Review: Far Cry: Primal

Far Cry Primal (1)Selten werfen uns Spiele so weit in die Vergangenheit zurück, wie es Far Cry: Primal macht. Zeitlich spielt die Geschichte im Holozän, einem Zeitabschnitt der Erdgeschichte, der vor 11.700 Jahren mit der Erwärmung der Erde und dem Schmelzen der kontinentalen Eisschilde begann und bis heute anhält.

Far Cry Primal (2)Far Cry: Primal setzt, wie der Name schon erahnen lässt, auf ein Steinzeit-Setting und weicht somit von dem üblichen bekannten Ego-Shooter-Stil ab. Eine florierende Spielwelt mit einem einfachen Crafting-System, urzeitlich eingerichteten Außenposten sowie altertümliche Waffen sollen uns in ein Leben von vor zehntausend Jahren hineinversetzen, denn genau hier spielt der neue Serienableger und behandelt das Überleben gegen die Megafauna sowie einen Streit zwischen zwei Urzeitclans. In der großen, offenen Spielwelt ist das Überleben von elementarer Bedeutung und somit gehen wir dem typischen Jagen-und-Sammeln-Prinzip nach. Ziel ist es, verschiedene Blumen zu sammeln, um Medizin herzustellen, Steine sowie Gräser zum Waffenbau einzusetzen und Tierfell zum Upgraden aller möglichen Ausrüstungsgegenstände zu verwenden. Neben dem Überlebensaspekt haben wir uns jedoch auch um ein eigenes Dorf zu kümmern, welches im Spielverlauf stetig wächst und sich auf eine Auseinandersetzung mit dem gegnerischen Clan vorbereitet. Eine liebevoll gestaltete Spielwelt, interessante Tiere aus der Megafauna sowie willkürlich umherstreifende Urzeitmenschen schaffen eine unglaubliche Atmosphäre, auch wenn es den ein oder anderen Kritikpunkt bezüglich des Erhalten von Tieren und Menschen gibt, sowie nicht ganz getreue Umweltbedingungen, welche Quartärforschern die Haare ausfallen lässt.

Vom Jagdunfall zum Urzeitsoldaten

Far Cry Primal (3)Das Spiel beginnt mit einer Jagd auf einem zu dieser Zeit häufig auftretenden Mammuts, welches unsere Gruppe zu erlegen versucht. Während dieser Jagd wird unsere Gruppe jedoch gespalten, da ein Säbelzahntiger sich in die Jagd einmischt und dafür sorgt, dass unser Protagonist, genannt Hakkar, letzten Endes komplett seine Orientierung verliert und somit auch seine Gruppe. Auf uns alleine gestellt lernen wir im Verlauf des Spiels neue Charaktere kennen und fangen an, unsere eigene Siedlung zu errichten. Während des Baus unserer Siedlung treffen wir auch auf eine andere primitive Lebensform, welche sich an den Neandertaler anzulehnen scheint und uns feindlich gesinnt ist – hier beginnt der erste Kampf der Kulturen und somit ein Aufrüsten der Siedlung gegen feindliche Angreifer. Wie für Far Cry üblich absolvieren wir jede Menge Quests, um neue Personen für unsere Sache zu gewinnen und sammeln Rohstoffe, wo auch immer wir welche finden, denn diese helfen uns beim Ausbau der Siedlung und der Herstellung neuer Waffen. Ein weiteres interessantes Feature ist, dass unser Protagonist in der Lage ist, Tiere zu zähmen und mithilfe dieser zu kämpfen. Im Verlauf des Spieles bekommen wir immer mächtigere Tiere wie Säbelzahntiger, Panther, Eulen und viele mehr zur Verfügung gestellt. Diese Tiere haben alle unterschiedliche Fähigkeiten und können uns im Kampf, aber auch bei der Jagd, unterstützen.

Tierisch gut drauf

Far Cry Primal (4)Jede Kreatur bietet eigene Vorteile im Kampf und somit können wir zum Beispiel mithilfe der Eule durch die Lüfte fliegen, um Gegner zu markieren und einen Todesstoß zu versetzen, welcher sich danach aber eine gewisse Zeit wieder aufladen muss. Natürlich sind wir in diesem Zeitraum selbst angreifbar, weswegen wir uns auch in Acht nehmen müssen und nicht wahllos auf ein offenes Feld stellen, auf dem wir selbst eine leichte Beute abgeben können. Andere Tiere wie Bären, dienen im Kampf als eine Art Tank und sorgen dafür, dass unsere Feinde primär das Tier angreifen, während kleine und schnellere Tiere wie Dachse eher zum Jagen benutzt werden, da diese flink sind und kleinen Tieren schnell hinterher sprinten können. Jedoch sollten wir stets auf unsere Tiere achtgeben, denn diese können im Kampf auch sterben und müssen mit viel Fleisch wiederbelebt werden. Mit Ausnahme einiger Tiere wie den Mammuts ist es möglich, fast alle Tiere zu domestizieren und für sich zu verwenden. Aber neben den Tieren sind wir ebenfalls eine gefährliche Waffe und verfügen über ein großes Waffenarsenal von Speeren über Bögen bis hin zu Steinkeulen und Schleudern. Jedoch nutzen sich auch unsere Waffen ab und müssen mithilfe unterschiedlichster Rohstoffe auch neu hergestellt oder repariert werden. Schlüsselfiguren im Spiel ermöglichen uns auch neue Waffen zu bekommen, bis wir schließlich Bienenhandgranaten bauen können, um unsere Feinde zu vertreiben – klingt komisch, ist auch so.

Trostloses Schweigen

Far Cry Primal (5)Die extrem wunderbar gestaltete offene Spielwelt bringt jedoch auch einige Schwächen mit sich. Somit wirken die Charaktere teilweise sehr leblos und die Konversationen sind zu einfach gehalten. Extra für das Spiel wurde eine Proto-Indogermanische Sprache entwickelt, welche sehr glaubhaft wirkt, jedoch zu wenig zum Einsatz kommt. Die Dialoge halten sich oft sehr kurz und sind auf rudimentäre Sätze beschränkt. Ebenso wird der Clankrieg viel zu grob behandelt und kaum vertieft, so dass wir stets das Gefühl hatten, dass es sich nur um ein Ausrotten einer anderen Spezies ohne großen Grund handelt – mit Ausnahme des eigenen Überlebens. Dabei würde die Spielwelt so viel mehr hergeben und auch mit diversen anderen Gründen auftischen können, wie etwa das Aussterben der Megafauna und dem damit verbundenen Nahrungsmangel oder eben die sich verändernden klimatischen Bedingungen zu jener Zeit. Auch die Tiere offenbaren teilweise starke Schwächen und haben katastrophale Aussetzer, die dem Spielgeschehen schaden. Während das Jagen der verschiedenen Tiere jedoch viel Spaß macht, verfällt die Story zunehmest in ein tiefes Loch und gerade die üppigen Dialoge sorgen dafür, dass wir immer mehr das Interesse an der Handlung verlieren und uns eher wichtig wird, große Tiere zu zähmen und unser Dorf wachsen zu sehen. Seltsamerweise ist im Dorfleben dann der abendliche Aufenthalt sehr unterhaltsam, wenn wir sehen können, wie sich die Urzeitmenschen paaren, singend um Feuer tanzen und allerlei unterhaltsame Faxen machen.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der Xbox-One-Fassung): Far Cry: Primal schafft es die Spielerseele zu spalten: Auf der einen Seite ist die Steinzeit ein unglaublich faszinierendes Setting und kann mit einer wunderbaren Umgebung in der Megafauna brillieren, Menschen darstellen wie man sie außerhalb der Wissenschaft kaum zu kennen vermag und verdeutlichen, wie schwer ein Leben zu jener Zeit gewesen sein mag und welchen Gefahren man in der Natur ausgesetzt war – geschweige wie der Naturraum damals überhaupt aussah im Vergleich zu unserem heutigen Kulturraum. Auf der anderen Seite hat Far Cry: Primal einen ersten und guten Schritt in die Richtung gemacht, jedoch viel zu wenig präsentiert und das in einer zu flachen Art. Es wurde somit viel Potenzial verschenkt, welches unmittelbar vor den Augen der Spieler liegt. Gerade in puncto Story wird einfach zu wenig geliefert und die ganze Geschichte zu trivial gehalten. Positiv ergänzend muss aber gesagt werden, dass sich das Waffenhandling stets gut angefühlt hat, obwohl ich anfangs voreingenommen war mit Keulen aus der First-Person-Perspektive zu spielen. Das Spiel hat mir somit viele spaßige Spielstunden beschert, jedoch nie aufgrund der Story, sondern mehr der Welt wegen und dank der Erkundungsmöglichkeiten – und genau das ist auch der Grund, warum Far Cry Primal spielen sollte.

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Far Cry: Primal!

Review: NHL 17

nhl-17-1Wie wir aus Game of Thrones wissen, naht der Winter und auch in unseren Büros steigt die Lust auf Eissportspiele. Letztmals konnten wir 2013 Hand an die NHL-Reihe legen. Nachdem sich Björn schon an der Videospielserie versucht hat, traut sich nun auch Axel aufs dünne Eis.

nhl-17-2Im Hause Electronic Arts ist der September stets der Monat für neue Sportspiele. Neben Ablegern zum Fußball und American Football gibt es natürlich mit der National Hockey League auch einen Vertreter für Eishockey-Fans und deren Konsolen daheim. Wir haben die Schlittschuhe angezogen, die Helme übergestülpt, den Puck poliert und sind mit den Schlägern bewaffnet und dazu bereit, einen Aufstand gegen Chefredakteur Eric anzuzetteln – zumindest auf der Xbox One. Da die Sportart rund um den Puck sich auch in Deutschland großer Beliebtheit erfreut und eine überaus große Community mitbringt, verbieten wir uns mal die Erklärung der Sportart und gehen davon aus, dass der interessierte Leser und Fans des Sports bestens bewandert sind. Nachdem die Spieler vom letztjährigen Ableger nicht sonderlich begeistert waren, hieß es bei Entwickler Electronic Arts Canada umdenken und einen Versuch zu starten, die durchaus gelungene Basis beizubehalten und das im Vorjahr ungelungene Balancing anzupassen. Problem bei NHL 17 war dabei, dass der Sprung zwischen den Schwierigkeitsgraden so massiv ausfiel, dass Spieler zwischen zwei Stufen feststeckten. Auf der einen Seite war eine Einstellung zu leicht, die in ständigen Siegen resultierte; auf der anderen Seite sorgte der nächsthöhere Schwierigkeitsgrad für Frustration und hohe Niederlagen. Ein scheinbar leicht zu lösendes Problem, das wir in Hinblick auf NHL 17 genauer untersuchen.

Qual der Wahl

nhl-17-3Besonders auffallend und positiv hervorzuheben ist die Tatsache, dass es sich bei dem Spiel weder um eine Simulation handelt, noch um einen Arcade-Titel. Als Spieler haben wir nämlich die Wahl, das Spiel so anzupassen, wie wir es wollen und damit selbst zu entscheiden, ob wir eher ein Arcade-orientiertes Spiel wollen oder in einer Simulation unsere Herausforderung suchen. Neben Reglern, über die wir die Stärke der künstlichen Intelligenz einstellen können, gibt es einen vierstufigen Regler, um einen der beiden favorisierten Grundspieltypen einzustellen. In diesem Fall müssen wir uns nicht zwingend zwischen Arcade und Simulation entscheiden, sondern können auch eine Tendenz zu einer dieser Richtungen auswählen. Die Unterschiede zwischen den Einstellungen sind durchaus spürbar und sorgen vor allem im Bezug auf das Verhalten der künstlichen Intelligenz für Auswirkungen. Anbei lassen sich auch, wie in anderen Sportspielen gewohnt, adaptive Hilfen einschalten, die uns Passlinien, sowie gute Abschlusspositionen anzeigen. Anhand der vielen Möglichkeiten in den Einstellungen konnten selbst wir als Rookies einen komfortablen Einstieg bekommen. Mit ansteigender Spielzeit gewöhnt man sich an die Steuerung und traut sich an höhere Schwierigkeitsgrade heran. Neulinge brauchen den Eissport also nicht zu fürchten; Frustration gibt es hier nicht.

Vorfreude auf ein neues Jahr

nhl-17-4Da wir NHL 16 leider nicht einem Test unterzogen haben, können wir an dieser Stelle leider keinen direkten Vergleich zum Vorgänger in puncto Spielmechanik ziehen und verlassen uns daher auf Aussagen einiger NHL-Fans aus unserer Community, die wir auch privat kennen. Man sagte uns, dass die künstliche Intelligenz massiv verbessert wurde und im Vergleich zum Vorjahr wesentlich fairer wirkt. Wir hatten auch stets den Eindruck, dass die künstliche Intelligenz uns faire Chancen lässt, ohne dabei selbst zu schwach zu sein. Wie aus Fifa und Madden NFL bekannt, gibt es auch in NHL 17 ein Ultimate Team – hier Hockey Ultimate Team, kurz HUT. Wie aus den anderen Spielen gewohnt, ziehen wir hier Karten mit Spielern, die unsere Mannschaft bilden. Mit diesem Team messen wir uns online in einen Liga-System und bekommen so die Möglichkeit, weitere Spieler für unser Team zu verdienen. Allerdings gibt es auch im Einzelspielerdmodus, dem Franchise-Modus, gravierende Veränderungen. Somit sind wir jetzt nicht mehr nur noch der Teammanager, sondern sind auch für weitere Aufgaben verantwortlich, wie etwa das Festsetzen der Ticketpreise, Parktickets, Merchandising und dem Bauen von Imbissbuden und Konsorten. Gehen wir all diesen Aufgaben nicht nach, kann uns der Aufsichtsrat feuern, weshalb wir den Aufgaben aus der Chefetage nachgehen sollten. Das ist nur realistisch, denn auch der Autor dieser Zeilen muss auf den Chefredakteur hören.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der Xbox-One-Fassung): Wie man aus meinem Review vielleicht herauslesen kann, ist es das erste Mal, dass ich mich mit Eishockey in Videospielen auseinandersetze. Das Spiel baut auf einer gewissen Selbstverständlichkeit auf und so muss auch ich als Spieler im Vorfeld wissen, was ein Draft ist und wie eben dieses amerikanische Prinzip in der Sportwelt funktioniert – das Spiel an sich gibt nämlich keine grundlegenden Erklärungen und ist somit, wie Sportspiele aber grundsätzlich, eher für Fans des jeweiligen Franchises gedacht. Die Grafik in dem Spiel ist solide, hängt aber der neuen Grafikpracht von Fifa 17 hinterher. Jedoch war ich nie der Meinung, dass mir eine altbackene Grafik vorgesetzt wird und somit ist alles im Spiel optisch schön anzuschauen. Die Steuerung ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und muss natürlich erst einmal als Neuling erlernt werden, gerade da die Bewegungen auf dem Eis ungewöhnlich sind, aber sich zumindest realitätsnah anfühlen. Mit ein wenig Eingewöhnungszeit ist dies jedoch leicht zu meistern und ab da beginnt das Spiel eine Menge Spaß zu machen. Den Tiefgang im Karrieremodus wünsche ich mir auch für Fifa, da dem Fußballgenre mehr Managerfertigkeiten gut tun würden. Alles in allem lässt sich von meiner Seite festhalten, dass mich NHL 17 begeistert hat und ich wohl immer weiter in die Welt des Eishockeys eintauchen werde und mich auch nächstes Jahr auf einen neuen Ableger freue – und somit ist die Bahn frei für größere Tests mehr Vergleichen zum Vorgängerspiel.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von NHL 17!

Review: Fifa 17

fifa-17-1Mit dem Wechsel zur Frostbite-Engine in Fifa 17 will Publisher Electronic Arts im Reich der Sportspiele grafisch eine Schippe obendrauf legen, um die Fußball-Matches realistischer und näher am Geschehen wirken lassen. Wir fragen uns, ob ein Grafik-Update alleine ausreicht.

fifa-17-2Zumindest möchten sich die Entwickler nicht nur auf die neue Grafikpracht des Titels verlassen und fügen prompt einen neuen Story-Modus in das Spiel ein, welcher frische Impulse setzen soll. Neben den üblichen Lizenzen und aktueller Musik im Menü, sowie die neuen Stadien aus dem letzten Jahr, sorgt die neue Engine durch Nebeleffekte und noch authentischere Spielergesichter für eine großartige Atmosphäre. Dies wirkt sich gerade im Story-Modus erheblich aus, wo die Stadien, Zuschauer und Spieler extrem in den Fokus rücken. Das große Vorbild ist hier die NBA2K-Serie, welche seit Jahren durch eine Geschichte in der Basketballwelt auftrumpft. In Fifa 17 schlüpfen wir in die Rolle eines jungen Talents und begeben uns auf den Weg, der nächste Star im Fußballhimmel zu werden. Doch gerade am Anfang ist alles schwer und so steht eine neue Verpflichtung auf unserer Position diesem Traum im Weg – melodramatisch, wie aus Sportfilmen gewohnt, steckt der Protagonist all seinen Frust ins Training, um sich stetig zu verbessern. Diese Dramatik wird immer weiter mit Szenen, in denen wir zum Beispiel auf der Bank sitzen und der direkte Konkurrent ein Tor erzielt, aufgebaut. Somit steigt der Druck, sich im Team zu behaupten und nagt an dem jungen Talent. Wahrlich ist dies zwar kein Stoff für große Kinofilme, doch bietet sich hier eine gelungene Abwechslung im oft so trostlosen Fifa-Genre.

Schnell ist die Luft aus dem Ball

fifa-17-3Was die Storyline angeht ist die Luft schnell verbraucht. Macht die besondere Darstellung gerade am Karrierebeginn einen sehr starken Eindruck, wird in der Mitte des Spiels das Leben des Protagonisten für uns als Spieler sehr eintönig. Immer im Wechsel werden Trainingseinheiten absolviert, Interviews gehalten und letztlich auf dem Fußballplatz vor ausverkauftem Stadion ein bisschen gekickt. Die Geschichte rund um unser junges Talent nimmt also keine Fahrt mehr auf und weiß nicht mit ungeahnten Ereignissen zu überraschen. Positiv ist die Idee in unseren Augen jedoch immer noch, sollte in den nächsten Jahren aber ausgebaut werden. Gelungen ist auch die Möglichkeit, nicht nur unseren Protagonisten im Spiel steuern zu können, sondern auch die Wahl zu haben, das ganze Team spielen zu dürfen – hier hat man sichtlich auch an die Spieler gedacht, die seither nichts mit dem Be-a-Pro-Modus gemein hatten. Jedoch vermissen wir gerade mitten in der Saison einen Wechsel zwischen Trainingseinheiten und Videos, die vielleicht an bestimmte Ereignisse gekoppelt sind. Gerade bei den Antwortmöglichkeiten in Interviews erkennen wir schnell die drei typischen Optionen zwischen nett, neutral oder flapsig – zumal unsere Antworten keinen erkennbaren Einfluss auf das Spielgeschehen haben und wir anscheinend bei keinem Team aufgrund von schlechten Charaktereigenschaften gekündigt werden.

Was du heute kannst besorgen…

fifa-17-4…kannst du im nächsten Jahr auch noch besorgen; behaupten wir an dieser Stelle. Leider gibt es keine wirklichen Neuerungen mit Ausnahme des Story-Modus und der neuen Engine. Fifa 17 ist somit eher zu einer Grafikpracht aufgestiegen, als zu einem spielerischen Wunder – wobei es das auch nicht muss, da die Steuerung auch im diesem Jahr das Beste ist, was der virtuelle Fußball zu bieten hat. Auf dieser Tatsache haben sich die Entwickler ausgeruht und das Spielgeschehen in keiner Weise verändert. Spieler des letztjährigen Serienablegers werden keine Eingewöhnungszeit brauchen und können sofort mit bekannter Mechanik weiterspielen. Einzig verbessert wurde das Abschirmen des Balls, sodass der Spieler jetzt die Arme weit ausstreckt, um auch bei höherem Tempo den Gegner vom Ball fernzuhalten. In Wiederholungen von Toren, Torjubel oder beim Einlauf sorgt die neue Grafik für hervorragend animierte Gesichter, die jedoch spätestens in der Hitze des Gefechts untergehen und von uns nicht mehr wahrgenommen werden. Unterm Strich merken wir, dass sich die Entwicklerstube dieses Jahr Zeit für etwas Neues genommen hat; sprich eine neue Engine implementiert und einen Story-Modus eingefügt. Beides birgt unglaubliches Potenzial für die nächsten Titel, sodass Fifa 17 vor allem als ein gelungenes Sprungbrett für künftige Teile anzusehen ist.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der Xbox-One-Fassung): Bezüglich Fifa 17 bin ich geteilter Meinung. Gefühlt hat sich in diesem Jahr trotz neuer Engine und neuem Spielmodus wenig getan. Ich habe das Spiel ins Laufwerk gelegt und es direkt so spielen können, wie es noch bei Fifa 16 der Fall war – was gänzlich ungewöhnlich ist da ich sonst immer ein paar Partien Eingewöhnungszeit brauchte. Hier fiel mir auch erstmals auf, wie sehr sich Fifa in den letzten Jahren in seiner Spielmechanik doch immer von Jahr zu Jahr verändert hat. Nichtsdestotrotz macht Fifa wie jedes Jahr viel Spaß und man spielt ein Match nach dem anderen und alles bleibt bei gewohnten Schemata. Die Grafik ist eine durchaus positive Änderung, wenn auch keine sonderlich auffallende. Der Story-Modus beginnt stark, lässt aber schnell nach und somit erhoffe ich mir für nächstes Jahr einen großen Ausbau der Handlung und vor allem überraschende Momente, die auch mal mitten in der Saison stattfinden. Der Trainer könnte mich zum Beispiel mal unsympathisch finden und verkaufen wollen, ein Nationaltrainer sich trotz guter Leistungen negativ über mein Verhalten äußern oder ich werde wegen nächtlichen Exzessen einfach mal gekündigt und muss mir einen neuen Verein suchen, sofern ich mich natürlich als Spieler dazu entscheiden sollte, abends lieber feiern zu gehen, als wie Sportler sonst zeitig ins Bett zu hüpfen.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Fifa 17!

Preview: Deus Ex: Mankind Divided

Deus Ex - Mankind Divided (1)Deus Ex entführte uns Spieler seit jeher in eine dystopische und futuristische Welt, in der Augmentationen die Fähigkeiten von Menschen verbessern oder erweitern. Doch wie so oft dienen wissenschaftliche Errungenschaften nicht nur puren dem Nutzen, sondern werden ausgenutzt.

Deus Ex - Mankind Divided (2)Augmentationen sollten Menschen dienen, welche stark beeinträchtigt sind. So können blinde Menschen anhand von maschinellen Augen wieder sehen oder Amputationen jeder Art ersetzt werden. Jedoch können Augmentationen auch Vorteile schaffen, die Sinne oder sogar physische Attribute verstärken. Es kommt in einer Welt wie in Deus Ex schnell zum Ausnutzen eben dieser Fähigkeiten und somit kommt das unvermeidbare – augmentierte Menschen werden zu Außenseitern und von den normalen Menschen gehasst. Andersherum versuchen jedoch auch die augmentierten Menschen sich als bessere Wesen darzustellen und bezeichnen sich als nächsten Schritt in der Evolution. Es entsteht also ein unausweichlicher Konflikt zwischen Cyborg und Mensch. Wie im Vorgänger spielen wir einen Augmentierten mit den Namen Adam Jensen. Dieser wurde in Deus Ex: Human Revolution als Sicherheitschef einer Firma bei einem Überfall so schwer verwundet, dass Augmentationen sein Leben retteten. In Deus Ex: Mankind Divided arbeitet Adam Jensen für ein Unternehmen gegen Terrorismus durch Augmentierte und kommt somit um die ganze Welt auf der Suche nach den mächtigen Männern hinter dem Terror. Dieser Terror ist jedoch scheinbar nicht ganz unbegründet, da die Augmentierten immer mehr an den Rand der Gesellschaft geschoben werden. Die Preise für Medikamente erhöhten sich um ein vielfaches und Augmentationen wurden unbezahlbar, was augmentierte Menschen immer mehr in Slums schob.

Internationale Verschwörung

Deus Ex - Mankind Divided (3)In Mankind Divided möchten die Entwickler aus den Fehlern der Vorgänger lernen. Es wurde stets bemängelt, dass man in Bosskämpfen nur mit purer Feuerkraft gewinnen konnte und eine Spezialisierung auf Schleichen damit überflüssig war. Dabei steht die individuelle Freiheit an oberster Stelle der Serie. Nun sollen die Bossgegner durch viele Wege besiegbar sein und es wurde sogar versprochen, dass man das Spiel ohne einen einzigen Schuss beenden kann – also das was sich Fans seit jeher erhofft haben. Adam Jensens Augmentationen sind frei variierbar und somit können wir Wert auf Tarn und Hackerfähigkeiten legen, oder eben in Panzerung und Nahkampffähigkeiten. Dabei gibt es viele neue Fähigkeiten, wie zum Beispiel den Klingensturm, mit welchen wir die bekannten Armklingen auf Feinde schießen können, was zugleich lautlos und effektiv ist. Neben dem Kampfsystem soll aber auch die Handlung nicht zu kurz kommen und somit gibt es durch Erkundung immer mehr Informationen zu finden, die eine globale Verschwörungstheorie auffassen. Ebenfalls soll es möglich sein, durch viele Spielaktionen den Handlungsverlauf aktiv zu beeinflussen. Entwickler Eidos Montréal hat an dieser Stelle auch nochmals bestätigt, dass die Geschichte unterschiedlich enden kann. Eine Reise um die Welt ist damit inbegriffen und somit bekommen wir Paris, Montreal, Hongkong und Prag zu sehen, wobei Prag eine ganz eigene und vor allem große Rolle als Ghetto der augmentierten Menschen einnehmen soll.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Das düstere Szenario wurde in den Szenen, die ich zu Gesicht bekommen habe, wieder hervorragend präsentiert und das war auch mit einer der Punkte, die uns im Vorgänger gefallen haben. Da mir Deus Ex: Human Revolution mehr als gut gefallen hat, freue ich mich auf den nächsten Teil. Die Verbesserungen, die mir präsentiert wurden, waren wie für meinen Spielstil ausgelegt und ich bin sicher, dass ich mehr Spaß an meiner Rolle als lautloser Assassine haben werde. Auch hat mich die Story in allen Teilen sehr mitgenommen und zum Nachdenken angeregt, da verschiedene Ereignisse wirklich vorstellbar sind und nicht mal so realitätsfern sein könnten. Square Enix schafft in meinen Augen eine perfekte Mischung aus Atmosphäre, unglaublich packender Geschichte und gutem Gameplay. Mein Gamer-Herz kann gar nicht mehr verlangen.

Erics Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Zu viele Spiele, zu wenig Zeit. So und nicht anders sieht meine Vergangenheit mit der Deus-Ex-Reihe aus. Trotzdem habe ich die Berichterstattung zur Serie in den letzten Jahren stetig verfolgt und weiß also, womit ich es auch in Deus Ex: Mankind Divided zu tun bekommen. Das Setting gefällt mir wirklich sehr gut und ergibt mit dem beklemmend wirkenden Farbfilter ein dystopisches Gesamtbild, welches in der Videospiellandschaft seinesgleichen sucht. Ich bin gespannt, wie die gezeigten Möglichkeiten in die Spielmechaniken des restlichen Spiels übergreifen. Vor allem gut finde ich dabei, dass man das Spiel anscheinend auch als Pazifist durchspielen kann, ohne ein einziges Mal einen Schuss abzugeben. Damit nähert sich die Serie wieder dem ursprünglichen Deus Ex an. Ein wirklich guter Schritt seitens Entwickler und Publisher.

Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Gewinnspiel (18. bis 30. April 2016)

FearZ-Gewinnspiel (1)Eine Welt voller Zombies, kaum eine Möglichkeit, eine ruhige Nacht zu verbringen und das beständige Wachen darauf, dass einem selbst nichts passiert – das Schema einer Zombie-Apokalypse ist stets dasselbe, egal ob in Büchern, Comics, Filmen oder Fernsehserien. Die Protagonisten leben in einer Welt, in der jeden Tag aufs Neue die Gefahr droht, auf der Suche nach Nahrung, Wasser und Waffen von einer Horde Zombies zerfleischt zu werden. Dabei sind nicht einmal Zombies die größte Gefahr, sondern die Gesellschaft selbst. Jeder kämpft ums Überleben und nicht allzu selten sind Menschen dazu bereit, andere umzubringen, um sich durch bessere Ausrüstung einen Vorteil zu erschleichen. Doch wie würdet ihr in solch einer Apokalypse reagieren? Würdet ihr andere Menschen ausrauben oder versuchen, euch mit den Überlebenden zu verbünden?

Wir bieten euch die Möglichkeit, in eine solche Welt einzutauchen und selbst herauszufinden, wie ihr reagieren würdet. Das Team von fearZ wird vom 17. bis zum 19. Juni 2016 ein Szenario auf die Beine stellen. Bei uns habt ihr die Chance, je eine Karte für einen Platz als Zombie und für eine Survivor-Rolle zu gewinnen. Gespielt wird auf einem alten Militärgelände in der Nähe von Koblenz, welches mit 200.000 Quadratmetern eine Fläche bietet, die ihresgleichen sucht. Bilder von der Location könnt ihr auf der Homepage von fearZ einsehen. Um an unserem Gewinnspiel teilnehmen zu können, habt ihr zwei Möglichkeiten, die ihr auch beide gleichzeitig nutzen könnt:

  1. Ihr hinterlasst unter unserem Gewinnspielbeitrag einen Kommentar, in welchem ihr eure favorisierte Rolle bekanntgebt. Verratet uns, warum ihr entweder als Zombie oder Survivor am Live-Action-Rollenspiel teilnehmen wollt. Im Falle eines Gewinns erhaltet ihr dann die Karte für die jeweilige Rolle.
  2. Ihr hinterlasst unter unserem Gewinnspielbild vom 18. April 2016 auf unserer Facebook-Seite einen Kommentar, in welchem ihr eure favorisierte Rolle bekanntgebt. Verratet uns, warum ihr entweder als Zombie oder als Survivor am Live-Action-Rollenspiel teilnehmen wollt. Im Falle eines Gewinns erhaltet ihr dann die Karte für die jeweilige Rolle.

Teilnahmeberechtigt sind alle Personen, die mindestens das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ihren Erstwohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben. Minderjährige Nutzer sind von der Verlosung ausgeschlossen. Das Alter der Gewinner wird vom fearZ-Organisationsteam per Kopie eines gültigen Personalausweises vor dem Event überprüft. Mitarbeiter von Gameplay Gamers und fearZ sind von der Verlosung ausgeschlossen. An der Verlosung nehmen alle Personen teil, welche die gewünschten Anforderungen erfüllen. Erfüllt kein Teilnehmer die Anforderungen, werden die Gewinne unter allen Teilnehmern gleichermaßen verlost. Die Gewinner der Verlosung werden schriftlich per E-Mail nach Ablauf des Gewinnspiels ab dem 1. Mai 2016 informiert. Sie haben anschließend 72 Stunden, sich bei uns zu melden. Andernfalls erhalten nach denselben Gewinnspielregeln andere Teilnehmer die Chance auf den Gewinn. Aus Datenschutzgründen werden die Gewinner namentlich nicht auf Gameplay Gamers oder Facebook erwähnt. Sie dürfen sich dort aber sehr gerne selbst als solche zu erkennen geben. Teilnahmeschluss ist der 30. April 2016, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!

