Review: Return to PopoloCrois: A Story of Seasons Fairytale

Return to PopoloCrois - A Story of Seasons Fairytale (1)In diesem Frühjahr bekommen wir es nicht nur mit der Fortführung der Harvest-Moon-Reihe in Form von Story of Seasons zu tun. Das neue Franchise wird direkt mit der PopoloCrois-Serie gepaart und schickt uns dutzende Stunden auf ein Abenteuer.

Return to PopoloCrois - A Story of Seasons Fairytale (2)Das Königreich PopoloCrois steht wieder einmal Kopf! Der abermalige Protagonist des Spiels, Prinz Pietro, soll am Abend seinen mittlerweile dreizehnten Geburtstag feiern, doch dieser ist eher daran interessiert, seiner Freundin Narcia im nahegelegenen Hexenwäldchen ein Geschenk zu überbringen. Über kurz oder lang landen wir allerdings doch zurück im Schloss, wo bereits die nächste Krise auf den Prinzen und das Königreich wartet. Überall im Land tauchen schwarze Monster auf, die förmlich nach einem wahren Helden schreien. Da jedoch alle Bewohner des friedlichen Königreichs entweder zu alt oder zu unerfahren sind, fällt die Wahl schließlich auf Prinz Pietro. Von einer mysteriösen Besucherin wird er in ein fernes Land gebeten, um dort seine Ausbildung als Nachwuchsheld zu beginnen. Leider hat es das Schicksal jedoch nicht gut mit Pietro gemeint, denn als er erwacht, muss er am eigenen Leib feststellen, dass er betrogen wurde und sein Vaterland in großer Gefahr schwebt. Ziel des Rollenspiels ist die titelgebende Rückkehr ins Königreich PopoloCrois. Diese Rückkehr wird mehrere dutzend Stunden dauern, denn zusammen mit den sehr illustren Charakteren, wie etwa einem Ritter mit Gewissensbissen und einer blauen Wölfin, müssen wir diverse Quests erfüllen und die Bewohner der Spielwelt friedlich stimmen. Ein Held zu sein ist nicht einfach!

Korridorbasierende Dungeons

Return to PopoloCrois - A Story of Seasons Fairytale (3)Unterwegs bekämpfen wir auf dem Weg in rundenbasierten Auseinandersetzungen, in denen wir unsere Charaktere selbst positionieren dürfen, etliche Monster. Indem wir die Klingen sprechen lassen und Zaubersprüche entfesseln, besiegen wir die Feinde und sammeln wie für das Genre typisch Erfahrungspunkte für unsere Gruppe. Nebenher besuchen wir auch noch einige Dungeons, um die Geschichte fortzuspinnen. Während die Kämpfe durchweg viel zu leicht ausfallen, können uns die Dungeons mit ihrem Korridoraufbau nur ein müdes Lächeln hervorlocken. Zugute schreiben muss man dem Spiel allerdings, dass wir den Zufallsgenerator für die Häufigkeit der Kämpfe jederzeit im Menü unserem Spielgeschmack anpassen können. Daher sind die angesprochenen Defizite leicht zu verschmerzen. Weniger zu verschmerzen ist der Story-of-Seasons-Anteil des Spiels. Ab einem bestimmten Zeitpunkt ist es uns nämlich möglich, unterschiedliche Bauernhöfe in der Welt zu bewirtschaften. Hier können wir wie in Story of Seasons Pflanzen anbauen oder Tiere züchten. Ebenfalls stehen uns Werkzeuge zur Verfügung, um in der wirklich sehr schön gestalteten Spielwelt, die regelrecht zum Erkunden einlädt, diverse Mineralien abzubauen und daraus neue Gegenstände zu fertigen. Das macht zwar durchaus Spaß, ist aber absolut nicht mit der Komplexität der Vorlage zu vergleichen.

Optionale Farm-Arbeit

Return to PopoloCrois - A Story of Seasons Fairytale (4)Beispielsweise gibt es keinen Tag-und-Nacht-Rhythmus, keine wechselnden Jahreszeiten für die Region (was in Anbetracht der Handlung natürlich nachzuvollziehen ist) und angebaute Pflanzen wachsen je nach Spielfortschritt – ein Indikator ist unter anderem das Bekämpfen von Monstern. Es ist des Weiteren ebenfalls überhaupt nicht nötig, den Alltag auf der Farm zu verbringen, wenn wir wirklich kein Interesse daran verspüren. Hieran lässt sich deutlich also erkennen, welches Franchise die Oberhand beim vorliegenden Crossover hat. Wer es also nur auf die Farm-Arbeit abgesehen hat, sollte bei Story of Seasons bleiben oder einen der älteren Harvest-Moon-Ableger nachholen. Diese werden von der Unterpräsenz des Gameplays über kurz oder lang enttäuscht sein. Ein weiterer Wermutstropfen für jüngere Spieler dürften die ausschließlich in Englisch vorliegenden Texte sein. Aus keinen anderen Gründen richtet sich der Titel vor allem an etwas ältere Rollenspieler, die sich auch nicht zu schade sind, über die kleinen Defizite des Abenteuers hinwegzusehen. Genau dann kann der Titel nämlich mit seiner sehr märchenhaften Geschichte, seiner wirklich zuckersüßen Optik (inklusive tollen Anime-Sequenzen) und liebevollen Melodien stundenlang unterhalten.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Obwohl die PopoloCrois-Serie seit einigen Jahren auch hierzulande und nicht nur in Japan bekannt sein dürfte, habe ich erst durch das Crossover mit dem neuen Story-of-Seasons-Franchise von der Rollenspielserie erfahren. Obwohl der Trailer des Spiels den Titel nicht gerade interessant erscheinen lässt, hat es mich dann noch umso mehr gewundert, wie viel Spaß ich mit Return to PopoloCrois: A Story of Seasons Fairytale hatte. Die Kämpfe sind zwar sehr leicht und der Story-of-Seasons-Anteil ist wirklich nicht der Rede wert, doch ist vor allem die märchenhafte Geschichte daran schuld, dass man das Spiel nicht so schnell aus der Hand legen kann. Man verschlingt die schönen und teils witzigen Dialoge regelrecht und ist dann auch nicht sauer, wenn die Gegner mal wieder viel zu schnell besiegt sind. Was der Titel in puncto Gameplay nicht schafft, macht er in Sachen Atmosphäre und Präsentation locker wieder wett. Ich kann es trotzdem immer noch nicht verstehen, dass man gerade bei solchen Spielen, die sich klar an ein eher jüngeres Publikum richten und die ich gar nicht mal so sehr als Nischentitel einstufen würde, nicht auf eine deutsche Lokalisierung setzt. Dadurch wird die Kernzielgruppe abgeschreckt. Es sollten sich also nur Spieler an den Titel setzen, die bereits mindestens englische Grundkenntnisse erlangt haben und sich auch nicht zuschade sind, gegebenenfalls mit einem Wörterbuch zu arbeiten, um die Story vollends zu verstehen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s