Review: Metal Gear Solid V: Ground Zeroes

Metal Gear Solid V - Ground Zeroes (1)Bis Metal Gear Solid V: The Phantom Pain erscheint, müssen wir uns noch bis 2015 gedulden – in der Zwischenzeit müssen wir uns mit dem Prolog Metal Gear Solid V: Ground Zeroes begnügen. Vorab stellt Konami klar, dass das Spiel kurz ist und die Spielmechanik vorstellt.

Metal Gear Solid V - Ground Zeroes (2)Lange ist es her, dass wir einen weiteren Teil der Hauptreihe des beliebten Franchises auf den Konsolen spielen konnten. Metal-Gear-Solid-Schöpfer, Hideo Kojima, gilt wegen des Titels als eine Legende unter den Videospielentwicklern. Im Jahr 1987 veröffentlich Konami das erste Spiel mit dem Namen Metal Gear und nun gibt es schon weit mehr als zehn Spiele, die in diesem fiktiven Universum angesiedelt sind. Erstmals wird uns eine neue und zudem frei begehbare Welt versprochen, in der wir unseren Handlungen freien Lauf lassen dürfen. Diese Versprechen beziehen sich allerdings eher auf The Phantom Pain statt auf Ground Zeroes. Wir bekommen nämlich keine wirklich offene Welt geboten, sondern nur die Möglichkeit in einem bestimmten Areal verschiedene Wege zu gehen, die uns zum Ziel führen. Wir haben auch die Möglichkeit, die Gegner in aller Ruhe zu beobachten und einen Plan zu schmieden, wie wir vorgehen möchten. Entscheidungsfreiheit ist das absolut passende Wort und genau darauf will uns das Spiel vorbereiten und warm auf den nächsten Ableger einstellen. Unsere Mission ist es, ein geheimes Camp der US-Regierung zu infiltrieren und zwei Ziele aus der Gefangenschaft zu befreien – das war es dann auch schon. Nach der Hauptmission stehen uns zusätzlich vier Nebenaufträge zu Verfügung, welche aber allesamt im selben Areal spielen.

Entscheidungsfreiheit

Metal Gear Solid V - Ground Zeroes (3)Die offene Spielwelt stellt uns natürlich primär vor zwei verschiedenen Vorgehensweisen – Sturmangriff oder leises und unauffälliges Vorgehen. Actiongeladener ist natürlich ein direkter Angriff auf den Stützpunkt, jedoch müssen wir mit viel Widerstand rechnen. Wir können als Infanterist in das Camp laufen und uns bis zu den Panzern durchschießen, um diese dann benutzen zu können, um nur noch mehr Chaos zu stiften. Natürlich können wir es auch leise angehen lassen, unsere Gegner systematisch einzeln rauspicken um diese dann mit Betäubungsschüssen in den sanften Schlaf zu wiegen. Auffällig ist, dass die Spielmechanik sich um einiges geändert hat. Wir können nun gegnerische Soldaten durch ein Fernglas markieren und deren Bewegungen sogar durch Gegenstände hindurch wahrnehmen – hier stellen wir uns die Frage, was das noch mit der ursprünglichem Intention des Franchises zu tun hat. Was uns aber sehr gefreut hat, ist, dass die albernen Sounds der Soldaten und die Markierungen über deren Köpfe wie noch in Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots verschwunden sind. Das Spiel nimmt sich wesentlich ernster und wird nicht durch alberne Aktionen ins Lächerliche gezogen. Auch wenn sicherlich viele Spieler gerade darin den Charme der Reihe entdeckten, freut sich zumindest der Schreiberling dieser Zeilen.

Mauer Inhalt mit viel Potenzial

Metal Gear Solid V - Ground Zeroes (4)Wie schon angesprochen ist der Inhalt für bis zu dreißig Euro wirklich gering. Die Story haben wir in weniger als neunzig Spielminuten abgeschlossen, für Nebenmissionen brauchen wir vielleicht je fünfzehn Minuten. Insgesamt kommen wir also auf knapp zweieinhalb Spielstunden für den stolzen Kaufpreis. Das ist zwar nicht viel, lohnt sich unter bestimmten Umständen dennoch. Es ist einfach nett zu sehen, wie gut zum Beispiel die gegnerische künstliche Intelligenz reagiert. Die feindlichen Soldaten haben keine wirklich feste Routen und viele Variablen spielen eine Rolle. So müssen wir mit Bedacht vorgehen, uns in grünen Wiesen verstecken und hoffen, dass uns die Gegner nicht sehen. Falls dies doch der Fall sein sollte, können wir auf viele und effektive Nahkampftechniken zurückgreifen. Überhaupt ist es eine große Freude, dass Kojima weiterhin den Möglichkeiten die Treue hält. So überraschen wir Gegner mit gezückter Waffe von hinten, weisen sie an die Hände zu heben und warten dann gespannt darauf, ob sich diese ergeben oder den Helden zu spielen wollen. Es ist eben das Unvorhersehbare, was in Kombination mit der offenen Spielwelt einen spannenden Effekt hinzufügt. Gerade diese Möglichkeiten sorgen auch dafür, dass es deutlich befriedigender für uns ist, durch die Mission zu schleichen, statt wie wild loszuschießen.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Bis zu dreißig Euro für vielleicht drei Stunden Spielzeit ist ein bisschen hoch gegriffen und auch das einzige, was wir dem Spiel vorwerfen können, denn spielerisch sehne ich mich nun heiß nach einem Nachfolger – nach Metal Gear Solid V: The Phantom Pain! Die offene Welt, viele Möglichkeiten und auch die wunderschöne Grafik wissen mich zu begeistern. Einige nette Easter Eggs sind zudem im Spiel versteckt und sorgen für Kenner immer wieder für ein Schmunzeln. Ich habe die Hauptmission und alle Nebenmissionen in einem Zuge durchgespielt, was heute nur noch selten bei den meisten Spielen ist und gerade so etwas zeigt mir, dass mich das Spiel wirklich fesseln kann – leider nur nicht sonderlich lang. Für Fans der Reihe lässt sich der Prolog Metal Gear Solid V: Ground Zeroes nur empfehlen, vor allem da der gespeicherte Spielstand sich auch für The Phantom Pain wieder verwenden lassen soll und so einige Vorteile bringen kann. Ich bin schon sehr gespannt, wo die Reise des Franchises in Zukunft hingehen wird.

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Metal Gear Solid V: Ground Zeroes!

Review: Tomb Raider

Tomb Raider (1)Die Archäologin Lara Croft ist nach mehreren Jahren Abstinenz wieder zurück und somit findet eine traditionelle Videospielreihe ihren Weg zurück ins Händlerregal. Diesmal geht es jedoch um einen Serienneustart. Genauer gesagt um das erste Abenteuer der jungen Lara.

Tomb Raider (2)Die Protagonistin kommt frisch von der Universität und will sich ihre ersten Errungenschaften als Archäologin verdienen. Dafür geht sie auf ein Schiff namens Endurance, welches nach einer mysteriösen Insel mitten im pazifischen Ozean sucht. Auf dem Weg dahin erleidet die Crew jedoch Schiffbruch und die Mitglieder werden getrennt. Auf sich allein gestellt muss Lara nach dem Rest der Mannschaft suchen, welches auch richtig viel Spielzeit in Anspruch nimmt. Die übernatürlichen Momente, welche die Serie ausmachen, kommen erst später hinzu und verleihen dem Spiel das nötige Element um noch einmal richtig aufzutrumpfen. Leider gibt es im Spiel des Öfteren Logiklücken und einen nicht ganz überzeugenden Bösewicht. Der langsame und unspannende Anfang in Kombination mit der wirren Story und dem nicht gerade charismatischen Feind sorgen dafür, dass die neue Lara Croft nicht wirklich an den Konkurrenten Nathan Drake aus der Uncharted-Reihe herankommt. Der größte Unterschied liegt in den Dialogen, welche in Uncharted immer wieder Emotionen oder Gelächter im positiven Sinne auslösen und bei Tomb Raider eher stumpf und unemotional wirken. Das hat klar zur Folge, dass wir uns nicht wirklich in die Story hineinversetzen konnten und das Spiel wirklich stupide durchgespielt haben ohne dabei einmal richtig mitzufiebern.

