Review: Resident Evil: Heavenly Island (Band 3)

resident-evil-heavenly-island-band-3-1Am Ende des zweiten Bandes der Manga-Reihe Resident Evil: Heavenly Island haben sich die Ereignisse regelrecht überschlagen. Ursprünglich sollte auf der Insel Sonido de Tortuga nur eine inszenierte Fernsehsendung aufgezeichnet werden. Aus dem fingierten Überlebenskampf wurde binnen kürzester Zeit jedoch bitterer Ernst. Auf der Insel hat sich ein Virus ausgebreitet und fast das gesamte Produktionsteam befallen. In den Wirren der Geschehnisse bildeten sich mehrere Grüppchen und somit auch Handlungsstränge heraus, die im dritten Band wieder aufgegriffen und sogar zusammengeführt werden. So sind Hauptfigur Tominaga Takeru und seine große Model-Liebe Yuki Mayu in eine Höhle geflüchtet und werden zu Beginn der einsetzenden Handlung von Harpunio, dem maskierten Hünen mit der Harpune, entdeckt und verfolgt. Ihnen gelingt nur knapp die Flucht aus der Höhle – ihr nächstes Ziel ist das Erreichen der White Castle, also der Yacht, mit der sie auf die Insel gekommen sind. Blöd nur, dass die Zombies gelernt haben zu schwimmen und die Yacht bereits erreicht haben und zu allem Übel sind auch alle Geräte auf dem Schiff funktionsuntüchtig gemacht worden. Laura Bierce und Brown Anderson konnten zum Glück noch rechtzeitig von der Yacht fliehen und treffen im Dschungel auf Takeru und Mayu, mit denen sich die beiden kurzerhand zusammen schließen.

Kampf ums nackte Überleben

Hauptsächlich dreht sich der dritte Band der Reihe um den Kampf ums Überleben der Gruppe. Es werden Fallen gelegt und in der Nacht Wache gehalten, denn die Infizierten warten nur darauf, auch die letzten Lebewesen zu ihresgleichen zu machen oder auszuweiden. Die vierköpfige Gruppe wird dabei auf eine harte Probe gestellt, da sich einer von ihnen insgeheim bereits mit dem Virus infiziert und die Verwandlung schon begonnen hat. Ob und wer hier wen töten muss, verraten wir natürlich nicht. Die persönliche Entwicklung der Charaktere verfolgen wir ab sofort aber mit noch größerer Spannung. An der alten und verfallenen Militäranlage kommt es schließlich zum Showdown im vorliegenden Manga. Es werden ein paar Informationen über den Zauberer und Inéz Diacos Ehemann gestreut und schließlich taucht auch die Bioterrorism Security Assessment Alliance auf, um den Ungetümen auf der Insel Einhalt zu gebieten. Natürlich eskaliert die Situation, sodass auch hier wieder einige Unschuldige ihr Leben lassen. Durch das Auftauchen von Claire Redfield und das Erwähnen von Oswald Spencer wird auch der dritte Band wieder gut in den Resident-Evil-Kanon eingebunden. Allerdings werden sowohl interessante Verknüpfungen und die Story-Inhalte auf ein Minimum heruntergeschraubt, sodass im dritten Band leider deutlich die Action die Oberhand gewinnt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der ersten Auflage): Die ersten beiden Bände von Resident Evil: Heavenly Island habe ich geradezu verschlungen. Entsprechend habe ich mich sehr auf die dritte Volume gefreut, doch wurde ich leider etwas enttäuscht. Die Anzeichen, dass in den kommenden Bänden die Action dominieren kann, haben sich leider bewahrheitet. Das soll nicht heißen, dass der dritte Band nicht spannend ist – im Gegenteil! Durch reichlich inszenierte Action kann die Spannung durchweg aufrechterhalten werden. Leider sind schnelle Leser entsprechend flott mit dem Schmökern fertig. Es gibt einfach zu wenig Handlungsinhalte, die behandelt werden können und stattdessen beschränkt man sich hauptsächlich auf die mühselige Flucht durch den Dschungel, den Kampf ums Überleben und einige brachiale Kämpfe. Ich hoffe sehr, dass im nächsten Band die Story wieder etwas mehr zur Geltung kommt, denn mit einem kleinen, aber feinen Cliffhanger am Ende des dritten Bandes, kann die Geschichte durchaus noch einmal Fahrt aufnehmen und einen ungeahnten Höhepunkt erreichen.

Vielen Dank an Kazé Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Resident Evil: Heavenly Island (Band 3)!

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