Review: Kill la Kill (Vol. 3)

Kill la Kill (Vol. 3) (1)Die ersten allgemeinen Sanktionswahlen an der Honnōji-Akademie mit ihren ausufernden und spannenden Kämpfen liegen mittlerweile weit hinter uns. Schulleiterin Kiryūin Satsuki ist mit ihren Schülern mittlerweile ausgerückt, um die Schulen der Kansai-Region zu unterwerfen.

Kill la Kill (Vol. 3) (2)Protagonistin Matoi Ryūko erholt sich indessen im Haus ihres Lehrers Mikisugi Aikurō vom letzten Kampf, der für sie leider nicht gerade glimpflich ausgegangen ist. Noch dazu leidet sie an einem Alptraum, in dem sie unter anderem sieht, wie ihr Kamui Senketsu in tausende Stücke zerrissen wird. Als sie aus ihrem Schlaf erwacht, muss sie leidlich feststellen, dass sich ihr Traum bewahrheitet hat. Senketsu hat den Kampf wahrlich nicht gut überstanden. Von der Rüstung ist nur ein kleines Stoffteil übrig geblieben, welches Ryūko nun als Halstuch verwendet. Von Herrn Mikisugi erfährt sie, dass Satsuki und die Elite-Vier eine Exkursion in die Kansai-Region anführen. Damit die Exkursion ein voller Erfolg wird, haben sie Senketsu in tausende kleine Stücke zerrissen und diese an sämtliche Schuluniformen angebracht. So ist es auch den schwächeren Schülern möglich, aus Kämpfen erfolgreich hervorzugehen. Obwohl sich Ryūko noch schonen sollte, lässt sie alles stehen und liegen und macht sich sofort auf die Reise in die Kansai-Region. Ihre Suche führt sie in die drei großen Städte Kyōto, Ōsaka und Kōbe. Hier wüten mittlerweile die Kämpfe, welche die Städte in Schutt und Asche legen. Vor allem Ōsaka trifft es schwer und wirkt gleich wie die Kulisse eines ganzen Kriegsschauplatzes. Trotz des unvollständigen Kamuis an ihrem Körper erlangt Ryūko abermals ungeahnte Kräfte.

Zwei Sichtweisen

Kill la Kill (Vol. 3) (3)Während sich die vierzehnte Episode des Animes noch wie eine herkömmlich-verrückte Folge anfühlt, stellt die darauffolgende fünfzehnte Episode einen klaren Bruch in Kill la Kill dar. Dies ist unter anderem daran zu erkennen, dass die Episode über kein wirkliches Intro verfügt und selbst beim Outro Abstriche macht. Wichtiger ist jedoch, dass hier nach den ersten Andeutungen in den letzten Folgen eine neue Fraktion enthüllt wird, die auf den illustren Namen Nudist Beach hört. Dabei handelt es sich um eine Untergrundorganisation, die sich im Kampf gegen Kiryūin Satsuki befindet und Ryūko und ihrer Freundin Mankanshoku Mako bei ihrem Vorhaben unterstützen will, mehr über den mysteriösen Tod von Ryūkos Vaters herauszufinden. Mit Hilfe von Nudist Beach (und der Name ist selbstverständlich kein Zufall) werden in Kill la Kill auch endlich ein paar Hintergründe erläutert. Vor allem der ominöse Lebensfaden, der immer wieder ein wichtiges Gesprächsthema war, wird uns erklärt. Diese neuen Ansichten werden ab der sechzehnten Episode im Übrigen mit einem neuen Intro und einem neuen Outro belohnt. Ebenso wichtig ist in diesen Folgen, dass nicht nur Ryūkos Kampf gegen ihre Feindin erläutert wird, sondern das Geschehen ebenso aus der Sicht von Satsuki geschildert wird. Das Kiryūin-Anwesen entwickelt sich hier zu einem kleinen, aber feinen Handlungsort.

Kill la Kill übertrifft sich selbst

Kill la Kill (Vol. 3) (4)In puncto Story bietet die dritte Volume von Kill la Kill die bisher besten Episoden. Das liegt aber vor allem daran, dass man sich zwei Volumes lang Zeit gelassen hat, um eine Fassade zu errichten, die nun mit gewaltigen Handlungswendungen wieder eingerissen wird. Wir möchten an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber die familiären Verhältnisse so mancher Charaktere werden diesmal ordentlich auf den Kopf gestellt. Das in der siebzehnten und achtzehnten Episode ausgerichtete Kultur- und Sportfest bietet dafür wunderbar den Rahmen und stellt in der gesamten Handlung den bisherigen Höhepunkt dar. Für die kreativen Köpfe hinter dem Projekt wird es an dieser Stelle sehr schwer werden, sich hier noch zu verbessern. Der Humor lässt sich ebenso schwierig toppen, denn wenn hier vor der Kulisse des eingestürzten Tsūtenkaku gekämpft wird, Mikisugi darauf besteht, dass der Dōtonbori-Roboter unbedingt in seinen Initialen abgekürzt werden muss, Satsuki von ihrer Mutter einer schon sehr hentai-ähnlichen Reinigung unterzogen wird oder Mikisugis Mantel so oft von seinem nackten Körper rutscht und anschließend prekäre Stellen seines Körpers ganz beiläufig mit Lens-Flare-Effekten überzogen wird, bleibt kein Auge trocken. Die dritte Volume von Kill la Kill schafft es, sich selbst in den Schatten zu stellen. Das schraubt die Erwartungen aufs Finale hoch; wir sind gespannt!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nach der gesteigerten Qualität der zweiten Volume von Kill la Kill, wird dieser Trend auch in den vorliegenden Episoden fortgeführt. Die Geschichte wird von Folge zu Folge spannender, erklärt immer mehr Hintergründe und geizt nicht zuletzt mit Story-Wendungen, welche die Weltanschauung mancher Charaktere ins Wanken bringen. Ebenso gut gefallen mir die Entwicklungen von Ryūko und ihrer Kontrahentin Satsuki, die maßgeblich Auswirkungen auf das Finale von Kill la Kill haben werden. Die Handlung des Animes schafft es ebenfalls, genug Spielraum für den übertriebenen Humor zu lassen. Hier schafft es das Animationsstudio Trigger nach den grandiosen Ideen aus den vorherigen Episoden sich selbst zu übertreffen. Das heißt allerdings auch, dass die Erwartungen an das große Finale ziemlich hochgeschraubt werden. Ich bin gespannt, ob Kill la Kill mit einem Paukenschlag oder nur heißer Luft enden wird. Zutrauen würde ich dem Anime gerade wegen seiner anfangs nicht vermuteten Qualität nämlich beides. Zu guter Letzt noch eine Anmerkung von mir: Es war mir im Rahmen des Reviews zwar möglich, sämtliche auf dem Datenträger enthaltenen Episoden anzuschauen, doch sobald ich nach einer Episode wieder im Menü landete, wurde dieses zwar geladen, nicht aber die auszuwählenden Menüpunkte. Hier half es tatsächlich nur, das Laufwerk zu öffnen, die Disc wieder einzuführen und erneut zu starten. Da ich im Internet nichts finden konnte, handelt es sich wohl um einen Einzelfehler, doch soll er nicht unerwähnt bleiben, da dieser Fehler in meinem Falle geringfügig am guten Gesamtbild kratzt.

Vielen Dank an Peppermint Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Kill la Kill (Vol. 3)!

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