Prime Time: The Last Story (Limited Edition) Unboxing

Im Februar 2012 war es endlich soweit. Nachdem der Titel bereits ein ganzes Jahr lang in Japan erhältlich war, erschien hierzulande schlussendlich doch noch The Last Story. Als Eric dies noch auf der letzten Gamescom nebenher mitbekommen hat, hat er sich wie ein Schnitzel auf das Spiel gefreut. In seinem Unboxing-Video geht er auf die Inhalte der Limited Edition und die angebotenen Bonus-Münzen von Nintendo in Kombination mit Xenoblade Chronicles und Pandora’s Tower ein. Wir wünschen gute Unterhaltung!

Review: Fullmetal Alchemist: The Sacred Star of Milos

Die Serie Fullmetal Alchemist erzählt die Geschichte zweier Brüder, die mit Alchemie ihre verstorbene Mutter wiederbeleben wollen, dabei jedoch ihre alte Körperform verlieren. Nun sind sie auf der Suche nach dem Stein der Weisen, um das rückgängig zu machen.

Während sie ihr Vorhaben am Ende ihrer Reise in die Tat umsetzen können, ist Fullmetal Alchemist: The Sacred Star of Milos in den Verlauf der Geschichte eingewoben und kann als verlängerte Episode angesehen werden. Die Handlung beginnt mit einem Gefängnisausbruch in Amestris.  Melvin Voyager ist auf der Flucht und stellt sich dabei den beiden Protagonisten Edward und Alphonse Elric entgegen. Durch den Einsatz einer bis Dato unbekannten und sehr mächtigen Form der Alchemie, kann Voyager entkommen, doch die Gebrüder Elric sind dem Flüchtling auf den Fersen. Ihre Spur führt sie mit der Eisenbahn in die Stadt Table City. Dort herrscht eine angespannte Stimmung, da ringsherum nach einem seltenen Artefakt gebuddelt wird und viele Familien deshalb ihr Haus verloren haben. Sie werden zudem vom Rest der Bevölkerung systematisch ausgegrenzt und rassistisch behandelt. Die Parallelen zu unserer Realität in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind unverkennbar. Somit geraten nicht nur Alphonse und Edward, sondern auch ihre neue Bekanntschaft Julia Crichton, zwischen die Fronten des Krieges. Schon bald erkennen sie, dass hinter dem Gefängnisausbruch noch mehr steckt, als sie eigentlich angenommen haben. Mehrere Wendungen und Entscheidungen der Charaktere sorgen dafür, dass die Handlung durchweg spannend bleibt.

Geschwisterliebe

Die eintretenden Wendungen in The Sacred Star of Milos passen sich hervorragend in das Gesamtbild ein. Somit wirkt nicht nur das Fullmetal-Alchemist-Universum glaubhafter, auch die Story selbst wird so immer wieder geschickt gedreht. Besonders interessant ist der Aufbau von Table City, doch dazu schaut ihr euch den Film am besten selbst einmal an. An Action mangelt es dem Film übrigens nicht, denn besonders die furiose Eröffnung am Anfang, lässt uns die Kinnlade runterklappen. Die beiden Brüder müssen mit ansehen, wie der Bösewicht in dem gleichen Zug sitzt wie sie und den Soldaten dabei helfen, ihn zu bekämpfen. Dass dann logischerweise auf den Dächern der Wagons gekämpft werden muss, ist dabei genau so klar, wie dass die Lokomotive danach nicht gestoppt werden kann und das Spektakel im Bahnhof erst enden kann oder eben nicht, doch dazu müsst ihr euch den Film auch hier selbst ansehen. Das Zusammenspiel zwischen Alphonse und Edward Elric funktioniert dabei bestens. Alleine durch ihre Wortwahl nehmen wir die Beziehung zwischen ihnen freundschaftlich und warm wahr. Die neuen Charaktere schaffen das leider nicht so ganz, da sie nur Sinn und Zweck für den Fortbestand der Geschichte sind. Zum Ende hin kracht es zwischen den Geschwistern noch einmal richtig, weshalb auch Ashley und Julia ihre Daseinsberechtigung erlangen.

Geschmackssache

Die Handlung des Films ist auch für jene zu verstehen, welche die Serie nicht kennen. Es ist aber definitiv von Vorteil, sich vorab über die grundlegende Handlung oder den politischen und militärischen Hintergründen des Fullmetal-Alchemist-Universum zu informieren. Der Stil des Films ist zwar eine reine Geschmackssache, doch wir finden, dass sich die Charaktere zu stark von den Hintergründen abheben und nicht immer den Eindruck erwecken, dass sie in die Welt gehören. Positiv ist da auch nicht, dass das Bild zwar in 1080p hochgerechnet wird, aber nicht über eine verbesserte DVD-Qualität hinwegkommt. Der Soundtrack hingegen besticht mit netten Klängen und jeweils einem schönen gesungenen Intro und Outro, doch vielen Fans missfällt die deutsche Synchronisation. Wer Fullmetal Alchemist zuvor noch nie gesehen hat, wird sich daran nicht stören. So halten wir die Synchronisation ansatzweise für gelungen, aber die japanische Originaltonspur (beide Tonspuren liegen in HD DTS 5.1 vor) wirkt um einiges glaubhafter. Als Bonusmaterial liegt dem Werk einzig und allein nur der deutsche Trailer bei. Schwach. Der insgesamt 110 Minuten lange Film kann zwar optisch und akustisch nicht jedermann zufrieden stellen, doch inhaltlich braucht sich The Sacred Star of Milos nicht vor anderen Titeln zu verstecken.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Da ich die Serien und auch den ersten Film des Franchises noch nie gesehen habe, kann ich an dieser Stelle nur ein Urteil über den Film als solches abliefern. Inhaltlich übt das Werk Kritik an Ausgrenzung und Rassenhass, was ihn auf jeden Fall in gewisser Weise an der einen oder anderen Filmstelle pädagogisch wertvoll macht. Überwiegend ist der Titel jedoch auf Action getrimmt, die ebenfalls sehr gut in Szene gesetzt wird. Besonders der erste große Kampf, der auf der Eisenbahn stattfindet, hat mir sehr gut gefallen. Leider baut der Film für meinen Geschmack zu schnell ab, verliert sich teilweise in unwichtigen Elementen, doch kriegt er zum Ende hin wieder die Kurve und liefert einen ebenso imposanten Schluss wie die Einleitung. Optisch gefällt mir der Zeichenstil aber absolut nicht, denn während ich die Hintergründe und Umgebungen noch sehr ansprechend finde, wirken die Charaktere teilweise deplatziert und vermiesen mir die Atmosphäre. Sollte ich mir aber jemals die Serie und den Filmvorgänger anschauen, dann werde ich mit großer Sicherheit nochmals ein Werturteil über den Film fällen – aus einer anderen Perspektive.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Fullmetal Alchemist: The Sacred Star of Milos!

Prime Time: Kingdoms of Amalur: Reckoning (Spielkritik)

In unserem Review haben wir bereits festgestellt, dass Kingdoms of Amalur: Reckoning nicht nur positive Seiten hat, sondern auch ebenso viele negative Aspekte beinhaltet. Wer nicht immer so viel Zeit zum Lesen eines Reviews hat, darf sich an dieser Stelle über die Spielkritik freuen, welche wir extra für dieses Spiel aufgenommen haben.

Review: Kingdoms of Amalur: Reckoning

Im Februar diesen Jahres erschien Kingdoms of Amalur: Reckoning, vor dessen Umfang sich selbst Rollenspielgrößen wie The Elder Scrolls fürchten dürfen. Wir haben einhundertzwanzig Stunden in unser Review investiert und das Entwicklerstudio wurde mittlerweile geschlossen.

Anders als normale Rollenspiele beginnt Kingdoms of Amalur: Reckoning mit dem Tod, doch durch die Wiederbelebungsmaschine eines Gnoms erlangen wir unser Leben zurück. Das hat allerdings zur Folge, dass wir jegliches Wissen über unsere Vergangenheit verlieren, doch die ist im Verlauf der Handlung eh fast egal. Durch den Vorfall ist es den Schicksalswebern der Fantasy-Welt Amalur aber nicht mehr möglich, in unsere Zukunft zu blicken. So erklärt sich in einer durch das Schicksal geprägten Welt auch schon die Entscheidungsfreiheit, die wir ab der ersten Minute erleben dürfen. Entweder helfen wir den so genannten Feienlanden zu neuer Pracht oder schicken sie geradewegs in den Untergang. Die Haupthandlung führt uns somit an alle wichtigen Handlungsorte wie ein stinkendes Sumpfgebiet oder in die große Stadt Rathir. Unterwegs treffen wir dann auf ebenso bedeutsame Charaktere, die uns entweder bei unserem Vorhaben unterstützen oder uns von diesem abbringen wollen. Das Geschehen wird durchaus spannend in Szene gesetzt, doch gipfeln die kritischen Momente oftmals einzig und allein in Kämpfen. Eine Erzählweise wie in Mass Effect oder Dragon Age bekommt das Spiel nämlich leider nicht auf die Reihe, obwohl es sich ganz klar an dem Dialog-Design der Bioware-Titel anlehnt. Auch die immer wieder versprochene Entscheidungsfreiheit ist bei weitem nicht so prägnant, wie beispielsweise bei The Witcher. Da haben wir ehrlich gesagt mehr erwartet.

Künstlich wirkende Spielwelt

Bei den zahlreichen Nebenaufgaben wird Kingdoms of Amalur aber ebenfalls nicht besser. So bekommen wir es zwar hin und wieder mit einer interessanten Nebenaufgabe zu tun, die auch eine spannende, lustige oder zumindest interessante Geschichte erzählt, doch auch hier endet jede Aufgabe meist darin, jemanden zu töten oder einen Gegenstand zu besorgen. Wir laufen also während jeglicher Quest kreuz und quer durch ganz Amalur. Die Entwickler haben aber mitgedacht und dem Spiel eine Schnellreisefunktion spendiert. Bereits besuchte Orte dürfen wir also auf Knopfdruck laden, sofern wir uns denn an der Oberfläche befinden. Höhlen und ebenso ungemütliche Orte müssen zunächst verlassen werden, was uns zum nächsten Punkt des Spieldesigns führt. Nur in seltenen Fällen müssen wir vom Ende eines Dungeons wirklich zum Ausgangspunkt zurückkehren, denn oftmals gibt es direkt am Ende des Abschnitts eine Geheimtür, einen Absprungspunkt oder ein anderes Element, welches uns zum Eingang führt. Das mag dem Spielfluss gut tun, doch die Welt wirkt so unnötig künstlich. Hier hätten sich die Entwickler ein Beispiel an fernöstlichen Rollenspielen nehmen können. In diesen wirken Höhlen weniger künstlich und mit magischen Items hat man direkt eine Fantasy-Regel erfüllt, mit der man solchen Orten problemlos entkommen kann. Zudem wirkt jede Ortschaft genau wie in The Elder Scrolls IV: Oblivion einem Baukastenprinzip entnommen zu sein. Schade.

Zu den Waffen!

Die fehlende Abwechslung ist aber keinesfalls an der Oberfläche zu bemängeln. Hier finden wir strahlende Wälder, glühende Steppen, dunkle Moore und flache Ebene. Dabei scheint man sich vor allem dem keltischen und griechisch-römischen Lebensstil bedient zu haben, denn so manche Architektur und sogar Kleidungsstücke lassen sich leicht mit den genannten Völkern assoziieren. Das ist in Rollenspielen zwar keine Seltenheit mehr, doch trotzdem darf es nicht unerwähnt bleiben. Abwechslungsreich ist auch das Kampfsystem von Kingdoms of Amalur. Wir dürfen nicht nur mit den fast schon obligatorischen Schwertern und Bögen Jagd auf die Gegner machen, sondern auch Hand anlegen an riesige Hämmer, magische Zepter und sogar Chakrams. Jede Waffe fühlt sich dabei selbstverständlich anders an. Langschwerter sind vor allem Anfängern oder Spielern mit einem ausgewogenen Stil zu empfehlen, doch die größeren Mordswerkzeuge sind vor allem erfahrenen Spielern zu zuschreiben. Da das Ausholen mit Hämmern und Großschwertern deutlich länger dauert, sollte man Kingdoms of Amalur über einen längeren Zeitraum gespielt haben. Da es nur wenige Gegnertypen gibt, erlernt man so relativ schnell das Verhalten der Feinde und kann die Waffen natürlich auch jederzeit ändern. Wir sollten dabei aber auf jeden Fall beachten, dass wir nicht zu viele Waffen mit uns führen, da ansonsten ziemlich schnell unser (erweiterbares) Rucksack-Limit erreicht wird.

