Review: Brynhildr in the Darkness (Vol. 2)

Mit einer Prophezeiung fing in der ersten Volume der Anime-Serie Brynhildr in the Darkness das vielschichtige und spannende Spektakel an. Wie der Wirrwarr um Hexen, Magie, Medikamente, Freundschaft und pubertären Humor noch tiefgründiger wird, zeigt die zweite Ausgabe.

Murakami Ryōta hat es schon nicht leicht. In der Kindheit pflegte er eine gute Freundschaft mit Kuroneko, die jedoch bei einem Ausflug mit Ryōta in eine Schlucht stürzte. Während sie das Zeitliche segnete, kam Ryōta gerade noch mit dem Leben davon. Obwohl er jahrelang mit der bitteren Wahrheit leben musste, seine beste Freundin verloren zu haben, taucht plötzlich in seiner Klasse die neue Schülerin Kuroha Neko auf, die seiner verstorbenen Kameradin nicht nur am Namen verblüffend ähnlich sieht. Sie freunden sich miteinander an, wodurch Ryōta immer mehr über Neko erfährt. Diese gehört zu den Magierinnen, die in einer Forschungseinrichtung gezüchtet werden. Da sie – genauso wie ihre ebenfalls aus dem Labor geflüchteten Freundinnen – alle dreißig Stunden eine bestimmte und zudem auch lebensnotwendige Medizin nehmen muss, war es für die Helden in der ersten Volume nötig, in die Fabrik, in der das Medikament hergestellt wird, einzubrechen. In diesem Zusammenhang mussten die Charaktere erfahren, dass das Labor und ihre Wissenschaftler alles daran setzen, die entflohenen Hexen, wie sie von den Antagonisten genannt werden, wieder einzufangen. Während die erste Konfrontation mit einem ihrer Feinde noch recht glimpflich ausging, lieferte der Cliffhanger am Ende der ersten Volume genügend Stoff, um die zweite von insgesamt vier Ausgaben mit einer gesunden Würze Spannung beginnen zu lassen.

Wettlauf gegen die Zeit

Am der Ende vierten Episode tauchte in der Sternwarte ein Mädchen auf, das gerade erst in die zehnte Klasse versetzt worden ist. Was die Protagonisten nicht wissen, ist, dass das neue Mitglied ihrer Schule womöglich eine Hexe ist, die vom Forschungslabor geschickt worden ist, um die Mädchen zu töten. Diese Annahme wird beim Zuschauer insofern gefestigt, dass Tachibana Kana mehrere Visionen von Takatori Kotori, sprich dem neuen Mädchen, hat. Sie sieht, wie Ryōta und Neko von Kotori ermordet werden. Bei ihrer Vorstellungsrunde spielt Kotori allerdings sehr überrascht, als sie erfährt, dass es sich bei den anderen Damen des Astronomie-Clubs ebenfalls um Magierinnen handelt. Kurz darauf spitzt sich die Lage zu, als eine weitere und noch sehr viel gefährlichere Hexe in der Stadt erscheint und Jagd auf die entflohenen Mädchen macht. In diesem Zusammenhang werden auch Kanas Visionen ständig aktualisiert, sodass am Ende nicht mehr ganz klar ist, ob Kotori nun eine Feindin oder doch eine Freundin ist. Problematisch ist ebenfalls, dass die Medizin der Mädchen maximal noch einen Monat reicht. Damit der Vorrat nicht ausgeht, beschließt Ryōta seinen Onkel Hashiratani Kogorō einzuweihen. Dieser ist ein anerkannter Wissenschaftler und soll für die Protagonisten die Zusammensetzung des Wirkstoffes herausfinden. Der Wettlauf gegen die Zeit ist spannend inszeniert und kann mit ein paar überraschenden Wendungen punkten.

Freizügigkeiten

In den Szenen, in denen die Leben der Charaktere gerade einmal nicht bedroht werden, steht der Humor deutlich im Vordergrund. Dieser ist nicht selten pubertär, denn besonders die fröhliche Kazumi Schlierenzauer nimmt kein Blatt vor den Mund und spielt mehr als nur einmal auf die Brüste ihrer Freundinnen an und nutzt zudem jede Gelegenheit, Ryōta von ihren Vorzügen überzeugen zu wollen. Die unweigerliche Konsequenz ist, dass der Zuschauer auch mal mit dem einen oder anderen freizügigen Bild konfrontiert wird. Dennoch heißt das nicht, dass die Handlung der Anime-Serie dadurch zur Nebensache verkommt. Wichtige Themen wie Freundschaft oder gar Selbstaufopferung sind wichtige Bestandteile der facettenreichen Geschichte. Wie schon in der ersten Volume spielen sehr viele Aspekte ein harmonisches Zusammenspiel, ebenfalls der Soundtrack unterstützt in den vorliegenden drei Episoden hervorragend die Atmosphäre der Story. Nicht unbedingt zu diesem Konzert gehört der Zeichenstil der Anime-Serie. Obwohl sowohl die Umgebungen als auch die Charaktere schön und ausführlich gestaltet worden sind, fallen die Animationen dann doch etwas zu sparsam aus. Im Gegensatz zur ersten Volume gibt es bei der zweiten Volume von Brynhildr in the Darkness kein physisches oder digitales Bonusmaterial. Schlimm ist dies aber nicht, da die gute Qualität des Animes davon natürlich unangetastet bleibt.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): In der ersten Volume von Brynhildr in the Darkness wurden nicht nur die wichtigsten Charaktere eingeführt und die Grundlagen für die Handlung gelegt, in diese durfte sogar direkt mit sehr viel Action und Humor richtig eingestiegen werden. An den Cliffhanger der ersten Volume kann die fünfte und damit erste Episode in dieser Volume nahtlos anknüpfen. So wird der Zuschauer wieder unmittelbar ins Geschehen geworfen. Die Spannung nimmt dadurch ebenfalls nicht ab und die Handlung kann logisch fortgesetzt werden. Diesmal müssen sich die Charaktere mit einem neuen Feind konfrontiert sehen und nach einer Lösung für den ständig schrumpfenden Pillenvorrat suchen. In diesen Punkten erfüllt die Anime-Serie hervorragend die Erwartungen, die mit der ersten Volume aufgebaut wurden. Die einzigen Mankos sind nach wie vor die detailarmen Animationen und die deutsche Synchronisation, die dem japanischen Originalton ein wenig unterlegen ist. Wer also schon mit dem Seriendebüt etwas anfangen konnte, darf auch sehr gerne bei der zweiten Volume wieder zugreifen.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Brynhildr in the Darkness (Vol. 2)!

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