Viele Spieler greifen meist nur zu den Titeln der großen Konzerne und verpassen deshalb die Spiele, die mit viel Herzblut und Innovation von kleinen Entwicklern stammen. escapeVektor ist eines dieser Spiele, die uns auf der Gamescom überrascht haben.
Einige von euch sollten den Titel aber wohl noch in Erinnerung haben, denn dieser erschien bereits im September 2011, also vor gut einem Jahr, als WiiWare-Version für Nintendos Wii. Jetzt ist der australische Entwickler Nnooo drauf und dran, escapeVektor auch für Nintendo 3DS und PlayStation Vita umzusetzen. Auf der Gamescom wurde Redakteur Eric von Bruce Thomson und Nic Watt zwischen zwei Terminen abgeholt, aber anstatt ihn zum Firmenstand zu bringen, wurde Eric in einen ruhigen Bereich geführt, wo ihm das Spiel präsentiert wurde. Eigentlich kein guter Start für eine Präsentation, aber was danach folgte, hat ihn nicht mehr so schnell vom Nintendo-3DS-Testgerät weggelockt. In escapeVektor übernehmen wir die Rolle eines Pfeils und müssen in einer virtuellen Welt ebenso virtuelle Linien ablaufen. Die Linien tupfen wir so in eine neue Farbe und sobald alle Strecken abgeklappert sind, öffnet sich auch schon der Level-Ausgang. Eigentlich müssen wir in escapeVektor nichts anderes machen, als das Level über die futuristisch wirkende Oberwelt auswählen und ein Level nach dem anderen abschließen. Da das ziemlich langweilig wäre, haben die Entwickler natürlich auch eine gute Portion Abwechslung gedacht und spendieren uns einige neue Features, die in der WiiWare-Fassung teilweise gar nicht enthalten waren. So sieht eine gute Videospielportierung aus!
Motivationsreiches Spielprinzip
Da uns die Geschwindigkeit unseres Pfeils anfangs etwas lahm erscheint, können wir bald den Boost aktivieren, damit wir uns schneller durch die Levels bewegen. Das funktioniert in der Praxis bis zu einem bestimmten Punkt gut, denn der Boost kostet uns wichtige Energie. Diese will geschickt eingesetzt werden, denn alleine sind wir in den meisten Levels nicht unterwegs. Zahlreiche Gegner wollen uns an den Kragen und eine einzige Berührung reicht schon aus, damit wir den Spielabschnitt von vorne beginnen müssen. Es gibt allerdings auch Items, wie detonierende Bomben, die uns die Gegner zumindest zeitweise von der Pelle rücken lassen. In escapeVektor werden die Ansprüche von Spielwelt zu Spielwelt höher und die Levels immer schwieriger zu meistern. Anders als in der WiiWare-Fassung, werden Erfahrungspunkte in der 3DS-Fassung immer zu sehen sein, was Spielern mehr Anreiz verleihen wird, den Titel immer und immer wieder einzulegen. Wer Rekorde in den einzelnen Levels aufstellt, hat ebenfalls die Möglichkeit, diese online mit Freunden zu teilen oder die Rangliste der zehn besten Spieler der Region einzusehen. Für Motivation wird also bestens gesorgt sein! Wenn Nnooo die neuen Inhalte und Features von escapeVektor so gut wie demonstriert in die Handheld-Fassungen implementiert, steht uns wahrhaftig ein süchtig machendes Spiel vor der Tür.
Geschrieben von Eric Ebelt
Erics Prognose (basierend auf der Nintendo-3DS-Fassung): Zwar habe ich damals etwas von Nnooos escapeVektor gehört und auch Spielszenen gesehen, doch so wirklich interessiert habe ich mich für den Titel damals nicht. Das hat sich jetzt aber schlagartig geändert, denn als Bruce und Nic von Nnooo mir das Testgerät in die Hände gedrückt haben, konnte ich es auch gar nicht mehr so schnell beiseite legen. Das Spielprinzip ist absolut süchtig machend, denn einige Levels, die ich anspielen durfte, habe ich gar nicht auf Anhieb geschafft und somit wollte ich diese natürlich direkt wieder und wieder spielen, bis ich endlich ein Erfolgserlebnis erzielen konnte. Die verarbeiteten Ideen sind mir dabei gar nicht mal so wichtig, denn so das eigentliche Spielprinzip bereits für sich funktioniert, hat mir escapeVektor super gefallen. Mit den neuen Inhalten wird das Erlebnis nur noch intensiver. Ich freue mich auf das Jahresende, denn dann kann ich endlich mit der Nintendo-3DS-Fassung von escapeVektor durch virtuelle Welten rasen und noch mehr Erfolgserlebnisse erzielen. Zumindest hoffe ich das.