News: PlayStation 4 offiziell angekündigt

PlayStation 4 (1)Es ist offiziell! Am 20. Februar 2013 hat Sony Computer Entertainment die PlayStation 4 in New York City der Presse und via Livestream weltweit der Öffentlichkeit vorgestellt. Wir sind heute Nacht aufgeblieben, um die Ankündigung mit zu verfolgen. So viel wie so manch einer wohl erwartet hat, hat Sony allerdings dann doch nicht gezeigt. Beispielsweise ist klar, dass in der Konsole ein Prozessor mit acht Kernen und acht Gigabytes Arbeitsspeicher arbeiten sollen. In welchen Kategorien Prozessor und Grafikleistung spielen, lassen sich im Endeffekt bisher nur erahnen. Exakte Zahlen hat man nicht genannt, doch die ersten gezeigten Spiele vermitteln in unseren Augen bereits einen guten Eindruck, was auf der PlayStation 4 technisch möglich ist. Wer jetzt allerdings einen Quantensprung erhofft, den es unter anderem bei der PlayStation 2 zur PlayStation 3 gab, der wird wohl enttäuscht. Die gezeigten Titel sehen zwar besser aus, doch nur Grafikfetischisten werden die Details ins Auge springen. Die Pressekonferenz stand jedoch weniger im Zeichen der Spiele, sondern mehr im Zeichen der Features. Beispielsweise soll die neue Konsole über eine wesentlich stärkere Social-Media-Einbindung verfügen (dabei wurde recht eindeutig auf Facebook und Ustream verwiesen), doch kommt das in Zeiten von sozialen Netzwerken nicht sonderlich überraschend. Interessanter ist da schon, dass man Titel, die man auf der PlayStation 4 runterladen wird, in mehreren Teilen am Stück herunterlädt. So ist es bereits nach wenigen Minuten bis Stunden möglich, Spiele noch beim Download zu starten. Abschließend sei gesagt, dass es bei den meisten Spielen wohl möglich sein soll, den Bildschirm der PlayStation Vita als Fernsehrersatz zu nutzen. Wer hier an die Wii U und deren GamePad-Controller denkt, möge bitte genüsslich schweigen.

Andreas‘ Meinung: Ich hatte eine große Vorfreude auf die Veranstaltung. Ich wurde nicht enttäuscht aber auch nicht überrascht. Die PlayStation 4 ist ein Technikwunder und ist letztendlich das, was ich auch wollte. Die Möglichkeit anderen online beim Spielen zuzusehen hat mich schon länger beschäftigt und erinnert mich an alte Zeiten gemeinsam vor dem Fernseher und nur einer spielte, während die Anderen Tipps abgaben. Was sich (noch) nicht bewahrheitet hat, ist die Gebrauchtsspielesperre. Damit wird es schwierig für Microsoft selber etwas ähnliches einzuführen. Ich freue mich auf die Konsole, die wohl Weihnachten diesen Jahres schon unterm Baum liegen wird.

