Ein Spiel wie aus alten Tagen, so heißt es vom Entwicklerteam The Farm 51 zu ihrem neuen Titel Painkiller: Hell & Damnation. Kein automatisches Heilen, keine Perks, keine Killstreak-Boni, sondern Bunny-Hopping und Munition verschießen, was das Zeug hält.
Ganz wie im Vorgänger, oder wie in den bekannten Spielen der Quake-Reihe, hat die Story in diesem Spiel nichts zu suchen. Ganz alleine zählt hier die stumpfsinnige Schießerei um Leben und Tod, doch ein wenig Story ist dann auch in Painkiller: Hell & Damnation enthalten. Im Fegefeuer gefangen, muss Daniel, welcher bei einem Unfall gestorben ist, einfach mal so an die siebentausend Seelen sammeln, um seine Ehefrau von den Qualen zu erlösen. Mehr gibt es hier tatsächlich nicht zu sagen, denn das Spiel ist ganz einfach gehalten und schon stürzen wir uns in das Getümmel. Wir können uns durch vierzehn Levels schießen und treffen dabei auf vier übergroße Bossgegner und haben dabei nur unser Ziel in Augen: Seelen zu sammeln. Die übergroßen Gegner schlachten wir mit kreativen Waffen nieder, wie zum Beispiel einer Pflockkanone, eine Waffe zum Einfrieren der Gegner oder gar eine Pfählungsknarre. Unsere ganz besondere Waffe ist jedoch unser Körper selbst. Sammeln wir nämlich 66 Seelen ein, so wird der Dämonenmodus aktiv und sämtliche Feinde lösen sich bei der kleinsten Berührung auf. Um die Stimmung jederzeit zu gewährleisten, wird uns ein brachialer Heavy-Metal-Soundtrack serviert, während wir unsere Feinde einfach nur pulverisieren. So wie wir das von der Painkiller-Reihe eben her kennen und gar nicht anders erwarten wollen.
Kooperativer Mehrspielermodus
Als Grafik-Engine hält die Unreal-3-Enigine her, welche für schöne Lichteffekte sorgt und ein stimmiges Bild schafft. Sicherlich kein grafischer Augenschmaus, aber auch nicht wirklich verachtenswert. Die Singleplayer-Kampagne kann ebenfalls im kooperativem Modus gespielt werden und so haben wir die Möglichkeit, uns mit Freunden durch das Spiel zu kämpfen. Neben diesem Modus wird auch noch ein Survival-Modus eingebaut werden, in dem mehrere Spieler gegen immer stärker werdende Gegnerhorden antreten sollen, um möglichst lange zu überleben. Allerdings wird Steamworks benötigt, um die Schlacht im Fegefeuer zu starten. Da das Spiel inhaltlich nicht keine Innovation verspricht, wollen die Entwickler auch nicht zu viel verlangen und Painkiller: Hell & Damnation für knapp zwanzig (PC) beziehungsweise dreißig (Konsolen) Euro an den Mann und die Frau bringen. Dies zeigt auch daran, dass man hier eher auf die alte Schule setzt, um ein Feeling wie in alten Tagen zu schaffen. Mit Genregrößen wie Call of Duty will man sich keinesfalls messen und eher auf ein fast ausgestorbenes Spielprinzip zurückgreifen. Aber dies hat man uns bei Nordic Games mehrfach während der Präsentation versichert. Es geht um die Geschwindigkeit in dem Spiel und die Reaktionsfähigkeit – gepaart mit Bunny-Hopping und verrückten Waffen. Wir sind von der Idee angetan und freuen uns auf ein Spiel, bei dem wir einfach mal wieder nach getaner Arbeit abschalten können.
Geschrieben von Axel Gutsmiedl
Axels Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Zu solch einer Präsentation kann ich wirklich nicht viel sagen. Jüngere Spieler werden sich, nicht nur aufgrund der dargestellten Gewalt, wohl eher nicht angesprochen fühlen. Die angepeilte Zielgruppe ist bei Painkiller: Hell & Damnation nämlich eine ganz spezielle. Das Spiel richtet sich meiner Meinung nach eindeutig an jene Spieler, die mit den Titeln der Videospielreihen Quake, Unreal Tournament und Doom aufgewachsen sind und das Ego-Shooter-Genre so kennengelernt haben. Genau solch eine Kost bekomme ich auch hier geboten und das mit netter Grafik und altbewährtem Spielprinzip. Ich kämpfe mich ohne großen Gedanken durch die Levels und habe einfach nur Spaß an der Verrücktheit selbst. Es ist eben einmal etwas ganz anderes, einfaches und auch verrücktes Spielprinzip. Zudem macht es jede Menge Spaß!
Erics Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Ich habe zu Ego-Shootern kein gutes Verhältnis mehr. Früher habe ich gerne Titel wie den Nintendo-64-Klassiker Turok 2: Seeds of Evil und später auch noch Unreal Tournmanet III auf dem PC gespielt, doch dann hat das Genre leider eine zu große Wendung für meinen Geschmack genommen. Auf einmal haben sich angeschossene Soldaten selbst geheilt. In meinen Augen der größte Schwachsinn, den man in einem Spiel fabrizieren kann. Es ist vor allem dann schwachsinnig, wenn der Titel auch noch auf eine realistische Präsentation setzt und diese somit unmöglich halten kann. In vielen Kreisen wird dieses System leider akzeptiert (anders kann ich mir den Erfolg von Call of Duty: Modern Warfare und Konsorten nicht erklären) und das Konzept schwappt auch in andere Genres über, die mich dann noch mehr betreffen (Mafia II). Da freue ich mich doch sehr über Painkiller: Hell & Damnation, das wieder mit dem altertümlichen Spielkonzept in Erscheinung tritt und meiner Meinung nach wieder ein wenig Ordnung im Genre herstellen möchte. Leider ist das Szenario nicht wirklich mein Geschmack, weshalb ich den Titel wohl eher nicht spielen werde. Trotzdem hoffe ich für die Entwickler, dass sie mit dem Titel einen klitzekleinen Meilenstein in der Ego-Shooter-Geschichte setzen werden.
Vielen Dank an Nordic Games für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!