Actiongeladenes Abenteuer

Tomb Raider (3)Im Vergleich zu den alten Titeln haben die Rätsel im Spiel stark abgenommen und an der Action-Maschine wurde stark gedreht. Nur mühsam von der Story motiviert, erkunden wir in sehr linearer Weise die Insel, welche im Laufe der Handlung immer sehr actionlastig bleibt, doch das geht ganz schön rund: Ständig explodiert irgendetwas und Einzelteile diverser Gegenstände fliegen knapp an Lara vorbei, während sie durch brennende Tempelanlagen läuft. Diese Szenen spielen sich rasant und sehen unheimlich gut aus. Dabei setzen die Entwickler auf ein leicht zu handhabendes Gameplay, welches der Inszenierung hilft und die Spielabschnitte wie in einem Kinofilm erscheinen lässt. Wer mal keine Lust hat, dem überwiegend sehr linearen Spielgeschehen nach zu kommen, kann in die sogenannten Hub-Areale gehen, von denen es ein halbes Dutzend gibt, die man nach und nach abklappern kann. Hier steht es uns frei, uns umzusehen um verschiedene Sammelgegenstände und Geheimnissen zu finden. Nebenbei bekommen wir auch Erfahrungspunkte und das für Ausrüstungsupgrades wichtige Bergungsgut. An Lagerfeuern verbessern wir mit diesen unser Waffenrepertoire. Die Suche nach diesen fesselte uns teilweise sogar mehr als die Story und somit ist der Erkundungstrip ein klasse Bonus in einem sonst durchschnittlichem Spiel.

Lichtblicke

Tomb Raider (4)Am meisten konnte uns die Optik überzeugen, welche wirklich cineastisch wirkt. Neben atemberaubenden Panoramen und einer guten Weitsicht bekommt man in der PC-Fassung auch hochauflösende Texturen, feine Beleuchtungseffekte, Anti-Aliasing und Tessellation. Wer eine AMD-Grafikkarte besitzt, bekommt als Bonus sogar die Funktion TressFX, welche wir im Menü einschalten können. Diese Funktion lässt Laras Haarpracht wesentlich feiner und authentischer wirken und wir müssen zugeben, dass gerade diese Kleinigkeit uns echt umgeworfen hat. Die Haare glänzen richtig, werden vom Wind beeinflusst und wir können sicherlich auch mehrere tausend Haare einzeln zählen. Schade, dass Lara in einigen Szenen ihren sonst üblichen Zopf trägt – da geht vom Effekt natürlich etwas verloren! Ebenfalls gut umgesetzt (und das ist keine Selbstverständlichkeit mehr), ist die Anpassung an Maus und Tastatur. Am PC steuert sich das Spiel wirklich hervorragend und präzise, womit wir Lara jederzeit voll im Griff haben. Die Maus erlaubt darüber hinaus exaktes Zielen im Kampf, was es förmlich schon einfach macht, unsere Gegner auszuschalten. Rein spielerisch können wir daher jedem PC-Spieler nur wärmstens empfehlen, das Spiel auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad durchzuspielen, um auch eine gewisse Herausforderung zu haben.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PC-Fassung): Lara ist zurück, doch leider wusste mich der Neustart der Serie nicht zu begeistern. Die neue Lara ist jung, sieht gut aus, wirkt ängstlich und unerfahren – diese Eigenschaften lassen sie wirklich süß wirken und haben auch einen gewissen Charme. Spielerisch ist die Umsetzung für den PC ebenfalls hervorragend und gerade die Grafik weiß mich voll und ganz zu überzeugen. Leider hat man jedoch am falschen Ende gespart und somit bekomme ich eine langweilige Story vorgesetzt. Außerdem können mich die kaum fordernden Gegner nicht hinterm Ofen hervorlocken. An den Bösewicht, den mir die Entwickler präsentieren, kann ich mich jetzt schon kaum mehr erinnern. Ein weiterer negativer Punkt ist die Level-Architektur und dessen Struktur. Zwar sieht alles sehr schön aus, doch fehlt es an Weitläufigkeit und so muss ich die Geschichte der jungen Lara auf einem sehr linearen und somit langweiligen Weg bestreiten. Schade!

Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Tomb Raider!

Review: Madden NFL 25

Madden NFL 25 (1)Ähnlich wie bei Fifa 14 winkt auch Madden NFL 25 mit der Ignite-Engine, welche die neue Konsolengeneration auf ein grafisch anderes Level heben kann. Was sich beim Sprung auf die PlayStation 4 noch alles geändert hat, präsentieren wir euch abermals in unserem Review.

Madden NFL 25 (2)Jahr für Jahr wächst in Deutschland die Fangemeinde der Football-Spieler und selbst die wenigen Vereine in unserem Land bekommen vermehrt Anfragen von Jugendlichen, die diese wunderbare Sportart erlernen möchten. Es sind nun nicht mehr nur US-amerikanische Filme, die uns von einer fremden Sportart erzählen, sondern eine Entwicklung, die hier zu Lande starker Beliebtheit entgegentritt. Da klingt es nahezu logisch, dass Madden NFL 25 hierzulande stets wachsende Verkaufszahlen nachzuweisen hat. American Football ist schwer am kommen! Leider ist das Spiel nur in englischer Sprachausgabe zu haben, jedoch sind wir zuversichtlich, dass auch dies sich im Laufe der Zeit noch ändern wird. Daran gibt es jedoch auch Vorteile und so lernen Spieler automatisch die internationalen Begriffe, welche einfach zu dieser Sportart gehören, kennen. Vorweg können wir leider nur sagen, dass es kaum neue Innovationen gibt – außer der Grafik. Ob es die fehlende Konkurrenz in dem Bereich ist, der die Serie durchaus nach vorne treiben könnte, ist fraglich. Ein altes Konzept kann trotzdem noch funktionieren und Football ist nun mal kein außergewöhnlich schwieriger Sport, sondern auf reinste Taktik bedacht. Mit Videospielen zur Sportart kann man sich zudem wunderbar auch auf den alljährlichen Super Bowl einstimmen, der hierzulande ebenfalls übertragen wird.

Beitragende Moderatoren

Madden NFL 25 (3)Das Erste, was uns an Madden NFL 25 neben der aufpolierten Optik auffällt, ist, dass beliebte Moderatoren vor jedem Spiel erscheinen. Erst werden sehr gut inszenierte Vereinslogos mit metallischem Sound aneinander geschlagen eingeblendet. Anschließend berichtet dazu eine Moderatorin live vom Spielfeldrand. Dann sehen wir zwei Kommentatoren, welche über die letzten Resultate, Stärken und Sonstiges plaudern. Wir bekommen direkt zum Spielbeginn ein Gefühl, als ob wir uns in einer Live-Übertragung befinden würden. Zudem sieht man die Fans in den Rängen stehen, welche für ordentlich Krawall sorgen. Wie in jedem neueren Sportspiel aus dem Hause Electronic Arts, existiert in Madden NFL 25 eine Kollisionsberechnung, die die Tacklings authentischer wirken lassen, als in den bisherigen Ablegern der Serie, woran die neue Engine sicher nicht ganz unschuldig ist. Diese Animationen lassen das Spiel wesentlich flüssiger und realistischer wirken – die Resultate können sich wirklich sehen lassen! Wenn wir einem Gegner mittels Tackle an den Kniescheiben zusetzen, sticht uns sofort ins Auge, wie seine Beine nach hinten gestoßen werden und der Oberkörper nach vorne fällt. Diese realistisch wirkenden Animationen tragen wesentlich zum Spielgenuss bei und zeigen uns deutlich die verschiedensten Konsequenzen eines Zweikampfs in einem Football-Match.

Das Playbook – der Weg zum Erfolg

Madden NFL 25 (4)Für Neulinge der Serie wurde das so genannte Game-Flow-System einsteigerfreundlicher gestaltet. Somit ist es nicht mehr zwingend notwendig, sich mit dem Playbook des Vereins auseinanderzusetzen und man erhält die Möglichkeit, automatisch einen passenden Spielzug für die momentane Spielsituation auswählen zu können. Die Änderung dabei ist, dass wir im Angriff nun zwischen Pass- oder Laufspielzug wählen dürfen. Dies gilt im Übrigen auch für die Defensive, so kann man aggressiv oder zurückhaltend agieren. Für Einsteiger ist diese Hilfestellung sicherlich eine Bereicherung, für erfahrene Spieler jedoch nicht zu empfehlen, da einzelne Spielzüge aus dem Playbook (sofern der Spieler genug Fachwissen mitbringt), wesentlich mehr Yards erzielen und gegnerische Angriffe schon in der Entstehung vernichtet werden können. Grafisch hat sich durch die bereits mehrfach erwähnte neue Engine einiges getan. Die Fans sehen auch aus der Ferne teilweise besser aus, wenn auch noch nicht ganz zufriedenstellend. Dafür sehen die Spieler wirklich detailliert aus und verziehen bei jedem Tackle das Gesicht. Auch die Moderatoren sind gut animiert und wirken sehr glaubwürdig. Vor allem gefällt uns aber das Spielfeld, wo wir nun jedes einzelne Grashalm sehen können. Dabei handelt es sich nur um eine Verbesserung im Detail, die wir aber umso mehr lieben.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Die Madden-NFL-Serie hat nun stolze 25 Jahre auf dem Buckel, doch handelt es sich bei dem fast dreißigsten Serienteil um die erste Fassung für die neue Konsolengeneration, die mit Xbox One und PlayStation 4 Ende letzten Jahres gestartet ist. Madden NFL 25 macht nicht viel richtig und ebenso wenig falsch. Obwohl es im Spiel kaum Verbesserungen gibt und ich mit böser Zunge sagen könnte, dass es dasselbe ist wie letztes Jahr, so ist es doch ein grundsolides Spiel. American Football kommt mit keiner Vereinsvielfalt daher, weil es so etwas wie Auf- oder Abstieg nicht gibt und selbst an den Spielern ändert sich beim jährlichen Update nie wirklich viel. Es ist eben Football, ein Spiel für Taktikfüchse und Männer, die aufs Ganze gehen. Jeder Tackle macht Spaß, jeder gefangene Ball und jeder Touchdown ist ein tolles Gefühl und jeder Sack sorgt für Freude – mehr brauche ich persönlich nicht, damit ich mit Madden NFL 25 Spaß haben kann.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Madden NFL 25!

