News: Yoichi Wada tritt zurück

Square Enix' große Inventur (1)Im Juni wird der noch amtierende Präsident der japanischen Videospielfirma Square Enix Yoichi Wada von Yosuke Matsuda abgelöst. Wie beim Führungswechsel von Electronic Arts, geht es im Hintergrund hauptsächlich wieder ums Finanzielle, denn obwohl sich die letzten großen Titel wie Sleeping Dogs oder Hitman: Absolution durchaus nicht schlecht verkauft haben, wurden die Erwartungen anscheinend bei Weitem nicht erfüllt. Selbst von Tomb Raider konnten sich bis März 2013 über drei Millionen Exemplare absetzen. Yosuke Matsuda will nun erst einmal eine allumfassende Bestandsaufnahme des Unternehmens durchführen, um versteckte Kostenherde aufzuspüren und auszuschalten.

Erics Meinung: Es ist sehr schade, dass man mit Spielen, die wirklich gut sind, kaum Gewinne einfahren kann. Zumindest, wenn man den Worten des Unternehmens Glauben schenken mag. Man sollte nämlich auch beachten, dass Square Enix Eidos 2009 gekauft hat und sich somit erstmals in den Markt westlicher Spiele bewegte. Außerdem waren die Spiele zu dem Zeitpunkt teilweise schon vorfinanziert und Titel wie Sleeping Dogs, sind ja erst viel später dazu gekommen, nachdem der einstige Publisher sie fallen gelassen hat. Es kann also nicht nur an den westlichen Spielen liegen, denn auch bei den hauseigenen Marken wie Final Fantasy gibt es Unstimmigkeiten. So erkennt Square Enix immer noch nicht die Zeichen der Zeit und setzt beim umstrittenen Final Fantasy XIV immer noch auf ein klassisches Abo-Modell und wiederholt diesen Fehler auch bei Dragon Quest X. Dafür bin ich aber umso gespannter, wie man aus der Misere wieder rauskommen möchte und welche Schritte in Zukunft geplant sind. Nach Riccitiello und Wada würde es mich nicht wundern, wenn Iwata der nächste Firmenkopf ist, der zurücktreten wird.

Jonas Meinung: Wenn die reellen Zahlen tatsächlich nicht einmal annähernd die hohe Erwartungshaltung von Square Enix befriedigen können, dann stimmt wohl etwas mit den Verkaufsperspektiven nicht. Wahrscheinlich verschlingen die Projekte schon in der Entwicklung zu viel Geld, sodass eine Kostenkontrolle vom Chef genau das richte sein wird. Natürlich ist Square Enix auch in anderen Bereichen tätig und in Japan erscheinen noch eine Menge andere Spiele, die wir in Europa niemals zu Gesicht bekommen werden. Es ist auch möglich, dass daher die enormen Unkosten rühren.

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