Review: XCOM 2

XCOM 2 (1)Kaum ein Strategie-Titel konnte im Jahr 2012 so begeistern wie die Wiedergeburt der Reihe mit XCOM: Enemy Unknown von Entwickler Firaxis Games. Das Remake zu UFO: Enemy Unknown sahnte einige Preise ab und wurde von einigen Medien zum Spiel des Jahres gekürt.

XCOM 2 (2)Auch das Expansions-Pack, welches 2014 erschien, wurde mit viel Lob überschüttet. Zwar gab es keine nennenswerte Änderungen hinsichtlich des Gameplays, jedoch sorgte eine erweiterte Charaktergestaltung für viel Freude bei den Fans. Mit XCOM 2 ist es nun das Ziel, auf alle Spielmechaniken eine große Schippe draufzulegen und ein Spiel zu schaffen, welches nicht nur inhaltlich, sondern auch stilistisch einen großen Sprung nach vorne wagt. Vorweg können wir sagen, dass Firaxis Games dies gelungen ist und uns würde es nicht wundern, wenn auch XCOM 2 zum Spiel des Jahres gekürt werden wird. In XCOM 2 ist der Planet Erde von einer Alien-Invasion geplagt. In allen großen Ländern der Erde fällt eine Allianz, bestehend aus verschiedenen Alien-Rassen, ein, welche versuchen, den blauen Planeten zu erobern und die Menschen zu unterwerfen. Da kein Militär der Welt gegen eine solche Invasion vorbereitet war, liegt das Schicksal der Menschen nun in der Hand einer geheimen Organisation – der XCOM. Die Kommandeure, Wissenschaftler und Soldaten dieser Organisation haben sich jahrzehntelang in einer Untergrundanlage auf einen möglichen Erstkontakt vorbereitet und sind somit die letzte Hoffnung der Menschheit. Mit modernster Technologie und Strategie ist es an ihnen, also eher gesagt uns, die Invasion der feindlichen Aliens zu stoppen.

Gewonnener und verlorener Krieg

XCOM 2 (3)XCOM 2 ist im Jahre 2035 angesiedelt und spielt damit zwanzig Jahre nach den Erstkontaktereignissen von XCOM: Enemy Unknown. Während wir im Vorgänger die Invasion erfolgreich abwehren konnten, werden wir mit der Handlung von XCOM 2 ins kalte Wasser geworfen. Anscheinend haben wir die Invasion doch nicht vermeiden können und die Invasoren haben den Planeten erobert und die Menschheit unterjocht. Alle noch lebenden Menschen werden vom ADVENT-Marionettenregime unterdrückt und es wird uns in höchst politischer Manier vorgegaukelt, dass Aliens und Menschen in Frieden zusammen auf der Erde leben. Sicherlich ist dies gewagt, da die vorherigen Ereignisse untergraben wurden. Dennoch sehen wir den Einstieg weniger problematisch, da auch nicht genau erklärt wird, was in den zwanzig Jahren zwischen der Ereignissen passiert ist. Wo jedoch ein Regime ist, findet sich schnell ein Widerstand. Neben vielen aufständischen Gruppierungen überall in der Welt, gibt es auch wieder unsere Organisation, welche mithilfe vieler kleiner Gruppierungen versucht, die Aliens zu bekämpfen. Als Basis dient uns dabei die Avenger, ein Luftschiff, welches Dreh- und Angelpunkt der Kampagne ist. Die Räume in unserer Basis müssen wie schon im Vorgänger stets ausgebaut werden, um neue Forschung und somit Waffen herstellen zu können.

Alles wie im Vorgänger, nur besser

XCOM 2 (4)Die Funktionen sind dabei sehr dem Vorgänger ähnlich, mit dem Unterschied, dass die Inhaltsdichte stark zugenommen hat. Neben den üblichen Raumstrukturen wie Energiekraftwerken, Waffenkammer und Forschungsstation, gibt es nun auch eine Krankenstation welche wir mit Wissenschaftlern besetzen können, damit unsere Soldaten sich schneller nach Einsätzen regenerieren. Apropos Soldaten: Diese werden in vier Klassen eingeteilt, wobei jede Klasse quasi zwei Talentbäume hat. Der Ranger ist eine Klasse, welche besonders gut für den schnellen Nahkampf geeignet ist. Mit dieser Klasse können wir uns etwas weiter bewegen und können mit einem Schwert einen Nahkampfangriff ausführen, mit welchem wir zwar ordentlich Schaden austeilen, doch unseren Soldaten gefährlichen Situationen aussetzen. Eine weitere Klasse ist der Grenadier, welcher Granaten oder Panzerfäuste mitführen kann und zudem als Sanitäter eine gute Figur macht. Altbekannt ist zudem der Scharfschütze, welcher nun durch einen Revolver neue Fernkampfeigenschaften bekommt. Zu guter Letzt gibt es da noch den Spezialisten, eine Klasse, an der wohl am meisten herumgeschraubt wurde. Der Spezialist hat stets eine Drohne bei sich, welche angreifen, heilen oder ein Schild zur Sicherung eines Kameraden aufbauen kann – gerade hier bilden sich unglaublich strategisch wichtige Vorteile.

Ein Tod kommt selten allein

XCOM 2 (5)Sehr gelungen finden wir auch die Individualisierungsmöglichkeiten unserer Soldaten. Neben Namens- und Aussehensveränderung können wir auch eine eigene Biografie zu jedem Soldaten schreiben und die Rüstung optisch anpassen. Hier können wir zwischen einigen Outfits sowie deren Farbe auswählen, aber auch unsere Waffen mit Tarnfarbe bemalen. Dabei sollte jeder Spieler selber wissen, wie viel Zeit ihm das wert ist – denn eines ist sicher: Die Soldaten fallen in einigen Missionen wie die Fliegen. Wir geben zu, sehr viel Spaß daran gehabt zu haben, unsere Redaktion zu erstellen und gegen die Aliens zu schicken. Aber wenn der Chefredakteur schon nach dem ersten Einsatz das Zeitliche segnet, ist der Spaß vorbei. Der härtere Schwierigkeitsgrad (im Gegensatz zum Vorgänger) lässt uns das ein oder andere Mal frustriert zurück, insbesondere wenn ein Soldat gefallen ist, den wir vorher mit viel Mühe gestaltet haben. Die einfache Lösung ist es, regelmäßig vor und während jedem Einsatz das Spiel zu speichern um möglichst auf falsche Züge reagieren zu können und uns eine bessere Strategie zu überlegen. Auf der anderen Seite kann man sich dies sparen, indem man einfach einen Soldaten nach dem anderen in den Tod schickt und erst keine Verbindung zu den virtuellen Kollegen aufbaut – aber sind wir ehrlich: Dann geht doch auch ein bisschen Spielspaß verloren.

Strategie auf Zeit

XCOM 2 (6)Die Serie ist seit jeher ein rundenbasiert aufgebaut und genau diese Eigenschaft macht das Spiel zum Meister seiner Klasse. Wenn wir unsere Soldaten durch das Schlachtfeld dirigieren, müssen wir uns gut überlegen, ob wir viele Meter durch einen Sprint machen wollen und der Charakter alle Aktionen für die Runde verliert, oder ob wir langsam vorgehen und uns von Deckung zu Deckung in Feldposten schwingen, damit unsere Soldaten automatisch bei Feindkontakt außerhalb unserer Runde schießen. Manche Missionen machen uns in diesem Punkt einen Strich durch die Rechnung, indem Rundenanzahlen vorgegeben werden. Somit gibt es Aufträge, in denen wir in acht bis zehn Runden Objekte bergen, Geiseln befreien oder ein Ziel ausschalten müssen. Die Missionen sind zwar absolut machbar, können den einen oder anderen Perfektionisten sicherlich ärgern. Dies ist eigentlich auch unser größter Kritikpunkt, obwohl es auf dem PC noch einige Performance-Probleme gibt, die aber mit zeitnahen Updates verschwinden könnten. Für Freunde des gepflegten Gegeneinanders ist der Mehrspielermodus von großem Wert. Hier können wir in der Rolle von Soldaten oder Aliens stundenlang gegeneinander auf vielen verschiedenen Karten antreten – denn nichts ist fordernder, als reale Kontrahenten und es ist auch immer witzig anzusehen, wie oft man aneinander vorbeilaufen kann.

Die richtige Mischung

XCOM 2 (7)Übermäßige Innovationen gibt es diesmal nicht. Jedoch wurde jedes Detail in sich verbessert und ausgearbeitet. Die Grafik wurde verschönert, die Spielmechanik ist nun viel umfangreicher und lässt neue Strategien zu und vor allem bei der Individualisierung unseres Charakters haben die Entwickler alles richtig gemacht. Das Spiel wirkt zu keiner Zeit wie ein Aufguss des großartigen Vorgängers und ebenso wenig können wir behaupten, dass es an Fortschritt fehlt. Es wurde jedes Detail neu bearbeitet, eine sehr spannende Geschichte geschrieben, bessere Synchronsprecher engagiert (Commander Shepard aus der Mass-Effect-Trilogie lässt grüßen) und gleichzeitig blieb man dem Grundkonzept treu. Die Neuerungen, wie das Erbauen von Funkstationen auf der Weltkarte, um mit dem Widerstand im Kontakt zu bleiben oder das Fliegen zu Alien-Angriffen oder Rohstoffen hinterlassen den Eindruck, dass sie sich nahtlos in das Spielgefüge einfügen und immer selbstverständlich gewesen zu sein. Somit hat sich vier Jahre nach dem letzten großen Wurf mit XCOM: Enemy Unknown auf dem Papier vielleicht nicht viel geändert, aber spielerisch können wir durchaus festhalten, dass sich sehr wohl einiges verändert hat und das Spiel durchaus frischer wirkt, als es auf Screenshots vermuten lässt. Wir sind uns jetzt schon sicher, dass das Spiel sehr in der Beliebtheitsskala steigen wird.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit: Es ist heutzutage selten, dass mich Videospielserien noch begeistern können. Diverse Entwickler bestätigen Jahr für Jahr, dass Serien scheinbar mehr mit Zwang, als mit neuen Innovationen oder großen Verbesserungen auf den Markt geworfen werden müssen. Umso mehr freue ich mich auf das Jahr 2016, in welchem schon viele Titel angekündigt wurden, welche keinen Vorgänger besitzen und somit Spielraum für viele neue Ideen haben. Entsprechend bin ich auch umso mehr bin begeistert, wenn ein Entwickler wie Firaxis Games ein Spiel auf die Beine stellt, welches zwar in einem bekannten Universum spielt und die gleichen spielerischen Grundelemente mitbringt, jedoch im Gegenzug so erfrischend wirkt. Außerdem ist die Liebe zum Detail unverkennbar. Ich muss auch gestehen, dass ich lange Zeit kein Spiel mehr so lange am Stück gespielt habe wie XCOM 2 und sogar noch nach Beenden aller Missionen die Kampagne von vorne begonnen habe. Das Strategieherz in mir ist befriedigt, Kritik gibt es so wenig, dass ich sie an einer Hand abzählen könnte. Außerdem wirkt das Setting trotz des erfolgreichen Vorgängers keineswegs verbraucht, weshalb XCOM 2 für mich eine sehr frische Videospiel-Erfahrung darstellt, mit dieser das Jahr 2016 gut begonnen hat.

Vielen Dank an 2K Games für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars vom XCOM 2!

Review: Fallout 4

Fallout 4 (1)Nicht nur auf den Fallout-New-Vegas-Nachfolger mussten die Fans lange warten, sondern auch auf unser Review zu dem neuen Endzeitableger von Bethesda. Der Grund ist ganz einfach – selten gibt es Spiele mit solch gigantischem Umfang und überdurchschnittlich langer Spielzeit.

Fallout 4 (2)Für ein Spiel wie Fallout 4 lassen wir uns auch gerne mal etwas mehr Zeit, um eine umfangreiche Meinung in unser Review einfließen zu lassen. Weder wollen wir das Spiel möglichst schnell durchspielen, um die Haupthandlung in wenigen Punkten aufgreifen zu können, noch möchten wir die Ersten sein, die das Spiel vielleicht zu vorschnell bewerten. Für uns ist die Glaubwürdigkeit das entscheidende Merkmal und dieses möchten wir euch in unserem Review näherbringen. Dazu gehören neben vielen Spielstunden auch das Erkunden der Spielwelt und das Absolvieren möglicher Nebenquests –Fans der Serie wissen genau, wie lange man sich mit denen beschäftigen kann. Ein sehnsüchtig erwartetes Spiel wie Fallout 4 ist in seinem Umfang so immens, das wir selbst zum jetzigen Zeitpunkt und nach etlichen Spielstunden immer noch nicht alles erleben konnten. Nachdem es Bethesda jahrelang geschafft hat, die Entwicklung zu verschweigen und ein Mysterium daraus zu machen, haben die ersten Bilder die Fans sauer aufstoßen lassen. Zu bunt, zu wenig Zerstörung und anscheinend eine schlechte Grafik waren der Kontext in vielen Foren. Doch davon ließen sich die Entwickler nicht einschüchtern und blieben ihrer Linie treu. Jetzt stell sich einmal mehr die Frage, ob sich dies gelohnt hat und ob Fallout 4 das Spiel ist, welches Fans jahrelang sehnsüchtig erwartet haben.

I don’t want to set the world on fire

Fallout 4 (3)Seit jeher ist die Atmosphäre des Fallout-Universums das Aushängeschild der Serie. Dabei ist es sicherlich nicht einfach, eine postapokalyptische Welt zu simulieren und sich eine Gesellschaft auszumalen, die schon in den vermeintlich Sechziger Jahren untergegangen ist. Genau dort setzt Fallout wie schon gehabt an – nur etwas futuristischer gestaltet. Stilistisch ist die Welt stehengeblieben, technisch jedoch beginnt sie sich immer stärker von unserer Welt zu unterscheiden. Statt der Miniaturisierung der Elektrogeräte und Ressourcenmanagement, setzt das Fallout-Universum auf eine höchst mögliche Verschwendung aller Ressourcen, was unweigerlich zu einer Rohstoffkrise und dem nächsten Krieg führt. Dieser atomare Krieg vernichtet die Erde wie sie einst war und verwandelte den blauen Planeten in ein Ödland – zugegebenermaßen so wie in fast jedem postapokalyptischen Spiel, aber zur Zeit des ersten Serienteils war die Idee noch nicht so ausgelutscht wie heute. Nur wenige Menschen überlebten und viele, die zu dem Zeitpunkt der atomaren Explosion an der Erdoberfläche waren, mutierten zu vielerlei Kreaturen wie Supermutanten oder Ghulen. Jedoch gibt es auch Menschen, welche die Katastrophe unbeschadet überstanden haben, da diese sich in einem der vielen Tunnelsysteme, einer sogenannten Vault, verstecken durften.

War, War never changes

Fallout 4 (4)Um in einer Vault unterkommen zu dürfen, mussten die Einwohner eine beachtliche Summe zahlen. So beginnt auch das Spiel in aller Ruhe damit, dass sich unser selbst gestalteter Protagonist und seine Familie von einem Vault-Werbevertreter einen solchen Vertrag zum eigenen Schutz aufschwatzen lässt. Wir bekommen damit in der Einleitung einen kurzen Einblick geliefert, wie die Welt vor der nuklearen Vernichtung ausgesehen hat – in all seiner Pracht und im wunderschönen Retrostil. Wie zu erwarten kommt das Unheil jedoch schneller als gedacht und schon finden wir uns von einem Moment in den anderen in der Vault wieder, in einer Art Eisschlaf. Aus diesem Eisschlaf werden wir plötzlich für kurze Zeit erweckt, um mit anzusehen, wie vermeintliche Ärzte unsere Familie ebenso aufwecken, um vor unseren Augen unser Kind zu entführen und unsere Frau zu erschießen. Nach diesem Szenario schlafen wir erneut ein und wachen aufgrund eines technischen Defektes erst 210 Jahre später auf. Immer noch schockiert von der Tat, macht sich unser Protagonist auf, um seinen Sohn zu suchen und die Männer zu finden, welche sich verantwortlich für das Geschehene zeigen. Von diesem Moment an wird es uns überlassen, wie wir in der Spielwelt agieren wollen und welchen Zielen wir nachjagen. Wie in The Elder Scrolls V: Skyrim geschieht alles in Open-World Manier.

Du bist S.P.E.C.I.A.L

Fallout 4 (5)Wie in jedem guten Rollenspiel entwickelt sich unser Charakter mit jedem Stufenaufstieg weiter und wir bekommen die Möglichkeit, seine Fähigkeiten individuell anzupassen. Dazu dient im ersten Schritt das S.P.E.C.I.A.L.-Attributsystem, im Englischen ein Akronym, welches für die Attribute Strength (Stärke), Perception (Wahrnehmung), Endurance (Ausdauer), Charisma (übersetzt sich von selbst), Intelligence (Intelligenz), Agility (Beweglichkeit) und Luck (Glück) steht. Innerhalb dieser Attribute gibt es dann Fähigkeiten, welche wir je nach Attributlevel erlernen können, zum Beispiel Kannibalismus: Diese Fähigkeit regeneriert unsere Lebenspunkte immer dann, wenn wir einen anderen Ödländer essen werden – klingt absurd, ist es auch. Jeder Spieler hat somit seine individuellen Möglichkeiten, den Charakter auf seine Spielweise anzupassen. Eine nette Änderung haben wir im Vault-Tec-Assisted-Targeting-System gefunden. Dieses dient dazu, die Zeit anzuhalten, um Feinde gezielt und automatisch unter Beschuss zu nehmen. Nun hält jedoch nicht mehr die Zeit an, sondern sie verlangsamt sich nur. Damit sind die Kämpfe packender und aggressiver gestaltet und durch die verlangsamte Zeit können wir in aller Ruhe warten, bis sich Gegner richtig positionieren, um eine noch höhere Trefferwahrscheinlichkeit zu erhalten. In unserem Auge ist die Umgestaltung der Attributverteilung und die Veränderung des Kampfsystems eine sinnvolle Veränderung.

Im Ödland bist du nie allein

Fallout 4 (6)Langweilig wird es im Ödland nie! Dazu gibt es zu viele Quests und auch neben den Aufgaben, welche man hinter jeder Ecke findet, gibt es genug skurrile Geschehnisse, die rein zufällig in der großen Spielwelt geschehen. Somit kämpfen verschiedene Fraktionen an unterschiedlichen und zufallsbestimmten Orten gegeneinander oder man sieht live, wie ein Bandit jemandem etwas aus der Tasche klaut und dafür erschossen wird. Einige mal mussten wir uns, aufgrund der absurden Aktionen, die Tränen vor Lachen aus dem Gesicht wischen. Das beste Beispiel war ein Kampf zwischen einem Supermutanten und den humanoiden Robotern des Instituts – in diesem benutzt der Supermutant eine Mini-Atombombe und löschte sich mitsamt allen Gegner einfach selber aus und die Explosion erwischte selbst uns noch leicht, obwohl wir aus der Ferne zuschauten. Aber genau diese Momente sind es, die uns in Erinnerung bleiben und die Welt in Fallout so lebendig gestalten. Hinzu kommen auch noch viele Charaktere, die uns als Begleiter zur Seite stehen können und entweder über unsere Entscheidungen in Dialogen nörgeln oder unsere Antworten für gut heißen. Beleidigen wir dabei einen Mitstreiter, so kann er uns einfach verlassen oder direkt anschießen. Zudem können wir uns einen der vier im Spiel vorhandenen Fraktionen anschließen, um deren Werte in der Welt durchzusetzen.

Vier Fraktionen und Siedlungsbau ohne großen Sinn

Fallout 4 (7)Die Minutemen stellen eine Bürgermiliz dar, die sich für Gerechtigkeit einsetzt und die Siedler des Ödlandes beschützen will. Hinzu kommt die bekannte Stählerne Bruderschaft, die wie in jedem Teil nach militärischer Macht strebt. Als dritte Funktion gibt es die Railroad, welche sich für die Rechte der Synths einsetzt und in jedem humanoiden Roboter eine Seele sieht, die gerettet werden will. Dabei haben alle drei Fraktionen eines gemeinsam: Sie hassen das Institut, die relativ unbekannte vierte Fraktion in Fallout 4. Diese Gruppierung besteht aus den klügsten Köpfen des Landes und ist verantwortlich für die Entwicklung der Synths, welche Menschengestalt annehmen können und echte Menschen eliminieren wollen, um ihren Platz einzunehmen. Die Motive des Instituts sind ein Geheimnis, welches es im Spiel zu entdecken gilt. Eine letzte, jedoch in unserem Auge sinnlose Neuerung, ist das Aufbauen einer Siedlung. Unabhängig von der Fraktion, welcher wir uns anschließen, können wir Siedlungen errichten und müssen diese gegen Überfälle, welche selten geschehen, verteidigen. Zu unserem Schutz können wir Zäune hochziehen und immer, wenn ein Angriff stattfindet, müssen wir zur Siedlung eilen oder es sterben alle. Dies ist recht einfallslos und hat uns am wenigsten Spaß bereitet, da wir stets den Zwang verspürten, uns um unsere Siedlung kümmern zu müssen.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PC-Fassung): Auch wenn Fallout 4 im Vorfeld sehr kritisiert wurde, so wurde es im Nachhinein mit viel Lob überschüttet. Dem kann ich mich nur anschließen und aufrichtig sagen, dass mich das Ödland immer begeistern kann und ich viele Spielstunden noch in der Welt verbringen werde – sofern es die immer eng bemessene Zeit zumindest zulässt. Voller Zufriedenheit wurden all meine Erwartungen übertroffen und es gibt keine großen Kritikpunkte. Einzig und allein sind die Fraktionen etwas zu unkreativ und hätten mehr Tiefgang gebrauchen können, ebenso wie der Siedlungsbau welcher kaum einen tieferen Sinn hat nur eine Art Live-Tower-Defense-Spiel ist. Aber es sind die einzigartigen Momente, die jeden Augenblick vor mir passieren können, welche so unglaublich viel Spaß machen. Da zurzeit die Inhalte des Season Passes noch nicht bekannt sind, kann auch abgewartet werden, was an Inhalt noch alles dazu kommt. Selbst was die Politik um die Download-Inhalte angeht, hüllt sich Bethesda weiterhin in Stillschweigen und heizt wie gewohnt das Ratespiel in der Fangemeinde an.

Vielen Dank an Bethesda für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Fallout 4!

Review: Fifa 16

Fifa 16 (1)Der ewige Konkurrenzkampf zwischen Fifa und der Pro Evolution Soccer aus dem Hause Konami geht in die nächste Runde. Wir nehmen dabei das Spiel aus dem Hause Electronic Arts genauer unter die Lupe und schauen, was sich alles im neuen Jahr geändert hat.

Fifa 16 (2)In den Vereinigten Staaten hat bekannterweise der Fußball neben American Football, Basketball, Eishockey sowie Baseball keinen besonders hohen Stellenwert, erfreut sich jedoch immer größerer Beliebtheit. Besonders jetzt, wo die Nationalmannschaft der USA die Weltmeisterschaft gewonnen hat – halt, Weltmeister USA? Genau, die Frauen der Vereinigten Staaten holten sich den Titel im Endspiel gegen Japan. Die Mannschaft rund um Captain Hope Solo gehört nämlich zu den alljährlichen Favoriten im Damenfußball und auch in den Staaten genießt die Frauennationalmannschaft ein hohes Ansehen. Da stellt sich die Frage, warum wir in solch Euphorie vom Frauenfußball im Review zu Fifa 16 reden. Die Antwort wiederum ist sehr simpel: Endlich haben wir die Möglichkeit mit den Damen ein Spiel zu bestreiten und dabei können wir uns zwischen zwölf Mannschaften entscheiden. Wer denkt, dass es sich dabei um einen Marketing-Gag handelt, wird enttäuscht sein. Sowie die Männer sind auch die Frauen detailliert abgebildet und animiert worden, was sich in den Bewegungsabläufen deutlich sehen lässt – sogar die Haare bewegen sich sehr realistisch mit. Das Spieltempo ist etwas langsamer, die Räume auf dem Platz größer und das Zweikampfverhalten ein anderes. Nichtsdestotrotz können wir vorab unsere Begeisterung über das neue Element in Fifa 16 aussprechen und zugestandenermaßen sagen, wie viel Spaß wir doch mit den Frauen haben.

Frauenpower

Fifa 16 (3)Um das Spiel möglichst real zu gestalten, haben sich die Entwickler natürlich intensiv mit dem Frauenfußball auseinandergesetzt und deren Schwächen sowie Stärken hervorragend ins Spiel implementiert. Erstmal gilt zu erwähnen, dass die Frauennationalmannschaften nur gegeneinander spielen können, ein Match zwischen Männern und Frauen wird somit kategorisch ausgeschlossen. Auffallend und zugleich amüsant ist, dass sich die Frauen im Spiel nach einem Foul nicht so ewig und theatralisch wie die Männer auf dem Boden herumwälzen. Ein Thema, welches im Übrigen während der Weltmeisterschaft in Kanada ausführlich diskutiert wurde. Auch wenn das Aufbauspiel ein wenig langsamer vonstatten geht, die Torhüterinnen das ein oder andere mal unter dem Ball herfliegen und die Zweikämpfe ungeschickter, dafür aber aggressiver, aussehen, gibt es viel Positives herauszuheben. Als wahre Fans des gepflegten Ballsports bleibt uns in den letzten Jahren immer zu sagen, dass die Frauen schönere Tore schießen – und das auch in Fifa. Durch den Gewinn an Raum lässt sich der Ball zurechtlegen für grandiose Fernschüsse, was nicht nur anschaulich ist, sondern auch sehr gefährlich. Die Spiele wirken durch den größeren Platz auf dem Spielfeld taktischer und das Passspiel bekommt eine höhere Bedeutung zugeschrieben. Es lassen sich viel schöner Möglichkeiten erarbeiten und effektiv nutzen, als bei den Männern, wo es durchaus schneller zustatten geht.

Mit viel Training zum Erfolg

Fifa 16 (4)Bei den Männern hat sich rund um das Spielgeschehen eigentlich wenig geändert. Das Spiel wurde ein bisschen langsamer gestaltet, was aber nur in den seltensten Fällen auffällt. Ein bisschen verbessert wurden hingegen die Verteidiger, welche nun etwas reaktionsschneller zu sein scheinen und auch etwas überlegter in die Zweikämpfe gehen. Vor allem wird eine scharfe Flanke auch mal von einem Verteidiger geklärt, welchen wir nicht ausgewählt hatten. Somit sind auch die computergesteuerten Charaktere etwas besser geworden, was die eigene Unterstützung auf dem Spielfeld anbelangt. Die wahren Veränderungen lassen sich jedoch im Karrieremodus finden. Das erste, was mit dem Beginn einer Karriere auffällt, ist, dass wir uns zur Saisonvorbereitung an einem Turnier anmelden können und mit Gewinn sogar ein Preisgeld abstauben. Dies dient natürlich dazu neu eingekaufte Spieler zu testen, wie in Freundschaftsspielen, aber auch um das Transferbudget ein wenig hochzuschrauben für mögliche neue Transfers. Dabei haben wir die Auswahl zwischen drei Turnieren, wobei die schwächere Besatzung natürlich ein geringeres Preisgeld anbietet. Die zweite große Neuerung finden wir ebenfalls im Karrieremodus, in welchem wir nun auch einzelne Spieler trainieren lassen können. Dabei haben wir die Möglichkeit aus unserem Kader fünf Spieler zu wählen und diese mit einer Trainingseinheit auf den Platz zu schicken.

Der neue Draft-Modus

Fifa 16 (5)Wir können das Ergebnis, welches benotet wird, entweder simulieren oder das Training selbst ausspielen, um selber Einfluss auf unsere Benotung zu haben. Es gibt sowohl leichte, als auch mittelschwere und eben sehr schwere Trainingseinheiten. Als Vorlage dienen dazu die Minispiele, die seit geraumer Zeit in jedem Fifa-Ableger vor dem Anpfiff als Ladebildschirm dienen. Erfolgreich abgeschlossene Trainingseinheiten geben den Spielern eine Aufbesserung ihrer Attribute und somit ist es sogar möglich, die Leistung seiner Spieler individuell anzupassen. Für den Mehrspielerpart ist hingegen die Draft-Variante die größte Neuerung, wobei man sich hier die Inspiration bei Madden NFL 16 abschaute. Hier werden wir in ein Losverfahren geschickt, in welchen wir für jede Position im Kader aus fünf teilweise guten Spielern wählen dürfen. Was zunächst sehr interessant klingt, trägt zugleich aber auch den größten Kritikpunkt mit sich. Diese Auswahl an Spielern hält sich nämlich nur für vier Partien – danach brauchen wir 15.000 Münzen oder 300 Fifa-Points, welche Echtgeld kosten, für einen weiteren Draft-Versuch. Wenn wir schon bei den negativen Punkten stehen bleiben, müssen wir auch hervorheben, dass wir den Eindruck haben, dass Fifa in Sachen Grafik, Animation und Fangesänge dieses Jahr auf der Stelle tritt und es keine auffälligen Neuerungen gibt. Somit müssen wir Punkte dafür abziehen, dass sich in diesem Jahr technisch einfach nicht viel getan hat und der Fokus des Entwicklerstudios wohl auf dem Karrieremodus lag.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der Xbox-One-Fassung): Viele haben im Voraus kritisiert, dass Fifa 16 mit Frauenfußball auf den Markt geschmissen wird. Ich hingegen spiele mit Freunden eigentlich fast nur noch mit den Damenmannschaften, da diese im neuen Fifa mir am meisten Spaß bereiten. Es ist einfach etwas Neues, mit eigener Dynamik auf den Platz zu treten und überraschenderweise wohl die Innovation, die ich viele Jahre unbewusst vermisst habe. Aber Fifa ist und bleibt eben eine klasse Fußballsimulation, mit der ich seit Jahren viel Spaß habe. Gerade die Veränderungen im Karrieremodus sind auf mich zugeschnitten, da ich mit diesem Spielmodus die meiste Zeit verbringe. Die Trainingseinheiten geben mir das Gefühl, meine Spieler besser auf mein Spielbedürfnis entwickeln zu können und auch die Turniere machen mir viel Spaß, wohingegen ich die alten Freundschaftsspiele nur übersprungen habe. Für das nächste Jahr wünsche ich mir schließlich nur noch eine Verbesserung am Scouting und ein überarbeitetes Transferfenster, um wunschlos glücklich zu sein. Wobei mehr Frauenfußball-Lizenzen ebenso eine feine Sache wären. Electronic Arts, denkt bitte darüber nach!

