Review: Xenoblade Chronicles

Auf Nintendos Wii werden so gut wie alle Genres regelmäßig mit neuen (mal mehr, mal weniger guten) Titeln versorgt, doch an einem Genre mangelt es der Wii auch nach fast fünf Jahren auf dem Videospielmarkt. Mit Xenoblade Chronicles erschien diesen Sommer endlich das erste wirkliche Rollenspiel, was mit seinem ganz eigenen Charme zu begeistern weiß.

Die Handlung von Xenoblade Chronicles beginnt vor tausenden Jahren, als zwei gigantische Kolosse in einem schier endlosen Ozean bis zur Erschöpfung gegeneinander kämpfen. Als sie des Kampfes müde sind, erstarren die erbitterten Feinde und es dauert nicht lange, bis sich Leben auf der Oberfläche der Titanen bildet. Während sich das Leben auf Bionis in vielerlei Hinsicht entwickelte und verschiedene Kulturen, wie etwa die menschenähnlichen Homs und die kleinen Nopons hervorbrachte, wurden auf Mechonis mechanische Wesen erschaffen. Seit diesen Ereignissen sind viele Zeitalter verstrichen, die Homs von Bionis führen mittlerweile Krieg gegen die Mechons. Als die Maschinenwesen eines Tages in Kolonie 9, der Heimat unseres Helden Shulk einfallen und dabei offensichtlich seine Freundin Fiora töten, fasst er gemeinsam mit seinem guten Kumpel Reyn den Entschluss, den Mörder zu jagen und dabei alle Mechons zu töten, welche sich ihnen in den Weg stellen. Unterwegs treffen sie auf viele neue Freunde, die sie bei ihrem Vorhaben unterstützen. Selbstverständlich machen sie sich rollenspieltypisch auch Feinde, die es allesamt zu bekämpfen gilt.

Abwechslungsreiches Gruppenspiel

Zu Beginn reißt die Story von Xenoblade Chronicles keine Bäume aus, entwickelt sich aber nach circa zwanzig Spielstunden zu einer der spannendsten und intelligentesten Geschichte, die wir bis heute in einem Rollenspiel erleben durften und mit einem überraschenden Ende zu begeistern weiß. Intelligent ist zudem das Kampfsystem des Spiels. Während die meisten Titel des Genres abseits der Tales-Of-Reihe oft rundenbasiert ablaufen, kämpfen wir in Xenoblade Chronicles in Echtzeit und genau in dem Raum, wo wir uns gerade auch befinden. Wirkliche Vor- und Nachteile ergeben sich dabei allerdings kaum. Zwar können wir in geschickten Momenten einen Gegner von einer Klippe werfen oder selbst durch giftiges Wasser in sumpfigen Gebieten Schaden nehmen, doch solche Situationen sind eher die Ausnahme. Hier wäre durchaus mehr möglich gewesen, aber das Kampfsystem kann dafür mit anderen Argumenten für sich sprechen. Jeder einzelne Spielcharakter verfügt über seine völlig eigenen Spezialfähigkeiten, die besonders im Gruppenspiel (die aktive Heldengruppe umfasst drei Charaktere) zur Geltung kommen. Beispielsweise können wir mit Shulk die Gegner ins Schwanken bringen, Reyn wirft sie anschließend um, damit wir diese wiederum mit Shulk ohnmächtig schlagen können.

Wutentbrannte Feinde

Solche und ähnliche Kampfmanöver sind für das schnelle Vorankommen in den feindlichen Auseinandersetzungen unbedingt nötig. Hierbei bedient sich der Titel auch schamlos an so manchem Online-Rollenspiel. Mit Spezialfähigkeiten erzeugen wir bei den einzelnen Gegnern Wut, welche dadurch auf den jeweiligen Charakter aufmerksam werden. Charaktere mit nur wenigen Kraftpunkten sollten sich also stets davor hüten, die Wut des Gegners zu steigern. Während Reyn beispielsweise als Verteidiger fungiert und somit die Wut auf sich zieht, können wir mit der magisch begabten Melia Zaubersprüche auf die Feinde hetzen und mit Sharla die Gruppe heilen. Bei einigen Angriffen ist auch die genaue Position von Angreifer und Ziel sehr wichtig. Beispielsweise können wir einen Gegner nur verlangsamen, wenn wir diesen mit Shulk von der Seite angreifen. Manche Angriffe machen auch deutlich größeren Schaden, wenn wir den Feind in den Rücken fallen. Die Möglichkeiten in den Kämpfen sind durchaus groß und da wir auch außerhalb der Kämpfe jederzeit in die Rolle eines anderen Charakters schlüpfen dürfen, beweist das Kampfsystem hier einmal mehr seine große Abwechslung.

