Preview: Star Trek

Auf der Gamescom hatten wir die Möglichkeit, bei einer der begehrten Präsentationen vom neuen Spiel im Star-Trek-Universum anwesend zu sein. Nachdem Star Trek: Infinite Space eingestellt worden ist, ist der Action-Titel das Licht am Science-Fiction-Tunnel.

Angesiedelt zwischen dem ersten Film von 2009 und dem kommenden Sequel im Mai 2012, soll Star Trek (so der vorläufige Name des Spiels) die Brücke zwischen den beiden Werken schlagen. Nachdem die Crew der Enterprise ihren ersten Auftrag erfüllt hat und nun in die unendlichen Weiten des Universums aufbrechen will, erreicht sie ein Notsignal vom neuen Vulkan. Fans wissen, dass in der veränderten Timeline, die seit dem Reboot von 2009 besteht, Spocks Heimatwelt von den Romulanern zerstört wurde. Die Vulkanier stellen nun eine sehr gefährdete Lebensform im Universum dar. Als die Enterprise den kolonialisierten Planeten erreicht, zeigen uns die Entwickler, wie das kooperative Action-Abenteuer funktioniert. Es ist uns an dieser Stelle freigestellt, ob wir lieber mit Captain Kirk oder dem ersten Offizier Spock spielen möchten. Unsere Entscheidung sollte jedoch wohl überlegt sein, da wir mit beiden Charakteren im Verlauf der Missionen teils unterschiedliche Wege auf uns nehmen müssen. Wie groß die spielerischen Vor- und Nachteile der Charakterwahl im gesamten Kontext stehen, haben uns die Entwickler nicht verraten. Wir gehen aber davon aus, dass weitere Unterschiede mit der Lupe gesucht werden müssen. Sobald sich Kirk von seinem Stuhl erhoben hat, steuern wir die beiden Protagonisten zum Transporterraum, um die Mission endlich zu beginnen.

Kooperatives Weltraumabenteuer

Auf der Planetenoberfläche angekommen, müssen wir zu erst einmal den Tricorder auspacken und die Umgebung scannen. Schnell wird klar, dass hier ein Kampf stattgefunden hat. Das ist dann auch schnell an den toten Vulkaniern zu erkennen, die vor einer Kommandozentrale am Boden liegen. Im Innern sieht es ebenfalls nicht sehr viel besser aus. Einen Weg durch das Gebäude zu finden, ist nicht schwierig. Hier läuft das Spiel leider sehr linear ab, doch können wir auf das Nutzen des Tricorders nicht verzichten, um Schlüsse ziehen zu können und sogar um Computer-Terminals zu hacken. Als wir eine Brücke überqueren wollen, wird uns schnell wieder bewusst, dass es sich hierbei um ein kooperatives Spiel handelt. Es kommt leider dazu, dass die Brücke halbwegs auseinanderfällt und nur mit der Hilfe unseres Mitspielers, können wir den bevorstehenden Tod unserer Spielfigur verhindern. Was passieren wird, wenn wir an dieser Stelle das Zeitliche segnen, wissen wir nicht und die Entwickler bewahren abermals Stillschweigen. Von der künstlichen Intelligenz können wir uns so auch kein Bild machen, da beide Spielfiguren von den beiden anwesenden Entwicklern gesteuert werden. Nachdem die Rettungsaufgabe erfolgreich absolviert ist, geht es auch schon weiter in den nächsten großen Raum, den wir mit beiden Charakteren aber von unterschiedlichen Positionen aus betreten.

