News: Das wahre Duke Nukem Forever

Duke Nukem (1)Fans können heute einen Helden wiederauferstehen lassen, der von der Spieleindustrie schon verbraten wurde. Der inoffizielle Nachfolger von Duke Nukem 3D wurde von Fans als Mod des Vorgängers verwirklicht. Daher läuft er auf der alten Engine  des Spiels von 1996, so die Redaktion der Zeitschrift GameStar. Trotzdem hat man auch HD-Texturen miteingebaut, rasante Eselsrennen und Las Vegas bei Nacht. Ziel war es, so Gambini und Mikko Sandt, welche die Mod bastelten, ein Spiel aus dem Electronic-Entertainment-Expo-Trailer von 2001 zu schaffen. Der eigentlich Nachfolger Duke Nukem Forever erschien 2011 von Gearbox Software, musste aber große Kritik in Sachen Spielbarkeit und Aussehen einstecken. Um die Modifikation nutzen zu können, benötigt man Duke Nukem 3D, das Programm DosBox und natürlich die eigentliche Mod, die man bei Mod DB findet.

Andreas’ Meinung: Wie schön, dass es so engagierte Fans eines Franchises gibt, das als altes Relikt aus der Vergangenheit oft bezeichnet wird. Dass diese Fans sich dann als Erbe verstehen und ein Spiel am Leben erhalten wollen, sieht man zwar oft, wird aber leider zu wenig gewürdigt. Besonders in diesem Fall, haben sich die Spieler das gegeben, was ihnen ursprünglich in den zahlreichen Trailern zu Beginn des Jahrtausends versprochen wurde. So sollte der neue Duke aussehen und kein Zeitreisender durch die Spielekultur, der mit Master-Chief-Rüstung herumläuft. Schon beim HD-Mod von Half Life hat man sehr gut gesehen, was engaierte Spieler als Entwickler aus einer alten Engine herausholen können. Und das sehenswerte Ergebnis beschämt damit ein bißchen das Endprodukt namens Duke Nukem Forever, das an vielen Stellen viele Fehler hatte.

Erics Meinung: Mit dem Duke hatte ich in meinem Leben noch keinen Kontakt. Früher habe ich eben nur wenig auf dem PC gespielt und Duke Nukem gehört für mich definitiv zu den Franchises, die ich nicht unbedingt spielen möchte. Duke Nukem Forever hat mich zwar gereizt, aber als ich mir dann die entsprechenden Rezensionen gelesen habe, habe ich doch einen großen Bogen um das Spiel gemacht. Trotzdem finde ich es toll, dass es da draußen noch genügend Anhänger des Action-Helden gibt, die sich auch noch mit älteren Teilen der Reihe beschäftigen. Wie mein Kollege Andreas schon schrieb, sollte man solche Entwickler von Modifikationen unbedingt einmal ehren, denn die haben immer öfters die Ideen für Spiele, welche in der Branche derzeit so nötig wären.

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News: Vorschusslorbeeren für die neue Xbox

Microsoft als Sieger der nächsten Konsolengeneration (1)Viele Entwickler machten ihren Ärger über die komplizierte Hardware-Architektur der PlayStation 3 und den damit verbundenen Schwierigkeiten beim Entwickeln von Spielen schon gehörig Luft. Nolan Bushnell, der Gründer von Atari, sieht sogar schon jetzt, vor der offiziellen Ankündigung der nächsten Microsoft-Konsole, genau diese an der Spitze der nächsten Konsolengeneration. Er ist sich bewusst, dass die PlayStation 4 für Entwickler wesentlich zugänglicher ist, dennoch seien komplizierte und lahme Software-Tools mit schlechten japanischen Anleitungen schon immer ein Problem von Sony gewesen. Außerdem sei das Xbox-Live-Angebot kaum zu übertreffen und Microsoft habe mehr Online-Erfahrungen und natürlich mehr Geld, um auch in diesem Punkt Sony sehr leicht schlagen zu können.