Wiederbelebung eines Helden

Leider hat dieses eigentlich recht ausgetüftelte System einen Haken. Während eines Kampfes können wir nicht die Kontrolle eines Gefährten übernehmen, was ganz besonders bei den Bosskämpfen ärgerlich sein kann, wenn die künstliche Intelligenz mal wieder nicht mitspielen möchte. In unserem Test kam es nämlich öfters vor, dass manche Charaktere nach unserem Ableben zu lange brauchten, um auf uns aufmerksam zu werden und uns wiederzubeleben. Zudem gibt es gegen Ende einen Bosskampf, den wir dutzende Male neustarten mussten, weil unsere zwei Team-Kollegen ständig in giftiges Wasser gedrängt wurden und nicht selbst aus der grünen Grütze gekommen sind. Wenn eine Wiederbelebung ständig möglich wäre, wäre dies auch nicht besonders schlimm. Hier entscheidet allerdings eine sich bis zu drei Balken auffüllende Spezialanzeige, ob eine Wiederbelebung möglich ist oder nicht. Monolith Soft hat sich hier zusätzlich, warum auch immer, mehr oder weniger am unsinnigen System von Final Fantasy XIII orientiert. Sobald die Spezialanzeige weniger als einen Balken fasst und der Gruppenführer stirbt, ist der Kampf verloren und wir dürfen vom letzten Checkpoint wieder beginnen. Dabei ist es egal, ob unsere Gefährten maximale Energie genießen und in auch Windeseile die Spezialanzeige zur Wiederbelebung auffüllen können.

Flottes Kampfsystem

Ganz so schlimm ist das Konzept aber wie in Square Enixs missglückten dreizehnten Teil der wohl bekanntesten Rollenspielserie aber nicht, zudem sind die Kämpfe weitaus fairer und vor allem in den ersten zwei Dritteln deutlich schneller zu bestreiten. Wir müssen dazu allerdings sagen, dass wir in den Kämpfen keine Items einsetzen können, die unsere Energie heilen. Wir sind hier zwangsweise darauf angewiesen, dass unsere Gefährten rechtzeitig die notwendigen Spezialfähigkeiten einsetzen. Außerhalb der Auseinandersetzungen regenerieren sich unsere Kraftpunkte automatisch und recht flott, ein eindeutiger Pluspunkt für das sonst auch schnelle Kampfsystem. Ein wichtiger Punkt für das Kampfsystem ist das Monado, das für die Story wichtige Schwert kann nur von Shulk (und stellenweise von Dunban) geführt werden und ist zeitweise die einzige Möglichkeit, gegen Mechons bestehen zu können. Alle anderen Waffen machen bei diesen Feinden keinen Schaden und müssen zunächst mit dem Monado bearbeitet werden. Zudem verfügt die Waffe über weitere Fähigkeiten, die im Kampf gegen eine spezielle Rasse notwendig sind. Aus Spoiler-Gründen gehen wir hier natürlich nicht darauf ein. Es sei jedoch gesagt, dass alle wichtigen Angriffsarten bei Auftreten erklärt werden.

