Review: Dragon Ball Z Kai (Box 3, Episoden 36-54)

Nach dem Auftreten der Saiyajin in der ersten Serienbox und sowohl der Reise nach Namekku, als auch die ersten Schritte auf Pikkoros Heimatplaneten in der zweiten Serienbox, steht in der dritten Ausgabe der erste große Kampf der Dragon-Ball-Z-Kai-Handlung an.

Wie für das Franchise typisch knüpfen die Episoden dieser Serienbox von Dragon Ball Z Kai an die vorhergehenden Ereignisse an. Während Son Gokū im Kampf besiegt wurde und seine Verletzungen in einem speziellen Behältnis in Furīzas Raumschiff auskuriert hat es sich Bejīta nach den Kämpfen ebenfalls gemütlich gemacht. Allerdings bemerkt er nicht, dass Son Gohan, Kuririn und Dende unbemerkt die sieben Dragon Balls vom Planeten Namekku an einen sicheren Ort gebracht haben, um dort den Drachen Porunga zu rufen. Anders wie Drache Shenron, der auf der Erde erscheint, wenn man die dortigen Dragon Balls sammelt, erfüllt Porunga gleich drei Wünsche. Da mehrere Charaktere in den letzten beiden Serienboxen bereits gestorben sind und der Kampf gegen Bösewicht Furīza in greifbare Nähe rückt, möchte das Trio, dass all ihre Freunde aus dem Jenseits ins Diesseits zurückkehren. So einfach wie sie sich das vorstellen, funktioniert ihr Vorhaben aber nicht. Porunga kann bei jedem Wunsch nur einen einzigen Charakter wieder ins Leben zurückrufen. Sie entscheiden sich für Pikkoro und wünschen sich, dass er von Porunga nach Namekku teleportiert wird. Dies gelingt dem Drachen zwar, doch taucht Pikkoro irgendwo auf dem Planeten auf und muss die Helden zunächst aufspüren – dann stirbt jedoch der Oberälteste, wodurch die Macht der Drachenkugeln erlischt.

Komprimierter Kampf mit Lücken

In den Episoden 36 bis 54 steht fast durchgehend der Kampf gegen Furīza im Mittelpunkt. Während sich Pikkoro zu Son Gohan, Kuririn und Dende aufmacht, beginnt für die drei kleinen Helden ein Kampf auf Zeit. Zum Glück bemerkt Bejīta, dass Furīza sich dem Ort des Geschehens genähert hat und mischt sich in den Kampf ein. Während in den Folgen der letzten beiden Serienboxen hauptsächlich die Story im Vordergrund stand und in einem gesunden Verhältnis mit den Kämpfen vermischt wurde, ändert sich dieses Konzept in den vorliegenden Episoden weitgehend. Hier werden Story-Schnipsel beiläufig eingeworfen und in erster Linie kämpfen die Freunde mitsamt ihrem neuen Verbündeten Bejīta gegen den bösartigen Furīza. Das ist jedoch gar nicht so schlimm, wie man es sich als Kenner der Vorlage Dragon Ball Z vorstellen mag. Während dort der Kampf gegen den Tyrannen noch in der 105. Folge wütet, ist der Spuk in Episode 54 von Dragon Ball Z Kai längst vorbei. Die Komprimierung des Kampfes aufs Nötigste funktioniert weitgehend sehr gut. So gehören lästige Filler-Episoden der Vergangenheit an und die Erzählung wirkt wesentlich kompakter. Hin und wieder hatten wir jedoch das Gefühl, dass ein wichtiges Bindeglied zwischen der einen oder anderen Kampfszene fehlt. Da wären erweiterte oder gar neue Szenen angebracht gewesen.

Designentscheidungen der Vorlage

Zusammenhängend wirken Furīzas – wohlgemerkt mehrfache – Einschätzungen, seine Feinde innerhalb von fünf Minuten zu erledigen, wie in der Vorlage auch in Dragon Ball Z Kai sehr lächerlich. Besonders seine letzte Bewertung der Lage, die zudem keinen Gegner betrifft und daher wesentlich zielsicherer sein sollte, hält einige Episoden später noch an. Ebenso fraglich ist die Einbindung von Ginyū in Froschgestalt. Ihm gelingt es für ein bis zwei Episoden seine Gestalt mit Bulma zu tauschen. Hier greift Son Gohan dermaßen schnell ein ohne die Situation gänzlich einzuschätzen, was dann in der Praxis nur wenig nachvollziehbar ist. Davon abgesehen kann der lange Kampf gegen Furīza mit einigen spannenden Höhepunkten überzeugen, da schließlich auch die eine oder andere Kampftechnik zum Einsatz kommt, die wir seit längerer Zeit oder noch sogar noch gar nicht in Dragon Ball Z Kai gesehen haben. Am optischen Gesamtbild hat sich in der dritten Serienbox nicht viel verändert. Nach wie vor können wir alle Folgen im bildschirmfüllenden 16:9-Format bei einer Auflösung von 1080p erleben. Da die Erstausstrahlung der Vorlage in den frühen 1990er Jahren stattfand, kann man dem Bild sein Alter jederzeit anmerken. Dennoch wird der Charme mit markanten Melodien jederzeit gut unterlegt. Bonusmaterial liegt physisch in Form eines Episodenguide und drei Postkarten mit Artworks darauf bei. Digitales Bonusmaterial gibt es erneut nicht zu erforschen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Aufgrund verschiedener Tätigkeiten hatte ich in den letzten Monaten leider kaum Zeit, die Blu-ray-Veröffentlichung von Dragon Ball Z Kai weiter zu verfolgen. Die ersten beiden Serienboxen haben mich sehr zufriedengestellt und auch die dritte Serienbox finde ich gelungen. Allerdings muss ich sagen, dass ich noch nie der größte Fan von ausufernden Kämpfen – und somit auch nie der größte Fan der Vorlage Dragon Ball Z – war. Diese Abneigung merke ich in der dritten Serienbox deutlich, da sich die Handlung fast durchweg auf den Kampf gegen Furīza konzentriert. Auch wenn dieser in den vorliegenden Episoden aufs Wesentliche komprimiert wurde, stören mich hier vor allem Anfeindungen seitens des Bösewichts, der die Helden mehrmals in fünf Minuten besiegen will. Das hat in der Vorlage nicht funktioniert und wurde auch nicht in Dragon Ball Z Kai vernünftig umgesetzt. Wer die Kämpfe aus Dragon Ball Z jedoch mochte, wird auch mit der Neuauflage weitgehend seinen Spaß haben. Für mich bleibt es jedoch die bisher schwächste Serienbox, freue ich mich jedoch bereits jetzt auf weitere Episoden mit Son Gokū und Co!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragon Ball Z Kai (Box 3, Episoden 36-54)!

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