl dem Publisher als auch dem Händler dem Wettbewerb aus dem Weg zu gehen und das Angebot zu einem festgelegten (meist unveränderlichen) Preis zu offerieren. Würden Einzelhandelsketten ebenfalls die Collector’s Edition verkaufen dürfen, würde ein Wettbewerb existieren und der Kunde wäre glücklich – er kann sich das Produkt bei dem Händler kaufen, dem er vertraut. Es gibt jedoch auch diese kleinen Zusatzangebote. Ketten wie Gamestop erhalten vom Publisher zusätzliche Boni, die sie den potenziellen Käufern im Austausch für eine Vorbestellung bieten dürfen. Das ist grundsätzlich eine nette Idee, doch problematisch wird es, wenn man ein sehr großer Fan eines Spiels ist und man dieses unbedingt in seiner Gänze erleben will. Man wird dazu genötigt, den Titel bei Gamestop zu kaufen und zahlt dafür meist einen höheren Preis.

Kauf das Spiel und eine neue Konsole

Du bist der Auserwählte (3)Die Kette Gamestop soll jetzt aber nicht diffamiert werden. Das Problem betrifft die gesamte Branche, denn auch Online-Versandhäuser wie Amazon oder Einzelhandelsketten wie Saturn und Media Markt locken den Käufer im Voraus mit speziellen Downloadcodes, die das Spiel im Umfang leicht bis mittelstark erweitern. Das fängt recht harmlos bei zusätzlichen Waffen oder Autos an, kann aber auch gleich eine neue Mission bedeuten. Der Ärger kann sogar so weit gehen, dass diese eine Mission nur auf einer bestimmten Konsole verfügbar ist. Ubisoft hat das 2014 mit dem Action-Spektakel Watch Dogs demonstriert. Auf der PlayStation-3- und auch auf der PlayStation-4-Schachtel prangern deutliche Hinweise, dass hier sechzig Minuten exklusives Gameplay enthalten ist. Wer Microsoft das Vertrauen schenkt und Watch Dogs auf Xbox 360, Xbox One oder dem PC spielen will, hat eben Pech gehabt. Von den gebeutelten Wii-U-Besitzern, die noch ein halbes Jahr länger auf das Spiel warten mussten, wollen wir gar nicht erst sprechen. Der Sinn hinter solchen Aktionen lässt sich leicht erklären. Die Publisher wollen die Spiele bewerben und mit zusätzlichen Inhalten klappt das natürlich leichter. Damit die Fans nicht Sturm laufen, kann man sich mehr als kleinen Inhalte ohnehin nicht erlauben. In Zukunft erscheinende Download-Inhalte bieten ohnehin weitere lukrative Einnahmequellen.

Der Kunde als Werbeträger

Du bist der Auserwählte (4)Wichtig: Niemand wird gezwungen, sich das Spiel in irgendeinem Laden oder für irgendeine Plattform zu kaufen. Diese Entscheidung liegt immer noch beim Käufer und dieser ist für eine Entscheidung selbst verantwortlich. Während sich besonders große Dritthersteller wie Ubisoft, Electronic Arts oder Activision die Köpfe über solche verlockenden Angebote zerbrechen, entziehen sich die drei großen Namen Microsoft, Nintendo und Sony dieser Streitigkeiten. Sie lassen Spiele nur für die hauseigene Plattform entwickeln und bieten Erstkäufern nur selten digitale Inhalte an. Eher winkt mal ein Steelbook wie im Falle der neuen Pokémon-Editionen Alpha Saphir & Omega Rubin als Vorbestellerbonus. Trotzdem ist es genau diese Firma, über die aktuell im Internet so viel geredet wird. Nintendo ist derzeit erpicht darauf, nur speziellen Nutzern bestimmte Inhalte zu ermöglichen. 2014 hat Nintendo an ausgewählte Kunden Codes zu einer Probeversion von Super Smash Bros. for Nintendo 3DS geschickt. Wohlgemerkt ein Spiel, das von vielen Fans heiß erwartet wurde. Wie die Kunden ausgewählt worden sind, ist bis heute ungeklärt. Die Aufgabe der Kunden war es jedoch, drei weitere Downloadcodes an Freunde weiterzuleiten, um so auf das Spiel aufmerksam zu machen. Günstiger kann man sich Werbung nun wirklich nicht mehr vorstellen. Den Verkäufen des Titels hat es nicht geschadet.