Weitläufige Spielwelt

Der letzte wichtige Punkt des Kampfsystems sind jedoch die Visionen, die Shulk erfährt. Wir bekommen so schon im Vorfeld mit, wann der Gegner einen vernichtenden Angriff starten möchte. Anschließend haben wir noch die Möglichkeit, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, etwa einen Schild für unsere Gefährten herbei zuzaubern. Dieses taktische Spielelement ist besonders, es ist einzigartig. Hier sondert sich Xenoblade Chronicles deutlich von der Genre-Konkurrenz ab. Außerdem kann der Titel mit seinen weitläufigen und zusammenhängenden Landschaften überzeugen. Egal, wo wir uns nun auf Bionis oder Mechonis befinden, jeder Spielabschnitt ist weitläufig und kann mit teils wunderschönen Sehenswürdigkeiten begeistern, zu denen wir uns nach einmaligem Besuch jederzeit via Schnellreisefunktion begeben dürfen. Klasse! Wer einmal den Wald von Makna und dessen gigantischen Wasserfall gesehen hat, wird sich auch noch Jahre später daran erinnern. Leider ist die Weitläufigkeit der Spielwelt nicht nur ein Segen, sondern auch ein Fluch. Wir begrüßen zwar, dass wir nahezu jeden sichtbaren Ort erreichen können, doch sind die Landstriche in fast allen Fällen nur mit Monstern bestückt. Es gibt zwar sehr viele versteckte Orte zu entdecken, für die wir allesamt belohnt werden, doch eine stimmige Welt sieht deutlich anders aus. Es gibt somit nicht wie in Gothic auch mal eine Waldhütte, wo ein Magier ein Süppchen kocht oder Jäger, die auf die Jagd gehen. Das ist schade und kostet Punkte in der malerischen Atmosphäre.

Geringe und uninspirierte Quest-Vielfalt

Apropos Belohungen! In Xenoblade Chronicles erhalten wir für alles, aber auch wirklich für alles Belohungen in Form von Erfahrungs-, Technik- und Talentpunkten. Es lohnt sich also trotzdem, die entlegensten Winkel der Welt zu erkunden, gegen viele Monster anzutreten und Fähigkeiten möglichst oft einzusetzen. In den wenigen Städten, die in diesem Titel existieren, erhalten wir auch Nebenaufgaben, die wir erfüllen dürfen. Bis auf wenige Ausnahmen sind diese Aufgaben allerdings alles andere als interessant ausgefallen. Mehr als Sammel- und Tötungsaufgaben gibt es nur selten anzunehmen. Immerhin nehmen die Missionen keine schrecklichen World-of-Warcraft-Ausmaße an. Quests, wo hunderte Bestien erlegt werden müssen, gibt es in Xenoblade Chronicles zum Glück nicht. Dafür erzählen Nebencharaktere aber kaum interessante Geschichten und auch die Dialoge bei diesen Aufgaben halten uns nicht bei der Stange, auch wirklich alle Nebenaufgaben abzuschließen. Da wir in den ersten Stunden nur selten Erfahrungspunkte für das Erledigen solch einer Aufgabe erhalten, sind sie für uns auch weniger interessant. Geld haben wir nämlich in den meisten Fällen mehr als genug, wenn wir nicht benötigte Sammel-Items beim örtlichen Händler veräußern. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir Quests nicht annehmen sollen. Die meisten Aufgaben erfüllen sich ganz wie automatisch, wenn wir durch die Gegend streifen, Gegner plätten und Items aufsammeln. Ein schwacher Trost, aber zumindest ein netter Bonus!

Ein Hauch von Harmonie

Das Tolle an den zu sammelnden Items ist allerdings, dass wir diese Objekte auch mit den Stadtbewohnern tauschen dürfen, um so an seltene Waffen oder Ausrüstungen zu gelangen. Dies ist zwar nicht spielentscheidend, aber zumindest ein logischer Schritt in Richtung offene Spielwelt. Unterstützt wird dieses Unterfangen mit den Harmonie-Gesprächen unterhalb der Charaktere. Je besser diese im Kampf miteinander interagieren, sich einander Mut machen und unterstützten, desto harmonischer stehen sie zueinander. Die Harmonie steigert sich auch durch das Annehmen und Abschließen von Missionen. Harmonie-Gespräche können aber nur an bestimmten Orten stattfinden, etwa dem Ausblickshügel in der Nähe von Kolonie 9. Diese Dialoge zwischen zwei Charakteren haben für die eigentliche Handlung keine Bedeutung, doch erzeugen sie das Gefühl eines stärkeren Gruppen-Zusammenlebens. Um wirklich alle Harmonie-Gespräche zu erleben, ist es allerdings zwingend notwenig, die Charaktere für die einzelnen Kämpfe immer mal wieder auszuwechseln. Bei den verschiedenen Konstellationen kann das auf die Dauer nervig sein, aber da die Gespräche wie erwähnt nicht sonderlich von Bedeutung sind, fällt dies nicht wirklich stark ins Gewicht.