Hinterhältige Levelgrenze

Limitiert sind leider auch die Level-Aufstiege, denn unseren Recken dürfen wir maximal bis zur vierzigsten Stufe antrainieren. Danach schiebt uns das Spiel ohne Vorwarnung plötzlich den Riegel vor. Das ist insofern schade, da das Handbuch nicht in gedruckter, sondern nur in virtueller Form vorliegt und dabei nur am Rande auf die Levelgrenze hinweist. Da haben wir schon geplant, wie wir unseren Helden zu einem Supermann entwickeln und dann stoppt das Spiel automatisch unser Vorhaben. Verskillen ist dabei aber nicht möglich, da wir die Punkte bei bestimmten Personen beliebig umverteilen dürfen. Das ist nur fair, doch trotzdem für den einen oder anderen Spieler mehr als ärgerlich. Wer Kingdoms of Amalur ohne Zusatzinhalte spielt, wird wohl erst gegen Ende die Level-Obergrenze erreicht haben, doch wer sich auch in den Zähnen von Naros oder auf der Insel Galgensend herumschlagen will, wird zwanzig Stunden ohne Stufenaufstiege auskommen müssen. Aber auch nur dann, wenn man tatsächlich alle im Spiel enthaltenen Quests löst, alle Wissenssteine aktiviert und alle Orte wie ein sorgfältiger Kartograph aufsucht, denn nicht nur für erlegte Gegner regnet es Erfahrungspunkte. Durch die monotonen Aufgaben geht im Endspiel durch das angesprochene Problem auch die restliche Motivation in der Welt von Amalur flöten. Ausgebessert wurde der Fehler bis heute nicht.

Gelungene Zusatzinhalte

Das ist sehr schade, da uns das nur noch einmal beweist, dass einem die Qualitätssicherung in der Entwicklung nur einen unterschwelligen Wert eingenommen haben muss. Vermutlich sind die Zusatzinhalte aber schon vor der Vollendung des Titels fertig gewesen, denn andernfalls können wir uns wirklich nicht erklären, warum mit den herunterladbaren Zusatzinhalten keine Erhöhung der Level-Obergrenze stattgefunden hat. Inhaltlich sind die drei Erweiterungen aber allesamt gelungen. Die erste bekommen Käufer des Spiels umsonst, doch deren Inhalt ist auch der geringste. Gerade einmal die Quest-Reihe für das Haus der Tapferkeit wurde so im Spiel verankert. Die Erweiterung Die Zähne von Naros führt uns in ein Gebiet, wo wir Riesen begegnen und ihnen helfen müssen, ihre schwebende Stadt vor dem Untergang zu bewahren. Während der Handlungsstrang spannend erzählt wird, befinden sich die Nebenaufgaben schon wieder auf dem unteren Niveau. Der Zusatzinhalt Die Legende vom Toten Kel lässt uns auf der Insel Galgensend stranden, auf der wir uns dann nicht nur mit einem untoten Piratenkönig herumärgern müssen, sondern auch eine eigene Festung aufbauen dürfen. Das ist zwar nicht allzu spannend, für die Charakterwerte unseres Helden aber später sehr nützlich. Diese Werte passen sich übrigens, je nachdem welche Fähigkeiten wir erlernen, beim Levelaufstieg an.

Die Qual der Wahl

Verbessern wir uns beispielsweise im Umgang mit Langschwertern, erhöhen sich auch unsere maximalen Lebenspunkte. Ähnlich funktioniert es mit Magie- und Diebesfähigkeiten. Bei der Charakterentwicklung sind dementsprechend fast keine Grenzen gesetzt. Wir dürfen uns jedes Mal neu entscheiden, auf welche Talente wir unsere Punkte als nächstes verteilen möchten. In unserem Helden Elrid schlummert ein starker Haudrauf mit Drang zu destruktiver Magie, um nur einmal ein Beispiel zu nennen. Wir könnten aber genauso gut alle Punkte auf den dritten Talentbau verteilen, um einen Meuchelmörder-Freizeitdieb auf die Bevölkerung von Amalur loszulassen. Wir möchten euch aber definitiv vorschlagen, viele Punkte in Magie zu stecken, da Zaubersprüche besonders im späteren Spielverlauf einen wesentlichen Vorteil gegenüber unseren Gegnern haben. Wer nur langsam kämpfen kann, wird spätestens bei den feindlichen Magiern und Priestern schnell das Zeitliche segnen, da unfairer Weise der Magie der Feinde ein Zielsuchsystem eingebaut wurde und bei unseren eigenen Zaubern nicht. Wer also schnell und geschickt sein will, sollte das auch sein. Übrigens: Falls ihr eure Rüstungen verziert, dann setzt unbedingt Gemmen ein, welche die Lebens- und Manaregeneration erhöhen. Das macht das gesamte Spiel sehr viel einfacher und angenehmer, leider aber auch langweiliger.

Fast einwandfreie Lokalisation

Wo Kingdoms of Amalur auf bewährte Mechanismen eines Online-Rollenspiels setzt, macht es das in den technischen Aspekten nicht unbedingt besser. Grafisch bedient sich das Spiel der bunten Farbpalette eines World of Warcraft oder Star Wars: The Old Republic. Der Stil ist in unseren Augen zwar durchweg gelungen, aber da sich der Titel in erster Linie an Hardcore-Spieler richtet, wäre ein erwachsener Stil vielleicht nicht verkehrt gewesen. Das Spiel muss ja nicht zwangsweise auf jedem Einsteiger-PC laufen, um möglichst viele Dauerkunden in den Bann zu ziehen. Der Soundtrack ist hingegen ordentlich, wenn auch viele Tracks zweckmäßig sind, die wir uns nicht einprägen. Alle Dialoge (beziehungsweise Monologe, der Held spricht nie) wurden außerdem ins Deutsche in Wort und Schrift übersetzt. Während die Sprecher gute Dienste verrichten, klingen sie aber an vielen Stellen doch sehr apathisch. Solltet ihr Science Fiction mögen, dann werdet ihr viele Sprecher aus Eureka, Star Trek: Deep Space Nine und Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert wiedererkennen. Die Bildschirmtexte sind in der Regel auch gut übersetzt, doch wenn ein einfaches Your welcome mit Seid willkommen, anstatt mit Bitte übersetzt wird, dann zaubert uns das auch schon mal ein Grinsen ins Gesicht. Vermeidbare Fehler, über die wir im Angesicht der sonstigen Qualität gerne hinwegsehen.

Unvorteilhafte Bedienung

Die Bedienung des Titels ist leider das letzte große Manko im Spiel. Selbst wenn wir noch im Kampf gegen eine Bestie bei einem von uns betätigten Befehl ausweichen wollen, während in derselben Zeit ein Bogenschütze plötzlich ein Pfeil auf uns abfeuern will, funktioniert das in der Praxis absolut nicht. Wir werden dann allerdings nicht nur durch einen Pfeil getroffen, da wir kurz taumeln müssen und in dieser Zeit haben praktisch alle Gegner die Chance, uns den einen oder anderen Schlag zu verpassen. In der Menüstruktur wird es noch umständlicher. Die könnte auf dem PC zwar funktionieren, aber eine Konsole (in unserem Fall eine Xbox 360) ist dafür absolut nicht geeignet. Löblicherweise werden zwar alle Items in Untermenüs aufgeteilt, doch warum unbedingt alle Untermenüs in Form von Tabellen aufgeklappt werden müssen, sobald wir das jeweilige Menü betreten, ist uns schleierhaft. Das kostet uns ständig wertvolle Zeit. Da hätte sich das Entwicklerstudio sich die Menüstrukturen japanischer Rollenspiele ansehen sollen. Während wir in Final Fantasy XIII schnell einen Heiltrank aus der Liste auswählen, dauert es hier schon fast eine halbe Minute, um den Trank überhaupt erst zu finden. Das Gegenstandsrand, auf dem wir die Items verteilen dürfen, ist zwar angenehmer zu bedienen, doch im Kontext verbessert es den Titel nicht. Kingdoms of Amalur ist ein Spiel, dass viele positive Ansätze hat, es aber in keiner Weise zu nutzen weiß.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Xbox-360-Fassung): Über acht lange Monate habe ich 120 Stunden in Kingdoms of Amalur investiert, die ich mir lieber für andere Spiele hätte aufheben sollen. Schade, dass das im Vorfeld nicht abzusehen war. Der Lead Designer von The Elder Scrolls III: Morrowind und The Elder Scrolls IV: Oblivion, Ken Rolston, und auch der Autor Robert Anthony Salvatore, der unter anderem die Dunkelelf-Trilogie verfasst hatte, waren an dem Spiel beteiligt. Zwei Persönlichkeiten, denen ich in meinem Leben durch ihre Werke nicht nur einmal begegnet bin. Rolston wird wohl auf Gedeih und Verderb probiert haben, den Inhalt von The Elder Scrolls in eine bunte Fantasy-Welt zu stecken, die allerdings von Beginn an beschränkt sein sollte, wie beispielsweise in Fable. Durch andere Gameplay-Schnitzer ist das Spiel ebenfalls nicht besser geworden und da kann auch ein Salvatore nicht mehr helfen, der (zum Teil zumindest) wirklich gute Romane geschrieben hat. Überall spüre ich in der Welt von Amalur, dass sie mir Geschichten von fernen Abenteuern, Taten und Helden erzählen möchte, doch stattdessen werde ich immer in Quests verwickelt, die mich mit unbedeutenden Figuren zusammenbringen, die ich im Rest des Spiels nie wiedersehen werde. Da hilft es auch nichts, die Geschichte wie in einem Mass Effect oder Dragon Age aufzubauen, wenn die Dynamik fehlt und die Auswirkungen meiner Entscheidungen nur selten zu sehen sind. Es ist schade, dass das Entwicklerstudio nach Kingdoms of Amalur: Reckoning geschlossen wurde, da die Welt meiner Meinung nach Potential für ein Online-Rollenspiel gehabt hätte, doch bin ich auch froh darüber, dass die teils sehr langatmigen 120 Stunden endlich vorbei sind. Die Rechnung des Entwicklerstudios ging leider einfach nicht auf.

Vielen Dank an Electronic Arts für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Kingdoms of Amalur: Reckoning!

Prime Time: RPG-Gedenkmünzen-Sammlung (Unboxing)

Alle Rollenspielfans, die sich Xenoblade Chronicles, The Last Story und Pandora’s Tower gekauft und online auf der Nintendo-Internetseite registriert haben, haben fast ein halbes Jahr später endlich die Belohnung dafür bekommen. Die Rede ist von der so genannten RPG-Gedenkmünzen-Sammlung. Eric ist einer der Glücklichen und stellt euch die Münzen beziehungsweise die Sammlung in einem Unboxing-Video vor.

Prime Time: Star Wars: The Old Republic (Collector’s Edition) Unboxing

Seit letztem Dezember bekämpfen sich Jedi und Sith – im neuen Online-Rollenspiel Star Wars: The Old Republic. Während Axel sich seit Release in der Galaxis heimisch fühlt, hat Eric leider keine Zeit dazu gefunden, sich dem Kampf zwischen der hellen und dunklen Seite der Macht anzuschließen. Dafür hat er recht günstig ein halbes Jahr nach Release die Collector’s Edition im Handel entdeckt. Den Inhalt stellen wir euch nun passend zu Axels Review vor. Wir wünschen euch gute Unterhaltung und möge die Macht mit euch sein!

Prime Time: Star Trek (Legends of the Final Frontier Collection) Unboxing

Star-Trek-Fans halten diese Box sicherlich schon lange in ihren Händen. Wer nichts von ihrer Existenz wusste oder sich zehn tolle Science-Fiction-Filme (unabhängig davon ob man nun Star-Trek-Fan ist oder nicht) anschauen möchte, kommt um die Legends of the Final Frontier Collection nicht herum. In seinem Unboxing-Video stellt Eric die Filme der Reihe nach vor und teilt ebenfalls noch seine Meinung zu den einzelnen Filmen mit.

Preview: Star Trek

Auf der Gamescom hatten wir die Möglichkeit, bei einer der begehrten Präsentationen vom neuen Spiel im Star-Trek-Universum anwesend zu sein. Nachdem Star Trek: Infinite Space eingestellt worden ist, ist der Action-Titel das Licht am Science-Fiction-Tunnel.

Angesiedelt zwischen dem ersten Film von 2009 und dem kommenden Sequel im Mai 2012, soll Star Trek (so der vorläufige Name des Spiels) die Brücke zwischen den beiden Werken schlagen. Nachdem die Crew der Enterprise ihren ersten Auftrag erfüllt hat und nun in die unendlichen Weiten des Universums aufbrechen will, erreicht sie ein Notsignal vom neuen Vulkan. Fans wissen, dass in der veränderten Timeline, die seit dem Reboot von 2009 besteht, Spocks Heimatwelt von den Romulanern zerstört wurde. Die Vulkanier stellen nun eine sehr gefährdete Lebensform im Universum dar. Als die Enterprise den kolonialisierten Planeten erreicht, zeigen uns die Entwickler, wie das kooperative Action-Abenteuer funktioniert. Es ist uns an dieser Stelle freigestellt, ob wir lieber mit Captain Kirk oder dem ersten Offizier Spock spielen möchten. Unsere Entscheidung sollte jedoch wohl überlegt sein, da wir mit beiden Charakteren im Verlauf der Missionen teils unterschiedliche Wege auf uns nehmen müssen. Wie groß die spielerischen Vor- und Nachteile der Charakterwahl im gesamten Kontext stehen, haben uns die Entwickler nicht verraten. Wir gehen aber davon aus, dass weitere Unterschiede mit der Lupe gesucht werden müssen. Sobald sich Kirk von seinem Stuhl erhoben hat, steuern wir die beiden Protagonisten zum Transporterraum, um die Mission endlich zu beginnen.