Review: Killzone: Shadow Fall

Killzone Shadow Fall (1)Jeder kennt sie! Die Rede ist von Spielen, welche exklusiv nur für eine Plattform entwickelt werden, um für diese zu werben. Killzone: Shadow Fall ist ein solcher Titel und dabei sogar der vierte Ableger der Reihe, welcher diesmal das Aushängeschild der PlayStation 4 darstellen soll.

Killzone Shadow Fall (2)Es ist bekannt, dass sich die Entwickler von Guerilla Games gerne an der deutschen Geschichte bedienen und das Böse im Spiel, die Helghast, so den Nationalsozialisten ähneln. Nicht nur die schwarzen Uniformen mit den roten Armbinden sind uns aus der Geschichte bekannt, sondern auch die Frisuren und Bärte der Helghast-Führung erinnern uns an Persönlichkeiten wie Wilhelm I. oder Bismarck. Es scheint so, dass alles was deutsch war, für die Entwickler als Verifizierung des Bösen dient. Auch der neuste Ableger bedient sich fleißig an unserer Geschichtsschreibung. Nachdem die Helghast den Krieg verloren haben, werden diese auf einen Planeten der Vektaner gebracht, eine Mauer gebaut und somit der Planet in zwei Lager geteilt – Osten und Westen. Auf der einen Seite finden wir die Armut und den Hass der Helghast, auf der anderen die Vorurteile und den Reichtum der Vektaner. Ein Konflikt beider Parteien ist also vorprogrammiert und eine Stimmung wie zu Zeiten des Kalten Kriegs ist geschaffen, in dem die Geheimdienste fleißig arbeiten, sabotieren und schnüffeln. Der Krieg aus den vorherigen Spielen ist entsprechend in den Hintergrund gerückt und die Bevölkerung muss sich auf völlig neue Probleme einlassen. Die Helghast als Rasse, welche feindselig und fast ausgerottet ist und die Vektaner als Volk, welches in Frieden leben möchte, um sein Reichtum und Wohlstand zu genießen.

Das Leben als Agent

Killzone Shadow Fall (3)Da der Krieg vorbei ist und die Spannungen zwischen beiden Parteien sich dramatisch anspannen, finden Operationen nur noch im Geheimen statt, um kein großes Aufsehen zu erregen und die Schuld stets von sich weisen zu können. Wie bereits erwähnt, finden wir uns in einem Szenario ähnlich des Kalten Krieges wieder, der Blütezeit der Geheimdienste aller Welt. Wir schlüpfen in die Rolle des Shadow Marshall Lucas Kellan, welcher als Kind das Eintreffen der Helghast miterlebt und traumatische Erinnerungen mit ihnen verknüpft, unter welchen er stark zu leiden scheint. Anders als im Vorgänger sind wir fast das ganze Spiel alleine unterwegs und bekommen eine wesentlich offenere Spielwelt präsentiert. Dies ermöglicht es uns, in vielen verschiedenen Variationen an unser Ziel zu gelangen – leise oder mit lautem Krach – das Rad wird also nicht neu erfunden. Wir können die Gegend nun auskundschaften und dann überlegen, wie wir vorgehen, um die Gegnermassen auszuschalten. Dabei sollten wir stets Vorsicht walten lassen, um die Feinde nicht auf uns aufmerksam zu machen. Ganz interessant ist jedoch unsere neue Drohne, welche uns immer begleitet. Sie kann unsere Feinde unter Beschuss nehmen, ein Schild zum Schutz aufstellen, als Seilrutsche dienen um Hindernisse zu überwinden oder mehrere Feinde gleichzeitig mit einem elektrischen Stoß lähmen – eine Universaldrohne eben.

Der Weg in die Zukunft

Killzone Shadow Fall (4)Am modernen Waffendesign mit Zielvorrichtungen, EMP-Granaten, Laser-Minen und unserer Drohne merken wir, dass wir uns im Jahr 2390 befinden. Die Welt und ihre Umgebungen sind futuristisch und glaubhaft dargestellt. Levels wirken weitläufiger und mit toller und sehr weiter Kulisse ausgestattet. Selbst die künstliche Intelligenz macht einen Schritt in die Zukunft. Stellen wir uns einer Horde Helghast, müssen wir uns sicher sein, ob wir mit der auch fertig werden. Den Fluchtweg gibt es zwar, jedoch finden dann einige Projektile den Weg in den Rücken und das Leben des Shadow Marshall findet ein schnelles Ende. Die Feinde passen sich dabei unseren Bewegungen an und nutzen den Moment aus, in dem wir uns umdrehen. Das Verstecken hinter Hindernissen ist gefährlich und währt nicht lange, da die Helghast zudem geschickt die offene Spielwelt nutzen, um über die Flanken und auch über Umwege zu kommen, nur um uns noch geschickter einzukesseln. Hier ist also immer Vorsicht gefragt und ein gutes Auge für den Feind. Die Geschichte hingegen, welche uns im Verlauf des Spiels erzählt wird, macht nichts richtig und nichts falsch. Zwar bleiben die großen Überraschungsmomente aus, doch gibt es auch nichts wirklich groß zu bemängeln – lediglich Emotionen hätten etwas authentischer sein können, um den Charakteren etwas mehr Leben einzuhauchen und eine gewisse Grundstimmung einzufangen.

Eine wahre Augenweide

Killzone Shadow Fall (5)Über den Mehrspielermodus muss man nur wenige Worte verlieren. Für diejenigen, die es noch nicht wissen, sollte gesagt sein, dass man für eine Partie mit Freunden oder fremden Spielern ein PlayStation-Plus-Abo benötigt und somit fallen für sämtliche Spiele eine monatliche Gebühr an, um diese online spielen zu können. Im Gegensatz zu Killzone 3 ist das neue Spiel wesentlich rasanter geworden und die Steuerung geschmeidiger. Hier erinnert uns das Spiel eher an ein Call of Duty – nur in einem anderen Szenario. Viele Spieler werden sicherlich ihre Freude damit haben und somit muss man die Entwickler in dem Bereich sicherlich loben, da der Spielspaß gewaltig angezogen wurde. Um die sechzig Bilder pro Sekunde zu halten, müssen jedoch Abstriche in Sachen Grafik in Kauf genommen werden. Apropos Grafik: Hier macht der Titel den Next-Gen-Konsolen alle Ehre. Wir können tatsächlich Vergleiche mit aktuellen PC-Spielen ziehen und sehen, dass die neue Konsole derzeit auf Augenhöhe mit einem High-End-Rechner ist. Besonders das Level, in welchem wir über den Staudamm fliegen, lässt und mehrfach die Augen reiben. Hier bekommt man eine nahezu grenzenlose Aussicht geboten, in der jedes Haus detailliert ausgeschmückt zu sein scheint. Nur selten sehen wir lieblose Texturschmieren an irgendwelchen Gegenständen und somit ist der Gesamteindruck (zumindest in Sachen Grafik) wirklich prächtig.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit: Killzone: Shadow Fall ist ein gelungener Start in die neue Welt der Konsolen. Zwar ist die Story hinter dem Spiel etwas lau, jedoch habe ich stets meinen Spaß mit dem Titel. Auf höchstem Schwierigkeitsgrad sind die Gegner stets fordernd und fast jeder Fehler wird deswegen bestraft. Auch versuche ich es gerne einmal mit der Hau-drauf-Taktik und muss zusehen, wie ich an dieser gerne das eine oder andere Mal scheitere. Besonders viel Spaß macht mir jedoch der Mehrspielerpart, da die rasante Action sehr an alte Call-of-Duty-Tage erinnert, ohne dass dabei alle zehn Sekunden etwas vom Himmel fällt. Hier könnte sich Activision sicher etwas für künftige Titel abgucken. Wenn jetzt noch sinnvolle herunterladbare Zusatzinhalte nachgeliefert werden, bin ich mehr als glücklich mit Killzone: Shadow Fall. Auch wenn ich sagen muss, dass ich weiterhin gegen monatliche Gebühren beim Spielen bin und somit gegen den Online-Kurs der aktuellen Konsolengeneration.