Axels Meinung: Erstmal muss ich selber feststellen, dass mich die Präsentation der PlayStation 4 überrascht hat. Ich hätte vielem wie einen neuen Controller, Bezahlsysteme oder gar dass zukünftige Spiele nur noch nach und nach inhaltlich mit Zusatzinhalten fortgeführt werden. Aber nach jahrelangen Spekulationen rund um eine neue Konsole wurde es auch mal Zeit, diese anzukündigen. Das stundenlange Gerede über die neuen Social-Media-Komponenten haben mich aber relativ wenig beeindruckt und interessiert. Eher war ich auf neue Spiele, Ingame-Material, Hardware sowie den neuen Controller gespannt. Zum neuen Knüppel lässt sich sagen, dass mir das alte Design als einer der Wenigen gefällt. Für meine kleinen Finger ist dieses Objekt gut geschaffen und es ist einfach etwas, woran ich mich an die Jahre gewöhnt habe. Hingegen hat mich die neue Share-Taste vollkommen kalt gelassen, da ich mich, wie oben erwähnt, nicht dermaßen für die Social-Welt interessiere und eben nicht jede Kleinigkeit mit meinen Freunden teilen möchte. Ebenso wurde das Touchpad außen vor gelassen und nicht näher erläutert – schade! Leider wurde zur Hardware allgemein relativ wenig gesagt und somit lässt sich definitiv nur der acht Gigabystes große Arbeitsspeicher festhalten, der aber schon ziemlich erfreulich ist, da die Videospielentwickler sich mehrmals über die Begrenzung des Arbeitsspeichers bei Xbox 360 und PlayStation 3 aufgeregt haben. Leider gab es keine genauen Details über CPU und GPU mit der Ausnahme, dass es sich beim Prozessor um einen X86 mit accht Kernen handeln wird. Das spricht für eine ordentliche Leistung, die an einen aktuellen Gaming-PC herankommt. Schade ist, dass nichts über die Kosten der Konsole gesagt wurde und das Gehäuse uns ebenso nicht in die Augen fiel. Hier hoffe ich auf eine Preisklasse von vierhundert bis fünfhundert Euro und auch, dass man auf eine exklusive Goldmitgliedschaft, wie es bei der Xbox 360 leider der Fall ist, fürs Online- Spielen verzichtet. Dies wäre in meinen Augen ein definitiver Grund, von aktuellen Konsolen loszusagen und das hart verdiente Geld lieber in PC-Hardware zu investieren. Schließlich bezahle ich Gebühren für das Internet an meinen Provider und somit will ich nicht für Online-Funktionen zahlen müssen. Bei den Spielen sieht es bisher jedoch ganz gut aus, denn hier bekam ich große Überraschungen wie Killzone: Shadowfall, Capcoms Deep Down, Watch Dogs und Driveclub zu sehen. Alle haben dabei eins gemeinsam – die wunderbare Grafik die mit Ingame-Material präsentiert wurde. Objektränder sehen wirklich mal sauber und rund aus, die Lichteffekte haben mich vom Stuhl gerissen und gerade war ich noch von der Grafik bei Crysis 3 angetan wie ein Kleinkind und schon bekomme ich was Besseres für die Zukunft geboten. Mit Killzone: Shadowfall wurde der vierte Shooter im Killzone-Universum als Release-Titel angekündigt  und er sprosste mit schönen Texturen wie kein zweiter an diesem Abend. Die Effekte von Explosionen, der Detailgrad der Charaktere – alles ist wunderbar! Als großer Fan der Reihe wird mein Kleinhirn bestens stimuliert und ich kann das neue Spiel kaum noch erwarten. Ebenfalls begeistert hat die Grafik von Deep Down, welche vor allem in den Gesichtsemotionen hervorragend wiederzufinden ist. Noch nie habe ich solch fotoplastische Gesichter gesehen, die nah an die Realität herankommen. Das gleiche zeigte Driveclub nur im Renngenre und mit Autos, welche sehr real aussehen und auch mit schönen Strecken zu begeistern wissen. Als weiteres Highlight wurde Watch Dogs für die PlayStation 4 gezeigt und auch dort bekomme ich einen sehr guten Gesamteindruck geliefert. Die Lichteffekte sehen sehr gut aus und die Bewegungen sehr flüssig und dynamisch. Alle vier Titel haben sich schon in meinen Kopf als Spiele der neuen Generation eingebrannt, mit welchen ich auch starten möchte. Bisher spricht für mich nichts gegen den Kauf der PlayStation 4, so lange nicht sinnlose Zusatzkosten auf den User zukommen. Das wäre das Einzige, womit mich Sony abschrecken und mich mehr und mehr an meinen heimischen Computer binden würde. Aber ich sehe mal optimistisch in die Zukunft und hoffe, dass Sony alles richtig macht und ich dann rechtzeitig zum Launch der Konsole mit den ersten Reviews für Gameplay Gamers beginnen kann.

