Preview: Call of Duty: Black Ops 2

Auf der Gamescom zeigt die Entwicklerstube Treyarch erstmals öffentlich den Multiplayer-Modus von Call of Duty: Black Ops 2. Versprochen werden eSports-Funktionen, ein neues Klassensystem und ein einzigartiges Multiplayer-Erlebnis.

Call of Duty ist ein Wunder der Spielindustrie und steht für Größe und Macht. Ab dem Titel Call of Duty: Modern Warfare wurden die Nachfolgespiele verkauft wie warme Semmel und erzielten von Jahr zu Jahr weitere Verkaufsrekorde. Obwohl sich jedes Jahr wenig ändert, vor allem zum Leidwesen der Engine, sind die Spieler meistens befriedigt, wenn sie alljährlich das neue Call of Duty in der Hand halten. Kein Spiel hat sich in den letzten Jahren auf dem Markt so etabliert wie es diese Spielreihe geschafft hat und sowohl Entwickler und Publisher wissen, wie man die hungrige Meute Jahr für Jahr zufrieden stellt. Das Gameplay ist dabei das Hauptaugenmarkt, warum Spieler vermehrt angelockt werden. Call of Duty spielt sich sehr einfach und bringt eine hollywoodreife Inszenierung mit. Wir haben zehn Punkte, welche wir beim Erstellen einer neuen Klasse für den Multiplayer-Modus vergeben dürfen. So bestimmen wir die Individualität unserer Klasse auf dem Schlachtfeld und müssen so entscheiden, welche Gadgets wir mit in den Krieg nehmen. Wir haben zudem massig Entscheidungsmöglichkeiten, um uns auszurüsten. Eine Sekundärwaffe ist zum Beispiel keine Pflicht mehr und stattdessen können wir nun weitere Gadgets einpacken, wie Haft- und EMP-Granaten. Mit den für die Serie bekannten Perks können wir unseren Soldaten ausstatten und neue Fähigkeiten nutzen.

Eigene Klassen erstellen

Für einen Punktabzug können wir zum Beispiel schneller sprinten, nicht aber mehr im Radar erfasst werden oder schneller unsere Waffe nachladen. Waffenaufsätze verbessern zudem unseren Soldaten für den Einsatz. So gibt es zum Beispiel einen Millimeter-Wave-Scanner, welcher Scharfschützen und feindliche Sprengstoffe aufspürt. Aber wenn wir wollen, können wir auch nur mit einer Pistole oder einem Messer in die Schlacht ziehen, davon ist aber stets abzuraten. Für diejenigen, die zuhause eine USB-Kamera zur Verfügung stehen haben und eine vernünftige Internetleitung noch dazu, ist es möglich, sich während der Partie aufnehmen zu lassen und anderen Spielern diese Runden zu zeigen. Für Hobbykommentatoren gibt es zudem die Call-of-Duty-Cast-Funktion, in der man live eine aktuelle Runde kommentieren kann. Dies alles soll die Lust am Wettbewerbskampf steigern und Spieler dazu motivieren sich mit dem E-Sport zu beschäftigen. Dabei wird versprochen, dass Black Ops 2 nicht nur etwas für Profis ist, sondern jeder damit einsteigen kann – selbst ein absoluter Serienneuling. Dabei hilft ein leistungsabhängiges Matchmaking-System, welches dafür sorgt, dass die Spieler in ihren Runden überwiegend gleich stark sind und es nicht zu unausbalanciert wirkt. Die Spiele, die gestreamt werden, können von allen Leuten live gesehen und bewertet werden.

eSport für alle

Jeder kann es in Black Ops 2 also zu etwas bringen und seine eigene Fangemeinschaft aufbauen. Wir sind von der Idee absolut begeistert und sind gespannt, wie sich diese in der Realität schlagen wird. Eine weitere Neuerung ist das sogenannte Multi-Team-Deathmatch-Modus, in dem ganze fünf Teams mit je drei Spielern pro Gruppe gegeneinander antreten dürfen. Dabei schlüpfen wir in die Rolle des Federal Bureau of Investigation, der SEALs, von Miliztruppen oder Söldnern um dann gegeneinander zu kämpfen. Dabei unterscheidet sich nur das Aussehen der jeweiligen Truppen. Auf der Karte Turbine konnten wir den neuen Modus nämlich bereits kennenlernen. Die Karte ist weitläufig und gut geeignet für Scharfschützen und eine absolut gelungene Karte für diesen Spielmodus, damit jedes Team genügen Platz geboten bekommt. Der Spielmodus wirkte schnell und witzig. Wir haben hohe Erwartungen an die kommenden neuen Karten für solch einen Spielmodus. Ebenso soll wesentlich mehr auf Teamspiel gesetzt werden. Killstreaks lassen sich ab sofort auch durch Hilfepunkte bei Flaggeneinnahmen freischalten und nicht nur durch bloße Kills. Damit soll den Egomanen ein Strich durch die Rechnung gemacht werden und zu mehr Teamspiel angeregt werden. Das ist sinnvoll und so steht dem Release des Spiels nichts mehr im Wege.

Geschrieben von Axel Gutsmiedl

Axels Fazit (basierend auf Gamescom-Präsentation): Es ist wie in jedem Jahr, denn der Singleplayer-Anteil soll begeistern und der Multiplayer-Modus rocken. Dass die Kampagne bei Call of Duty immer erstklassig ist, ist kein Geheimnis, doch in den letzten Jahren war eher der Multiplayer-Modus und die Motivation dazu das Problem, welche mir den Spielspaß auf Dauer verhaut haben. Die letzten Spiele spielten sich jedes Jahr gleich: Nur mit neuen Waffen und anderen Karten wollte Activision überzeugen. Deswegen hoffe ich, dass sich diese Umstände bei Black Ops 2 ändern werden. Die neuen Spielmodi klingen allesamt interessant und die neuen Gadgets sollen für wesentlich mehr futuristischen Schwung in der Serie sorgen und mehr Abwechslung bringen. Das Spielprinzip ist sonst das gleiche und die Steuerung wieder für jeden gedacht, was aber nichts schlechtes zu bedeuten hat. Die Spielreihe hat nicht umsonst so viele Anhänger über all die Jahre gesammelt und auch Call of Duty: Black Ops 2 wird wieder den einen oder anderen Verkaufsrekord brechen. Darauf bin ich schon gespannt.

Vielen Dank an Activision für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

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