Kooperatives Weltraumabenteuer

Auf der Planetenoberfläche angekommen, müssen wir zu erst einmal den Tricorder auspacken und die Umgebung scannen. Schnell wird klar, dass hier ein Kampf stattgefunden hat. Das ist dann auch schnell an den toten Vulkaniern zu erkennen, die vor einer Kommandozentrale am Boden liegen. Im Innern sieht es ebenfalls nicht sehr viel besser aus. Einen Weg durch das Gebäude zu finden, ist nicht schwierig. Hier läuft das Spiel leider sehr linear ab, doch können wir auf das Nutzen des Tricorders nicht verzichten, um Schlüsse ziehen zu können und sogar um Computer-Terminals zu hacken. Als wir eine Brücke überqueren wollen, wird uns schnell wieder bewusst, dass es sich hierbei um ein kooperatives Spiel handelt. Es kommt leider dazu, dass die Brücke halbwegs auseinanderfällt und nur mit der Hilfe unseres Mitspielers, können wir den bevorstehenden Tod unserer Spielfigur verhindern. Was passieren wird, wenn wir an dieser Stelle das Zeitliche segnen, wissen wir nicht und die Entwickler bewahren abermals Stillschweigen. Von der künstlichen Intelligenz können wir uns so auch kein Bild machen, da beide Spielfiguren von den beiden anwesenden Entwicklern gesteuert werden. Nachdem die Rettungsaufgabe erfolgreich absolviert ist, geht es auch schon weiter in den nächsten großen Raum, den wir mit beiden Charakteren aber von unterschiedlichen Positionen aus betreten.

Rückkehr der Gorn

Während Kirk sich am Boden befindet, betritt Spock den Raum vom ersten Stock aus, um die möglichst beste Sicht auf das Geschehen zu erhalten. Das ist nicht nur logisch, sondern zudem auch sehr nützlich, denn nach dem Betreten des Raumes dringen humanoide Echsenwesen in selbigen ein und schießen ohne Vorwarnung auf uns. Da hilft dann natürlich nichts anderes, als der Griff zum Phaser, um das Feuer auf die Echsen zu erwidern. Wir gehen im Übrigen davon aus, dass es sich bei den Echsen um die in Raumschiff Enterprise eingeführten Gorn in einer neuen und zeitgenössischen Interpretation handelt. Niemand möchte ja wohl mehr einen dermaßen epischen Kampf sehen, als es sich Kirk und ein Gorn in den Sechzigern geleistet haben. Wer’s nicht kennt, der sollte spätestens jetzt einmal Youtube aufrufen und dann unsere Preview fortsetzen. Jedenfalls muss sich Kirk von unten möglichst defensiv verhalten und der erste Offizier im ersten Stock dementsprechend offensiv, da er eine freie Schussbahn hat. Mit Spock müssen wir uns dann beispielsweise nach unten vorkämpfen und mit Kirk erneut in den nächsten Raum vordringen. Dort bekommen wir es sogar mit noch mehr Echsen zu tun und in diesem Falle darf sogar die Enterprise aus dem Weltraum eingreifen. Das sieht fantastisch aus und wenn die Inszenierung durchgehend stimmt, erwartet uns hier ein geniales Lizenzspiel!

Geschrieben von Eric Ebelt

Axels Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Als Fan des Star-Treck-Franchise war ich auch erstmal ein bisschen skeptisch, als ich von J. J. Abrams neuen Film gehört habe. Aber ich habe die neue Verfilmung sehr positiv aufgenommen und war über die Inszenierung mehr als überrascht. Man muss sich wirklich nur klar werden, dass eine andere Zeitlinie als in der Serie aus den Sechzigern angebrochen ist und sich die Charaktere dementsprechend anders entwickeln werden. Aber genau so skeptisch sehe ich das neue Videospiel, da für mich bisher kein Spiel im Star-Trek-Universum richtig zu begeistern wusste. Mit solch einer renommierten Lizenz folgt auch ein hohes Maß an Verantwortung für die Entwickler und viele konnten diesem Druck bisher nicht wirklich standhalten. Auch die Präsentation konnte mich auf Anhieb nicht begeistern. Das Scannen der Umgebung war in dieser Häufigkeit eher störend als hilfreich und die Shooter-Einlagen mehr als platt. Die Frage ist nun, wie die Story des Spiels aufgebaut sein wird. Spielerisch begeistert mich bisher nichts und nur eine gute Story könnte diesen Titel in meinen Augen interessant werden lassen. Ich werde weiterhin die Entwicklung verfolgen und bin gespannt, wie das fertige Produkt sein wird und ob es einen alten Trekkie wie mich überzeugen kann. Genau wie bei vielen Fans der Serie sind meine Erwartungen und Ansprüche enorm hoch angesetzt.

Erics Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Viele Star-Trek-Fans verachten J.J. Abrams dafür, was er mit dem Star-Trek-Universum gemacht hat. Man muss sich an der Stelle aber klar darüber sein, dass er nur eine neue mögliche Zeitlinie eröffnet hat und die Handlung dementsprechend anders abläuft. So entwickelt sich auch Kirks Persönlichkeit völlig anders, was meiner Meinung nach ebenfalls nicht unbedingt negativ ist. Star Trek von 2009 fängt das Franchise in einem völlig neuen Licht ein und das kommende Spiel wird diesen Trend weiter fortsetzen. Zwar bemängle ich, dass das Spiel wohl sehr linear und die beiden Charaktere anscheinend nicht sonderlich unterschiedlich in ihrer Spielweise ausfallen werden, doch kann ich in Anbetracht eines meiner liebsten Franchises da gerne drüber hinwegsehen, zumal die Story sehr cineastisch in Szene gesetzt wird und das kooperative Zusammenspiel dadurch genau die Zwischenmenschlichkeit erreichen kann, die Star Trek schon immer ausgemacht hat. Da stört es mich als Fan auch nicht, dass öfters mal der Tricorder ausgepackt werden muss, um die Umgebung zu scannen und um mehr über die Hintergründe zu erfahren. Zwar weiß ich nicht, warum wir alles, was wir nicht gleich verstehen, unbedingt als Ding bezeichnen müssen, doch dieses Ding muss ich einfach spielen! Ich freue mich auf den Release des Spiels und da Star Trek: Infinite Space ohnehin nicht mehr erscheinen wird, kann ich dann endlich in Galaxien vordringen, die noch nie ein Videospieler zuvor gesehen hat.

Prime Time: Unreal Tournament III (Special Edition) Unboxing

Ego-Shooter verfolgen heute meist nur noch ein Szenario. Es muss möglichst realistisch wirken und am besten noch einen Kriegsschauplatz symbolisieren oder gar aus einem friedlichen Ort ein Schlachtfeld schaffen. Dass es auch anders geht, zeigte man uns 2007 mit Unreal Tournament III. Eric hat damals nächtelang im Mehrspielermodus einen Feind nach dem anderen erledigt – in einem total übertriebenen und spaßigen Setting. Fast fünf Jahre später erinnert sich er an diese Zeit, während er euch sein Unboxing-Video vorstellt.

Review: The Final Storm

Ob Videospieler es glauben wollen oder nicht: Uwe Boll verfilmt tatsächlich nicht nur Spiele, sondern dreht auch Filme, die sich mit ganz anderen Thematiken befassen und verbindet diese mit dem einen oder anderen Genre. Ungewohnt, aber durchaus ein interessantes Konzept.

Uwe Bolls The Final Storm spielt vor einem katastrophalen Hintergrund, den man bereits aus unzähligen Filmen wie The Day After Tomorrow oder 2012 kennt. Überall auf der Welt tobt ein wildes Unwetter. Regen, Stürme, Windhosen, gewaltige Erdbeben und noch weitere post-apokalyptische Katastrophen dominieren den Erdball. Selbst Tiere verhalten sich seltsam und bleiben im Regen stehen oder rennen in diesen hinein – so auch der Hund von Familie Grady. Obwohl ihre Nachbarn bereits Schutz in den Bergen suchen, verharren sie auf ihrer Farm und machen es sich den Umständen entsprechend gemütlich. Eines Nacht, während Tom und Gillian Geschlechtsverkehr ausüben, zerbricht im Wohnzimmer das Fensterglas. Kurz nachdem Tom das offene Fenster mit einer Sperrholzplatte abgedichtet hat, taucht plötzlich der Fremde Silas bei ihnen auf. Dieser ist Tom und Gillian zunächst dankbar, hilft deren Sohn Graham sogar auf seine ganz persönliche Weise, mit dem Verlust des Hundes klarzukommen. Silas ist Tom allerdings ein Dorn im Auge, da er sich verdächtig verhält und er ihm einfach kein Vertrauen schenken kann. Gillian wird vom Fremden hingegen hypnotisiert angezogen. Als der Nachbar der Gradys nicht mehr aufzufinden ist, beschließen die vier Charaktere, in die Stadt Cairo zu fahren, um Informationen zu erhaschen und machen dabei eine ungewöhnliche Entdeckung.

Wirkung von Bibelzitaten

An dieser Stelle möchten wir euch allerdings nicht mehr verraten, da es den Spannungsbogen von The Final Storm sehr betrifft. Ihr werdet euch Fragen stellen, was in der Stadt geschehen ist und vor allem, was mit der Welt geschieht. Dabei wird der Film zeitweise sehr religiös und Tom und Silas zitieren dabei sogar aus der Bibel, um Tatsachen der Handlung zu beschreiben. Die Entwicklung, die Tom und Silas durchmachen, ist ebenfalls sehr interessant. Während wir in Tom zunächst einen Gutmenschen sehen, entwickelt er sich mit zunehmender Handlung in einen richtigen Unsympathen. Bei Silas liegt zunächst der gegenteilige Fall vor, denn wir sind zunächst nicht gerade von seiner Aufrichtigkeit überzeugt, entwickeln aber im Story-Verlauf Sympathie und stellenweise sogar Empathie für ihn. Wie sich dieses Verhältnis zum Ende der Handlung entwickelt, müsst ihr aber schon selbst herausfinden. Luke Perry (Silas) und Steve Basic (Tom) verkörpern ihre Rollen genauso gut, wie auch die vom Sachverhalt überwältigte Gillian (Lauren Holly). Letztere überzeugt hier vor allem durch ihre Schönheit, von der Silas übermannt wird. Cole Heppell (Graham) kann hingegen nicht so ganz überzeugen. Er ist in unseren Augen das Mittel zum Zweck, um die anderen drei Charaktere charakterisieren zu können. Die restliche Besetzung hätte jedoch nicht besser ausfallen können.

Die Gesetze der Physik

Herausstechendes Merkmal des 92 Minuten langen Films ist jedoch besonders das künstliche Ende. Viele werden dieses wohl als unpassend für einen Thriller ansehen, doch im Kontext zu den Bibelstellen ergibt das ein wunderbares metaphysisches Erlebnis. Kurz darauf werden wir aber wieder auf den Boden der logischen Tatsachen zurückgeholt, doch ergibt das wiederum im Kontext zu den Regeln der Physik keinen erklärbaren Sinn. Man muss es einfach mit den eigenen Augen gesehen haben, um es zu verstehen. Übrigens liegt der Film in 1080p und im 16:9-Format (2,35:1) vor, kann wahlweise in 3D gesehen werden und erklingt durchgehend, in Deutsch und in Englisch, in DTS-HD 5.1. Untertitel sind in Deutsch und Niederländisch zuschaltbar. Unter der angegebenen Laufzeit verspricht Splendid Film Bonusmaterial, doch führt diese Angabe eher in die Irre, da das Bonusmaterial diesmal nur in Form zweier Audiokommentare vorliegt. Das macht aber nichts, da Fans von Uwe Boll wohl ohnehin nur an seinen Kommentaren zum Film beziehungsweise zur Filmwelt interessiert sind. Für gute Unterhaltung ist hier definitiv gesorgt, da er auch hier wieder kein Blatt for den Mund nimmt und Arbeitskollegen sehr gerne mal beschimpft. Schade nur, dass angesprochene Punkte, wie ein gedrehtes alternatives Ende, dann doch nicht mit auf der Blu-ray schlummern. Wer einen neuen Genre-Mix erleben möchte, sollte sich diesen Film ansehen!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Es ist sehr oft so, da wird mir Uwe Boll sicherlich zustimmen, dass viele Filme mit einem ansprechendem Cover in die Läden kommt und somit unwissende Käufer anlockt. Das dachte ich zunächst auch bei The Final Storm, als das Rezensionsexemplar bei mir eingetroffen ist. Nachdem der Film dann mit Aufnahmen von echten Katastrophen eingeleitet und das Familienleben der Gradys in wenigen kurzen Szenen abgehandelt wurde, nahm dieser jedoch sehr schnell Fahrt auf. Mit der Ankunft von Silas ist es um Tom und Gillian geschehen. Während Tom sein Erscheinungsbild für suspekt hält, ist Gillian von dem Mann fasziniert. Letzteres gipfelt sogar in einer dramatischen Szene, die wir hier aber nicht vorweg nehmen wollen, da sie Einblicke in das frühere Leben des Paars gibt. Der Thriller-Aspekt des Films ist durchweg gut gelungen und wird zwischenzeitlich immer mal wieder mit Mystery-Elementen durchgemischt. Der post-apokalyptische Anteil des Films ist jedoch nach der ersten Viertelstunde schon fast vergessen und wird zwischenzeitlich nur durch die im Review angesprochenen Bibelzitate angerissen. Ich finde diese Entscheidung gut, da ich von guten und schlechten Katastrophenfilmen seit Jahren gelangweilt bin, weil immer wieder derselbe Story-Verlauf aufgewärmt wird. The Final Storm ist zwar kein aus der Menge herausragender Film, aber bei weitem kein Film, den man verpassen sollte und sei es nur, um diesen neuen Genre-Mix einmal selbst gesehen zu haben.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Final Storm!

