Review: My Hero Academia – 3. Staffel (Vol. 3)

Fast schon traditionell ging die dritte Staffel von My Hero Academia im Dezember 2020 in die dritte Runde. Im Mittelstück der Season kommt der Zuschauer unter anderem in den Genuss einer Entscheidungsschlacht und einer großen Veränderung für die Helden der Akademie.

Handlungstechnisch führt die dritte Volume der dritten Staffel von der Anime-Serie My Hero Academia die Geschichte nahtlos fort. Soll heißen, dass sich Superheld All Might noch immer im Kampf mit dem Superschurken One For All befindet. Sie sind alte Bekannte und daher knistert die Atmosphäre auf ganzer Linie. Ihre gemeinsame Vergangenheit setzt dem Kampf die Krone auf. Da All Might sich leicht provozieren lässt, hat One For All zunächst leichtes Spiel. Daher muss er erst von seinem Mentor Gran Torino zurückgehalten werden, um nicht noch mehr in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Schließlich schwinden seine Kräfte schon seit Beginn der Anime-Serie immer mehr. Sein Ziel sollte die Verhaftung des Superschurken sein, nicht Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Durch das Fernsehen wird all das zu einem Medienspektakel aufgebläht. Überall im Land verfolgt die Gesellschaft den Schlagabtausch. Das unterstützt vehement die Dramaturgie der Geschichte, sodass auch der Zuschauer vor dem heimischen Bildschirm mitfiebern kann. Es kommt hierbei zum Äußersten, denn One For All gelingt es, All Might vor allen Augen der Öffentlichkeit bloßzustellen. Die Leute sehen, dass seine Kräfte schwinden. Ob die Schurken ihr Ziel erreicht haben und welche Auswirkungen das noch hat, muss der Zuschauer in den fünf enthaltenen Folgen aber selbst herausfinden.

Ab ins Internat!

Dass All Might das Herz am rechten Fleck hat, ist in einer anderen Episode von My Hero Academia besonders gut zu sehen. Um die Nachkommen für den Superheldenjob besser beschützen zu können, beschließt die Yūei-Oberschule, sich in ein Internat zu verwandeln. Eigentlich eine gute Sache, doch sehen nicht alle Figuren diese Neuerung positiv. So ist die Mutter von Protagonist Midoriya Izuku plötzlich dagegen, als All Might zu einem Hausbesuch vorbeischaut. Sie hat Angst darum, ihren Sohn zu verlieren, wenn es den Schurken noch ein weiteres Mal gelingt, in die Nähe der Schüler zu gelangen. In dieser Szene wird abermals klar, dass es sich bei My Hero Academia um eine japanische Anime-Serie handelt. Als Izuku nicht mit der Entscheidung seiner Mutter konform geht und einen Brief zückt, in dem ihm ein kleiner Junge für seine Rettung dankt, überkommt es All Might. Er geht auf die Knie, drückt seinen Kopf auf den Fußboden und bittet Izukus Mutter Inko inständig darum, ihren Sohn aufs Internat zu schicken. Wenig später ziehen die Helden ins Wohnheim. Hier bleibt genug Zeit für den Humor der Anime-Serie, der in der zweiten Volume trotz ein paar weniger Versuche verhältnismäßig zu kurz gekommen ist. Zum Beispiel veranstalten die Charaktere einen Wettkampf, wer Geschmack beweist und das am besten eingerichtete Zimmer vorweisen kann.

Actionreich mit neuen Einblicken

Nichtsdestotrotz bieten die fünf Episoden der dritten Volume der dritten Staffel von My Hero Academia genug Raum, um Platz für die Action zu lassen. Um die vorläufige Superheldenlizenz zu erhalten, müssen sie Tag für Tag in der Gamma-Sporthalle trainieren, um möglichst schnell Spezialangriffe herauszuarbeiten, um künftig jeden Kampf zu ihrem Gunsten entscheiden zu können. Entsprechend bekommt der Zuschauer wieder viele actionreiche Szenen vorgesetzt, die im bildschirmfüllenden 16:9-Format und in der Auflösung von 1080p wunderbar erstrahlen. Sowohl das ausgefallene Charakterdesign, die gelungenen Animationen und die schicken Umgebungen zeichnen auch die Folgen des dritten Episodenpakets aus. Ebenfalls gelungen ist, dass der Zuschauer durch die Gamma-Sporthalle und einen kurzen Besuch in der für Superschurken gedachten Haftanstalt weitere visuelle Einblicke in die Welt von My Hero Academia erhält. Hinzu kommt eine wunderbare akustische Untermalung im Tonformat DTS-HD Master Audio 2.0. Durch die Musik von Komponist Hayashi Yūki fühlen sich alle Szenen atmosphärisch an. Auch die japanischen und deutschen Synchronsprecher tragen zu diesem funktionierenden Gesamtbild bei. In puncto Bonusmaterial setzt die dritte Volume einmal mehr auf ein Booklet, Sticker und eine Character Card. Digitale Boni gibt es nicht.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): My Hero Academia baut in der dritten Volume der dritten Staffel auf den vorherigen Ereignissen logisch und sinnvoll auf. So fühlt sich der recht kurze Kampf zwischen All Might und One For All nicht zäh, sondern vor allem aufgrund der Vergangenheit der beiden spannend und interessant an. Auch die Ereignisse im Anschluss sind alles andere als langweilig. Dadurch, dass die Charaktere ins Internat ziehen und sich so noch mehr auf ihre Ausbildung unter dem nötigen Schutz der Yūei-Oberschule konzentrieren können, entwickelt sich ein dynamischer Rahmen, in dem sich die Story auch in Zukunft entfalten kann. Akustisch und optisch verlässt sich die Anime-Serie weiterhin auf das, was schon in der Vergangenheit zu sehen war und bereichert das Bild mit neuen Spezialtechniken und Umgebungsgrafiken. So darf es in der nächsten Volume gerne weitergehen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Review: My Hero Academia – 3. Staffel (Vol. 3)!

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