Review: Dragon Ball Z Kai (Box 5, Episode 70-84)

In der vierten Serienbox ist die Anime-Serie Dragon Ball Z Kai nach der schwächeren dritten Serienbox zu neuer Höchstform aufgelaufen. Cyborgs, Zeitreisen und schlussendlich ein noch nie dermaßen gefährlicher Feind haben die Handlung zu einem wahren Genuss gemacht.

Der Kampf gegen die Cyborgs ist im vollen Gange. Während C17 und C18 für unsere Helden aufgrund ihres Trainings keinerlei Bedrohung mehr darstellen sollten, ist der Cyborg Seru ein ganz anderes Kaliber. Als Geheimprojekt von Dokutā Gero im Keller unter dessen mittlerweile zerstörten Labors gezüchtet, gelang es dem Monster mit Torankusus Zeitmaschine aus der Zukunft in die Gegenwart zu reisen. Wie bei den anderen Cyborgs war es sein ursprüngliches Ziel, den Saiyajin Son Gokū zu vernichten. Da sich dieser zu Beginn der Handlung in den vorliegenden Episoden noch an seinem Herzleiden erholt und im Angesicht der fürchterlichen Bedrohung im Raum von Geist und Zeit zusammen mit Bejīta, Torankusu und seinem Sohn Son Gohan trainieren will, muss Pikkoro nach seiner Verschmelzung mit Gott den Kampf gegen Seru suchen. Diesem darf es nämlich unter keinen Umständen gelingen, C17 und C18 zu absorbieren. Er ist sich durchaus bewusst, dass er in seiner aktuellen Form nicht den Hauch einer Chance gegen die Beschützer der Erde hätte. Nur wenn er die Kräfte der beiden Cyborgs in sich aufgenommen hat, kann er mit seinem Plan, das Universum zu vernichten, fortfahren. Die Spannung wird in den fünfzehn vorliegenden Folgen vor allem insofern aufgebaut, dass der Kampf mit dem Aufnahmeversuch von C17 und C18 mehrfach unterbrochen wird.

Überlegener Feind

Hinzu kommt, dass der Kampf verschiedene Konstellationen durchläuft. So greifen sowohl die Cyborgs C16, C17 und C18, als auch Pikkoro, Tenshinhan und Kuririn ins Kampfgeschehen ein. Aufgrund dessen, dass sich der Kampf fast über sämtliche Episoden der fünften Serienbox zieht, ist es wohl nur wenig überraschend, dass Seru seine Kräfte im Verlauf des Gefechts verstärkt. Wer dem Monstrum unterliegt, wer den Kampf überlebt und wem mit magischen Bohnen wieder auf die Beine geholfen wird, verraten wir an dieser Stelle aber nicht. Es bleibt aufgrund der Einsätze von verschiedenen Kampftechniken, die sowohl von ihren üblichen Choreographen, als auch von dem genetischen Allround-Talent Seru ausgeführt werden, jederzeit spannend. Obwohl der Kampf gegen Seru eine ebenso epische Breite annimmt, wie der Kampf gegen Furīza, ist der Nervenkitzel aufgrund der offensichtlichen Überlegenheit des Feindes ein gänzlich anderer. Noch nie zuvor hat man mit seinen Charakteren so sehr mitgefiebert, als in den vorliegenden Folgen. Während die Auseinandersetzung mit Seru hauptsächlich auf mehreren kleinen Inseln stattfindet, läuft das Training im Raum von Geist und Zeit ab. Außerhalb des überdimensionalen Raumes mag nur ein Tag vergehen, doch gleichzeitig verstreicht im Raum von Zeit und Geist ein ganzes Jahr. Da bleibt sehr viel Zeit zum Trainieren!

Bekannte Synchronsprecherin

Obwohl die Ausführlichkeit des Kampfes gegen Seru aufs Nötigste reduziert wurde und auch das Training in Gottes Palast nicht übermäßig demonstriert wird, bleiben manche Entscheidungen seitens der Charaktere nicht nachvollziehbar. Viel zu oft wird C18, sowohl von ihrem Cyborg-Freund C16, als auch von anderen Charakteren während des Kampfes zwischen C17 und Seru darauf hingewiesen, dass sie das Weite suchen soll – dennoch verweilt sie an Ort und Stelle und bringt damit nicht nur die Helden, sondern auch sich selbst in Gefahr. Das hätte vor allem in der Neuauflage ein wenig überarbeitet werden können, denn so wird die Spannung nur suggeriert, aber nicht wie durch die Überlegenheit von Seru in die Höhe getrieben. Wer sich mit der fast gänzlich neuen Auswahl an deutschen Synchronsprechern bisher immer noch nicht anfreunden konnte, wird sich aber immerhin darüber freuen, dass Diana Borgwardt als Stimme von C18 wieder mit von der Partie ist. Technisch hat sich an der Aufmachung von Dragon Ball Z Kai nichts geändert, was auch gar nicht schlimm ist. Der Stil der frühen 1990er Jahre wird wunderbar eingefangen und auch die typischen Hintergrundmelodien laden damals wie heute zum Mitsummen ein. Nur das seit Episode 55 eingesetzte Schlusslied Kokoro no Hane kann auch nach über 25 Folgen nicht wirklich Dragon-Ball-Atmosphäre erzeugen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die vierte Serienbox von Dragon Ball Z Kai konnte mich auf ganzer Linie überzeugen. Sowohl der Kampf gegen die Cyborgs und die Überleitung dorthin, als auch die ideenreiche und vor allem oft wendungsreiche Handlung, konnten mich überzeugen. In der fünften Serienbox setzt die Story nahtlos an dem Punkt ein, an dem die Folgen der letzten Serienbox aufgehört haben. Dadurch, dass der Kampf aufgrund unterschiedlicher Konstellationen und der Bedrohung durch Seru, die beiden Cyborgs zu absorbieren, unmittelbar vorhanden ist, bleibt es jederzeit sehr spannend. Ganz so gut wie die vorherigen Folgen sind die vorliegenden Episoden zwar nicht, doch das dürfte beinharte Dragon-Ball-Z-Kai-Fans ohnehin nicht stören. An diese richtet sich die fünfte Box schließlich und aufgrund der durchaus vorhandenen Qualitäten dürfen diese auch wieder blind zugreifen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragon Ball Z Kai (Box 5, Episoden 70-84)!

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