Review: Bloodrayne: The Third Reich

Uwe Boll wird von Videospielern besonders gerne kritisiert, da er doch gerne einmal von den Fakten des eigentlichen Werks abweicht. So nutzte er hier zwei Filme, um die Vorgeschichte zu erzählen und erreicht mit Bloodrayne: Third Reich endlich das 20. Jahrhundert.

Mit Bloodrayne: The Third Reich schließt Uwe Boll seine Trilogie über die Videospielserie ab. Wie es der Titel des Films vermuten lässt, spielt Bloodrayne: The Third Reich zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Nach einer kurzen Rückblende zum ersten Teil (der circa 200 Jahre vor diesem Teil spielt), werden wir auch schon direkt in das Geschehen hineingeworfen. Hitler gewinnt immer mehr Macht. Wegen Rassenhass und religiösen Ansichten werden Juden in Konzentrationslager deportiert. 1943 kämpfen Widerstandskämpfer an der Ostfront gegen die Übermacht der Nationalsozialisten. Beim Überfall auf einen Transportzug trifft die Gruppe auf die hübsche Rayne. Sie ist halb Mensch und halb Vampir, genannt Damphir. Als sie einen Kommandanten der Wehrmacht tötet, verwandelt sie diesen ohne Absicht ebenfalls in einen Vampir. Der Kommandant genießt sein Vampirdasein und will gemeinsam mit dem für seine Experimente bekannten Dr. Mengele eine untote Armee züchten. Rayne versucht, gemeinsam mit den Widerstandskämpfern, diesen Wahnsinn aufzuhalten. Die Schauspieler verkörpern ihre Rollen dabei unserer Meinung nach sehr gut. Natassia Malthe als sexy Vampirin, die mit ihren Feinden kurzen Prozess macht, passt ebenso gut in Uwe Bolls Film, wie Clint Howard, welchem der Wahnsinn Mengeles wie ins Gesicht geschrieben steht.

Kleinere Filmfehler

Michael Paré verdient unseren Respekt, da wir schon lange nicht mehr einen so gefürchteten Feind gesehen haben. Die eigentliche Story ist natürlich rein fiktiv – nur die Eckpfosten der Geschichte stützen sich auf reale Tatsachen. Das tut der eigentlichen Handlung aber keinen Abbruch. Zusammenhänge im Film sind durchweg gut geschildert, jede Szene gehört genau da hin, wo man sie auch vermuten möchte. An einigen Stellen (beispielsweise bei der kurzen Szene im Gasthaus) haben wir gar das Gefühl gehabt, Uwe Boll orientiere sich an Quentin Tarantinos Inglourious Basterds. Gedreht wurde der Film aber übrigens nicht in Deutschland, sondern in Zágréb (Kroatien). Das merkt man den vorkommenden Schauplätzen aber nur an wenigen Stellen an. Kleinere Filmfehler (achtet mal auf die Brille des Dr. Mengele im Käfig beim Kampf mit der in einen Vampir verwandelten Hure – einmal rutscht sie herunter, dann verliert er sie und jedes Mal hat er sie urplötzlich wieder auf der Nase sitzen) trüben das Gesamtbild des nur 76 Minuten langen Films. Negativ fallen uns hier auch einige unsaubere Schnitte auf, sowie die unlogischen Blutspritzer. Wenn Rayne mit ihren Schwertern einen Nazi absticht, spritzt literweise rote Suppe – schießen die Widerstandskämpfer die Soldaten der Wehrmacht nieder, fallen diese meist reglos um.

Typisch Boll: Der Audiokommentar

Hier hätte Boll die Gewaltdarstellung ruhig überziehen können, damit die Verbindung zum Videospiel klar wird. Als Bonusmaterial befindet sich auf der Blu-ray unter anderem ein Making-of, in dem die Schauspieler und der Regisseur auf die Entstehung des Films eingehen. Sie machen auch keinen Hehl daraus, dass Boll unter Filmkritikern und Videospielfans nicht immer einen guten Ruf genießt. Sie nehmen sich auch gerne selbst auf die Schippe, was bei dem circa 25-minütigen Making-of für eine angenehme Stimmung sorgt. Ein kurzes Interview mit dem Autor des Drehbuchs befindet sich ebenfalls mit auf der Disc, was aber nur wenige Einblicke in die Entstehung des Films zulässt. Interessanter ist da der Audiokommentar, der auf Englisch und Deutsch mit auf der Disc vorhanden ist. Beim deutschen Audiokommentar checkt Uwe Boll nebenher seine E-Mails und telefoniert auch kurz mit Arbeitskollegen – das ist ungewohnt, aber Fans vergöttern ihn vielleicht gerade deshalb. Die neue Fassung des Films lässt sich übrigens nicht nur in 1080p und im 16:9-Format, sondern auch in 3D anschauen. In Sachen Ton liegt die Originalfassung in Englisch leicht vorn, doch auch die synchronisierte deutsche Tonspur ist gelungen. Das Zweite-Weltkrieg-Szenario, gepaart mit Blutfontänen, Sex und übertriebener Gewalt ist durchaus sehenswert – auch ohne Vorkenntnisse der Spiele und Filmvorgänger.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Bloodrayne: The Third Reich war damals für mich der erste Uwe-Boll-Film, den ich mir bewusst angeschaut habe. Durch die erneute Veröffentlichung aller drei Teile in 3D, hatte ich jetzt endlich die Gelegenheit, mir auch die beiden Filmvorgänger anzuschauen und somit natürlich auch abermals den dritten Teil. Der ist mir bis auf wenige Szenen auch genauso in Erinnerung geblieben. Kommandant Brandt ist durch Michael Paré ein gelungener Bösewicht und für Dr. Mengele könnte ich mir auch kein anderes Gesicht mehr vorstellen, als das von Clint Howard. Die Geschichte spielt vor einem ernsten und düsteren Hintergrund der Geschichte, was jedoch nur zu Beginn und zum Ende des Films wirklich bemerkbar ist. Mittendrin könnte der Film auch in jeder anderen Zeit spielen. Bei diesem Boll-Film sticht aber vor allem wieder das Bonusmaterial heraus. Nicht nur das Making-of, sondern auch der Audiokommentar geben Einblicke, wie es so am Set von Bolls Filmen zugehen muss. Dass er drei Filme auf einmal zusammen mit diesem gedreht hat, erklärt einige (kleinere) Fehler an diesem Streifen. Abseits des Bonusmaterials bekommt man aber einen doch ganz guten Film spendiert. Sicherlich kann sich der Film auf technischer Ebene nicht mit der Qualität eines Hollywood-Blockbusters messen, aber wenn man an einem verregneten Nachmittag oder an einem Abend nichts anderes zu tun hat, kann man sich den gar nicht mal so langen Film perfekt zwischendurch anschauen. Sieht man von Logikfehlern und unsauberen Schnitten ab, bekommt man überdurchschnittlich gute Schauspieler, eine interessante Handlung, zwei (nicht ganz so prekäre) Sex-Szenen und überzogene Gewalt spendiert – und genau das verlangt laut Boll die Mehrheit. Mich hat es zumindest durchaus zufriedengestellt. Damals schrieb ich in meinem Fazit auch, dass ich mir den Film sicherlich noch ein zweites Mal ansehen werde. Mission erfüllt!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Bloodrayne: The Third Reich!

Prime Time: Anno 2070 (Limitierte Edition) Unboxing

Damit hätte vor ein paar Jahren noch keiner gerechnet. Die Anno-Serie war zuvor immer im späten Mittelalter oder auch in der frühen Neuzeit historisch angesiedelt. Nun dachte man sich bei Ubisoft, dass man doch auch einmal die Zukunft behandeln kann. So kam es schlussendlich zu Anno 2070. Eric hat sich das Spiel Ende 2011 in der Limitierten Edition gekauft und stellt euch die Inhalte dieser Fassung in einem Unboxing-Video vor.

Prime Time: Anno 1404 (Limiterte Edition) Unboxing

Nachdem wir euch gestern bereits das Unboxing-Video zu Anno 1701 vorgestellt haben, führen wir unsere Klassikerreihe mit dem direkten Nachfolger Anno 1404 weiter. Eric stellt euch die Edition mit einem klemmenden Kompass vor und erzählt euch auch ein wenig zum Spiel. Wir wünschen euch gute Unterhaltung!

Prime Time: Anno 1701 (Limited Edition) Unboxing

Nicht nur Die Siedler gehört zu den größten Computerspielreihen im deutschsprachigen Raum. Auch die Anno-Serie erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Eric hat ein wenig im Regal gestöbert und präsentiert euch eigenhändig die Limited Edition von Anno 1701, mit der er sehr viel Spaß gehabt hat. Wir wünschen euch gute Unterhaltung!

Prime Time: Might and Magic: Heroes VI (Collector’s Edition) Unboxing

Spieletitel, die irgendwann eine zu hohe Nummer im Titel tragen, da die Serie länger als geplant geraten ist, werden früher oder später umbenannt oder gerebootet. Bei Heroes of Might and Magic VI hat man sich aber einen – unserer Meinung nach – sehr unsinnigen Namen ausgesucht. So rückt das Might and Magic zwar in den Vordergrund, aber da Ubisoft die traditionsreiche Rollenspielserie wohl nicht weiter pflegen will, sehen wir hier nicht mehr als eine Franchise-Ausschalchtung. Wie dem auch sei hat sich Eric trotzdem den nun mehr sechsten Teil der Strategie-Rollenspielserie in der Collector’s Edition geholt und stellt euch diese nun in unserem Unboxing-Video in Ruhe vor.

Prime Time: Tom Clancy’s Ghost Recon Online (Präsentation)

Während der Ubisoft-Pressekonferenz haben wir unsere Kamera geschnappt und die eine oder andere interessante Szene mitgeschnitten, beispielsweise die Präsentation von Tom Clancy’s Ghost Recon Online. Wirklich viele Neuigkeiten vermissen wir allerdings. Wir hätten uns vor allem über Informationen zur Wii-U-Fassung gewünscht, doch da müssen wir uns wohl noch einige Zeit gedulden.

Review: Equilibrium: Killer of Emotions

Emotionen sind ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Existenz. Kaum jemand kann sich sein Leben wohl ohne diese vorstellen und so hat Kurt Wimmer das Experiment gewagt und mit Equilibrium: Killer of Emotions eine Welt geschaffen, in der Gefühle unterdrückt werden.

Der Film ist in einer alternativen Zeitlinie zu Beginn des 21. Jahrhunderts angesiedelt, in der ein möglicher Dritter Weltkrieg bereits fast die gesamte Menschheit vernichtet hat. Die letzten Menschen leben zurückgezogen in einer Enklave und ordnen sich einem totalitären System unter. Den Bürgern ist es nicht erlaubt, Gefühle zu entwickeln, da Emotionen zur Ursache für den Krieg erklärt werden. Jeder Bürger muss sich deshalb täglich eine Dosis Librium spritzen, um seitens der Regierung gefühllos einen Vierten Weltkrieg zu verhindern. Um das System aufrechtzuerhalten, wird die Organisation der Kleriker hinzugezogen. Diese verfolgen jeden, der gegen die Gesetze verstößt und bestrafen sie im schlimmsten Falle mit dem Tod. In dieser Organisation befindet sich auch der Kleriker John Preston, der strikt die Direktive verfolgt. Es kommt dazu, dass seine Frau als Sinnessünderin verhaftet wird und er nichts dagegen tut und seinen Kollegen gar erschießt, weil dieser verbotene Kunst konsumiert. In seinem Glaubenswahn vergisst Preston eines Tages allerdings, seine eigene Dosis Librium zu nehmen. So erweitert er nach und nach sein Bewusstsein, erlebt Gefühle und versucht mit den Emotionen zu leben. Schlussendlich nimmt er Kontakt zur Widerstandsbewegung auf, um das totalitäre System zu stürzen und dessen Vater für Freiheit und den freien Willen zu ermorden.

