News: Skyward Sword erscheint Anfang 2011

Die deutschsprachige Zeitschrift GamePro berichtet auf ihrer Internetseite, dass der nächste Teil der Zelda-Reihe bereits Anfang 2011 erscheinen soll. Der interviewte Eiji Aonuma gab allerdings keine Einzelheiten zum Veröffentlichungstermin preis. Es ist also weiterhin unklar, in welchen Erdteilen und zu welchem Termin das Spiel in den Läden stehen wird.

Erics Meinung: Ich gehe davon aus, dass der Titel weltweit möglichst zeitnah veröffentlicht wird. Das Lokalisieren der Texte wird allem Anschein nach keine große Zeitspanne in Anspruch nehmen, da Nintendo vermutlich erneut auf eine Sprachausgabe verzichten wird.

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Review: No More Heroes 2: Desperate Struggle

Eine Frau fragt: „Wie hast du mich gefunden?“ Der Mann antwortet schlicht und einfach: „Ich bin der Mann.“. Fans der Filme von Quentin Tarantino werden dieses Gespräch sofort einem epischen Meisterwerk zuordnen können, so passt es auch in eine ganz bestimmte Szene in diesem Spiel. Doch bis es dazu kommt, vergehen unzählige Spielstunden in Santa Destroy, der Spielwelt von No More Heroes 2.

Seit vielen Jahren fällt Schnee in der kalifornischen Stadt und wartet nur darauf rot gefärbt zu werden. Auf dem Dach eines Hochhauses lauert bereits Skelter Helter, der erste Gegner von Travis Touchdown. Der Aufzug nähert sich der Dachterrasse, der Feind zückt seine Knarren, die Tür öffnet sich und die ersten Schüsse vernimmt man in der Stille. Allerdings befindet sich Travis nicht in der Aufzugkabine. Plötzlich steht Travis neben seinem Widersacher und aktiviert sein Beam-Katana. Diese anschauliche Waffe ist am ehesten mit den Laser-Schwertern aus der Star Wars-Saga zu vergleichen. Ein erbitterter Kampf beginnt, welcher zusätzlich als Tutorial des Spiels dient. Während des Kampfes erfährt Travis, dass er Skelter Helters Bruder vor einigen Jahren umgebracht hatte. Nachdem Travis den Kampf für sich entscheiden kann, taucht Silvia Christel auf. Die Dame diente in der Vergangenheit des Protagonisten als eine Auftraggeberin, welche Travis dazu motivierte, der beste Attentäter von Santa Destroy zu werden. Im Gegenzug versprach sie ihm eine Nacht mit ihr.

Und die Flüsse färben sich rot

Gegen Ende des ersten Teils verschwand Silvia spurlos. Man kann sich also gut vorstellen, dass Travis überrascht und wütend ist, sie wiederzusehen. Erst lehnt er das Angebot ab, ein weiteres Mal die Rangliste der besten Attentäter zu erklimmen. Als am nächsten Morgen sein bester Freund von skrupellosen Gangstern getötet wird, kennt Travis keinen Morgen mehr und begibt sich auf einen Rachefeldzug gegen eine Vielzahl von gefährlichen Konkurrenten. Der Stil des Spiels ist dabei gekonnt in einem erwachsenen Cel Shading-Stil eingewickelt. Spätestens nachdem der erste Gegner des Spiels ins virtuelle Nirwana geschickt wurde,  weiß man als Spieler, dass der Titel nicht in Kinderhände gehört. Überzogene Brutalität in Form von riesigen Blutfontänen und ein erwachsener, wenn auch spezieller Humor dominieren das Spielerlebnis. Je nachdem auf welchem der zwei zu Beginn verfügbaren Schwierigkeitsgrade man in den Kampf zieht, warten mal mehr, mal weniger ausufernde Kämpfe auf einen.