Vielen Dank an Sony Computer Entertainment für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Killzone: Shadow Fall!

Review: Assassin’s Creed IV: Black Flag

Assassin's Creed IV - Black Flag (1)Nachdem wir in Assassin’s Creed III die Vereinigten Staaten von Amerika kennenlernen durften und uns für die Unabhängigkeit des Landes eingesetzt haben, führt uns das neue Spiel in die Karibik. Genauer gesagt in die Karibik des Zeitalters der freien und wilden Piraten.

Assassin's Creed IV - Black Flag (2)Die Der-Fluch-der-Karibik-Filmreihe wird schon seit Jahren nicht mehr mit einem neuen Teil bedacht. Computerspiele rund um das Piraten-Setting hatten kaum einen Erfolg bei Presse und Fans. Der Publisher Ubisoft dachte sich wohl, dass man sich dieser Herausforderung auch mal stellen möchte. Dafür nehme man die erfolgreichste Marke des Hauses, wechsle erneut das Setting und auf Seiten des Gameplays berufe man sich auf das Gewohnte, welches über Jahre hinweg für den Erfolg der Serie steht. Viele Fans zeigten sich skeptisch, fanden das Szenario nicht wirklich passen und setzten sich eher für eine grundlegende Erneuerung der Serie ein, vor allem da in den letzten Jahren genügend Spiele der Reihe den Weg auf den Markt fanden. Wir können aber vorwegnehmen, dass die Entwickler unter Ubisofts Flagge absolut nichts falsch gemacht haben und zeigen, dass Altbewährtes viel Spaß machen kann. Wie erwähnt, geht es ins freie Gewässer und dementsprechend liegt ein großer Schwerpunkt im Spiel bei den Seeschlachten, welche laut den Entwicklern so realistisch wie möglich sein sollen. Hier ist dann richtiges Timing, schlaue Wendemanöver und vor allem Durchhaltekraft gefragt. Wir zerstören Schiffe, entern diese oder gehen, wenn alles besonders schlecht läuft, ehrenvoll mit unserem Schiff unter – aber auch die Landpassagen kommen keineswegs zu kurz.

Die brutale Welt der Piraten

Assassin's Creed IV - Black Flag (3)Während der Disney-Konzern mit Fluch der Karibik eher eine jüngere Zielgruppe anspricht, kennt Assassin’s Creed IV: Black Flag eher weniger Kompromisse. Hier bekommen wir keine wirklich lustige Geschichte erzählt oder abgestumpfte Brutalität, sondern die harten Seiten der Piraterie. Hier wird sich stets geprügelt, Personen werden umgebracht, Schiffe zerschossen und gerade dann, wenn guter Rum im Spiel ist, fliegen schnell die Fäuste. Dabei gehen wir ähnlich wie in Assassin’s Creed III vor und haben die Möglichkeit, äußerst brutal unsere Feinde auszuschalten oder diese im Verborgenen zu meucheln, um unser Ziel zu erreichen. Unser Waffenarsenal ist mit den berühmten Assassinenklingen, den typischen Schwertern der Zeit, sowie Handfeuerwaffen gewohnt ausgebaut. Hinzu kommen die üblichen Fähigkeiten wie der Einsatz von Rauchbomben, das Werfen von Münzen, um so Menschen anzulocken oder die guten alten Fäuste. Vom Spielumfang und dem Prinzip hat sich also nur sehr wenig geändert und Serienkenner finden sich hier schnell zurecht. Neueinsteiger hingegen auch, da die Steuerung für Konsolen sehr leicht gestaltet ist und am Anfang des Spiels erklärt wird. Die Steuerung der Schiffe funktioniert genau so wie im Vorgänger und bietet somit auch die gleiche Dynamik. Hier treffen wir also auf ein bekanntes und ähnliches Setting.

Vom Taugenichts zum Assassinen

Assassin's Creed IV - Black Flag (4)Interessant hingegen ist der neue Protagonist Edward Kenway. Bei diesem handelt es sich um den Vater von Haytham Kenway und somit um den Großvater von Connor Kenway, die wir bereits aus Assassin’s Creed III kennen. Edward Kenway verlässt seine Frau und die britische Heimat, um in der Karibik ein Piratenleben zu führen. Zu Beginn des Spiels landen wir betrunken in einer Seeschlacht und verlieren dabei unser Schiff. Wir stranden mit jemandem, der ein Assassine zu sein scheint. Als er anfängt, von seinem Geld zu sprechen, werden unsere Ohren wach. Allerdings habe er seinen Auftrag noch nicht abgeschlossen und das Geld aus diesem Grund noch nicht. So kommt unser Held auf die Idee, den Assassinen zu töten und ihm seine Identität samt der Kutte zu rauben. Wir spielen also keinen richtig ausgebildeten Assassinen, sondern einen ständig betrunkenen Piraten, welcher sich eine goldene Nase verdienen möchte. Positiv hervorheben müssen wir, dass wir in dem Spiel viel mehr über die Beweggründe des Protagonisten erfahren, als in allen anderen Spielen der Serie bisher. Überrascht hat uns nur, dass unser Pirat eleganter mordet, als bisher jeder Assassine und dabei war unser Protagonist vorher keine relevante Person. Diese kleine Logiklücke stört uns jedoch nicht weiter, da wir somit die ganzen Kunststücke nicht nach und nach erlernen müssen.

Rauf aufs Meer

Assassin's Creed IV - Black Flag (5)Gerade das neue Setting auf dem Meer hat uns sehr gefallen. Die Karibikwelt ist groß, die Wellen sind eindrucksvoll animiert und das Gefühl, ein eigenes Schiff zu steuern, ist besser denn eh und je. Unser Schiff hat mehr Waffen und Munitionsarten als noch im Vorgänger und zudem kann man mittels Fernrohr die Ladung anderer Schiffe ausspähen, jagt auf Wale oder Haie machen oder mit einer Tauchglocke nach Schätzen suchen. Man bietet also auch genug Abwechslung auf hoher See, damit uns nicht der Spielspaß vergeht. Zudem sind die Einflüsse des Wetters wesentlich wichtiger als zuvor. Wenn Wind aufkommt, merken wir richtig wie sich unser Schiff begrenzt in verschiedene Richtungen steuern lässt oder Nebel, der unsere Sichtweite eingrenzt. Ein nettes Feature ist auch, dass wir auf Knopfdruck die Mannschaft zum Singen animieren können. An Land finden wir Notenblätter, welche neue Songs für unsere Crew freischalten und somit bekommen wir eine echte Piratenatmosphäre vorgetragen. Das Spiel will diese Idylle vermitteln und weniger den Konflikt zwischen Templern und Assassinen, welcher nur eine geringe Rolle spielt. Es geht hier also wirklich um die Piraterie und somit treffen wir in der Karibik berühmte Persönlichkeiten wie Captain Blackbeard oder Captain Kidd. Käpt’n Iglo haben wir hingegen persönlich und schmerzlich vermisst.

Gefährliche Gewässer

Assassin's Creed IV - Black Flag (6)Bei Laune hält uns besonders der Schwierigkeitsgrad auf hoher See. Desto tiefer wir in den Süden fahren, desto stärker wird die künstliche Intelligenz zu Wasser. Gegner hinterlassen dann zwar eine wesentlich imposantere Beute, jedoch brauchen sie nur wenige Breitseiten, um uns an den Grund des Meeres zu befördern. Zudem werden viele Gewässer von Forts bewacht, welche wir besser umschiffen sollten oder, falls wir draufgängerisch sind, unter Kanonenhagel stellen. Die Gefechte haben uns im Test auf der PlayStation 4 gefallen, da auf jede Salve dichter Pulverdampf folgt. Uns bleibt zudem immer die Wahl, ob wir ein Schiff aus der Distanz niederschießen wollen, oder ob wir ein gegnerisches Schiff rammen, um dies anschließend zu entern. Einen Unterschied machen jedoch große Schiffe aus. Diesen müssen wir beim Entern die Flagge entwenden oder die Pulverfässer entzünden. Hier wimmelt uns dafür aber eine größere Beute und die Wahl, ob wir unsere Gefangenen laufen lassen oder deren Schiff ausschlachten, um unseres zu reparieren. Das Spiel auf dem Land ist jedoch wenig erwähnenswert und somit gibt es nichts wirklich neues. Das Entwicklerteam bietet ein vertrautes und gewohntes Spielgefühl an, was nichts schlechtes zu heißen hat, sondern eine bewährte Mechanik einfach ruhen lässt – hier muss wohl jeder seine eigene Meinung finden.