Reale Parallelen

Blicken wir auf unsere Vergangenheit zurück, entdecken wir vor allem in den letzten hundert Jahren einige Parallelen zu Equilibrium: Killer of Emotions. Sowohl in der Sowjetunion, als auch im nationalsozialistischen Deutschland oder im faschistischen Italien wurden Systeme errichtet, denen sich jeder Staatsbürger unterzuordnen hatte. Derlei Systeme möchte der Film stark kritisieren, denn nicht nur Freiheit, sondern auch der freie Willen ist für den Menschen unabdingbar. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Entindividualisierung, welche eigentlich ein Merkmal für einen Film aus der Epoche der Neuen Sachlichkeit ist. Jeder Mensch wird ohne seine Emotionen (mit Ausnahme der Kleriker und dem Vater) als das gleiche Individuum angesehen. Weiter ist von Bedeutung, dass auch in der architektonischen Ausarbeitung keine expressionistischen Merkmale zu erkennen und Wohnungen sehr schlicht dargestellt werden. Erst in der vorletzten Szene wird tatsächlich deutlich, welchen wichtigen Bestandteil Kunst in unserer Kultur einnimmt. Hier kommt Kurt Wimmer seinem ethischen Bildungsauftrag nach, denn es sei doch wichtiger, Schlüsse aus der Kunst zu ziehen, als sie aufgrund ideologischer Ziele zu vernichten. Die letzte wichtige Parallele, der Widerstand, schließt den Kreis und steht für die Opposition der unmenschlichen Systeme und für die Individualisierung.

Gerechtfertigte Intention

Der Film kritisiert offensichtlich totalitäre Systeme, die auf unserem Planeten allerdings eher weniger werden. Wir spekulieren sogar, dass diese durch die Globalisierung auf lange Sicht gesehen vermutlich irgendwann sogar ganz verschwinden könnten. Sicherlich gibt es auch in der heutigen Zeit noch Ausnahmen, da sich einige Länder von der Welt abschotten und keine Gedanken an ein friedliches Zusammenleben verschwenden. Die Intention des Films ist somit absolut gerechtfertigt. Christian Bale spielt seine Rolle als Kleriker Preston die gesamten 107 Minuten lang hervorragend, doch Taye Diggs verrät sich durch eine stark angedeutete Mimik schon relativ früh in der Handlung, weshalb das Ende für den einen oder anderen Zuschauer vielleicht etwas vorhersehbar ist. Sean Bean ist leider, wie so oft auch, nur sehr kurz zu sehen – für die Story ist er aber umso wichtiger. William Fichtner ist in nur wenigen Szenen mehr zu sehen, obwohl seine Rolle als Widerstandsanführer tragend für die Handlung ist. Die Dialoge sind es aber im Endeffekt, welche die Charaktere zusammenbringen und mit einer bestimmten Kälte den Zuschauer treffen. Die ästhetischen Mittel, die durch Kulissen, Kostüme und durch die gut choreographierten Kämpfe in Erscheinung treten, machen den Film, der endlich auch auf Blu-ray erhältlich ist, zu einem der letzten großen Hollywood-Meisterwerke.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich verstehe nicht, wie dieser Film in den letzten zehn Jahren unter meinem Radar hindurchgeflogen ist. Zwar bin ich jemand, der das US-amerikanische Kino immer mehr durch Einfallslosigkeit kritisiert, doch Equilibrium: Killer of Emotions ist tatsächlich eines der letzten großen Hollywood-Meisterwerke. Es steht nicht nur für gut choreographierte Action, die durch die so genannte Kampfkunst Gun-Kata zum Ausdruck gebracht wird, sondern auch für eine inhaltlich interessante Thematik, die mit einem ethischen Bildungsauftrag und Kritik an unmenschlichen Systemen erklärt wird. Kurt Wimmers Equilibrium: Killer of Emotions erzeugt mit einem düsteren Soundtrack, der mich in der einen oder anderen Szene auch schon an religiöse Kirchenmusik erinnert und einer sehr ansprechenden Gestaltung trotz der Kälte eine gewisse Verbundenheit, da viele von uns durch die Vergangenheit des eigenen Landes womöglich mit totalitären Systemen schon einmal in irgendeiner Weise in Kontakt gekommen sind. Auch wenn die künstlerische Epoche der Neuen Sachlichkeit heute schon neunzig Jahre zurückliegt, sind ihre Merkmale dennoch vorhanden und ebenfalls die Abgrenzung vom Expressionismus sind in wenigen Szenen sehr gut zu sehen. Equilibrium: Killer of Emotions ist ethisch, ästhetisch, künstlerisch und inhaltlich ein Film, den man unbedingt einmal in seinem Leben gesehen haben muss.

Vielen Dank an Constantin Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Equilibrium: Killer of Emotions!

Review: Bloodrayne 2: Deliverance (Special Edition)

Vampire sind ein wertvolles Kulturgut unserer Zeit und sind schon fast gar nicht mehr aus den Köpfen von Fantasy-Fans wegzudenken. Uwe Boll schickt Daywalkerin Rayne in ein zweites Abenteuer – allerdings einhundert Jahre nach dem ersten Teil der Trilogie.

Nachdem Rayne am Ende des ersten Teils nicht nur ihren bösen Vater Kagan besiegt hat, hat sie auch Abschied von ihren neu gewonnenen Freunden nehmen müssen. Diese wurden in der entscheidenden Schlacht nämlich ebenfalls von Kagans Schergen besiegt. Da sie nichts mehr in Transsylvanien hält, hat sie beschlossen, in die Neue Welt zu segeln. Aber anstatt kultiviert an der Ostküste zu leben, hat sie sich in den Wilden Westen aufgemacht. Aber auch dort sind Freundschaften nicht von Dauer. Als sie nach einem Ausritt feststellen muss, dass ihre neuen Freunde von Vampiren getötet wurden sind, beschließt sie, auch diese Untoten aus der Welt der Lebenden zu verbannen. Schnell stellt sich heraus, dass der sagenumwobene Bandit Billy the Kid selbst ein Blutsauger und der Anführer einer Gruppe Vampire ist. Die kleine Stadt Deliverance soll in Kürze an das Eisenbahnnetz angeschlossen werden und somit neue Besucher anziehen. Unter diesem Vorwand will Billy the Kid die Ankömmlinge der Reihe nach in neue Vampire verwandeln und die Vereinigten Staaten mit einer Armee der Untoten überfluten. Es steht für Rayne fest, dass sie das unter allen Umständen verhindern muss. Um ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, erhält sie tatkräftige Unterstützung von Sheriff Pat Garrett, der nicht nur einen Groll gegen Banditen, sondern ebenfalls auch gegen Untote hegt.

Realität und Fiktion

Es ist schön zu sehen, dass man nicht nur bekannte Figuren in einen Western-Horror-Fantasy-Film steckt, sondern sich auch noch an die eine oder andere reale Tatsache hält. So ist Pat Garrett auch in Wirklichkeit hinter dem Banditen hergewesen und war schlussendlich auch für dessen Exekution verantwortlich – sofern denn die Identität des Mannes stimmen sollte, da bis heute eine kleine Unstimmigkeit darüber herrscht. Das Western-Setting wird durchgehend gut eingefangen. In Deliverance herrschen eindeutig das Faustrecht und raue Sitten. Der Film geht sogar soweit, dass auch der Mord an Kindern innerhalb der Handlung gezeigt wird – das ist eine Seltenheit in der Filmgeschichte und sollte unbedingt erwähnt werden. Somit wird die Grausamkeit von Billy the Kid einmal mehr ausgedrückt und liefert Rayne neue Gründe, um den Blutsauger in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Die für die Bloodrayne-Reihe bekannte Sexszene fehlt im zweiten Teil jedoch, da die neue Rayne-Darstellerin Natassia Malthe gegen die Freizügigkeit protestierte, wie Uwe Boll in seinem Audiokommentar erwähnt. Die Rolle des Sheriffs kommt Michael Paré zugute, der Pat Garrett als tragende Figur der Story sehr gut verkörpert. Zack Ward als Billy the Kid wirkt unserer Meinung stellenweise aber lächerlich. Bis auf wenige Momente kommt die wahre Bedeutung des Charakters nur selten zur Geltung.

Die Produktion eines Filmes

Merkwürdig ist auch die Entscheidung in Bezug auf die Kameraführung. Offensichtlich sind hier Handkameras im Einsatz gewesen. Ständig wackelt das Bild! Was bei Fernsehserien wie Law and Order durchaus für Spannung sorgt, ist hier einfach übertrieben. Sogar während der ruhigen Szenen des Films kippt das Bild ständig. Wir haben uns zwar nach einigen Minuten daran gewöhnt, doch wer den Film in 3D gucken möchte, könnte schnell an Kopfschmerzen leiden. Da kommt es nicht gerade wie gerufen, dass das Bild zudem auch noch sehr körnig in 1080p ist. Der 99-minütige Film ist übrigens im 16:9-Format (1,78:1) enthalten und kommt mit zwei Tonspuren (Deutsch und Englisch) daher. Während die deutsche Synchronisation in Ordnung ist, ist das Original ein klein wenig authentischer. Beim Audiokommentar kann man übrigens wieder nichts falsch machen. Dieser symbolisiert Uwe Boll wie er leibt und lebt. Er erzählt von seinen schlafenden Hunden, geht zwischenzeitlich auf Toilette oder telefoniert sogar mit Kollegen. Da ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch informativ, da er sehr viel über die Finanzierung und Produktion von Filmen erzählt. Das restliche Bonusmaterial ist aber sehr dürftig. Die Interviews fallen zu kurz aus und warum Musikvideos zu einem Nightwish-Song und einer anderen Band auf der Disc zu finden sind, verstehen wir nicht.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nachdem ich mir erst kürzlich den ersten Teil der Trilogie angeschaut habe und den dritten Teil bereits kannte, wollte ich mir nun auch endlich das Verbindungsstück des Dreiteilers anschauen. Man merkt dem Film leider an jeder Ecke an, dass er nur mit einem geringen Budget realisiert wurde. Computereffekte sind auf ein Minimum reduziert und sehen dann leider auch gar nicht mehr so ansprechend, wie noch beim Vorgänger aus. Das soll zwar in gewisser Weise den düsteren Stil des Wilden Westen in Szene setzen, doch dadurch, dass zum Beispiel nicht literweise Blut spritzt, geht die Identität einer Videospielumsetzung in gewisser Weise verloren. Trotzdem ist der Film von vorne bis hinten unterhaltsam, was besonders am leider zu selten auftretenden Wortwitz liegt. Mir ist besonders der Priester ans Herz gewachsen, da dieser doch sehr leichtsinnig mit der Herde und seinem Leben umgeht. Leider ist die filmische Umsetzung in meinen Augen mangelhaft – das Bild ist meistens dermaßen körnig, dass ich mich lieber vom Fernseher abwende, als den Film zu genießen. Schlimmer ist jedoch, dass das Bild ständig in Bewegung ist. Daran habe ich mich zwar relativ schnell gewöhnt, doch schön ist das sicherlich trotzdem nicht. So werde ich mir den zweiten Teil vermutlich so schnell nicht noch einmal ansehen, doch wer wissen möchte, wie die Handlung um den Damphir Rayne nun weitergeht, kommt um Bloodrayne 2: Deliverance nicht herum!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Bloodrayne 2: Deliverance!

Prime Time: ShootMania: Storm (Präsentation)

Auf der Ubisoft-Pressekonferenz hat der Konzern ebenfalls das Spiel ShootMania: Storm vorgestellt. Die Präsentation wurde leider mit einem eher minderwertig wirkenden Trailer begonnen, doch diesen haben wir bei unserer Aufnahme bewusst weggelassen. In unserem Video kommt ihr nur in den Genuss eines Matches zwischen zwei Clans, welches sogar von einem Moderator kommentiert wurde. Spannend!

Prime Time: Hellgate London (Collector’s Edition) Unboxing

Ende 2007 wagte sich Bill Roper ein neues Franchise im Markt zu etablieren. Mit Hellgate London sollte der Diablo-Killer ins Haus stehen, doch leider gab es ungünstige Momente in der Entwicklung und beim fertigen Produkt immer noch ein paar Probleme, die viele Käufer abgeschreckt haben. Wir sind dennoch der Meinung, dass Hellgate London der richtige Schritt in die ebenso richtige Richtung war. Eric erinnert sich an seine wenigen Spielmomente und stellt euch die USA-exklusive Collector’s Edition des Spiels vor.

