Review: Resident Evil: Marhawa Desire (Band 4)

Resident Evil - Marhawa Desire (Band 4) (1)Ein ganzes halbes Jahr mussten sich Resident-Evil-Fans auf den vierten Band der Manga-Reihe Marhawa Desire gedulden. Mitte Dezember 2013 war es dann endlich soweit und auch die deutschsprachigen Fans können jetzt wieder mit ihren Helden mitfiebern und das im wahrsten Sinne des Wortes. An der Marhawa-Akademie ist der Ausnahmezustand nach wie vor präsent. Gerade in dem Moment, als sich Ricky Tozawa das Leben nehmen will, taucht endlich die seit dem ersten Band unterpräsente Bioterrorism Security Assessment Alliance auf. Allen voran natürlich der berühmte Chris Redfield, der dem Tränen nahen Ricky aus den Fängen der drohenden Zombie-Apokalypse mit ein paar Salven aus seinem Gewehr befreit. Ricky erklärt Chris’ Team, was bisher an der Schule passiert ist, woraufhin Piers schnell die Verstärkung von der Fernost-Abteilung einholen soll, um die Gefahr einzudämmen. Die im dritten Band eingeführten Mutanten sind ebenfalls wieder mit dabei, die sich den Helden des vierten Bandes schlagkräftig entgegenstellen. Der Kampf ums Überleben beginnt erneut und leider müssen wir deshalb im vorliegenden Teil Abschied von einem bereits lieb gewonnenen Charakter nehmen. Wer das genau ist, verraten wir an dieser Stelle aus Spannungsgründen nicht. So oder so müssen diesmal alle Protagonisten mit ein paar Rückschlägen kämpfen.

Kurze Taten statt lange Worte

Der vierte Band der Reihe setzt die Entwicklung der Manga-Serie konsequent weiter. Auch wenn die Handlung mit wichtigen Ereignissen punkten kann, die ausschlaggebend für das Fortbestehen und womöglich den Ausgang der Story sind, steht die Action nach wie vor im Vordergrund. Infizierte werden von der Bioterrorism Security Assessment Alliance mit ein paar Karren Munition niedergeschossen und andere Lebewesen verlieren Körperteile. Wer ein schwaches Gemüt hat, wird mit der einen oder anderen Zeichnung von Naoki Serizawa wohl nicht konform gehen. Da sich die Reihe aber ohnehin an ein erwachsenes Publikum richtet, welches die mittlerweile recht übertriebenen Serienteile auswendig kennt, ist das jedoch kein negativer Punkt. Schade finden wir nur, dass wir den Manga auf diese Art und Weise sehr viel schneller beenden, als so manche Geschichte aus anderen, weniger blutrünstigen Manga. Die insgesamt 176 Seiten verfliegen wie im Nu, doch da die Manga-Reihe in ungleichmäßigen Veröffentlichungszeiträumen erscheinen, kann man so sehr gut noch einmal die vorherigen Bände konsumieren und sich immer und immer wieder auf die spannende Fortsetzung im nächsten Band freuen. Wir sind in einigen Wochen jedenfalls wieder mit dabei, wenn die Flucht aus der Marhawa-Akademie womöglich (nicht) funktionieren wird.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Nachdem die Videospiele von Resident Evil immer mehr zu stumpfen Action-Orgie von den Medien und Capcom selbst degradiert werden, finde ich es schade, dass man diesen Weg wohl auch in der Manga-Reihe einschlägt. Das ist in erster Linie nichts Schlechtes, da die Spannung trotzdem aufrechterhalten wird. Das Flair des ursprünglichen Franchise geht so jedoch mehr und mehr verloren. Fernsehserien wie The Walking Dead schaffen es, wenn gelegentlich auch nicht besonders gut, zwischenmenschliche Beziehungen zu schildern und ein Universum zu schaffen. Resident Evil: Marhawa Desire legt natürlich ein ganz anderes Temperament an den Tag, doch eine Kursänderung würde auch hier sicherlich nicht schlecht bei den Fans ankommen. Wer die ersten drei Serienteile bereits mehr als einmal verschlungen hat, wird auch beim vierten Manga nicht umhinkommen, denn schlecht oder gar langweilig wird Marhawa Desire mit zusätzlicher Action ohnehin nicht!

Vielen Dank an Kazé Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Resident Evil: Marhawa Desire (Band 4)!

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