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Fifa 16!

Review: Madden NFL 16

Madden NFL 16 (1)Der Fernsehsender ProSieben Maxx zeigt jeden Sonntag zwei Spiele der National Football League und auch im Internet werden Football-Spiele mittlerweile in Deutschland kostenlos verfügbar gemacht. American Football erfreut sich hierzulande stetig größerer Beliebtheit.

Madden NFL 16 (2)Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Verkaufszahlen für Madden NFL jährlich steigen, was im Fernsehen immer beliebter wird, erhält auch gerne mal den Einzug auf den heimischen Konsolen. Vor allem Sportspiele sind in Deutschland sehr beliebt und dazu gehört seit einigen Jahren auch Madden NFL. Nachdem das letztjährige Update eine neue Engine sowie die Quick-Time-Features für die Defense bekommen hat, ist in diesem Jahr die Offense an der Reihe. Im Mittelpunkt der stark überarbeiteten Offensive stehen die Wide Receiver – für die meisten Deutschen besser bekannt als die Passempfänger. Mit diesen haben wir nun anhand von drei Tasten die Möglichkeit, den Ball auf verschiedene Arten zu verarbeiten. Mit der ersten Variante fangen wir einen Pass aggressiv, was zu einem spektakulären Catch führen kann, aber auch zu einem schnellen Ballverlust, da der Ball im Fallen schwer zu kontrollieren ist. Die zweite Möglichkeit wäre, den Ball konservativ zu fangen, wobei sich der Passempfänger nach dem Fang sofort zu Boden wirft, um sicheren Raumgewinn zu machen, was gerade bei wenig Platz sehr sinnvoll ist. Die letzte Variante ist der Catch im Lauf: Hier versucht der Receiver den Ball sofort zu verarbeiten, um sich schnell auf mehr Yards Raumgewinn einzustellen. Dem Spieler wird also mehr abverlangt, was dem Spielgefühl aber keineswegs schadet.

Klappe zu: Action

Madden NFL 16 (3)Das Spiel startet im Super Bowl, um uns ein Gefühl zu vermitteln, wie wir mit den neuen Spieltechniken umzugehen haben. Wir spielen die Pittsburgh Steelers gegen Arizona Cardinals und werden direkt ins Geschehen geworfen – inklusive Rückstand und wenig Spielzeit. Natürlich ist hier alles gescriptet und daher ist die Einführung in die neue Steuerung angenehmer gestaltet als es zuerst den Eindruck macht. Erfahrene Spieler werden so oder so wenige Probleme haben, sich zurecht zu finden. Direkt nach dem Spiel haben wir auch noch die Möglichkeit, die Neuerungen beim Skill-Trainer genauer anzuschauen und präzise zu üben. Ansonsten heißt es so schnell wie möglich ein Online-Spiel starten oder die Karriere beginnen. Hier haben wir die Möglichkeit, uns für unser Lieblingsteam zu entscheiden oder ein eigenes Team zu draften. Das Draften ist eines der wichtigsten Elemente im American Football. Die besten College-Spieler werden Jahr für Jahr in einem Topf geworfen, in welchem sich die Clubs der National Football League bedienen können. Je nach Leistung in der Vorsaison wird die Platzierung der Clubs festgelegt und wann sie einen Spieler wählen dürfen. Nun geht es der Reihe nach und jeder Club wählt seinen Favoriten. Haben alle Vereine einen Spieler gewählt, so geht es in die nächste Runde, wo die Platzierungen auch wieder anders aussehen.

Training als altbewährte Methode

Madden NFL 16 (4)Natürlich ist das nur eine schnelle Erklärung, denn das Ganze ist in Wahrheit noch ein wenig komplizierter, da sich auch Tauschgeschäfte um bessere Platzierungen aushandeln lassen können. In Madden NFL 16 greifen wir jedoch nicht auf neue Spieler aus dem College zurück. Stattdessen wählen wir ein Team und können auf alle Spieler zugreifen, da kein Team mit einem festen Roster in die Saison startet. Dabei werden im Draft-Champions-Modus per Zufall in 15 Runden je drei Spieler für unseren Pick ausgewählt und für einen von den Dreien müssen wir uns entscheiden – bis das Roster gefüllt ist. Ziel dabei ist es, eine schlagfertige Truppe auf die Beine zu stellen, um ein gutes Abschneiden garantieren zu können. Kommen wir aber zu der größten Neuerung im Karrieremodus, den Trainingstagen. Hier können wir beliebige Spieler oder individuelle Positionen Trainingseinheiten zuteilen, um die Attribute von Spielern zu verbessern. Gewonnene Erfahrung kann dann auf verschiedene Fähigkeiten wie Geschwindigkeit, Passsicherheit oder Tackling zugeteilt werden. Erstaunlich ist hier die große Auswahl und die Möglichkeit, unsere Spieler so zu trainieren, wie es in unser Spielsystem, oder besser gesagt ins Playbook, passen. Gerade die Karriere wurde bereichert und bietet dadurch mehr Langzeitmotivation, in der es möglich ist, seine Spieler gezielt zu entwickeln.

Das Playbook – der Weg zum Erfolg

Madden NFL 16 (5)Wie im letzten Ableger gibt es auch in Madden NFL 16 das sogenannte Gameflow-System, welches den Einstieg etwas leichter gestaltet und somit für Neulinge in der Football-Welt gedacht ist. Dadurch ist es nicht mehr zwingend notwendig, sich mit dem Playbook des Vereins auseinanderzusetzen. Die Änderung dabei ist, dass wir im Angriff nun zwischen Pass- oder Laufspielzug wählen dürfen. Dies gilt auch für die Defensive! So können wir zwischen aggressiver oder zurückhaltender Spielweise auswählen. Für Einsteiger ist diese Hilfestellung sicherlich eine Bereicherung, für erfahrene Spieler aber nicht zu empfehlen. Eine Sache ist uns jedoch negativ aufgefallen und somit fehlen einigen Teams gerne mal Spielzüge im Playbook, die wir in Wirklichkeit aber sehr häufig sehen. Gerade Speed-Option-Spielzüge oder Rollouts fehlen häufig, sodass man diese manuell durchführen muss. Das hat den Nachteil, dass wir uns bei diesen Zügen mehr auf den Quarterback konzentrieren müssen, als auf die Receiver. In puncto Grafik hat sich nicht sonderlich viel geändert – nur die Inszenierung wurde etwas in den Vordergrund gestellt, was uns aber ehrlich gesagt sehr zusagt. Somit bleibt zu sagen, dass es optisch wenige Veränderungen gibt, die Spielmechanik jedoch um ein weiteres Element ausgebaut worden ist, was ein besseres Spielgefühl auf die heimische Konsole bringt.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der Xbox-One-Fassung): Ich muss zugeben, dass ich am Anfang meine Probleme mit der neuen Offensive hatte und die Möglichkeiten nicht gescheit ausnutzen konnte, die mir das Spiel nun bietet. Es bleibt für mich also der Eindruck im Raum stehen, dass für Einsteiger der Start etwas schwieriger gestaltet wurde, aber Veteranen etwas neues geboten wird. Wenn ich aber ehrlich zu mir selber bin, werden sich auch nur richtige Fans mit dem Spiel auseinandersetzen. Personen, die nur nebenbei American Football gucken und auch das Spielprinzip nur so halb verstehen, werden schon an den Begriffen in diesem Review verzweifeln und dabei habe ich mich noch so zurückhalten müssen, um nicht nur mit Fachwörtern um mich zu werfen. Daher der Entschluss: Feindes des gepflegten Kontaktsportes werden vielleicht auch ein kleines bisschen Eingewöhnungszeit brauchen, sich jedoch schnell zurecht finden und die Neuerungen als absolute Verbesserung ansehen.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Madden NFL 16!

Special: Sony auf der E3 2015

Sony auf der E3 2015 (1)Ein weiteres Jahr ist im Eiltempo an uns vorbei geflogen und gerade im letzten Jahr waren wir in puncto Spieltitel etwas enttäuscht. Umso größer waren unsere Hoffnungen auf die diesjährige Sony-Pressekonferenz, welche unsere Erwartungen weit übertreffen sollte.

Sony auf der E3 2015 (2)Sony eröffnete die Show traditionell mit einem bombastischen Trailer, zusammengeschnitten aus Spielen, die demnächst erscheinen werden. Nach dem Trailer betrat Shawn Layden, seinerseits Chief Executive Officer von Sony Computer Entertainment America, die Bühne und saget das, was wohl alle seine Kollegen beteuern – es wird ein gutes Jahr für Spieler mit vielen Neuerungen im Bereich Gaming. Zudem war die Rede davon, dass die Spiele immer realer werden und diese Entwicklung das Gaming auf eine neue Ebene hieven wird. Wie so häufig bei Sony, ist viel Selbstbeweihräucherung dabei gewesen und wir waren gespannt, wie viele Spiele uns an diesem Abend wirklich den Atem rauben können. Schon der erste Trailer konnte jedoch den einen oder anderen Spieler aus seinem Traumland gezogen haben. Wir erinnern uns an die Zeit zurück, als Sony im Jahr 2009 The Last Guardian von Team Ico angekündigt hat und damals viele Leute hellauf begeistert waren. Lange galt das Spiel als ein Mythos, verschollen in den dunklen Kellern von Sony – doch plötzlich Spielszenen auf der E3 2015! Das Spielt bietet schon jetzt eine sehr ausdrucksstarke Atmosphäre, auch wenn uns das Katzen-Huhn-Vogel-Misch-Monster ein wenig abschreckt. Voll und ganz begeistert hat uns das Spiel aber noch nicht, da weder knifflige Rätsel noch spannende Szenen gezeigt wurden.

Trailer über Trailer

Sony auf der E3 2015 (3)Als nächstes betrat Hermen Hulst von Guerilla Games die Bühne und stellte ein neues Spiel vor. Der Titel hört auf den Namen Horizon und behandelt ein Szenario nach dem Untergang der Menschheit. Anscheinend haben wenige Menschen eine noch unbekannte Katastrophe überlebt und wurden technologisch in die Steinzeit zurückversetzt. Jedoch gibt es noch Überbleibsel aus der alten Zeit – riesige Roboter-Dinosaurier, welche jagt auf die Menschen machen. Das Gameplay sieht sehr abgedreht aus und überall fliegt Blech um die Gegend. Das Szenario Mech-Dinosaurier gegen Menschen wirkt in unseren Augen interessant und sehr fantasievoll. Ohne Pause geht es direkt mit einem neuen Spiel der Hitman-Reihe weiter. Auch wenn es nur ein Render-Trailer ist, macht er Lust auf mehr. Aber als große Fans des Franchise sind wir vielleicht auch etwas voreingenommen. Das Spiel soll uns diesmal quer durch die Welt schicken und völlig neue Erfahrungen bieten. Wie von Sony dann nicht anders gewohnt fallen Trailer über Trailer ein und wir bekommen Einblicke ins neue Street Fighter, No Man´s Sky, Dreams und Firewatch. Herausragen unter den vielen Trailern konnte No Man´s Sky, das mit einem offenen Universum glänzt und sich ums Überleben, Handeln und Entdecken drehen soll, indem wir neue Planeten bereisen und im Weltraum forschen – aus der Ego Perspektive.

Hype Train fährt auf Gleis 7

Sony auf der E3 2015 (4)Nach einigen weiteren Trailern zu Indie-Spielen und Informationen zu Destiny, konnte uns als nächstes Spiel erst Assassins Creed: Syndicate begeistern. Der neue Ableger führt uns in das viktorianische Zeitalter, das zugegebenermaßen super in das Universum passt. Wie gewohnt wird schnell gemeuchelt, die Bewegungen wirken elegant und wir dürfen gespannt sein, was Ubisoft mit ihrer jährlichen Release-Politik diesmal auf den Tisch legt. Großen Jubel gab es jedoch, als der Begriff Final Fantasy fiel. Neben der Präsentation eines Titels im Chibi-Look, wurden unsere Augen besonders groß, als ein Trailer zum Remake des wohl bekanntesten Final-Fantasy-Spiels mit der Zahl Sieben im Titel angekündigt wurde. Hier müssen auch wir auf den Hype Train aufspringen und sagen, dass wir uns auf das überfällige Remake von Final Fantasy VII verdammt freuen! Der präsentierte Trailer gibt zwar wenig an Inhalt wieder, zeigt aber eine schicke CGI-Grafik und lässt uns von mehr träumen. Der Jubel auf der Messe war unglaublich groß und hielt länger an, als selten zuvor gesehen. Nach ein paar Trailern zu den typischen Indie-Titeln, geschah das Unglaubliche. Nach vierzehn langen Jahren des Wartens trat Suzuki Yū auf die Bühne und präsentierte die Kickstarter-Kampagne von Shenmue III, welches inzwischen von den Fans mitfinanziert ist und Sony tritt als Publisher in Erscheinung.

Ernüchterung des Abends

Sony auf der E3 2015 (5)Das nächste durchaus ambitionierte Spiel welches vorgestellt wurde, war Batman: Arkham Knight, welches mit einem netten Trailer und Spielszenen eingefangen wird. Der Titel macht einen durchaus düsteren Eindruck und vermittelt in der dargestellten Szene schon eher den Eindruck eines Horrorspiels – Scarecrow lässt grüßen. Im Anschluss wurden die Virtual-Reality-Brille Projekt Morpheus vorgestellt und das dazugehörige Spiel Eve: Valkyrie. Zugegebenermaßen sieht alles, was zur Brille vorgestellt wurde, sehr gut aus und wir sind gespannt, ob und wie sich die neue Technik auf dem Markt durchsetzen kann. Als nächstes betrat Mark Lamia die Bühne um das neue Call of Duty: Black Ops 3 vorzustellen – wobei neu relativ ist. An dieser Stelle müssen wir mal wieder kritisieren, was aus der Call-of-Duty-Reihe geworden ist. Auch im neuen Trailer sieht man das, was die Entwickler rund um das Call-of-Duty-Franchise seit vielen Jahren präsentieren. Auf der Bühne wurden wieder viele Neuerungen angekündigt, die Spielszenen hingegen ähneln hingegen den Vorgängern – es fehlen schlicht und einfach die Innovation. Auch merkte der Zuschauer schnell, dass sich der Entwickler fleißig an dem Spiel Titanfall, gerade was die Bewegungsmechanik betrifft, bedient hat. Auch im Saal bleibt der große Jubel aus; das Publikum wirkte sehr gelangweilt.

Ein gutes Jahr für Videospieler

Sony auf der E3 2015 (6)Gegen Ende der Präsentation gab es noch einige schnelle Einblicke auf wenige Spiele – fast so, als ob Sony zu wenig Zeit gehabt hätte. Einleitend mit der markanten Titelmelodie zu Star Wars, wurden Ingame-Szenen zu Star Wars: Battlefront gezeigt, welche uns mit offenem Mund haben dastehen lassen. Sogar das Remake zu Final Fantasy 7 haben wir kurzzeitig vergessen. Die Grafik wirkt hervorragend und es werden uns wohl Gefechte bevorstehen, die keine Zeit zum Atmen lassen. Zu guter Letzt gab es einen exklusiven PlayStation-4-Titel als Leckerbissen und dabei handelt es sich natürlich um Uncharted 4: A Thief’s End. Die Grafik sieht auch hier richtig gut aus, jedoch kann uns das Spiel bislang nicht begeistern. Das Spiel ruckelt stark und musste während der Präsentation sogar neu gestartet werden. Wir fragen uns, ob die PlayStation 4 hier ihr Limit erreicht. Das was man sieht, ist allerdings gut umgesetzt und zeigt das typische Uncharted-Feeling, mit dem die Serie groß geworden ist. Wenn jetzt noch die Performance bearbeitet wird, hat das Spiel Potenzial, ein Systemseller für die Konsole zu werden. Mit Uncharted 4 wurde die Präsentation auch beendet. Viele der Spiele haben uns begeistert und besonders auf das Remake von Final Fantasy 7 und Shenmue 3 freuen wir uns ganz besonders. Diese Pressekonferenz werden wir wohl nie vergessen!

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Meinung: Die PlayStation 4 hat mittlerweile zwei Jahre auf dem Buckel und es gibt für mich leider immer noch zu wenig Spiele, die einen Kauf in meinen Augen gerechtfertigt hätten. Der Markt wurde in den letzten Jahren nicht gerade von Spielen überschwemmt, die uns die Kinnlade haben zufallen lassen und somit wurde es zumindest für mich ein bisschen langweilig. Die Jahre 2015 und 2016 versprechen aber wieder viele Titel und so einige scheinen richtig ambitioniert und interessant zu werden. Gerade auf Star Wars: Battlefront, das Remake von Final Fantasy VII , Uncharted 4: A Thief’s End und Konsorten bin ich schon sehr gespannt. Trotzdem möchte ich die durchaus gute Vorstellung genießen und mit aller Ruhe abwarten, was uns die nächsten Monate und Jahre bringen werden – ich bin zumindest zuversichtlich.

Erics Meinung: Früher fand ich die Pressekonferenzen von Sony Computer Entertainment nicht sonderlich spannend und war bei der Konkurrenz besser bedient. Nintendo hatte meist ein Händchen dafür, in welcher Dosis man neue Spiele ankündigen muss. Mittlerweile hat sich dieses Blatt aber gewendet. Nintendo verschwindet für mich, zumindest mit Auftritten auf Videospielmessen, immer mehr in der Bedeutungslosigkeit. Sony hingegen hat mir in diesem Jahr gleich drei tolle Spiele beschert. Da wäre zum einen Uncharted 4: A Thief’s End. Bisher habe ich zwar noch keinen Teil der Reihe gespielt, doch das wird sich bis zum Release des vierten Teils hoffentlich noch ändern. Außerdem bin ich gespannt auf das Remake von Final Fantasy VII, wobei ich mich hier noch nicht so weit aus dem Fenster lehnen will. Das Spiel wird sich, bis auf die grundlegende Story, sicherlich sehr vom Ursprungstitel unterscheiden. Das ist mir im Moment aber herzlich egal und hoffe nur darauf, dass Square Enix neben den beiden anderen Mammutprojekten (Final Fantasy XV und Kingdom Hearts III) genauso viel Zeit und Liebe investieren wird. Das Beste, was auf der E3 in diesem Jahr passieren konnte, war aber sicherlich die Ankündigung von Shenmue III. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich diese Zeilen tippe. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass nach vierzehn langen Jahren des Warten endlich ein dritter Teil ermöglicht wird. Herr Suzuki darf sich jedenfalls über eine dreistellige Summe von mir freuen, die ich in das Projekt einfließen lasse. Es ist einfach unglaublich: Shenmue III wird endlich Realität!

Jonas’ Meinung: Wie schon letztes Jahr, veranstaltete Sony ihre Pressekonferenz tief in der Nacht deutscher Zeit. Glücklicherweise lohnte sich das Aufbleiben allemal. Genauso wie bei Microsoft feuerte der japanische Konzern Spiel um Spiel auf die Zuschauer ab, eines interessanter als das andere. Der neue Ableger der Hitman-Reihe oder das angekündigte Horizon wäre schon Grund genug gewesen, in dieser Nacht wach zu bleiben. Sony ließ es sich allerdings nicht nehmen, mit einigen weiteren Ankündigungen in die Geschichte der E3 einzugehen. Sowohl das Remake zu Final Fantasy VII, die Wiederauferstehung von The Last Guardian, als auch die überraschende Kickstarter-Kampagne zu Shenmue III rissen vielen Videospielsympathisanten förmlich den Boden unter den Füßen weg. Erst recht, da für diese Projekte kaum bis gar keine Leaks durchgesickert waren und wir tatsächlich überrascht wurden, was leider immer seltener wird. Besonders die Neuauflage zum wohl beliebtesten Final Fantasy hat mich tatsächlich gefreut. Daran ist aber auch Square Enix’ positiver Werdegang der letzten Zeit abzulesen. Auch wenn die ganzen Spiele sicherlich noch einige Zeit auf sich warten lassen, gab es auf er Sony-Konferenz viele Gründe, die mich als Spieler positiv in die Zukunft blicken lässt.

Review: Dragonball Xenoverse

Dragonball Xenoverse (1)Bis jetzt mussten PlayStation 3 und Xbox 360 ohne vernünftige und neue Dragonball-Spiele auskommen. Magere Lizenzsoftware hat die Gemüter erhitzt, doch mit Dragonball Xenoverse hat das Warten ein Ende. Sowohl auf der letzten, als auch auf der neuen Konsolengeneration.

Dragonball Xenoverse (2)Publisher Bandai Namco hat sich um das Entwicklerstudio Dimps bemüht, welches mit der Budokai-Tenkaichi-Reihe für PlayStation 2 und Wii schon Erfolge und Erfahrung mit dem beliebten Anime-und-Manga-Franchise feiern konnte. Die Entwickler wollten sich jedoch nicht auf den alten Lorbeeren ausruhen und ein völlig neues Szenario in Angriff nehmen. Die Story behandelt drei Bösewichte, welche es geschafft haben, die Zeit zu manipulieren und so die Geschichte zu verändern. Was-wäre-wenn-Szenarien, in denen beispielsweise Son Gokū seinem Kontrahenten Freezer unterlegen oder unser Held zu spät in den Kampf gegen Vegeta und Nappa eingegriffen und sich beiden Gegnern in den Weg gestellt hätte, können wir durch die neu geschaffene Story ausleben und erleben dabei eine spielerische Variation, wie wir sie aus dem von Toriyama Akira geschaffenen Universum nicht kennen. Dabei schlüpfen wir in die Rolle eines Charakters, welchen wir erstmalig in einem Spiel der Reihe selbst erstellen dürfen und schließen uns der sogenannten Zeitpolizei an, welche vom Kaiōshin der Zeit und Trunks (aus der Zukunft) geführt wird. Unser Ziel ist es, durch die Zeit zu reisen und die Anomalien, welche die Geschichte ändern, aufzuspüren und in den aus Anime und Manga bekannten Kämpfen einzugreifen, um so unsere Freunde der Z-Truppe zu unterstützen.

Individuelle Charakter-Erstellung

Dragonball Xenoverse (3)Wie bereits erwähnt, ist die wahrscheinlich größte Neuerung die Charakter-Erstellung. Dabei stehen uns fünf Rassen zur Auswahl, welche verschiedene Eigenschaften mitbringen. Wählen wir einen Menschen, so verfügen wir über ein ausgewogenes Werte in Angriff, Verteidigung und Ki, welche sich bei den Erdbewohnern automatisch auflädt. Die wohl beliebteste Rasse, die Saiyajins, haben einen sehr starken Grundangriff, welcher sich mit Abnahme des Lebens immer weiter erhöht, jedoch müssen die Krieger vom Planeten Vegeta dabei besonders auf ihre Verteidigung achten, welche den Schwachpunkt markiert. Namekianer haben hingegen sehr viel Leben und sind stark in Ki-Angriffen, sind aber nicht so flink wie andere Rassen. Anders ist der Freezer-Klan, welcher mit hoher Geschwindigkeit und starken Ki-Angriffen aufwarten kann, doch dafür im Grundangriff recht schwach ausfällt. Zu guter Letzt steht uns noch die Majin-Rasse zur Auswahl, welche ähnlich wie die Namekianer recht langsam sind, dafür aber einen starken Grundangriff und viel Verteidigung haben. Wenn wir uns für eine dieser Rassen entschieden haben, können wir das Geschlecht wählen und unseren Charakter schließlich optisch so gestalten, wie wir es gerne hätten. Dabei stehen uns sämtliche Frisuren der bekannten Charaktere aus dem Dragonball-Universum zur Auswahl. Toller Frisörsalon!

Eine Sache des Trainings

Dragonball Xenoverse (4)Endlich in der Welt der Zeitpolizei angekommen, erlernen wir durch ein paar Tutorien die Grundsteuerung. Diese erinnert dabei sehr an die alte Budokai-Tenkaichi-Reihe, was wir als durchweg positiv betrachten. Haben wir erst einmal die Kniffe raus, wie wir uns im Kampf zur Verteidigung hinter den Gegner teleportieren, Angriffe effektiv abwehren und selber starke Kombinationen austeilen, können wir unseren Charakter ganz nach unserem Belieben anpassen und trainieren. Dazu haben wir die Möglichkeit, ganz im Stile eines Rollenspiels Level aufzusteigen, Fähigkeitspunkte in Attribute wie Angriff, Leben oder Ki zu investieren, neue Angriffsstechnicken zu erlernen, sowie bessere Kleidungsstücke erwerben und anziehen zu können. Neue Techniken bringen uns bekannte Trainer wie Kuririn oder Vegeta bei, bei welchen wir im Verlauf des Spiels in den Unterricht gehen können. Neue Kleidungsstücke erhalten wir bei sogenannten Parallel-Quests oder den Hauptmissionen. Haben wir keine Lust, uns einem Trainer zu unterstellen, können wir viele Fähigkeiten auch im Shop erwerben, was uns jedoch die imaginäre Währung namens Zen kostet. Trainer bringen uns hingegen je nach Verlauf der Story ihre Hauptfähigkeiten bei, wenn wir diese im Einzelkampf besiegen. Somit können wir von Vegeta zum Beispiel den Angriff Final Flash kostenlos verinnerlichen.

Eingriff in die Zeit

Dragonball Xenoverse (5)Wie bereits erwähnt, reisen wir in der Hauptstory durch die Zeit um Unregelmäßigkeiten zu beseitigen. Dabei weißt uns Trunks stets auf Ereignisse hin, welche die Geschichtsschreibung durcheinander bringen. So kommen wir zum Beispiel in ein Szenario, in welchem Son Gokū zu spät in den Kampf gegen die Saiyajins eingreift und deswegen kurz vor dem Exitus steht. Unsere Aufgabe ist es, Son Gokū zu unterstützen und das Gefüge der Zeit wiederherzustellen. Im Verlauf der Story erfahren wir jedoch, wer für diese Veränderungen verantwortlich und unser Hauptfeind und damit potenzieller Endgegner ist. Neben der Hauptstory können wir uns durch die bereits genannten Parallel-Quests kämpfen. In diesem kämpfen wir auf diversen Ebenen gegen verschiedene Feinde und haben auch meist Unterstützung in den eigenen Reihen. So kommt es in den meisten Fällen dazu, dass wir zu dritt gegen mindestens genauso viele oder eben noch mehr Gegner kämpfen. Dabei ist es uns überlassen, ob wir mit Freunden oder mit vom Computer gesteuerten Helfern antreten wollen. In den Parallel-Quest haben wir die Möglichkeit, Dragonballs zu finden oder neue Ausrüstungsgegenstände zu erkämpfen. Mit den Drachenkugeln können wir uns Wünsche erfüllen, wie zum Beispiel die Erstellung eines neuen Charakters, Geld oder seltene Angriffstechniken – die Motivation ist mehr als gegeben.

Gemeinsam mehr erreichen

Dragonball Xenoverse (6)Die Welt der Zeitpolizei kann nicht nur offline betrachtet werden, sondern hat seine Stärken besonders im Online-Modus. Überall sehen wir genial gestaltete und vor allem viele witzig aussehende Charaktere anderer Spieler, mit denen wir uns auch nach Belieben im Zweikampf, Vierkampf oder Sechskampf messen können. Haben wir keine Lust gegen andere Spieler zu spielen, können wir es auch gemeinsam in den Parallel-Quests versuchen und mögliche Beute untereinander aufteilen. Besonders online macht das Spielen sehr viel Spaß und bietet dabei große Herausforderungen. Hier möchten wir unser ganz besonderes Lob an die Entwickler aussprechen. Mit dem nahezu alten Kampfkonzept der Budokai-Tenkaichi-Reihe und den Elementen der aktuelleren Titel hat man ein Spiel im Dragonball-Universum geschaffen, welches die ganze letzte Konsolengeneration über fast vermisst wurde. Da Interagieren mit Freunden macht dabei wirklich viel Spaß und es lässt sich viel in den Quests erleben. Auch die Gegner sind nie zu schwach und fordern stets. Das ein oder andere mal mussten wir schließlich aus Frust die Konsole abschalten und an einem anderen Tag nochmals unser Glück probieren. An diesem Punkt wird deutlich, wie wichtig das Skillen der Fähigkeiten und das Ausrüsten richtiger Gegenstände ist. Wer das beachtet, wird sich aber schnell zurechtfinden.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): In meinem Test habe ich bereits das Lob der Redaktion an die Entwickler ausgesprochen. Das nahezu alte Kampfkonzept der Budokai-Tenkaichi-Reihe paart sich hier mit den Elementen neuerer Titel des Franchises. So hat man ein Spiel im Dragonball-Universum geschaffen, welches über die gesamte letzte Konsolengeneration von mir schmerzlich vermisst wurde. Anders kann ich es kaum beschreiben, wie sehr mir der Titel genau deswegen so gut gefallen hat. Es ist erstaunlich, dass geringfügige Änderungen eines uralten Kampfsystems eines PlayStation-2-Spiels ein modernes Spiel so dermaßen erfolgreich konzeptionieren können. Ich war vor allem sehr skeptisch, da ich als wahrer Dragonball-Fan schließlich eine ganze Konsolengeneration lang mit Titeln bedient wurde, die den Namen Dragonball nicht unbedingt würdig waren. Endlich ist mit den neuen Konsolen und dem alten Entwicklerstudio Dimps der Messias der Dragonball-Spiele wieder irdisch geworden und wahre Fans werden einen Kauf von Dragonball Xenoverse definitiv nicht bereuen.

Vielen Dank an Bandai Namco für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragonball Xenoverse!

Review: The Last of Us: Remastered

The Last of Us - Remastered (1)Als The Last of Us: Remastered bei uns endlich im Briefkasten lag, haben wir uns gefreut. Die Grafik des Spiels wurde angepasst und das Ergebnis ist eine verbesserte Atmosphäre, in die wir bei gleicher Handlung in die postapokalyptische Welt eintauchen können.

The Last of Us - Remastered (2)Eigentlich stehen wir Neuauflagen ein wenig skeptisch gegenüber. Schließlich soll ein schon bekanntes Spiel einfach nur ein bisschen bearbeitet werden, um mit altem Inhalt auch auf der neuen Konsolen zu laufen. Ein bisschen Aufschrauben der Grafik hier, ein wenig Anpassung an den neuen Controllern da, und fertig ist das scheinbar neue Spiel. Zudem scheint dies auch ein Kult der Spielindustrie zu werden, da neben The Last of Us auch Games wie Uncharted oder Halo in naher Zukunft neu aufbereitet erscheinen (sollen). In unserem Review gehen wir der Frage nach, ob das Ziel eine lieblose Portierung ist, um erneut den Kunden das Geld aus der Tasche ziehen zu können oder ob mehr hinter der neuen Version steckt, als ursprünglich angenommen. Wir haben uns mit viel Skepsis, aber auch mit sehr viel Freude und Spannung Naughty Dogs Meisterwerk der letzten Konsolengeneration angeschaut und können die neue Remastered-Version nun in dieses Schema einordnen. Zweifelsohne ist das Spiel in unseren Augen eines der besten Spiele, die für die alten Konsolen jemals erschienen sind und gerade deswegen ist die Freude groß, den Titel nochmals erleben zu können – mit einer, von den Entwicklern, groß umworbenen Grafik. Es wurde aber nicht nur an der Grafik geschraubt. Inhaltliche Anpassungen und weitere zusätzliche Elemente sollen die Spieler erfreuen.

