Review: Mario’s Picross

Manche Spielideen sind einfach so intelligent, dass sie viele Jahre überdauern ohne dabei an Charme zu verlieren. Mario’s Picross bedient sich einer dieser Ideen, die uns damals wie auch noch heute bezaubern und dabei niemals langweilig werden können.

Klempner Mario hat in diesem Spiel sein Handwerk niedergelegt und übt ausnahmsweise den Beruf eines Archäologen aus. In Mario’s Picross geht es darum, zusammen mit dem Italiener mit dem Schnauzbart logisch aufgebaute Rätsel zu lüften, die sich zwar immer auf demselben Weg lösen lassen, aber immer unterschiedliche Ergebnisse liefern. Während am oberen und am linken Seitenrand mehrere Ziffern ersichtlich sind, ist das eigentliche Spielfeld auf eines oder mehrere in kleine Kästchen aufgeteilte Quadrate ausgelegt. An den Ziffern erkennen wir, wie viele zu findende Bildpunkte in einer Reihe horizontal und vertikal zu finden sind (inklusive der Anzahl an Lücken zwischen den Punkten). Es gilt in diesem Spiel nur die richtigen Kästchen aufzudecken, andernfalls werden uns ein paar Minuten unserer wertvollen Zeit abgezogen. Das heißt, dass wir gewissenhaft und nicht sehr experimentierfreudig vorgehen sollten, denn sonst ist das Rätsel schnell verloren und wir können es von Neuem starten. Zum Glück dürfen einzelne Kästchen markiert (und somit nicht sofort aufgedeckt) werden, was das ganze Spektakel angenehmer, aber nicht gleich einfacher macht. Sind alle für die Lösung des Rätsels wichtigen Kästchen aufgedeckt, ist der Level gewonnen.

Logische Wahrnehmung

Keine Sorge: Die Rätsel sind durchgehend logisch aufgebaut, weshalb wir zu keiner Zeit raten, aber umso genauer nachdenken müssen! Grafisch macht das Spiel zwar nicht viel her, doch ist die Optik für das Spielsystem mehr als nur zweckmäßig ausgefallen – durch und durch strukturierte Elemente sind das Ergebnis der Programmierung. Zudem gibt es keine überflüssigen Animationen, weshalb wir uns voll und ganz auf das Geschehen konzentrieren und die Rätsel von mal zu mal schneller lösen können. Je länger wir uns mit Mario’s Picross beschäftigen, umso weniger möchten wir den Nintendo 3DS beziehungsweise den GameBoy ausschalten. Ein Rätsel gelöst, schon möchten wir die nächste mehr oder weniger harte Nuss knacken. Haben wir dann auch alle der circa zweihundert Rätsel lösen können, dürfen wir uns auch unter Zeitdruck versuchen und unsere erlernten Fähigkeiten unter Beweis stellen. Auch wenn das Gameplay in Mario’s Picross für den einen oder anderen Spieler doch sehr monoton ausfällt, bekommen Rätselfreunde abseits der Professor-Layton-Spiele mal wieder einen Titel für einen kleinen Obolus spendiert, der die Wartezeit auf kommende Rätselspiele zwischendurch wunderbar verkürzen kann.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Virtual-Console-Fassung): Ich kannte die Super-Nintendo-Variante des Spiels schon, die im Rahmen des Hanabi-Festivals vor einigen Jahren auch bei uns erschienen ist. Bereits dort konnte ich mich für das Gameplay begeistern und war froh, dass Nintendo auch die GameBoy-Ausgabe des Spiels im eShop des Nintendo 3DS anbietet. Zwar kann ich nicht so viele Rätsel hintereinander lösen, ohne das ich das Interesse kurzzeitig verliere, doch starte ich des Öfteren die Software immer wieder aufs Neue, um auch die letzten Rätsel lösen zu können. Das Spielsystem wirkt auf mich zwar nicht ansatzweise so interessant wie Tetris oder Dr. Mario, aber hin und wieder juckt es mir dann doch in den Fingern und muss daraufhin sofort meinen 3DS anwerfen. Wer ein einfaches und leicht verständliches Spielerlebnis sucht und zudem nichts gegen langatmige Rätsel hat, wird mit Mario’s Picross seine wahre Freude haben.

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des eShop-Guthabens!

Ein Kommentar zu “Review: Mario’s Picross

  1. Die Picross-Spiele haben mich alle von Anfang mitgerissen, besonders die Mario-Versionen sprühen gerade nur so von Mario-Universum-Anspielungen und haben alleine schon durch den helmtragenden Mario einen ganz eigenen Charme.
    Das Mario’s Picross auf dem GameBoy und die lange Durststrecke danach haben mich damals sogar zum Kauf eines US-SNES und dem japanischen Super Mario’s Picross bewogen! Immer noch bin ich auf der Suche nach dem Mario’s Picross 2 für den GameBoy in annehmbaren Zustand 😀
    Wer Puzzlespiele liebt, wird Picross auch lieben, da bin ich mir sicher!

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