Prime Time: BioShock (Collector’s Edition) Unboxing

Mit BioShock erschien 2007 ein Ego-Shooter in einem gänzlich neuen Setting. Die Unterwasserstadt Rapture entwickelte sich aber nicht zur Idylle, sondern gleich zum Alptraum für jeden Meeresbiologen. Eric hat sich die Collector’s Edition für die Xbox 360 rausgekramt und stellt euch diese in einem Unboxing-Video vor. Wer also gerne einen Big Daddy im Miniaturformat haben möchte, kommt um diese Edition kaum herum.

Preview: Spirit Hunters Inc. Light & Shadow

Neben escapeVektor haben uns die Jungs von Nnooo auch noch ihren neuen DSiWare-Titel gezeigt, der Ende diesen Jahres veröffentlicht werden soll. Hier hält sich die Euphorie aus einem Grund allerdings in Grenzen.

Wenn wir Spirit Hunters Inc. Light oder Spirit Hunters Inc. Shadow (das Spiel erscheint in zwei Fassungen, doch dazu später mehr) gestartet, uns einen eigenen Spielernamen verpasst und uns für ein Element entschieden haben, befinden wir uns auch schon mitten im Geschehen. In Spirit Hunters Inc. mimen wir einen Geisterjäger, bewegen uns aber wiederum nicht wie in Ghostbusters: The Video Game mit einem Charakter durch gespenstische Gebiete. Stattdessen macht das Spiel Gebrauch von der Nintendo-DSi-Kamera, mit der die Umgebung eingefangen wird. Wir bewegen uns also durch die eigene Wohnung oder suchen nach Geistern an anderen Orten, wie Restaurants oder Bushaltestellen. Keine Sorge, das Spiel zwingt uns nicht wie ein Irrer durch die Gegend zu laufen und verschlingt somit natürlich auch keine weiteren Kosten. Es ist nur wichtig, dass wir uns ein möglichst farbenfrohes Umfeld suchen, denn die Geister erscheinen nur an Orten, die ähnlich farblich gestaltet sind, wie das Element des Gespensts. Es geht in Spirit Hunters Inc. im Grunde darum, möglichst viele Geister aufzuspüren und ähnlich wie die Taschenmonster in Nintendos Pokémon-Reihe zu katalogisieren. Die putzigen Geister geben aber natürlich nicht auf, sobald wir sie erblickt haben. Zunächst einmal möchten sie mit unseren Spezialangriffen, die jeweils auf ein Element aufbauen, besiegt werden.

Schmelztiegel guter Spielelemente

An dieser Stelle zeigt sich dann die nächste Ähnlichkeit zu Pokémon, denn bestimmte Typen sind stark gegen andere Elemente und natürlich auch umgekehrt. Während wir anfangs leider nur eine mickrige Attacke kennen, dürfen wir später ein ganzes Aufgebot an Techniken in den Kämpfen einsetzen. Dazu müssen wir das Icon des Angriffs nur antippen und dann auch noch eine bestimmte Geste auf dem Touchscreen ausführen, beispielsweise einen Kreis zeichnen. Danach genießt die Fähigkeit, wie in Online-Rollenspielen, einen Cool-down. Das heißt, dass wir sie erst einige Sekunden (oder Minuten) später wieder einsetzen dürfen. Im Falle eines Sieges erhalten wir zudem auch noch Erfahrungspunkte und Credits. Während die Erfahrung wichtig für neue Talente ist, geben wir die Credits für Items aus, um uns beispielsweise heilen zu können, denn viele Kämpfe sind alles andere als leicht zu bestreiten. Uns gefällt die Idee, die Wirklichkeit mit einzubeziehen und wie die Kämpfe im Endeffekt umgesetzt werden sehr gut, doch hätte man das Spiel tatsächlich um einen weiteren Rollenspielanteil ergänzen sollen. Zwar tauchen in beiden unterschiedlichen Versionen verschiedene Geister auf, doch selbst das nützt nur etwas, wenn wir andere Spirit-Hunter-Inc.-Spieler in der Nähe kennen. Online-Modi bietet der Titel nämlich leider nicht. Wir sind aber schon gespannt, welche Ideen Nnooo noch in das interessante Konzept stecken und womit man uns überraschen wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Ich weiß noch nicht so recht, was ich von Spirit Hunters Inc. halten soll. Auf der einen Seite finde ich das Konzept mehr als nur interessant, denn wenn ich die zu suchenden Geister nur an bestimmten Stellen in meiner Umgebung finden kann, weckt das natürlich meinen Forschungsdrang. Auch die Unterschiede der Geister, die durch die Elemente entstehen, gefallen mir sehr gut – schließlich hat dieses System schon Jahre zuvor in Pokémon und anderen Rollenspielen hervorragend geklappt. Die anderen Anleihen, die sich Nnooo erlaubt, machen ebenfalls Sinn im Spiel. Beispielsweise die Cool-downs, die nach einer Aktivierung von Spezialtechniken in Kraft treten. Leider fehlt mir ein weiterer Rollenspielanteil im Spiel. Wenn ich mir also noch einen Charakter erstellen und mit diesem eine virtuelle Welt unsicher machen dürfte, hätte ich durchaus mehr Spaß am Rest des Titels. So wird der Titel für mich zwar interessant bleiben, aber in meiner Umgebung gibt es leider nicht sehr viele Nintendo-DSi- beziehungsweise Nintendo-3DS-Spieler, mit denen ich meine Leistungen vergleichen könnte. Ich bleibe dennoch guter Dinge und hoffe, dass Nnooo noch mit der einen oder anderen Überraschung punkten wird, wenn das Spiel erscheint.

Review: Bloodrayne (Special Edition)

Uwe Boll ist ein Regisseur, der in seinen Film gerne Blutfontänen, sehr viel Gewalt und auch nackte Haut zeigen möchte. Alle diese Elemente bringt er in seiner Videospielverfilmung zu Bloodrayne unter – das Ergebnis ist durchaus sehenswert.

Wir befinden uns im achtzehnten Jahrhundert und in ganz Transsylvanien treiben Vampire ihr Unwesen. Da ist es kein Wunder, dass sich Vampirjäger zu einer ganzen Akademie vereinen, um die Blutsauger zur Strecke zu bringen. Eines Tages vergewaltigt jedoch der Fürst Kagan eine Menschenfrau, die daraufhin ein Mädchen zur Welt bringt. Das Mädchen ist ein sogenannter Damphir – halb Mensch, halb Vampir. Als ihre Mutter getötet wird, wird das Mädchen vom Zirkus großgezogen, doch nicht als Waisenkind, sondern als Attraktion. Man fügt ihr täglich Wunden zu, die sie durch das Trinken von Blut wieder regeneriert. Viele Jahre später gelingt ihr die Flucht aus dem Käfig und begibt sich auf die Suche nach ihrem Vater, der das Mädchen auch seit mehr als einem Jahrzehnt erfolglos sucht. Alleine ist Rayne jedoch zu schwach, weshalb sie sich auf die Suche nach drei legendären Artefakten macht, die sie stärken sollen und ihr den Hauch einer Chance im Kampf gegen Kagan gibt. Rayne trifft auf ihrer Suche auf drei Jäger, mit denen sie Freundschaft schließt, da sie dasselbe Ziel verfolgen. Zusammen trainieren sie für den entscheidenden Kampf und schmieden Pläne, wie sie Kagan besiegen wollen. Dabei wird Rayne jedoch klar, dass es einen Verräter bei den Jägern gibt und dass Blut unlängst vor dem Überfall auf Kagans Schloss fließen muss.

Star-Aufgebot

Die Handlung von Bloodrayne entwickelt sich zunehmend spannend, doch manchmal haben wir einfach das Gefühl, dass Binde-Elemente zwischen einzelnen Szenen fehlen. Das macht das Star-Aufgebot in Uwe Bolls Bloodrayne aber locker wieder wett. Sir Ben Kingsley ist es, der Kagan mit einer selten zuvor dagewesenen Kälte Leben einhaucht und als Vampir sehr glaubhaft wirkt. Man schaudert richtig vor dem Fernseher, wenn er seinen Untertanen Befehle von seinem Thron aus erteilt. Auch Kristanna Loken als hübsche Daywalkerin Rayne hat uns verzaubert, denn sympathischer kann man einen Vampir beziehungsweise Damphir nicht gestalten – zumindest nicht in einem ernsthaften Szenario, weshalb wir die ganzen Teenie-Vampire aus The Vampire Diaries oder dem Twilight-Zyklus einfach mal ausblenden. Michelle Rodríguez bleibt hingegen emotionslos kalt und bereichert den Film kaum, doch der Anführer der Jäger (Michael Madsen) bietet ebenfalls nur wenig mehr. Schade, denn seine Rolle ist tragend und eine Ausarbeitung des Charakters hätte dem Film gut getan. Abseits der wichtigen Charaktere tauchen aber ebenfalls bekannte Persönlichkeiten auf. Udo Kier, Meat Loaf und Geraldine Chaplin verkörpern zwar nur Nebenrollen, sind für den Zusammenhang aber nicht weniger wichtig. Meat Loaf hätte unserer Meinung aber mehr Raum gebraucht.

Dinner mit Uwe Boll

Das Bonusmaterial bereichert das Gesamtwerk des Films übrigens enorm. Während ihr das Behind the Scenes schlichtweg vergessen könnt (es wird zu wenig bis gar nicht kommentiert), die entfallenen und erweiterten Szenen ebenfalls (durch die Aufnahmequalität) nur wenig interessant sind und die Entstehung der Computereffekte mit Sicherheit auch schon bei vielen anderen Filmen ausgeschlachtet wurde, ist das Dinner mit Uwe Boll einfach klasse. Mit zwei weiteren Vertretern der Branche wird Uwe Boll interviewt und er erzählt, wie er zum Medium Film gekommen ist und wie die Produktion eines Films aussehen sollte. Kein Vergleich zum Rest der Interviews, die auf der Blu-ray vorhanden sind. Hörenswert ist der Audiokommentar mit und von Uwe Boll in allen Fällen, denn hier signiert der Herr neben der Aufnahme seine Werke und erzählt auch freudig aus dem Nähkästchen, wie zum Beispiel Michael Madsen betrunken und bewaffnet zur Arbeit kommt und Sir Ben Kingsley nach einem Anruf von ihm ganz einfach den Hörer aufhängt. Absoluter Mehrwert! Auch die technischen Daten der Blu-ray können sich in einem überwiegend sauberen Bild und klaren Ton in Deutsch und in Englisch sehen und hören lassen. Die Special Edition kommt neben der 2D-Fassung auch mit der 3D-Fassung daher, welche den Film zusätzlich mit einer Tiefendarstellung bereichert.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Special Edition der Blu-ray-Fassung): Den dritten Teil der Bloodrayne-Trilogie konnte ich mir bereits im letzten Jahr anschauen, doch die ersten beiden Filme um Rayne habe ich leider verpasst – bis jetzt. Bloodraynes Vergangenheit wird in Uwe Bolls Film gut dargestellt, auch wenn ich die Spiele zum Franchise leider (noch nicht) kenne und ich deswegen (zum Glück) nur für den Film alleine sprechen kann. Die Handlung ist sehr spannend inszeniert, doch fehlen mir hin und wieder ein paar Szenen, die zwischenzeitlich in die Szenenreihenfolge gehören sollten. Es wirkt an manchen Stellen einfach zu hastig, doch ansonsten bieten mir (die meisten) Schauspieler und Szenen genau das, wie ich mir einen Film des Genre-Mix aus Action und Horror vorstelle. Gute Dialoge, schnelle Kämpfe und die dazu passende musikalische Untermalung fehlt ebenfalls nicht. Durch die meterhohen Blutfontänen wird zudem klar, dass es sich um eine Videospielverfilmung handelt. In anderen Filmen sind solche Gore-Effekte einfach fehl am Platz, doch in Videospielverfilmungen dürfen sie gerne in dieser Form vorkommen. Ich kann Bloodrayne nur empfehlen, denn so schlecht, wie ihn viele im Internet beschreien, ist der Film noch lange nicht.

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Bloodrayne (Special Edition)!

Review: The Viral Factor

Direkt auf dem Cover wird mit einem Virus, zwei Brüdern und einer Armada an Feinden für The Viral Factor geworben. Das sind exakt die Elemente, die den Film ausmachen, doch sind es leider auch genau die Punkte, über die die Handlung nicht herauskommt.