Treue Kunden kaufen mehr

Du bist der Auserwählte (5)Nun hat Nintendo am sechsten Januar 2015 abermals zugeschlagen und sich an die angeblich treuesten Kunden des Konzerns gerichtet. Im Falle unseres Chefredakteurs trifft das auch sehr gut zu, da er übers Jahr verteilt dutzende Nintendo-Spiele digital als auch physisch erwirbt. In der E-Mail wird damit geworben, dass sich Nintendo bei dem treuen Kunden bedankt und ihm die Möglichkeit bietet, den New Nintendo 3DS schon vor der deutschen Markteinführung zu erwerben. Grundsätzlich ein sehr netter Zug, der aber (zumindest bei unserem Chefredakteur) seine Wirkung verzielt und gar auf Gegenliebe stößt. Kaum hat man sich auf der Produktseite mit seinen Zugangsdaten eingeloggt, wird einem auch schön aufgeführt, was uns im Falle der positiven Kaufentscheidung alles geboten wird. Neben dem New Nintendo 3DS erhält man im so genannten Ambassador-Edition-Bundle exklusiv eine Ambassador-Edition-Zierblende für die Vorderseite, Zierblenden im Super-Smash-Bros.-Design für Vorder- und Rückseite und in weißer Farbe auch noch eine Ladestation. Schön säuberlich daneben aufgereiht sind die Werte oder eher gesagt die Preise. Während der Handheld mit 169,99 Euro zu Buche schlägt, haben die drei zusätzlichen Inhalte einen Wert von jeweils 9,67 Euro. Summa summarum ist der Kaufpreis also exakt 199,00 Euro. Eine kaufmännische Meisterleistung der Preiskorrektur.

Zukünftige Probleme

RRZ Rhein Ruhr Zentrum MuelheimBitte nicht falsch verstehen: Das Angebot oder eher gesagt die Möglichkeit, einen Handheld vor dem Launch erwerben zu können, ist sicherlich großartig. Die Umsetzung ist es in diesem Falle aber mal wieder bei Weitem nicht. Wer sich nur für den New Nintendo 3DS interessiert, muss die albernen Zierblenden und die für Nintendo-3DS-Besitzer unnötige Ladestation auf jeden Fall dazu erwerben. Nintendo bietet keinerlei Option an, den Schnickschnack aus dem virtuellen Warenkorb zu entfernen. Ebenso unschön: Im Kleingedruckten wird hingewiesen, dass man sich noch ein zusätzliches Ladekabel anschaffen muss, da dieses abermals nicht im Lieferumfang enthalten ist. Wer seine Daten also vom Nintendo 3DS zum New Nintendo 3DS übertragen will, kann das sicherlich problemlos tun, bekommt dann aber womöglich Probleme beim Verkauf seines alten Handhelds, da das Ladekabel aus guten Gründen fehlt. Während das im Online-Auktionshaus eBay trotz Angabe des Fehlens des Ladekabels im Artikeltext eine somit grundlose negative Bewertung nach sich ziehen könnte, kommt man zum Beispiel bei der nächsten Gamestop-Filiale gar nicht erst weiter. Die Einzelhandelskette prüft penibel den Zustand des Geräts und legt somit besonderen Wert auf Vollständigkeit. Etwas, was man als Kunde von einem Unternehmen der Größenordnung Gamestop mindestens erwarten kann.

Du bist der Auserwählte!

Du bist der Auserwählte (7)Wenn Nintendo sich also schon an die angeblich treuen Kunden richtet, die im Jahr drei- bis vierstellige Beträge für qualitativ hohe und meist gute Videospielunterhaltung zahlen, dann sollte ein renommiertes Unternehmen auch dazu in der Lage sein, ein paar Euros locker zu machen, um ein Ladekabel aus dem Lager gratis draufzupacken. Zudem spart sich Nintendo den Weg über Groß- und Einzelhändler und hätte dadurch theoretisch keinerlei schmerzhafte Verluste zu erwarten. Ärgerlich für alle Interessierten des Handhelds ist außerdem, dass das japanische Traditionsunternehmen nur den New Nintendo 3DS anbietet. Ein Auswechseln zu einer anderen Version, sprich den New Nintendo 3DS XL, ist unmöglich. Vor allem unter den Indizien, dass Nintendo die Produktion des normalen Nintendo 3DS vermutlich eingestellt hat und das Interesse am Handheld mit dem kleinen Bildschirm sinkt, ist das ebenso unsinnig wie engstirnig. Obwohl Aktionen wie diese leicht negativ wirken, ist der Effekt für den Konzern dennoch ein positiver. Es wird wieder über Nintendo geredet. Die Leute wissen, dass der New Nintendo 3DS bald erscheinen wird. Wenn dann auch die ersten exklusiven New-Nintendo-3DS-Spiele erscheinen, sind solche Aktionen recht schnell vergessen; denn ob man als treuer Kunde nun ausgewählt worden ist oder eben nicht – es wird einem (fast) nichts aufgedrückt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Meinung: Ich finde es sehr schade, wie manche Unternehmen ihre Kunden auswählen und vor allem mit ihnen umgehen. Über Vorbestellerboni rege ich mich gar nicht mehr auf, denn die meisten Titel von Drittherstellern interessieren mich nicht wirklich und wenn dann doch mal ein Spiel dabei ist, ist das wiederum so ein Nischentitel, bei dem in vielen Fällen gar die in Japan bereits erhältlichen Download-Inhalte kostenlos auf der Disc schlummern. Aber es regt mich auf, dass Unternehmen wie Nintendo versuchen, eine Zweiklassengesellschaft in einer sonst wohlfühlenden Umgebung durchzusetzen. Wenn zufällig Downloadcodes zu einer recht dünnen Demo viele Wochen vor Release des Titels in Umlauf geraten, kann ich gerne beide Augen zudrücken. Wenn mich das Spiel interessiert, kaufe ich es mir sowieso. Warum jetzt der Spalt zwischen beiden Klassen, den Wenig- und den Vielkäufern, noch weiter auseinander gezogen werden muss, verstehe ich beim besten Willen nicht. Selbstverständlich möchte ich gerne in den Genuss eines New Nintendo 3DS kommen, aber wenn, dann soll es auch ein New Nintendo 3DS XL sein – und es müssen Spiele für das System vorliegen und der Preis stimmen. Nintendo könnte ruhig so kulant sein und das Angebot zu einem wirklich tollen Preis anbieten. Schließlich bezeichnet mich der Konzern als Botschafter, der die freudige Nachricht hinaus in die Welt trällern soll. Mit diesen Zeilen merkt Nintendo aber hoffentlich, dass ich mich nicht als Werbefigur missbrauchen lassen möchte. Ich erinnere mich gern an das Jahr 2001 zurück – Nintendo veranstaltet auf der Pokémon-Internetseite ein Gewinnspiel, bei dem man eines von je 250 Exemplaren der Goldenen oder Silbernen Editionen gewinnen konnte, in dem man das Gewinnspiel (als Botschafter) mit seinen Freunden per Mail empfiehlt. Da hatte jeder die gleichen Chancen und die Bedeutung, ausgewählt worden zu sein, war wirklich etwas besonderes!

