Review: Blue Exorcist – The Movie

Blue Exorcist - The Movie (1)Bis heute zeichnet Kazue Katō fleißig Manga zu Blue Exorcist. Eine Serienadaption in Form eines Anime hat Ao no Ekusoshisuto bereits erhalten. Ende 2012 schafft es das Franchise in die japanischen Kinos und mit etwas Verspätung erscheint der Titel bei uns auf Blu-ray Disc.

Blue Exorcist - The Movie (2)Während die Abenteuer von Rin und Yukio Okumura in der Anime-Serie vorerst beendet sind und Satan zunächst kein Unheil mehr stiften kann, hat man sich dazu entschlossen, einen Film an die Handlung anknüpfen zu lassen. Der Film ist jedoch keine direkte Fortsetzung, denn um den Leibhaftigen dreht sich die Story diesmal nicht. Viel mehr möchten die Köpfe hinter dem Projekt ein einzelnes Abenteuer erzählen, welches auf den Charakteren aufbaut. Rin, Yukio und Shiemi Moriyama beschließen eines Nachts eine Expedition zu unternehmen. Während Rin natürlich verschläft und sich verspätet auf den Weg macht, fährt der zu untersuchende Geisterzug pünktlich in die Haltestelle ein. Betreten dürfen Yukio und Shiemi die Bahn aber nicht, um das Vorhaben nicht zu gefährden. Als die beiden sich schon ohne Rin auf den Weg machen, trifft dieser gerade noch rechtzeitig zur Gruppe. Von Yukio erfahren die beiden, dass der Zug auf dem Weg nach Gehenna ist und dass sie ihm den Dämon vorher austreiben sollen. Da bleibt zwar eigentlich keine Zeit, um die Menschenseelen Verstorbener in den Wagons zu retten, doch während sich ihr Lehrer Yukio zur Lokomotive aufmacht, beschließen Rin und Shiemi eigenhändig, die Menschenseelen zu retten. Die Situation eskaliert, der Geisterzug bemerkt das Vorhaben der drei Freunde und der Kampf mit einem Dämon entbrennt.

Gutwillige Taten

Blue Exorcist - The Movie (3)Die Zerstörungswut des Dämons zerstört einige Gebäude und legt den Weg frei zu Schreinen, die von den Exorzisten vergessen wurden. Rin bemerkt einen kleinen Jungen, der bewusstlos in den Trümmern liegt und rettet ihn. Zurück in der Heiligenkreuz-Akademie bemerken die Exorzisten jedoch, dass es sich bei dem Jungen ebenfalls um einen Dämonen handelt. Wild schlägt der Junge um sich und am Leben soll er nicht gelassen werden. Rin setzt sich für ihn jedoch ein, weshalb er für den Zeitraum des Festes, dessen Vorbereitungen in der Stadt gerade auf Hochtouren laufen, auf den Jungen aufpassen soll. Als er herausfindet, dass der Dämon sprechen kann, freundet sich Rin mit ihm an. Da der Junge nicht weiß, wie er heißt, tauft Rin ihn auf den Namen Usamaru. Unbemerkt gelingt es dem Jungen anscheinend gutwillige Taten zu vollbringen. Obwohl Rin vom Unterricht suspendiert ist und von Yukio gestellte Aufgaben abarbeiten muss, reicht ein Augenzwinkern aus, damit Usamaru Rin alles vergessen lässt, so dass dieser sich endlich hinlegen und sich ausruhen kann. Später beklagen sich Rins Freunde darüber, dass sie so viel arbeiten müssen und sie sich lieber auf dem Fest amüsieren wollen. Usamaru meint es jedoch zu gut und erzeugt Vergnügungssucht in der Stadt. Das Chaos ist vorprogrammiert, da niemand mehr die Zellen bewacht und Dämonen aus diesen entkommen.

Gemacht für die große Leinwand

Blue Exorcist - The Movie (4)Die Handlung von Blue Exorcist – The Movie steht der Serie in absolut nichts nach. Die Story ist bis zum finalen Kampf spannend erzählt, bietet einige Wendungen, versteckte Hinweise, hintergründige Informationen, Rückblenden an die Kindheit von Rin und Yukio und selbst der Humor der Serie wird an einigen Stellen deutlich. Da der Film für japanische Kinos bestimmt ist, gestaltet man die Farbpalette etwas erfrischender mit bunten Farben. Das merkt man als Zuschauer jedoch nur selten, weshalb der Film optisch in Full HD wie die Serie brilliert. Akustisch besticht der Titel mit einem tollen Soundtrack und passenden Synchronsprechern. Sowohl im Deutschen als auch im japanischen Original liegen gut geschriebenen Dialoge vor, welche die Handlung mit Tiefsinn und Humor vorantreiben. Es macht wirklich viel Spaß, sich ganze 89 Minuten zurückzulegen und die Zeit zu vergessen. Der Anime ist in einer Limited Edition auf Blu-ray Disc und DVD erhältlich. Diese enthält als Bonusmaterial vier Postkarten mit Artworks des Films darauf, die jedoch wirklich viel zu schade sind, um sie tatsächlich zu verschicken. Besonders gut gefallen uns die beiden beiliegenden Booklets, die randvoll mit Zeichnungen, Hintergrundinformationen und längeren Interviews (beispielsweise mit Kazue Katō) sind, die das Gesamtpaket (auch ohne digitale Boni) hervorragend abrunden.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Manchmal muss ich wirklich bedauern, dass ich in Deutschland lebe. Ich mag mein Land zwar, doch Anime und Manga fristen hier leider immer noch ein Nischendasein. Besonders Blue Exorcist – The Movie hätte ich mir als Fan der Anime-Serie sehr gerne im Kino und auf der großen Leinwand angeschaut. Die Handlung ist wirklich spannend erzählt, trumpft mit vielen tiefsinnigen Ideen auf, bleibt dabei zwar meist ernst, kann dann aber doch mit dem typischen Humor der Serie punkten. Mir gefällt ganz besonders, dass man endlich mehr von der Stadt sieht, die sich um die Akademie erstreckt. Europäische und japanische Architekturen im Einklang und Gegensatz zu sehen, ist sowohl für mein Auge, als auch für den Film wirklich eine Bereicherung. Bereichernd ist das physische Bonusmaterial ebenfalls. Die Postkarten sind für Sammler ein nettes Schmankerl, doch die gleich zwei Booklets haben das Eintauchen in das Franchise auch nach dem Film zu einem Genuss gemacht. Wer Informationen zur Entstehung von Blue Exorcist – The Movie haben möchte, sollte unbedingt zur Limited Edition greifen. Überhaupt – jeder Fan der Serie sollte sich den Film anschauen, denn das losgelöste Abenteuer steht der Serie in nichts nach!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Blue Exorcist – The Movie!

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