Frischzellenkur

The Last of Us - Remastered (3)Zusätzlich gibt es nämlich alle Download-Inhalte in der überarbeiteten Version kostenlos obendrauf. Auf die ganzen Details des Hauptspiels möchten wir an dieser Stelle aber nicht eingehen, denn das haben wir in unserem Test Mitte 2013 bereits zugenüge getan. An dem ursprünglichen Inhalt hat sich nämlich so gut wie nichts verändert. Das wäre auch schade, da unser Test bereits gezeigt, wie uns der Titel bezaubert hat. So sind auch die Charaktere von The Last of Us: Remastered altbekannt; mit Ausnahme jener, die durch den herunterladbaren Zusatzinhalt einen neuen Auftritt im Spiel genießen dürfen. Während gleich zwei der drei Erweiterungen eher für den Mehrspielermodus gedacht sind, liegt für den Einzelspieler Left Behind auf der Disc dabei. In dieser Episode wird die Vorgeschichte zum Hauptspiel und das Überleben Ellies und des schwer verletzten Joels gespielt. Die erste Handlung befasst sich mit einem Ereignis zwischen Ellie und ihrer Freundin Riley und schildert ihr Überleben in einer Welt voller Infizierten. Im zweiten Part durchsucht Ellie das Einkaufszentrum, in welchem sich Joel im Hauptspiel verletzt hat und um sein Leben kämpft. Hier machen wir uns mit der Protagonistin auf die Suche nach Materialien für die erste Hilfe, was sich jedoch schwerer als gedacht herausstellt. Left Behind kann uns circa zwei zusätzliche Stunden bei Laune halten.

Stimmiges Gesamtpaket

The Last of Us - Remastered (4)Wir können es nur noch einmal betonen: Inhaltlich hat sich in The Last of Us: Remastered nichts verändert und somit sind gescriptete Szene identisch mit denen, die wir schon von der PlayStation 3 kennen. Trotzdem wurde die Grafik mit hochauflösenden Texturen ausgestattet, die in butterweichen sechzig Bildern pro Sekunden dargestellt werden können. Individuell dürfen wir die Bildwiederholungsrate auf die Hälfte drosseln. Für PlayStation-3-Verhältnisse war die Grafik von The Last of Us atemberaubend und daran hat sich auch in der Remastered-Version nichts geändert. Wir müssen zugeben, dass wir noch kein Spiel mit solch detaillierter Grafik und Lichteffekten gesehen haben und wir noch tiefer in die Spielwelt eindringen als zuvor. Licht- und Schatteneffekte sorgen für eine bedrückende Stimmung, wohingegen eine stärkere Vegetation in den Städten uns den Zerfall einer Stadt wesentlich besser verdeutlichen soll. Die Steuerung wurde ebenfalls an den neuen DualShock-4-Controller angepasst und macht von dessen Features Gebrauch. Hin und wieder kommen Touchpad und Lautsprecher zum Einsatz. Für viele Spieler sind das nur marginale Punkt im Gesamtpaket, welches vor allem mit seiner tollen Story unterhält. Verbindet man eine wunderbare Optik und eine tolle Story aber so wie in The Last of Us: Remastered, erhält man ein unvergessliches Spiel.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PlayStation-3- und PlayStation-4-Fassung): Inhaltlich kann ich mich meinem vorherigen Fazit im ursprünglichen Review nur anschließen und hinzufügen, dass sich Spieler, die den Titel schon gespielt haben, bei der Remastered-Version beruhigt zuschlagen können, da die verbesserte Grafik wirklich sehenswert ist und ein zweiter oder sogar dritter Durchlauf der Story wieder in Angriff genommen werden darf. Für Spieler die bisher um den Titel herum gekommen sind, lässt sich meinerseits nur eine Empfehlung aussprechen und das Spiel als absoluten Must-Have-Titel krönen. Das Entwicklerteam hat es mit der Story geschafft, mich in den Bann der Geschichte zu ziehen und mit den Charakteren zu fühlen. Obwohl ich das Spiel schon letztes Jahr einmal durchgespielt hatte, haben mich einige nostalgische Momente auch bei diesem Durchlauf noch immer schwer getroffen.

Vielen Dank an Sony Computer Entertainment für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Last of Us: Remastered!

Review: Dragon Age: Inquisition

Dragon Age Inquisition (1)Das zu Electronic Arts gehörende Entwicklerstudio Bioware steht schon seit sehr langer Zeit für qualitativ äußerst hochwertige Spiele. Mit Dragon Age: Inquisition stellt Electronic Arts den nunmehr dritten Teil der berühmtberüchtigten Rollenspielreihe in die Ladenregale.

Dragon Age Inquisition (2)Wie vor zwei Jahren versprochen, setzen die Entwickler bei ihren neuen Rollenspielen auf die Frostbite-Engine von Dice, um den Spielwelten einen neuen Glanz zu verleihen. Dabei möchte man sich The Elder Scrolls V: Skyrim zum Vorbild nehmen und eine Welt randvoll mit Nebenmissionen, Weitläufigkeit und einer Atmosphäre füllen, die kein Spieler vermissen möchte. In der Tat gibt es dabei insgesamt zehn Gebiete, die wir erkunden dürfen und welche sich auch stark unterscheiden. So sehen wir an der Sturmküste ein Gebiet mit vielen schroffen Felskanten und nur wenig Vegetation, im Westgrate eine Wüste mit nichts außer Sand, im Fahlbruch eine eher unheimlich wirkende Landschaft, welche nicht gerade einladend aussieht, und die Smaragdgräber, welche nur so vor Flora strahlen. Somit entpuppt sich der neue Teil weit mehr als sein Vorgänger als ein Rollenspiel für Entdecker mit einer abwechslungsreichen und vor allem weitläufigen Spielwelt. Die Spielgebiete sind übrigens im bekannten Ferelden und im benachbarten Kaiserreich Orlais angesiedelt. Die zehn Landschaften werden nach und nach freigeschaltet und somit haben wir am Ende auch tatsächlich die Möglichkeit, sämtliche Gebiete zu erkunden. Hier können wir an dieser Stelle schon sagen, dass die Entwickler in puncto Abwechslungsreichtum und Atmosphäre ihrem großen Vorbild sehr nahekommen.

Epischer Einstieg

Dragon Age Inquisition (3)Schon bei der Mass-Effect-Trilogie wusste Bioware, wie man den Spieleinstieg durchaus episch gestalten kann. Hier hat man auf das geschickte Händchen vertraut und einen durchaus gelungenen Einstand gefunden. Zu Beginn des Spiels findet ein Attentat auf eine Konklave statt, auf welcher sich viele wichtige Anführer des Krieges zwischen Magiern und Templern, sowie der Kirche, aufgehalten haben. Dabei werden Führungspersonen aller Parteien ausgelöscht. Unser Charakter überlebt natürlich den Hinterhalt und wird ohne Erinnerungen an diesen ins Spiel geworfen. Der Anschlag auf die Konklave hat den Waffenstillstand zwischen Templern und Magiern beendet und der Krieg eskaliert endgültig. Negativ müssen wir hervorheben, dass der Einstieg nichts für Einsteiger ist. In den vorherigen Teilen wird der Krieg zwischen den Parteien langsam aufgebaut und wir erfahren Schritt für Schritt, wie es zu den Ereignissen am Spielanfang kommt. Neulingen wird einfach eine Story vorgesetzt und können mit bekannten Charakteren aus den ersten Spielen nichts anfangen. Hier empfiehlt sich natürlich, die Serie von Anfang an zu erleben oder auf Dragon Age Keep zurückzugreifen. Dieses Feature erlaubt uns, die Geschichte der ersten beiden Teile in einer kurzen Zusammenfassung zu erleben und wichtige Entscheidungen nach unseren eigenen Wünschen zu beeinflussen.

In und neben der Handlung

Dragon Age Inquisition (4)Wie für Bioware typisch, ist nicht nur die Handlung der elementare Punkt, sondern auch die Nebenmissionen tragen zum Spielerlebnis bei. Da gibt es zum Beispiel unsere Begleiter, von denen einige von Beginn an mit uns zu Felde ziehen, während andere optional rekrutiert werden können. Jeder einzelne Charakter hat seine eigene Geschichte zu erzählen, wie er sich der Inquisition anschloss. Dabei erfahren wir so manch interessantes Detail über sie und erwecken die Welt immer mehr zum leben. Das ein oder andere mal machen es uns unsere Kameraden nicht einfach bei der Wahl, welchen wir mitnehmen wollen. Auch hier fällt uns eine kleine Schwäche auf: Nicht alle Charaktere wurden mit gleich viel Liebe und Umfang gestaltet, wie es noch im Vorgänger der Fall war. Somit hat uns zum Beispiel Sera wesentlich mehr zu erzählen als der grimmige Zwerg Varric. Hier bleiben uns also einige Charaktere mehr, andere wiederum weniger in Erinnerung. Gerade Mass Effekt zeigt doch, wie jeder Charakter einen denkwürdigen Auftritt hat. Auf der anderen Seite gibt es die Nebenmissionen, welche aber kaum erwähnenswert sind. Die Hauptstory behandelt die Bedrohung eines Dimensionsrisses am Himmel, der Dämonen in die Spielwelt schickt. Jeder der Parteien will sich dafür die Schuld in die Schuhe schieben; die Spannung dementsprechend aufgerieben.

Der Held und seine Basis

Dragon Age Inquisition (5)Wie bereits erwähnt, überleben wir das Attentat knapp und haben keine Erinnerung, haben uns aber ein Souvenir eingepackt – ein geheimnisvoller Splitter in unserer Hand, mit welchem wir die Dimensionsrisse schließen können. Mehr gibt es nicht zu sagen, da unser Charakter blass bleibt. Wir haben nie die Möglichkeit, richtig böse zu sein, da alle Entscheidungen, die in diese Richtung gehen, eher hart und gerecht, als wirklich grausam sind. Im Allgemeinen ist Inquisition im Gegensatz zu Dragon Age: Origins lieber und netter und nicht mehr so düster und tragisch. Bei der Charaktererstellung haben wir die Wahl zwischen den Klassen Krieger, Magier und Schurke. Bei den Völkern stehen Menschen, Elfen, Zwerge und Qunari zur Auswahl. Die Möglichkeit eines Zwergenmagiers bleibt uns verweht, da Zwerge immun gegen Magie sind. Unterschiede gibt es nicht nur im Kampf, sondern auch in verschiedenen Dialogen. Somit können wir als Magier in einem Gerichtsverfahren gegen einen anderen Zauberer entscheiden, dass dieser milde davonkommt und nur die magischen Fähigkeiten als Strafe verliert. Wollen wir uns zurückziehen, können wir uns in unsere Basis verkriechen. In dieser können wir Aufträge erledigen ohne einen Finger zu krümmen, Waffen und Rüstungen schmieden lassen, Machtpunkte für neue Gebiete ausgeben und unsere Burg ausbauen.

Mitten im Kampf

Dragon Age Inquisition (6)Im Kampf müssen wir selten auf die Taktikansicht zurückgreifen, da unsere Kameraden klug agieren. Fällt ein Mitstreiter, wird er vom Magier wiederbelebt, falls dieser Wiederbelebung gelernt hat. Das geschieht, ohne dass wir Befehle geben müssten. Auch werden Verbündete automatisch, falls gelernt, mit speziellen Zaubern belegt, um den Widerstand zu erhöhen. Es gibt keine Heilungsmagie mehr, was die Relevanz von Tränken erhöht. Die Gefechte an sich sind einfacher gestrickt, als noch in Origins. So halten wir die linke Maustaste gedrückt und der Held schlägt durchgehend auf seinen Gegner ein. Die neue Grafik sorgt dafür, dass das Spiel dynamischer ist und Feinde eine gewisse Vielfalt hergeben. Jeder Gegner wird frontal angegriffen und nach einer gewissen Zeit fällt dieser schon um. Das klingt zwar langweilig, ist es aber absolut nicht! Gerade die Kämpfe gegen Drachen sind hammerhart und wir müssen dabei oft pausieren, um uns eine neue Taktik einfallen zu lassen. Fernkämpfer sollten einen großen Abstand halten, was sie nicht automatisch akzeptieren wollen. Mit im Spiel ist auch ein Mehrspielermodus, in welchem wir mit vier menschlichen Spielern gegen Gegnerwellen antreten müssen. Hier hat man sich ein wenig an Mass Effect 3 bedient. Die Kämpfe machen zwar sehr viel Spaß, lassen jedoch auch etwas Abwechslung vermissen.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PC-Fassung): Wie wohl jedes Open-World-Rollenspiel hat auch Dragon Age: Inquisition seine Stärken und Schwächen. Ich bekomme eine wunderbare Spielwelt mit einem knackigen Kampfsystem serviert und komme dazu noch in den Genuss einer wunderschönen Grafik und einer absolut überzeugenden Story. Schwächen findet man hingegen nur im Detail und somit finde ich den Mehrspielermodus etwas zu unattraktiv, um mich langfristig daran zu fesseln. Die Begleiter sind in wenigen Fällen etwas öde und das Kampfsystem hier und da mal etwas eintönig. Im Großen und Ganzen ist das Spiel jedoch eines der besten Titel, die ich in letzter Zeit getestet habe und zeigt mir erneut, dass Bioware nicht umsonst meine aktuelle Lieblingsvideospielschmiede ist. Die Story hat ihren absoluten Reiz und wird wunderbar dargestellt, manche Gegner sind wirklich knackig und rauben das ein oder andere mal meinen letzten Nerv (vielleicht liegt es auch am Schwierigkeitsgrad) und gerade die einzelnen Interaktionen zwischen Nichtspielercharakteren und meinem Helden sind absolut klasse und lassen die Spielwelt sehr lebendig wirken.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragon Age: Inquisition!

Review: Destiny

Destiny (1)Bungie ist ein Name, der keinen Erklärungsbedarf benötigt. Nach dem das Entwicklerstudio mit der Halo-Reihe einen Meilenstein der Videospielgeschichte erschaffen hatte, war es lange Zeit still um das Entwicklerteam in Kirkland an der Westküste der Vereinigten Staaten.

Destiny (2)2010 hat Bungie ihr letztes Meisterwerk, Halo: Reach, fertiggestellt und arbeitet nun seit vier Jahren an der Marke Destiny unter der Flagge von Activision. Das Projekt ist in einem neuen Universum, in einer post-apokalyptischen Zukunft des Jahres 2700, angesiedelt. Das Design ist hingegen eine Mischung aus Science-Fiction- und Fantasy-Elementen, so dass der Ort der Handlung zwar eine entfernte Zukunft ist, die Charaktere jedoch in modernen Ritterrüstungen stecken. Alles fängt mit einer Kugel an, die über der Erde erscheint. Diese wird als Reisender betitelt und ist verantwortlich für das Goldene Zeitalter der Menschen. Diese Kugel bringt uns die Technologie, andere Planeten zu bereisen und zu besiedeln. Allerdings bringt eben jene auch die Dunkelheit mit sich und so kommen einige Aliens zur Erde, um den Reisenden zu zerstören. Die Aliens beginnen damit, die Menschheit auf der Erde auszurotten, was infolge dessen auch dem Goldenen Zeitalter ein Ende setzt. Der Reisende setzt sich für die Rettung der Menschen ein und bleibt sehr nahe im Orbit der Erde, von wo er eine einzige, von den letzten Menschen errichtete, Stadt vor den Außerirdischen beschützt. Diese letzte Festung ist der Rückzugsort der Hüter, welche durch den Reisenden eine mysteriöse Kraft bekommen, sowie einen kleinen Roboter den man liebevoll Geist nennt und die Kraft des Lichtes trägt.

Widerstand gegen die Bedrohung

Destiny (3)Wir spielen so einen Hüter, welcher die Erde vor einer dunklen Bedrohung aus dem All retten muss. Ein umherirrender Geist nutzte das Licht, um uns zum Leben zu erwecken und brachte uns in die Festung, damit wir als einer der Auserwählten gegen die Aliens ankämpfen. Wir haben dabei Zugriff auf drei Rassen sowie drei unterschiedliche Klassen. Als Rasse können wir uns für die Menschen, Exos und Erwachten entscheiden. Während jedem klar sein sollte, was ein Mensch ist, sind die anderen Rassen eher mysteriöse und geheimnisvolle Wesen. Die Exos sind Maschinen, welche von Menschen erschaffen wurden, um sie bei der Verteidigung der Welt zu unterstützen. Jedoch haben diese im Lauf der Zeit ein eigenständiges Bewusstsein entwickelt und kämpfen nun als Hüter für den Reisenden. Dann gibt es noch die Erwachten, welche die Nachkommen der Menschen und bei dem letzten Überfall der Dunkelheit an den Rand des Sonnensystems geflohen sind. Irgendetwas geschah mit ihnen draußen im All, das sie für immer veränderte. Die Erwachten leben überwiegend im Riff und nur wenige kehren zurück, um für die Erde zu kämpfen. Es gibt zwar nur drei Rassen, jedoch wurden diese von Bungie mit schönen und mysteriösen Geschichten ausgeschmückt. Haben wir uns für eine der drei Rassen entschieden, können wir auch schon zwischen den drei Klassen entscheiden.

Altbekanntes Klassenprinzip

Destiny (4)Da gibt es den Warlock, der als Magier gesehen werden darf, da dieser mit arkaner Energie den Gegner schweren Schaden zufügt, im Gegenzug aber sehr wenig aushält. Der Titan ist hingegen der klassische Tank, welcher sich immer im Nahkampf befindet und das Feuer der Feinde auf sich zieht. Verbündete kann der Titan auch mit seinem Schild beschützen und damit als Unterstützung für andere dienen. Die dritte und damit letzte Klasse ist der Jäger, welcher als Scharfschütze eine Daseinsberechtigung führt, aber auch einen mörderischen Nahkampf mit seinen Klingen ausführen kann. Das Spielprinzip auf welches zurückgegriffen wird, ist kein neues, aber ein sehr schön bedachtes und ausgeschmücktes, welches absolut zur Spielwelt passt. In der Realität gibt es jedoch einige Auffälligkeiten. Zum Beispiel, dass der Titan nicht wesentlich mehr aushält als der Jäger und gerade gegen sehr große Gegnerhorden auch nicht lange an vorderster Front überlebt. Viel eher heißt es, in Deckung zu gehen wenn man beschossen wird und den richtigen Moment mit egal welcher Klasse abzupassen. Zudem sollte man möglichst mit Freunden in einer Gruppe spielen, da alleine die Herausforderung zwar machbar ist, jedoch einiges an Frust und neuen Versuchen mit sich bringt. Dadurch wird die Spielzeit auch drastisch angehoben, da man alleine wesentlich länger für ein Level braucht.

Individualisierungsprobleme

Destiny (5)Ein wichtiger Aspekt ist die Individualisierung der Klassen und deren Fähigkeiten. Durch besiegte Bossgegner, nach Levelabschluss oder in Kisten finden wir neue Gegenstände wie Waffen, Helme oder Armschützer für unseren Charakter. Neue Objekte sind meist stärker und geben uns einen höheren Verteidigungswert. Negativ fällt auf, dass Rüstungsgegenstände für jede Klasse gleich aussehen und sich nur die Farben ändern – eine richtige Individualisierung gegenüber anderen Spielern gibt es bisher also nicht wirklich und somit sehen die Klassen alle relativ gleich aus. Hier hoffen wir uns Abhilfe durch Zusatzinhalte oder Updates, die ebenso kostenlos die Spielwelt erweitern werden. Netter sind hingegen die Fähigkeiten anzusehen, welche jede Klasse mit sich bringt. Somit kann der Warlock durch seine Hände einen Kraftstoß erzeugen, der Gegnern die Energie absaugt um die Abklingzeit seiner Granaten zu verkürzen. Zudem ist es möglich Energiebälle abzufeuern und großen Flächenschaden damit zu verursachen, sowie sich auf kurze Distanz im Sprung zu teleportieren. Optional kann sich der Warlock auch in Flammen hüllen und dem Gegner im Nahkampf so Schaden zufügen oder seine Waffen mit einem Feuer-Buff belegen. Der Jäger kann hingegen mehr Kraft in seine Klingenangriffe investieren, um tödliche Kombinationen an den Tag legen zu können.

Abwechslungsreiche Gegner

Destiny (6)Der Titan kann einen Sprung ausführen und mit der Faust eine Druckwelle auf dem Boden verursachen, die für Feinde in der Umgebung tödlich ist. Optional kann er ein großes Schild erzeugen, um sich selbst oder Verbündete vor Feinden zu schützen. Da kein Gegner dem anderen gleicht, haben wir es mit diversen Herausforderungen zu tun. Diese bestehen aus vier Rassen: Gefallene, Kabale, Schar und Vex. Die Gefallenen sind vierarmige Wesen, welche in großen Mengen antanzen und kaum gepanzert sind. Die Schar, welche sehr an die Flood aus Halo erinnern, treffen wir meist auf dem Mond, wo aus jedem Loch kriechen. Komplizierter und technisch hoch entwickelter sind die letzten beiden Fraktionen; Kabale und Vex. Die Kabale haben einen massigen Körper, dicke Waffen und große Schilde. Diese Gegner sind im Nah- wie im Fernkampf gleich tödlich. Hier müssen wir gerade die Soldaten mit Schildern clever umgehen, um diese in den Rücken schießen zu können. Die Vex hingegen sind Roboter, welche im Einklang funktionieren und auch dann noch kämpfen, wenn man ihnen den Kopf weg geschossen hat. Diese erinnern entfernt an die Zylonen aus Battlestar Galactica. Die Gegner sind allesamt sehr schön gestaltet und abwechslungsreich. Jedoch würden wir uns auch hier über mehr Tiefgang freuen und mehr Geschichten zu den einzelnen Rassen erfahren.

Kampf um die Planeten

Destiny (7)Destiny spielt sich von der Steuerung her genau so gut wie Halo und es lässt sich absolut nicht verschweigen, dass die Jungs und Mädels bei Bungie Elemente aus ihrer alten Serie genutzt haben. Das ist jedoch keineswegs negativ anzusehen, da sich Destiny auf den Konsolen sehr flüssig spielen lässt. Probleme mit der Internetverbindung oder Bugs gibt es kaum. Hier liefert man ein technisch einwandfreies Spiel ab. Einziges Manko ist bisher in unseren Augen der Player-versus-Player-Modus sowie die Vielfalt der einzelnen Level. Der Versus-Modus wirkt noch sehr stark unausbalanciert und gerade Gegner mit sehr starken Waffen machen uns mit wenigen Schüssen den Garaus. Ein Matchmarketing wäre hier sicherlich von Vorteil – gerade für Spieler mit geringerem Level. Zudem ist es unglaublich störend, dass wir Missionen immer an denselben Orten spielen. Sind wir in Altrussland unterwegs, so gehen wir immer durch dieselbe Architektur und finden in denselben Tunnelsystemen immer wieder etwas Neues für eine Mission, obwohl wir diesen Tunnel schon gefühlte hunderte Male abgegrast haben. Hier hätten wir uns ein wenig mehr Vielfalt gewünscht und mehr Areale, die man auf einem Planeten besuchen kann. Es ist wirklich nervig wenn man ans andere Ende eines Planeten reist, das Level jedoch genau so aussieht wie zuvor. Wir hoffen auf neue Inhalte.

Hübsche Idylle

Destiny (8)Ein großes Lob gilt noch Grafik und Atmosphäre auszusprechen. Wir haben uns wiederholt dabei ertappt, gerade bei neuen Planeten, einfach mal stehenzubleiben und in aller Ruhe die Landschaft zu begutachten. Auch wenn wir mit Freunden spielen, kommt es häufig vor, dass wir warten mussten, weil jemand sich die Zeit nimmt, um die Atmosphäre zu genießen. Die Weitsicht ist absolut atemberaubend, so dass wir auf dem Mars zum Beispiel einfach in das weite Universum schauen, aber auch das hervorragend gestaltete Terrain beobachten können. Der Mond glänzt mit seinen vielen Kratern und seiner weiß leuchtenden Umgebung. Sogar die Erde kann man wunderbar sehen, wenn man in ihre Richtung schaut. Das Riff, dem Ort der Erleuchteten, ist ein wirklich abgewrackt aussehender Teil im Universum und auch der Erde merkt man den Verfall an. Zudem sind Gegner und Charaktere sehr detailreich gestaltet. Gerade die Waffen haben eine Menge an Details und sehen sehr gut aus. Die Gegner sehen sehr liebevoll gezeichnet aus und wir erkennen wirklich marginale Auffälligkeiten bei jedem Gegnertyp. Es lässt sich zusammenfassen, dass die Entwickler bei Bungie wirklich viel Wert auf eine authentische Umgebung gelegt haben und mit viel Liebe zum Detail die einzelnen Planeten ausgebaut haben. Deshalb ist es so schade, dass es nur wenige Levels pro Planet gibt.

Kritikpunkt: Story

Destiny (9)Ein wichtiger Kritikpunkt des Spiels ist in jedem Falle die Story. Diese fängt stark an, erklärt direkt zu Anfang wunderbar die Geschehnisse der damaligen Zeit und führt uns somit sehr stark in das Spiel ein. Jedoch lässt diese Erzählweise genau so schnell wieder nach und jede angenommene Mission wird nur noch mit einem kleinen und unbedeutendem Text begleitet. Wir hätten uns wesentlich mehr Geschichten über die anderen Rassen und Gegner gewünscht. Würde das Spiel hier so in seiner Veranschaulichung über die einzelnen Rassen nachlegen wie es zum Beispiel Mass Effect 3 macht, hätte das Spiel wirkliches Potential zehn Jahre zu halten. Bungie ließ schon verlauten, dass man einen Plan über eine ganze Dekade verfolgt und dies lässt sich nur bewerkstelligen, wenn die Rassen mit Informationen gefüttert werden, unerwartete Wendungen hinzukommen um den Spieler tiefer in die Geschehnisse eintauchen dürfen. Zur Zeit fühlt sich die Story unvollständig und nur oberflächlich an. Hier sollte man wesentlich mehr von einem Vollpreistitel erwarten dürfen und nicht nur darauf hoffen, dass teure Zusatzinhalte mehr Content zur Geschichte liefern. Diese sollten zudem kostenlos allen Käufern zur Verfügung gestellt werden. Hier appellieren wir an Bungie Inhalt nachzuschieben und ein bisher grandioses Spiel in Richtung Perfektion voranzutreiben.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Wie man diesem Test entziehen kann, bin ich voller Lob für das Spiel. Jedoch gibt es auch einige Schwächen, über die ich zwar hinwegsehen kann, mich aber doch ärgern. Das Spiel ist sehr schön gestaltet, lässt sich flüssig spielen und glänzt vor vielen verschiedenen Gegnertypen und dem größten Pluspunkt, dass man mit Freunden einen unvergleichlichen Spielspaß erleben kann. Jedoch sind es einfach viel zu wenige Levels auf den Planeten und die Aussicht ist auch nicht wirklich besser, da anscheinend nur die Zusatzinhalte neue Areale einfügen werden. Hier sollte Bungie seine Strategie noch einmal überdenken und auch Inhalte kostenlos nachliefern, um die aktuelle Spielerzahl aufrecht zu erhalten. Auch fände ich es interessant, mal eine der gegnerischen Rassen spielen zu können – vielleicht als eine Art Überläufer, denn die Gegner sind wirklich absolut genial dargestellt und passen wie die Faust aufs Auge in das frische Destiny-Universum, in dem ich noch viele Abenteuer erleben möchte.

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Destiny!

Review: Fifa 15

Fifa 15 (1)Derzeit versorgt Electronic Arts die Fans mit den alljährlichen Sportspielupdates. Kurz nach Madden NFL 15 folgt nun auch noch Fifa 15. Diesmal lag der Fokus für die Entwickler auf einer verbesserten Stadionatmosphäre, um dem Spiel dadurch mehr Authentizität zu verleihen.

Fifa 15 (2)Im Vorfeld wurde viel versprochen. So sollten bekannte Teams ihre Stadionhymnen erhalten, Fangesänge integriert und sogar Choreographien der Fans bei Heimspielen auftauchen. Was von den ganzen Versprechungen eingehalten wurde, bekommen wir direkt zu Spielbeginn gezeigt. Beim Starten des Spiels werden wir in den Finalspieltag der englischen Premier League geworfen. An einem der bekanntesten Fußballschauplätze, der Anfield Road, begegnen sich die Titelaspiranten Liverpool und Manchester City. Es ist das finale Spiel um die Meisterschaft und somit kann es am Ende des Matches nur einen Gewinner geben. Auch die Fans fiebern fleißig mit und lautstark hören wir aus den Rängen You´ll Never Walk Alone, die wohl bekannteste Hymne im Fußball an dem wohl bekanntesten Schauplatz – Gänsehaut ist damit absolut garantiert und besser hätten wir einen Einstand in das Spielgeschehen sicher nicht erwarten können. Als das Spiel beginnt, fühlen wir uns nahezu entfremdet. Das Spiel ist um einiges anders als sein Vorgänger und das merken wir an der Spielgeschwindigkeit, dem schnellen Aufbauspiel und der Optik, welche sich hin zu einer TV-Übertragung entwickelt. Die Torhüter legen sich langsam den Ball hin, wir sehen die Schrittfolge zum Abstoß und auch bei Ecken legen sich die Spieler den Ball penibel auf die Linie oder dem Viertelkreis.

Der Schein trügt Fifa 15 (3)Allerdings weiß die Optik auch ein bisschen zu trügen. Keine Frage: Die Choreographien sind der Wahnsinn und werden schön eingefangen und bei den wichtigsten Mannschaften hört man aus dem Stadion das ein und andere Mal einen Fangesang, aber so sensationell wie beim ersten Spiel wird es nie mehr. Hier haben die Entwickler bei ein bisschen nachgeholfen, um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen, welcher nachher etwas verschwindet. Spielen wir die Partie zwischen Liverpool und Manchester City noch einmal an der Anfield Road nach, so ist der Gesang zu You´ll Never Walk Alone nicht mehr so laut und impulsiv wie noch beim Einstiegsspiel. Dies ist aber alles nur halb so wild, da wirklich eine sehr gute Atmosphäre in jedem Spiel zu erkennen ist und die vereinsspezifischen Choreographien uns ein Mittendrin-Gefühl vermitteln. Ein bisschen Enttäuschung macht sich aber trotzdem breit, da es noch viele mittelklassige Vereine gibt, die auf eben eine solche Fanperformance verzichten müssen und sich bei einigen Traditionsclubs wie dem VFB Stuttgart oder SV Werder Bremen die Stadiongesänge ständig wiederholen. Zudem kommen wir nicht herum, die Polygonzuschauer zu kritisieren – sobald die Kamera in die Zuschauerränge schwenkt, bekommen wir Gestalten zu sehen, die Kindern wahrscheinlich mehr Angst machen, anstatt Fans zu identifizieren.

