Review: Resident Evil: Heavenly Island (Band 5)

Mit dem fünften und somit letzten Band der fünfteiligen Manga-Reihe Resident Evil: Heavenly Island kommt eine weitere Geschichte im Resident-Evil-Universum zu ihrem Abschluss. Wie es sich für ein furioses Finale gehört, steht die Action deutlich im Vordergrund. Ein paar wenige Hintergründe zur Handlung sind für den letzten Band allerdings dennoch von Bedeutung. So werden insbesondere offene Fragen zur Identität von Harpunio beantwortet und auch die Fallgrube, die Held Tominaga Takeru zu Beginn der Story mit ein paar Kollegen aus dem Filmteam ausgehoben hat, ist im abschließenden Band von essentieller Bedeutung. Zu Beginn des Bandes könnte die Situation für die Protagonisten nicht bedrohlicher sein. Es stellt sich heraus, dass Zǐlì (im Manga fälschlicherweise als Julie transkribiert) kein einfaches Model für die Fernsehshow Idol Survival, sondern eine Agentin ist und für den chinesischen Pharmakonzern Shén Yā Pharmaceutical arbeitet. Ihr gelingt es, dem mittlerweile gefangenen Harpunio per Spritze das Virus zu entnehmen und in einer sterilen Ampulle für die dubiosen Pläne des Konzerns einzuschließen. Wie es sich für eine vernünftige Antagonistin gehört, offenbart sie ihren Plan bezüglich des unheilbringenden Virus selbstverständlich den Protagonisten, die daraufhin motiviert werden, Zǐlì zu stoppen – ein Plan mit nicht wenigen Hindernissen.

Zufriedenstellender Abschluss

Aus Gründen der Spannung werden die genauen Pläne von Zǐlì an dieser Stelle nicht erörtert. Es sei jedoch gesagt, dass diese Hintergründe wirklich auf einem absoluten Minimum verbleiben und zahlreiche Action-Szenen stattdessen im Vordergrund stehen, um die Geschichte mit einem zufriedenstellenden Erlebnis abzuschließen. Obwohl solch ein Schritt an anderer Stelle oft zu Ermüdungserscheinungen führen würde, sind diese Action-Szenen im letzten Band gar notwendig, um das volle Ausmaß der Katastrophe auf der fiktiven Insel Sonido de Tortuga einzufangen. Die Zeichnungen von Serizawa Naoki unterstützen das von Capcom-Mitarbeiter Seto Yasuhiro erdachte Szenario vortrefflich, auch wenn so manches Gegnerdesign ein richtiges Ekelgefühl beim Leser erzeugen kann. Vielleicht liegt es aber auch gerade an derlei Designentscheidungen, warum es für den Leser nicht so einfach möglich ist, den Manga mit seinen insgesamt 202 Seiten aus der Hand zu legen. Der fünfte Band von Heavenly Island fühlt sich am Ende wie ein rundes Erlebnis an, das die Geschichte zu einem befriedigenden Abschluss geführt hat. Wer jedoch darauf gehofft hat, dass die Manga-Reihe ähnlich wie die Vorgängerserie Resident Evil: Marhawa Desire sich im Epilog mit der Hauptreihe verknüpft, wird vielleicht ein wenig enttäuscht: Heavenly Island steht in diesem Fall für sich alleine.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Der fünfte Band von Resident Evil: Heavenly Island funktioniert grundsätzlich ähnlich wie der dritte und vierte Band der Manga-Reihe. Im Vordergrund steht die Action und die Story verkommt halbwegs im Hintergrund. Allerdings ist die Action im abschließenden Band notwendig, um die Spannung inklusive ein paar Wendungen und Überraschungen bis zum Schluss aufrechtzuerhalten. Es macht einfach Spaß, durch den Manga – trotz einiger ekelerregender Mutationen beziehungsweise Bilder – zu blättern und sich in die fast schon aussichtslose Situation der Charaktere zu begeben und mit ihnen mitzufiebern. Schade ist da nur, dass so mancher wichtiger Hintergrund nicht ausreichend beleuchtet wird und die Atmosphäre somit nur aus actionreichen Sequenzen besteht und wenig das Gefühl vermittelt, das die einstige Videospielserie in ihren Anfängen an den Spieler übertragen hat. Trotzdem ist auch der letzte Band von Heavenly Island eine Empfehlung für alle, die den Manga bis zu dieser Stelle verfolgt haben oder es noch tun möchten.

Vielen Dank an Kazé Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Resident Evil: Heavenly Island (Band 5)!

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