Misslungenes Handwerksystem

Viel stärker fallen da schon das misslungene, sowie kaum durchdachte Handwerkssystem ins Gewicht. Überall in der Spielwelt lassen sich an so genannten Kristalladern wertvolle Mineralien abbauen. Diese dürfen wir einschmelzen und daraus Juwelen formen, die wir anschließend wie die Materia aus Final Fantasy VII in Waffen und in Xenoblade Chronicles auch in andere Ausrüstungsgegenstände einsetzen können. Das eigentliche Prinzip klingt zwar vielversprechend, doch dauert dieser Prozess einfach viel zu lange. Während das Abbauen an den Adern noch relativ schnell von statten geht, dauert es bei einem vollen Rucksack schon mal bis zu einer Stunde, bis auch der letzte Kristall in einen strahlenden Juwel verwandelt wurde. Anders wie in Online-Rollenspielen, wie Der Herr der Ringe Online, können wir nämlich nicht direkt alle Kristalle auf einmal schmelzen, sondern müssen wirklich jeden Schmelzvorgang einzeln ausführen. Das dieses Konzept durch die Qualitätssicherung von Monolith Soft und Nintendo gekommen ist, ist uns ein Rätsel. Da das Einsetzen von Juwelen an einigen Stellen, besonders bei Charakteren mit nur wenig Energie, durchaus sinnvoll und für einige Spieler sogar zwanghaft nötig sein wird, ist das einfach nur eine Frechheit. Ebenfalls stört uns der suboptimale Ausrüstungsbildschirm, denn beim Wechseln von Waffen und Rüstungen (die im Übrigen wie in Dragon Quest IX jederzeit sichtbar in ihrer eigenen Form am Körper der Helden sichtbar sind) sehen wir nur die Auswirkungen, nicht jedoch die Vergleichswerte. Das artet in unnötiger Menü-Klickerei auf.

Besteigung des Wii-Genre-Throns

Grafisch kann der Titel zwar nicht mit der High-Definition-Konkurrenz Lost Odyssey, Star Ocean: The Last Hope und Co mithalten, doch neben den matschigen Texturen und steifen Animationen kann der Titel immerhin noch mit schönen und sehr abwechslungsreichen Landschaften überzeugen. Die Synchronisation des Spiels gefällt uns ebenfalls. Egal, ob wir die Sprachausgabe auf Englisch oder Japanisch gestellt haben – die Charaktere drücken ihre Emotionen durch ihre Sprecher ausnahmslos gut aus. Zudem gehört der Soundtrack zum Besten, was wir seit Jahren gehört haben. Neben L.A. Noire ist Xenoblade Chronicles wohl das Spiel mit der besten musikalischen Untermalung im Jahr 2011, auch wenn einige Tracks gegen Ende schon etwas abgestumpft und mehr schlecht als recht von anderen Spielen (Final Fantasy VII) inspiriert wirken. Zudem ist das Ende von Xenoblade Chronicles (ohne spoilern zu wollen) zu sehr in die Länge gezogen. Zwar mögen wir überraschende Wendungen, doch kommen diese kurz vor Ende viel zu oft und in viel zu kurzen Abständen vor – das wirkt aufgesetzt! Es ist aber bei Weitem nicht alles schlecht, was wir in Xenoblade Chronicles erleben. Neben den negativen Punkten gibt es immerhin noch fantastische Hauptcharaktere, die sowohl in ihrer Persönlichkeit, als auch in ihrer (spielerischen) Charakterentwicklung zu überzeugen wissen. Sie passen hervorragend in die wendungsreiche und intelligent gestrickte Handlung, die zeitweise sogar politische Züge annimmt. Wer mit den Mankos und Vorzügen des Titels leben kann, wird ein herausragendes und mindestens siebzig Stunden lang unterhaltendes Rollenspiel erleben, dass zumindest bis zur Veröffentlichung von The Last Story den Genre-Thron auf der Wii innehalten wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Lange hat es gedauert, bis ich Xenoblade Chronicles durchspielen konnte, doch die lange Spielzeit hat sich definitiv gelohnt. Mir gefallen die unterschiedlichen Charaktere, die wendungsreiche und mit Überraschungen gespickte Handlung. Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass es die beste Story in einem Videospiel ist, die ich seit Chrono Trigger und Lost Odyssey erlebt habe. Ebenfalls überzeugen konnte mich das Kampfsystem. Die Visionen, die ich mit Shulk und seinen Freunden erlebe und auch noch abwende, sind einfach grandios in das Konzept rundum das Monado-Schwert eingefügt. Da tut es auch nichts zur Sache, dass mich die künstliche Intelligenz der Gruppenmitglieder zeitweise zur Verzweiflung getrieben hat. Ich kann aber beim besten Willen nicht verstehen, dass Monolith Soft einerseits eine so große Spielwelt erfindet und diese kaum mit Leben und uninspirierten Nebenquests in den wenigen Städten füllt. Auch das Handwerkssystem habe ich nach dem ersten Einsatz bereits satt gehabt – da hätten sich die Entwickler wesentlich elegantere Lösungen einfallen lassen, zumal es schon deutlich bessere Varianten in westlichen und östlichen Spielen gibt. Ebenfalls missfällt mir der Ausrüstungsbildschirm. Wenn ich eine neue Waffe oder eine andere Rüstung anlegen möchte, erhalte ich dabei keine Vergleichswerte zur alten Ausrüstung. Ein Standard im Genre, den ich seit den Neunzigern in so manchem Rollenspiel erlebe und hier auf einmal vermisse. Schwach, doch kann ich definitiv nicht leugnen, dass mir Xenoblade Chronicles trotzdem sehr gefallen hat. Es gibt zwar deutlich bessere Alternativen, doch auf der Wii hat man abseits von Tales of Symphonia: Dawn of the New World noch keinen vergleichbaren Titel erlebt und dass die Fortsetzung eines der gelungensten Gamecube-Rollenspiele mich bis auf die Story zwischen Emil und Marta nicht wirklich überzeugen konnte, kann ich jedem Rollenspieler nur zum Kauf von Xenoblade Chronicles raten!