Review: Captain Toad: Treasure Tracker

Captain Toad - Treasure Tracker (1)Als Kapitän Toad zum ersten Mal 2007 im Nintendo-Wii-Titel Super Mario Galaxy als kleine Nebenfigur erschien, ahnte wohl niemand, dass der kleine Held sieben Jahre später sein eigenes Videospiel erhalten würde. Wir haben Captain Toad: Treasure Tracker durchgespielt.

Captain Toad - Treasure Tracker (2)Nach den Abenteuern im Weltraum hat sich Kapitän Toad ins Pilz-Königreich aufgemacht. In den entlegensten Winkeln des Reiches sucht er zusammen mit Toadette die sagenumwobenen Power-Sterne. Als Toadette an der Spitze einer verfallenen Ruine einen der glänzenden Sterne entdeckt, klettern die beiden frohen Mutes hinauf. Als sie den Stern jedoch beanspruchen wollen, taucht der riesige Vogel Wingo aus dem Nichts auf und krallt sich den Stern – samt Toadette, die den Stern einfach nicht loslassen will. Die Geschehnisse kommen ins Rollen. In der Haut des titelgebenden Kapitän Toads machen wir uns auf, um unsere Freundin aus den Fängen des Riesenvogels zu befreien. Unterwegs hält uns das aber nicht davon ab, Juwelen, Münzen und Power-Sterne zu sammeln. Die Handlung von Captain Toad: Treasure Tracker reißt wie erwartet keine Bäume aus, reicht aber vollkommen aus, um uns in die Spielwelt in Windeseile einzuführen. Schade ist nur, dass das Spiel in drei Episoden unterteilt ist und jede Episode mit einem ähnlichen Plot aufwartet. Wir müssen uns also während der ganzen Spielzeit mehrmals sehr ähnliche Zwischensequenzen anschauen, die in den meisten Fällen auch nicht abgebrochen werden können. Das geht selbst dann nicht, wenn wir ein bestimmtes Ziel in einem Level verpassen und wir dieses nur kurz zur Wiederholung spielen wollen.

Auf zur Schatzsuche!

Captain Toad - Treasure Tracker (3)Eine Oberwelt gibt es nicht wirklich. Die Levels wählen wir über ein Buch aus, in welchem wir von links nach rechts und von rechts nach links blättern können. Das ist unübersichtlich, da wir unsere Lieblingslevels so ständig mühsam suchen müssen. Haben wir uns aber erst einmal für einen Level entschieden, kann das Spiel mit seinen Inhalten punkten. Jedes Level besteht in der Regel aus einem abgetrennten Bereich, in dem wir uns mit Captain Toad frei bewegen können. Hindernisse tauchen auf in Form von Gegnern, Blöcken und natürlichen Begrenzungen in der Architektur des Levels. Ziel in jedem Level ist, den Power-Stern zu ergattern. Haben wir einen Level beendet, erhalten wir für dieses noch eine Spezialaufgabe. Da müssen wir beispielsweise eine bestimmte Anzahl an Münzen sammeln, unentdeckt vor patrouillierenden Shy Guys bleiben oder unbeschadet ans Ziel gelangen. Manchmal müssen wir auch einen verborgenen Goldpilz finden. Fakt ist, dass diese Aufgaben uns motivieren. Zum einen, um jedes Level noch gründlicher abzusuchen und zum anderen, um neue Rekorde aufzustellen. Da Kapitän Toad nicht wie Klempner Mario über Kampffähigkeiten verfügt, werden die Spielabschnitte dadurch manchmal auch zu einer kleinen Herausforderung. Wer aber mit Ruhe an die Sache herangeht, wird merken, dass der Titel sehr leicht ausgefallen ist.