Vier Wände – viel Schnickschnack

Normalerweise startet ein normaler Tag in Santa Destroy in Travis’ Motelzimmer. Die Räumlichkeit beherbergt einige interessante Freizeitbeschäftigungen. Trainiert man seiner Katze Jeanne erfolgreich die Pfunde ab, wird man gegen Ende des Spiels dafür belohnt. Wenn man seinen Fernseher einschaltet, darf man ein kurzweiliges Videospiel zocken und immer wieder neue Highscores aufstellen. Ein freispielbares Anime-Video winkt als Belohnung. Im Regal findet man mit zunehmender Spielzeit verschiedene Magazine, aus welchem Travis so einige Wrestling-Moves erlernen kann. Wenn man in den facettenreichen Spielabschnitten verschlossene Truhen aufbricht, erhält man unter Umständen neue Möbelstücke. Aus diesen zieht man keinen besonderen Nutzen, sie verschönern aber angenehm das Motelzimmer. Im Kleiderschrank werden Travis’ Kleidungsstücke aufbewahrt, die man vorher im Geschäft Area 51 erstehen kann. Von Jeans-Hosen, stilistischen T-Shirts und coolen Sonnenbrillen ist alles dabei, womit ein angehender Assassine Eindruck bei seinen Feinden schinden kann. Wer erfolgsorientiert durch das Spiel voranschreitet, darf später auch mit nacktem Oberkörper gegen die Gegnerhorden antreten.

Stadtrundfahrt

In No More Heroes 2 darf man keine offene Welt, wie noch im ersten Teil erwarten. Die (teilweise) langen Motorradfahrten wurden durch ein überschaubares Menü ausgetauscht. Je weiter man die Handlung vorantreibt, desto mehr Orte können aus einer Liste ausgewählt werden. Wichtige Orte, wie das Motelzimmer oder Silvias Agentur befinden sich ganz oben in der Auflistung. Am unteren Ende kleben die zahlreichen Nebenaufgaben des Spiels, in denen man virtuelle Dollar verdienen kann. Will man das eigene Geld in kein neues Beam-Katana oder Unmengen an Kleidungsstücke investieren, darf man die virtuelle Währung auch im Fitness-Studio lassen. Ein homosexueller Trainer steht bereit, um Travis’ Muskeln und Gesundheit aufzubauen. Dazu ist die Bewältigung eines Minispiels vonnöten, dass mit ansteigender Spieldauer immer schwieriger wird. Selbst Profis werden nach den ersten (leichten) Übungen ins Schwitzen kommen. An dieser Stelle verzeiht das Spiel keine Fehler, besticht dafür mit einem speziellen Look.

Retroperspektive

Egal ob man nun im Fitness-Studio trainiert oder einem der zahlreichen Minispiele nachgeht, orientiert sich der Stil bis auf ein Minispiel an der glorreichen 8Bit-Ära. Grafik, Soundeffekte erinnern stark an Zeiten des Nintendo Entertainment System. Während man für die Fitness das Geld sprichwörtlich aus dem Fenster schmeißt, verdient man sich mit den kurzweiligen Nebenaufgaben den einen oder anderen Dollar dazu. Es dürfen Steaks für hungrige Kunden gebraten werden, mit einem Miniroller über den Highway gerast, Insekten mit dem entsprechenden Spray in den Insektenhimmel geschickt, Kokosnüsse gesammelt oder Fließen, sowie Rohre verlegt werden. Einer unserer Favoriten ist das Einsammeln von Müll im Weltraum. Obwohl es im dritten und vierten Spielabschnitt des Minispiels sehr ärgerlich sein kann, wenn man von einem Asteroiden getroffen und wieder zurück ins Spaceshuttle geschickt wird, kann man bei dieser Spielerei mit einem kleinen Trick in kurzer Zeit große Geldmengen anhäufen. Dazu braucht man nichts weiter zu tun, um alle Müllhaufen (bis auf einen) einzusammeln und zu warten, bis einem der Sauerstoffvorrat ausgeht. Mit dem nächsten Versuch schnappt man dann das letzte Stück und kassiert fast einhunderttausend Dollar alleine durch den wieder auf drei Minuten zurückgesetzten Zeitbonus. Ein Spielfehler, der bei der Qualitätskontrolle übersehen wurde.

