Review: Ranma ½ – Box 2

Ranma 1.2 - Box 2 (1)Einige sagen, dass sich Martial Arts und Romantik nicht vertragen. Viele chinesische Filme und Animes aus Japan beweisen jedoch das Gegenteil. Ranma ½ verbindet beide Elemente gekonnt und würzt die Mischung mit einer kräftigen Portion Humor.

Ranma 1.2 - Box 2 (2)Bei den Tendōs und Saotomes geht es auch in den nächsten 27 Episoden drunter und drüber. Ryōga Hibiki fordert Ranma zum Kampf, da er sich heimlich in Akane verliebt hat und der Kampf soll über das Recht entscheiden, wer Akane später einmal ehelichen darf. Diese wird jedoch von Mūsu entführt, der damit droht, Akane in eine Ente zu verwandeln. Der Grund ist einleuchtend. Da Shampū felsenfest behauptet, dass Ranma ihr Verlobter sei und Mūsu seine Zukunft jedoch an der Seite von Shampū sieht, will er Ranma dazu bringen, von Akane – egal auf welchem Wege – abzulassen. Mūsu ist aber nicht der einzige Mann, der Ärger verbreitet. Plötzlich taucht auch der totgeglaubte Meister von Genma und Sōun auf. Happōsai ist wütend, da seine beiden Schüler für seinen scheinbaren Tod verantwortlich waren und nistet sich jetzt als Wiedergutmachung in der Kampfschule für Schlägereien aller Art ein. Wäre das noch für alle erträglich, stört vor allem seine schlechte Angewohnheit. Happōsai ist ein Kleptomane, doch stibitzt er bei Weitem nicht alles. Sein Ziel ist die Unterwäsche von Frauen. Jede Nacht und jeden Tag ist er stets auf der Suche nach neuen Büstenhaltern und Höschen, die er seiner Sammlung hinzufügen will. Auch wenn ihn jeder aufhalten möchte, schafft es der Lüstling dennoch, egal ob in der Damenumkleide oder im Badehaus, unerwartet aufzutauchen.

Vorhang auf für Happōsai!

Ranma 1.2 - Box 2 (3)Während sich Genma und Sōun vor ihm fürchten und ihn nur angreifen, wenn ihr Meister am Boden liegt, lässt sich Ranma das nicht gefallen. Er wehrt sich gegen Happōsai, doch kann der junge Kampfsportler nicht wissen, wie gerissen sein Gegner wirklich ist. Mit Attacken wie der Happō-Feuerfaust zeigt er auch Ranma, was noch in seinen alten Knochen steckt. Ein weiterer Aspekt, wie wir eingangs schon erwähnt haben, ist auch der Romantikanteil in den vorliegenden Folgen. Plötzlich taucht aus dem Nichts Ukyō Kuonji auf. Ranmas Vater hat ihr beziehungsweise ihrem Vater, damals, als sie und Ranma noch Kinder waren, versprochen, dass Ranma sie eines Tages ehelichen wird. Dass das für noch mehr Chaos in der jetzt schon relativ schwierigen Konstellation sorgt, dürfte euch an dieser Stelle sicherlich schon klar sein. Damit Ukyō an ihr Ziel kommt, versucht sie sogar Ryōga mit Akane zu verkuppeln. Wenige Zeit später taucht Tsubasa auf, die beziehungsweise der sich unsterblich in Ukyō verliebt hat, jedoch schnell wieder aus dem Horizont der Charaktere verschwindet. Nicht verschwinden wird Shampū, denn die versucht mit einem Zaubermahl Ranma zu verhexen. Jedes Mal, wenn jemand in Ranmas Nähe niest, muss er diese Person gleich umarmen. Dass Akane dazu noch krank ist und sich einen Schnupfen einfängt, erheitert die Situation deutlich.

Stundenlanges Vergnügen

Ranma 1.2 - Box 2 (4)Hinzukommt, dass man in den vorliegenden Episoden ein wenig mit der chinesischen und der japanischen Mythologie, wenn zum Teil auch stark fantasievoll belastet, spielt. So bewachen die Charaktere einen magischen Büstenhalter, der bei Berührung eine Hexe zum Vorschein bringt und Genma plötzlich für einen Samurai hält, den sie einst geliebt hat. Außerdem findet Tatewaki Kunō ein Schwert, welches in ihm einen alten Dämon zum Leben erweckt. Zudem ist der chinesische Geheimbund, der sich um die Jusenkyō-Quellen kümmert, alles andere als zufrieden darüber, wie unsere Freunde mit ihren Verwandlungsfähigkeiten umgehen. Wir könnten die vielen tollen Geschichten, die wir in diesen Episoden erleben, noch stundenlang aufzählen und darüber philosophieren, doch müssen wir uns an dieser Stelle bremsen, um euch noch die Spannung und vor allem den Spaß durch den tollen Humor zu lassen. Dieser kommt zwar vor allem in den kuriosesten Szenen zum Ausdruck, doch auch sonst braucht sich Ranma ½ nicht vor Dragonball oder One Piece zu verstecken. Alle 27 Episoden verfügen über eine deutsche Tonspur (ohne Untertitel und keine japanische Tonspur!) und sind im 4:3-Format gehalten, welches zu Beginn der Neunziger Jahre nicht unüblich war. Der Ton liegt in Stereo 2.0 vor, doch das reicht deutlich aus, um Stimmen und Humor Ausdruck zu verpassen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der DVD-Fassung): Ranma ½ ist und bleibt ein Klassiker der Anime-Geschichte. Jeder, der sich nur im Entferntesten für Martial Arts oder Romantik in Animes interessiert, kommt um Ranma ½ nicht herum. Ich könnte den Charakteren, die von dem ruhelosen Ranma, dem orientierungslosen Ryōga, der aufbrausenden Akane bis zu dem Büstenhalterschatzjäger Happōsai völlig unterschiedliche Charakterzüge haben, stundenlang zuhören und zuschauen. Nahezu jede Minute zündet mindestens ein Gag und das kann nicht jeder Anime von sich behaupten! Mittlerweile fällt mir jedoch ein wenig schmerzlich die nicht vorhandene Haupthandlung auf. Zwar zielt der Anime klar auf ein Ende hin und mittendrin gibt es immer wieder ein paar Episoden, die auf die Ausgangslage des Animes hinweisen, doch ein roter Faden, der sich zum Beispiel durch Dragonball zieht, gibt es in Ranma ½ leider nicht. Die vielen lustigen Geschichten, die mit viel Wortwitz und Humor unterlegt sind und so dennoch unterhaltsam und zudem spannend bleiben, trüben da zum Glück hinüber weg. Wer sich also auch auf die 27 Episoden der zweiten Box einlässt, der bekommt über zehn Stunden besten Humor serviert, an den er sich noch jahrelang erinnern wird.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Ranma ½ – Box 2!

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