Review: Fifa 19

Die Königsklasse der Fußballsimulationen ist in seiner alljährlichen Auflage erneut im Handel erhältlich und erstmals in der Fifa-Reihe haben Spieler die Möglichkeit, mit ihrer Mannschaft in der UEFA Champions League oder der UEFA Europa League zu spielen.

Neben der neuen Lizenz für die Champions und Europa League hat sich erneut einiges an der Spielmechanik geändert. Dem erfahrenen Spieler fällt sofort auf, dass die Spielgeschwindigkeit leicht gedrosselt wurde, um die taktische Komponente zu verfeinern. Änderungen in den Bewegungsabläufen und ein noch realistischeres Zweikampfverhalten tragen dazu bei, das Spiel noch dynamischer wirken zu lassen. Gerade die neuen Lizenzen lassen die Konkurrenz aus dem Hause Konami dieses Jahr zittern. Bei vielen Fans galt Fifa schon lange aufgrund der realen Spieler- und Vereinsnamen als Favorit im Rennen um die Fußballsimulationskrone und jetzt tragen die Rechte der Königsklasse sicherlich ihren Teil dazu bei, mehr Spieler von Pro Evolution Soccer ins gegnerische Lager zu ziehen. Um das Spiel noch schmackhafter zu machen und von der Konkurrenz abzuheben, gibt es nun auch die Möglichkeit sich im Anstoß-Modus einen Spielernamen geben zu lassen, unter welchem die Statistiken gespeichert werden und mit anderen Spielern vergleichbar sind. Zusätzlich wurden einige Spielmodi hinzugefügt, welche den Spielspaß auf ein neues Level heben –  angedacht sind diese Modi gerade für das kooperative Gameplay mit Freunden vor dem heimischen Fernseher. In Fifa 19 gibt es, auch bedingt durch die neuen Lizenzen, einige neue Anstoß-Modi.

Neue Spielmodi für den Extraspaß

Neben dem bekannten „klassischen Anstoß“ und dem „Hin- und Rückspiel“ gibt es nun auch die „Best-of-Serie“. In diesem Modus können wir uns aussuchen, nach wie vielen Spielen ein Sieger feststeht. Dabei stehen uns „Best of 3“ oder „Best of 5“ zur Auswahl und der Spieler mit den meisten Siegen gewinnt schließlich. Weitere Modi sind die Champions League und die Europa League, in welchen wir unter den atmosphärischen Bedingungen der Pokalpartien spielen können und die bekannten Melodien beim Einlaufen der Spieler hören. Zudem dürfen wir direkt „Cup Finals“ spielen, ein Modus, der die Finalpartien in den Pokal-Wettbewerben simuliert und mit besonders viel Stimmung und Atmosphäre aufwertet. Der letzte Spielmodus nennt sich „Hausregeln“ und stellt uns weitere fünf Spielmodi zur Verfügung. Unter anderem können wir ohne Regeln spielen und uns Foul um Foul austoben ohne bestraft zu werden. In „First to“ legen wir hingegen eine Anzahl an Toren fest und wer als erstes diese Anzahl erreicht, hat das Spiel gewonnen. In „Long range“ hingegen zählen Tore außerhalb des Strafraums doppelt und in „Headers & Volleys“ zählen nur noch Treffer, die per Volley und dem Kopf erzielt werden. Einen Schlusspunkt setzt der Modus „Survival“, in dem bei jedem Tor ein Spieler den Platz verlassen muss, bis ein Team keinen Spieler mehr hat und die Partie somit gewinnt.

Wenig Innovation in der Karriere

Während die spielerischen Neuerungen direkt ins Auge stechen und die hinzugefügten Modi viel Spaß mit sich bringen, hat sich trotz der zahlreichen Neuerungen in manchen Bereichen leider nichts bis gar nichts getan. In einer neuen Staffel von „The Journey“ schlüpfen wir erneut in die Rolle von Alex Hunter und erleben eine mehr oder weniger spannende Geschichte. Hier wird der Fokus immer mehr auf die familiäre Geschichte des Protagonisten gelegt und wie Fußball ein Geschäft zwischen Hobby und Familie wird. In Fifa Ultimate Team hingegen können wir, wie bereits gewohnt und geliebt, Spieler durch Karten erwerben, unser Team stetig verbessern und uns letztlich online gegen andere Konkurrenten messen. Hier hat sich an der Grundmechanik ebenfalls nur wenig verändert. Auch die Trainerkarriere für Einzelspieler kommt mit nur geringen Neuerungen aus, sodass sich am Erlebnis des Einzelspielers leider nur wenig ändert. Gerade in diesem Bereich des Spiels hätten wir uns mehr Tiefgang gewünscht – so zum Beispiel ein besseres Scouting-System und wesentlich mehr Möglichkeiten, Spieler gezielt zu verbessern. Leider bleibt hier weiterhin viel Potenzial liegen, das bisher nur die Managerspiele auf dem PC befriedigen können und Konsolenspieler nicht auf ihre Kosten kommen.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der Xbox-One-Fassung): Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Fifa in puncto Gameplay einen neuen Anstrich bekommen hat und sich im Gegensatz zu seinem Vorgänger verbessert hat. Spiele wirken dynamischer und mittlerweile spielt sich auch jedes Spiel immer anders als das vorherige. Die diversen neuen Modi tragen zudem eine gewisse Vielfalt bei und zeigen erneut tolle Möglichkeiten, sich auf dem Sofa miteinander zu messen und gemeinsam zu lachen – gerade beim Spielmodus „No rules“. Einzig negativer Punkt ist noch immer der Karrieremodus, bei dem nächstes Jahr unbedingt angegriffen werden muss. Der klassische Singleplayer-Modus verschenkt noch immer sehr viel Potenzial und schafft es nicht, den Spieler zu fesseln und mehr als zwei bis drei Saisons zu spielen.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Fifa 19!

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