Kill Bill

Außerdem ist es möglich, bei einer vollbusigen Dame neue Beam-Katanas zu erwerben, welche unterschiedliche Spielgefühle vermitteln. Unhandliche Schwerter richten mehr Schaden an und leichte Waffen schwächen die Gegner nur geringfügig. Bevor man gegen die starken Bossgegner antreten darf, erhält man von Auftraggeberin Silvia eine kurze Einweisung. Danach darf man sich erst einmal gegen unzählige (stupide) Gegnerhorden kämpfen. Der Titel besticht nicht gerade mit vielfältigen Angriffsmethoden – trotzdem werden die Kämpfe gut inszeniert. Blut spritzt stilistisch in alle Richtungen und trägt zum abgefahrenen Spielerlebnis bei. Nach einigen eliminierten Gegnerhorden, schaltet man den nächsten Abschnitt des Levels frei, wo das ganze Spielchen wieder von vorne beginnt. Mit etwas Glück und guter Trefferquote ist es ebenfalls möglich, das Zeitgefühl der Feinde kurzzeitig zu verlangsamen oder sich in einen gefräßigen Tiger zu verwandeln. Eine tolle Abwechslung wenn man bedenkt, dass die Batterien des Beam-Katana nicht ewig halten. Um diese aufzuladen muss man die Waffe (in dem Falle die Wii Remote) wie verrückt schütteln – im Spiel führt Travis eine Aktion aus, die bei vielen pubertären Jungs zum Schmunzeln bringen sollte. Nach unzähligen Bestellungen der roten Suppe, darf man dem Obermotz von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen.

Godzilla gegen Mech-Godzilla

Während der Titel größtenteils mit wenig facettenreichen Gegnern daherkommt, machen das die abgefahrenen Bosskämpfe wieder wett. Bei einem Bosskampf werden Klingen gekreuzt und in einem anderen Kampf schlüpft man in das Cockpit eines Riesenroboters und bekämpft eine sehr ähnliche Gestalt mit gewaltigen Angriffen. Schießwütige Cowboys und aus dem All zurückkehrende Astronauten erledigen den Rest. Um die Angriffstechniken der Bossgegner zu durchschauen, vergeht einige Zeit. Hat man die feindlichen Manöver aber erst einmal verinnerlicht, macht es umso mehr Freude, sich dem Fiesling gegenüberzustellen. Wiedersehen mit bekannten Charakteren aus dem ersten Teil sind nicht ausgeschlossen. Zwei Bossgegner dürfen sogar mit anderen Charakteren bekämpft werden. Zum einen wäre da Shinobu, die unsterblich in Travis verliebt ist. Sie verfügt zwar über kein Beam-Katana, kann dafür aber entfernte Höhen mit gezielten Sprüngen erreichen. Außerdem ist Travis’ Zwillingsbruder Henry mit von der Partie – welche Rolle er einnimmt, möchten wir an dieser Stelle allerdings nicht verraten. Sofern die spielbaren Charaktere im Kampf verwundet werden sollten, kann man ihre Energieleiste mit herumliegenden Pizzen wieder auffüllen.

Stilistisches Meisterwerk

Die Handlung von No More Heroes 2 wird mit sehr gut inszenierten Zwischensequenzen vorangetrieben. Bis die letzte Szene über den Bildschirm flattert, vergehen durchschnittlich mindestens zehn Spielstunden. Wer das Spiel komplett durchforsten möchte, darf mit der doppelten Spielzeit rechnen. Profis und Experten freuen sich nach dem Durchspielen über den dritten Schwierigkeitsgrad. Warum dieser noch nicht von Anfang an zur Verfügung steht, ist uns ein Rätsel. Dafür punktet dieser nette Zusatzinhalt wahrhaftig mit sehr, sehr schwierigen Herausforderungen. Leider kann die Steuerung nicht durchgehend überzeugen. Selten wirkt diese etwas ungenau und wird von einer selten schlecht positionierten Kamera zusätzlich zu einem Ärgernis degradiert. Wer kein Problem mit überzogener Brutalität und zahlreichen Blutfontänen hat, ist bei No More Heroes 2 gut aufgehoben. Kaum ein anderes Spiel auf der Wii besticht mit einer ausufernden Handlung, die mit einem erwachsenen und düsteren Humor aufgewertet wird. Wir können das Spiel jedem Fan von Action- und Splatter-Filmen ans Herz legen.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Sicherlich weißt der Titel in einigen spielwichtigen Punkten einige kleine Mängel auf. Die Steuerung wirkt manchmal etwas ungenau, die Kameraperspektive muss meist selbstständig positioniert werden und viele der stupiden Gegner könnten aus einer Klonfabrik stammen. Trotzdem hat es mir der Titel angetan. In kaum einem anderen Spiel auf der Wii gibt es eine derart ausgeklügelte Handlung, die mit vielen Wendungen und dem nicht zu letzt oft hoch gelobten Humor in den Dialogen bestechen kann. In kaum einem anderen Spiel traut sich ein Entwickler so viele verschiedene Ideen in ein Spiel zu packen. Da verzeihe ich gerne, dass man den eigentlichen Open World-Aspekt des ersten Teils fast vollständig aus dem Spiel entfernt hat. Mir wäre es lieber gewesen, wenn man diesen Anteil ausgebaut und verbessert hätte. Nach dem mehr oder weniger offenen Ende hoffe ich aber inständig darauf, dass in den nächsten Jahren bald der dritte Teil der Reihe erscheint. Ich bin zuversichtlich, dass man den sehr guten zweiten Teil in Punkto Präsentation nochmals steigern kann. Bis es soweit ist, beiße ich mir am letzten Schwierigkeitsgrad die Zähne aus.