Erics Meinung: Solche Vorschusslorbeeren mag ich überhaupt nicht. Natürlich darf und man sollte auch seine Wünsche, Vorstellungen und Erwartungen von einer Konsole noch vor den ersten Informationen mit der Masse teilen, doch haltlos zu argumentieren, dass die neue Xbox-Konsole die beste von allen drei Konsolen auf dem Markt sein wird, halte ich für übertrieben. Erst einmal müssen wir den 21. Mai 2013 abwarten, denn dann wird Microsoft (vermutlich) die neue Xbox-Konsole enthüllen und dann darf sich Bushnell gerne noch einmal zu dieser Diskussion äußern. Ich bin jedenfalls gespannt!

Jonas’ Meinung: In den von Nolan Bushnell angesprochenen Punkten, der unzulänglichen Infrastruktur der PlayStation 3 und dessen Online-Plattform, ist ihr ja jetzt schon die Xbox 360 überlegen. Deswegen aber noch vor der großen Ankündigung des Xbox-Nachfolgers, und noch bevor wir genau wissen, inwiefern die PlayStation-4-Programmierung vereinfacht werden soll, vorschnell zu urteilen, ist alles andere als richtig. Erst recht, wenn Microsoft tatsächlich eine permanente Internetverbindung erzwingen will.

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Review: Dragon’s Dogma: Dark Arisen

Dragon's Dogma: Dark Arisen (1)Neben Dark Souls bewies auch Dragon’s Dogma, dass japanische Entwickler sehr wohl Spiele im westlichen Stil kreieren können. Nun will uns Capcom Dragon’s Dogma nach nur einem Jahr nach der Erstveröffentlichung abermals ans Herz legen.

Dragon's Dogma: Dark Arisen (2)Der Start der Handlung könnte nach dem Tutorial für unseren Charakter kaum schlechter verlaufen. Eines unschuldigen Morgens wird unser heimatliches Fischerdorf von einem gigantischen Drachen heimgesucht, der es sich natürlich nicht nehmen lässt, einiges an Unruhe zu stiften. Zu allem Überfluss streckt dieser auch noch unseren selbst benannten Helden nieder, raubt dessen Herz, frisst es und besiegelt somit eigentlich endgültig unser Schicksal. Wie das mit Fantasy-Rollenspielen aber so ist, ist der Tod meistens nicht endgültig. Wir sind nun der Erweckte, der Auserwählte, der nun wie schon im originalen Spiel aus dem Jahr 2012 auf eine abenteuerliche Reise quer durch die Spielwelt Gransys geschickt wird. Mit Dragon’s Dogma: Dark Arisen veröffentlicht Capcom das Action-Rollenspiel neu und liefert uns neben dem Hauptspiel noch eine Menge weitere Inhalte. So ist schon zu Beginn die Insel Finstergram betretbar, die mindestens zehn, wenn nicht sogar zwanzig, zusätzliche Spielstunden bereithält. Das umfangreiche Spiel bringt aber nicht nur dieses neue Areal mit sich, sondern auch zahlreiche brandneue Objekte, Waffen und Fähigkeiten. Finstergram richtet sich dabei an erfahrene Abenteuer. Die Gefahren, mit denen wir da konfrontiert werden, übersteigen ohne Probleme die der Hauptquest.

Treue Vasallen

Dragon's Dogma: Dark Arisen (3)Wie es in den meisten Rollenspielen der Fall ist, dürfen wir unseren Charakter erst einmal nach eigenen Vorstellungen zusammensetzen. Nachdem wir uns am umfangreichen Charakter-Baukasten bedient haben, wählen wir zwischen drei Laufbahnen, nämlich dem Krieger, dem Streicher und natürlichen dem Magier. Im weiteren Spielverlauf werden noch weitere Unterklassen freigeschaltet. Damit wird die Grundauslegung unseres Charakters bestimmt, die zugleich noch den Spielstil festlegt. Denn der Streicher wird zum Beispiel wie der Krieger niemals ein Schild verwenden können, darf aber mit dem Bogen auch aus großer Entfernung Schaden verursachen. Da uns Dragon’s Dogma: Dark Arisen in unserer Klasse doch sehr einschränkt, sind wir fast niemals allein auf Reisen. In unserer Rolle als Erweckter unterstehen uns alle Arten von Vasallen, die an Riftsteinen aus einer Zwischendimension beschworen werden können. Maximal drei dieser treuen Nichtspielercharaktere unterstützen uns bis zu ihrem Ableben – sie sind aber nicht nur im Kampf ausgesprochen hilfreich. Je nach Auslegung lesen sie fleißig Gegenstände vom Boden auf und stehen uns bei Missionen mit hilfreichen Kommentaren zur Seite. Vasallen, die uns enttäuscht haben, können wir jederzeit entlassen und im Rift bewerten, damit sich andere Spieler ein Bild über die Gehilfen machen können.

