Review: My Hero Academia – 3. Staffel (Vol. 5)

Traditionsgemäß mussten Fans der Anime-Serie My Hero Academia im Rahmen der dritten Staffel zwei Monate auf die Fortführung der Geschichte warten. Der hiesige Publisher Kazé Anime veröffentlichte die fünfte und letzte Ausgabe der dritten Season Mitte April 2021.

Handlungstechnisch knüpft die fünfte und damit auch schon letzte Volume der dritten Staffel von der Anime-Serie My Hero Academia an die Geschehnisse des vierten Episodenpakets an. Das Special aus dessen letzten Folge wird dabei selbstverständlich nicht beachtet und so muss sich der Zuschauer wieder auf das Battle Royale bei der Prüfung zur Ausstellung der vorläufigen Superheldenlizenz einlassen. Die letzte Runde wird eingeleitet, in der sich die Helden, die es bis dahin geschafft haben, mit denen von der Yūei-Oberschule gestellten Schurken messen müssen. Welchen Charakteren der Heldenriege dies gelingt, soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Es sei jedoch gesagt, dass selbst die unterlegenen Teilnehmer mit einem dreimonatigen Zusatzprogramm die vorläufige Superheldenlizenz erhalten können. Auch in den daran anknüpfenden Episoden wird nicht mit ausufernder Action gespart. So muss sich Protagonist Midoriya Izuku mit seinem Freund Bakugō Katsuki messen – und zwar außerhalb des Trainingsgeländes. Katsuki kann nicht verstehen, warum Izuku von ihrem Idol Yagi Toshinori alias All Might ausgewählt wurde. Sie beginnen eine Schlägerei, bei der sie sich nicht zurückhalten. Hierbei zeigt My Hero Academia einmal mehr, dass die Serie nicht nur stumpfe Gewalt, sondern auch fast durchweg tiefgründige Charaktere bietet.

Beginn des zweiten Trimesters

Ähnlich sieht es auch bei den Antagonisten aus. Trotz des Sieges über One For All vor dem Battle Royale kann der Zuschauer zunehmend spüren, dass es im Hintergrund brodelt. Zum Beispiel besucht All Might zu Beginn der Volume seinen einstigen Widersacher One For All in der Haftanstalt. Der Zuschauer erhält nicht nur einen Einblick in das Gefängnis für die Superschurken, sondern auch, was womöglich in ihren Köpfen vorgeht. Kurz vor dem Ende der Staffel ist zu erkennen, dass sich die Schurken mittlerweile in Banden organisieren und es nicht mehr alleine mit den Helden aufnehmen wollen. Auch storytechnisch wird an der Yūei-Oberschule auf diese „deprimierende“ Stimmung in der Gesellschaft hingewiesen. Der Cliffhanger am Ende der dritten Staffel gibt hierauf sogar einen kleinen Ausblick. Mit dem Beginn des zweiten Trimesters sind zudem die Weichen für einen oder auch mehrere neue Handlungsstränge gestellt. Beispielsweise wird den Nachwuchshelden der Akademie das so genannte Helden-Internship offeriert. Hierbei handelt es sich um eine neue außerschulische Aktivität, die Erinnerungen an das Praktikum aus der zweiten Staffel aufleben lassen. Dazu holt Lehrer Aizawa Shōta, auch bekannt als Eraserhead, im Finale drei Top-Schüler der Oberschule hinzu, die den Helden einen ersten Einblick in das Helden-Internship geben sollen.

Inszenatorisch gelungener Abschluss

Unter optischen Gesichtspunkten kann My Hero Academia einmal mehr auf ganzer Linie überzeugen. Jeder Fan, der die drei Staffeln gesehen hat, darf sich auch in der fünften und letzten Volume der dritten Season über grandios inszenierte Action freuen. Vor allem wenn erst eine effektreiche Attacke vorbereitet und ausgeführt wird und dann auch noch das Ziel trifft, das auf den Asphalt knallt und jede Menge Staub aufwirbelt, ist das stimmungsvoll. An der Inszenierung im bildschirmfüllenden 16:9-Format und in der Auflösung von 1080p gibt es allgemein kaum etwas zu bemängeln. So gefällt auch im Staffelfinale das markante Design der Charaktere und auch die Umgebungsgrafiken werden weitgehend scharf eingefangen. Ebenfalls positiv fällt die akustische Untermalung auf. Wie schon in den vorherigen vier Ausgaben der dritten Staffel werden sowohl die actionreichen als auch die ruhigen Szenen mit den passenden Melodien im Tonformat DTS-HD Master Audio 2.0 unterlegt. Ebenfalls können auch die Sprecher ein weiteres Mal punkten. Sowohl der japanische Originalton als auch die deutsche Synchronisation überzeugen durchweg, was vor allem dem Humor von My Hero Academia zugute kommt. Im Bonusmaterial gibt es einmal mehr ein Booklet, Sticker und eine Character Card. Digitale Boni gibt es auch beim Staffelfinale nicht. Bedauerlich!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): My Hero Academia schließt die dritte Staffel mit ein paar coolen Story-Momenten ab. So geht nicht nur die Prüfung zum Erwerb der vorläufigen Superheldenlizenz zu Ende. Es gibt auch einen Schlagabtausch zwischen Izuku Midoriya und Bakugō Katsuki. All das wird wunderbar in Relation zum Superhelden All Might gesetzt. Es gibt zudem weitere Einblicke in die Haftanstalt für die Schurken und auch dass sich im Hintergrund neue Schurken zu Banden zusammenraufen, leitet schon in gewisser Weise auf die vierte Season hin. Unter audiovisuellen Aspekten ist die Anime-Serie ebenfalls über alle Zweifel erhaben. So gefallen nach wie vor das markante Design der Figuren, die flüssigen Animationen und schön inszenierten Effekte. Dazu gesellt sich eine hübsche musikalische Untermalung. Bedauerlich ist am Ende nur, dass zum wiederholten Male am digitalen Bonusmaterial gespart wurde. Fans von My Hero Academia dürfte das aber kaum abschrecken, denn inhaltlich ist die Serie für sie weiterhin eine Wucht!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Review: My Hero Academia – 3. Staffel (Vol. 5)!

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