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Xenoblade Chronicles!

2 Kommentare zu “Review: Xenoblade Chronicles

  1. Ein wirklich malerisches Spiel. Ich verstehe immer noch nicht, warum man sich krampfhaft gegen einen Release in den USA gewehrt hat. Ich hab zwar den Titel noch nicht fertig durchgespielt, aber an einigen Stellen kommt mir das Kampf- und Ausrüstungssystem (wie zum Beispiel das für mich unüberschaubare Talenteverknüpfungssystem) fast schon überladen vor, so als hätten die Entwickler zu viele Ideen und mussten sie alle in ein Spiel unterbringen.

    • @Critisch
      Leider avancieren sich japanische Rollenspiele in der westlichen Welt abseits von Final Fantasy oft nicht zu einem Kassenschlager, weshalb viele Unternehmen oft von einer Veröffentlichung absehen. Wenn es dann doch einmal ein Rollenspiel in den Westen schafft, muss man schon hoffen, dass es (hierzulande) vollständig auf Deutsch lokalisiert wird. Oft lässt der Publisher auch nur eine Einheitsübersetzung anfertigen (beispielsweise auf Englisch), die dann in jedem Land erscheint und größere Kosten auszugeben. Beispiele dafür wäre die DS-Fassung von Chrono Trigger oder das kommene Tales of the Abyss für den 3DS. Dieses wird in Deutschland nur mit englischen Untertiteln erscheinen – für uns ist das ein Unding und fließt negativ mit in die Wertung ein. Wir sind sehr froh darüber, dass Xenoblade Chronicles dieses Schicksal nicht geteilt hat und größtenteils gut (zumindest im Rahmen der Haupthandlung) übersetzt wurde. Bei den Nebenaufgaben haben wir oft das Gefühl gehabt, dass sie einfach nur schnell zusammen geschustert wurden, wobei wir bei deinem nächsten Punkt wären.

      Grundsätzlich vertreten wir die Meinung, dass Xenoblade Chronicles mit einem mehr als nur angemessenen Umfang erschienen ist. Wir denken nicht, dass die Entwickler hier zu viel reingepackt haben, doch an vielen Stellen wie dem bereits von dir genannten Ausrüstungssystem oder dessen Bildschirm(e) wirken nicht durchdacht und ziehen das Abenteuer einfach in die Länge. Wir wünschen dir aber viel Spaß beim Weiterspielen, denn besonders in den letzten Spielstunden gibt es genügend Momente, die den einen oder anderen Negativpunkt womöglich wieder vergessen lassen. Danke für deinen Kommentar!

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