Mit Tempo übers Spielfeld

Fifa 15 (4)Wie bereits in der Einleitung erwähnt, waren wir vom schnellen Tempo überrascht. Lobten wir letztes Jahr noch den langsamen Spielaufbau und seine Nähe zum Realismus, wurde das Konzept anscheinend über Bord geworfen, die Schraube für Tempo angedreht. Somit lässt sich Fifa 15 wieder ein bisschen arcade-mäßiger spielen. Uns gefiel dies überraschend gut und ist eine gelungene Abwechslung zum letzten Serienableger. Auffällig ist auch, dass nun die Dribblings wieder etwas leichter als im Vorgänger sind. Die Spieler wirken dynamischer am Ball und können viel stärkere Haken im Lauf schlagen, um so die Abwehrspieler stehen zu lassen – Grundvoraussetzung sind natürlich Spieler mit einer starken Technik, Ballkontrolle und hoher Geschwindigkeit. Natürlich bringt der bessere Angriff auch ein, in unseren Augen großes, Problem mit. Die Abwehrreihen haben nun deutlich mehr Probleme, einen Angriff zu halten und tappen dadurch oft mal ins Leere. Der Spielablauf ist auf die Offensive ausgelegt und es gibt viel mehr Torchancen, da die Abwehr sich recht leicht durch Einzelaktionen austricksen lässt. Zudem ist die künstliche Intelligenz derzeit noch verbesserungswürdig. Unter hohem Druck schickt der Computer den Ball ins Aus und ermöglicht uns so wieder in Ballbesitz zu kommen –hier muss Electronic Arts in den nächsten Wochen nachbessern!

Menü-Wirrwarr und ein bekanntes Problem

Fifa 15 (5)Als positiv, aber auf den ersten Blick verwirrend, stellt sich das Menü vor. Dieses wirkt auf uns recht modern und scheint mit seiner Ausstrahlung neue Reize setzen zu wollen. Wie im Vorgänger lässt sich alles über die Schultertasten umblättern und mit dem Analog-Stick dann auswählen. Sehr schön gestaltet finden wir das Team-Managment, in dem wir die Aufstellung unseres Vereines vor dem Spiel festlegen. Hier werden Werte der Spieler in einem Graphen angezeigt und so können wir wesentlich schneller und überlegter einen Wechsel vornehmen und das Spiel so nach unseren Stärken anpassen. Das funktioniert außerordentlich gut und so können wir das manuelles Durchschauen der Spielerwerte schneller durchführen. Eine kleine und bescheidene, weil in den letzten Jahren immer wiederkehrende, Kritik bekommen die deutschen Kommentatoren Frank „Buschi“ Buschmann und Manfred „Manni“ Breuckmann von uns. Es wirkt so langsam wie eine CD der Greatest Hits, was die Beiden da abliefern und nach einigen Jahren können wir alle Sprüche auswendig vorsagen. Vor allem sind immer noch Fehler enthalten, wie einen Abschluss als Pass zu degradieren oder dass ein Schuss, der gefühlte hundert Meter über das Tor ging, als knappe Chance wahrgenommen wird. Aber wir müssen uns tatsächlich selber eingestehen, dass dies Meckern auf hohem Niveau ist.

Ärger mit Torhütern

Fifa 15 (6)Die Grafik wurde noch einmal überarbeitet und so sieht Fifa wirklich von Jahr zu Jahr besser aus. Die Spielermodelle wirken realistischer und gerade die Animationen bei Torschüssen sind sehr flüssig und glaubhaft dargestellt. Absolut schön anzusehen ist auch, wenn die Kamera nach guten oder schlechten Szenen auf die Gesichter der Spieler hält und wir dabei Emotionen erleben. Hier können wir ein lautstarkes Meckern oder das Verziehen einiger Gesichtsmuskeln bemerken, wodurch wir uns wie in einer TV-Übertragung fühlen. Nach dem Zuckerbrot kommt ein Letztes mal die Peitsche und wir kritisieren Torhüter, welche alle an einen Manuel-Neuer-Klon erinnern. Diese rennen vermehrt eigenständig aus dem Strafraum, um einen etwas zu weit geratenen Pass in Neuer-Gedächtnis-Manier zu klären. Dabei kommt es dann auch gerne mal vor, dass ein guter Gegner den Torhüter einfach umrundet und ins leere Tor einschieben kann. Eine nette Neuerung, welche sich als Schwachstelle herausstellt, ist das Abprallen von Bällen bei den Torhütern. Diese fausten nun Bälle auch gerne mal blind nach vorne aus dem Strafraum, welche die Gegner dann als Volley auf das Tor ziehen können. Dies ist an sich eine nette Sache, die das Spielgeschehen spannender macht durch – jedoch findet dies zu häufig statt und wird so mehr zur Frustration als zur dynamischen Neuerung.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Kurz und knapp – auch wenn in diesem Review viel Kritik zu lesen ist, ist das neue Fifa in meinen Augen das Beste seit sehr langer Zeit. Fifa 14 hat mir in weiten Teilen nicht gefallen und alles, was in diesem Spiel von mir kritisiert wurde, hat sich in Fifa 15 geändert. Einzig die defensiven Zweikämpfe sind doch ein wenig verbesserungswürdig, da bisher nur der bessere Angriff das Spiel gewinnt und die Verteidigung nur ein unbedeutendes Nebenelement zu sein scheint. Sehr positiv sind die Bemühung und die Umsetzung der Entwickler bezüglich der Atmosphäre, welche in den letzten Jahren stark gelitten hat beziehungsweise einfach nur ignoriert wurde. Nun bekommt der Spieler auch viel von der Stimmung im Stadion mit und die Anfeuerungen motivieren immer weiter nach vorne zu kämpfen. Alles in allem ist das neue Fifa ein absolut rundes Spiel mit nur kleinen Ecken und Kanten, welche aber hoffentlich mit den nächsten Updates ausgemerzt werden.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Fifa 15!

Review: Madden NFL 15

Madden NFL 15 (1)Wir kommen nicht umher, bei den dauerhaften Fortsetzungen von Fifa, Madden und Co. eine Phrase zu schreiben, die sich auf ein neues Jahr bezieht – aber wieder ist es ein Jahr rum und ein neues Madden erhältlich. Wir sind gespannt, welche Neuerungen das Spiel mit sich bringt.

Madden NFL 15 (2)Es ist nicht verwunderlich, dass Jahr für Jahr die Verkaufszahlen der Madden-NFL-Serie in Deutschland steigen. American Football erhält immer mehr Einzug in unsere Gesellschaft und somit ist nicht nur der Super Bowl das einzige Highlight, welches im deutschen Fernsehen übertragen wird, sondern auch die Rechte für die Play-offs wurden letztes Jahr gesichert. Und was im Fernsehen immer beliebter wird, erhält auch gerne mal den Einzug auf die heimischen Konsolen. Vor allem Sportspiele sind in Deutschland sehr beliebt und dazu gehört seit einigen Jahren schon Madden NFL. Zwar gibt es immer noch kein deutsches Menü im Spiel, aber es ist überall hier im Handel erhältlich, was vor einigen Jahre leider noch nicht der Fall war. Mit steigenden Absatzzahlen werden jedoch auch die Erwartungen der Fangemeinde viel höher geschraubt und somit haben sich die Entwickler etwas Neues einfallen lassen. Der Fokus liegt dieses Jahr auf der Defensive und deren Möglichkeit über Quick-Time-Events mehr Druck auf die gegnerischen Angriffsformationen ausüben zu können. Somit sollte das Problem behoben sein, dass jedes Spiel nur noch ein ständiger Schlagabtausch in der Offensive ist und die Ergebnisse dementsprechend hoch ausfallen. Zu recht fragt ihr euch jetzt, ob die neue Defensiv-Mechanik den Schlagabtausch verhindern und Partien spannender gestalten kann.

Abgemagerter Spielbeginn

Madden NFL 15 (3)Während wir letztes Jahr noch die Aufmachung der Spiele und den Einzug der Moderatoren in das Spiel lobend erwähnt haben, sind wir dieses Jahr etwas enttäuscht gewesen. So haben die Entwickler die gut inszenierten Vereinslogos mit metallischem Sound sowie die Ansicht der gegeneinander antretenden Städte wieder entfernt und durch eine einfache Ansicht des Spielfelds ersetzt. Zudem wurde die nette Moderatorin am Spielfeldrand und der Münzwurf entfernt. Wer nun zuerst mit dem Kick oder Return anfangen darf, entscheidet das System per Zufall. In unseren Augen schadet dies etwas dem Spielgefühl und das wunderbare Mittendrin-Gefühl, welches wir im letzten Jahr noch freudig begrüßt haben, geht dieses Jahr vollends verloren. Einzig sieht man die Quarterbacks beim Einlauf in einem kleinen Video präsentiert. Positiv hervorheben müssen wir hingegen abermals die Engine, die Electronic Arts für seine Sportspiele benutzt. Die Kollisionen sehen wirklich fantastisch aus und jeder noch so kleine Hit wirkt so authentisch, dass man selbst als Spieler das Gesicht vor Schmerz verziehen oder durch einen Aufschrei zeigen muss, wie schmerzhaft die Szene im Spiel gerade aussah. Diese realistisch wirkenden Animationen tragen wesentlich zum Spielgenuss bei und zeigen uns deutlich die verschiedensten Konsequenzen eines Zweikampfs in einem Football-Match.

Das Playbook – der Weg zum Erfolg

Madden NFL 15 (4)Für Neulinge der Serie wurde das sogenannte Game-Flow-System einsteigerfreundlicher gestaltet. Somit ist es nicht mehr zwingend notwendig, sich mit dem Playbook des Vereins auseinander zu setzen. Die Änderung dabei ist, dass wir im Angriff nun zwischen Pass- oder Laufspielzug wählen dürfen. Dies gilt im Übrigen auch für die Defensive, so können wir zwischen aggressiver oder zurückhaltender Spielweise wählen. Für Einsteiger ist diese Hilfe sicherlich eine Bereicherung, für erfahrene Spieler jedoch nicht zu empfehlen. Neu ist, dass man im Game-Flow-System auch die beliebtesten Spielzüge der Community einsehen kann und diese auch sofort zur Auswahl hat – dies bringt einiges an Abwechslung auf das Spielfeld. Die größte Neuerung jedoch die Defensivstruktur. Anhand von Quick-Time-Events können wir schneller Vorblocker wegschieben, um uns den Weg zum Ballträger zu ebnen oder gezielt mit risikoreichen Tacklings Runningbacks oder Receiver umhauen. Dabei hilft auch, dass wir die Spielfeldansicht ändern können und nun das Spiel nicht mehr zwingend aus der offensiven Perspektive anschauen müssen, sondern eine Hinteransicht der eigenen Defensive auswählen können. Hier gibt es von unserer Seite aus ein großes Lob an den Entwickler, da unsere Defensive viel variantenreicher genutzt werden kann, als in allen bisherigen Spielen der Serie.

Wenig neu, aber neu genug

Madden NFL 15 (5)Spielerisch liegt die einzige Neuerung in der Defensive und selbst diese konnten wir innerhalb von sieben Zeilen erklären. Es mag nicht zwar viel klingen, gestaltet Madden NFL 15 aber um einiges dynamischer als die Vorgänger. Die anderen Bereiche sind nahezu identisch geblieben, aber Bewährtes möchten die Entwickler wohl auch nicht gerne ändern. Der Karrieremodus hat sich über mehrere Jahre kaum geändert. Die Karriere können wir als Spieler, Manager oder Club-Besitzer hinlegen und in allen drei Positionen nach der schönsten Trophäe im Football streben – dem Super Bowl. Eine kleine Neuerung ist jedoch schon gegeben, welche unserer Meinung nach aber kaum eine Erwähnung findet. So können wir in der Spielvorbereitung ein Zeitbudget benutzen, mit welchem wir Trainings- und Motivationsmaßnahmen auswählen können, um die Leistung unserer Spieler zu steigern. Nach einigen Seasons konnten wir aber keinen wirklichen Effekt feststellen. Madden NFL bleibt ein solides Spiel, an dem Football-Legionäre und Neulinge ihren Spaß finden werden. Gerade für Anfänger bleibt das Spiel einsteigerfreundlich und gibt einen Einblick, wie der Sport funktioniert und auf was Neulinge zu achten haben. Es lehrt die Grundverständnisse der wichtigsten Regeln. Es werden aber gute Englisch-Kenntnisse vorausgesetzt – der Titel ist leider nur in englischer Sprache erhältlich.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Ich bin wieder einmal voll zufrieden mit dem, was Electronic Arts hier präsentiert. Viele mögen sich beschweren, dass sich die Sportspiele Jahr für Jahr kaum weiter entwickeln und wollen eine überwerfende Veränderung des Genres. In meinen Augen funktioniert das Spiel flüssig, gibt ein hohes Grad an Details wieder und macht Spiel für Spiel aufs neue Spaß. Jedes Tackling fühlt sich anders an, Spielzüge können immer neu gestaltet werden und jeder Gegner lässt sich anders spielen und passt sich nach der Zeit auch der eigenen Spielweise an. So stehe ich immer wieder vor der Herausforderung auch meine Spielweise zu ändern, abzuwarten wie der Gegner reagiert, um dann eventuell auf eine neue Taktik zu setzen – das hört sich an, als ob man ein Team wirklich coachen müsste und genau so erlebe ich das Spiel auch und gerade deswegen bin ich so begeistert von Madden NFL 15. Der letzte Kritikpunkt meinerseits über die letzten Jahre, die Defensive, wurde überarbeitet und nun habe ich auch Spaß daran, gegen den Ball spielen zu müssen und gegebenenfalls durch meine Verteidigung einen Sieg zu erkämpfen. Für die nächsten Jahre können dann die Fans und Stadionatmosphäre in Angriff genommen werden. Schließlich kommt man nur so Schritt für Schritt an die Perfektion heran!

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Madden NFL 15!

Review: ArmA III

ArmA III (1)Ein Sprichwort besagt, dass manche Sachen lieber zu spät als nie eintreffen sollten. ArmA III aus dem Haus Bohemia Interactive fällt genau in diese Sparte. Grund warum der Titel an Beliebtheit gewinnt, sind wohl die vielen kostenlosen Modifikationen für das Hauptspiel.

ArmA III (2)Mit etwas Verzögerung hat es die berühmte Militärsimulation des tschechischen Entwicklers endlich auch in unsere Redaktion geschafft. Jedoch hat es auch ein gutes halbes Jahr gedauert, bis ArmA III wirklich ein fertiges Produkt war. Im September 2013 wurde der Titel ohne eine wirkliche Einzelspielerkampagne veröffentlicht. Einen Monat später folgte dann der erste Akt, namentlich Survive. Anfang dieses Jahres folgte der zweite Abschnitt des Einzelspielermodus unter dem Namen Adapt. Mit Win hat die Trilogie dann ihr Ende gefunden. In ArmA III steht das Jahr 2035 auf der Insel Altis unter keinem guten Stern. Es herrscht ein neuer Bürgerkrieg, nachdem ein bewaffneter Konflikt mit der separationswilligen Nachbarinsel Stratis kaum fünf Jahre her ist. In diesem Konflikt wurden bereits North-Atlantic-Treaty-Organization-Truppen entsandt, welche den Frieden wahren sollen. Nun ist die Führungsetage der Meinung, dass die Fortsetzung der Friedensmission überflüssig sei und ein Abzug der Einheiten befehligt wird. Mit dem Abzug der Truppen entfacht der Konflikt neu und die Region befindet sich abermals in Kämpfen um das Territorium des Landes. Wir schlüpfen dabei in die Rolle des Corporal Ben Kerry und gehören zu den letzten Truppen der NATO auf Altis, welche gerade die Koffer packen, doch werden wir unerwartet angegriffen und müssen uns mit allen Mitteln verteidigen.

Drei Kampagnen

ArmA III (3)Die Kampagne gliedert sich in drei Teile. Nach dem überraschendem Angriff beginnt für uns die erste Kampagne mit dem Sammeln der verbliebenen NATO-Einheiten, doch die NATO-Truppen sind über die Insel verstreut und Gerätschaften weitestgehend schon abtransportiert. Es bleiben uns nur wenige Handfeuerwaffen, um unseren Weg über die Insel zu bewältigen. Dabei überfallen wir als eine Art Guerillatruppe feindliche Kommunikationseinrichtungen, schalten hochrangige Offiziere aus und müssen uns gegen allerlei Soldaten verteidigen. Wir schließen uns sogar dem einheimischen Widerstand an, um unsere Kräfte zu bündeln. Der zweite Spielabschnitt beschäftigt sich in Folge damit, dass wir mit dem Widerstand gewisse Missionen erfüllen, die hauptsächlich darin bestehen, Offiziere auszuschalten und Stützpunkte einzunehmen. Erst die dritte und damit letzte Kampagne eröffnet uns wieder etwas größere Schlachten. Infanterie, Panzer- und Luftstreitkräfte lassen grüßen. Allerdings müssen wir dabei bemängeln, dass wir weiterhin überwiegend zu Fuß unterwegs sind und nur selten Vehikel benutzen dürfen. Kooperativ mit Mitspielern dürfen wir ebenfalls nicht spielen. Da boten uns die älteren Teile größere Freiheiten. Die Spielzeit des letzten Zusatzinhalts bietet gerade einmal nur sechs Stunden. Das ist im Vergleich zu den vorherigen Inhalten sehr dünn.

Modifikationen als Wunderwaffe

ArmA III (4)Viele verschiedene Modifikationen halten die Community stets auf Trab und sorgen für viel Abwechslung. Die wohl beliebteste ist Ende Juni 2014 Altis Life, in der das alltägliche Leben simuliert werden soll. So haben wir die Wahl, ob wir als Polizist oder als Bürger im Spiel starten möchten und dementsprechend sind auch unsere Aufgaben zugeteilt. Als Bürger agieren wir frei, können Obst pflücken und verkaufen, bekommen einen Stundenlohn und können von diesem dann Fahrlizenzen, Autos oder sogar Waffen kaufen. Mit Waffen können wir dann auf die kriminelle Bahn geraten und andere Spieler überfallen, mit Obst beladene Trucks klauen oder sogar Drogen herstellen und verkaufen. Als Polizist gilt es dann, die Straftäter zu finden und diese festzunehmen, um den Frieden auf Altis zu wahren. Eigentlich ein ganz einfaches System, welches hervorragend funktioniert – vor allem da die Server wie Rollenspielserver aufgebaut sind und die Spieler ebenso handeln, sich geschickte Ausreden ausdenken, wenn sie verhaftet werden, und untereinander über alles mögliche kommunizieren. Des Weiteren gibt es viele andere Modifikationen, wovon die meisten wiederum DayZ ähneln wollen, welches ja mittlerweile als Stand-alone-Version gekauft werden kann. Das Thema Zombies wirkt dabei allerdings ausgelutscht und somit sind die Server hier eher leer als voll.

Muskelkraft unter der Haube

ArmA III (5)Das Besondere an der ArmA-Reihe war immer die Weitsicht, welche die Serie bot. Selbst mit dem neuen Teil der Serie bekommen wir erstaunliche Grafikeffekte geboten, die unserer PC-Hardware natürlich fleißig Leistung entlocken. Das Panorama ist nämlich wirklich herrlich und die Weitsicht scheint grenzenlos zu sein. So können wir aus mehreren Kilometern noch Bäume erkennen und minimale Bewegungen auf den Straßen. Dementsprechend ist die Kampfweite von zwei- bis fünfhundert Metern mit Sturmgewehren normal, was in kaum einem anderen Taktik-Shooter denkbar wäre. Wer aber eine solche Weitsicht genießen und Bäume sowie Büsche aus mehreren Kilometern Entfernung sehen will, muss einen High-End-PC besitzen, doch auch dieser wird mit Einbrüchen in der Bildwiederholungsrate zu kämpfen haben. Abstriche müssen wohl oder über gemacht werden, doch wird man auch auf mittleren Einstellungen mit einer Grafik belohnt, die kaum ein Spiel an den Tag legt. Leider ist das Spiel auch heute noch von einigen Bugs geplagt. Die Entwickler versprechen jedoch, dass sie auch weiterhin darum bemüht sind, diese auszumerzen. Wir wünschen uns jedoch neben den versprochenen Bugfixes vernünftige Coop-Missionen und am liebsten auch eine Multiplayer-Kampagne und genau dann wären wir mit dem Spiel auch wirklich rundum zufrieden!

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit: ArmA III ist serientypisch und bietet mir alles in verbesserter Form, was ich von vorherigen Serienteilen kenne: Eine wunderbare Weitsicht, ein schwer zu erlernendes, aber hoch realistisches Setting (inklusive Steuerung) und spannende Kämpfe, in denen ich auf mein virtuelles Leben achtgebe. Gerade der Grad an Realismus macht das Spiel spannend und somit halte ich große Distanzen und Deckung, um gegen Feinde vorzugehen. Dies macht allerdings auch das Treffen der Gegner schwieriger und somit gehe ich mit meiner Munition auch sorgfältig um und schieße ausschließlich nur im Einzelschuss. Leider stört die gewaltige Hardwareleistung genauso wie die künstliche Intelligenz, welche aber auch in den vorherigen Spielen nie zu begeistern wusste. Am meisten Spaß machen jedoch die unterschiedlichen Modifikationen, die erst ein wahres Rollenspiel-Feeling erschaffen können. Hier geht es nicht mehr stumpf um das Militär, sondern schickt mich in allerlei Welten, welche mich auf ihre eigene Art und Weise zu faszinieren wissen. Gerade Altis Life ist mit guter Erinnerung in meinem Gedächtnis geblieben und wird sicherlich noch einige Male angespielt werden.

Vielen Dank an Peter Games für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von ArmA III!

Review: EA Sports UFC

EA Sports UFC (1)Wie so oft ist ein in den Vereinigten Staaten beliebter Sport in Deutschland ein Reizthema. Der Ultimate Fighting Championship ist eine Kampfsportveranstaltung, bei dem die wichtigsten Kernelemente des Mixed-Martial-Arts zusammen kommen.

EA Sports UFC (2)Die Kämpfer stehen sich im Octagon, einem achteckigen Käfig, gegenüber und kämpfen bis zur Bewusstlosigkeit gegeneinander. Weil das Einschlagen auf am Boden liegende Gegner der Bayerischen Landeszentrale für Medien zu viel war, gab es kurzerhand ein Fernsehverbot für die Übertragung der Kämpfe in Deutschland. Daher ist der Sport hier eher unbekannt und trifft nur auf eine kleinere Gruppe an Fans – aber es gibt sie! Als Nachfolger von THQs UFC-Reihe hält EA Sports UFC Einzug in unserem Regal – und das unzensiert! Die große Frage ist jedoch, ob die Mixed-Martial-Arts-Simulation an die sehr gute UFC-Undisputed-Reihe von THQ anknüpfen kann oder ob es ein eher durchwachsenes Spiel sein wird, wie Electronic Arts erstes MMA-Spiel. Durch die Pleite des Publishers THQ ging die Lizenz an Electronic Arts über und seit diesem Moment sind die Fans eher skeptisch. Leider müssen wir jetzt schon eingestehen, dass diese Skepsis zu Recht besteht und das neue Spiel leider nicht an die UFC-Undisputed-Reihe anknüpfen kann. Angefangen mit dem Tutorial, welches schon so schlecht gestaltet wurde, dass wir gerne den Controller in Richtung Wand geschleudert hätten, statt den Gegner im Ring. Zwar werden die Grundlagen erläutert, doch sind diese dermaßen umfangreich, dass es einige Zeit in Anspruch nimmt, bis man mal selber frei im Octagon steht.

Kampfkunst

EA Sports UFC (3)Die vier elementaren Kernbegriffe, die jeder Kämpfer kennen muss, lauten Striking, Clinch, Boden und Submission. Ersteres ist der klassische Kampf im Stand, in dem es darum geht, so viele Tritte und Schläge wie möglich auszuteilen. Dabei können Höhe der Tritte variieren. Geht es dann in den Clinch, müssen wir uns befreien oder zumindest in eine günstige Position gelangen, um weiterkämpfen zu können. Ein Clinch führt schnell zu unserem nächsten Punkt, dem Bodenkampf. Dabei ist es enorm wichtig, uns eine vorteilhafte Ausgangslage zu schaffen. Sitzt unser Gegner zum Beispiel auf uns, so lassen sich seine Schläge nur schwer blocken und wir müssen alles daran setzen, uns so schnell wie möglich zu befreien. Schaffen wir dies nicht, so kann es schnell zur Submission kommen; ein erzwungenes Abklopfen des Gegenspielers. Dies wird durch ein Minispiel realisiert, bei dem es auf die Reaktionszeit sowie Antizipation der Spieler hinter dem Controller ankommt. So muss der rechte Stick in dieselbe Richtung gedreht werden, wie unser Gegner, um den Versuchen sich, zu befreien im Sand zu versenken. Wir bekommen mit EA Sports UFC also ein Spiel, welches taktisches Danken fordert und unsere Reaktionszeit testen möchte, denn wie in einem echten Kampf ist jede Sekunde enorm wichtig und jeder kleine Fehler wird sofort bestraft – sofern unser Gegner diesen erkennt.

Spuren des Kampfes

EA Sports UFC (4)Großes Kino ist, egal wie der Kampf verläuft, dass jeder Gegner seine Spuren hinterlässt. So sind die Kämpfer von Blessuren, erröteten Hautpartien oder Schnittwunden bedeckt und man sieht ihnen je nach Kampfdauer die Erschöpfung in den Gesichtern an. Platzwunden und deformierte Körperpartien sind an der Tagesordnung und gehören zum Geschäft wie Zucker zur Zuckerwatte. Wichtig ist den Entwicklern auch der Fokus auf Realismus. Nicht nur was die optischen Wunden betrifft, sondern auch die Varianz, die hinter den Kämpfen steckt. So haben die wählbaren Kämpfer spezielle, ihnen zugeschriebene, Fähigkeiten. Forrest Griffin ist ein sehr agiler Kämpfer, welcher durch hohe Geschwindigkeit auf sich aufmerksam macht, während Cain Velasquez durch Körpermasse und seinem harten Schlag auffällt. Interessant ist dabei, dass wir die Möglichkeit besitzen, mit Bruce Lee zu spielen – dem Vorbild aller Kämpfer. Bruce Lee gilt als Vater des Mixed-Martial-Arts und die Idee, diverse Fähigkeiten der Kampfkunst in einer zu perfektionieren, ist der Grundgedanke, aus dem die UFC geschaffen wurde. So wird der verstorbene Chinese gewürdigt und jüngeren Generationen ans Herz gelegt. Lee alleine ist aber kein Garant für den Sieg, da er nie der bekannte Ringer war und im Grappling-Kampf schlechte Karten hat – hier wurde nicht an Realismus gespart.

Der Start einer Karriere

EA Sports UFC (5)Der Kern von EA Sports UFC ist klar der Karriere-Modus, in dem wir zum Champion werden können. Wir fangen an, für eine kleine Fernsehshow zu kämpfen, um uns so einen Vertrag für die UFC zu qualifizieren. Ganz besonders ist dabei, dass die Aufmachung des Spiels wirklich wie eine Fernsehübertragung wirkt und detailgetreu umgesetzt wurde. Die Schauplätze sowie die Einmärsche der Kämpfer sind realitätsnah dargestellt und sorgen für ein vertrautes Feeling unter den Kennern. Unser Kämpfer ist am Anfang ein Frischling, der sehr unbeholfen wirkt. Sind wir am Anfang noch langsam und unbeweglich, verbessern sich unsere Fähigkeiten von Sieg zu Sieg, indem wir in Kämpfen und Trainingseinheiten Erfahrungspunkte sammeln, um durch diese neue Angriffe zu erlernen. Negativ fallen dabei die Trainingseinheiten auf, die sich einseitig anfühlen. Hier müssen wir nur angezeigte Tastenkombinationen drücken, um weitere Erfahrungspunkte zu gewinnen – dies wirkt sehr einschläfernd und deplatziert. Zum Glück reichen die durch Kämpfe verdienten Erfahrungspunkte aus, um auf das Training ganz zu verzichten beziehungsweise das Training manuell zu überspringen. Jedoch wirken die Kämpfe nach ein paar Runden leider eher monoton und wir merken, dass sich EA Sports UFC nicht so griffig anfühlt, wie noch die alte UFC-Undisputed-Reihe von THQ.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Electronic Arts macht nichts falsch, aber auch nichts richtig – und genau hier liegt die Schwäche des ersten lizenzierten UFC-Ablegers aus dem Hause Electronic Arts. Man hat mal wieder sehr viel versprochen, aber im Endeffekt kommt man mit EA Sports UFC nicht an die Undisputed-Reihe vom bereits zerschlagenen Unternehmen THQ heran. Die Steuerung ist zwar gleich, vermittelt aber kein neues Gefühl und somit kann man getrost auf die älteren Ableger zurück greifen. Für EA Sport UFC sprechen eigentlich nur die Lizenzen, sowie die durchaus gelungene Grafik, welche mit vielen Details punkten kann. Mit Bruce Lee gibt es außerdem einen Kämpfer, den wirklich jeder einmal gespielt haben sollte, um in Nostalgie zu versenken und ihn nicht nur in einem seiner (wenigen) Filme zu bewundern!

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von EA Sports UFC!

Review: Wolfenstein: The New Order

Wolfenstein - The New Order (1)Die Nationalsozialisten sind zurück! Besser gesagt, waren sie niemals weg, denn Wolfenstein: The New Order schickt uns in die guten alten Sechziger Jahre – mit der Besonderheit, dass die Nazis die Weltherrschaft an sich reißen konnten und dementsprechend überall präsent sind.

Wolfenstein - The New Order (2)Das so genannte Totenkopf-Regime hat den Zweiten Krieg gewonnen und die komplette Welt besiedelt. Die nationalsozialistische Diktatur verbreitet Angst und Schrecken um den Globus und besonders die futuristischen Waffen tragen ihren Teil dazu bei. Die Alliierten haben den Krieg gegen gigantische Stampfmaschinen und Roboterhunde verloren. Das Besondere ist aber, dass nicht Adolf Hitler die Kontrolle über diese Waffen hat, sondern die Befehle von General Totenkopf in Auftrag gegeben werden. Für uns geht die Geschichte schon vierzehn Jahre früher los. Genauer gesagt mit dem letzten verzweifelten Angriff der Amerikaner auf General Totenkopf und seine Schergen. Wir treten dabei in die Fußstapfen von William B.J. Blazkowicz und sehen, wie dieser Angriff fehlschlägt und B.J. sich dabei eine Kopfverletzung einfängt. Von nun an befindet sich der Protagonist über Jahre hinweg in einer Art Wachkoma, aus dem er sich nicht zu erholen scheint. Er verpasst die Kapitulation der Vereinigten Staaten nach einem Atomangriff und erlebt nicht mit, wie sich London zu einem zweiten Berlin formt. Erst als Totenkopf-Soldaten die Nervenklinik überfallen, erwacht B.J. aus seinem Koma und erledigt, was er vor vierzehn Jahren angefangen hat. Zunächst gilt es jedoch, an die Steuerung herangeführt zu werden und die schlauchartigen Spielabschnitte beherrschen zu lernen.