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News: Wenige Kinect-Vorbestellungen

Die GamePro berichtet auf ihrer Internetseite darüber, dass die neue Bewegungssteuerung aus dem Hause Microsoft kaum Vorbesteller findet. Das liegt anscheinend zum einen daran, dass Kinect bisher kaum beworben wird und zum anderen wurden bisher wenige Spiele vorgestellt, welche Vielspieler bisher nicht sonderlich interessieren.

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Erics Meinung: Bisher ist einzig und allein das kaum gezeigte Star Wars-Spiel für mich interessant. Die anderen Spiele machen zwar einen netten Eindruck, sollten meiner Meinung nach aber als Gesamtpaket verkauft werden. Sonst wird Kinect zumindest in den ersten Wochen nach Verkaufsstart floppen.

Review: Super Mario Galaxy 2

Der Weltraum: Unendliche Weiten. Wir befinden uns in einer alternativen Realität. Dies sind die Abenteuer des neuen Raumschiffs Mario, das viele Lichtjahre vom Pilz-Königreich entfernt unterwegs ist, um fremde Planeten zu entdecken, unbekannte Gegnerspezies und neue Sternteile. Das Raumschiff Mario dringt dabei in Galaxien vor, die nie zuvor ein Klempner gesehen hat.

Keine Sorge! Eine ausgeklügelte Handlung wie in Star Trek oder anderen Weltraumopern dürft ihr auch im neuesten Teil der Super Mario-Reihe nicht erwarten. Stattdessen wird euch altbewährtes aufgewärmt serviert. Einmal mehr lädt Prinzessin Peach den allseits beliebten Klempner in ihr Schloss ein. Diesmal ist die Nacht der herabfallenden Sterne der Grund, denn nun alle einhundert Jahre regnen diese auf das Pilz-Königreich nieder. Auf dem Weg zum Schloss entdeckt Mario ein bewusstloses Luma-Baby. Aufgrund Verständnisprobleme kann es dem Klempner leider nicht erzählen, woher es kommt oder was es möchte – dennoch begeben sich die beiden gemeinsam zum alten Gemäuer. Anstatt von der Prinzessin in Empfang genommen zu werden, erwartet die Beiden eine feuerspeiende Riesenschildkröte. Die Rede ist selbstverständlich von Bowser, der traditionsgemäß nicht aus seinen Fehlern lernt und einmal mehr Peach entführt. Mario nimmt die Verfolgung auf und das Abenteuer zu seinem nächsten Weltraumabenteuer beginnt.

Raumpatrouille Mario

Während das interaktive Intro und das darauffolgende Level die Einführung in das wenig komplexe Spiel darstellen, eröffnet sich nach dem Erringen des ersten Sterns der Umschlagplatz des Spiels. Auf einem kleinen, trostlosen Planeten werdet ihr von einem Luma namens Lubba in Empfang genommen, von welchem ihr erfahrt, dass Bowser die restlichen Power-Sterne kreuz und quer durch die Galaxis verstreut hat. Mit ganzer Kraft verwandelt Lubba den Planeten in ein stattliches, rundes Raumschiff, welches dem Mondgesicht Marios nachempfunden wurde. Je weiter ihr im Spiel voran schreitet, desto eher wächst die Anzahl eurer Besatzungsmitglieder. Pinguine, Vögel, Toads und Lumas möchten euch im Kampf gegen Bowsers Schergen behilflich sein und unterstützen euch mit hilfreichen Funktionen. So könnt ihr beim Briefträger eure Post abholen, bei einem Bankier Sternteile anhäufen und im Untergeschoss dürft ihr sogar am Glücksspiel teilnehmen. Ist euch der Trubel auf dem Raumschiff zu viel, sucht ihr ganz einfach die Brücke auf und betätigt das Steuerrad.

