Review: Attack on Titan – Season 3 (Vol. 4)

Zwischen der Veröffentlichung der zweiten und dritten Volume von der Anime-Serie Attack on Titan lagen drei qualvolle Monate. Zum Glück konnten Fans der Reihe nach nur einem Monat im April 2021 in den Genuss der vierten und letzten Ausgabe kommen. Packend!

Attack on Titan knüpft nahtlos an den Cliffhanger der dritten Volume der dritten Staffel an. Mit Mühe und Not ist es dem Aufklärungstrupp gelungen, sowohl den sprechenden Tier-Titan als auch den gepanzerten und den kolossalen Titan zu besiegen. Dafür mussten jedoch so einige Soldaten der Truppe offenbar ihr Leben lassen. Genau dieser Umstand führt die Helden zu einem Konflikt, denn zwei wichtige Funktionäre sind stark verwundet und kämpfen noch um ihr Leben. Kommandant Erwin Smith leidet an inneren Blutungen, während Armin Arlert am ganzen Körper verbrannt ist und nur noch schwer atmen kann. Die Lösung liegt nahe: Mit einem Serum ist es möglich, einen Sterbenden in einen Titanen zu verwandeln, damit dieser einen der getöteten Titanen in Menschengestalt verspeisen kann. Bedauerlicherweise steht dem Trupp um Hauptgefreiten Levi Ackermann nur eine Spritze zur Verfügung, weshalb auf den Dächern des nach dem langen Kampf in der letzten Volume noch mehr in Mitleidenschaft gezogenen Distrikts Shiganshina ein Streit zwischen Eren Jäger, Mikasa Ackermann und Levi entbrennt. Für wen sich die Gruppe schlussendlich entscheidet, soll aus Spoiler-Gründen an dieser Stelle nicht verraten werden. Es sei nur gesagt, dass sich die dritte Staffel zum Ende hin ebenfalls darum bemüht, offene Fragen zu beantworten und neue Mysterien aufzuwerfen.

Absoluter Attack-on-Titan-Höhepunkt

Dass bei diesen Mysterien auch endlich der Keller der Jägers geöffnet wird, dürfte bei jedem Fan die Vorfreude auf die vierte Staffel fast schon ins Unerträgliche steigern. Dennoch ist das, was auf den Abstieg in den Keller folgt, noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Zu viel soll auch darüber nicht verraten werden, aber Attack on Titan zieht hierbei zu allem Überdruss auch noch erschreckende Parallelen zur Realität. Mit dieser Überraschung rechnet niemand – und gerade deswegen bringt das Ende der dritten Staffel so manches Gehirn der Zuschauer zur Kernschmelze. Gepaart mit mythologischen Vorstellungen und einer Prise Patriotismus erreicht die Story ganz neue Höhen, was auch mit neuen Charakteren zusammenhängt. Hinzu kommt, dass der Zeichenstil der Anime-Serie regelrecht schablonartig zu sämtlichen  gezeigten Bildern passt. Im bildschirmfüllenden 16:9-Format in der Auflösung von 1080p  kommen alle Szenen sehr gut zur Geltung. Vor allem das Charakterdesign mit seiner Mimik und Gestik bei den abwechslungsreichen Figuren weiß zu gefallen. Hinzu kommt der sehr gute Soundtrack, der das Gezeigte mit stimmungsvoller Musik im Tonformat DTS-HD 2.0 unterlegt. Wie schon zuvor sticht diese bei den düsteren Rückblenden heraus. Ungelogen erreicht die Serie in diesen fünf Folgen auch inszenatorisch den absoluten Höhepunkt.

Hervorragende Vorbereitung aufs Finale

Beim Bonusmaterial setzt Attack on Titan in der vierten Volume der dritten Staffel auf das bekannte Gesicht der dritten Ausgabe – zumindest weitgehend. Im digitalen Bereich der Blu-ray Disc liegt lediglich eine Clean-Version des zweiten Endings der dritten Season vor. Anders sieht es bei den physischen Boni aus. Wie üblich gibt es auch bei der vierten Box einen Stickerbogen mit zwei Aufklebern im Chibi-Look. Hinzu kommt ein Booklet, in dem zunächst neue Charaktere mit deutlich mehr Text vorgestellt werden als noch in den drei Heftleins zuvor. Daraufhin folgt ein Episodenguide zu den fünf enthaltenen Folgen der vierten Volume, der im Gegensatz zu den Charakterbeschreibungen deutlich kürzer ausfällt. Informationen zu den Beteiligten an der Produktion fehlen dabei allerdings nicht. Daraufhin folgen im zwölfseitigen Booklet noch fünf Comic-Streifen mit jeweils vier Panels, die die Charaktere deutlich humorvoller als in der erwachsen erzählten Geschichte darstellen. Als Zugabe gibt es beim physischen Bonusmaterial jedoch noch ein weiteres Booklet mit acht informativen Interviews auf insgesamt zwanzig Seiten. Das ist deutlich gehaltvoller als in den letzten drei Serienboxen und schließt die Veröffentlichungsreihe der dritten Season sehr gut ab. So bereiten zu guter Letzt Inhalt und Umfang Hand in Hand hervorragend aufs anstehende Finale vor.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Attack on Titan erreicht in der vierten Volume der dritten Staffel nicht nur einen weiteren, sondern vor allem den absoluten Höhepunkt der bisherigen Geschichte. Die einzelnen Charaktere werden nicht nur vor Konflikte und Herausforderungen gestellt, die sie bewältigen müssen, sie erhalten auch endlich Antworten auf viele Fragen. Auch als Zuschauer kippe ich dabei aus den Latschen, denn Fragen wie nach der Größe der Welt von Attack on Titan, die Herkunft der Titanen oder auch die von Erens Vater werden in dieser Volume endlich beantwortet. Audiovisuell übertrumpft sich die Anime-Serie hier einmal mehr, denn schablonartig drücken die Bilder die stimmungsvolle Atmosphäre gekonnt aus. Das darf sich meiner Meinung nach kein Fan der Serie entgehen lassen. Persönlich gefällt mir auch das Bonusmaterial der vierten Serienbox der dritten Staffel sehr viel mehr als in den vorherigen beiden Volumes, denn mit dem zusätzlichen Booklet mit den acht Interviews erfahre ich sehr viel mehr über die Gestaltung und Produktion der Serie. Das ist echt klasse und bereitet mich in gewisser Weise auf die vierte Season vor, die die Serie abschließen wird. Auf diese freue ich mich übrigens schon sehr, denn wenn diese ähnlich spannend ausfällt wie die dritte Staffel, kann Attack on Titan mit einem großen Knall enden, an den ich mich genauso lange erinnern werde, wie den tollen Abschluss von Attack on Titan – Season 3!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Attack on Titan – Season 3 (Vol. 4)!

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