Review: The Last of Us: Remastered

The Last of Us - Remastered (1)Als The Last of Us: Remastered bei uns endlich im Briefkasten lag, haben wir uns gefreut. Die Grafik des Spiels wurde angepasst und das Ergebnis ist eine verbesserte Atmosphäre, in die wir bei gleicher Handlung in die postapokalyptische Welt eintauchen können.

The Last of Us - Remastered (2)Eigentlich stehen wir Neuauflagen ein wenig skeptisch gegenüber. Schließlich soll ein schon bekanntes Spiel einfach nur ein bisschen bearbeitet werden, um mit altem Inhalt auch auf der neuen Konsolen zu laufen. Ein bisschen Aufschrauben der Grafik hier, ein wenig Anpassung an den neuen Controllern da, und fertig ist das scheinbar neue Spiel. Zudem scheint dies auch ein Kult der Spielindustrie zu werden, da neben The Last of Us auch Games wie Uncharted oder Halo in naher Zukunft neu aufbereitet erscheinen (sollen). In unserem Review gehen wir der Frage nach, ob das Ziel eine lieblose Portierung ist, um erneut den Kunden das Geld aus der Tasche ziehen zu können oder ob mehr hinter der neuen Version steckt, als ursprünglich angenommen. Wir haben uns mit viel Skepsis, aber auch mit sehr viel Freude und Spannung Naughty Dogs Meisterwerk der letzten Konsolengeneration angeschaut und können die neue Remastered-Version nun in dieses Schema einordnen. Zweifelsohne ist das Spiel in unseren Augen eines der besten Spiele, die für die alten Konsolen jemals erschienen sind und gerade deswegen ist die Freude groß, den Titel nochmals erleben zu können – mit einer, von den Entwicklern, groß umworbenen Grafik. Es wurde aber nicht nur an der Grafik geschraubt. Inhaltliche Anpassungen und weitere zusätzliche Elemente sollen die Spieler erfreuen.

Frischzellenkur

The Last of Us - Remastered (3)Zusätzlich gibt es nämlich alle Download-Inhalte in der überarbeiteten Version kostenlos obendrauf. Auf die ganzen Details des Hauptspiels möchten wir an dieser Stelle aber nicht eingehen, denn das haben wir in unserem Test Mitte 2013 bereits zugenüge getan. An dem ursprünglichen Inhalt hat sich nämlich so gut wie nichts verändert. Das wäre auch schade, da unser Test bereits gezeigt, wie uns der Titel bezaubert hat. So sind auch die Charaktere von The Last of Us: Remastered altbekannt; mit Ausnahme jener, die durch den herunterladbaren Zusatzinhalt einen neuen Auftritt im Spiel genießen dürfen. Während gleich zwei der drei Erweiterungen eher für den Mehrspielermodus gedacht sind, liegt für den Einzelspieler Left Behind auf der Disc dabei. In dieser Episode wird die Vorgeschichte zum Hauptspiel und das Überleben Ellies und des schwer verletzten Joels gespielt. Die erste Handlung befasst sich mit einem Ereignis zwischen Ellie und ihrer Freundin Riley und schildert ihr Überleben in einer Welt voller Infizierten. Im zweiten Part durchsucht Ellie das Einkaufszentrum, in welchem sich Joel im Hauptspiel verletzt hat und um sein Leben kämpft. Hier machen wir uns mit der Protagonistin auf die Suche nach Materialien für die erste Hilfe, was sich jedoch schwerer als gedacht herausstellt. Left Behind kann uns circa zwei zusätzliche Stunden bei Laune halten.

Stimmiges Gesamtpaket

The Last of Us - Remastered (4)Wir können es nur noch einmal betonen: Inhaltlich hat sich in The Last of Us: Remastered nichts verändert und somit sind gescriptete Szene identisch mit denen, die wir schon von der PlayStation 3 kennen. Trotzdem wurde die Grafik mit hochauflösenden Texturen ausgestattet, die in butterweichen sechzig Bildern pro Sekunden dargestellt werden können. Individuell dürfen wir die Bildwiederholungsrate auf die Hälfte drosseln. Für PlayStation-3-Verhältnisse war die Grafik von The Last of Us atemberaubend und daran hat sich auch in der Remastered-Version nichts geändert. Wir müssen zugeben, dass wir noch kein Spiel mit solch detaillierter Grafik und Lichteffekten gesehen haben und wir noch tiefer in die Spielwelt eindringen als zuvor. Licht- und Schatteneffekte sorgen für eine bedrückende Stimmung, wohingegen eine stärkere Vegetation in den Städten uns den Zerfall einer Stadt wesentlich besser verdeutlichen soll. Die Steuerung wurde ebenfalls an den neuen DualShock-4-Controller angepasst und macht von dessen Features Gebrauch. Hin und wieder kommen Touchpad und Lautsprecher zum Einsatz. Für viele Spieler sind das nur marginale Punkt im Gesamtpaket, welches vor allem mit seiner tollen Story unterhält. Verbindet man eine wunderbare Optik und eine tolle Story aber so wie in The Last of Us: Remastered, erhält man ein unvergessliches Spiel.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf der PlayStation-3- und PlayStation-4-Fassung): Inhaltlich kann ich mich meinem vorherigen Fazit im ursprünglichen Review nur anschließen und hinzufügen, dass sich Spieler, die den Titel schon gespielt haben, bei der Remastered-Version beruhigt zuschlagen können, da die verbesserte Grafik wirklich sehenswert ist und ein zweiter oder sogar dritter Durchlauf der Story wieder in Angriff genommen werden darf. Für Spieler die bisher um den Titel herum gekommen sind, lässt sich meinerseits nur eine Empfehlung aussprechen und das Spiel als absoluten Must-Have-Titel krönen. Das Entwicklerteam hat es mit der Story geschafft, mich in den Bann der Geschichte zu ziehen und mit den Charakteren zu fühlen. Obwohl ich das Spiel schon letztes Jahr einmal durchgespielt hatte, haben mich einige nostalgische Momente auch bei diesem Durchlauf noch immer schwer getroffen.

Vielen Dank an Sony Computer Entertainment für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Last of Us: Remastered!

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