Der Auftritt der Rüben

Captain Toad - Treasure Tracker (4)Um Abwechslung ins Spiel zu bringen, finden wir gelegentlich ein paar Items, mit denen wir das jeweilige Level bestehen können oder müssen. Mit der Doppelkirsche können wir einen Klon des Kapitäns erstellen und Rätsel lösen, die wir nur mit zwei oder mehreren Duplikaten angehen können. Mit dem Hammer zerstören wir klassisch zu einer aufgepeppten Melodie aus Donkey Kong einen Block nach dem anderen – oder entledigen uns arglistigen Gumbas, wenn mal wieder keine Rübe mehr im Boden wächst, die wir dem Gegner wie in Super Mario Bros. 2 aka Yume Kōjō: Doki Doki Panic an den Kopf pfeffern könnten. Tiefgründiger wird das Rätsellösen, wenn wir die Level-Architektur verändern müssen. Da reicht es manchmal aus, leicht ins Mikrofon zu pusten, um ein paar Plattformen über einen See aus Lava erscheinen zu lassen oder wir tippen Blöcke auf dem Wii U GamePad an, um diese umzupositionieren oder sie als Fahrstuhl zu missbrauchen. Hin und wieder hilft auch das nicht und wir müssen im wahrsten Sinne des Wortes am Rädchen drehen und auf einmal ändert sich die Hälfte der Stage und gibt den Weg zu neuen Mysterien des Levels frei. In einigen wenigen Levels düsen wir auch mit einer Lore durchs Geschehen, schauen uns dann mit dem Touchscreen um und schießen Rüben auf alles, was irgendwie danach aussieht, von uns getroffen werden zu wollen.

Tropfen auf den heißen Stein

Captain Toad - Treasure Tracker (5)Das klingt zwar alles sehr abwechslungsreich, doch in der Praxis wiederholen sich sämtliche Mechanismen relativ schnell. Auch der Fakt, dass es gerade einmal nur zwei Bossgegner gibt, die sich abwechselnd die Klinke in die Hand drücken, fällt negativ auf. Natürlich gibt es auch Bonuslevels, die den Spielumfang leicht erweitern und den Rätselalltag auflockern, doch kann das nicht über die sehr kurze Spieldauer von circa neun bis zehn Stunden hinwegtrösten. Ein wichtiger Punkt bei einem Rätselspiel ist vor allem die eingehende Bedienung. Die Steuerung funktioniert grundsätzlich tadellos. Das Problem ist die Kontrolle über die Kamera. Die will von uns ständig nachjustiert werden. Während das manchmal von den Entwicklern so gewollt ist und wir auch begrüßen, stört sie in anderen Fällen extrem. Besonders in einem speziellen Spielmodi, über den wir euch hier nichts verraten wollen, fällt das auf, da wir hier so unter Druck stehen, dass es mehr als kompliziert ist, gleichzeitig den Charakter zu bewegen und ungelogen alle zwei Sekunden die Kameraperspektive manuell zu ändern. Optisch ist den Köpfen von Nintendo EAD Tōkyō ein großer Wurf gelungen. Das Spiel sieht fantastisch in HD aus und steht Super Mario 3D World in Nichts nach. Musikalisch bietet der Titel auch den einen oder anderen Ohrwurm – und das hilft über so manche Wiederholung sehr hinweg!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Als Kapitän Toad in Super Mario 3D World wiederkehrte, ahnte ich noch nicht, welche geniale Spielidee hinter dem Minispiel steckte. Schnell wünschte ich mir eine richtige Umsetzung des Minispiels als vollwertiges Spiel – wie wohl viele andere auch, denn plötzlich kündigte Nintendo unerwartet Captain Toad: Treasure Tracker an. So schnell es nur möglich war, legte ich die Disc ins Laufwerk meiner Wii U und startete mit dem Abenteuer, welches ich mir schon ein ganzes Jahr wünschte. Leider, und anders kann ich es nicht sagen, hat mich der Titel allerdings mittelstark enttäuscht! Das liegt nicht daran, dass ich nicht erkenne, dass man sehr viel Herzblut ins Spiel gesteckt hat, sondern eher daran, dass sich die Mechanismen im Spiel zu stark wiederholen. Das beginnt bei der Aufteilung in Episoden, die mit ähnlichen Zwischensequenzen nerven und endet bei gerade einmal zwei verschiedenen Bossgegnern. In meinen Augen hätte dem Spiel eine leicht längere Entwicklungszeit wirklich gut getan, denn so gerne ich die Rätsel im Spiel löse, so schnell wird mir auch langweilig, weil sich Captain Toad: Treasure Tracker immer nur sporadisch etwas Neues wagt. Einzig und allein der Einsatz fast immer anderer Umgebungen kann davon mehr als gut ablenken. Nach circa neun Stunden kommt das Spektakel auch abrupt zu einem Ende und ich frage mich abermals, warum man den Titel unbedingt Ende 2014 beziehungsweise Anfang 2015 veröffentlichen musste. Selbst vom angekündigten amiibo-Support, sieht man zum aktuellen Zeitpunkt absolut nichts. Es darf nicht passieren, dass jetzt auch noch Nintendo Spiele leicht unfertig auf den Markt wirft. Wer bereits das Minispiel in Super Mario 3D World liebte, wird sicherlich auch sehr viel Spaß mit Captain Toad: Treasure Tracker haben, doch ein Überraschungshit wurde der Titel nicht.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Captain Toad: Treasure Tracker!

