Serienliebhaber kennen das vielleicht von diversen Produktionsfirmen. Da freut man sich auf die Veröffentlichung der nächsten Staffelbox seiner Lieblingsserie und erfährt schlussendlich, dass die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurückblieben und die Produktion der Boxen fürs Erste stilliegt. Fans von The Garden of Sinners dürfen aufatmen, denn alle sieben Filme der Reihe sind für Deutschland angekündigt – drei davon sind bereits erschienen.
Die Handlung von The Garden of Sinners zu beschreiben, fällt uns sehr, sehr schwer. Schuld daran ist die unchronologische Reihenfolge, in welcher die Filme erscheinen. Ein Makel, dass allerdings wiederum für die Serie spricht. So erfahren wir in Film1: Thanatos. nur wenig über Protagonisten Shiki Ryōgi. Wir würden sie als eine Art Medium beschreiben, welche mit Geistern kommunizieren kann, diese aber wie ein Dämonentöter jagt. Gemeinsam mit ihren Freunden Mikiya Kokutō und Toko Aozaki untersucht sie die mysteriösen Mordfälle in der Fuji-Siedlung. In den 80er Jahren erbaut, sollen die dortigen Gebäude seit kurzem abgerissen werden. Gewöhnliche Mädchen, die untereinander keinerlei Gemeinsamkeiten oder Kontakt zueinander haben, springen Tag für Tag von den Dächern der Fuji-Gebäude in den Tod. Für Shiki steht schnell fest, dass es sich dabei um keine selbstgewollten Suizide handeln kann.
Kurzweiliges Vergnügen
Wunderbar und mit viel Liebe zum Detail in Szene gesetzt, schafft es Studio Ufotable eine Mystery-Serie in Form eines Anime zu etablieren. Westliche Zuschauer würden unter dem Begriff einer solchen Serie sicherlich etwas anders verstehen, doch wer sich einmal mit der japanischen Kultur anfreunden kann weiß, dass sich Mystery dort langsamer beziehungsweise ruhiger entwickelt. Dafür bleiben wiederum viele Fragen offen, die in sechs weiteren Filmen durchdacht gelüftet werden. Wer einen Film mit geschlossenem Ende erwartet, wird von Film 1: Thanatos. sicherlich enttäuscht sein. Nach nur leider 49 Minuten müssen wir uns von Shiki und ihren Freunden wieder verabschieden. Das ist eigentlich schade, denn einen dermaßen grandiosen Zeichenstil, der mit einem opulenten Soundtrack unterlegt wird, haben wir schon seit Ewigkeiten nicht erfahren. Trotzdem hat Film 1: Thanatos. seine Höhen und Schwächen.
Mystischer Soundtrack
Der Film ist kurz, geizt besonders anfangs mit Informationen und fühlt sich dadurch stellenweise einfach nur in die Länge gezogen an. Diese Schwachpunkte vergessen wir schnell, da die deutsche Verkaufsfassung direkt mit einer zusätzlichen CD ausgeliefert wird. Diese beinhaltet den wunderbaren Soundtrack des Films, welchen wir immer wieder gerne in unser Laufwerk legen und für circa dreißig Minuten Spielzeit wunderbar unterhalten kann. Leider beheimatet die Bonus-CD nicht das Endlied Oblivios von der Band Kalafina, welche das Gesamtwerk perfektioniert hätte. Weiteres Bonusmaterial fehlt leider ganz. Wie jeder zeitgemäße Anime ist auch The Garden of Sinners im 16:9-Format gehalten. Die deutsche Synchronisation ist wieder einmal gelungen, da man sich auf bekannte Sprecher verlassen hat. So gibt es unter anderem ein Widerhören mit der deutschen Sprecherin von Uma Thurman. Neben der deutschsprachigen Tonspur, befindet sich ebenfalls die japanische Originalfassung mit auf dem Datenträger – allerdings nur mit (nicht ausschaltbaren) deutschen Untertiteln. Anime-Fans mit einem Faible für japanisches Mystery können mit der The-Garden-of-Sinners-Reihe derzeit nichts falsch machen.
Geschrieben von Eric Ebelt
Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung inklusive Soundtrack-CD): Es ist schwierig, sich ein Urteil über eine Serie zu bilden, von der man bisher nur den ersten Teil gesehen hat. Schließlich kann man auch keine TV-Serien nach nur einer Episode abschreiben, wie ich im letzten Jahr bei Human Target bemerken konnte. Die erste Folge hat mich nicht gerade vom Hocker gehauen, doch die folgenden Ausgaben haben mich mehr als nur überzeugt. Ähnlich ist es auch bei The Garden of Sinners. Film 1: Thanatos. ist relativ kurz ausgefallen und liefert mir nur wenige Argumente, die Serie weiterzuschauen. Zu kurz war die Zeit, in der man die Charaktere tiefgründig beschreiben konnte. Trotzdem sind es gerade die ungelösten Fragen, welche nach einer Antwort verlangen und mich weiterhin vor den Fernseher fesseln werden. Hier erinnere ich mich gerne an Lost. Zu Beginn unheimlich langsam erzählt, wurde diese Serie dennoch zu meiner absoluten Lieblingsserie unserer Zeit. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch The Garden of Sinners Fahrt aufnehmen wird und mir die Handlungspersonen viel besser erklären, tiefgründiger und vielleicht noch geheimnisvoller erzählen wird. Wie gut, dass die beiden Nachfolger bereits auf meinem Schreibtisch liegen und nur darauf warten, angeschaut zu werden.
ehm kann man da auch fragen stellen wann wedren die nächsten folgen von the Garden of sinners Film 1 – Thanatos kommen. bzw. werden neue teile kommen
@Janet
Selbstverständlich darfst du auch Fragen stellen. Unsere Kommentarfunktion ist genau darauf ausgelegt. Wie du vielleicht schon festgestellt hast, sind sieben Teile von The Garden of Sinners in Deutschland erhältlich bzw. werden noch bis September erscheinen. Derzeit sind vier Episoden in Deutschland erschienen, die ersten drei haben wir bereits getestet und die dazugehörigen Reviews findest du auch auf Gameplay Gamers. Hier findest du das Review zum zweiten und hier zum dritten Teil. Die vierte DVD liegt bei uns bereits in der Redaktion rum und wird in Kürze getestet. Wir würden uns freuen, wenn wir dich dann wieder als Leserin auf unserer Seite begrüßen dürfen.