Voll bepackt mit tollen Sachen

Dragon's Dogma: Dark Arisen (4)Davon ist einer unser Hauptvasall, der neben dem Held als einziger konstanter Begleiter fungiert. Auch dieser darf von uns zunächst fachmännisch erstellt werden und erscheint nach dem Ableben auch wieder an den Riftsteinen. Neben der Kampfkraft ist uns an den Vasallen vor allem die Nutzung als Packesel am sinnvollsten in Erinnerung geblieben, denn die Geschwindigkeit unserer Fortbewegung wird anhand unseres Gewichts eingeschränkt. Das wäre nicht so schlimm, wenn Gransys nur nicht so unglaublich viele handliche Dinge bereitstellt, bei denen wir es uns natürlich nicht nehmen lassen können, sie einzusacken. Sammelfreunde, die in Monster Hunter 3 Ultimate schon alles gesammelt haben was nicht niet- und nagelfest war, werden sich hier praktisch sofort heimisch fühlen. Dergleichen Ausmaße erreicht Dragon’s Dogma zwar nicht, doch das Sammeln, Kombinieren und Tauschen von Heilgegenständen, Werkzeugen, Materialien, Schätzen und Waffen macht aber ein Großteil des Spiels aus. Der aktive Tag- und Nachtwechsel wird durch ein spannendes Spielelement erweitert: Einige Gewächse und Nahrungsmittel verderben mit der Zeit und müssen aufgebraucht werden. Sonst steigt die Gefahr, dass uns eine verdorbene Frucht eher vergiftet, als uns kuriert. Baten Kaitos lässt grüßen!

Rollenspiel-Rohkost

Dragon's Dogma: Dark Arisen (5)Wir werden wohl niemanden die grundlegenden Mechaniken eines normalen Action-Rollenspiels erläutern müssen. Dragon’s Dogma erfindet dabei das Rad auch nicht neu und setzt lieber auf bewährte Mittel. Gegner liefern Erfahrungspunkte und nützliches Geld, was beides unserem Charakter zugutekommt, denn für die richtig guten Ausrüstungen müssen wir auch einmal richtig tief in die Taschen greifen. Um finanziell auf dem Damm zu bleiben, können wir die Nebenmissionen erfüllen, die vergleichsweise einiges an Abwechslung bieten. Neben dem schnöden Sammeln von belanglosen Gegenständen, das erfreulicherweise nicht den Hauptteil der Quests regiert, gilt es Konflikte unter den Stadtbewohnern zu schlichten, Diebesverstecke auszurotten oder die Geheimnisse alter und verlassener Gebiete zu lüften. Um den Erweckten und den Hauptvasallen auch neben den Attributschüben durch Stufenaufstiege zu stärken, erlernen sie neue Kampffähigkeiten, dessen Einsätze im Gefecht die Ausdauer verbrauchen. Als Bogenschütze dürfen wir dann einen Pfeilhagel auf die Gegner niederprasseln lassen auch nur einen besonders präzisen und starken Schuss abfeuern. Daneben sorgen eine ganze Menge weiterer aktiver und passiver Fähigkeiten für eine noch umfangreichere und persönlichere Charaktergestaltung.