Umfrage: Die Besten des Jahres 2014

New Year 2014Traditionell wählen wir auch zum Jahresbeginn 2015 die Besten des Vorjahres. Jeder Titel, den wir in den letzten zwölf Monaten besprochen haben, steht zur Wahl. Dabei ist es egal, ob der Titel erst zum Weihnachtsgeschäft in den Läden stand oder der Titel schon vor ein paar Jährchen veröffentlicht wurde. Da wir uns in diesem Jahr dazu entschlossen haben, auf die News-Sektion weiterhin zu verzichten und uns auf vor allem auf Reviews zu konzentrieren, stehen in diesem Jahr wieder sehr viele Titel zur Auswahl. Daher haben wir uns erneut dazu entschieden, dass ihr in jeder Kategorie so viele Titel wie ihr wollt wählen dürft, um euch die Wahl ein wenig zu erleichtern. Ihr entscheidet nun jeweils, welche Titel das Potenzial zur Bestplatzierung in den Kategorien Nintendo, PlayStation 3 & PlayStation 4, Xbox 360, PC, Download, Anime, Manga und Film haben. Wählt nun die besten Spiele auf Nintendo-Plattformen im Jahr 2014 aus:

Als nächstes bitten wir euch darum, die besten Titel für die beiden Heimkonsolen aus dem Hause Sony Computer Entertainment auszuwählen.

Neben der PlayStation 3 und der PlayStation 4 halten wir natürlich auch der Xbox 360 die Treue. Ihr entscheidet nun, welche Spiele zu den besten Titeln des Jahres 2013 gehören.

Auf dem PC sind letztes Jahr ebenfalls interessante Titel erschienen. Wählt bitte nun eure Kandidaten aus, die eurer Meinung nach die Gewinner des letzten Jahres sind.

Dank Download-Plattformen wie dem eShop von Nintendo kommen wir jedes Mal wieder in den Genuss neuer Entwicklungen und alter Klassiker. Wählt nur eure Kandidaten.

Im letzten Jahr erschienen neben Videospielen natürlich auch viele Animes, die uns unzählige Stunden begeistert haben. Wählt bitte nun die besten Titel 2014.

Neben Animes haben wir uns im letzten Jahr auch etwas intensiver mit Mangas beschäftigt. Auch hier dürft ihr eure Favoriten wählen.

Zum Abschluss haben wir für euch auch die Liste der rezensierten Filme zusammengestellt – ihr dürft nun aus diesen Titeln eure Favoriten wählen.

Die Auswertung der Umfrage erfolgt in einigen Wochen und wird an verschiedenen Stellen bekanntgegeben. Wer unseren Newsletter abonniert hat, der wird ebenso schnell über die Ergebnisse informiert sein, wie all jene, die uns auf Facebook, Twitter und Google+ die Treue halten. Wir bedanken uns für eure rege Teilnahme!

Wir wünschen euch einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr!

Wir wünschen euch einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr (2014)Hochgeschätzte Gameplay-Gamers-Leser,

morgen beenden wir nicht nur ein erfolgreiches Jahr voller nennenswerter Spiele, sondern gleich ein ganzes Jahr voller fantasiereicher Animes, spannender Filme und lesenswerter Mangas. In diesem Jahr haben wir zu unserem zweitägigen Rhythmus in puncto Publikation neuer Artikel zurückgefunden. Auf der übersichtlichen Startseite findet ihr nun alle zwei Tage aktuelle Themen. Außerdem sind wir nicht von unserem Kurs abgekommen und haben die News nicht wieder ausgebuddelt. Unser Fokus liegt nach wie vor auf Reviews, Previews und Specials. Zudem hat sich unsere Chefredaktion ein klein wenig verändert. Björn hat seinen Posten als stellvertretender Chefredakteur im letzten Oktober geräumt. Wir wünschen ihm alles Gute!