Erics Meinung: Die Ankündigung der Pressekonferenz hat mich bereits im Vorfeld ruhig gelassen, denn wie bei den bisherigen drei Sony-Heimkonsolen, habe ich auch bei der neuen Konsole nicht vor, mir diese zum Start zu kaufen. Dafür hat mir Sony zu wenige Titel gezeigt, welche die Konsole einzigartig machen. Interessant war die Vorstellung von Watch Dogs, das sicherlich auch auf PlayStation 4 großartig aussehen wird. Da der Titel allerdings auch für die Wii U und den PC erscheint, habe ich deswegen keinen Bedarf, mir alleine wegen diesem Spiel  die PlayStation 4 zum Launch zu kaufen. Interessant war auch, dass Square Enix beim Event dabei sein wollte und bekanntgab, dass man bereits an Final Fantasy arbeitet und man doch bitte die Electronic Entertainment Expo in einigen Monaten im Auge behalten soll. Das hat mich doch ein wenig schockiert, denn es dürfte klar sein, dass Square Enix auch für Sonys nächste Konsole Spiele entwickeln will. Da habe ich von der Rollenspielschmiede so etwas wie Screenshots oder gar einen Trailer erwartet. Bleibt zu hoffen, dass es sich dabei nicht um die mögliche Portierung von Final Fantasy Versus XIII handelt, sondern um ein eigenständiges Spiel. Für mich sind es immer noch die Spiele, die eine Konsole einzigartig machen und dann erst kommt für mich die Technik, doch die kann mich auch hier nicht wirklich beeindrucken. Mehr Hardware-Leistung ist schön und gut, aber die angekündigten Features lassen mich ein wenig am Konzern zweifeln. Das PlayStation Network funktioniert zwar, doch aktuell stören bei meiner flotten Internetleitung ständige Nachladeruckler das Einkaufsvergnügen im Shop. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass im zukünftigen Netzwerk ganze Videos übertragen werden soll, damit ich beispielsweise in das Spielgeschehen bei einem Freund einsteigen kann, dann zweifle ich daran, dass das (zumindest hierzulande) bei allen Spielern vernünftig funktioniert. Dass man sich wieder einmal an Nintendo orientieren möchte, war mir ebenfalls schon klar (es ist immerhin nicht das erste Mal, wo Sony frech kopiert, ein Beispiel dafür dürfte jüngst PlayStation All-Stars: Battle Royale sein). Jetzt kann ich eine PlayStation Vita, für die es in meinen Augen immer noch zu wenig Kaufgründe gibt, bei einigen Titeln auch als Ersatz für den Fernseher nutzen. Die Funktion des GamePads so zu kopieren, halte ich nicht für unklug – immerhin funktioniert das Konzept auf der Wii U wunderbar, aber ein Alleinstellungsmerkmal ist das für Sony PlayStation 4 sicherlich nicht. Ihr seht: Mir fehlt es noch deutlich an Innovationen und Informationen. Beispielsweise möchte ich wissen, wie das Touchpad auf dem Controller vernünftig zum Einsatz kommt, wie die Konsole im Endeffekt aussehen wird und vor allem, wie viel die Konsole zum Weihnachtsgeschäft des Jahres 2013 schlussendlich kosten wird. Informationen, die hoffentlich auf der nächsten Electronic Entertainment Expo ergänzt werden. Bis dahin interessiert mich die Konsole jedenfalls erst einmal nicht und bleibe weiterhin bei der Vorgängerkonsole.

Jonas‘ Meinung: Beachtlich, wie viele Gerüchte sich in jener Nacht als wahr erwiesen haben. Die meisten technischen Informationen, die schon im Vorfeld über die PlayStation 4 bekannt gewesen sind, spiegeln mehr oder weniger wortwörtlich genau den Kern der neuen Sony-Konsole wider. Vor allem der Verzicht auf die damals sehr kostenintensive Cellprocessor-Technologie bestätigt ein Entgegenkommen in Richtung Entwicklerfront. Sony hat wohl eingesehen, dass sie es sich nach der teils suboptimalen Infrastruktur der PlayStation 3 weder mit den Entwicklern, mit den Spielern, noch mit aktuellen Trends verscherzen darf, denn soziale Netzwerke, ein Touchpad, Bewegungssteuerung und umfangreiche Entertaining-Möglichkeiten werden abermals sehr groß geschrieben. Der Controller wird davon auch maßgeblich beeinträchtigt und bekommt ein Touchpad, eine integrierte Move-Funktion und das wohl größte Gimmick (mit der wohl kürzesten Unterhaltungsdauer), einen Share-Button, spendiert. Neben der prächtigen Technik (die meiner Meinung nach vor allem mit ihren brachialen Zahlen und Fakten überzeugen will) will der Videospielriese zur Ausnahme auch einmal genügend Spiele zum Release bereitstellen. Die nächste Xbox wird es bei der großen Anzahl an exklusiven Highlights sicher nicht leicht haben, obwohl Sony noch eine Menge Geheimnisse ungelüftet lässt. Fragen zum Preis, dem handfesten Design und der Bedienoberfläche, von der uns sogar nur ein Screenshot präsentiert wurde, werden hoffentlich spätestens auf der E3 gelüftet. Im Grunde ist die PlayStation 4 in meinen Augen bis jetzt noch nicht mehr als eine resolute Weiterentwicklung der PlayStation 3. Und das in jeglicher Hinsicht – von der technischen Komponente bis zu den Innovationen!

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