Welten bereisen, Gegner erklimmen

Dragon's Dogma: Dark Arisen (6)Wenn wir einmal die magischen Elemente und die ganzen Monster außer Acht lassen, ist Gransys ein sehr offenes und realistisches Fleckchen Erde, das ohne Weiteres ein halbes Jahrtausend altes Europa widerspiegeln könnte. Wie auch in den Gothic-Spielen ist es mehr der Inhalt, als die Spielwelt selbst, bei der Dragon’s Dogma überzeugen will, denn wirkliche Hingucker bietet die Welt nicht, dafür aber eine Menge optionale und geheime Gebiete zum Erkunden. Auch die Geschichte rund um den Erweckten konnte uns nicht bei der Stange halten. Capcom schien sich daher primär auf das Spiel- und Kampfsystem konzentriert zu haben. Davon zeugen jedenfalls die Item-Handhabung und das Vasallensystem. Eine weitere wahre Stärke spielt Dragon’s Dogma im Getümmel gegen sehr große Gegner aus. Es gibt ja wohl keinen Grund, warum sich die armen kleinen Menschen im Kampf gegen Zyklopen, Chimären oder Hydren mit zahlreichen Köpfen nicht ihre Flinkheit und Agilität zunutze machen. Die kritischen Trefferzonen, meistens die Köpfe, erreichen wir mit dem Schwert nur, wenn wir an den Gegnern empor klettern, nicht abgeworfen werden und einiges an Ausdauer bereithalten. So ein System haben wir sicherlich schon in dem einen oder anderen PlayStation-Spiel gesehen, aber sicherlich nicht in diesen freien und offenen Ausmaßen.

Seperate Sprachausgabe

Dragon's Dogma: Dark Arisen (7)Schon 2012 war das ursprüngliche Spiel technisch eindeutig überholt. Bewegungsabläufe und Emotionen wirken plastisch und selbst die Ansätze einer lippensynchronen Sprachausgabe dürfen wir nicht erwarten. Viel wichtiger als der reine technische Aspekt ist aber die grafische Gesamtpräsentation, die auf alle Fälle sehr gelungen ist. Die frei zu erkundende mittelalterliche Welt schafft es auch mit ihren Einheitsfarben Grün und Braun zu überzeugen und vermittelt ein Gefühl der Lebendigkeit. Alle Texte der Nichtspielercharaktere, egal ob relevant für die Hauptquest oder nicht, wurden vertont und geben ihren eigenen kleine Teil an die Welt von Dragon’s Dogma ab. So etwas schaffen andere japanische Rollenspiele wie Final Fantasy XIII-2 nur am Rande. Nervig wird es allerdings, wenn diese Personen, vor allem Händler, nicht rechtzeitig vom Spiel geladen werden und die Verkaufsstände zunächst einige Sekunden leer bleiben, bis die Händler plötzlich aufpoppen, um unsere Anträge entgegenzunehmen. Auch die einen und anderen Gegner überraschten uns, als sie sich ohne Ankündigung vor uns materialisierten. Dafür wurden wir mit der japanischen Sprachausgabe vertröstet, die neben der anständigen englischen auf einer separaten Xbox-360-Disc bereit liegt. Das ist ein netter Bonus, der Dragon’s Dogma: Dark Arisen atmosphärisch sehr gut abrundet.

Geschrieben von Jonas Maier

Jonas’ Fazit (basierend auf der Xbox-360-Fassung): Anfangs hatte ich noch meine Probleme mit Dragon’s Dogma: Dark Arisen, was aber primär daran liegt, dass Gransys nun mal ein extrem raues Pflaster ist. Zwar übernehmen auch die Vasallen einen Großteil der Kämpfe, doch ohne genügend Erfahrungspunkte sah ich aber sehr schnell sehr alt aus. Capcoms Sammelsystem, besonders bekannt aus der Monster-Hunter-Reihe, belebt die raue Spielwelt eindeutig. Spieler, die bewusst ihren Rucksack packen und ihre Tour abstecken, sind eindeutig im Vorteil, was mir jedoch leider etwas zu spät klar wurde. Natürlich könnten wir den kiloschweren Kürbis mitschleppen, aber nur wenige Äpfel gleichen den Heilungseffekt und natürlich das Gewicht bei Weitem aus. Obwohl das Spiel aktionbetont ist, kommt es dem Itemsystem zugute, dass das Spielgeschehen jederzeit pausiert werden darf, um gemütlich im Inventar zu wühlen. Ganz besonders gefielen mir auch die spektakulären Kämpfe gegen die monströsen Gegner, die dem Spiel schon fast ein gewisses Alleinstellungsmerkmal erarbeitet haben. Es ist immer wieder putzig mitanzusehen, wenn drei bis vier kleine Gestalten mühevoll an den wilden Bestien empor kraxeln, um so viel Schaden wie möglich zu verursachen.

Vielen Dank an Capcom für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragon’s Dogma: Dark Arisen!