Nintendo musste sich in diesem Jahr sowohl viel Kritik als auch Lob von Fans und von der Fachpresse anhören. Auf der einen Seite verkauft sich die Wii U noch immer nicht so, wie sich das Nintendo gerne vorstellt, doch scheint der Konzern langsam aber stetig Inhalte für die Konsole nachzuliefern. Trotzdem sind wir gespannt darauf, mit welchen innovativen Titeln Nintendo uns im nächsten Jahr überzeugen will. Die amiibo-Figuren bieten zwar noch nicht viele Möglichkeiten, doch dies könnte sich 2015 schließlich ändern. Die Konkurrenz schläft allerdings nicht. Sony freut sich über hervorragende Verkaufszahlen der PlayStation 4 – und kann sich den Erfolg intern nicht erklären. Microsofts Xbox One verkauft sich ebenfalls gut, doch scheint sich längst herauskristallisiert zu haben, wer das Rennen in dieser Generation machen wird. Der zweite Platz wird wohl wie in der vorletzten Konsolengeneration zwischen Microsoft und Nintendo entschieden werden. Wir sind gespannt, wie sich die Lage im Jahr 2015 ändern wird.

Das Jahr 2014 hat uns aber auch in anderer Hinsicht geprägt. Nach wie vor leben wir in einer Welt, in der man mit kriegerischen Mitteln in andere Länder einfällt. Nach wie vor sterben Menschen, die sich für eine gerechte Sache einsetzen. Wir sind gespannt, wie sich die Welt zu einem Besseren verändern wird und vor allem welche Rolle jeder einzelne Mensch dazu beitragen wird. Mit diesen Worten beenden wir dieses Jahr. Einen guten Rutsch uns ein frohes neues Jahr wünscht euch

Eric Ebelt

Review: Teslagrad

Teslagrad (1)Nintendo legte mit der Metroid-Reihe den Grundstein zu einem ganz neuen Erkundungssystem in Videospielen. Später kopierte Konami das System für einige Teile der Castlevania-Serie. In Fankreisen wird das Genre als Metroidvania bezeichnet und auch auf andere Titel übertragen.

Teslagrad (2)Einer dieser Titel ist Teslagrad vom norwegischen Entwicklerstudio Rain Games. In diesem Spiel übernehmen wir die Rolle eines kleinen Jungen, der nachts aus einer Herberge flieht und sich auf den Weg zum Teslaturm macht. Unentdeckt bleiben wir dabei nicht, denn zahlreiche Stadtsoldaten wollen uns prompt wieder einfangen. Im Turm erst einmal angekommen, steht uns dieser quasi von der ersten Spielminute offen – zumindest bis zu den Stellen, wo wir nach dem erwähnten Metroidvania-Spielprinzip einen Gegenstand benötigen, um voranzuschreiten. Wie es der Name des Spiels, der sich wohl am berühmten Physiker Nikola Tesla orientiert, vermuten lässt, bekommen wir es mit allerhand Facetten von Elektrizität und Magnetismus zu tun. Beispielsweise erhalten wir bereits früh im Spielverlauf Handschuhe, mit denen wir den einen oder anderen Block positiv oder negativ magnetisieren können. Später kommen wir in den Genuss von verschiedenen Capes für unseren Helden, den jungen Burschen. Damit ist es uns möglich, uns von verschiedenen Magnetfeldern abblocken oder anziehen zu lassen. Das System schlängelt sich durch den gesamten Spielverlauf, was uns sehr gut gefällt. Allerdings fragen wir uns öfters, warum wir das überhaupt tun. Eine Geschichte wird nur im Hintergrund mittels kleinen Theaterstücken oder Zwischensequenzen – ohne einen einzigen Text erzählt.

Versuch und Irrtum

Teslagrad (3)Die Rätsel von Teslagrad bewegen sich auf einem humanen Niveau. Es ist eigentlich immer recht schnell ersichtlich, wie die Aufgabenaufstellung aussieht. Allerdings gestaltet sich die Steuerung in vielen Fällen als recht schwammig und fummelig. Das artet schnell in Versuch und Irrtum aus. Oftmals entscheiden auch kleine Pixel-Millimeter darüber, ob ein Sprung nun gelingt oder nicht. Was bei Mega Man 1987 noch für Begeisterung sorgte, funktioniert bei Teslagrad jedoch nicht mehr. Solche Stellen strecken das Spiel künstlich, zumal unser Held bei einem einzigen Fehlversuch am Anfang des Raumes oder zumindest bei gelegentlichen Kontrollpunkten wieder aufwacht. Das ist besonders ärgerlich bei den Bossgegnern, dessen Taktik erst einmal durchschaut werden möchte. Dumm nur, dass der Kampf abbricht und wir den ganzen Kampf von vorne beginnen und hoffen müssen, dass es diesmal klappt. Geklappt hat jedoch die Technik des Spiels, denn die Comic-Grafik ist in Verbindung mit den schönen Klavier-, Violinen- und Xylophonklängen ein wahrer Genuss, den man sich nicht entgehen lassen darf. Schade, dass nach bereits vier bis fünf Stunden der Abspann über den Bildschirm flimmern kann. Wer alle versteckten Dokumente finden will, ist gut eine Stunde länger mit dem spaßigen Teslagrad beschäftigt. Die Metroidvania-Offenbarung ist der Titel aber nicht.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Nintendo-Wii-U-Fassung): Als ich den ersten Screenshot von Teslagrad gesehen habe, habe ich mich direkt in den Grafikstil des Spiels verliebt. Der wird im fertigen Spiel mit wunderbarer Musik begleitet. Eigentlich eine wirklich großartige Grundlage aus norwegischem Hause, doch das Spiel hat mich dann leider doch stellenweise zur Verzweiflung getrieben. Grundsätzlich finde ich die vielen Rätsel, die mit Elektrizität und Magnetismus spielen, wirklich spannend. Ärgerlich ist in meinen Augen nur, dass der Held gerade einmal einen Lebenspunkt hat – wird man also elektrisiert, zerquetscht oder von einem Monstrum angegriffen, dann darf ich am Anfang eines Raums oder beim Checkpoint erneut in den Rätselalltag starten. Das wäre sicher anders möglich gewesen und auch der Einsatz der dem Metroidvania-Genre entliehenen Elemente hätten die Norweger wohl sehr viel besser umsetzen können. Was ich jedoch absolut nicht verstehe, ist, warum der Fernsehbildschirm schwarz bleiben muss, wenn ich das Spiel ganz auf den Bildschirm des GamePads auslagere. Trotz des selten genutzten Potentials macht Teslagrad für ein paar kurze Stunden Spaß.