Old-School-Feeling

Wolfenstein - The New Order (3)Das Ziel der Entwickler war von Anfang an einen Ego-Shooter erschaffen zu wollen, der alte Erinnerungen mit neuer Grafik wieder aufleben lassen soll. Somit ähnelt das Spiel eigentlich den meisten Genrekollegen: Schlauchartiges Leveldesign, Gegnerhorden und viel gescriptete Action! Irgendwie ist es dann aber doch ein wenig anders. The New Order orientiert sich ganz an Spielen, die in den Neunziger Jahren und Anfang des 21. Jahrhunderts erschienen sind. Wenn wir von Kugeln getroffen, so können wir uns nicht hinter irgendwelchen Gegenständen verstecken und darauf warten, dass sich die Gesundheitsanzeige von selbst auffüllt. Health-Pakete und Panzerungsboni müssen mühsam in den einzelnen Levels gesucht werden. Auch finden wir Items ganz klassisch in Kisten, welche wir zerstören müssen. Hier bekommen wir wirklich ein anderes Spielgefühl zu Gesicht, in dem wir viel schneller agieren müssen, um zu viel Gesundheit zu verlieren. Verschanzen hilft niemanden. Einzig negativ ist uns aufgefallen, dass wir aufblinkende Gegenstände wie Waffen oder Gesundheitspackungen manuell durch Knöpfchendrücken aufsammeln müssen. Automatisch passiert hier nichts. Somit verbringen wir im Endeffekt doch viel zu viel Zeit damit, auf den Boden zu starren, um irgendwelche Gegenstände einzusammeln – dies stört den Spielfluss an vielen Ecken und Kanten!

Höhen und Tiefen

Wolfenstein - The New Order (4)The New Order ist ein klassischer und schneller Ego-Shooter mit einer präzisen Steuerung, geballter Action und einem rudimentären Deckungssystem. Da Deckungen aber zerschossen werden können, bleiben uns eigentlich nur zwei Optionen: Schleichen oder Sturmangriff. Hier ist es häufig klüger, Munition zu sparen und Gegner lautlos auszuschalten. Empfehlenswert ist die Option bei Offizieren, da diese durch Funk Verstärkung rufen können. Da die Soldaten immer feste Routen laufen, kann man sich in aller Ruhe dabei eine gewinnbringende Taktik ausdenken. Jedoch bringt das Schleichen gewisse Schwächen mit sich. Wir können es meist nie sonderlich abschätzen, ob wir von unseren Feinden nun gehört oder gesehen werden oder ob wir wirklich in jeder Position vor den Augen der Nationalsozialisten verborgen sind. The New Order erfindet das Rad somit nicht neu und bietet keine Besonderheiten, die das Genre revolutionieren. Auch storytechnisch gibt es Höhen und Tiefen. So bekommen wir sehr viel geballte Waffenkraft zu sehen, aber auch einige sehr ruhige Passagen, während man immer wieder ins Berliner Hauptquartier des Widerstandes zurückkehrt. Auf unserem Weg treffen wir auf viele interessante Charaktere, erforschen die Umgebung genau und erledigen einige Botengänge. Mit zwölf bis fünfzehn Spielstunden bekommen wir durchaus Vielfalt geboten.

Technische Abstriche

Wolfenstein - The New Order (5)Wieder einmal ist ein Spiel nicht so in der neuen Konsolengeneration angekommen, wie sich das so mancher von uns wünscht. Viele der Texturen wirken verwaschen und der Großteil der Animationen macht einen Eindruck, als ob die Spielcharaktere unter einer Bewegungsasthenie leiden. Die Animationen schwelgen viel zu sehr in der Vergangenheit. Im Jahr 2014 erwarten wir von einem Spiel in diesem Punkt mehr, da dies ganz besonders im Vergleich zwischen der Spielgrafik und den Zwischensequenzen auffällt. The Last of Us für die PlayStation 3 hat da schon im letzten Jahr gezeigt, was in der letzten Konsolengeneration technisch machbar war. Zudem gibt es in The New Order nur wenige Handlungsorte, die auch wirklich detailreich ausgestattet sind. Dazu gehört das Hauptquartier des Widerstandes, welches mit sehr schönen Lichteffekten und vielen Details durchdrungen ist. Im Gegenzug landen wir dann zu oft in irgendwelchen Gegenden wo tatsächlich fast alle Texturen wie ein Haufen aus Matsch zu sein scheinen. Dafür stemmt die PlayStation 4 die volle Full-HD-Auflösung bei fast konstant sechzig Bildern pro Sekunde; nur gelegentlich haben wir mit kleinen Rucklern zu kämpfen. Größere Fehler fallen uns in der optischen Gestaltung jedoch nicht auf. Abschließend lässt sich noch festhalten, dass die künstliche Intelligenz ihren üblichen Zweck erfüllt.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Beim Spielen von Wolfenstein: The New Order stellt sich eigentlich nur die Frage, was man sich von diesem Spiel erhofft. Die Entwickler waren bedacht darauf, ein Spiel der alten Generation zu entwerfen und ein gewisses Feeling der Vergangenheit in die Gegenwart zu transportieren. Wer diese Zeit und vor allem die Spiele gemocht hat, kann bei The New Order getrost zuschlagen und sich den Titel ins Regal stellen. Erwartet man jedoch Innovationen, bahnbrechende Neuerungen oder zumindest eine monströse Grafik, wie sie auf PlayStation 4 und Xbox One in der Theorie möglich ist, sollte lieber die Finger vom Spiel lassen. Der Titel möchte einfach eine spezielle Zielgruppe ansprechen und hier haben die Entwickler alle Aufgaben erfüllt. Das Spiel bietet viele Momente, um mich in Nostalgie der alten Tage versenken zu lassen und für die Zukunft wünsche ich mir jetzt tatsächlich mehr solcher Spiele. Endlich wieder auf die Gesundheit meines Protagonisten zu achten, übertriebene Waffen benutzen und ebenso übertrieben starke Gegner zu bekämpfen, möchte ich in dieser Form gerne ein weiteres Mal erleben!

Vielen Dank an Bethesda für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Wolfenstein: The New Order!

Special: Electronic Arts auf der E3 2014

Electronic Arts auf der E3 2014 (1)Es ist wieder so weit – die Electronic Entertainment Expo öffnet ihre Pforten und einer der größten Dritthersteller der Welt stellt seine neuen Titel vor. Im Vordergrund stehen dabei die neuen Konsolen und ihre Leistungsfähigkeit bezüglich der vorgestellten Spiele.

Electronic Arts auf der E3 2014 (2)Wie jedes Jahr ist Electronic Arts darauf bedacht, eine gewaltige und cineastische Vorstellung abzuliefern und somit bekommen wir mit dem Startschuss, zu Beginn der Pressekonferenz, einen Teaser zu Star Wars: Battlefront gezeigt. Allerdings wird im Anschluss nicht näher auf das Spiel eingegangen, sondern wie in den Vorjahren, gewohnt schnell, zum nächsten Spiel gewechselt. Dabei handelt es sich zunächst um Dragon Age: Inquisition von Bioware, welche für die Erfolgsreihe Mass Effect verantwortlich ist. Neben aktuellem Gameplay-Material in welchem vor allem die Grafikeffekte bestaunt werden dürfen und die vier Protagonisten, um welche sich das Spiel drehen wird, gibt es einige neue Trailer, die präsentiert werden. Nach dieser Vorstellung bleiben wir jedoch bei Bioware und bekommen sehr wenige Bilder vom nächsten Teil der erwähnten Mass-Effect-Reihe zu sehen – in Form eines Entwicklertagebuchs. Ohne die Chance auf einen Atemzug geht es auch schon direkt mit einem Trailer zu Die Sims 4 weiter. Die Entwickler stellen vor allem die Emotionen der Sims in den Vordergrund und heben hervor, wie verschiedene Aktivitäten wie Sport, Essen gehen, Faulenzen und vieles mehr mit neu animierten Gesichtszügen untermalt werden. Genau so wechselhaft wie sich dieser Text lesen lässt, ist auch die Eröffnung von Electronic Arts zur diesjährigen E3 – ein willkürliche Aneinanderreihung von Trailern aus teilweise recht unterschiedlichsten Genres.

Fortsetzungen bekannter Marken

Electronic Arts auf der E3 2014 (3)Wir können sicherlich behaupten, dass unter dem Label EA Sports die meisten Titel pro Jahr veröffentlicht werden. Auch zu diesem jährlichen Event werden uns wieder viele Sportspiele vorgestellt und die Neuerungen erläutert. Angefangen mit einem neuen Ultimate-Fighting-Championship-Titel, über die populären Fifa- und Madden-NFL-Reihen bis hin zu einem sehr eigenwilligen Golfspiel; aber immer der Reihe nach. Bruce Lee ist zurück! Wir veralbern euch nicht! In EA Sports UFC kann man neben den offiziellen Kämpfern auch mit dem Meister der freien Kampfkünste spielen. Ein Trailer stellt imposant vor, warum dies möglich ist und verweist darauf, dass Bruce Lee als der Vorreiter des Mixed Martial Arts gesehen werden muss. Schließlich ist es sein freier Kampfstil, der die Kämpfer täglich motiviert aus vielen Disziplinen das Beste zu vereinen und im Octagon alles zu geben. Im darauf folgenden Trailer werden immer wieder Kämpfer eingespielt, die von ihm als ihr großes Vorbild reden. Keine vier Minuten wird Fifa 15 der Masse vorgestellt. Dieses Jahr gibt es ausnahmsweise wenig neue Versprechen bezüglich der Spielmechanik und so soll lediglich die Verteidigung noch einmal ein wenig überarbeitet werden. Das Hauptaugenmark der Entwickler liegt dieses Jahr an den Stadien und ihrer Atmosphäre – also alles was sich um den Platz herum abspielt.

Die jährliche Sportwelle

Electronic Arts auf der E3 2014 (4)Endlich wird das in Angriff genommen, worüber Fans der Fifa-Serie seit Jahren motzen. So sollen Emotionen der Spieler eine wesentliche Rolle spielen und neue Gesichtsanimationen dafür gebastelt werden. Zudem sollen viele Vereine ihre eigenen und originalen Stadionsongs erhalten, wenn das Spiel beginnt, ein Tor fällt oder der Abpfiff naht. So sollen die Fans des FC Liverpool zu You´ll never walk alone die Schäle hochhalten und fleißig mitsingen – wir sind gespannt drauf. Von den NHL- und NBA-Titeln wird allerdings sehr wenig gezeigt und nur unwesentliche Informationen ausgegeben, wohingegen Madden 15 stark präsentiert wird. Hier möchten sich die Entwickler dieses Jahr vermehrt auf die Defensive spezialisieren und neue Tackling-Optionen in Form von Quick Time Events einbauen. So darf man Gegenspieler gezielt tackeln, ein Risiko-Angriff ausführen oder versuchen, direkt in die Knie zu gehen. Neu ist auch, dass man die eigene Defensive aus der Hintersicht sehen kann und nicht mehr wie in den vorherigen Teilen nur aus einer Perspektive – wir sind aufs Gameplay gespannt und hoffen auf ein besseres Football-Feeling. PGA Tour sehen wir mit gemischten Gefühlen. Der Trailer wirbt mit sonderbaren Hindernissen und so sehen wir, wie ein Schlachtschiff auf das Golffeld an geschwommen kommt und den Platz crashed – sicherlich interessant!

Zwei große Kracher

Electronic Arts auf der E3 2014 (5)Neben dem erst kürzlich geleakten Battlefield: Hardline, wird auch ein Entwicklertagebuch zu Mirror’s Edge 2 gezeigt. Battlefield: Hardline nutzt ein Polizei-Setting und setzt auf wilde Verfolgungsjagden, Bankraub und Schießereien. Jedoch sind wir skeptisch, da es sehr an Battlefield 4 erinnert. Es ist unseriös, wenn jeder zweite Polizist mit einer Panzerfaust herum rennt und ganze Städte in Schutt und Asche legen darf. Nicht mal die bekanntesten Filme wie Stirb Langsam oder Bad Boys haben solch einen rasanten Schusswechsel und soviel Schaden zu verzeichnen wie Battlefield: Hardline – so wirken die Bankräuber strukturierter und besser bewaffnet als die meisten Militärs dieser Welt. Mirror’s Edge hingegen macht einen positiven Eindruck, auch wenn man im Endeffekt nur wenig Spielmaterial zu sehen bekommt. Die Entwickler zeigen, wie sehr man mit Parkour-Experten zusammen arbeitet und wie wichtig der waffenlose Kampf fürs Spiel ist. Wie im Vorgänger versucht man seine Gegenspieler nämlich geschickt aus zu manövrieren, diese zu umgehen oder im schnellen Nahkampf bewusstlos zu treten. Es scheint so, als ob die Entwickler sich bewusst sind, was die Fans von der Fortsetzung erwarten, nach dem die Ankündigung schon mehrere Jahre gedauert hat – wir finden gut, wie sehr die Entwickler auch zeigen, dass auf die Fans viel Wert gelegt wird.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit: Wie die letzten Jahre war es wieder eine kurze und knappe und auch nur selten strukturierte Pressekonferenz. Mal wurde ein Trailer gezeigt zu dem sich Electronic Arts dann nicht oder nur kaum geäußert hat, dann wurde minutenlang über ein Spiel geredet und zwischen den Sportspielen wurde auch hin und wieder mal ein Trailer eines anderen Genres eingebaut. Sicherlich nicht die durchdachteste Pressekonferenz dieser E3, aber trotzdem mit vielen technischen Show-Spielereien. Jedoch hätten wir uns ein paar mehr Überraschungen erhofft in Form von Neuankündigungen. Alles was gezeigt wurde, war soweit bekannt und somit gibt es nur ein paar neue Bilder, Spielszenen und Randinformationen zum Gameplay.

Review: Infamous: Second Son

Infamous - Second Son (1)Kaum jemand träumt wohl nicht davon, eines schönen Tages aufzuwachen und Kräfte wie ein Superheld zu besitzen. So ergeht es nämlich dem Protagonisten Delsin Rowe, ein Amerikaner indianischer Abstammung, als er unerwartet zu seinen Fähigkeiten kommt.

Infamous - Second Son (2)Delsin wird unerwartet zu einem Helden mit sonderbaren Kräften, nachdem ein Transporter voller Gefangenen vor dem Lagerhaus seines Stammes verunglückt. In diesem Transporter sitzen keine normalen Häftlinge, sondern Mutanten, welche liebevoll Bioterroristen oder Conduits genannt werden. Ähnlich wie in X-Men gibt es unzählbar viele Mutanten in dieser Welt, welche allesamt über verschiedene Fähigkeiten verfügen. Deren Existenz geht auf die Zündung einer Strahlenbombe im ersten Teil der Reihe zurück, die schon den damaligen Protagonisten Cole McGrath zu einem Helden werden ließ. Als Delsin einen der Gefangenen berührt, stell er selber erstmals fest, dass er ebenfalls ein Bioterrorist mit der Fähigkeit, Kräfte von anderen Conduits zu absorbieren, ist. Er absorbiert die Kraft eines Mannes und kann sich plötzlich in Rauch auflösen und so durch Gegenstände springen. Durch diesen Unfall wird Brooke Augustine, die Chefin des Department of Unified Protection, auf den Plan gerufen. Hier begegnen wir das erste Mal unserer Widersacherin, welche alle Mutanten auslöschen will. Das Sonderbare ist, dass es sich bei unserem Feind ebenfalls um eine Mutantin handelt, welche Delsins Stammesbrüder mit Betonschrapnellen versehrt und lebensgefährlich verletzt. Um seinen Stamm zu retten macht der Held sich auf den Weg, um ihre Kraft zu absorbieren.

Seattle und die Space Needle

Infamous - Second Son (3)Da sich das Böse ja irgendwo verstecken muss, kommen die Entwickler auf die Idee, das Szenario nach Seattle zu verlagern. So fahren wir mit unserem virtuellen Bruder Reggie dort hin, um uns mitten ins Getümmel zu stürzen. Die ersten Minuten verbringen wir damit, die famose Grafik auf uns wirken zu lassen. Die Stadt mit dem hohen und schönen Turm in der Mitte, genannt Space Needle, strotzt nur so vor Details und Leben. Nässeeffekte zaubern realistisch wirkende Pfützen auf den Asphalt und die Lichteffekte sind wahnsinnig gut. Vor allem wenn wir unsere Rauchkräfte nutzen, sehen wir selbst zart das Licht durch uns strahlen. Unsere erste Aufgabe erhalten wir von Reggie per Telefon und bekommen gesagt, dass wir ein Kommandofahrzeug zerstören müssen, um die Truppen zu vertreiben. Besonders cool ist, dass Sony Computer Entertainment hier auf die Fähigkeiten des Controllers besonders gerne eingeht. Bei Anrufen dröhnt das Klingeln aus dem Controller und durchs Wischen über das Touchpad, wenn wir uns in Nähe von Rauch befinden, absorbieren wir diesen um unsere Energie zu erneuern. Die Kämpfe sind fordernd, da von allen Seiten die Soldaten auf uns schießen und wir hin und wieder schnell Deckung suchen müssen, um uns zu erholen. Erst wenn wir eine Zentrale zerstören, tauchen in diesem Gebiet keine Einheiten mehr auf. Heikel!

Die Macht des Rauches

Infamous - Second Son (4)Wie bereits erwähnt, müssen wir unsere Kräfte gut einteilen, da wir eine Art Magiebalken besitzen, der sich bei Benutzung immer weiter leert. Diesen füllen wir auf, indem wir Rauch aus qualmenden Objekten ziehen. Anfangs haben wir eine Kette, welche sich in Kombination mit unserer Fähigkeit in eine Flammenpeitsche verwandelt. Des Weiteren können wir kleine Rauchbomben abwerfen, die den Gegner Schaden zufügen. Anhand eines Skilltrees können wir weitere Fähigkeiten freischalten oder unsere aktuellen verbessern – so lassen sich zum Beispiel mit der Zeit Rauchminen legen, die explodieren wenn der Gegner hineintappt. Ganz gelegen kommen uns auch Lüftungsschächte an den umliegenden Gebäuden: Per Tastendruck verwandelt sich Delsin in Rauch und missbraucht die Schächte als Abkürzung aufs Dach. Anders als bei den Vorgängerspielen bleiben wir jedoch nicht nur bei einer Kraft, sondern können die anderer Mutanten absorbieren. So haben wir die Möglichkeit an ganze vier Arten von Fähigkeiten zu kommen, die sich zwar von der Benutzung her ähneln, aber jeweils ihre eigenen Besonderheiten besitzen. Im Gegensatz zu den Vorgängern gibt es dadurch eine klare Motivation immer weiter zu spielen, um neue Kräfte zu erhalten und dann zu entscheiden, mit welcher man am liebsten spielt – diese Tatsache sorgt bei uns für zusätzliche Motivation.

Kreatives Spieldesign

Infamous - Second Son (5)Besonders hervorgehoben wird die Inszenierung des Spiels, besonders bei den Bosskämpfen. So müssen wir eine Mutantin in einem Rennen durch nächtliche Straßen verfolgen. Dabei beeindrucken uns die Neonspuren, welche sie hinter sich herzieht und die dunkle Stadt in farbenfroh erleuchten lässt – die PlayStation 4 zeigt hier, wie schön Licht- und Partikeleffekte in einem Spiel sein können. Nachdem wir den Kampf gewonnen haben, absorbieren wir ihre Kraft und können diese unmittelbar danach benutzen. Dabei ändert sich die Dynamik des Spiels auch. Während wir mit der Rauchkraft noch die Lüftungsschächte benutzen mussten oder mühsam an den Häusern hochklettern, können wir mit der Neonkraft wie die Comicfigur Flash ein Haus vertikal erstürmen. Natürlich müssen wir jetzt auch keinen Rauch mehr absorbieren, um unsere Energie aufzufüllen, sondern nach Neonreklameschildern Ausschau halten, welche uns die nötige Energie geben. Anhand der vielen Fähigkeiten und Änderungen sehen wir, wie die Entwickler das Spielprinzip durchdacht haben und dadurch eine gewisse Feinheit schaffen. Unsere stärkste Kraft ist eine Art Finisher-Move. In einer Bildschirmecke befindet sich eine Anzeige, die sich im Kampf füllt. Hat sie ihre maximale Kapazität erreicht, können wir eine Bombe einsetzen. Mehr verraten wir nicht – man muss es selbst gesehen haben.

Gut und Böse

Infamous - Second Son (6)Schon der Trailer des Spiels zeigt, dass wir die Wahl zwischen der guten und der bösen Seite haben und dass das einen Einfluss auf das Spielgeschehen haben soll. An dieser Stelle haben die Entwickler leider ein bisschen geschummelt. Es ist Jacke wie Hose, ob man nun Feinde tötet oder sie einfach nur festnagelt, um Punkte für gutes Verhalten zu sammeln. Eigentlich ändert sich nur das Verhalten der Leute auf den Straßen, ob diese uns zujubeln oder vor und weg rennen (Fable lässt grüßen) und dass wir ein paar besondere Schussvarianten freischalten, die uns das Töten oder Betäuben einfacher machen. In der Handlung gibt es nur minimale Auswirkungen, so dass wir nur an ein paar Stellen sehr plakativ uns für eine von zwei Richtungen entscheiden müssen. Es gibt somit kein Arbeiten mit Feinheiten oder ganz große Auswirkungen wie zum Beispiel in der Mass-Effect-Trilogie. Die Handlungsmissionen finden ihren Wert eigentlich im Experimentieren mit den Kräften und erfreuen sich an dem Spaß, durch die Gegend zu laufen und die schnellen bewegungsintensiven Kämpfe auszutragen. Es lässt sich also festhalten, dass die Handlung nicht das herausragende Element des Spiels ist – die freie Welt, vielfältige Gegner, die Superkräfte, sowie die bezaubernde Optik sind die wahren Knackpunkte des Spiels und machen aus Infamous: Second Son einen richtig guten Exklusivtitel.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit: Wer auf Superhelden mag und fantastische Kräfte willkommen heißt, kann bei Infamous: Second Son getrost zuschlagen. Wer eine seriöse und tiefgehende Handlung sucht, in der jede Entscheidung etwas verändern kann, sollte die Finger von dem Spiel lassen. Trotz dieses Mankos kann mich Infamous: Second Son absolut zu begeistern. Die Grafikeffekte sind richtig schön und das Beste, was ich bisher auf den noch recht jungen PlayStation 4 gesehen habe. Zudem macht es einfach mal Spaß, sinnlos durch eine Stadt zu laufen, die Superkräfte auszunutzen, den Tag ausklingen und einfach mal ordentlich Dampf ab zu lassen – und genau dafür eignet sich Infamous: Second Son. Es ist eines der wenigen Spiele, wo ich getrost wegschauen kann, wenn die Handlung nicht ganz interessant oder gar in sich nicht stimmig ist. Ich habe einfach Spaß an der Freude und genau so sollte man den Titel angehen.

Vielen Dank an Sony Computer Entertainment für die freundliche Bereitstellung von Infamous: Second Son!

Review: Metal Gear Solid V: Ground Zeroes

Metal Gear Solid V - Ground Zeroes (1)Bis Metal Gear Solid V: The Phantom Pain erscheint, müssen wir uns noch bis 2015 gedulden – in der Zwischenzeit müssen wir uns mit dem Prolog Metal Gear Solid V: Ground Zeroes begnügen. Vorab stellt Konami klar, dass das Spiel kurz ist und die Spielmechanik vorstellt.

Metal Gear Solid V - Ground Zeroes (2)Lange ist es her, dass wir einen weiteren Teil der Hauptreihe des beliebten Franchises auf den Konsolen spielen konnten. Metal-Gear-Solid-Schöpfer, Hideo Kojima, gilt wegen des Titels als eine Legende unter den Videospielentwicklern. Im Jahr 1987 veröffentlich Konami das erste Spiel mit dem Namen Metal Gear und nun gibt es schon weit mehr als zehn Spiele, die in diesem fiktiven Universum angesiedelt sind. Erstmals wird uns eine neue und zudem frei begehbare Welt versprochen, in der wir unseren Handlungen freien Lauf lassen dürfen. Diese Versprechen beziehen sich allerdings eher auf The Phantom Pain statt auf Ground Zeroes. Wir bekommen nämlich keine wirklich offene Welt geboten, sondern nur die Möglichkeit in einem bestimmten Areal verschiedene Wege zu gehen, die uns zum Ziel führen. Wir haben auch die Möglichkeit, die Gegner in aller Ruhe zu beobachten und einen Plan zu schmieden, wie wir vorgehen möchten. Entscheidungsfreiheit ist das absolut passende Wort und genau darauf will uns das Spiel vorbereiten und warm auf den nächsten Ableger einstellen. Unsere Mission ist es, ein geheimes Camp der US-Regierung zu infiltrieren und zwei Ziele aus der Gefangenschaft zu befreien – das war es dann auch schon. Nach der Hauptmission stehen uns zusätzlich vier Nebenaufträge zu Verfügung, welche aber allesamt im selben Areal spielen.

Entscheidungsfreiheit

Metal Gear Solid V - Ground Zeroes (3)Die offene Spielwelt stellt uns natürlich primär vor zwei verschiedenen Vorgehensweisen – Sturmangriff oder leises und unauffälliges Vorgehen. Actiongeladener ist natürlich ein direkter Angriff auf den Stützpunkt, jedoch müssen wir mit viel Widerstand rechnen. Wir können als Infanterist in das Camp laufen und uns bis zu den Panzern durchschießen, um diese dann benutzen zu können, um nur noch mehr Chaos zu stiften. Natürlich können wir es auch leise angehen lassen, unsere Gegner systematisch einzeln rauspicken um diese dann mit Betäubungsschüssen in den sanften Schlaf zu wiegen. Auffällig ist, dass die Spielmechanik sich um einiges geändert hat. Wir können nun gegnerische Soldaten durch ein Fernglas markieren und deren Bewegungen sogar durch Gegenstände hindurch wahrnehmen – hier stellen wir uns die Frage, was das noch mit der ursprünglichem Intention des Franchises zu tun hat. Was uns aber sehr gefreut hat, ist, dass die albernen Sounds der Soldaten und die Markierungen über deren Köpfe wie noch in Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots verschwunden sind. Das Spiel nimmt sich wesentlich ernster und wird nicht durch alberne Aktionen ins Lächerliche gezogen. Auch wenn sicherlich viele Spieler gerade darin den Charme der Reihe entdeckten, freut sich zumindest der Schreiberling dieser Zeilen.

Mauer Inhalt mit viel Potenzial

Metal Gear Solid V - Ground Zeroes (4)Wie schon angesprochen ist der Inhalt für bis zu dreißig Euro wirklich gering. Die Story haben wir in weniger als neunzig Spielminuten abgeschlossen, für Nebenmissionen brauchen wir vielleicht je fünfzehn Minuten. Insgesamt kommen wir also auf knapp zweieinhalb Spielstunden für den stolzen Kaufpreis. Das ist zwar nicht viel, lohnt sich unter bestimmten Umständen dennoch. Es ist einfach nett zu sehen, wie gut zum Beispiel die gegnerische künstliche Intelligenz reagiert. Die feindlichen Soldaten haben keine wirklich feste Routen und viele Variablen spielen eine Rolle. So müssen wir mit Bedacht vorgehen, uns in grünen Wiesen verstecken und hoffen, dass uns die Gegner nicht sehen. Falls dies doch der Fall sein sollte, können wir auf viele und effektive Nahkampftechniken zurückgreifen. Überhaupt ist es eine große Freude, dass Kojima weiterhin den Möglichkeiten die Treue hält. So überraschen wir Gegner mit gezückter Waffe von hinten, weisen sie an die Hände zu heben und warten dann gespannt darauf, ob sich diese ergeben oder den Helden zu spielen wollen. Es ist eben das Unvorhersehbare, was in Kombination mit der offenen Spielwelt einen spannenden Effekt hinzufügt. Gerade diese Möglichkeiten sorgen auch dafür, dass es deutlich befriedigender für uns ist, durch die Mission zu schleichen, statt wie wild loszuschießen.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Bis zu dreißig Euro für vielleicht drei Stunden Spielzeit ist ein bisschen hoch gegriffen und auch das einzige, was wir dem Spiel vorwerfen können, denn spielerisch sehne ich mich nun heiß nach einem Nachfolger – nach Metal Gear Solid V: The Phantom Pain! Die offene Welt, viele Möglichkeiten und auch die wunderschöne Grafik wissen mich zu begeistern. Einige nette Easter Eggs sind zudem im Spiel versteckt und sorgen für Kenner immer wieder für ein Schmunzeln. Ich habe die Hauptmission und alle Nebenmissionen in einem Zuge durchgespielt, was heute nur noch selten bei den meisten Spielen ist und gerade so etwas zeigt mir, dass mich das Spiel wirklich fesseln kann – leider nur nicht sonderlich lang. Für Fans der Reihe lässt sich der Prolog Metal Gear Solid V: Ground Zeroes nur empfehlen, vor allem da der gespeicherte Spielstand sich auch für The Phantom Pain wieder verwenden lassen soll und so einige Vorteile bringen kann. Ich bin schon sehr gespannt, wo die Reise des Franchises in Zukunft hingehen wird.

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Metal Gear Solid V: Ground Zeroes!

Review: Tomb Raider

Tomb Raider (1)Die Archäologin Lara Croft ist nach mehreren Jahren Abstinenz wieder zurück und somit findet eine traditionelle Videospielreihe ihren Weg zurück ins Händlerregal. Diesmal geht es jedoch um einen Serienneustart. Genauer gesagt um das erste Abenteuer der jungen Lara.