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News: Nintendo denkt über Free-to-play-Spiele nach

Nintendo denkt über Free-to-Play-Spiele nach (1)Videospiele gehören zu einer Branche, die sich in einem stetigen Wandel befindet. Neue Technologien setzen mit neuen Trends regelmäßig neue Standards, die sogleich von einer Menge Unternehmen übernommen werden. Nintendo dagegen besann sich schon immer auf eigene Werte und Einstellungen und beschritt des Öfteren einen gänzlich anderen Weg als die Konkurrenz. Das dies zwangsläufig auch manchmal der Holzweg war, haben wir in der letzten Zeit nicht selten gespürt. So scheint der Konzern nun auch von dem Konzept der Free-to-Play-Spiele, von vielen Spielern verhasst, angetan zu sein. Jedenfalls bestätigte das Iwata auf einer Investorenkonferenz, auf der er alternativen Geschäftsmodellen nicht gerade abgeneigt war.

Erics Meinung: Mich wundert dieser Schritt mittlerweile nicht mehr beziehungsweise wundert es mich nicht mehr, wie Nintendo derzeit den Markt abdecken will. Früher fand ich es klasse, dass sich Nintendo öffentlich gegen herunterladbare Zusatzinhalte gewehrt hat und diese Option nur den Drittherstellern offen ließ. Square Enix hat es mit den zwei Final-Fantasy-Crystal-Chronicles-Ablegern im Wii-Shop-Kanal vorgemacht.  Nintendo sah sich wohl im Zugzwang und bietet – für meinen Geschmack – zu wenig Inhalt für zu hohe Preise. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Konzept der Free-to-play-Spiele Nintendo ebenfalls gefällt und sie es früher oder später umsetzen werden. Ich stelle mir da viele Social-Media-Spiele vor, in denen man dann für drei Euro eine Link-Zipfelmütze kaufen kann. Aber auch, wenn diese Inhalte wirklich spieltechnisch Sinn ergeben sollten, frage ich mich wirklich, was aus dem Traditionsunternehmen geworden ist, wenn es vor allem anderen nacht Geld strebt und nicht mehr nach rundum zufriedenen Kunden.

Jonas’ Meinung: Mir persönlich ist es gleich, falls Nintendo tatsächlich solche Arten von kostenfreien Spielen anbieten will. Ich mag diese halbgaren Spiele nicht, aber niemand wird mich zum Spielen dieser Geldmaschinen zwingen, solange Nintendo nicht die wichtigsten Marken involviert. Aber besonders Nintendo darf es nicht verschlafen, auch mit diesen Methoden Geld zu verdienen, sonst katapultieren sie sich unweigerlich ins finanzielle Aus.

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News: Sammelklage gegen Sega und Gearbox Software

Aliens Colonial Marines Press (1)Nachdem Aliens: Colonial Marines traurige Berühmtheit als größte Enttäuschung der Spielelandschaft in diesesm Jahr errang und der Titel für Nintendos Wii U gestrichen wurde, gibt es nun auch eine Sammelklage gegen Sega den Entwickler Gearbox Software wegen irreführender Werbung.  Der Publisher wollte keine genaues Statement zu dem laufenden Verfahren abgeben, bestritt aber die Ansprüche der Kläger aufgrund einer fehlerhaften Demonstration auf rechtliche Konsequenzen zu pochen, so Consolewars. Kläger ist Edelson LLC. Man habe den Spieler nicht darüber informiert, dass manche Features der Demonstration gegenüber Presseleuten, in der Endversion nicht enthalten seien. Außerdem seien Review-Codes bis zur Veröffentlichung des Spiels zurückgehalten worden, wodurch sich die Spieler und die Presse auch kein eigenes Bild machen konnten.

Andreas’ Meinung: Dieses Spiel zieht einen Spur des Wutes durch die Spieleindustrie. Diese Sammelklage war in meinen Augen wahrscheinlich, wenn aber auch abwendbar. Sega hätte öffentliche Selbstkritik äußern und den Titel zum Budget-Preis anbieten sollen. Durch ihr Nichtstun haben sie nicht nur die Spieler gegen sich aufgebracht, sondern auch Presse und Händler. Die Erfolgschancen der Klage sehe ich zu fünfzig Prozent, weil die bewusste Zurückhaltung von Informationen nicht ohne Folgen bleiben kann. Zudem könnte es ein Paradebeispiel für andere Publisher und Entwickler sein, fairer und ausgewogener die Presse zu informieren, was es in der heutigen Zeit eigentlich selbstverständlich sein sollte. Jedenfalls wird das wohl nicht die letzte News üder dieses berühmt-berüchtigte Spiel gewesen sein.