Review: Projekt B

Projekt B (1)Der Film Projekt B aus dem Jahr 1987 ist die Fortsetzung von Der Superfighter von 1983. Der englische Titel des Vorgängerfilms ist jedoch Project A, weshalb in Deutschland ein weiteres Mal unnötig Verwirrung gestiftet wurde. Diesmal leider ohne Sammo Hung und Yuen Biao!

Projekt B (2)Waren die beiden Schauspieler, die öfters mit Jackie Chan zusammengearbeiteten, bei Project A noch mit von der Partie, kommt die Handlung von Projekt B gänzlich ohne die beiden aus. Der Film konzentriert sich auf den von Jackie Chan verkörperten Charakter Dragon. Der wird von der Marine zur Polizei versetzt, wo er den übermütigen Polizeibeamten Chun ablösen soll. Chun hat nämlich zwei Diebe auf der Flucht eiskalt erschossen, obwohl sich beide schon auf offener Straße nahezu ergeben haben. Wie wir im Verlauf der Story erfahren, hat Chun seine Hände im Spiel mit der Unterwelt Hongkongs und ist augenfällig erbost darüber, dass er vom jungen Dragon abgelöst wird. Obwohl er befördert und von einiger Arbeit befreit wird, fühlt sich Chun schikaniert und will seine alte Stellung unter allen Umständen zurück erlangen. In der Zwischenzeit hat Dragon mit seinem durch und durch korrupten Polizeirevier zu kämpfen. Bereits bei seinem Amtsantritt haben die Beamten zusammengelegt, um Dragon zu schmieren. Der will nämlich aus der Polizeistation im Westbezirk endlich ein anständiges Revier machen. Dragon weiß, dass der Gangsterboss Einsamer Wolf für alle illegalen Geschäfte im Westen der Hafenstadt verantwortlich ist. Als er plant, diesen zu verhaften, muss er in seinen Reihen mit hartem Widerstand rechnen. Die Beamten sind so verängstigt, dass sie kündigen wollen.

Auf dem Weg zur Revolution

Projekt B (3)Dragon hat aber noch mit mehr Ärger zu rechnen. Als er eine Feierlichkeit des Gouverneurs mit seinem Team überwachen soll, wird ein wertvolles Medaillon gestohlen. Der Diebstahl wird anders aufgeklärt, wie Dragon das recht wäre. Das Kleinod befindet sich plötzlich in seiner eigenen Tasche und prompt wandert Dragon hinter Gittern. Zumindest sollte er das, doch durch verschiedene Verwicklungen kann er der Polizei helfen, den gefährlichen Chun und der Rest der Verbrecher zu schnappen. Dabei kommt er ständig jenen Piraten in die Quere, mit denen er sich schon in Der Superfighter herumschlugen durfte. Projekt B spielt durchweg vor dem Szenario der letzten Tage des Kaiserreichs. In den Dialogen erfahren wir, dass man nicht mehr sonderlich gut aufs Kaiserhaus (und besonders die einflussreiche Cixi) zu sprechen ist und im Hintergrund bereits die Revolution langsam vorbereitet wird. An der Stelle wird klar, dass der Film vor 1908 spielen muss. Selbst auf den wohl wichtigsten aller Revolutionären, Dr. Sun, wird in einer Szene hingewiesen. Dadurch gelingt es dem Film, die Auffassung von Dragon, dass jedes Leben schützenswert ist, doppelt zu unterstreichen. Das Leben des Polizisten kommt aber nicht ohne Action und Gewalt aus und so sterben dennoch ein paar Nebencharaktere. Das weist indirekt auf die kommende (blutige) Revolution hin.

