Review: Strike the Blood (Vol. 2)

Schon die erste Ausgabe von Strike the Blood hat bewiesen, dass die Anime-Serie Elemente der Genres Action, Fantasy, Science Fiction und sogar Erotik wunderbar miteinander paaren kann. Die zweite Volume setzt an diesem Konstrukt an und führt es hervorragend weiter.

In den ersten sechs Episoden von Strike the Blood wurden die Grundlagen der Anime-Serie gelegt. So wird in der ersten Volume unter anderem der Schauplatz, die fiktive Insel Itogami, vorgestellt und die zwischenmenschlichen Beziehungen beziehungsweise Zusammenhänge zwischen den einzelnen Charakteren verknüpft. Zu Beginn der zweiten Volume fühlt sich Protagonist Akatsuki Kojō gegenüber seiner Aufpasserin Himeragi Yukina schuldig, da sie stets ein Auge auf ihn werfen muss, um auszuschließen, dass er als vierter Shinso eine Bedrohung für die Bevölkerung der künstlichen Insel, auf der Menschen, Vampire, Geister und Halbdämonen mehr oder weniger miteinander leben, darstellt. Dementsprechend wird sie immer und immer wieder in den Schlamassel, den der junge Vampir wie ein Magnet anzieht, hineingezogen. Zuletzt mussten sie sich noch gegen einen Kampfpriester und anschließend gegen Terroristen stellen, was schlussendlich dazu führte, dass Kojō von Yukinas Blut trinken durfte, um wieder zu Kräften zu kommen. Mit einem Schuss Romantik, wie man ihn eher aus Fernsehserien wie The Vampire Diaries kennt, wird der Fokus jedoch nicht ins Unwesentliche verschoben – Strike the Blood beschäftigt sich im Kern immer noch mit dem Kampf gegen die Mächte, die Kojō und Co ans Leder wollen. Ein neuer Bösewicht gibt sich zu Beginn der zweiten Volume ebenfalls zu erkennen: Er will die ganze Welt in einen Krieg stürzen.

Zwischenmenschliche Beziehungen

Dazu gehören abermals Kämpfe, die zwar jeder Fan direkt aufsaugt, unterm Strich jedoch ein wenig zu kurz kommen. In diesen Wirren bleibt deshalb auch viel Raum für weitere Charaktere, beispielsweise Kirasaka Sayaka. Sie ist eine Sandkastenfreundin von Yukina und deshalb nicht erfreut darüber, dass Yukina von Kojō permanent einer Gefahr ausgesetzt wird und versucht, Kojō von ihr fernzuhalten. Des Weiteren kommt im Verlauf der Gespräche zwischen Kojō und Sayaka heraus, dass beide ein wenig mehr für ihre gemeinsame Freundin fühlen. Während Kojō vor allem ihre Persönlichkeit lobt, stehen für Sayaka Yukinas körperliche Merkmale im Vordergrund, was natürlich dazu führt, dass sich Sayaka und Kojō in die Haare bekommen. Dann wird zu allem Überdruss auch noch Kojōs Freundin Aiba Asagi in einen Kampf verwickelt und muss deshalb ins  Krankenzimmer der Schule gebracht werden. Nachdem es ihr besser geht, überrascht sie Kojō mit einer ganz besonderen Aktion, wodurch sich die beiden näher kommen. So kommen neben den Kämpfen und dem Schutz von der Insel Itogami auch die zwischenmenschlichen Beziehungen nicht zu kurz. Schlussendlich sind Kojō und Yukina auch noch auf einer geheimnisvollen Insel unterwegs, wo sie einerseits von Soldaten bedroht werden und andererseits ebenfalls die Möglichkeit haben, sich etwas näher zu kommen. Zudem wird hier die Bühne für eine weitere neue Persönlichkeit freigemacht.

Konsequente Serienfortführung

Unter optischen Gesichtspunkten entsprechen die sechs Episoden der zweiten Volume den vorherigen Folgen aus der ersten Ausgabe. Das heißt, dass Umgebungen und Charaktere sehr gut miteinander harmonieren. Allerdings sind die Kampfeffekte nach wie vor nicht auf demselben Niveau. Anders sieht es da schon bei der Akustik aus: Sowohl die deutsche als auch die japanische Tonspur liegt im Tonformat DTS HD Master Audio 2.0 vor. Zwar ist den japanischen Originalsprechern anzumerken, dass sie ein wenig mehr Emotionen in die ihnen zugeteilten Charakteren packen, doch können auch die deutschen Synchronsprecher den Persönlichkeiten reichlich Leben einhauchen. So fühlt sich keine einzige Szene ermüdend an. Ergänzend sollte der stets passende Soundtrack erwähnt werden, der in ruhigen Momenten mit leisen Klängen die Stimmung untermalt und sobald es ein wenig actionreicher in den Szenen abläuft, können auch paralysierende Stücke sehr gut die Spannung unterstützen. Weniger spannend ist die restliche Ausstattung der Blu-ray Disc. Bonusmaterial liegt in der zweiten Volume von Strike the Blood nicht vor. Dies gilt sowohl für die digitale Ausstattung als auch für die physische Veröffentlichung. Ein wenig schade ist das schon, da weiterführende Informationen zu einer Anime-Serie immer eine sehr willkommene Ergänzung sind. Fans der ersten Stunde lassen sich davon nicht beirren und dürfen das Defizit gerne ausklammern.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Nachdem die erste Volume die Grundlagen für die Anime-Serie legen konnte, steht im zweiten Episodenpaket die konsequente Fortführung der Story im Vordergrund. Es gibt zwar auch Kämpfe zwischen Kojō, Yukina, Sayaka und Co, doch liegt der Fokus definitiv auf der Handlung und der weiteren Entfaltung der zwischenmenschlichen Beziehungen, die sich diesmal sehr stark auf Romantik und Erotik konzentriert und mit geschickter Zweideutigkeit nicht geizt. Das Konzept geht auf und das, obwohl es recht wenige Kämpfe und Konflikte gibt, die von den Figuren gelöst werden wollen. In der restlichen Gestaltung entspricht die zweite Volume der vorherigen Ausgabe, optisch und akustisch dürfen also keine großen Verbesserungen, aber auch keine großen Verschlechterungen erwartet werden. Wer den Auftakt der Anime-Serie bereits mochte, wird auch mit der zweite Volume wieder jede Menge Spaß haben.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Strike the Blood (Vol. 2)!

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