Review: Waiting in the Summer – Vol. 1 (Episoden 1 – 6)

Waiting in the Summer - Vol. 1 (1)Fragt man Menschen nach ihrer Lieblingsjahreszeit, hört man bis zu vier unterschiedliche Antworten. Oft wird dabei jedoch der Sommer genannt. Vor dem Hintergrund der heißen Jahreszeit spielt die Handlung des leider nur zwölfteiligen Anime Ano Natsu de Matteru.

Waiting in the Summer - Vol. 1 (2)Übersetzt bedeutet der Titel des Animes soviel wie Warten im Sommer beziehungsweise Waiting in the Summer, wie die Serie auf Blu-ray und DVD vermarktet wird. Kaito Kirishima lebt mit seiner Schwester Nanami in einer ländlichen Gegend Japans im Haus ihrer bereits verstorbenen Großmutter und ohne Eltern, die ebenfalls tot sind. Eines Tages findet Kaito im Gerümpel des Hauses eine alte Kamera und entdeckt prompt das Filmemachen für sich. Eines Nachts begibt er sich auf eine Anhöhe, um den Sternhimmel zu beobachten und Aufnahmen mit der Kamera zu machen. Ein helles Licht blitzt auf. Es folgt eine Explosion und ehe er sich versieht, landet Kaito bewusstlos im Wasser. Nur mit der Erinnerung an ein rothaariges und hübsches Mädchen wacht Kaito am nächsten Morgen in seinem Haus auf. Das Erlebnis legt er als Traum in seinen Erinnerungen ab, doch als er sich später mit seinen Klassenkameraden in der Schule unterhält, fängt er nebenher mit der Linse seiner Kamera wieder das Mädchen ein. Diese stellt sich kurz darauf der Klasse vor und erklärt, dass sie ein Auslandssemester macht. Kaito und sein Mitschüler Tetsurō Ishigaki stellen sich der rothaarigen Ichika Takatsuki vor, die mit ihnen und Kanna Tanigawa, Mio Kitahara und Remon Yamano schnell neue Freunde findet. Gemeinsam beschließen sie in den kommenden Sommerferien einen Film zu drehen.

Liebe und Freundschaft

Waiting in the Summer - Vol. 1 (3)Da es sich bei Ichika um eine Außerirdische handelt, die mit ihrem Raumschiff auf der Erde notlanden musste, entwickeln sich während der gesamten Handlung aufgrund interstellarer Kulturunterschiede einige lustige Momente. Das beginnt beim Anbieten eines Schlafplatzes, sowie dem Aufnehmen von Nährstoffen und endet bei der Verarztung von einer mysteriösen Wunde durch eine Umarmung und einen Kuss. Schnell wird klar, welche Themen durch die ausgeklügelte Handlung erzählt werden sollen. Allen voran geht es um Liebe, denn Kaito ist vom ersten Moment in Ichika verliebt. Währendessen ist jemand anderes in Kaito verliebt, die wiederum von jemand anderem geliebt wird, welcher der heimliche Schwarm von Mio ist. Es ist ein großer Tohuwabohu, welches uns Regisseur Tatsuyuki Nagai hier vorsetzen. Dabei erreicht der Anime jedoch nie die emotionale Tiefe von Die Ewigkeit, die du dir wünschst und auch eine verrückte Handlung wie in Kämpfer bleibt uns erspart. Das ist auch gut so, da der Anime versucht, eine reale Geschichte zu erzählen – sofern man von der Außerirdischen einmal absieht. Nicht nur Liebe, sondern auch Freundschaft ist in Waiting in the Summer ein zentrales Thema. Als Zuschauer erfährt man schnell, wie verbunden die Charaktere mit ihren Freunden sind. Auf unterschiedlicher Art und Weise unterhalten sie sich miteinander.

Genüsse und Humor

Waiting in the Summer - Vol. 1 (4)Die sechs Episoden, welche in der ersten Volume enthalten sind, versuchen immer mit einem Cliffhanger zu enden und erhöhen die Spannung bis zur nächsten Folge enorm. Kaum ist eine Episode vorbei, ertappen wir uns dabei, wie wir schon die nächste Episode aus dem Menü wählen. Waiting in the Summer erzählt eine unterhaltsame, humorvolle und wendungsreiche Geschichte, die mit illustren Charakteren zusammengehalten wird und nicht in die Länge gezogen wirkt. Es gibt keine Szene, die überflüssig ist. Die Story verzichtet auf gekünstelte Pausen und um den Konflikten zu entgehen, fliehen die Protagonisten auf lustige Art und Weise aus der Szene. Da werden wir wehmütig, wenn wir am Ende der sechsten Episode merken, dass wir die Hälfte der Serie konsumiert haben. Unterstützt wird die Geschichte voller Liebe, Freundschaft und Geheimnisse durch ein auf der Blu-ray herausragendes Bild. Schöne Landschaften und liebevoll animierte Figuren machen den Anime in 1080p inklusive eines angenehmen Soundtracks zu einem Genuss. In puncto Synchronisation möchten wir die japanische Synchronfassung hervorheben. Wenn in der zweiten Folge Kaitos Schwester einen Heulanfall kriegt, merkt man einfach, dass diese Szene im Original wesentlich lustiger ist. Das beiliegende Booklet mit vielen Hintergrundinformationen rundet das Gesamtpaket ab.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nachdem ich mir die ersten Episoden von Waiting in the Summer angeschaut habe, bin ich jetzt doch sehr überrascht, dass ich bereits die Hälfte der Serie gesehen habe. Dabei hat dieser Anime in meinen Augen so viel Potential, dass er glatt für die doppelte Folgenanzahl Geschichten erzählen könnte, ohne dass er dabei langweilig würde. Das ist zugleich der springende Punkt. Waiting in the Summer ist sowohl in der japanischen Originalfassung und in der deutschen Synchronisation mit so viel Humor, Wortwitz und leicht tiefgründigen Dialogen ausgestattet, dass ich schnell die Zeit vergesse. Nach zweieinhalb Stunden habe ich das Gefühl, dass man die Figuren schon ewig kennt und sie dennoch noch so viel erzählen könnten. Vor der Kulisse des Sommers gefällt mir dieser Anime ebenfalls gut – schließlich handelt es sich hierbei auch um meine Lieblingsjahreszeit! Ich freue mich schon auf die nächsten sechs und somit leider auch letzten Episoden und bin gespannt, wie die offenen Handlungsfäden am Ende der sechsten Episode fortgeführt werden.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Waiting in the Summer – Vol. 1 (Episoden 1 – 6)!

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