Review: Stella Women’s Academy, High School Division Class C³ (Vol. 2)

In den ersten fünf Folgen der Anime-Serie Stella Women’s Academy, High School Division Class C³ wurden die Grundlagen für die Handlung gelegt und die wichtigsten Charaktere vorgestellt. Auf dieser Basis baut das zweite Episodenpaket auf und führt die Story sehr gut fort.

Die Oberschülerin Yamato Yura ist seit Neuestem an der Stella-Mädchenschule eingeschrieben und versucht den Anschluss am Schulalltag zu finden. Das bezieht sich jedoch in erster Linie nicht auf den Unterricht, sondern viel eher auf das Hegen und Pflegen von Freundschaften und die Teilnahme an etwaigen Club-Aktivitäten am Nachmittag. Nach langem Zögern hat sich Yura dem C³-Club angeschlossen, in dem sich alles um die Sportart Airsoft dreht. In den Episoden der zweiten Volume steht zunächst die Planung für das Schulfest an der Stella-Mädchenschule an der Tagesordnung. Für dieses können sie jedoch keine finanziellen Mittel aufbringen, da sie bald am 24-Stunden-Wettkampf teilnehmen wollen, der ebenfalls eine hohe Teilnahmegebühr verschlingen wird. Von Traurigkeit ist jedoch keine Spur – die Mädchen denken sich einen Plan aus, um an beiden Aktivitäten teilnehmen zu können. Nachdem sie Pläne wie Goldfischangeln oder Fahnentanz verwerfen, entscheiden sie sich, ein so genanntes Cosplay-Shooting-Café auf die Beine zu stellen. Wer jetzt jedoch daran denkt, dass es sich hierbei um ein Café handelt, in dem man sich mit Cosplay-Schönheiten auf Fotos ablichten lassen kann, erliegt einem Irrtum. Zwar sind die sechs quirligen Mädchen allesamt verkleidet, doch handelt es sich dabei – wie hätte es auch anders sein können – um einen Schießstand.

Reise nach Jerusalem

Um zu wissen, dass dieser Plan aufgeht, muss man kein Wirtschaftswissenschaftler sein. Wie genau die Mädchen die finanziellen Mittel für das 24-Stunden-Turnier jedoch auftreiben, sei an dieser Stelle einmal dahingestellt – man sollte es am besten selbst gesehen haben, welche Methoden an der Oberschule erlaubt sind. Im Mittelpunkt der Erzählung stehen in den vorliegenden Episoden zwei wichtige Ereignisse, die auf dem Schulfest aufbauen. So erfahren Yura und Club-Leiterin Kashima Sonora, dass eine umgebaute (und somit lebensgefährliche) Airsoft-Waffe im Umlauf ist – kurz darauf wird Sonora verwundet und fällt für das Turnier aus. Da Haruna Rin in der Nähe des Tatorts von Yura entdeckt wird, vermutet sie sie hinter dem Scharfschützen und rechnet dutzende verschiedene Taktiken für das 24-Stunden-Turnier aus, um es Rin dort heimzuzahlen. Dieses Ereignis ist Dreh- und Angelpunkt für mindestens drei Episoden. Das Konzept des 24-Stunden-Turniers sieht nämlich vor, dass von morgens sieben Uhr bis spät in die Nacht mehrere Teams in einem abgetrennten Areal aufeinander losgehen. Ziel ist es, innerhalb von drei Stunden eine Flagge zu erobern und sie in den Sicherheitsbereich zu bringen. Blöd nur, dass man auch mehr als eine Flagge einsammeln kann und es ohnehin eine weniger gibt, als Teams vorhanden sind: Die Reise nach Jerusalem lässt grüßen.

Seichte Abendunterhaltung

Während die Episoden aus der ersten Volume weniger spannend waren und mehr dazu dienten, die Charaktere vorzustellen, zieht das Erzähltempo dank des spannend inszenierten 24-Stunden-Wettkampfs im zweiten Episodenpaket deutlich an. Obwohl der Fantasie-Aspekt in den ersten Folgen durchaus behandelt wurde, kommt er mittlerweile nur noch rudimentär zum Einsatz – das unterstützt die ernste Lage, in der sich Sonora befindet. Interessant ist ebenfalls die Entwicklung von Yura, denn obwohl sie ihre Schüchternheit mehr und mehr ablegt, ist Unsicherheit immer noch ein großes Thema – das sorgt vor allem in der letzten Episode der vorliegenden Folgen für rauchende Köpfe. An der optischen Gestaltung hat sich nur wenig geändert. Nach wie vor können Charaktermodelle und Hintergründe stets überzeugen, doch Animationen und Effekte bleiben höchstens mittelprächtig. Auf der akustischen Seite besticht die Serie zum einen mit tollen japanischen und deutschen Sprechern, zum anderen auch mit einer passenden musikalischen Untermalung. Dennoch bleibt Stella Women’s Academy, High School Division Class C³ auch mit dem Mittelstück der dreigeteilten Veröffentlichung in puncto Story hinter den Erwartungen zurück, weshalb man sich die Anime-Serie am ehesten wegen ihrer seichten und durchaus lustigen Unterhaltung nach einem harten Tag anschaut.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die ersten Episoden von der Anime-Serie Stella Women’s Academy, High School Division Class C³ haben mich nur ansatzweise überzeugt. Die Handlung wird, obwohl sie nun wesentlich stringenter und schneller erzählt wird, auch in der zweiten Volume nicht sehr viel besser. Es bleibt bei der seichten Abendunterhaltung nach einem anstrengenden Tag und ich denke, dass die Anime-Serie auch gar nichts anderes sein möchte. Trotzdem haben mich das Schulfest mit dem Cosplay-Shooting-Café, das 24-Stunden-Turnier und die diesmal eigentlich recht ernste Hintergrundhandlung, die sich fast durch das gesamte zweite Episodenpaket zieht, durchaus unterhalten. Wer schon mit den ersten fünf Episoden sehr viel Spaß hatte, wird diesen auch mit den Episoden der zweiten Volume von Stella Women’s Academy, High School Division Class C³ sicherlich haben.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Stella Women’s Academy, High School Division Class C³ (Vol. 2)!

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