Erics Meinung: Die Vereinigten Staaten von Amerika – das Land der unbegrenzten Anklagemöglichkeiten, wie ich es so schön nenne. Es wundert mich nicht, dass man jetzt eine Sammelklage gegen Sega vorbereitet. Es ist wirklich schade, wie Sega mit dem Spiel umgegangen ist und es völlig unfertig auf den Markt geworfen hat. Außerdem ist Aliens: Colonial Marines ein tolles Beispiel dafür, wie Publisher mit den Medien umgehen. Man nutzt sie gezielt aus, damit Werbung für ein Spiel gemacht werden kann. Daher appeliere ich nur einmal mehr an die Videospieler: Wenn es vor dem Release kein Review zu einem Spiel gibt, dass euch interessiert, dann könnte das einen guten Grund haben.

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Prime Time: Kämpfer für die Liebe (Unboxing)

Nachdem wir euch die vier Ausgaben der Anime-Serie Kämpfer sowohl in Reviews als auch in Unboxing-Videos vorgestellt haben, folgt jetzt der Abschluss des Franchise mit Kämpfer für die Liebe. Passend zu unserem Review möchten wir euch die Original Video Animation in einem Unboxing-Video vorstellen. Wir wünschen viel Spaß beim Anschauen!

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Review: Kämpfer für die Liebe

Kämpfer für die Liebe (1)Japaner haben gewissermaßen ein Faible für deutsche Namen in Bezeichnungen, so auch bei der Kämpfer-Fortsetzung Kämpfer für die Liebe. Die zwei zusätzlichen Episoden unterhalten zwar so gut wie die zwölfteilige Serie, doch abschließen wollen sie sie nicht.

Kämpfer für die Liebe (2)Kämpfer für die Liebe richtet nur an die Kenner von Kämpfer, denn alle anderen werden die Zusammenhänge kaum verstehen und die Charaktere eventuell gar nicht akzeptieren können. Wichtig ist eigentlich nur, dass man die ersten elf Episoden gesehen hat, denn die letzte Folge aus Kämpfer (Vol. 4) braucht man nicht gesehen haben, da sie sich nicht linear in die Story einbinden lässt. Nach dem Kampf zwischen den blauen und roten Kämpfern gegen die weißen Krieger, hat sich die weiße Kämpferin Kaede zurückgezogen. Um vor weiteren Angriffen geschützt zu sein, beschließen die Freundinnen, sich die Nacht über in einem Haus zu verbarrikadieren. Da sie vom Kampf durchgeschwitzt sind, schlägt Schulsprecherin Shizuku vor, dass sie doch alle gemeinsam baden gehen sollen – ohne den männlichen Natsuru versteht sich! Mikoto und Akane willigen zwar ein, doch fällt ihnen schon bald auf, dass Shizuku nicht nur die Gedärmkuscheltiere ins Bett bringen möchte. Die ist nämlich derweil mit Natsuru beschäftigt, der mit dem Rücken auf einem Bett liegt und recht wehrlos gegen die dominante Shizuku ist. Zwar verwandelt sich Natsuru wieder in eine Frau, doch die Szene bleibt – Mikoto und Akane sind sprachlos. Die beiden beschließen daraufhin, das Küssen zu üben, um Natsuru näherzukommen, doch werden sie dabei von einer weißen Kämpferin beobachtet.

