Review: My Hero Academia – 2. Staffel (Vol. 4)

Im September 2019 ging die Anime-Serie My Hero Academia im deutschsprachigen Raum in die nächste Runde. Mit der vierten Volume der zweiten Staffel setzt die Superhelden-Anime-Serie ganz neue Akzente, die das bunte Franchise wesentlich düsterer machen als es je war.

Nachdem sich die Anime-Serie My Hero Academia in den ersten drei Volumes überwiegend um das Sportfest der Yūei-Akademie gedreht hat, in dem sich die Absolventen der berühmten und titelgebenden Schule mit ihren Superkräften gemessen haben, konnte sich danach der nächste Handlungsstrang entfalten. Zunächst einmal mussten sich die Nachwuchshelden rund um Midoriya Izuku einen Superheldennamen ausdenken, was einerseits zu lustigen und andererseits zu ernsten und glanzvollen Namen führte. Damit sie ihre Namen mit Fug und Recht tragen dürfen, müssen sie jedoch noch ein Praktikum absolvieren. Izukus Idol, das Muskelpaket All Might, hat von seinem ehemaligen Lehrer Sorahiko, besser bekannt unter seinem Superheldennamen Gran Torino, eine Nachricht erhalten. Der kauzige Gran Torino möchte, dass Izuku bei ihm das Praktikum absolviert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten freunden sich Izuku und Gran Torino jedoch an, wodurch Izuku die eine oder andere Lektion lernt, die in seiner Ausbildung zum Superhelden von großer Bedeutung sind. Am Ende des dritten Episodenpakets überschlagen sich die Ereignisse eines ruhigen Abends derart, sodass Raum für den eingeführten Bösewicht Stain, den Heldenmörder, bleibt. So und nicht anders beginnt die turbulente Action in der vierten Ausgabe der zweiten Staffel der Serie My Hero Academia.

Kampf dem Heldenmörder

Neben Izuku trägt auch der durch die Geschehnisse der dritten Volume gebeutelte Īda Ten’ya, dessen Bruder von Stain schwer verletzt wurde. Er schwört Rache am Heldenmörder, um auf der einen Seite endlich seinen Bruder Īda Tensei zu rächen und auf der anderen Seite der Gerechtigkeit genüge zu tun. Auch wenn der Kampf gegen Stain ausweglos erscheint, muss Ten’ya nicht ganz alleine gegen den Superschurken antreten. An seiner Seite kämpfen auch Izuku, der seine von All Might geerbte Spezialität, das One for All, einsetzen kann. Ebenfalls mit von der Partie ist Todoroki Shōto, der mit seinen Eis- und Feuersuperkräften ordentlich austeilt. An anderer Stelle ist auch dessen Vater Todoroki Enji im Einsatz, der zusammen mit Gran Torino die Anhänger des Heldenmörders in Schacht hält. Im Hintergrund verdeckt halten sich wiederum weitere Funktionäre der Schurken. Wie lange der Kampf gegen den Bösewicht tatsächlich dauert und mit welchen Auswirkungen sich Izuku und Co konfrontiert sehen müssen, sollte der Zuschauer von My Hero Academia aber am besten selbst erleben. An dieser Stelle sei nur gesagt, dass die Anime-Serie äußerst ernste Töne annimmt, die der Zuschauer so seit dem Finale der ersten Staffel nicht mehr gesehen hat. Trotzdem bleibt in der zweiten Hälfte der fünf Episoden noch genug Platz für den überdrehten Humor der Serie.

Zeit und Raum für die Charaktere

Im selben Atemzug müssen auch die zwischenmenschlichen Beziehungen erwähnt werden, die sich durch die Vorkommnisse weiterentwickeln und die Grundlagen für den Abschluss der zweiten Staffel legen und womöglich noch in der dritten Season von My Hero Academia von Bedeutung sein werden. Der Kreativität wird jedoch auch in der bildtechnischen Umsetzung freien Lauf gelassen. Sowohl starre Einstellungen als auch sanfte Kamerafahrten haben ihre Bedeutung. Im bildschirmfüllenden 16:9-Format und in der Auflösung von 1080p glänzt ein weiteres Mal der Zeichenstil, der mit flippigen Charakteren und verhältnismäßig sterilen Umgebungen punktet. Action und Humor wird besonders durch die gelungene Mimik der einzelnen Helden unterstützt. Ebenso darf der tolle Soundtrack nicht unerwähnt bleiben, der je nach Situation für Spannung und Entspannung sorgt. Traditionsgemäß weiß auch die Synchronisation der Serie zu überzeugen. Während im Japanischen Ten’ya von Ishikawa Kaito und Shōto von Kaji Yūki gesprochen werden, übernehmen diese beiden Rollen in der deutschen Fassung Arne Stephan und Amadeus Strobl, die wirklich gut zu den Charakteren passen. Wer digitale Boni sucht, wird wie bei den letzten Volumes enttäuscht. Dafür gibt es im physischen Bereich nach wie vor immerhin ein dünnes Booklet, eine Character Card und einen Sticker obendrauf.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): My Hero Academia gelingt es immer mal wieder, sich mit neuen Handlungselementen neu zu erfinden und dennoch eine stringente und spannende Story zu erzählen. Nachdem sich die ersten drei der insgesamt fünf Volumes der zweiten Staffel überwiegend dem Sportfest der Yūei-Akademie widmeten, kann sich die vierte Ausgabe endlich einer neuen Thematik widmen. So wird der Heldenmörder Stain bekämpft und neuer Raum für neue Entwicklungen, sowohl bei den Helden als auch bei den Schurken, geschaffen. Dabei entwickeln sich die Charaktere weiter und legen damit die Grundlagen für den kommenden Abschluss der zweiten Season und womöglich auch darüber hinaus. Hinzu kommen die typische Action und der überdrehte Humor, wodurch das Anschauen der vierten Volume zu einem wahren Genuss wird. Fans von My Hero Academia kommen also ein weiteres Mal voll und ganz auf ihre Kosten!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von My Hero Academia – 2. Staffel (Vol. 4)!

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