Review: The Legend of Zelda: The Minish Cap (Manga)

Alle einhundert Jahre öffnet sich das Tor zu einer kleinen Welt, die unter unseren Füßen schlummert. Gemeint ist die Welt der Minish, daumengroßen Wesen die einst einen Helden mit einem Schwert ausstatten, damit dieser gegen das Böse in der großen Welt kämpfen konnte. In diesem Jahr jährt sich das Ereignis erneut zum hundertsten Mal, doch dieses Mal scheinen auch wieder dunkle Kräfte mit am Werk zu sein. Der finstere Vaati verwandelt Prinzessin Zelda in eine steinerne Statue und versucht mit allen Mitteln die Macht in Hyrule an sich zu reißen. Link erhält vom König den Auftrag, nach den geheimnisvollen Minish im Wald zu suchen, denn nur diese sollen wissen, wie die Hylianer mit dem Debakel umgehen und ihre geliebte Prinzessin zurückverwandeln. Der junge Held begibt sich zusammen mit einer sprechenden und ebenso geheimnisvollen Mütze auf eine Reise durch ganz Hyrule und lässt dabei im wahrsten Sinne des Wortes kein Mauseloch unentdeckt.

Kleiner Mann ganz klein

Die beiden Zeichnerinnen fangen die Geschichte von The Minish Cap optisch sehr gut ein. Auch wenn man aufgrund der kleinen Auflösung des GameBoy Advance nicht wirklich die Videospielwelt als Vorbild für die schwarzweißgrauen Zeichnungen nutzen kann, wird der Manga dem Spiel in jeglicher Weise gerecht. Zwar wird auch hier die Handlung auf ein gesundes Minimum reduziert, doch bleibt die interessante Geschichte von Link und auch der sprechenden Mütze Ezelo durchweg spannend und im Rahmen des Fantasy-Einmaleins auch logisch erklärt. Für die deutsche Übersetzung aus dem Japanischen ist ab diesem Manga der Reihe allerdings nicht mehr Michael Ecke, sondern Hirofumi Yamada zuständig. Der Qualität tut dies allerdings keinen Abbruch. Zwar wird der Humor etwas zurückgefahren, doch auch hier gibt es noch genügend witzige Dialoge zwischen den Charakteren, die passender in die ernste Thematik eingebaut werden. 181 Seiten begleiten wir Link durch das kleine und große Hyrule, auf den letzten sechs Seiten erhalten wir noch kurze Einblicke in das frühe Leben des jungen Vaati, welche ebenfalls recht schön anzusehen und interessant ausgefallen sind. Wie die anderen Mangas fällt auch The Minish Cap mit etwas weniger als sieben Euro zu Buche.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Als ich vor einigen Jahren das erste Mal The Minish Cap auf meinem GameBoy Advance spielen konnte, war ich sofort vom Spielprinzip überzeugt. Sicherlich gab es die Möglichkeit, seinen Spielcharakter schrumpfen zu lassen in dem einen oder anderen Videospiel schon, aber in The Minish Cap ist dieses Element von vorne bis hinten, passend zum Rest des Spiels, in die Spielwelt eingebaut. So ist es auch beim Manga. An keiner einzigen Stelle wird die Schrumpft- und Großwerde-Option falsch eingebaut, jeder einzelne Moment im Manga ist wunderschön in Szene gesetzt und ich könnte mir keine Stelle vorstellen, die man hätte besser machen kann. Von der ersten Begegnung mit Vaati bis hin zum Bosskampf am Ende des Buches ist der Manga strukturiert und durchgehend flüssig aufgebaut, so lob ich mir das! Ich empfehle jedem The-Legend-of-Zelda-Fan, diesen Manga zu lesen und werde das Spiel noch nicht gespielt hat, sollte dies schleunigst nachholen – hier wartet einer der besten GameBoy-Advance-Titel auf euch, den ihr unbedingt einmal gespielt haben solltet!

Vielen Dan an Tokyopop für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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