Review: Dragonball: Box 3 (Episoden 58-83)

Einige Monate ist es jetzt schon her, als wir uns das letzte Mal mit der Dragonball-Serie auf unserer Seite beschäftigt haben. Mittlerweile haben wir uns die Episoden 58-83 angeschaut, womit Dragonball die Halbzeit erreicht hat.

Der Kampf gegen die Red-Ribbon-Armee geht in die nächste Runde. Nachdem Son Gokū den gefürchteten General Blue in die Wüste geschickt hat, macht sich unser kleiner Held auf, um die restlichen Dragonballs zu suchen. Die Reise führt ihn in den heiligen Quittenwald, wo die erste der restlichen Kugeln bereits auf ihn wartet. Kommandant Red ist jedoch alles andere als von den Fortschritten seiner Armee begeistert, weshalb er zusätzlich einen Auftragsmörder in Betracht ziehen muss, um Son Gokū aus dem Verkehr zu ziehen. Reds Entscheidung fällt auf Tao Baibai, der jeden Gegner mit seiner puren Zunge besiegen kann. Im heiligen Quittenwald überschlagen sich die Ereignisse, denn dort lernt Son Gokū nicht nur den kleinen Jungen Upa und dessen starken Vater Bora kennen, sondern erfährt auch von der Legende des magischen Wassers, welches sich an der Spitze des Quittenturms befinden soll. Als Tao Baibai im Wald eintrifft, tötet er Bora und Son Gokū. Er reißt sich die Dragonballs des Protagonisten unter den Nagel und verschwindet anschließend so schnell wie er gekommen ist. Dumm nur, dass Tao Baibai einen der Dragonballs übersehen hat. Dieser hat nämlich Tao Baibais Angriff, das Dodon, abgewehrt und sein Leben gerettet. Jetzt muss Son Gokū schnell handeln. Bevor der Auftragskiller zurückkehrt, muss er die Spitze des Turms erreichen und vom Wasser trinken.

Schlag auf Schlag

Eigentlich ist Son Gokū nur auf der Suche nach der Kugel, die ihm sein Großvater einst mit dessen Tod vermacht hat, doch seinen neuen Freund Upa kann er nicht leiden sehen. Deshalb beschließt er, alle restlichen Kugeln einzusammeln und Bora wieder zum Leben zu erwecken. Jedoch ist Tao Baibai nicht sein einziger Gegner, mit dem er Bekanntschaft schließen muss, denn da wäre noch die restliche Red-Ribbon-Armee, in der es vermehrt Unruhe gibt und auch noch die fünf Krieger von Uranai Baba. Diese muss Son Gokū mitsamt seinen Freunden auch noch besiegen, da der letzte Dragonball auf dem Radar urplötzlich nicht mehr angezeigt wird. Da Uranai Baba eine Hellseherin ist, könnte sie ihnen das zwar rein theoretisch verraten, aber sie verlangt ein beträchtliches Honorar für ihre Dienste oder eben fünf spektakuläre Kämpfe in ihrem Palast. Hier gibt es dann auch noch ein Widersehen mit einer ganz bestimmten Figur, die zwar noch nicht in der Serie in Erscheinung getreten ist, aber unseren Helden mehr als nur sehr gut kennt. Ein Wiedersehen mit Prinz Pilaw und seinen Schergen ist auch in den Folgen 58 – 83 ebenso wenig ausgeschlossen, wie die Einführung zweier neuer Kämpfer, die in den darauffolgenden Episoden noch eine große Rolle spielen werden. Immerhin enden die Folgen mit der Vorbereitung für das nächste große Turnier, an dem auch Son Gokū teilnehmen wird.

Melodien brechen ab

Technisch haben sich die Episoden der dritten Serienboxen nicht sonderlich verändert. Leider haben wir aber feststellen müssen, dass einige Folgen leicht wackeln, was im ersten Moment unschön wirkt, aber durchaus zu verschmerzen ist. Das Bild wird nach wie vor im 4:3-Format wiedergegeben und wird dabei hervorragend mit dem Soundtrack von Shunsuke Kikuchi gut unterlegt. Alle Melodien passen gut zu den jeweiligen Szenen und verbessern die Atmosphäre in den Kämpfen und auch in den lustigen oder friedlichen Passagen enorm. Schade nur, dass die deutsche Fassung an der einen oder anderen Stelle geschnitten ist und dadurch manchmal die Melodie unfein abbricht. Das passiert jedoch nur sehr selten und macht sich nur beim  genauen Zuhören deutlich. Dadurch, dass die japanische Langfassung der Episoden nicht auf den sechs DVDs mit jeweils fünf Episoden enthalten ist, gibt es somit auch nur die deutsche Synchronisation zu hören. Corinna Dorenkamp zeichnet sich einmal mehr für Son Gokū verantwortlich, Heinz Ostermann spricht erneut den Herrn der Schildkröten und Norman Matt leiht Kuririn seine Stimme. Wer die japanischen Sprecher bevorzugt, der kommt um einen Import aus Japan nicht herum. Fans, die nur die deutsche Fassung kennen, können das Manko aber in Kauf nehmen – inhaltlich kann Dragonball auch in diesen dreißig Folgen überzeugen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 58 – 83 der Serie): Lange genug hat es gedauert, bis ich mich wieder an die Serie setzen konnte. Trotzdem wusste ich nach vier Monaten noch immer, was in den Episoden zuvor geschehen ist und ich konnte ohne Probleme wieder in die Story einsteigen. Diese setzt in diesen Episoden ihren Fokus ganz klar auf Kämpfe, denn was im Palast von Uranai Baba passiert, ist im Grunde das, was wir auch auf dem großen Turnier des Franchises und später über mehrere Episoden verteilt in Dragonball Z erleben. Da aber nebenher immer noch schöne Geschichten um die Magie der einzelnen Orte gestrickt werden, kann ich darüber aber hinwegsehen. Die Handlung von Dragonball führt nämlich zudem den wohl kultigsten Auftragsmörder der Anime-Geschichte ein. Wie Tao Baibai seine Opfer tötet, kommt so einfach in keinem anderen Anime vor. Ich finde es lediglich schade, dass sich Son Gokūs Abenteuer in dieser Serienbox fast bis zum Ende in einem kurzen Zeitfenster ereignen und erst die letzten Episoden gefühlt über mehrere Monate oder Jahre verteilt sind. Aber das ist Kritik auf hohem Niveau. Ich freue mich derweil lieber auf die nächsten Episoden, die ich mir jetzt als nächstes anschauen werde und kann so abermals in Erinnerungen schwelgen.

Vielen Dank an Anime Virtual für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu Dragonball Box 3 (Episoden 58-83)!

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