Lange, aber interessante Story

Assassin's Creed IV - Black Flag (7)Die Geschichte hinter dem Spiel betrachten wir mit verschiedenen Augen, da sie durch viele Hochs und Tiefs geht. Auf der einen Seite erfahren wir wesentlich mehr als in den anderen Teilen der Assassin’s-Creed-Reihe über den Protagonisten und dessen Beweggründe und wir bekommen genug Szenen zu sehen, die uns wirklich mitreißen. Zudem beeindrucken uns tolle Charaktere, welche uns ans Herz wachsen. Auf der anderen Seite gibt es endlose Aufgaben, welche wir nebenbei annehmen können und die sich im Kern kaum unterscheiden. Zudem sehen auch die Story-Missionen irgendwie gewohnt und bekannt aus. Wir haben ein Ziel, müssen dieses finden und ausschalten. Dabei bleibt es uns überlassen, ob wir nicht entdeckt werden wollen oder wir uns brutal in die Menge stürzen. Wir werden das bekannte Gefühl einfach nicht los, als ob es schon etliche Assassin’s-Creed-Teile gab, in denen wir genau das gemacht haben. Hier fehlt es unserer Meinung nach eindeutig an Kreativität seitens der Entwickler und es ist schade, dass wir nur mit sehr gelungenen Seekämpfen belohnt werden, statt mit neuen und interessanten Aufgaben zu Land. Auch hätte man aus der Grafik sicherlich mehr herausholen können. Die PlayStation-4-Fassung sieht war sehr gut aus, dennoch bleibt hier noch Luft nach oben und als NextGen-Spiel können wir den Titel daher nicht bezeichnen.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Im Schnitt hat mir Assassin’s Creed IV: Black Flag wirklich gut gefallen. Das Szenario ist irgendwie unerwartet neu, die Seeschlachten und das Entern von Schiffen machen mir eine Menge Spaß und auch die Geschichte hinter dem Spiel hat irgendetwas Spannendes und wusste mich daher zu fesseln. Schade sind die im Review genannten Landpassagen, welche nicht gerade kreativ wirken und eine Wiederholung älterer Spiele darstellen. Keine neuen Aufgaben sorgen für nur relativ wenig Reiz. Hervorragend ist dafür der Kampfstil unserer Protagonisten Edward Kenway. Dieser schaut wesentlich eleganter aus als alle bisherigen Assassinen zusammen und das will schon etwas heißen, denn schließlich spielen wir keinen wahrhaftigen Berufsmeuchler, sondern einen Trunkenbold. Dieser will wie der größte und ebenso gefürchtetste Pirat sein – das aber mit Recht! Wer also dem Szenario nicht abgeneigt ist, kann bedenkenlos zuschlagen.

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Assassin’s Creed IV: Black Flag!

Review: X: Rebirth

X Rebirth (1)Die X-Reihe hat schon eine lange Geschichte hinter sich. Der erste Teil der Reihe wurde noch unter dem Publisher THQ im Jahre 1999 veröffentlicht. Vierzehn Jahre später ist es eines der wenigen Spiele, welches aus deutschem Hause stammt und international für Aufsehen sorgt.

X Rebirth (2)Schon beim zweiten Teil wechselt das Entwicklerteam den Publisher und mit Deep Silver fällt die Wahl auf eine heimische Firma. So entwickelte sich die Weltraumsimulation sehr schnell zu einem Produkt mit dem Prädikat „Made in Germany“. Das erfolgreichste Spiel der Reihe erscheint 2005 unter dem Titel X³: Reunion und wird seitdem immer weiter verbessert und mit etlichen Modifikationen in Form von Add-ons ausgestattet. Das letzte war Add-on, X³: Albion Prelude, erscheint im Jahr 2011. Wie man sieht, gibt es noch Entwickler, die auch etliche Jahre nach Veröffentlichung zu ihrem Produkt stehen und nach und nach immer mehr Erweiterungen in das Spielgeschehen einbauen. Schließlich wird am 20. April 2011 von Publisher Deep Silver und Entwickler Egosoft ein neues Spiel aus der X-Reihe angekündigt. Dabei soll X: Rebirth, wie der Name schon sagt, einen Neustart darstellen, in dem viele alte, historisch gewachsene Funktionen komplett überarbeitet werden. Es wurden diesmal keine Ressourcen der Vorgänger benutzt, sondern ein von Grund auf neu entwickeltes Spiel. Das Ziel ist es, den Alteingesessenen ein gewohntes Erlebnis zu bieten und gleichzeitig das Spiel für Neueinsteiger interessant zu gestalten. Vorweg können wir sagen, dass den Entwicklern dieser Spagat nicht gelungen ist und wir verraten euch selbstverständlich gerne warum.

Abgebrochen: Die Story

X Rebirth (3)In X: Rebirth übernehmen wir die Rolle eines jungen Abenteurers, der mit seiner zugleich ungewöhnlichen und mysteriösen Gefährtin ein in die Jahre gekommenes Schiff mit einer glorreichen Vergangenheit steuert. Das Intro zeigt uns dabei die Geschichte des Schiffes und erzählt davon, wie wir das wohl einzige Exemplar davon besitzen. Unmittelbar nach diesem Einstiegsvideo finden wir uns in unserem Schiff wieder und gehen der ersten Mission nach, in der wir zu einer Raumstation reisen sollen. In dieser Raumstation lassen wir unser Schiff bewaffnen und heuern die ersten Leute für unsere Crew an. Kurz darauf sollen wir uns schon wieder auf den Weg machen, um unsere neuen Waffen zu testen und schon geht es mit dem Ärger los – ein Bluescreen stellt sich uns in den Weg! Nach dem PC-Neustart laden wir den letzten Spielstand und versuchen es erneut. Wir befinden wieder im Beschleunigungstunnel und dann folgt auch schon das nächste Ärgernis – ein Absturz! Nach dutzenden Abstürzen und Bluescreens war uns klar, dass ein ausführlicher Test des Spiels zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich ist. Etwa zeitgleich geht eine E-Mail in unserem Postfach ein, in dem der Entwickler um Geduld bittet, bis die Fehler ausgebessert werden. Warum die ganzen Fehler bei der Qualitätssicherung des Titels jedoch nicht aufgefallen sind, verrät man uns nicht.

Es wird einmal in einer weit, weit entfernten Galaxis…

X Rebirth (4)Leider können wir auch kein positives Fazit darüber fällen, was uns in den vierzig Minuten nach Spielstart erwartet. Die Gesichter der Begleiter und anderer Personen sehen aus wie im Jahr 2002. Dementsprechend auch die Bewegungsanimationen. In Gesprächen neigen einige Nichtspielercharaktere sogar dazu, ungewollte Kniebeugen zu machen, was aber immerhin amüsieren kann. Die Steuerung ist zudem alles andere als einsteigerfreundlich und Anfänger werden sich leicht überfordert fühlen. Veteranen hingegen wird auffallen, dass die Steuerung sehr schwammig und ungenau ist und somit hat der Entwickler das Kunstwerk vollbracht, beide Spielertypen mit Unzufriedenheit zu füttern. Wir können also festhalten, dass man die Missionen aktuell nicht spielen kann und die Steuerung ebenso unbrauchbar ist. Wir werden das Gefühl einfach nicht los, als ob man uns eine frühe Alpha-Version des Spieles geschickt hat. Jedoch gibt es auch einen Lichtblick, da kein X-Spiel bisher einen guten Start hingelegt hat und die kreativen Köpfe dahinter fleißig am weiterentwickeln sind. Man kennt intern also schon die Probleme und mit Sicherheit wird das Spiel in den nächsten Monaten fertig gestellt werden. Wenn es dazu endlich kommt, sind wir geneigt dazu, unser Review entsprechend der Spielverbesserung anzupassen und zu ergänzen. Derzeit raten wir jedoch klar vom Kauf ab!

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit: Ich gehe stark davon aus, dass unser Review einiges stark und direkt wiedergibt, was man in einem Fazit sagen kann oder sogar muss. Ich möchte jeden davon abraten, sich das Spiel zum aktuellen Zeitpunkt zu kaufen. Miese Framerate-Einbrüche, ständige Abstürze, eine fehlerhafte künstliche Intelligenz und eine absolut unpräzise und überladene Steuerung sorgen nicht gerade für den Spielspaß, den man mit einem Teil der X-Reihe haben sollte. Aber ich bin mir sicher, dass die Entwickler in naher Zeit einiges beheben werden, Grafiken nochmals überdenken und die miesen Bugs beseitigen werden. Jedoch ist es unverzeihlich in der heutigen Zeit, ein Spiel zum Vollpreis zu verkaufen, welches mit solchen Fehlern und Kinderkrankheiten belastet ist. Vor Release wurde das Spiel anscheinend nicht intern getestet und auch die ersten drei Patches haben noch keine spürbare Verbesserung gebracht. Es heißt jedoch, dass gut Ding Weile haben will und das Potenzial dafür ist definitiv vorhanden.