Tomb Raider (2)Die Protagonistin kommt frisch von der Universität und will sich ihre ersten Errungenschaften als Archäologin verdienen. Dafür geht sie auf ein Schiff namens Endurance, welches nach einer mysteriösen Insel mitten im pazifischen Ozean sucht. Auf dem Weg dahin erleidet die Crew jedoch Schiffbruch und die Mitglieder werden getrennt. Auf sich allein gestellt muss Lara nach dem Rest der Mannschaft suchen, welches auch richtig viel Spielzeit in Anspruch nimmt. Die übernatürlichen Momente, welche die Serie ausmachen, kommen erst später hinzu und verleihen dem Spiel das nötige Element um noch einmal richtig aufzutrumpfen. Leider gibt es im Spiel des Öfteren Logiklücken und einen nicht ganz überzeugenden Bösewicht. Der langsame und unspannende Anfang in Kombination mit der wirren Story und dem nicht gerade charismatischen Feind sorgen dafür, dass die neue Lara Croft nicht wirklich an den Konkurrenten Nathan Drake aus der Uncharted-Reihe herankommt. Der größte Unterschied liegt in den Dialogen, welche in Uncharted immer wieder Emotionen oder Gelächter im positiven Sinne auslösen und bei Tomb Raider eher stumpf und unemotional wirken. Das hat klar zur Folge, dass wir uns nicht wirklich in die Story hineinversetzen konnten und das Spiel wirklich stupide durchgespielt haben ohne dabei einmal richtig mitzufiebern.

Actiongeladenes Abenteuer

Tomb Raider (3)Im Vergleich zu den alten Titeln haben die Rätsel im Spiel stark abgenommen und an der Action-Maschine wurde stark gedreht. Nur mühsam von der Story motiviert, erkunden wir in sehr linearer Weise die Insel, welche im Laufe der Handlung immer sehr actionlastig bleibt, doch das geht ganz schön rund: Ständig explodiert irgendetwas und Einzelteile diverser Gegenstände fliegen knapp an Lara vorbei, während sie durch brennende Tempelanlagen läuft. Diese Szenen spielen sich rasant und sehen unheimlich gut aus. Dabei setzen die Entwickler auf ein leicht zu handhabendes Gameplay, welches der Inszenierung hilft und die Spielabschnitte wie in einem Kinofilm erscheinen lässt. Wer mal keine Lust hat, dem überwiegend sehr linearen Spielgeschehen nach zu kommen, kann in die sogenannten Hub-Areale gehen, von denen es ein halbes Dutzend gibt, die man nach und nach abklappern kann. Hier steht es uns frei, uns umzusehen um verschiedene Sammelgegenstände und Geheimnissen zu finden. Nebenbei bekommen wir auch Erfahrungspunkte und das für Ausrüstungsupgrades wichtige Bergungsgut. An Lagerfeuern verbessern wir mit diesen unser Waffenrepertoire. Die Suche nach diesen fesselte uns teilweise sogar mehr als die Story und somit ist der Erkundungstrip ein klasse Bonus in einem sonst durchschnittlichem Spiel.

Lichtblicke

Tomb Raider (4)Am meisten konnte uns die Optik überzeugen, welche wirklich cineastisch wirkt. Neben atemberaubenden Panoramen und einer guten Weitsicht bekommt man in der PC-Fassung auch hochauflösende Texturen, feine Beleuchtungseffekte, Anti-Aliasing und Tessellation. Wer eine AMD-Grafikkarte besitzt, bekommt als Bonus sogar die Funktion TressFX, welche wir im Menü einschalten können. Diese Funktion lässt Laras Haarpracht wesentlich feiner und authentischer wirken und wir müssen zugeben, dass gerade diese Kleinigkeit uns echt umgeworfen hat. Die Haare glänzen richtig, werden vom Wind beeinflusst und wir können sicherlich auch mehrere tausend Haare einzeln zählen. Schade, dass Lara in einigen Szenen ihren sonst üblichen Zopf trägt – da geht vom Effekt natürlich etwas verloren! Ebenfalls gut umgesetzt (und das ist keine Selbstverständlichkeit mehr), ist die Anpassung an Maus und Tastatur. Am PC steuert sich das Spiel wirklich hervorragend und präzise, womit wir Lara jederzeit voll im Griff haben. Die Maus erlaubt darüber hinaus exaktes Zielen im Kampf, was es förmlich schon einfach macht, unsere Gegner auszuschalten. Rein spielerisch können wir daher jedem PC-Spieler nur wärmstens empfehlen, das Spiel auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad durchzuspielen, um auch eine gewisse Herausforderung zu haben.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PC-Fassung): Lara ist zurück, doch leider wusste mich der Neustart der Serie nicht zu begeistern. Die neue Lara ist jung, sieht gut aus, wirkt ängstlich und unerfahren – diese Eigenschaften lassen sie wirklich süß wirken und haben auch einen gewissen Charme. Spielerisch ist die Umsetzung für den PC ebenfalls hervorragend und gerade die Grafik weiß mich voll und ganz zu überzeugen. Leider hat man jedoch am falschen Ende gespart und somit bekomme ich eine langweilige Story vorgesetzt. Außerdem können mich die kaum fordernden Gegner nicht hinterm Ofen hervorlocken. An den Bösewicht, den mir die Entwickler präsentieren, kann ich mich jetzt schon kaum mehr erinnern. Ein weiterer negativer Punkt ist die Level-Architektur und dessen Struktur. Zwar sieht alles sehr schön aus, doch fehlt es an Weitläufigkeit und so muss ich die Geschichte der jungen Lara auf einem sehr linearen und somit langweiligen Weg bestreiten. Schade!

Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Tomb Raider!

Review: Madden NFL 25

Madden NFL 25 (1)Ähnlich wie bei Fifa 14 winkt auch Madden NFL 25 mit der Ignite-Engine, welche die neue Konsolengeneration auf ein grafisch anderes Level heben kann. Was sich beim Sprung auf die PlayStation 4 noch alles geändert hat, präsentieren wir euch abermals in unserem Review.

Madden NFL 25 (2)Jahr für Jahr wächst in Deutschland die Fangemeinde der Football-Spieler und selbst die wenigen Vereine in unserem Land bekommen vermehrt Anfragen von Jugendlichen, die diese wunderbare Sportart erlernen möchten. Es sind nun nicht mehr nur US-amerikanische Filme, die uns von einer fremden Sportart erzählen, sondern eine Entwicklung, die hier zu Lande starker Beliebtheit entgegentritt. Da klingt es nahezu logisch, dass Madden NFL 25 hierzulande stets wachsende Verkaufszahlen nachzuweisen hat. American Football ist schwer am kommen! Leider ist das Spiel nur in englischer Sprachausgabe zu haben, jedoch sind wir zuversichtlich, dass auch dies sich im Laufe der Zeit noch ändern wird. Daran gibt es jedoch auch Vorteile und so lernen Spieler automatisch die internationalen Begriffe, welche einfach zu dieser Sportart gehören, kennen. Vorweg können wir leider nur sagen, dass es kaum neue Innovationen gibt – außer der Grafik. Ob es die fehlende Konkurrenz in dem Bereich ist, der die Serie durchaus nach vorne treiben könnte, ist fraglich. Ein altes Konzept kann trotzdem noch funktionieren und Football ist nun mal kein außergewöhnlich schwieriger Sport, sondern auf reinste Taktik bedacht. Mit Videospielen zur Sportart kann man sich zudem wunderbar auch auf den alljährlichen Super Bowl einstimmen, der hierzulande ebenfalls übertragen wird.

Beitragende Moderatoren

Madden NFL 25 (3)Das Erste, was uns an Madden NFL 25 neben der aufpolierten Optik auffällt, ist, dass beliebte Moderatoren vor jedem Spiel erscheinen. Erst werden sehr gut inszenierte Vereinslogos mit metallischem Sound aneinander geschlagen eingeblendet. Anschließend berichtet dazu eine Moderatorin live vom Spielfeldrand. Dann sehen wir zwei Kommentatoren, welche über die letzten Resultate, Stärken und Sonstiges plaudern. Wir bekommen direkt zum Spielbeginn ein Gefühl, als ob wir uns in einer Live-Übertragung befinden würden. Zudem sieht man die Fans in den Rängen stehen, welche für ordentlich Krawall sorgen. Wie in jedem neueren Sportspiel aus dem Hause Electronic Arts, existiert in Madden NFL 25 eine Kollisionsberechnung, die die Tacklings authentischer wirken lassen, als in den bisherigen Ablegern der Serie, woran die neue Engine sicher nicht ganz unschuldig ist. Diese Animationen lassen das Spiel wesentlich flüssiger und realistischer wirken – die Resultate können sich wirklich sehen lassen! Wenn wir einem Gegner mittels Tackle an den Kniescheiben zusetzen, sticht uns sofort ins Auge, wie seine Beine nach hinten gestoßen werden und der Oberkörper nach vorne fällt. Diese realistisch wirkenden Animationen tragen wesentlich zum Spielgenuss bei und zeigen uns deutlich die verschiedensten Konsequenzen eines Zweikampfs in einem Football-Match.

Das Playbook – der Weg zum Erfolg

Madden NFL 25 (4)Für Neulinge der Serie wurde das so genannte Game-Flow-System einsteigerfreundlicher gestaltet. Somit ist es nicht mehr zwingend notwendig, sich mit dem Playbook des Vereins auseinanderzusetzen und man erhält die Möglichkeit, automatisch einen passenden Spielzug für die momentane Spielsituation auswählen zu können. Die Änderung dabei ist, dass wir im Angriff nun zwischen Pass- oder Laufspielzug wählen dürfen. Dies gilt im Übrigen auch für die Defensive, so kann man aggressiv oder zurückhaltend agieren. Für Einsteiger ist diese Hilfestellung sicherlich eine Bereicherung, für erfahrene Spieler jedoch nicht zu empfehlen, da einzelne Spielzüge aus dem Playbook (sofern der Spieler genug Fachwissen mitbringt), wesentlich mehr Yards erzielen und gegnerische Angriffe schon in der Entstehung vernichtet werden können. Grafisch hat sich durch die bereits mehrfach erwähnte neue Engine einiges getan. Die Fans sehen auch aus der Ferne teilweise besser aus, wenn auch noch nicht ganz zufriedenstellend. Dafür sehen die Spieler wirklich detailliert aus und verziehen bei jedem Tackle das Gesicht. Auch die Moderatoren sind gut animiert und wirken sehr glaubwürdig. Vor allem gefällt uns aber das Spielfeld, wo wir nun jedes einzelne Grashalm sehen können. Dabei handelt es sich nur um eine Verbesserung im Detail, die wir aber umso mehr lieben.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Die Madden-NFL-Serie hat nun stolze 25 Jahre auf dem Buckel, doch handelt es sich bei dem fast dreißigsten Serienteil um die erste Fassung für die neue Konsolengeneration, die mit Xbox One und PlayStation 4 Ende letzten Jahres gestartet ist. Madden NFL 25 macht nicht viel richtig und ebenso wenig falsch. Obwohl es im Spiel kaum Verbesserungen gibt und ich mit böser Zunge sagen könnte, dass es dasselbe ist wie letztes Jahr, so ist es doch ein grundsolides Spiel. American Football kommt mit keiner Vereinsvielfalt daher, weil es so etwas wie Auf- oder Abstieg nicht gibt und selbst an den Spielern ändert sich beim jährlichen Update nie wirklich viel. Es ist eben Football, ein Spiel für Taktikfüchse und Männer, die aufs Ganze gehen. Jeder Tackle macht Spaß, jeder gefangene Ball und jeder Touchdown ist ein tolles Gefühl und jeder Sack sorgt für Freude – mehr brauche ich persönlich nicht, damit ich mit Madden NFL 25 Spaß haben kann.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Madden NFL 25!

Review: Killzone: Shadow Fall

Killzone Shadow Fall (1)Jeder kennt sie! Die Rede ist von Spielen, welche exklusiv nur für eine Plattform entwickelt werden, um für diese zu werben. Killzone: Shadow Fall ist ein solcher Titel und dabei sogar der vierte Ableger der Reihe, welcher diesmal das Aushängeschild der PlayStation 4 darstellen soll.

Killzone Shadow Fall (2)Es ist bekannt, dass sich die Entwickler von Guerilla Games gerne an der deutschen Geschichte bedienen und das Böse im Spiel, die Helghast, so den Nationalsozialisten ähneln. Nicht nur die schwarzen Uniformen mit den roten Armbinden sind uns aus der Geschichte bekannt, sondern auch die Frisuren und Bärte der Helghast-Führung erinnern uns an Persönlichkeiten wie Wilhelm I. oder Bismarck. Es scheint so, dass alles was deutsch war, für die Entwickler als Verifizierung des Bösen dient. Auch der neuste Ableger bedient sich fleißig an unserer Geschichtsschreibung. Nachdem die Helghast den Krieg verloren haben, werden diese auf einen Planeten der Vektaner gebracht, eine Mauer gebaut und somit der Planet in zwei Lager geteilt – Osten und Westen. Auf der einen Seite finden wir die Armut und den Hass der Helghast, auf der anderen die Vorurteile und den Reichtum der Vektaner. Ein Konflikt beider Parteien ist also vorprogrammiert und eine Stimmung wie zu Zeiten des Kalten Kriegs ist geschaffen, in dem die Geheimdienste fleißig arbeiten, sabotieren und schnüffeln. Der Krieg aus den vorherigen Spielen ist entsprechend in den Hintergrund gerückt und die Bevölkerung muss sich auf völlig neue Probleme einlassen. Die Helghast als Rasse, welche feindselig und fast ausgerottet ist und die Vektaner als Volk, welches in Frieden leben möchte, um sein Reichtum und Wohlstand zu genießen.

Das Leben als Agent

Killzone Shadow Fall (3)Da der Krieg vorbei ist und die Spannungen zwischen beiden Parteien sich dramatisch anspannen, finden Operationen nur noch im Geheimen statt, um kein großes Aufsehen zu erregen und die Schuld stets von sich weisen zu können. Wie bereits erwähnt, finden wir uns in einem Szenario ähnlich des Kalten Krieges wieder, der Blütezeit der Geheimdienste aller Welt. Wir schlüpfen in die Rolle des Shadow Marshall Lucas Kellan, welcher als Kind das Eintreffen der Helghast miterlebt und traumatische Erinnerungen mit ihnen verknüpft, unter welchen er stark zu leiden scheint. Anders als im Vorgänger sind wir fast das ganze Spiel alleine unterwegs und bekommen eine wesentlich offenere Spielwelt präsentiert. Dies ermöglicht es uns, in vielen verschiedenen Variationen an unser Ziel zu gelangen – leise oder mit lautem Krach – das Rad wird also nicht neu erfunden. Wir können die Gegend nun auskundschaften und dann überlegen, wie wir vorgehen, um die Gegnermassen auszuschalten. Dabei sollten wir stets Vorsicht walten lassen, um die Feinde nicht auf uns aufmerksam zu machen. Ganz interessant ist jedoch unsere neue Drohne, welche uns immer begleitet. Sie kann unsere Feinde unter Beschuss nehmen, ein Schild zum Schutz aufstellen, als Seilrutsche dienen um Hindernisse zu überwinden oder mehrere Feinde gleichzeitig mit einem elektrischen Stoß lähmen – eine Universaldrohne eben.

Der Weg in die Zukunft

Killzone Shadow Fall (4)Am modernen Waffendesign mit Zielvorrichtungen, EMP-Granaten, Laser-Minen und unserer Drohne merken wir, dass wir uns im Jahr 2390 befinden. Die Welt und ihre Umgebungen sind futuristisch und glaubhaft dargestellt. Levels wirken weitläufiger und mit toller und sehr weiter Kulisse ausgestattet. Selbst die künstliche Intelligenz macht einen Schritt in die Zukunft. Stellen wir uns einer Horde Helghast, müssen wir uns sicher sein, ob wir mit der auch fertig werden. Den Fluchtweg gibt es zwar, jedoch finden dann einige Projektile den Weg in den Rücken und das Leben des Shadow Marshall findet ein schnelles Ende. Die Feinde passen sich dabei unseren Bewegungen an und nutzen den Moment aus, in dem wir uns umdrehen. Das Verstecken hinter Hindernissen ist gefährlich und währt nicht lange, da die Helghast zudem geschickt die offene Spielwelt nutzen, um über die Flanken und auch über Umwege zu kommen, nur um uns noch geschickter einzukesseln. Hier ist also immer Vorsicht gefragt und ein gutes Auge für den Feind. Die Geschichte hingegen, welche uns im Verlauf des Spiels erzählt wird, macht nichts richtig und nichts falsch. Zwar bleiben die großen Überraschungsmomente aus, doch gibt es auch nichts wirklich groß zu bemängeln – lediglich Emotionen hätten etwas authentischer sein können, um den Charakteren etwas mehr Leben einzuhauchen und eine gewisse Grundstimmung einzufangen.

Eine wahre Augenweide

Killzone Shadow Fall (5)Über den Mehrspielermodus muss man nur wenige Worte verlieren. Für diejenigen, die es noch nicht wissen, sollte gesagt sein, dass man für eine Partie mit Freunden oder fremden Spielern ein PlayStation-Plus-Abo benötigt und somit fallen für sämtliche Spiele eine monatliche Gebühr an, um diese online spielen zu können. Im Gegensatz zu Killzone 3 ist das neue Spiel wesentlich rasanter geworden und die Steuerung geschmeidiger. Hier erinnert uns das Spiel eher an ein Call of Duty – nur in einem anderen Szenario. Viele Spieler werden sicherlich ihre Freude damit haben und somit muss man die Entwickler in dem Bereich sicherlich loben, da der Spielspaß gewaltig angezogen wurde. Um die sechzig Bilder pro Sekunde zu halten, müssen jedoch Abstriche in Sachen Grafik in Kauf genommen werden. Apropos Grafik: Hier macht der Titel den Next-Gen-Konsolen alle Ehre. Wir können tatsächlich Vergleiche mit aktuellen PC-Spielen ziehen und sehen, dass die neue Konsole derzeit auf Augenhöhe mit einem High-End-Rechner ist. Besonders das Level, in welchem wir über den Staudamm fliegen, lässt und mehrfach die Augen reiben. Hier bekommt man eine nahezu grenzenlose Aussicht geboten, in der jedes Haus detailliert ausgeschmückt zu sein scheint. Nur selten sehen wir lieblose Texturschmieren an irgendwelchen Gegenständen und somit ist der Gesamteindruck (zumindest in Sachen Grafik) wirklich prächtig.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit: Killzone: Shadow Fall ist ein gelungener Start in die neue Welt der Konsolen. Zwar ist die Story hinter dem Spiel etwas lau, jedoch habe ich stets meinen Spaß mit dem Titel. Auf höchstem Schwierigkeitsgrad sind die Gegner stets fordernd und fast jeder Fehler wird deswegen bestraft. Auch versuche ich es gerne einmal mit der Hau-drauf-Taktik und muss zusehen, wie ich an dieser gerne das eine oder andere Mal scheitere. Besonders viel Spaß macht mir jedoch der Mehrspielerpart, da die rasante Action sehr an alte Call-of-Duty-Tage erinnert, ohne dass dabei alle zehn Sekunden etwas vom Himmel fällt. Hier könnte sich Activision sicher etwas für künftige Titel abgucken. Wenn jetzt noch sinnvolle herunterladbare Zusatzinhalte nachgeliefert werden, bin ich mehr als glücklich mit Killzone: Shadow Fall. Auch wenn ich sagen muss, dass ich weiterhin gegen monatliche Gebühren beim Spielen bin und somit gegen den Online-Kurs der aktuellen Konsolengeneration.

Vielen Dank an Sony Computer Entertainment für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Killzone: Shadow Fall!

Review: Assassin’s Creed IV: Black Flag

Assassin's Creed IV - Black Flag (1)Nachdem wir in Assassin’s Creed III die Vereinigten Staaten von Amerika kennenlernen durften und uns für die Unabhängigkeit des Landes eingesetzt haben, führt uns das neue Spiel in die Karibik. Genauer gesagt in die Karibik des Zeitalters der freien und wilden Piraten.

Assassin's Creed IV - Black Flag (2)Die Der-Fluch-der-Karibik-Filmreihe wird schon seit Jahren nicht mehr mit einem neuen Teil bedacht. Computerspiele rund um das Piraten-Setting hatten kaum einen Erfolg bei Presse und Fans. Der Publisher Ubisoft dachte sich wohl, dass man sich dieser Herausforderung auch mal stellen möchte. Dafür nehme man die erfolgreichste Marke des Hauses, wechsle erneut das Setting und auf Seiten des Gameplays berufe man sich auf das Gewohnte, welches über Jahre hinweg für den Erfolg der Serie steht. Viele Fans zeigten sich skeptisch, fanden das Szenario nicht wirklich passen und setzten sich eher für eine grundlegende Erneuerung der Serie ein, vor allem da in den letzten Jahren genügend Spiele der Reihe den Weg auf den Markt fanden. Wir können aber vorwegnehmen, dass die Entwickler unter Ubisofts Flagge absolut nichts falsch gemacht haben und zeigen, dass Altbewährtes viel Spaß machen kann. Wie erwähnt, geht es ins freie Gewässer und dementsprechend liegt ein großer Schwerpunkt im Spiel bei den Seeschlachten, welche laut den Entwicklern so realistisch wie möglich sein sollen. Hier ist dann richtiges Timing, schlaue Wendemanöver und vor allem Durchhaltekraft gefragt. Wir zerstören Schiffe, entern diese oder gehen, wenn alles besonders schlecht läuft, ehrenvoll mit unserem Schiff unter – aber auch die Landpassagen kommen keineswegs zu kurz.

Die brutale Welt der Piraten

Assassin's Creed IV - Black Flag (3)Während der Disney-Konzern mit Fluch der Karibik eher eine jüngere Zielgruppe anspricht, kennt Assassin’s Creed IV: Black Flag eher weniger Kompromisse. Hier bekommen wir keine wirklich lustige Geschichte erzählt oder abgestumpfte Brutalität, sondern die harten Seiten der Piraterie. Hier wird sich stets geprügelt, Personen werden umgebracht, Schiffe zerschossen und gerade dann, wenn guter Rum im Spiel ist, fliegen schnell die Fäuste. Dabei gehen wir ähnlich wie in Assassin’s Creed III vor und haben die Möglichkeit, äußerst brutal unsere Feinde auszuschalten oder diese im Verborgenen zu meucheln, um unser Ziel zu erreichen. Unser Waffenarsenal ist mit den berühmten Assassinenklingen, den typischen Schwertern der Zeit, sowie Handfeuerwaffen gewohnt ausgebaut. Hinzu kommen die üblichen Fähigkeiten wie der Einsatz von Rauchbomben, das Werfen von Münzen, um so Menschen anzulocken oder die guten alten Fäuste. Vom Spielumfang und dem Prinzip hat sich also nur sehr wenig geändert und Serienkenner finden sich hier schnell zurecht. Neueinsteiger hingegen auch, da die Steuerung für Konsolen sehr leicht gestaltet ist und am Anfang des Spiels erklärt wird. Die Steuerung der Schiffe funktioniert genau so wie im Vorgänger und bietet somit auch die gleiche Dynamik. Hier treffen wir also auf ein bekanntes und ähnliches Setting.

Vom Taugenichts zum Assassinen

Assassin's Creed IV - Black Flag (4)Interessant hingegen ist der neue Protagonist Edward Kenway. Bei diesem handelt es sich um den Vater von Haytham Kenway und somit um den Großvater von Connor Kenway, die wir bereits aus Assassin’s Creed III kennen. Edward Kenway verlässt seine Frau und die britische Heimat, um in der Karibik ein Piratenleben zu führen. Zu Beginn des Spiels landen wir betrunken in einer Seeschlacht und verlieren dabei unser Schiff. Wir stranden mit jemandem, der ein Assassine zu sein scheint. Als er anfängt, von seinem Geld zu sprechen, werden unsere Ohren wach. Allerdings habe er seinen Auftrag noch nicht abgeschlossen und das Geld aus diesem Grund noch nicht. So kommt unser Held auf die Idee, den Assassinen zu töten und ihm seine Identität samt der Kutte zu rauben. Wir spielen also keinen richtig ausgebildeten Assassinen, sondern einen ständig betrunkenen Piraten, welcher sich eine goldene Nase verdienen möchte. Positiv hervorheben müssen wir, dass wir in dem Spiel viel mehr über die Beweggründe des Protagonisten erfahren, als in allen anderen Spielen der Serie bisher. Überrascht hat uns nur, dass unser Pirat eleganter mordet, als bisher jeder Assassine und dabei war unser Protagonist vorher keine relevante Person. Diese kleine Logiklücke stört uns jedoch nicht weiter, da wir somit die ganzen Kunststücke nicht nach und nach erlernen müssen.

Rauf aufs Meer

Assassin's Creed IV - Black Flag (5)Gerade das neue Setting auf dem Meer hat uns sehr gefallen. Die Karibikwelt ist groß, die Wellen sind eindrucksvoll animiert und das Gefühl, ein eigenes Schiff zu steuern, ist besser denn eh und je. Unser Schiff hat mehr Waffen und Munitionsarten als noch im Vorgänger und zudem kann man mittels Fernrohr die Ladung anderer Schiffe ausspähen, jagt auf Wale oder Haie machen oder mit einer Tauchglocke nach Schätzen suchen. Man bietet also auch genug Abwechslung auf hoher See, damit uns nicht der Spielspaß vergeht. Zudem sind die Einflüsse des Wetters wesentlich wichtiger als zuvor. Wenn Wind aufkommt, merken wir richtig wie sich unser Schiff begrenzt in verschiedene Richtungen steuern lässt oder Nebel, der unsere Sichtweite eingrenzt. Ein nettes Feature ist auch, dass wir auf Knopfdruck die Mannschaft zum Singen animieren können. An Land finden wir Notenblätter, welche neue Songs für unsere Crew freischalten und somit bekommen wir eine echte Piratenatmosphäre vorgetragen. Das Spiel will diese Idylle vermitteln und weniger den Konflikt zwischen Templern und Assassinen, welcher nur eine geringe Rolle spielt. Es geht hier also wirklich um die Piraterie und somit treffen wir in der Karibik berühmte Persönlichkeiten wie Captain Blackbeard oder Captain Kidd. Käpt’n Iglo haben wir hingegen persönlich und schmerzlich vermisst.

Gefährliche Gewässer

Assassin's Creed IV - Black Flag (6)Bei Laune hält uns besonders der Schwierigkeitsgrad auf hoher See. Desto tiefer wir in den Süden fahren, desto stärker wird die künstliche Intelligenz zu Wasser. Gegner hinterlassen dann zwar eine wesentlich imposantere Beute, jedoch brauchen sie nur wenige Breitseiten, um uns an den Grund des Meeres zu befördern. Zudem werden viele Gewässer von Forts bewacht, welche wir besser umschiffen sollten oder, falls wir draufgängerisch sind, unter Kanonenhagel stellen. Die Gefechte haben uns im Test auf der PlayStation 4 gefallen, da auf jede Salve dichter Pulverdampf folgt. Uns bleibt zudem immer die Wahl, ob wir ein Schiff aus der Distanz niederschießen wollen, oder ob wir ein gegnerisches Schiff rammen, um dies anschließend zu entern. Einen Unterschied machen jedoch große Schiffe aus. Diesen müssen wir beim Entern die Flagge entwenden oder die Pulverfässer entzünden. Hier wimmelt uns dafür aber eine größere Beute und die Wahl, ob wir unsere Gefangenen laufen lassen oder deren Schiff ausschlachten, um unseres zu reparieren. Das Spiel auf dem Land ist jedoch wenig erwähnenswert und somit gibt es nichts wirklich neues. Das Entwicklerteam bietet ein vertrautes und gewohntes Spielgefühl an, was nichts schlechtes zu heißen hat, sondern eine bewährte Mechanik einfach ruhen lässt – hier muss wohl jeder seine eigene Meinung finden.

Lange, aber interessante Story

Assassin's Creed IV - Black Flag (7)Die Geschichte hinter dem Spiel betrachten wir mit verschiedenen Augen, da sie durch viele Hochs und Tiefs geht. Auf der einen Seite erfahren wir wesentlich mehr als in den anderen Teilen der Assassin’s-Creed-Reihe über den Protagonisten und dessen Beweggründe und wir bekommen genug Szenen zu sehen, die uns wirklich mitreißen. Zudem beeindrucken uns tolle Charaktere, welche uns ans Herz wachsen. Auf der anderen Seite gibt es endlose Aufgaben, welche wir nebenbei annehmen können und die sich im Kern kaum unterscheiden. Zudem sehen auch die Story-Missionen irgendwie gewohnt und bekannt aus. Wir haben ein Ziel, müssen dieses finden und ausschalten. Dabei bleibt es uns überlassen, ob wir nicht entdeckt werden wollen oder wir uns brutal in die Menge stürzen. Wir werden das bekannte Gefühl einfach nicht los, als ob es schon etliche Assassin’s-Creed-Teile gab, in denen wir genau das gemacht haben. Hier fehlt es unserer Meinung nach eindeutig an Kreativität seitens der Entwickler und es ist schade, dass wir nur mit sehr gelungenen Seekämpfen belohnt werden, statt mit neuen und interessanten Aufgaben zu Land. Auch hätte man aus der Grafik sicherlich mehr herausholen können. Die PlayStation-4-Fassung sieht war sehr gut aus, dennoch bleibt hier noch Luft nach oben und als NextGen-Spiel können wir den Titel daher nicht bezeichnen.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PlayStation-4-Fassung): Im Schnitt hat mir Assassin’s Creed IV: Black Flag wirklich gut gefallen. Das Szenario ist irgendwie unerwartet neu, die Seeschlachten und das Entern von Schiffen machen mir eine Menge Spaß und auch die Geschichte hinter dem Spiel hat irgendetwas Spannendes und wusste mich daher zu fesseln. Schade sind die im Review genannten Landpassagen, welche nicht gerade kreativ wirken und eine Wiederholung älterer Spiele darstellen. Keine neuen Aufgaben sorgen für nur relativ wenig Reiz. Hervorragend ist dafür der Kampfstil unserer Protagonisten Edward Kenway. Dieser schaut wesentlich eleganter aus als alle bisherigen Assassinen zusammen und das will schon etwas heißen, denn schließlich spielen wir keinen wahrhaftigen Berufsmeuchler, sondern einen Trunkenbold. Dieser will wie der größte und ebenso gefürchtetste Pirat sein – das aber mit Recht! Wer also dem Szenario nicht abgeneigt ist, kann bedenkenlos zuschlagen.

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Assassin’s Creed IV: Black Flag!

Review: X: Rebirth

X Rebirth (1)Die X-Reihe hat schon eine lange Geschichte hinter sich. Der erste Teil der Reihe wurde noch unter dem Publisher THQ im Jahre 1999 veröffentlicht. Vierzehn Jahre später ist es eines der wenigen Spiele, welches aus deutschem Hause stammt und international für Aufsehen sorgt.

