Review: Waiting in the Summer – Vol. 2 (Episoden 7 – 12)

Waiting in the Summer (1)Waiting in the Summer umfasst gerade einmal zwölf Episoden, die auf zwei Volumes klar aufgeteilt werden. Nachdem die ersten sechs Episoden bereits überzeugen, kommen Werte wie Freundschaft und Liebe in den abschließenden Folgen nochmals besonders zur Geltung.

Waiting in the Summer (2)Gerade noch legt Ichika Takatsuki mit ihrem Raumschiff eine Bruchlandung auf der Erde hin, da muss sie schon das Leben des jungen Hobby-Regisseur Kaito Kirishima retten. Es dauert nicht lange, da findet sie sich bald in einer eingeschworenen Clique wieder und wird sogar in diese aufgenommen. Da Kaitos Schwester Nanami nach wie vor in Bolivien arbeitet, darf die hübsche Ichika im Haus der Takatsukis leben. Zusammen beschließen die Freunde einen Film zu drehen, in denen Ichika lustigerweise eine Außerirdische spielen darf, die auf der Erde in letzter Sekunde notgelandet ist. Sie hofft dabei, dass ihr Geheimnis nicht gelüftet wird, denn die Regierung ihres Sterns hat sehr strikte Vorschriften, was Kontakte mit Bewohnern anderer Planeten betrifft. Das bezieht Beziehungen, insbesondere Liebesbeziehungen, mit ein. Blöd nur, dass sich Ichika unsterblich in Kaito verliebt hat und ihre Gefühle grundsätzlich auch von ihm erwidert werden. Bis sie sich ihre Gefühle eingestehen können, sind mittlerweile einige Wochen vergangen und das Gefühlschaos bezieht auch ihre Freunde Kanna Tanigawa, Mio Kitahara und Tetsurō Ishigaki mit ein. Diese lieben nämlich jeweils ein anderes Mitglied ihrer Gruppe, was ihre Freundschaft tatsächlich auf die Probe stellt. Wie erwachsen die Charaktere mit dieser doch recht heiklen Situation umgehen, ist das zentrale Element der Anime-Serie.

Erwachsenwerden

Waiting in the Summer (3)Die Geschichten der Charaktere werden dabei immer gekonnt mit der eigentlichen Handlung der Serie, dem Drehen des Films, verbunden. Die Handlung in der siebten Episode setzt dabei während des gemeinsamen Urlaubs in Okinawa ein, wo das Filmdrehen bei knallender Sonne auf Hochtouren läuft. Nebenfiguren wie Kaitos angebliche Verlobte Kaori Kinoshita und ihre Freundin Chiharu Arisawa verkomplizieren die Situation für alle Freunde ein weiteres Mal. In diesen Momenten kristallisiert sich jedoch für jeden Einzelnen heraus, was es eigentlich ganz genau bedeutet, jemanden zu lieben und seine Gefühle zu zeigen – selbst dann, wenn sie nicht von der Person ihres Herzens erwidert werden. Zum Ende der zwölfteiligen Serie drückt diese Thematik sogar einmal stark auf die Tränendrüse, da einem als Zuschauer das Glück aller Protagonisten wirklich wichtig geworden ist. Nichtsdestotrotz kann Waiting in the Summer in den vorliegenden Episoden wieder einmal mit sehr viel und auch subtilen Humor punkten. Da ist die Enthüllung einer Figur, die klammheimlich Nudistin ist, noch das Harmloseste. Zum Ende treten die Science-Fiction-Elemente verhäuft auf, weshalb noch wesentlich abstrusere Situationen entstehen – ein Augenzwinkern auf einen Film mit Will Smith und Tommy Lee Jones ist da genauso inbegriffen wie das Auftreten von eiförmigen Raumschiffverfolger.

Trauriger und humorvoller Abschluss

Waiting in the Summer (4)Wir möchten an dieser Stelle einmal mehr die japanische Synchronisation loben. Diese wirkt wie aus einem Guss und durch Synchronsprecher wie Nobunaga Shimazaki, Haruka Tomatsu oder Aya Hisakawa erreicht diese Fassung einen auf der einen Seite wirklich tiefgründigen und auf der anderen Seite herausragenden humorvollen Touch, der Waiting in the Summer zu einem Genuss macht. Bei der deutschen Synchronfassung hat man sich auch bei den Folgen der zweiten und letzten Blu-ray Disc Mühe gegeben, diese Qualität zu erreichen. Das gelingt nicht ganz, doch trotzdem ist die deutsche Fassung keinesfalls schlecht, da die Stimmen der Sprecher hervorragend zu ihren Charakteren passen. Beide Tonspuren liegen in DTS HD Master Audio 2.0 vor. Die japanische Fassung kann man sich wie bei vielen Animes typisch nur mit deutschen Untertiteln anschauen; bei der deutschen Fassung ist dies optional. Auf Seiten des Bildformats bietet Waiting in the Summer ein scharfes und kontrastreiches Bild in 1080p. Sowohl die Charaktere als auch die vielen Umgebungen existieren hier in Harmonie. Bonusmaterial liegt bei der zweiten Volume nur in Form eines Booklets vor, welches dafür mit vielen Begleitinformationen punkten kann. Digitales Bonusmaterial gibt es dagegen nicht, was wir bei der sonst sehr spannenden und unterhaltsamen Serie doch sehr schade finden.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Ich muss zugeben, dass die Entwicklung der Handlung ein wenig abzusehen ist. Ich hätte jedoch nicht damit gerechnet, wie abstrus es am Ende dann doch wird. Hier bricht der Anime ein wenig mit seiner ernsten Grundhaltung, doch um das Ende von Waiting in the Summer zum Abschluss zu bringen, ist das in meinen Augen jedoch absolut nötig. Durchgehend besinnen sich auch die letzten sechs Episoden auf die Qualitäten der Serie. Das heißt zum einen das witzige Momente subtil in die Situationen eingewoben werden und zum anderen, dass dadurch eine ernste Geschichte über Liebe und Freundschaft durchgehend aufrechterhalten werden kann. Dabei erreicht die Handlung an einer Stelle sogar eine sehr philosophische Ebene, was mir angenehm auffällt. Hat man sich die ersten sechs Episoden bereits angesehen und mag das Szenario, kommt man um die letzten sechs Folgen auch gar nicht mehr umher. Waiting in the Summer ist zwar eine sehr kurze Serie, doch eine Serie über einen Sommer voller Liebe und Freundschaft kann ich jedenfalls nicht so schnell vergessen!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Waiting in the Summer – Vol. 2 (Episoden 7 – 12)!

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