Review: Kill la Kill (Vol. 2)

Kill la Kill (Vol. 2) (1)Die sieben Episoden der ersten Volume von Kill la Kill haben uns wunderbar in das Leben und auch in das System der Honnōji-Akademie eingeführt. Wer sich an den schrulligen Zeichenstil und den verrückten Humor gewohnt hat, wird von diesem Anime nicht genug kriegen.

Kill la Kill (Vol. 2) (2)Die zweite Volume des Animes beginnt ohne großes Vorspiel mit den so genannten ersten allgemeinen Sanktionswahlen an der Honnōji-Akademie. Schulleiterin Kiryūin Satsuki möchte die Akademie etwas entschlacken und beschließt, dass sich sämtliche Schüler eine Woche lang die Köpfe einschlagen dürfen. Wer dann nach einer Woche noch lebt, darf seinen neuen Rang an der Schule annehmen. Außerdem darf sich der Gewinner der Veranstaltung über eine neue Goku-Uniform freuen. Anstatt jedoch am gefährlichen Geplänkel wie fast alle anderen Schüler teilzunehmen, beschließen Matoi Ryūko und ihre Freundin Mankanshoku Mako vom Schulgelände zu fliehen. Sie besuchen stattdessen außerhalb der Stadt das mittlerweile verfallene Anwesen von Ryūkos Familie. Im bis auf die Mauern niedergebrannten Haus versuchen sie Anhaltspunkte zu finden, die Einblicke in Ryūkos Vergangenheit geben. Durch Rückblenden erleben wir das Ableben von Ryūkos Vater hautnah mit. Außerdem wird so klar, dass die Protagonistin selbst nur ganz knapp dem Tod entkommen ist, bevor sie die Fährte zum Mörder ihres Vaters aufgenommen hat. Das Schwelgen in den vor allem für Ryūko traumatischen Ereignissen währt jedoch nicht lange, denn zum großen Finale der Sanktionswahlen müssen sie zurück in der Akademie sein. Beim Finale überschlagen sich die Ereignisse regelrecht.

Entgleiste Fähigkeiten

Kill la Kill (Vol. 2) (3)Die Schulleiterin stellt Ryūko zur Aussicht, dass sie ihr die Wahrheit über den Tod ihrs Vaters erfahren wird, sollte sie am Ende der Kämpfe als Siegerin hervorgehen. Nachdem Ryūko erst so enttäuscht von den wenigen Erkenntnissen war, die sie in ihrem Zuhause sammeln konnte, bestärkt sie die Tatsache nur noch in ihren Fähigkeiten. Allerdings haben es im finalen Kampf gleich vier Kontrahenten auf Ryūko abgesehen. Sowohl Gamagōri Ira, als auch Inumuta Hōka, Jakuzure Nonon und Sanageyama Uzu wollen der armen Ryūko an den Kragen. Aus keinem anderen Grund stehen vor allem die Auseinandersetzungen mit den Elite-Vier im Mittelpunkt der Erzählung in den vorliegenden Episoden. Im Hintergrund versuchen jedoch bereits andere Mächte, die Kämpfe zu sabotieren, um Ryūko zu stoppen. Diese haben nämlich Angst davor, dass Ryūkos Kräfte beziehungsweise die ihrer sprechenden Uniform Kamui zu schnell viel zu mächtig werden und sie diese nicht mehr kontrollieren kann. Als plötzlich die frisch eingeführte Antagonistin Harime Nui auf dem Schlachtfeld erscheint, scheinen sich diese Befürchtungen langsam, aber sicher zu bewahrheiten. Warum dies der Fall ist, wollen wir an dieser Stelle nicht verraten. Fakt ist jedoch, dass die gezeigten Kämpfe zwischen Ryūko und ihren zahlreichen Feinden zum Besten gehören, was wir in Kill la Kill bis hierhin gesehen haben.

Symphonie des Humors

Kill la Kill (Vol. 2) (4)Während in der ersten Volume noch sieben Episoden enthalten waren, haben sich in der zweiten Ausgabe nur sechs Folgen versteckt. Diese haben jedoch nichts an ihrem Humor eingebüßt. So sind die Kämpfe natürlich maßlos übertrieben. Außerdem wird aus dem Finale regelrecht ein Medienspektakel gemacht. In der Stadt verlangen die Elektronikhändler von der armen Familie Mankanshoku ganze einhundert Yen für zehn Minuten Unterhaltung. Aber auch nur, weil sie es vorher nicht schafften, einen funktionsfähigen Röhrenfernseher zu stehlen. Außerdem schaffen es die Episoden, Einblicke in die japanische Kultur zu geben. Beispielsweise kommt das Konzept des Seppuku in einer einzelnen Szene zur Geltung, wird dann jedoch abgeschwächt – hervorragende Kritik an einem Phänomen, das es heute quasi nicht mehr gibt. Außerdem ist die erwähnte Rückblende nicht die einzige im zweiten Episodenpaket. Wir erfahren nämlich auch einiges über die Vergangenheit der Elite-Vier und wie sie überhaupt an ihre Stelle in der Honnōji-Akademie gelangt sind. Die Geschichten sind dabei natürlich ähnlich verrückt wie der Zeichenstil des Animes. Ergänzt wird das Spektakel diesmal sowohl mit dem bekannten Soundtrack, als auch mit Stücken klassischer Musik wie Beethovens fünfter Symphonie, die zudem auch noch sinnvoll und selbsterklärend in die Story eingebaut sind.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die ersten Episoden von Kill la Kill haben mich, wie einige von euch sicherlich noch wissen, nicht sonderlich begeistert. Allerdings haben mich die Folgen der zweiten Volume deutlich mehr angesprochen, da man sich nun dazu entschlossen hat, einige Hintergründe zu lüften, das Universum greifbarer zu machen und den Action-Anteil passend zum wahnsinnigen Humor noch etwas zu erhöhen. Die sechs vorliegenden Episoden funktionieren im Kontext zum Auftakt des Anime wesentlich besser. Es kann durchaus daran liegen, dass die Hemmschwelle zur Akzeptanz des Zeichenstils mit dem zweiten Episodenpaket bei mir wesentlich gefallen ist, doch macht mir das Ansehen mittlerweile deutlich mehr Spaß, als noch vor einigen Monaten mit den ersten Folgen. Wer sich damals nach dem Anschauen des Auftakts nicht sicher war, ob er Kill la Kill noch weiterschauen sollte, kann dem Anime tatsächlich eine zweite Chance geben und alle, die bereits zufrieden waren, müssen natürlich auch bei der zweiten Volume wieder einmal zugreifen. Zusammen mit dem wahnsinnigen Humor, der einen oder anderen Enthüllung und gar der neuen Story-Ausrichtung, wirkt der Anime nun noch viel interessanter. Ich freue mich auf die nächsten beiden Volumes!

Vielen Dank an Peppermint Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Kill la Kill (Vol. 2)!

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