Jon und Yeungs Mutter muss eine folgenschwere Entscheidung treffen. Mit ihrem Leben oder eher gesagt mit ihrer Ehe ist sie nicht mehr einverstanden, doch hat sie Angst davor, ihr Söhne zu verlieren. Während sie Yeung in seinem Zimmer einschließt, verschwindet sie mit ihrem anderen Kind. Fast dreißig Jahre später arbeitet Jon als Teil einer Elite-Einheit. Sie erhält den Auftrag, einen Spezialisten für biochemische Waffen aus Jordanien in Sicherheit zu bringen, da dieser ein modifiziertes Pockenvirus entwickelt hat. Leider geht der Auftrag schief und Jon fängt sich eine Kugel ein, die in seinem Gehirn fortwährend seine Fähigkeiten teils blockiert. Bevor Jon vollständig gelähmt wird, möchte er Abschied von seiner Mutter in China nehmen. Von ihr erfährt er, dass er noch einen Bruder hat. Bevor Jon den Weg zu seinem Krankenbett einschlägt, fliegt er nach Malaysia, um seinen Bruder zu treffen. Der jordanische Spezialist wird derweil von Terroristen in Gewahrsam genommen, stirbt jedoch später bei seiner Flucht. Das führt dazu, dass eine malaysische Ärztin als Ersatz herhalten muss. Ausgerechnet sie lernt Jon während seines Fluges kennen und wird mit ihr zusammen von den Terroristen entführt. Zufälligerweise konnte Jons Bruder Yeung zuvor den Behörden entkommen und macht auch noch mit den Terroristen gemeinsame Sache. Erstaunlich, wie klein unsere Welt doch ist.

Vortreffliche Action

Einige Zufälle können wir noch bedenkenlos nachvollziehen, doch die Begebenheiten wirken dann wiederum doch sehr an den Haaren herbeigezogen. Action-Fans werden sich daran aber kaum stören, da die Handlung so rasant erzählt werden kann. Unüblich für einen Action-Film kommt diese aber er in der zweiten Filmhälfte so richtig in Fahrt, als auch noch Yeungs kleine Tochter von den Terroristen mit dem Virus infiziert wird. Die Action-Szenen können sich in Dante Lams The Viral Factor aber definitiv sehen lassen. Zwar wirken viele Explosionen und Effekte nur durchschnittlich, doch macht das in unseren Augen keinen negativen Eindruck. Es wird viel mehr wert auf Schießereien gelegt, die auch sehr authentisch wirken. Nur weibliche Darsteller wirken mit Waffen dann und wann sehr unerfahren. Sie können zwar hervorragend ihre Ziele anvisieren und den Abzug betätigen, doch simulieren sie keinerlei Rückstöße. Es ist zwar im Bonusmaterial die Rede davon, dass man darauf geachtet habe, doch im fertigen Film sehen wir davon nur wenig. Trotzdem sind die Auseinandersetzungen richtig gut gelungen, denn wer heutige US-amerikanische Produktionen kennt, der wird sehr wohl wissen, dass der eine oder andere Filmheld unglaublich viele Treffer aushält, bevor er auch nur zu Boden geht. Dieses Problem ist in The Viral Factor nicht zu sehen und genau so sollen Action-Filme sein!

Schlechte Tonabmischung

Uns fällt sofort positiv auf, dass The Viral Factor mit einem sehr scharfen und knackigen Bild im 16:9-Format (2,35:1) und in 1080p den Weg auf die Blu-ray gefunden hat. Charaktere im Vordergrund sind sehr detailreich und selbst Hintergründe wirken nicht verwaschen. Warum man das in weitaus teureren Produktionen immer noch anders handhabt, ist uns schleierhaft und umso glücklicher sind wir darüber, The Viral Factor gestochen scharf erleben zu können. Beim Tonformat in DTS-HD 5.1 Master Audio müssen wir allerdings Abstriche machen, da der Soundtrack zum einen nur mittelmäßig ausfällt und noch dazu die Lautstärke stark variiert – da sind Schüsse auf der einen Seite zu laut und Dialoge auf der anderen Seite zu leise. Das hätte man in der Nachbearbeitung noch korrigieren können und so dürfte für einige von euch der ständige Griff zur Fernbedienung nicht erspart bleiben. Es rumst teilweise gewaltig! Die deutschen Synchronsprecher für Nicolas Tse, Jay Chou und dem Rest des Regiments wurden gut ausgewählt und verkörpern ihre zugewiesenen Rollen glaubhaft. Im Mandarin-Original werden Emotionen aber ebenso realistisch eingefangen. Wahlweise sind deutsche oder auch niederländische Untertitel zuschaltbar. Mehr Bonusmaterial als sechs zweiminütige Making-ofs hätte das Gesamtpaket abgerundet. Das hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Während das US-amerikanische Action-Kino immer weiter abbaut, erlebt das Genre in asiatischen Gefilden (insbesondere in China und Südkorea) einen neuen Frühling. Mir gefällt das Erinnern an frühere Action-Elemente sehr und so ist The Viral Factor zumindest mit seinem Action-Teil bei mir genau richtig. Aber leider krankt der Film meiner Meinung nach an einer recht hanebüchenen Story, die einfach auf zu vielen Zufällen basiert und die eigentlich interessante Hintergrundgeschichte von Jons Familie nicht wirklich gut erzählt. Für einen gerade durchschnittlichen Action-Film reichen die Story-Fragmente aber locker aus. Schön finde ich, dass sich die Filmhandlung gleich über mehrere Länder erstreckt. Laut Angaben von Dante Lam ist es sogar der erste chinesische Film, der teilweise im Nahen Osten getrennt wurde. Ein James-Bond-Film, der an mehreren exotischen Orten spielt, wird allerdings nicht geboten. Das malaysische Stadt- und auch das Landschaftsbild können sich trotzdem in diesem Action-Streifen sehen lassen. Der Titel eignet sich in erster Linie für Action-Fans, die nicht auf übertriebene Darstellung setzen und lieber gut inszenierte Action-Einlagen erleben möchten. Diese werden in The Viral Factor en masse geboten!

Vielen Dank an Splendid Film für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Viral Factor!

Prime Time: Indiana Jones (The Complete Adventures) Unboxing mit Vergleich

Ältere Semester der Fimliebhaber unter euch dürften das folgende Szenario kennen: Alle Lieblingsfilme werden akribisch gesammelt, um Jahre später festzustellen, dass bereits ein neues Medium in den Startlöchern steht. So wurde die VHS von der DVD abgelöst und so langsam löst die Blu-ray die DVD mehr und mehr ab. So ist es kein Wunder, dass sich der eine oder andere Konzern auch die Mühe gibt, seine Filme zu aktualisieren und wieder neu zu veröffentlichen. Diesmal hat es die gesamte Indiana-Jones-Reihe geschafft, die endlich wieder in den Handel kommt und das zum ersten Mal vollständig auf Blu-ray. Wir haben uns die Box gekauft und stellen sie euch in einem Unboxing-Video vor.

Wer von euch keine Blu-ray-Abspielmöglichkeit besitzt, der kann natürlich auch zu einer älteren DVD-Fassung greifen. Eric stellt euch die Box vor, die er noch vor dem Kinostart des vierten Films erworben hat und geht auf die optischen und haptischen Unterschiede beider Packungen ein, die es zu loben beziehungsweise zu kritisieren gibt.

Preview: Just Dance 4

Auf einem Ubisoft-Event in Köln hatten wir am gestrigen Abend die Möglichkeit, uns das neue Just Dance 4 einmal genauer anzuschauen. Axel und Julian waren vor Ort, um den professionellen Tänzerinnen zu zeigen, wie man richtig tanzt – oder auch nicht.

Dabei startete Julian für uns und musste sogleich gegen zwei Tänzerinnen zu dem Song Call Me Maybe von Carly Rae Jepsen von Ubisoft antreten. Erstaunlicherweise, trotz einer sehr schlechten Choreographie, konnte sich Julian durchsetzen und holte die meisten Punkte. Das ist eigentlich unglaublich und zeigt uns, dass jeder in Just Dance 4 etwas bewegen kann. Axel hingegen hatte eine große Ehre und durfte sich gleich mit Ubisofts PR-Manager und einem Entwickler von Far Cry 3 auf der Tanzfläche messen. Allesamt unerfahrene Tänzer, die in einem verbitterten Wettstreit alles gegeben haben, um die eigene Ehre aufrecht zu erhalten. Die Wände und der Boden bebte, gaffende und lachende Leute versammelten sich, um uns zu sehen und die Tanzeinlagen der drei beteiligten waren mehr als fragwürdig. Zur Verteidigung müssen wir aber sagen, dass mit guter Laune und einer kleiner Portion Alkohol im Spiel doch vieles anders abläuft, als man es von sonstigen Spielsessions kennt. Spaßig war es allemal und Axel stand in diesem Wettkampf leider als Verlierer da – bei beiden gespielten Songs! Aber wirklich erfolgreich hat eh niemand von den dreien getanzt. Es war mehr gewollt, als gekonnt. Nach diesem kleinen Schwenk vom Event möchten wir jetzt aber nun mehr ins Detail gehen und euch verraten, was an Just Dance 4 so besonders ist und warum es das ultimative Spiel für lustige Abende mit Freunden ist. Egal ob man nun tanzen kann oder nicht.

Mit Schmerz und Schweiß

Just Dance 4 ist der nunmehr vierte Titel der beliebten Tanzspielreihe. Wieder mal geht es darum, mit Tanzeinlagen Punkte zu sammeln und im Takt eins mit der Musik zu werden. Um das zu erreichen, tanzen wir einfach die Choreografie der auf dem Bildschirm abgebildeten Figur nach. Klingt einfach, aber das ist es nicht wirklich. Die Schritte und Bewegungen sehen, besonders für Zuschauer, vielleicht simpel aus, doch diese jedoch möglichst originalgetreu auf den eigenen Körper zu übertragen, ergibt die konditionelle und koordinative Herausforderung. Denn um durchgehend gute Punkte zu sammeln, müssen wir Durchhaltevermögen beweisen. Es folgt eine skurrile Bewegung auf die andere. Hier fordert das halbvirtuelle Tanzen höchste Konzentration und Ausdauer von uns. Besonders weil ein durchschnittlicher Song etwa vier Minuten geht – und die können in der Praxis verdammt lange sein! Wer öfters in Diskotheken oder auf Tanzveranstaltungen mit lauter Musik unterwegs ist, könnte die eine oder andere Tanzbewegung wiedererkennen. Kein Wunder, denn viele Bewegungen sind sehr allgemein gehalten und sehen auch nicht so aus, als würden direkt alle Knochen schmerzen. Wer es aber extraordinär mag, darf auch die besonders pfiffigen Moves ausprobieren, wie den Russentanz oder den Santa, bei den man sich unter größter Anstrengung bewegen muss. Ob das in der Diskothek gut aussieht, ist eine andere Sache und sollte am besten jeder für sich entscheiden.

Die Tänzer an der Leine

Just Dance wäre wahrhaftig kein außergewöhnliches Tanzspiel, wenn es denn nicht so viele Spielmodi anbieten würde. Man möge uns verzeihen, doch wir hatten bei weitem nicht die Zeit und Ausdauer, alle verschiedenen Modi auszuprobieren, doch haben wir aber mit größten Vergnügen den Wii-U-exklusiven Modus Puppet Master einmal genauer für euch angeschaut. Hier können bis zu fünf Spieler am Geschehen teilnehmen. Dabei gibt es bis zu vier Tänzer, die die Choreografie nachtanzen müssen, die der Puppet Master am Wii U Gamepad vorgibt. Der Puppet Master wählt dabei in Echtzeit aus mehreren Moves aus, welche die Tänzer eben nachtanzen sollen. Hier werden viele wohl Ihren Spaß finden, denn es macht besonders Spaß, die verrückten und schweren Bewegungen auszusuchen und dann genüsslich zu zusehen, wie sich die Spieler an diesen Versuchen. Wer nicht besonders gut im Tanzen ist, kann versuchen, zusätzliche Punkte für die Standposen abzustauben. Einige Male im Lied wählt der Puppet Master eine Standpose aus die die Tänzer nachahmen sollen. Der Puppet Master entscheidet dann per Gamepad, wer die extra Punkte für die beste Vorstellung bekommen soll. Gerade für größere Runden ist dieser Modus besonders witzig, da es echt Spaß macht die anderen in den Wahnsinn zu treiben und Ihnen den letzten Atem zu rauben. Zum Schluss lässt sich festhalten, dass sich die neue Ausgabe von Just Dance zu einem wahren Partykracher entwickeln kann.