Eine Reise in die Vergangenheit

Projekt B (4)Die Choreographien von Chan wirken in Projekt B einmal mehr herausragend. Egal ob Chan nun im Polizeirevier, im Versteck von Einsamer Wolf oder auf Gerüsten des authentisch an das um die Jahrhundertwende angelehnte Hongkong kämpft – alles wirkt wie aus einem Guss. Selbiges gilt auch für die Kostüme, Requisiten und Kulissen. Die Außenaufnahmen von einer mehr als einhundert Jahre alten Stadt wirken pompös und werden durch feine Kleidung der Oberschicht unterstützt. Neben Chan sind in weiteren Rollen unter anderem Rosamund Kwan, David Lum und der 2006 verstorbene Bill Tung zu sehen, die sich hervorragend in das Bild einfügen. Apropos Bild: Dieses macht einen ordentlichen Eindruck und kann nur dann recht negativ auffallen, wenn man sehr nah vor dem Fernseher sitzt und das Bildkorn und das kleine Flackern bemerkt. Bei angemessener Entfernung kann man aber nichts beanstanden. Die Musik des Films erinnert abermals an die alte Zeit, in der die Briten Hongkong besetzt hielten. Schaut man sich die deutsche Übersetzung an, muss man mit einigen geschnittenen Szenen leben; die Intention des Films geht hier zu Bruch. Daher empfehlen wir unbedingt den Film im kantonesischen Originalton zu schauen, da die deutsche Synchronisation an vielen Stellen einen Humor verwendet, der deplatziert wirkt und das Gesamterlebnis schmälert.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Es ist schade, dass ich Der Superfighter bis heute noch nicht gesehen habe. Dafür bin ich aber wohl das beste Beispiel dafür, dass der Film auch ohne das Vorwissen funktionieren kann. Natürlich ist es schade, dass Sammo Hung und Yuen Biao, die eigentlich immer viel Humor mit in Jackie Chans Filme bringen, diesmal nicht mit von der Partie sind. Trotzdem unterhält mich der Film mit vielen irrwitzigen Ideen, die in den letzten drei Dekaden einfach nicht langweilig geworden sind. Hinzukommen spektakuläre Stunts, in denen Chan ein paar ältere US-amerikanische Filme zitiert und somit die Kampfeinlagen sehr abwechslungsreich ausfallen. Viel interessanter finde ich jedoch den Aspekt, dass man mit ein wenig Feingefühl die Situation um die Jahrhundertwende erkennen und verstehen kann. Ganz so tiefgründig wie Bodyguards & Assassins wird Projekt B zwar nicht, aber ein Stück chinesischer Geschichte lässt sich in Jackie Chans Film dennoch finden. Und wer auf Blu-rays gerne das Bonusmaterial verschlingt, bekommt einen Audiokommentar von Bey Logan und ein interessantes Interview mit Yao Lin Chen obendrauf spendiert.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Projekt B!

Wir wünschen euch frohe Weihnachten!

Wir wünschen euch frohe Weihnachten 2014Liebe Gameplay-Gamers-Leser,

viereinhalb Jahre existiert Gameplay Gamers bereits und dieses Jahr war wieder einmal ein erfolgreich Jahr für uns. Durch unser einfaches Design konnten wir auch in diesem Jahr viele User ansprechen, von denen viele ihren Weg zudem in die NextGen-Community gefunden haben, in der fleißig über Videospiele und Co diskutiert wird. Im zweitägigen Rhythmus veröffentlichen wir auf unserer Seite fast nur noch Reviews, Previews und Specials. Somit haben wir uns in diesem Jahr von unserem News-System einmal mehr verabschiedet, damit wir uns wichtigeren Dingen widmen können. Obwohl wir sehr gerne Gewinnspiele für euch veranstalten, haben wir in diesem Jahr leider nicht genügend Ressourcen gehabt, um diese auf unserer Seite durchzuführen. Wer aber trotzdem kein Glück bei unseren Gewinnspielen hatte und sich zu Weihnachten über Geldgeschenke freuen darf, dem legen wir unsere Artikel der letzten Wochen ans Herz. Wir haben viele interessante Titel für euch intensiv getestet und vielleicht ist für den einen oder anderen unter euch das passende Geschenk dabei.

Viel mehr Worte möchten wir an dieser Stelle aber nicht verlieren, da die meisten unter euch wahrscheinlich gerade im Kreis der Familie oder mit Freunden das Fest der Liebe zelebrieren. Genießt die Feiertage, das weihnachtliche Essen, schaut euch ein paar Animes oder Filme an, zockt die Spiele, welche ihr geschenkt bekommt und nehmt euch vor allem die Zeit dafür, all das zu erledigen, was ihr euch vorgenommen habt. Frohe Weihnachten wünscht euch

Eric Ebelt

Prime Time: PlayStation 4 (Unboxing)

Das ging schneller als gedacht! Eigentlich wollte sich unser Chefredakteur Eric sich die PlayStation 4 erst zum Release von Final Fantasy: Type-0 zulegen, doch dann kam Anfang November 2014 einfach ein zu gutes Angebot auf ihn zu, welches er einfach wahrnehmen musste. In diesem Video stellen wir euch die PlayStation 4, den Controller, die Kamera und das Spiel The Last of Us: Remastered vor. Wir wünschen euch viel Spaß beim Anschauen des Videos!