Rückkehr der Gorn

Während Kirk sich am Boden befindet, betritt Spock den Raum vom ersten Stock aus, um die möglichst beste Sicht auf das Geschehen zu erhalten. Das ist nicht nur logisch, sondern zudem auch sehr nützlich, denn nach dem Betreten des Raumes dringen humanoide Echsenwesen in selbigen ein und schießen ohne Vorwarnung auf uns. Da hilft dann natürlich nichts anderes, als der Griff zum Phaser, um das Feuer auf die Echsen zu erwidern. Wir gehen im Übrigen davon aus, dass es sich bei den Echsen um die in Raumschiff Enterprise eingeführten Gorn in einer neuen und zeitgenössischen Interpretation handelt. Niemand möchte ja wohl mehr einen dermaßen epischen Kampf sehen, als es sich Kirk und ein Gorn in den Sechzigern geleistet haben. Wer’s nicht kennt, der sollte spätestens jetzt einmal Youtube aufrufen und dann unsere Preview fortsetzen. Jedenfalls muss sich Kirk von unten möglichst defensiv verhalten und der erste Offizier im ersten Stock dementsprechend offensiv, da er eine freie Schussbahn hat. Mit Spock müssen wir uns dann beispielsweise nach unten vorkämpfen und mit Kirk erneut in den nächsten Raum vordringen. Dort bekommen wir es sogar mit noch mehr Echsen zu tun und in diesem Falle darf sogar die Enterprise aus dem Weltraum eingreifen. Das sieht fantastisch aus und wenn die Inszenierung durchgehend stimmt, erwartet uns hier ein geniales Lizenzspiel!

Geschrieben von Eric Ebelt

Axels Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Als Fan des Star-Treck-Franchise war ich auch erstmal ein bisschen skeptisch, als ich von J. J. Abrams neuen Film gehört habe. Aber ich habe die neue Verfilmung sehr positiv aufgenommen und war über die Inszenierung mehr als überrascht. Man muss sich wirklich nur klar werden, dass eine andere Zeitlinie als in der Serie aus den Sechzigern angebrochen ist und sich die Charaktere dementsprechend anders entwickeln werden. Aber genau so skeptisch sehe ich das neue Videospiel, da für mich bisher kein Spiel im Star-Trek-Universum richtig zu begeistern wusste. Mit solch einer renommierten Lizenz folgt auch ein hohes Maß an Verantwortung für die Entwickler und viele konnten diesem Druck bisher nicht wirklich standhalten. Auch die Präsentation konnte mich auf Anhieb nicht begeistern. Das Scannen der Umgebung war in dieser Häufigkeit eher störend als hilfreich und die Shooter-Einlagen mehr als platt. Die Frage ist nun, wie die Story des Spiels aufgebaut sein wird. Spielerisch begeistert mich bisher nichts und nur eine gute Story könnte diesen Titel in meinen Augen interessant werden lassen. Ich werde weiterhin die Entwicklung verfolgen und bin gespannt, wie das fertige Produkt sein wird und ob es einen alten Trekkie wie mich überzeugen kann. Genau wie bei vielen Fans der Serie sind meine Erwartungen und Ansprüche enorm hoch angesetzt.

Erics Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Viele Star-Trek-Fans verachten J.J. Abrams dafür, was er mit dem Star-Trek-Universum gemacht hat. Man muss sich an der Stelle aber klar darüber sein, dass er nur eine neue mögliche Zeitlinie eröffnet hat und die Handlung dementsprechend anders abläuft. So entwickelt sich auch Kirks Persönlichkeit völlig anders, was meiner Meinung nach ebenfalls nicht unbedingt negativ ist. Star Trek von 2009 fängt das Franchise in einem völlig neuen Licht ein und das kommende Spiel wird diesen Trend weiter fortsetzen. Zwar bemängle ich, dass das Spiel wohl sehr linear und die beiden Charaktere anscheinend nicht sonderlich unterschiedlich in ihrer Spielweise ausfallen werden, doch kann ich in Anbetracht eines meiner liebsten Franchises da gerne drüber hinwegsehen, zumal die Story sehr cineastisch in Szene gesetzt wird und das kooperative Zusammenspiel dadurch genau die Zwischenmenschlichkeit erreichen kann, die Star Trek schon immer ausgemacht hat. Da stört es mich als Fan auch nicht, dass öfters mal der Tricorder ausgepackt werden muss, um die Umgebung zu scannen und um mehr über die Hintergründe zu erfahren. Zwar weiß ich nicht, warum wir alles, was wir nicht gleich verstehen, unbedingt als Ding bezeichnen müssen, doch dieses Ding muss ich einfach spielen! Ich freue mich auf den Release des Spiels und da Star Trek: Infinite Space ohnehin nicht mehr erscheinen wird, kann ich dann endlich in Galaxien vordringen, die noch nie ein Videospieler zuvor gesehen hat.

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