Vielen Dank an Deep Silver für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von X: Rebirth!

Review: Call of Duty: Ghosts

Call of Duty - Ghosts (1)Erstaunlich wie schnell die Zeit vergeht. Wieder ist ein Jahr vergangen und dazu brauchen wir wahrhaftig keinen Kalender benutzen. Das erkennen wir an vielen Videospielserien, die jedes Jahr fortgesetzt werden, wie zum Beispiel Call of Duty. Jährlich ruft also die Pflicht!

Call of Duty - Ghosts (2)Seit immerhin sieben Jahren benutzen wir diese Zeitrechnung und wissen somit auch, dass sowohl Winter, als auch Weihnachten vor der Haustüre stehen. Es wird sogar vermutet, dass der Weihnachtsmann einen Pakt mit dem Publisher Activision eingegangen ist um den Winter ganz für sich zu beanspruchen. Gäbe es da nur nicht dieses gemeine Battlefield 4, welches in diesem Winter ebenso seinen Platz am Kamin sucht. Der Weihnachtsmann steht nur vor sehr ernsthaften Probleme, konnte dieser damals einfach alle Zettel in die Sparte Call of Duty einordnen, muss er sich dieses Jahr viel mehr Mühe machen und wirklich gucken, was sich die Spielergemeinde zu Weihnachten wünscht. Nachdem wir uns schon mit dem großen Schlachtfeld beschäftigt haben, waren wir schon gespannt darauf, was das schnellere Spiel hergibt. Immerhin hat der Weihnachtsmann beziehungsweise Activision eine komplett neue Engine versprochen, ein noch besseres Erlebnis und eine völlig andere Umgebungstechnik. Vielleicht waren es aber auch alles nur Inhalte, die sich die Entwickler selbst von dem Mann mit dem langen Bart gewünscht haben. Da es noch ein paar Wochen bis Weihnachten sind und wir euch eine Entscheidungshilfe bei eurem Wunschzettel sein wollen, spannen wir euch nicht länger auf die Folter und verraten euch, wo Call of Duty: Ghost die Schwerpunkte legt.

Festgemetzel

Call of Duty - Ghosts (3)Bevor wir uns mit der neuen Engine beschäftigen, gucken wir uns die Inhalt des Geschenks an und entdecken jede Menge Explosionen, Schüsse, Soldaten, zerstörte Raumstationen und Nonstop-Action. Also prinzipiell das gleiche Gebilde wie im letzten Jahr, um uns den Winter zu versüßen. Ist natürlich alles fein anzusehen und super inszeniert, weicht jedoch auch ganz stark von der Realität ab und vermittelt somit kein wirklich authentisches Spielgefühl. Wer aber Action auf hohem Niveau sucht, ist hier absolut richtig. Was uns dabei nur gestört hat, ist, dass die Missionen über die letzten sieben Jahre der Call-of-Duty-Ära, sich langsam, aber sicher wiederholen. Es gibt sogar ein Level, welches wir nicht erwähnen wollen, welches fast genau so abläuft wie in einem der vorherigen Teile. Entweder wollte man Zeit sparen oder man war der Meinung, dass schon im Vorgänger gerade diese Mission super ankam – wir können es uns nicht wirklich erklären. Neu ist sicherlich, die Art einen Krieg anzufangen. Angriffe auf fremdes Land und schnelle Invasionen sind anscheinend zu langweilig geworden und somit wird das Schlachtfeld zu Kriegsbeginn mal schnell in den Orbit verlegt. Das ist mal etwas neues beziehungsweise anderes und sicher auch spannend, haben sich die Entwickler wohl gedacht. Realität sucht man hier vergebens, aber garantiert ist definitiv pure Action.

Knecht Ruprecht

Call of Duty - Ghosts (4)Auf der Electronic Entertainment Expo 2013 wurde kaum ein Feature so groß angekündigt, wie der Hund in Call of Duty: Ghosts. Unser neues Haustier, welches auf den Namen Riley hört, wirkt zugegebenermaßen sehr aggressiv. Nachdem Serien wie Kommissar Rex und Filme wie I am Legend die Begeisterung für den treuen Begleiter weckten, dachten sich die Entwickler wohl, einen Hund in das Call-of-Duty-Universum zu integrieren. Der Schäferhund ist ein treuer Teil unseres Squads und kann sogar von uns gesteuert werden. Wir können jetzt Räume zuerst mit dem Hund stürmen, um ein bisschen Chaos zu stiften und dann selber und überraschend eintreten. Um ehrlich zu sein, können wir dies jedoch nur in gerade mal einer Mission machen und somit ist der Zauber so schnell verflogen, wie er auch gekommen ist. Dennoch gibt es einige Missionen, in welchen uns der Hund immer mehr ans Herz wächst und auch gewisse Emotionen hervorruft. Hier haben wir es also nicht nur mit einer Witzfigur zu tun, sondern mit einem Kameraden, dessen Leben uns auch irgendwie wichtig zu sein scheint. Leider wurde das Feature nicht wirklich zu Ende gedacht und wirkt weitestgehend überflüssig. Hier denken wir ganz klar, dass, wenn Call of Duty mal etwas seltener und vor allem durchdachter erscheinen würde, uns solche Szenen sicherlich mehr beeindruckt hätten.

Zombies sind tot, es leben die Aliens!

Call of Duty - Ghosts (5)Über den Mehrspielermodus muss man nur wenig Worte verlieren. Die Karten sind alle wie gewohnt sehr linear und schreiben verschiedene Wege in eine Richtung vor, man schaltet mit einem Aufstieg neue Waffen frei und das alles gewohnt spritzig und knackig. Wer also die vorherigen Teile gespielt hat, wird sich schnell zurechtfinden und wer etwas neues erwartet hat, wird wohl enttäuscht sein. Neu sind nur zwei Modi mit den Namen Cranked und Blitz. In Cranked sind wir nach einem Kill kurzweilig schneller, haben aber nur dreißig Sekunden Zeit, um einen weiteren Abschuss zu tätigen. Gelingt dies nicht, so explodieren wir. Im Modus Blitz müssen wir, wie beim American Football, in die gegnerische Endzone laufen. Hinzu kommt ein Ersatz für den Zombie-Modus und dieser nennt sich liebevoll Extinction. Hier kämpfen wir uns durch Wellen von Aliens und ebenso ums nackte Überleben. Es ist also nichts wirklich neues, sorgt aber für eine gewisse Ablenkung zwischen den rasanten Online-Matches. Zu guter Letzt gibt es dann auch noch die neue und kostenlose Call-of-Duty-Applikation, mit welcher ihr plattformübergreifend Clans bilden könnt, um gegen andere Gruppierungen in den Krieg zu ziehen. Hier merken wir schnell, dass Tablet PCs und Smartphones immer mehr eine Rolle für moderne Spiele einnehmen.

Die neue alte Engine

Call of Duty - Ghosts (6)Zum Schluss kommen wir noch zur neuen Engine, die uns für Call of Duty: Ghosts auf der letzten E3 zugesichert wurde. Die neue Engine ist so gut, dass sie sich hinter der alten echt verstecken kann und man dies nicht erkennt. Dabei wurde auf der Messe in Los Angeles doch so viel versprochen! Wir wissen noch genau, wie man uns die neuste Technikrevolution gezeigt hat, dass Fische nun auch auf unsere Bewegung reagieren und wegschwimmen, solch einen technischen Durchbruch haben wir bisher nur bei Super Mario 64 gesehen – wie schnell sich doch die Technik entwickelt! Auch wurde davon geschwärmt, wie stark doch die neue PC-Fassung aussieht und diese mit Spielen wie Battlefield 4 mithalten soll. Hier hat der Weihnachtsmann, pardon, wir meinen natürlich Activision, seinen eigenen Wunsch nicht erfüllen können. Es ist schon irgendwie verwirrend, wenn man die ganze Zeit von etwas schwärmt, was nicht da ist – erinnert an die Vorstellung von Schnee an Weihnachten. Aber mal im Ernst: Es wurde mal wieder dieselbe Engine benutzt, welche, wie jedes Jahr, einfach etwas aufpoliert wurde. Wir verstehen nicht, warum man nicht gleich gesagt hat, dass man sich für diesen Schritt entscheidet, anstatt zu versuchen, uns etwas vorzugaukeln. Wir sehen das als schlechten Schachzug von Activision, Werbung für ein falsches Produkt zu machen.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PC-Fassung): Mal wieder ist es schwer, eine klare Meinung abzugeben. Auf der einen Seite macht Call of Duty: Ghosts alles richtig, was man an den Verkaufszahlen und vollen Servern sehen kann. Viele Spieler scheinen ihren Spaß zu haben mit dem, Jahr für Jahr, gleichen Spielprinzip. Dies ist sicherlich auch nicht verwerflich, aber mich weiß es leider nicht mehr zu begeistern. Leider nimmt auch immer mehr die Qualität des Singleplayer-Modus ab. Während ich immer der Meinung war, dass die Battlefield-Reihe für den Mehrspielermodus und die Call-of-Duty-Serie für den Einzelspieler steht, hat sich in den letzten zwei Jahren einiges geändert. Es weiß mich einfach nicht mehr zu begeistern, in keinen der beiden Teilbereiche! Battlefield 4 ist im Mehrspielermodus klar überlegen und kommt mit viel mehr Innovationen daher, da sich hier die Entwickler einfach mal trauen, etwas neues zu versuchen. In meinen Augen würde der Call-of-Duty-Reihe mal eine zwei- bis dreijährige Abstinenz nicht schaden, damit sich die Spieler mal vom Einheitsbrei erholen können. Sicherlich wäre dann ein neuer Call-of-Duty-Teil der absolute Hit, da man Leute in den Reihen hat, welche tolle Geschichten schreiben können, die Mittel für eine neue Engine haben und die Fähigkeiten wieder ganz oben anzugreifen.