X Rebirth (2)Schon beim zweiten Teil wechselt das Entwicklerteam den Publisher und mit Deep Silver fällt die Wahl auf eine heimische Firma. So entwickelte sich die Weltraumsimulation sehr schnell zu einem Produkt mit dem Prädikat „Made in Germany“. Das erfolgreichste Spiel der Reihe erscheint 2005 unter dem Titel X³: Reunion und wird seitdem immer weiter verbessert und mit etlichen Modifikationen in Form von Add-ons ausgestattet. Das letzte war Add-on, X³: Albion Prelude, erscheint im Jahr 2011. Wie man sieht, gibt es noch Entwickler, die auch etliche Jahre nach Veröffentlichung zu ihrem Produkt stehen und nach und nach immer mehr Erweiterungen in das Spielgeschehen einbauen. Schließlich wird am 20. April 2011 von Publisher Deep Silver und Entwickler Egosoft ein neues Spiel aus der X-Reihe angekündigt. Dabei soll X: Rebirth, wie der Name schon sagt, einen Neustart darstellen, in dem viele alte, historisch gewachsene Funktionen komplett überarbeitet werden. Es wurden diesmal keine Ressourcen der Vorgänger benutzt, sondern ein von Grund auf neu entwickeltes Spiel. Das Ziel ist es, den Alteingesessenen ein gewohntes Erlebnis zu bieten und gleichzeitig das Spiel für Neueinsteiger interessant zu gestalten. Vorweg können wir sagen, dass den Entwicklern dieser Spagat nicht gelungen ist und wir verraten euch selbstverständlich gerne warum.

Abgebrochen: Die Story

X Rebirth (3)In X: Rebirth übernehmen wir die Rolle eines jungen Abenteurers, der mit seiner zugleich ungewöhnlichen und mysteriösen Gefährtin ein in die Jahre gekommenes Schiff mit einer glorreichen Vergangenheit steuert. Das Intro zeigt uns dabei die Geschichte des Schiffes und erzählt davon, wie wir das wohl einzige Exemplar davon besitzen. Unmittelbar nach diesem Einstiegsvideo finden wir uns in unserem Schiff wieder und gehen der ersten Mission nach, in der wir zu einer Raumstation reisen sollen. In dieser Raumstation lassen wir unser Schiff bewaffnen und heuern die ersten Leute für unsere Crew an. Kurz darauf sollen wir uns schon wieder auf den Weg machen, um unsere neuen Waffen zu testen und schon geht es mit dem Ärger los – ein Bluescreen stellt sich uns in den Weg! Nach dem PC-Neustart laden wir den letzten Spielstand und versuchen es erneut. Wir befinden wieder im Beschleunigungstunnel und dann folgt auch schon das nächste Ärgernis – ein Absturz! Nach dutzenden Abstürzen und Bluescreens war uns klar, dass ein ausführlicher Test des Spiels zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich ist. Etwa zeitgleich geht eine E-Mail in unserem Postfach ein, in dem der Entwickler um Geduld bittet, bis die Fehler ausgebessert werden. Warum die ganzen Fehler bei der Qualitätssicherung des Titels jedoch nicht aufgefallen sind, verrät man uns nicht.

Es wird einmal in einer weit, weit entfernten Galaxis…

X Rebirth (4)Leider können wir auch kein positives Fazit darüber fällen, was uns in den vierzig Minuten nach Spielstart erwartet. Die Gesichter der Begleiter und anderer Personen sehen aus wie im Jahr 2002. Dementsprechend auch die Bewegungsanimationen. In Gesprächen neigen einige Nichtspielercharaktere sogar dazu, ungewollte Kniebeugen zu machen, was aber immerhin amüsieren kann. Die Steuerung ist zudem alles andere als einsteigerfreundlich und Anfänger werden sich leicht überfordert fühlen. Veteranen hingegen wird auffallen, dass die Steuerung sehr schwammig und ungenau ist und somit hat der Entwickler das Kunstwerk vollbracht, beide Spielertypen mit Unzufriedenheit zu füttern. Wir können also festhalten, dass man die Missionen aktuell nicht spielen kann und die Steuerung ebenso unbrauchbar ist. Wir werden das Gefühl einfach nicht los, als ob man uns eine frühe Alpha-Version des Spieles geschickt hat. Jedoch gibt es auch einen Lichtblick, da kein X-Spiel bisher einen guten Start hingelegt hat und die kreativen Köpfe dahinter fleißig am weiterentwickeln sind. Man kennt intern also schon die Probleme und mit Sicherheit wird das Spiel in den nächsten Monaten fertig gestellt werden. Wenn es dazu endlich kommt, sind wir geneigt dazu, unser Review entsprechend der Spielverbesserung anzupassen und zu ergänzen. Derzeit raten wir jedoch klar vom Kauf ab!

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit: Ich gehe stark davon aus, dass unser Review einiges stark und direkt wiedergibt, was man in einem Fazit sagen kann oder sogar muss. Ich möchte jeden davon abraten, sich das Spiel zum aktuellen Zeitpunkt zu kaufen. Miese Framerate-Einbrüche, ständige Abstürze, eine fehlerhafte künstliche Intelligenz und eine absolut unpräzise und überladene Steuerung sorgen nicht gerade für den Spielspaß, den man mit einem Teil der X-Reihe haben sollte. Aber ich bin mir sicher, dass die Entwickler in naher Zeit einiges beheben werden, Grafiken nochmals überdenken und die miesen Bugs beseitigen werden. Jedoch ist es unverzeihlich in der heutigen Zeit, ein Spiel zum Vollpreis zu verkaufen, welches mit solchen Fehlern und Kinderkrankheiten belastet ist. Vor Release wurde das Spiel anscheinend nicht intern getestet und auch die ersten drei Patches haben noch keine spürbare Verbesserung gebracht. Es heißt jedoch, dass gut Ding Weile haben will und das Potenzial dafür ist definitiv vorhanden.

Vielen Dank an Deep Silver für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von X: Rebirth!

Review: Call of Duty: Ghosts

Call of Duty - Ghosts (1)Erstaunlich wie schnell die Zeit vergeht. Wieder ist ein Jahr vergangen und dazu brauchen wir wahrhaftig keinen Kalender benutzen. Das erkennen wir an vielen Videospielserien, die jedes Jahr fortgesetzt werden, wie zum Beispiel Call of Duty. Jährlich ruft also die Pflicht!

Call of Duty - Ghosts (2)Seit immerhin sieben Jahren benutzen wir diese Zeitrechnung und wissen somit auch, dass sowohl Winter, als auch Weihnachten vor der Haustüre stehen. Es wird sogar vermutet, dass der Weihnachtsmann einen Pakt mit dem Publisher Activision eingegangen ist um den Winter ganz für sich zu beanspruchen. Gäbe es da nur nicht dieses gemeine Battlefield 4, welches in diesem Winter ebenso seinen Platz am Kamin sucht. Der Weihnachtsmann steht nur vor sehr ernsthaften Probleme, konnte dieser damals einfach alle Zettel in die Sparte Call of Duty einordnen, muss er sich dieses Jahr viel mehr Mühe machen und wirklich gucken, was sich die Spielergemeinde zu Weihnachten wünscht. Nachdem wir uns schon mit dem großen Schlachtfeld beschäftigt haben, waren wir schon gespannt darauf, was das schnellere Spiel hergibt. Immerhin hat der Weihnachtsmann beziehungsweise Activision eine komplett neue Engine versprochen, ein noch besseres Erlebnis und eine völlig andere Umgebungstechnik. Vielleicht waren es aber auch alles nur Inhalte, die sich die Entwickler selbst von dem Mann mit dem langen Bart gewünscht haben. Da es noch ein paar Wochen bis Weihnachten sind und wir euch eine Entscheidungshilfe bei eurem Wunschzettel sein wollen, spannen wir euch nicht länger auf die Folter und verraten euch, wo Call of Duty: Ghost die Schwerpunkte legt.

Festgemetzel

Call of Duty - Ghosts (3)Bevor wir uns mit der neuen Engine beschäftigen, gucken wir uns die Inhalt des Geschenks an und entdecken jede Menge Explosionen, Schüsse, Soldaten, zerstörte Raumstationen und Nonstop-Action. Also prinzipiell das gleiche Gebilde wie im letzten Jahr, um uns den Winter zu versüßen. Ist natürlich alles fein anzusehen und super inszeniert, weicht jedoch auch ganz stark von der Realität ab und vermittelt somit kein wirklich authentisches Spielgefühl. Wer aber Action auf hohem Niveau sucht, ist hier absolut richtig. Was uns dabei nur gestört hat, ist, dass die Missionen über die letzten sieben Jahre der Call-of-Duty-Ära, sich langsam, aber sicher wiederholen. Es gibt sogar ein Level, welches wir nicht erwähnen wollen, welches fast genau so abläuft wie in einem der vorherigen Teile. Entweder wollte man Zeit sparen oder man war der Meinung, dass schon im Vorgänger gerade diese Mission super ankam – wir können es uns nicht wirklich erklären. Neu ist sicherlich, die Art einen Krieg anzufangen. Angriffe auf fremdes Land und schnelle Invasionen sind anscheinend zu langweilig geworden und somit wird das Schlachtfeld zu Kriegsbeginn mal schnell in den Orbit verlegt. Das ist mal etwas neues beziehungsweise anderes und sicher auch spannend, haben sich die Entwickler wohl gedacht. Realität sucht man hier vergebens, aber garantiert ist definitiv pure Action.

Knecht Ruprecht

Call of Duty - Ghosts (4)Auf der Electronic Entertainment Expo 2013 wurde kaum ein Feature so groß angekündigt, wie der Hund in Call of Duty: Ghosts. Unser neues Haustier, welches auf den Namen Riley hört, wirkt zugegebenermaßen sehr aggressiv. Nachdem Serien wie Kommissar Rex und Filme wie I am Legend die Begeisterung für den treuen Begleiter weckten, dachten sich die Entwickler wohl, einen Hund in das Call-of-Duty-Universum zu integrieren. Der Schäferhund ist ein treuer Teil unseres Squads und kann sogar von uns gesteuert werden. Wir können jetzt Räume zuerst mit dem Hund stürmen, um ein bisschen Chaos zu stiften und dann selber und überraschend eintreten. Um ehrlich zu sein, können wir dies jedoch nur in gerade mal einer Mission machen und somit ist der Zauber so schnell verflogen, wie er auch gekommen ist. Dennoch gibt es einige Missionen, in welchen uns der Hund immer mehr ans Herz wächst und auch gewisse Emotionen hervorruft. Hier haben wir es also nicht nur mit einer Witzfigur zu tun, sondern mit einem Kameraden, dessen Leben uns auch irgendwie wichtig zu sein scheint. Leider wurde das Feature nicht wirklich zu Ende gedacht und wirkt weitestgehend überflüssig. Hier denken wir ganz klar, dass, wenn Call of Duty mal etwas seltener und vor allem durchdachter erscheinen würde, uns solche Szenen sicherlich mehr beeindruckt hätten.

Zombies sind tot, es leben die Aliens!

Call of Duty - Ghosts (5)Über den Mehrspielermodus muss man nur wenig Worte verlieren. Die Karten sind alle wie gewohnt sehr linear und schreiben verschiedene Wege in eine Richtung vor, man schaltet mit einem Aufstieg neue Waffen frei und das alles gewohnt spritzig und knackig. Wer also die vorherigen Teile gespielt hat, wird sich schnell zurechtfinden und wer etwas neues erwartet hat, wird wohl enttäuscht sein. Neu sind nur zwei Modi mit den Namen Cranked und Blitz. In Cranked sind wir nach einem Kill kurzweilig schneller, haben aber nur dreißig Sekunden Zeit, um einen weiteren Abschuss zu tätigen. Gelingt dies nicht, so explodieren wir. Im Modus Blitz müssen wir, wie beim American Football, in die gegnerische Endzone laufen. Hinzu kommt ein Ersatz für den Zombie-Modus und dieser nennt sich liebevoll Extinction. Hier kämpfen wir uns durch Wellen von Aliens und ebenso ums nackte Überleben. Es ist also nichts wirklich neues, sorgt aber für eine gewisse Ablenkung zwischen den rasanten Online-Matches. Zu guter Letzt gibt es dann auch noch die neue und kostenlose Call-of-Duty-Applikation, mit welcher ihr plattformübergreifend Clans bilden könnt, um gegen andere Gruppierungen in den Krieg zu ziehen. Hier merken wir schnell, dass Tablet PCs und Smartphones immer mehr eine Rolle für moderne Spiele einnehmen.

Die neue alte Engine

Call of Duty - Ghosts (6)Zum Schluss kommen wir noch zur neuen Engine, die uns für Call of Duty: Ghosts auf der letzten E3 zugesichert wurde. Die neue Engine ist so gut, dass sie sich hinter der alten echt verstecken kann und man dies nicht erkennt. Dabei wurde auf der Messe in Los Angeles doch so viel versprochen! Wir wissen noch genau, wie man uns die neuste Technikrevolution gezeigt hat, dass Fische nun auch auf unsere Bewegung reagieren und wegschwimmen, solch einen technischen Durchbruch haben wir bisher nur bei Super Mario 64 gesehen – wie schnell sich doch die Technik entwickelt! Auch wurde davon geschwärmt, wie stark doch die neue PC-Fassung aussieht und diese mit Spielen wie Battlefield 4 mithalten soll. Hier hat der Weihnachtsmann, pardon, wir meinen natürlich Activision, seinen eigenen Wunsch nicht erfüllen können. Es ist schon irgendwie verwirrend, wenn man die ganze Zeit von etwas schwärmt, was nicht da ist – erinnert an die Vorstellung von Schnee an Weihnachten. Aber mal im Ernst: Es wurde mal wieder dieselbe Engine benutzt, welche, wie jedes Jahr, einfach etwas aufpoliert wurde. Wir verstehen nicht, warum man nicht gleich gesagt hat, dass man sich für diesen Schritt entscheidet, anstatt zu versuchen, uns etwas vorzugaukeln. Wir sehen das als schlechten Schachzug von Activision, Werbung für ein falsches Produkt zu machen.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PC-Fassung): Mal wieder ist es schwer, eine klare Meinung abzugeben. Auf der einen Seite macht Call of Duty: Ghosts alles richtig, was man an den Verkaufszahlen und vollen Servern sehen kann. Viele Spieler scheinen ihren Spaß zu haben mit dem, Jahr für Jahr, gleichen Spielprinzip. Dies ist sicherlich auch nicht verwerflich, aber mich weiß es leider nicht mehr zu begeistern. Leider nimmt auch immer mehr die Qualität des Singleplayer-Modus ab. Während ich immer der Meinung war, dass die Battlefield-Reihe für den Mehrspielermodus und die Call-of-Duty-Serie für den Einzelspieler steht, hat sich in den letzten zwei Jahren einiges geändert. Es weiß mich einfach nicht mehr zu begeistern, in keinen der beiden Teilbereiche! Battlefield 4 ist im Mehrspielermodus klar überlegen und kommt mit viel mehr Innovationen daher, da sich hier die Entwickler einfach mal trauen, etwas neues zu versuchen. In meinen Augen würde der Call-of-Duty-Reihe mal eine zwei- bis dreijährige Abstinenz nicht schaden, damit sich die Spieler mal vom Einheitsbrei erholen können. Sicherlich wäre dann ein neuer Call-of-Duty-Teil der absolute Hit, da man Leute in den Reihen hat, welche tolle Geschichten schreiben können, die Mittel für eine neue Engine haben und die Fähigkeiten wieder ganz oben anzugreifen.

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars zu Call of Duty: Ghosts!

Review: Battlefield 4

Battlefield 4 (1)Zwei Jahre ist es jetzt schon her, dass Battlefield 3 erschienen ist und dem Konkurrenten Call of Duty neue Maßstäbe setzte. Eine hervorragende Download-Inhaltepolitik und ein großer Umfang reichte aus, um das Spiel zwei Jahre auf dem Markt zu halten, ohne dass es altert.

Battlefield 4 (2)Selbst zwei Jahre nach Release sind die Server von Battlefield 3 rappelvoll und der Andrang der Spieler ist abnormal. Starke Zusatzinhalte fügten neue Spielinhalte wie Waffen, Karten und Fahrzeuge hinzu und sorgten für stets frischen Wind unter den Spielern. Nun möchte die schwedische Entwicklerstube Dice ihre neue Frostbite Engine 3 vorstellen und zeigen, dass man noch einmal eine Schippe drauflegen kann. Wie zuvor steht Battlefield 4 nicht für Tempo und Zielgenauigkeit, sondern für mehr Realismus und somit kommt es auf das Team an, um eine Runde gewinnen zu können und nicht wie in vielen anderen Titeln auf die Einzelleistung. Der Krieg findet schließlich auf einem großen und offenen Schlachtfeld statt und nicht in engen, unzerstörbaren Räumen. Letzteres hat jetzt ausgedient. In Battlefield 4 wurde noch einmal am Zerstörungsgrad herumgeschraubt und nun stürzen sogar ganze Hochhäuser und Straßen ein. Da der Fokus aber auch zwei Jahre später auf dem Multiplayer-Aspekt gelegt wird, ist die Kampagne bekannterweise wieder sehr enttäuschend. Hier hat man sich wieder an Klischees bedient und mit den Chinesen eine dritte Fraktion ins Spiel eingeführt, welche auch im Mehrspielermodus verfügbar ist. Im Einzelspielermodus verschlägt es uns ins Reich der Mitte, um als US-Soldat einen Konflikt zwischen Russen und Chinesen zu begutachten.

Unbrauchbarer Singleplayer-Modus

Battlefield 4 (3)Direkt in der ersten Szene, die man uns vorsetzt, finden wir uns in einem sinkenden Auto wieder und werden aufgefordert, die Scheibe zu zerschießen – obwohl einer unserer Kameraden mit einem Bein im Sitz festhängt. Mit dem Abdrücken der Waffe setzt die Zeit 14 Minuten vor der Eröffnungssequenz an. Das skurrile dabei ist, dass wir eigentlich gar nicht wissen, worum es gerade geht und was wir machen – jedenfalls befinden wir uns vor einer Fabrik, welche wir gleich stürmen. Oben angekommen stürzt die Fabrik ein, ein Kamerad verletzt sich am Bein, welches wir anschließend abtrennen müssen. Dann schnappen wir uns ein Fluchtfahrzeug, welches wiederum von einem Helikopter verfolgt wird und wir unter Beschuss ins Meer fahren und untergehen. Die Story ist genau so, wie sich der Text jetzt gelesen hat – nicht nachvollziehbar. So verläuft die ganze Story und wir erfahren nie wirklich, wie es zu dem Konflikt zwischen Russen und Chinesen gekommen ist und was wir als Amerikaner damit zu tun haben. Die Handlung weißt große Lücken auf und ist eigentlich total überflüssig. Positiv sind nur die Zwischensequenzen, welche schön animiert, actionreich und grafisch überragend sind. Den Soldaten mit ihren netten Schlachtreden merkt man Emotionen an und wir sind dabei mitten im Getümmel – mehr muss man nicht wissen. Überflüssig!

Wenige, aber effektive Neuerungen

Battlefield 4 (4)Im Vergleich zu Battlefield 3 hat sich nicht so viel getan. Grafisch fliegen ein paar mehr Partikel herum aber sonst sieht alles wie bisher aus. Die Neuerungen findet man eher im Detail. Neben neuen und umfangreichen Mehrspielerkarten, Waffen und Ausrüstung gibt es die Chinesen als dritte Fraktion. Diese kämpfen auf verschiedenen Maps gegen Russen oder Amerikaner und kommen auch mit eigenen Waffen daher. Eine schöne Neuerung ist der Kampf im Wasser und somit bekommen wir neue und schnelle Boote bereitgestellt und auch die Möglichkeit, auf Tauchgang zu gehen. Leider können wir hier keine Waffen nutzen, dafür aber jetzt beim Schwimmen die Sekundärwaffe abfeuern. Die größte Veränderung ist wohl die, die von Dice liebevoll als Levolution bezeichnet wird. Einige Karten können nach einer bestimmten Aktion ihre Grundstruktur verändern! Die Map Flood Zone hat zum Beispiel einen Staudamm, der gesprengt werden kann und damit die halbe Map überflutet, was die Straßen unbrauchbar macht und der Kampf auf die Dächer verschiedener Gebäude verlagert. Ein weiteres Beispiel wäre Paracel Storm. Hier zieht ein Sturm auf, der immer heftiger wird, bis die Waffen vom Wind wackeln, Wellen an Land schlagen und sogar ein Schlachtschiff strandet. Diese Änderungen sind zwar wirklich gering, dafür aber sehr unterhaltsam.

Unschlagbare Atmosphäre

Battlefield 4 (5)Schon im Vorgänger wurde die Atmosphäre von uns in den Himmel gelobt und das ändert sich auch hier nicht. Gerade die Levolution sorgt für einen ganzen weiteren Pluspunkt, da ein einfacher Sturm zum Beispiel ein ganz neues Feeling einbringt. Wenn wir am Strand herlaufen, einen Gegner anvisieren wollen und der Wind uns das Visier verzieht, ist das ganz einfach sensationell. Wir haben stets das Mittendringefühl und die Optik trägt wesentlich dazu bei. Wenn die Wellen schlagen, der Wind pfeift, Granaten explodieren, Boote an uns vorbei sausen und wir die Schreie anderer Soldaten vernehmen, die vor Granaten warnen, bekommen wir einmal mehr das Gefühl, in einem Schützgraben zu liegen. Die Soundkulisse ist in keinem Spiel so hervorragend wie in Battlefield 4 und jede Runde staunen wir ein weiteres Mal über den Klang des Krieges. Seit Battlefield Bad Company gibt es die Möglichkeit, den Sound auf Kriegskulisse zu stellen, um den optimalen und realistischsten Klang herauszukitzeln. Wer daheim sogar ein 5.1-Soundsystem besitzt, wird vom Glauben abfallen und auch den Krieg genießen lernen. Das Tolle daran ist, dass die zwei neuen Konsolen diese Leistung ebenso erbringen sollen und sich demnach auch die Konsolenspieler auf ein Spiel mit solch einer Atmosphäre, Grafik und Sound freuen dürfen, ohne Abstriche hinnehmen zu müssen.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PC-Fassung): Ich frage mich, was ich als endloser Fan der Reihe noch sagen kann. Ich bleibe dabei, dass der Singleplayer-Modus ein Beisatz ohne Freude ist. Dieser wirkt absolut fehl am Platz, erzählt nichts halbes und nichts ganzes und weiß nur mit seiner schönen Optik zu verwundern. Aber bei Battlefield 4 geht es mehr um den Mehrspielermodus, zu diesem ich nicht wirklich viel geschrieben habe. Es hat sich so gut wie gar nichts verändert. Die Klassen sind immer noch dieselben und ich bewege mich nach wie vor zu Fuß, am Boden, im Wasser und in der Luft. Dazu gibt es eine unzählbare Auswahl an Waffen und Modifikationen. Das hat aber auch nichts schlechtes zu heißen, da sich die Klassen durchaus bewehrt haben. Hinzu kommt die neue Levolution und der verbesserte Zerstörungsgrad, die den Unterschied ausmachen und in meinen Augen den Neupreis rechtfertigen. Die neuen Karten sind wirklich gut und jede bietet ihre Eigenschaft, um das Schlachtfeld zu verändern, was wirklich absolut außergewöhnlich ist. Somit hat Battlefield 4 noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht und Call of Duty: Ghosts wird es schwer haben, sich an diesem zu messen. Ich bin dann mal auf dem Schlachtfeld – wir sehen uns Soldat!

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Battlefield 4!

Review: Total War: Rome II

Total War - Rome II (1)Die bekannte Total-War-Reihe gibt es jetzt schon seit über ein Jahrzehnt und steht für eine strategisch realistische Kriegserfahrung und Simulation, die ihres gleichen sucht. Nun wird mit Total War: Rome II einer der ältesten Teile neu aufpoliert.

Total War - Rome II (2)Während wir mit Total War: Shogun 2 im Japan des 16. Jahrhunderts unterwegs waren, unternehmen wir mit Rome II einen etwas größeren Sprung in die Vergangenheit. Hier führt es uns in das Jahr 272 vor Christus, wo Rom neben Griechenland, Karthago, Ägypten und Makedonien die wohl modernste Macht darstellt. Neben den großen Mächten gibt es aber noch viele weitere Stämme, welche immer wieder für Gefahr sorgen. Darunter zählen die verschiedensten germanischen Stämme wie zum Beispiel die Sueben und Goten. In der Kampagne übernehmen wir die Rolle des Oberbefehlshaber der römischen Streitkraft, wahlweise aber auch als Anführer der oben genannten Truppen sowie weiteren spielbaren Fraktionen. Jede Fraktion hat dabei seine eigenen militärischen oder wirtschaftlichen Stärken und Schwächen. Neben den großen und bekannten Parteien gibt es insgesamt 117 Fraktionen, welche aber selbst Geschichtsinteressierten überwiegend nicht bekannt sein dürften. Am Spielprinzip haben die Entwickler von Creative Assembly grundsätzlich nichts geändert. Wir versuchen weiterhin mit anderen Nationen zu verhandeln, unser Reich immer weiter auszudehnen und nebenbei auf Unruhen in den eigenen Reihen acht zu geben. Wenn es zu einer Schlacht kommt, wechselt die Übersichtskarte in den Schlachtfeldmodus, in welchem wir unsere eigenen Einheiten befehligen können – eben so, wie man es bisher kennt.

Umfangreicher Einzelspielermodus

Total War - Rome II (3)Haben wir uns für eine Fraktion entschieden, beginnt unser Aufstieg zu einer großen Nation. Wichtig ist dabei der kontinuierliche Aufbau und Erweiterung unserer Städte, um unseren Handel, die Zufriedenheit des Volkes und die öffentliche Ordnung zu verbessern. Jedes Gebäude bereichert unsere Fähigkeiten in puncto Nahrung, Ordnung oder Handel mit speziellen Waren. Ist die Sicherheit des Volkes gegeben und die Nahrung ausreichend, wächst eine Stadt immer weiter und somit können wir neue Gebäude bauen. Bauen wir an einem freien Platz kein Gebäude, so verkommt diese Stelle in unserer Stadt als Slum und die Bevölkerung wird zunehmend unzufriedener. Daher ist es wichtig, immer ausgewogen eine Stadt zu bebauen, da auch einige Gebäude, wie Militärausbildungsstätten, für negative Ordnung und Nahrungsverbrauch sorgen. Hier ist also eine Menge Feingefühl gefragt. Neben dem Bebauen von Städten gibt es aber auch noch die Forschung, welche in Militär- und Zivilforschung unterteilt ist. Dabei gibt es aber noch Untergruppen, die beim Militär die Bereiche Belagerung, Taktik, sowie Verwaltung und im Zivilbereich Wirtschaft, Philosophie sowie Konstruktion ausmachen. Hier gehen wir gezielt anhand der Forschung in bestimmte Richtungen, um zum Beispiel stärkere Einheiten rekrutieren zu können. Eingesessenen Spielern kommt das alles sehr bekannt vor, was aber nichts Schlechtes zu heißen hat.

Wenige Neuerungen

Total War - Rome II (4)Die meisten größeren Neuerungen machen einen sehr positiven Eindruck. So werden mehrere Regionen zu einer Provinz zusammengefasst, die der Spieler dann als Ganzes verwaltet. So liegt Rom in der Provinz Italia, welche nicht nur aus der Stadt Roma besteht, sondern auch aus Neapolis, Ariminum und Velathri. Allerdings gehören Ariminum und Velathri nicht direkt zu den Gebieten Roms, sondern zu fremden Stämmen. Zu Rom gehören noch Gebiete aus der Provinz Magna Graecia. Europa ist nicht gerade sortiert und der Bevölkerung gefällt es immer besser, wenn sie mit Gleichgesinnten vereint sind, was meist nur durch Krieg zu schaffen ist, um eine Provinz ganz für sich zu erobern. Hat man eine Provinz vollständig erobert, kann man so genannte Edikte veröffentlichen, also für die ganze Provinz geltende Befehle, die zur Verstärkungen, etwa der Kampfkraft führen. Eine Neuerung ist auch, dass nun eine Armee vom Land aus Schiffe beschießen kann und umgekehrt. So können wir in Gefechten mit Schiffen ans Ufer segeln, von dort aus den Feind angreifen und unsere Bodenstreitmacht unterstützen. Negativ ist uns bisher nur die künstliche Intelligenz aufgefallen, welche in den Schlachten nie so richtig weiß, wie sie nun zu reagieren hat. Wir können unsere Einheiten in verschiedene Formationen stellen und nun sogar mehrere Soldaten auf einen Feind schicken. Die Gegner laufen jedoch oft in die Falle rein oder wählen unlogische Wege. Schade drum!

Viele kleine Details

Total War - Rome II (5)Neben der Kampagne dürfen auch wir ein schnelles Gefecht starten, in dem wir über eine gewisse Geldsumme verfügen, welche wir für Einheiten ausgeben dürfen. Ist die Einheit zusammengestellt, versuchen wir in der Schlacht den Computergegner zu besiegen. Neben diesem Modus gibt es auch eine kurze Mehrspielerkampagne zwischen zwei Parteien aus je einem Spieler und dann gibt es noch den Coop-Modus für zwei Spieler, in dem wir gemeinsam Aufgaben erledigen können. Der Multiplayer-Anteil verfügt so über keine großen Neuerungen und hält sich eher verlegen. Dafür bietet Einzelspielerkampagne endlosen Spaß und das stellt uns voll und ganz zufrieden. Hübsch anzusehen ist hingegen die Grafik, da sich der Entwickler diesmal ein bisschen mehr Mühe gegeben hat. Nun haben Einheiten nicht mehr dieselben Gesichter, wenn sie im Glied stehen, sondern können alle mit ihrer eigenen Persönlichkeit glänzen. Auch sehr schön sind die Kleinigkeiten auf dem Schlachtfeld, wie das Schreien einer Legion, wenn sich der Feind nähert oder das nervöse Schlagen mit den eigenen Schwertern auf die Schilde. Hier unterscheiden sich auch wieder einige Nationen. Die Sueben rennen schreiend in das Getümmel, während die Spartaner immer ruhig stehen bleiben und man ihnen keine Angst anmerkt, wenn der Feind auf sie stürmt. Nett ist auch die Funktion einer Verfolgungskamera, welche das Schlachtfeld nochmals schöner in Szene setzt.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit: Als großer Fan der antiken Geschichte hat mich Total War: Rome II sehr zu begeistern gewusst. Zwar spürt man hier und da leider noch die Aussetzer der künstlichen Intelligenz, jedoch ist das Gesamtpaket stimmig. Die Einheiten sehen wirklich aus wie zur damaligen Zeit, man bekommt eine große Vielfalt an Einheiten geboten und die Idee mit den einzelnen untereinander aufgeteilten Provinzen ist hervorragend. Ebenso ist die Vereinfachung der Forschung für mich ein großer Pluspunkt. Negativ ist wie schon erwähnt die Computer gesteuerte Dummheit, sowie die politische Ebene im Spiel. Leider haben die Ratsmitglieder anderer Häuser keinen wirklichen Einfluss auf mein Handeln und somit dienen politische Intrigen wirklich keinem etwas. Töte ich einen General einer anderen Familie, so muss ich mit keinen Konsequenzen rechnen. Ist meine Partei prozentual die schwächte in der Regierung, habe ich auch mit keinen Auswirkungen zu kämpfen. Hier hätte man sich durchaus mehr einfallen lassen können, um dem Spieler das Leben im alten Rom besser zu gestalten.

Vielen Dank an Deep Silver für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Total War: Rome II!