Review: Resident Evil: Marhawa Desire (Band 3)

Resident Evil - Marhawa Desire (Band 3) (1)Im April haben wir den zweiten Band der Manga-Reihe vorgestellt und seitdem warten wir gespannt darauf, wie die Geschichte um Ricky Tozawa und Doug Wright weitergehen wird. Vor kurzem ist dann endlich der dritte Band erschienen, in dem die rote beziehungsweise im Manga entsprechend schwarze Suppe ordentlich spritzt. Professor Wright ist gerade noch mit dem Leben davongekommen, doch fällt er fürs Erste schwer verwundet aus. Sein Neffe Ricky Tozawa will in der Zwischenzeit die Untersuchung an der Marhawa-Schule eigenmächtig fortsetzen, konfrontiert Schwester Gracia mit Vorwürfen und erkennt, dass hinter den Geschehnissen jemand anderes steckt. Der Mittelteil des Mangas dreht sich um Bindi Bergara und Nanan Yoshihara, die einst von der Schule fliehen wollten, aber von Schwester Gracia und dem militärisch ausgerüsteten Schulpersonal aufgehalten wurden. Bei diesem Vorhaben erleben wir, wie Nanan stirbt, später wiederbelebt und zu jener Bedrohung wird, die wir im zweiten Band schon kennengelernt haben. Nachdem Ricky sie zur Rede stellt, wird er von Bindi außer Gefecht gesetzt und verliert das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kommt, ist in der Marhawa-Schule bereits der Ausnahmezustand eingetreten. Überall zerfleischen sich die Schüler und Schülerinnen gegenseitig und nur wenige Überlebende leisten noch Widerstand.

Blut und Morde

Mit dem dritten Band erreicht Resident Evil: Marhawa Desire den bisherigen Höhepunkt der Serie. Das gilt leider nicht in storytechnischer Hinsicht, denn die Handlung kommt in unseren Augen viel zu kurz. Wer jedoch die bereits im zweiten Band eingeleitete Entwicklung hin zur Action gutheißt, der wird auch mit dem dritten Band seine wahre Freude haben. Zeichnungen, in denen Zombies, Infizierte und klar von der Videospielreihe inspirierte Mutanten den Ton angeben, gibt es so jedenfalls kaum in einem anderen Manga. Obwohl Action und Horror im Vordergrund stehen, existiert nach wie vor eine richtige Dynamik, die uns mit Ricky deutlich mitfiebern lässt. Auch dass sich einige Schüler freiwillig in den Tod stürzen, da sie das wahre Ausmaß des Vorfalls endlich erkennen, lässt uns nicht nur einmal darüber nachdenken, was in dem Kopf eines Menschen vorgehen muss, wenn ein Bioterrorangriff stattfindet. 176 Seiten lang kann der Manga entsprechend mit schwarzweißen Zeichnungen überzeugen. Farblich gestaltet sind nur die ersten Seiten, die aber auch im dritten Band größtenteils die bisherigen Geschehnisse nur in Textform darstellen. Fraglich ist auch, warum ein Inhaltsverzeichnis mit Seitenangaben existiert, wenn auf keiner Seite die Seitenzahl abgedruckt ist. Das ist aber kein Beinbruch, da man den Manga ohnehin in kurzer Zeit an einem Stück durchlesen will.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Irgendwie finde ich, dass mittlerweile ein wenig der Dampf aus der Manga-Serie raus ist. Das liegt vor allem daran, dass die Masken fallen und es im Grunde nur noch darum geht, sich gegenseitig umzubringen. Ich vermisse die zahlreichen Dialoge, welche besonders den ersten Band großartig gemacht haben und im zweiten Band zumindest noch den Action-Anteil unterlegt haben. Jetzt geht es hauptsächlich darum, den Infizierten zu entkommen und für Ruhe und Ordnung an der Marhawa-Schule zu sorgen. Natürlich konnte man diese Entwicklung bereits auf den letzten Seiten des ersten Bands bemerken, doch habe ich eigentlich erwartet, dass diese wesentlich intelligenter ausfallen wird. Trotzdem bin ich gespannt darauf, wie die Story weitergehen wird. Am Ende des dritten Bands taucht dann nämlich auch endlich die Unterstützung auf, auf die Resident-Evil-Fans seit zwei Bänden warten. Wenn Naoki Serizawa einen klaren Kopf behält, dann kann der Manga auch in puncto Story wieder zulegen und die Geschichte zu einem runden Abschluss führen.

Vielen Dank an Kazé Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Resident Evil: Marhawa Desire (Band 3)!

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