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars zu Call of Duty: Ghosts!

Review: Battlefield 4

Battlefield 4 (1)Zwei Jahre ist es jetzt schon her, dass Battlefield 3 erschienen ist und dem Konkurrenten Call of Duty neue Maßstäbe setzte. Eine hervorragende Download-Inhaltepolitik und ein großer Umfang reichte aus, um das Spiel zwei Jahre auf dem Markt zu halten, ohne dass es altert.

Battlefield 4 (2)Selbst zwei Jahre nach Release sind die Server von Battlefield 3 rappelvoll und der Andrang der Spieler ist abnormal. Starke Zusatzinhalte fügten neue Spielinhalte wie Waffen, Karten und Fahrzeuge hinzu und sorgten für stets frischen Wind unter den Spielern. Nun möchte die schwedische Entwicklerstube Dice ihre neue Frostbite Engine 3 vorstellen und zeigen, dass man noch einmal eine Schippe drauflegen kann. Wie zuvor steht Battlefield 4 nicht für Tempo und Zielgenauigkeit, sondern für mehr Realismus und somit kommt es auf das Team an, um eine Runde gewinnen zu können und nicht wie in vielen anderen Titeln auf die Einzelleistung. Der Krieg findet schließlich auf einem großen und offenen Schlachtfeld statt und nicht in engen, unzerstörbaren Räumen. Letzteres hat jetzt ausgedient. In Battlefield 4 wurde noch einmal am Zerstörungsgrad herumgeschraubt und nun stürzen sogar ganze Hochhäuser und Straßen ein. Da der Fokus aber auch zwei Jahre später auf dem Multiplayer-Aspekt gelegt wird, ist die Kampagne bekannterweise wieder sehr enttäuschend. Hier hat man sich wieder an Klischees bedient und mit den Chinesen eine dritte Fraktion ins Spiel eingeführt, welche auch im Mehrspielermodus verfügbar ist. Im Einzelspielermodus verschlägt es uns ins Reich der Mitte, um als US-Soldat einen Konflikt zwischen Russen und Chinesen zu begutachten.

Unbrauchbarer Singleplayer-Modus

Battlefield 4 (3)Direkt in der ersten Szene, die man uns vorsetzt, finden wir uns in einem sinkenden Auto wieder und werden aufgefordert, die Scheibe zu zerschießen – obwohl einer unserer Kameraden mit einem Bein im Sitz festhängt. Mit dem Abdrücken der Waffe setzt die Zeit 14 Minuten vor der Eröffnungssequenz an. Das skurrile dabei ist, dass wir eigentlich gar nicht wissen, worum es gerade geht und was wir machen – jedenfalls befinden wir uns vor einer Fabrik, welche wir gleich stürmen. Oben angekommen stürzt die Fabrik ein, ein Kamerad verletzt sich am Bein, welches wir anschließend abtrennen müssen. Dann schnappen wir uns ein Fluchtfahrzeug, welches wiederum von einem Helikopter verfolgt wird und wir unter Beschuss ins Meer fahren und untergehen. Die Story ist genau so, wie sich der Text jetzt gelesen hat – nicht nachvollziehbar. So verläuft die ganze Story und wir erfahren nie wirklich, wie es zu dem Konflikt zwischen Russen und Chinesen gekommen ist und was wir als Amerikaner damit zu tun haben. Die Handlung weißt große Lücken auf und ist eigentlich total überflüssig. Positiv sind nur die Zwischensequenzen, welche schön animiert, actionreich und grafisch überragend sind. Den Soldaten mit ihren netten Schlachtreden merkt man Emotionen an und wir sind dabei mitten im Getümmel – mehr muss man nicht wissen. Überflüssig!

Wenige, aber effektive Neuerungen

Battlefield 4 (4)Im Vergleich zu Battlefield 3 hat sich nicht so viel getan. Grafisch fliegen ein paar mehr Partikel herum aber sonst sieht alles wie bisher aus. Die Neuerungen findet man eher im Detail. Neben neuen und umfangreichen Mehrspielerkarten, Waffen und Ausrüstung gibt es die Chinesen als dritte Fraktion. Diese kämpfen auf verschiedenen Maps gegen Russen oder Amerikaner und kommen auch mit eigenen Waffen daher. Eine schöne Neuerung ist der Kampf im Wasser und somit bekommen wir neue und schnelle Boote bereitgestellt und auch die Möglichkeit, auf Tauchgang zu gehen. Leider können wir hier keine Waffen nutzen, dafür aber jetzt beim Schwimmen die Sekundärwaffe abfeuern. Die größte Veränderung ist wohl die, die von Dice liebevoll als Levolution bezeichnet wird. Einige Karten können nach einer bestimmten Aktion ihre Grundstruktur verändern! Die Map Flood Zone hat zum Beispiel einen Staudamm, der gesprengt werden kann und damit die halbe Map überflutet, was die Straßen unbrauchbar macht und der Kampf auf die Dächer verschiedener Gebäude verlagert. Ein weiteres Beispiel wäre Paracel Storm. Hier zieht ein Sturm auf, der immer heftiger wird, bis die Waffen vom Wind wackeln, Wellen an Land schlagen und sogar ein Schlachtschiff strandet. Diese Änderungen sind zwar wirklich gering, dafür aber sehr unterhaltsam.

Unschlagbare Atmosphäre

Battlefield 4 (5)Schon im Vorgänger wurde die Atmosphäre von uns in den Himmel gelobt und das ändert sich auch hier nicht. Gerade die Levolution sorgt für einen ganzen weiteren Pluspunkt, da ein einfacher Sturm zum Beispiel ein ganz neues Feeling einbringt. Wenn wir am Strand herlaufen, einen Gegner anvisieren wollen und der Wind uns das Visier verzieht, ist das ganz einfach sensationell. Wir haben stets das Mittendringefühl und die Optik trägt wesentlich dazu bei. Wenn die Wellen schlagen, der Wind pfeift, Granaten explodieren, Boote an uns vorbei sausen und wir die Schreie anderer Soldaten vernehmen, die vor Granaten warnen, bekommen wir einmal mehr das Gefühl, in einem Schützgraben zu liegen. Die Soundkulisse ist in keinem Spiel so hervorragend wie in Battlefield 4 und jede Runde staunen wir ein weiteres Mal über den Klang des Krieges. Seit Battlefield Bad Company gibt es die Möglichkeit, den Sound auf Kriegskulisse zu stellen, um den optimalen und realistischsten Klang herauszukitzeln. Wer daheim sogar ein 5.1-Soundsystem besitzt, wird vom Glauben abfallen und auch den Krieg genießen lernen. Das Tolle daran ist, dass die zwei neuen Konsolen diese Leistung ebenso erbringen sollen und sich demnach auch die Konsolenspieler auf ein Spiel mit solch einer Atmosphäre, Grafik und Sound freuen dürfen, ohne Abstriche hinnehmen zu müssen.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PC-Fassung): Ich frage mich, was ich als endloser Fan der Reihe noch sagen kann. Ich bleibe dabei, dass der Singleplayer-Modus ein Beisatz ohne Freude ist. Dieser wirkt absolut fehl am Platz, erzählt nichts halbes und nichts ganzes und weiß nur mit seiner schönen Optik zu verwundern. Aber bei Battlefield 4 geht es mehr um den Mehrspielermodus, zu diesem ich nicht wirklich viel geschrieben habe. Es hat sich so gut wie gar nichts verändert. Die Klassen sind immer noch dieselben und ich bewege mich nach wie vor zu Fuß, am Boden, im Wasser und in der Luft. Dazu gibt es eine unzählbare Auswahl an Waffen und Modifikationen. Das hat aber auch nichts schlechtes zu heißen, da sich die Klassen durchaus bewehrt haben. Hinzu kommt die neue Levolution und der verbesserte Zerstörungsgrad, die den Unterschied ausmachen und in meinen Augen den Neupreis rechtfertigen. Die neuen Karten sind wirklich gut und jede bietet ihre Eigenschaft, um das Schlachtfeld zu verändern, was wirklich absolut außergewöhnlich ist. Somit hat Battlefield 4 noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht und Call of Duty: Ghosts wird es schwer haben, sich an diesem zu messen. Ich bin dann mal auf dem Schlachtfeld – wir sehen uns Soldat!