Geschrieben von Julian Warkentin

Julians Fazit (basierend auf der Wii-U-Fassung und der Ubisoft-Präsentation): Ich muss zugeben, dass ich noch nie ein Fan von Tanzspielen war und ich glaube auch, dass man dies in meinen Tanzvorstellungen gesehen hat. Jedoch glaube ich, dass Just Dance 4 gute Karten hat, um sich im Genre durchzusetzen. Es macht sehr viel Spaß, sich vergebens zu den Choreografien zu bewegen, falls man dies noch nie getan hat und falls man es kann sieht es wirklich gut aus. Das haben mir die Tänzer aus dem Hause Ubisoft eindeutig bewiesen! Gerade weil der Titel aktuelle Hits wie Call Me Maybe oder Moves like Jagger beinhaltet, wird der Titel so schnell nicht langweilig werden. Was mir besonders gefallen hat, ist der neue Puppet-Master-Modus, den es exklusiv für die Wii U geben wird. Hier kann man sich mit größter Freude die schwierigsten Moves raussuchen, um die Freunde zu quälen. Da kann ich mir schon einige lustige Situationen vorstellen. Just Dance 4 ist in meinen Augen für alle Tanzfans und Partymäuse ein Pflichtkauf!

Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Einladung zum Event in Köln!

Preview: escapeVektor

Viele Spieler greifen meist nur zu den Titeln der großen Konzerne und verpassen deshalb die Spiele, die mit viel Herzblut und Innovation von kleinen Entwicklern stammen. escapeVektor ist eines dieser Spiele, die uns auf der Gamescom überrascht haben.

Einige von euch sollten den Titel aber wohl noch in Erinnerung haben, denn dieser erschien bereits im September 2011, also vor gut einem Jahr, als WiiWare-Version für Nintendos Wii. Jetzt ist der australische Entwickler Nnooo drauf und dran, escapeVektor auch für Nintendo 3DS und PlayStation Vita umzusetzen. Auf der Gamescom wurde Redakteur Eric von Bruce Thomson und Nic Watt zwischen zwei Terminen abgeholt, aber anstatt ihn zum Firmenstand zu bringen, wurde Eric in einen ruhigen Bereich geführt, wo ihm das Spiel präsentiert wurde. Eigentlich kein guter Start für eine Präsentation, aber was danach folgte, hat ihn nicht mehr so schnell vom Nintendo-3DS-Testgerät weggelockt. In escapeVektor übernehmen wir die Rolle eines Pfeils und müssen in einer virtuellen Welt ebenso virtuelle Linien ablaufen. Die Linien tupfen wir so in eine neue Farbe und sobald alle Strecken abgeklappert sind, öffnet sich auch schon der Level-Ausgang. Eigentlich müssen wir in escapeVektor nichts anderes machen, als das Level über die futuristisch wirkende Oberwelt auswählen und ein Level nach dem anderen abschließen. Da das ziemlich langweilig wäre, haben die Entwickler natürlich auch eine gute Portion Abwechslung gedacht und spendieren uns einige neue Features, die in der WiiWare-Fassung teilweise gar nicht enthalten waren. So sieht eine gute Videospielportierung aus!

Motivationsreiches Spielprinzip

Da uns die Geschwindigkeit unseres Pfeils anfangs etwas lahm erscheint, können wir bald den Boost aktivieren, damit wir uns schneller durch die Levels bewegen. Das funktioniert in der Praxis bis zu einem bestimmten Punkt gut, denn der Boost kostet uns wichtige Energie. Diese will geschickt eingesetzt werden, denn alleine sind wir in den meisten Levels nicht unterwegs. Zahlreiche Gegner wollen uns an den Kragen und eine einzige Berührung reicht schon aus, damit wir den Spielabschnitt von vorne beginnen müssen. Es gibt allerdings auch Items, wie detonierende Bomben, die uns die Gegner zumindest zeitweise von der Pelle rücken lassen. In escapeVektor werden die Ansprüche von Spielwelt zu Spielwelt höher und die Levels immer schwieriger zu meistern. Anders als in der WiiWare-Fassung, werden Erfahrungspunkte in der 3DS-Fassung immer zu sehen sein, was Spielern mehr Anreiz verleihen wird, den Titel immer und immer wieder einzulegen. Wer Rekorde in den einzelnen Levels aufstellt, hat ebenfalls die Möglichkeit, diese online mit Freunden zu teilen oder die Rangliste der zehn besten Spieler der Region einzusehen. Für Motivation wird also bestens gesorgt sein! Wenn Nnooo die neuen Inhalte und Features von escapeVektor so gut wie demonstriert in die Handheld-Fassungen implementiert, steht uns wahrhaftig ein süchtig machendes Spiel vor der Tür.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Prognose (basierend auf der Nintendo-3DS-Fassung): Zwar habe ich damals etwas von Nnooos escapeVektor gehört und auch Spielszenen gesehen, doch so wirklich interessiert habe ich mich für den Titel damals nicht. Das hat sich jetzt aber schlagartig geändert, denn als Bruce und Nic von Nnooo mir das Testgerät in die Hände gedrückt haben, konnte ich es auch gar nicht mehr so schnell beiseite legen. Das Spielprinzip ist absolut süchtig machend, denn einige Levels, die ich anspielen durfte, habe ich gar nicht auf Anhieb geschafft und somit wollte ich diese natürlich direkt wieder und wieder spielen, bis ich endlich ein Erfolgserlebnis erzielen konnte. Die verarbeiteten Ideen sind mir dabei gar nicht mal so wichtig, denn so das eigentliche Spielprinzip bereits für sich funktioniert, hat mir escapeVektor super gefallen. Mit den neuen Inhalten wird das Erlebnis nur noch intensiver. Ich freue mich auf das Jahresende, denn dann kann ich endlich mit der Nintendo-3DS-Fassung von escapeVektor durch virtuelle Welten rasen und noch mehr Erfolgserlebnisse erzielen. Zumindest hoffe ich das.

Prime Time: Divinity: Dragon Commander (Präsentation)

Gestern haben wir euch bereits das neue Rollenspiel im Divinity-Universum in einer Preview und auch in einem Präsentationsvideo vorgestellt. Passend zu unserer Preview zeigen wir euch heute außerdem eine weitere Präsentation in Form eines 21-minütigen Videos, welche ebenfalls von einem Larian-Studios-Mitarbeiter kommentiert wird.

Preview: Divinity: Dragon Commander

Die Divinity-Serie ist bekannt für ihre Rollenspiele, doch parallel zu Divinity: Original Sin wird bei den Larian Studios derzeit auch an einem Echtzeitstrategietitel gewerkelt, dem aber mehr als nur ein Genre-Einfluss widerfährt.

Zeitlich angesiedelt vor allen anderen Divinity-Spielen: In einer Epoche, wo die Drachenritter gegeneinander kämpfen, schlüpfen wir die Rolle eines jungen Prinzen, dessen Vater brutal ermordet wurde. Wir sollen seinen Tod nun rächen und müssen dabei auch noch die Fantasy-Welt Rivellon retten. Auf unserem Luftschiff unterhalten wir uns mit unseren Beratern, einer Prinzessin und vielen weiteren Charakteren, die wichtig für den Verlauf der Handlung sind. Diese Unterhaltungen laufen derzeit leider noch einzig und allein in Sprechblasen ab. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler hier noch ein wenig Dynamik einbringen. Trotzdem sind alle Charaktere gut ausgearbeitet, wie uns die Entwickler vor Ort an einer Wand mit Zeichnungen und Notizen prompt beweisen. Haben wir uns ausgiebig mit den Charakteren unterhalten und haben der einen oder anderen Persönlichkeit einen Gefallen getan, kommen wir in den Genuss einer Spielkarte. Diese ähneln den Karten des Sammelkartenspiels Magic: The Gathering und auf Nachfragen beim Entwickler hat man uns verraten, dass man sich hier Inspiration geholt hat – schließlich ist Magic: The Gathering das populärste Sammelkartenspiel aller Zeiten. Uns stört das nicht, denn schließlich steht der Look der Karte im Einklang mit der restlichen Welt. Die Spielkarte dürfen wir dann auf der strategischen Karte, auf welcher alle Ländereien der bekannten Fantasy-Welt aufgeführt sind, einsetzen und so bestimmte Vorteile aktivieren.

Strategisches Schlachtengetümmel

Beispielsweise verstärken wir vor einem Angriff so unsere Truppen oder schwächen unsere Feinde. Da wir nicht unendlich solcher Spielkarten haben, sollten wir diese zudem geschickt und für den passenden Konflikt einsetzen. Die strategische Karte ähnelt übrigens dem des Gesellschaftsspiels Risiko und so ähnlich spielt es sich dann auch. Aber anstatt die Schlacht auswürfeln zu lassen, nehmen wir an diesen aktiv teil. Die Entwickler demonstrieren uns den Kampf allerdings nicht im Einzelspielermodus, sondern im Mehrspieleranteil des Spiels. Auf drei Bildschirmen nebeneinander zeigen uns die Entwickler stolz die Optionen, die wir haben, um die Feinde zu besiegen. Aus mehreren Blickwinkeln und vor allem auch Ansichten macht das einen tollen Eindruck, da uns so direkt die taktischen Vorteile klar werden. Wer sich mit seinen fliegenden Einheiten und Drachen hoch in die Luft bewegt, ist zwar langsamer, wird aber nicht mehr so oft von Schüssen getroffen. Wer jedoch niedriger fliegen möchte, kann das gerne tun, wird aber dementsprechend öfters von den Feinden getroffen. Hier soll der Spieler wohl selbst das Gleichgewicht finden, um den Kampf zu bezwingen. Toll finden wir, dass wir uns wie in Divinity II: Ego Draconis auch selbst in einen Drachen verwandeln können und das Schlachtfeld in den luftigen Höhen aus nächster Nähe ebenfalls live miterleben dürfen.

Vielversprechende Genre-Mixtur

Die Larian Studios versprechen uns, dass man als Drache zwar viel Schaden anrichten kann, aber man trotzdem taktisch vorgehen muss. Der taktische Anteil der Schlachten fällt unserer Meinung aber noch relativ klein aus, denn neben dem Einsetzen der richtigen Armee, wird auf das Stein-Schere-Papier-System gesetzt. Das erinnert uns an Nintendos Fire-Emblem-Serie, was uns sehr freut. Schließlich gehören die Rundenstrategietitel nicht umsonst zu den besten Spielen des Genres auf Konsolen. So werden in Divinity: Dragon Commander einige Einheiten stärker gegenüber anderen sein und umgekehrt. Da so allerdings ein nahezu hervorragender Ausgleich geschaffen wird, freuen wir uns, dass man auf dieses System setzt, anstatt zu viel herumzuexperimentieren und im Nachhinein vermeidbare Patches in Bezug auf das System zu veröffentlichen. Da es auf einer Messe sehr laut vor sich geht, haben wir vom Sound leider so gut wie nichts mit bekommen, doch alleine die Effekte scheinen schon einmal ein bombastisches Schlachtengefühl zu versprechen. Wenn die Entwickler es schaffen, das recht farbenfrohe Spiel mitsamt den Action- und Gewaltinhalten, der taktischen Raffinesse, der strategischen Übersicht, dem Politiksystem und dem Abenteueraspekt in Einklang zu bringen, erwartet uns hier eine der interessantesten Genre-Mixturen des nächsten Jahres.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Gamescom-Präsentation): Im Vorfeld habe ich von Divinity: Dragon Commander noch nichts gehört und war demzufolge auf der Messe doch schon sehr überrascht. Sicherlich lässt der Name auf ein Strategiespiel hoffen, doch wie dieses im Endeffekt aussehen wird, hätte ich nicht gedacht. Zwar fällt das, was ich von der Story bisher sehen durfte, relativ schwach aus, doch die Gameplay-Inhalte machen mir wiederum Lust auf mehr. Während es mir zwar lieber wäre, auf dem Luftschiff frei herumzulaufen, werde ich so aber auch ganz gut zu den einzelnen Charakteren gelangen und mich mit diesen unterhalten können. Da hoffe ich dann natürlich wie schon bei der Story auf ordentliche Dialoge und sehr spannende Hintergründe. Was mir aber am meisten gefällt, ist der Einsatz der Spielkarten auf der strategischen Übersicht, sowie die darauffolgenden Schlachten (im Mehrspielermodus). Hier betreten die Larian Studios gewissermaßen Neuland, doch das Gezeigte machte auf mich bereits jetzt schon einen sehr fertigen Eindruck. Mir gefällt die Genre-Mixtur bisher bedingt, doch bei Release möchte ich auf jeden Fall einmal einen oder gar zwei Blicke riskieren, denn dafür haben mich die Entwickler einfach zu neugierig gemacht.

Vielen Dank an Daedalic Entertainment für die freundliche Einladung zur Gamescom-Präsentation!

Prime Time: Divinity: Original Sin (Präsentation)

Wir hatten auf der Gamescom nicht nur die Ehre, uns das neue Rollenspiel Divinity: Original Sin anzuschauen, sondern auch die komplette Präsentation mitfilmen zu dürfen. David von den Larian Studios führt uns beziehungsweise euch hervorragend in das Spiel ein und gibt viele wichtige Fakten preis. Wer sich keine zwnazig Minuten Zeit nehmen möchte, darf sich alternativ auch unsere Preview durchlesen. An dieser Stelle wünschen wir euch aber gute Unterhaltung beim Anschauen der Präsentation.