Mit der Veröffentlichung der Dragon-Ball-Serienboxen geht es schnurstracks auf das große Finale zu. Diesmal hat es Protagonist Son Gokū mit seinem bislang gefährlichsten Feind zu tun, der die gesamte Menschheit unter seiner Herrschaft einfach nur leiden sehen will.
In der letzten Folge der vierten Serienbox wiederholte sich der Ausgang des 22. Tenkaichi Budōkai. Protagonist Son Gokū hat es zwar bis in das Finale geschafft, doch wie schon beim 21. großen Kampfsportturnier unterlag er seinem Gegner nur knapp. Tenshinhan wurde zum Sieger der Veranstaltung ernannt, doch wie ein guter Gewinner lud er Gokū und seine Freunde zum Essen ein, nachdem er endlich den Weg der Rechtschaffenheit eingeschlagen hat. Gokū hat jedoch seinen Mönchsstab und seinen Dragon Ball in der Umkleide vergessen. Sein bester Freund Kuririn wollte Son Gokū entlasten und stellte sich zur Verfügung, die Sachen seines Freundes zu holen. Allerdings taucht er nicht wieder im Restaurant auf, woraufhin Gokū und seine Freunde zum Schauplatz des Turniers zurückkehrten – nur um ihren kleinen Freund Kuririn tot aufzufinden. Der Ringrichter, der nur bewusstlos geschlagen wurde, wacht auf und erzählt ihnen, dass sich Kuririn nicht gegen einen geflügelten Dämon behaupten konnte. Dieser hat Gokūs Dragon Ball mit den vier Sternen und die Liste mit allen Turnierteilnehmern gestohlen. Gokū, so geschwächt er sich nach den gesamten Kämpfen auch fühlt, schwört unmittelbar Rache und macht sich auf die Suche nach dem Dämon, der seinen Freund getötet hat. Sein meister Muten Rōshi entdeckt am Tatort etwas, was er längst verdrängt hatte.
Eine Falle für einen Teufel
Dabei handelt es sich um ein Stück Papier, auf welchem das Zeichen von Pikkoro Daimaō zu sehen ist. Bereits in Muten Rōshis jungen Jahren tauchte die teufelhafte Gestalt zum ersten Mal auf und hat in der ganzen Welt für Angst und Schrecken gesorgt. Nur Muten Rōshis alter Meister Mutaito war dem Wesen ebenbürtig geworden, als dieser die Kampftechnik Mafūba gemeistert hatte. Mit dem Mafūba gelangt es Mutaito, den Dämonen in einem Reiskocher für alle Zeit zu versiegeln, doch stellte sich heraus, dass die Kampftechnik so mächtig ist, dass der Anwender nach ihrem Einsatz direkt stirbt. Muten Rōshi wundert sich, warum Oberteufel Pikkoro wieder unter den Lebenden weilt, da er es war, der den Reiskocher auf den Grund des Meeres versenkte. So eilig Gokū es hat, weiß dieser natürlich nicht, mit welchem Gegner er sich konfrontiert sehen muss. Während Gokū immer noch dem Dämonen Tanbarin dicht auf den Fersen ist, beschließen seine Freunde in der Zwischenzeit, den toten Kuririn in einer Kühlkammer aufzubewahren. Anschließend machen sie sich auf, die Dragon Balls zu suchen. Zunächst wollen sie sich so vom Drachen Shénlóng die Auslöschung von Pikkoro Daimaō wünschen, um ein Jahr später Kuririn wieder lebendig zu machen. Da aber auch Oberteufel Pikkoro auf der Suche nach den Kugeln ist, wird ihr Vorhaben dabei mehr als einmal gestört.
Best-of der Serie
Die Story von Dragon Ball spaltet sich in den Episoden der fünften Serienbox auf mindestens drei Handlungsstränge auf, die zusammenlaufen und sich überkreuzen. Während Gokū zunächst Kuririns Mörder hinterherjagt, ist er später Pikkoro unterlegen und muss am Quittenturm erst wieder zu Kräften kommen. Ein Glück, dass er auf Yajirobē trifft, der in diesen Folgen eingeführt und für Gokū ein wichtiger Helfer wird. Unterdessen will Muten Rōshi das Mafūba anwenden, falls ihm, Tenshinhan und Chaozu keine andere Möglichkeit im Kampf bietet. Der Oberteufel hingegen setzt als selbsternannter neuer König jedwede Gesetze außer Kraft und plant, jedes Jahr am neunten Mai, einen von 43 Bezirken des Planeten Erde auszuradieren, um der Menschheit zu demonstrieren, was wahre Todesangst bedeutet. Wer am Ende siegreich aus dem Kampf herausgeht oder ob es überhaupt Gewinner in so einem Kampf geben kann, möchten wir aus Spannungsgründen nicht verraten. Der Zuschauer darf sich aber sicher sein, dass die 21 enthaltenen Folgen quasi ein Best-of der Serie darstellen, da nochmals viele alte Bekannte in Erscheinung treten. Unter anderem lassen Chichi und der Rinderteufel grüßen. Es wird also auch in den Episoden 102 bis 122 in der ungekürzten Blu-ray-Fassung und circa 525 Minuten fulminanter Action für jeden Dragon-Ball-Fan so einiges geboten!
Geschrieben von Eric Ebelt
Erics Fazit (basierend auf den Episoden 102 bis 122 der Serie): Der Anime Dragon Ball ist bei mir ein gerngesehener Gast im Blu-ray-Player. Obwohl ich die Serie fast auswendig kenne, kann mich Dragon Ball mit seiner Handlung, den actionreichen Kämpfen, den humorreichen Dialogen und irrwitzigen Ideen jedes Mal aufs Neue fesseln. Das liegt unter anderem auch am Soundtrack von Ike Takeshi, dessen fantastische Ohrwürmer mir auch nach etlichen Jahren, als ich den Anime erstmals im linearen Fernsehen verfolgt habe, nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen. Besonders gut finde ich, dass die Kampflänge in Dragon Ball nicht so übertrieben ist wie in der Nachfolgeserie Dragon Ball Z. Der finale Kampf ist tatsächlich in drei bis vier Episoden erledigt und trotzdem nicht weniger spannend und faszinierend. An der fünften Serienbox kann ich ebenfalls nichts aussetzen. Lediglich für das beiliegende Booklet, das nur einen Episodenguide darstellt, hätte ich mir, so sehr es auch seine Funktion erfüllt, einen größeren Umfang mit zusätzlichen Hintergründen gewünscht. Am Inhalt erfreuen sich aber sowieso wieder alle Dragon-Ball-Fans, die den Anime bis hierhin verfolgt haben.