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Battlefield 4!

Review: Total War: Rome II

Total War - Rome II (1)Die bekannte Total-War-Reihe gibt es jetzt schon seit über ein Jahrzehnt und steht für eine strategisch realistische Kriegserfahrung und Simulation, die ihres gleichen sucht. Nun wird mit Total War: Rome II einer der ältesten Teile neu aufpoliert.

Total War - Rome II (2)Während wir mit Total War: Shogun 2 im Japan des 16. Jahrhunderts unterwegs waren, unternehmen wir mit Rome II einen etwas größeren Sprung in die Vergangenheit. Hier führt es uns in das Jahr 272 vor Christus, wo Rom neben Griechenland, Karthago, Ägypten und Makedonien die wohl modernste Macht darstellt. Neben den großen Mächten gibt es aber noch viele weitere Stämme, welche immer wieder für Gefahr sorgen. Darunter zählen die verschiedensten germanischen Stämme wie zum Beispiel die Sueben und Goten. In der Kampagne übernehmen wir die Rolle des Oberbefehlshaber der römischen Streitkraft, wahlweise aber auch als Anführer der oben genannten Truppen sowie weiteren spielbaren Fraktionen. Jede Fraktion hat dabei seine eigenen militärischen oder wirtschaftlichen Stärken und Schwächen. Neben den großen und bekannten Parteien gibt es insgesamt 117 Fraktionen, welche aber selbst Geschichtsinteressierten überwiegend nicht bekannt sein dürften. Am Spielprinzip haben die Entwickler von Creative Assembly grundsätzlich nichts geändert. Wir versuchen weiterhin mit anderen Nationen zu verhandeln, unser Reich immer weiter auszudehnen und nebenbei auf Unruhen in den eigenen Reihen acht zu geben. Wenn es zu einer Schlacht kommt, wechselt die Übersichtskarte in den Schlachtfeldmodus, in welchem wir unsere eigenen Einheiten befehligen können – eben so, wie man es bisher kennt.

Umfangreicher Einzelspielermodus

Total War - Rome II (3)Haben wir uns für eine Fraktion entschieden, beginnt unser Aufstieg zu einer großen Nation. Wichtig ist dabei der kontinuierliche Aufbau und Erweiterung unserer Städte, um unseren Handel, die Zufriedenheit des Volkes und die öffentliche Ordnung zu verbessern. Jedes Gebäude bereichert unsere Fähigkeiten in puncto Nahrung, Ordnung oder Handel mit speziellen Waren. Ist die Sicherheit des Volkes gegeben und die Nahrung ausreichend, wächst eine Stadt immer weiter und somit können wir neue Gebäude bauen. Bauen wir an einem freien Platz kein Gebäude, so verkommt diese Stelle in unserer Stadt als Slum und die Bevölkerung wird zunehmend unzufriedener. Daher ist es wichtig, immer ausgewogen eine Stadt zu bebauen, da auch einige Gebäude, wie Militärausbildungsstätten, für negative Ordnung und Nahrungsverbrauch sorgen. Hier ist also eine Menge Feingefühl gefragt. Neben dem Bebauen von Städten gibt es aber auch noch die Forschung, welche in Militär- und Zivilforschung unterteilt ist. Dabei gibt es aber noch Untergruppen, die beim Militär die Bereiche Belagerung, Taktik, sowie Verwaltung und im Zivilbereich Wirtschaft, Philosophie sowie Konstruktion ausmachen. Hier gehen wir gezielt anhand der Forschung in bestimmte Richtungen, um zum Beispiel stärkere Einheiten rekrutieren zu können. Eingesessenen Spielern kommt das alles sehr bekannt vor, was aber nichts Schlechtes zu heißen hat.

Wenige Neuerungen

Total War - Rome II (4)Die meisten größeren Neuerungen machen einen sehr positiven Eindruck. So werden mehrere Regionen zu einer Provinz zusammengefasst, die der Spieler dann als Ganzes verwaltet. So liegt Rom in der Provinz Italia, welche nicht nur aus der Stadt Roma besteht, sondern auch aus Neapolis, Ariminum und Velathri. Allerdings gehören Ariminum und Velathri nicht direkt zu den Gebieten Roms, sondern zu fremden Stämmen. Zu Rom gehören noch Gebiete aus der Provinz Magna Graecia. Europa ist nicht gerade sortiert und der Bevölkerung gefällt es immer besser, wenn sie mit Gleichgesinnten vereint sind, was meist nur durch Krieg zu schaffen ist, um eine Provinz ganz für sich zu erobern. Hat man eine Provinz vollständig erobert, kann man so genannte Edikte veröffentlichen, also für die ganze Provinz geltende Befehle, die zur Verstärkungen, etwa der Kampfkraft führen. Eine Neuerung ist auch, dass nun eine Armee vom Land aus Schiffe beschießen kann und umgekehrt. So können wir in Gefechten mit Schiffen ans Ufer segeln, von dort aus den Feind angreifen und unsere Bodenstreitmacht unterstützen. Negativ ist uns bisher nur die künstliche Intelligenz aufgefallen, welche in den Schlachten nie so richtig weiß, wie sie nun zu reagieren hat. Wir können unsere Einheiten in verschiedene Formationen stellen und nun sogar mehrere Soldaten auf einen Feind schicken. Die Gegner laufen jedoch oft in die Falle rein oder wählen unlogische Wege. Schade drum!

Viele kleine Details

Total War - Rome II (5)Neben der Kampagne dürfen auch wir ein schnelles Gefecht starten, in dem wir über eine gewisse Geldsumme verfügen, welche wir für Einheiten ausgeben dürfen. Ist die Einheit zusammengestellt, versuchen wir in der Schlacht den Computergegner zu besiegen. Neben diesem Modus gibt es auch eine kurze Mehrspielerkampagne zwischen zwei Parteien aus je einem Spieler und dann gibt es noch den Coop-Modus für zwei Spieler, in dem wir gemeinsam Aufgaben erledigen können. Der Multiplayer-Anteil verfügt so über keine großen Neuerungen und hält sich eher verlegen. Dafür bietet Einzelspielerkampagne endlosen Spaß und das stellt uns voll und ganz zufrieden. Hübsch anzusehen ist hingegen die Grafik, da sich der Entwickler diesmal ein bisschen mehr Mühe gegeben hat. Nun haben Einheiten nicht mehr dieselben Gesichter, wenn sie im Glied stehen, sondern können alle mit ihrer eigenen Persönlichkeit glänzen. Auch sehr schön sind die Kleinigkeiten auf dem Schlachtfeld, wie das Schreien einer Legion, wenn sich der Feind nähert oder das nervöse Schlagen mit den eigenen Schwertern auf die Schilde. Hier unterscheiden sich auch wieder einige Nationen. Die Sueben rennen schreiend in das Getümmel, während die Spartaner immer ruhig stehen bleiben und man ihnen keine Angst anmerkt, wenn der Feind auf sie stürmt. Nett ist auch die Funktion einer Verfolgungskamera, welche das Schlachtfeld nochmals schöner in Szene setzt.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit: Als großer Fan der antiken Geschichte hat mich Total War: Rome II sehr zu begeistern gewusst. Zwar spürt man hier und da leider noch die Aussetzer der künstlichen Intelligenz, jedoch ist das Gesamtpaket stimmig. Die Einheiten sehen wirklich aus wie zur damaligen Zeit, man bekommt eine große Vielfalt an Einheiten geboten und die Idee mit den einzelnen untereinander aufgeteilten Provinzen ist hervorragend. Ebenso ist die Vereinfachung der Forschung für mich ein großer Pluspunkt. Negativ ist wie schon erwähnt die Computer gesteuerte Dummheit, sowie die politische Ebene im Spiel. Leider haben die Ratsmitglieder anderer Häuser keinen wirklichen Einfluss auf mein Handeln und somit dienen politische Intrigen wirklich keinem etwas. Töte ich einen General einer anderen Familie, so muss ich mit keinen Konsequenzen rechnen. Ist meine Partei prozentual die schwächte in der Regierung, habe ich auch mit keinen Auswirkungen zu kämpfen. Hier hätte man sich durchaus mehr einfallen lassen können, um dem Spieler das Leben im alten Rom besser zu gestalten.

Vielen Dank an Deep Silver für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Total War: Rome II!