Review: Bleach (Box 9, Episoden 168–189)

Auch wenn die Geschichte rund um den Kampf gegen die Arrancar nicht abgeschlossen ist, wird in der mittlerweile neunten Volume der Anime-Serie Bleach ein neuer Handlungsstrang aufgeschlagen. Mit gleich vier Datenträgern fällt die Serienbox zugleich umfangreicher aus.

Am Ende der achten Volume ist es Kurosaki Ichigo und seinen Mitstreitern gelungen, ihre Freundin Orihime aus den Klauen von Aizen Sōsuke zu befreien. Wie diese Story fortgeführt wird, bleibt der in 168. Episode, die den Auftakt der neunten Ausgabe der Serie markiert, aber noch unklar. Stattdessen wird zunächst ein genauerer Blick auf die Soul Society geworfen. Für die dritte Einheit der Hofgarde steht eine Veränderung bevor, denn der an einem leichten Alkoholproblem leidende Amagai Shūsuke wird zum Kommandanten der Truppe befördert. Allerdings wird seine Beförderung unterhalb der Soldaten im ersten Moment nicht wirklich positiv aufgefasst. Dennoch steht er schon bald für seine Verbündeten ein und demonstriert ihnen seine große Kampfkraft als die Soul Society kurz davor steht, von Hollows angegriffen zu werden. Nur eine einzige Episode später wechselt das Geschehen aber wiederum zu den eigentlichen Helden der Anime-Serie Bleach. Mittlerweile sind Ichigo und Co nach Karakura zurückgekehrt und verrichten ihr gewöhnliches Tagwerk in der Schule. Die Ruhe währt jedoch nicht sehr lange, denn die Adlige Kasumiōji Rurichiyo trifft mit ihrem Gefolge Kenzaki Ryūsei und Enkōgawa Rusaburō durch ein Portal in Karakura ein. Einen Tag später stellen sich die Charaktere als neue Mitschüler von Ichigo vor und suchen „unauffällig“ dessen Nähe.

Zwei spannende Erzählebenen

Mit der Zeit verbinden sich die beiden – zu Beginn der neunten Serienbox noch unabhängigen Handlungsstränge – zu einer einzelnen spannenden Story. Bis es aber soweit ist, vergehen jedoch gut und gerne einige Episoden. So konzentrieren sich beide Erzählungen zunächst auf die jeweiligen Gegebenheiten. Im Diesseits lernt Prinzessin Rurichiyo Verkaufsautomaten an jeder Straßenecke kennen, während sich die Gruppe um angreifende Hollows kümmert. Ihre Charakterisierung steht bei diesem Plot im Vordergrund. So macht sie sich zum Beispiel Vorwürfe, als bei einem Kampf Ishida Uryū und Sado Yasutora verletzt werden. Diese Situation ist vor allem deshalb so wichtig, da dieses Ereignis die Geschehnisse im Finale überhaupt erst ins Rollen bringt. In der Soul Society erfährt der Zuschauer hingegen mehr über Shūsuke, dessen Vorhaben an vielen Stellen unklar bleibt. Peu à peu fällt Shūsukes Fassade. Genauer soll an dieser Stelle darauf nicht eingegangen werden, aber sowohl Rurichiyos Schicksal als auch das von Ichigo ist eng mit seinem Auftreten verknüpft. Vor allem die letzten Episoden in der neunten Serienbox stechen hierbei heraus, da sich die Ereignisse hier überschlagen und den Zuschauer mit spannenden und überraschenden Wendungen an den Fernseher bannen. Entsprechend hat die gute Story dieses Mal etwas mehr Gewicht als Kämpfe und Action.

Aufbruch ins Zeitalter der Breitbildfernseher

In technischer Hinsicht überrascht Bleach in der 168. Episode mit einem neuen Bildformat. So hat das selbst zum Entstehungszeitpunkt der vorherigen Folgen veraltete 4:3-Format endlich ausgedient. Alle Episoden dieser Serienbox, und damit wohl auch bei jeder weiteren Ausgabe, liegen im bildschirmfüllenden 16:9-Format vor. Insbesondere die sehr actionreichen Kämpfe profitieren davon, sodass die Funken fast schon aus dem Fernseher fliegen. So spannend wie bei der siebten oder achten Serienbox sind die Auseinandersetzungen zwar nicht, doch sind sie ausreichend inszeniert und animiert, um die Präsentation der Anime-Serie auf dem allseits gewohnten Niveau zu halten. Sowohl das Diesseits als auch die Soul Society eignen sich für den Handlungsrahmen gut, zumal sich die Architektur und die Umgebung für Action und Story eignen. Unter akustischen Gesichtspunkten gibt es die bekannten Melodien und auch neue Kompositionen im Tonformat Dolby Digital 2.0 auf die Ohren. Insbesondere die Ausgestaltung einer Hochzeit fühlt sich angenehm an. An der japanischen und deutschen Synchronisation gibt es wenig bis gar nichts zu bemängeln. Lediglich bei der falschen Aussprache von japanischen Begriffen in der deutschen Fassung fasst sich der Zuschauer erneut an den Kopf. Abgesehen davon unterhalten auch diese 22 Episoden von Anfang bis Ende.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 168 bis 189 der Serie): Obwohl es sich bei allen Episoden der neunten Serienbox um einen exklusiven Handlungsstrang der Anime-Serie von Bleach handelt und so nicht im Manga vorkommt, kann sie durchgehend überzeugen. Es ist eine gute Idee, die Handlung zunächst auf zwei Erzählebenen abspielen zu lassen und sie im Finale zu einer einzigen Story zu verbinden. Sowohl der neue Kommandant der dritten Einheit der Hofgarde, Amagai Shūsuke, als auch Prinzessin Kasumiōji Rurichiyo, sind zwei wirklich interessante Charaktere. Eingewebt in die typische Serienhandlung ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild. Zwar können die Kämpfe nicht ganz mit den vorherigen Auseinandersetzungen mithalten, doch durch das seit dieser Serienbox genutzte Breitbildformat kann die Action jetzt zumindest die Dynamik entfalten, die sie am besten schon früher gebraucht hätte. Die neunte Serienbox kann inhaltlich mit der restlichen Serie mithalten und dürfte alle Fans überzeugen.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Bleach (Box 9, Episoden 168–189)!

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