Stress und Heiterkeit

Kämpfer für die Liebe (3)Kämpfer für die Liebe bleibt also auf dem Niveau der Serie, was keinesfalls als schlecht zu werten ist, denn wer die Serie schon mochte, wird Kämpfer für Liebe, wie könnte es anders sein, lieben. In den beiden einzigen Episoden der Fortsetzung, die auch als Original Video Animation gilt, geht es also wieder gewohnt chaotisch zu und gipfelt bereits am Ende der ersten Folge in einem weiteren Kampf gegen Kaede und Mikoto, welche nämlich von Natsurus großer Liebe hypnotisiert wurde. Der Kampf weckt den Anschein, dass es in der nächsten Episode endlich zu einem wohlverdienten Finale kommt, doch auch Kämpfer für die Liebe möchte die Geschichte nicht zu Ende erzählen. In der letzten Episode werden Mikoto und Akane von den weißen Kämpfern erpresst und müssen einen Tag lang in einem Dating-Café arbeiten. Lustigerweise wird Natsuru von seinem besten Freund just in diesem Moment dazu gedrängt, sich einer Doppelverabredung anzuschließen – in besagtem Café. Da Shizuku ebenfalls mit von der Partie ist, verlangt sie beim Date doch ständig nach der weiblichen und dem männlichen Natsuru, der sich immer wieder verwandeln und abhetzen muss – definitiv eine der lustigsten Szenen des Animes. Am Ende des Tages landet Natsuru mit einer seiner Freundinnen völlig nackt in einem Wandschrank. Mit wem verraten wir jedoch nicht!

Unbefriedigender Abschluss

Kämpfer für die Liebe (4)Wir finden es klasse, dass sich die Serie ihrem Humor treu bleibt und auch das bietet, was wir kennen, doch sofern man kein Interesse hat, die Serie zu Ende zu bringen, dann sollte man sie – zum Wohle der Fans – abschließen. Kämpfer für die Liebe tut dies nicht und bleibt somit unter unseren Erwartungen. Für Kämpfer-Fans bleibt der Anime aber empfehlenswert und interessant. Optisch hat der Anime ebenfalls nichts einbüßen müssen, denn nach wie vor sehen alle Charaktere, Hintergründe und Effekte so aus, wie wir es auch erwarten. Farbenfroh und mit allen Konturen und Schärfen. Dazu gesellt sich die gute deutsche Synchronisation in Dolby Digital 2.0, sowie der japanische Originalton, der nicht weniger schlecht ist und durch die japanische Mentalität noch etwas besser zur Serie passt. Die Laufzeit beträgt nur fünfzig Minuten, denn bis auf ein paar Trailer zur Kazé-Anime-Produktpalette, fehlt Bonusmaterial auf der Blu-ray. Als Entschädigung bekommen wir jedoch nicht nur zwei reizvolle Postkarten spendiert, sondern auch ein Booklet. In diesem befindet sich ein Episodenguide zu Kämpfer und Kämpfer für die Liebe, Informationen zu den Charakteren, Interviews mit den Sprechern Marina Inoue und Michiko Nomura, sowie Kommentaren von Regisseur Ysauhiro Kuroda, Kazuyuki Fudeyasu (Konzept) und Mariko Fujita (Charakterdesign).

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich habe Kämpfer wegen der verrückten Ideen regelrecht genossen, doch habe ich immer darauf gehofft, dass Natsuru sich auch mal für eines der Mädchen entscheidet oder die Geschichte immerhin zu einem befriedigenden Ende kommt. Am Ende bleiben somit viele Fragen offen und das ist wesentlich schlimmer als bei großen Serien wie Lost, wo man ja noch sehr viel interpretieren und deuten kann. Bei Lost können immerhin noch alle notwendigen Erzählstränge beendet werden, doch Kämpfer für die Liebe lässt mich im Unklaren darüber, wer der Moderator ist, warum die Kuscheltiere aus dem All stammen (können) und warum sich Kaede dermaßen ins Negative entwickeln konnte. Das mag vielleicht irgendwo im Kontext zum verkörperten Chaos und der Unklarheit stehen, doch für den Zuschauer ist das alles andere als ausreichend. Der Humor von Kämpfer (für die Liebe) ist durchweg toll, die Charaktere illustern und die Story in ihren Grundzügen noch spannend, doch genau an dieser mangelt es am Endeffekt, weshalb ich Kämpfer nicht jedem Fan von Comedy- und Romance-Serien beziehungsweise Animes empfehlen kann. Wer aber über zusammenhanglose Inhalte hinwegsehen möchte und sich auch ohne eine ausgeklügelte Handlung amüsieren kann, der sollte sich Kämpfer für die Liebe unbedingt ansehen – wenn man denn mindestens elf von zwölf Folgen von Kämpfer gesehen hat.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Kämpfer für die Liebe!

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