Am Rande des Universums

Auf der dünn strukturieren, dafür umso übersichtlicheren Sternenkarte wählt ihr zwischen den zahlreichen, unterschiedlichen Galaxien aus. Selbstverständlich sind nicht alle Spielabschnitte von der ersten Minute an erreichbar, doch ist das Voranschreiten im Universum ein leichtes. Oftmals reicht es aus, einen einzigen Power-Stern einer Galaxie zu bergen, um die Route bis zur nächsten Galaxie zu erweitern. Manchmal müsst ihr aber zwangsweise mehr als nur einen Power-Stern aus einer Galaxie einkassieren, da das Raumschiff sonst vor wichtigen Spielabschnitten partout nicht weiterfliegen wird. Manche Galaxien müssen sogar erst noch geboren werden. Dies geschieht, in dem ihr hungrige Lumas auf euer Schiff einladet und sie mit Sternteilen füttert. Diese wiederum findet ihr während euren Ausflügen in die abwechslungsreichen Galaxien. Haltet also die Augen offen, es wird sich spätestens am Ende des Spiels für euch lohnen! Mehrere Galaxien ergeben übrigens eine ganze Welt, von denen es sechs an der Zahl gibt (exklusive einer geheimen Welt). Am Ende einer jeden Welt erwartet euch ein Bosskampf, der unumgänglich ist. Für den Sieg solch eines Kampfes erhaltet ihr einen großen Power-Stern, der es euch ermöglicht noch weiter in das Universum vorzudringen.

Sterne zum Anfassen

Bei der Erkundung fremder Planeten bekommt ihr es mit vielfältigen Aufgaben zu tun. Da möchten Abgründe überwunden, Felswände erklommen und Gegner in die Schranken gewiesen werden. In einer Galaxie verschwinden nach und nach die Bodenplatten, in einer anderen klappen diese immer dann um, wenn ihr die Wii Remote schüttelt. In einer Weltraumfabrik dürft ihr goldene Kettenhunde durch einen Parcours leiten – in einem anderen Spielabschnitt gilt es mit einem Vogel zu fliegen und Hindernissen auszuweichen. In einigen Levels werdet ihr besondere Items finden – ohne diese ist das jeweilige Gebiet nicht zu schaffen. Da wären zum Beispiel der Wolken- und der Felspilz. In Wolkengestalt kann Mario bis zu drei Wolkenplattformen erscheinen lassen, um höher gelegene Objekte zu erreichen. Trotzdem gilt es zügig zu arbeiten, denn diese Wölkchen verpuffen nach kurzer Zeit – auch wenn Mario unterwegs von einem Gegner getroffen werden sollte und seine normale Gestalt annimmt, können die Wolken den Klempner nicht mehr tragen. Als Fels-Mario seid ihr nahezu jedem Gegner überlegen – schließlich können diese dann einfach überrollt werden. Aber auch senkrecht aufgestellte Brücken können so umgestoßen werden, um den Weg zum Levelausgang zu verkürzen. Geht ihr aus einer euch gestellten Aufgabe erfolgreich hervor, erhaltet ihr einen Power-Stern, der auf euer Konto wandert. Und da sagte mal jemand, Sterne könne man nicht anfassen.

Grün, grüner, Yoshi!

Neben der allseits beliebten (aber leider zeitlich limitierten) Feuerblume kehrt der wohl beliebteste Charakter des Franchises ins Spiel zurück. Schon kurz nach Spielbeginn könnt ihr Yoshi aus einem Ei befreien und fortan gemeinsam mit ihm die Spielabschnitte erkunden. Größere Abgründe sind meistens mit besonderen Anvisierpunkten versehen, an welchen sich Yoshi mit seiner Zunge festhalten kann. Sollten diese einmal fehlen ist es wahrscheinlich, dass Yoshi den Abgrund auch überwinden kann, in dem er wie verrückt mit seinen Füßen strampelt. Außerdem spendierte Nintendo dem kleinen Dinosaurier drei besonders wichtige Früchte, welche Yoshi zeitlich begrenzte Fähigkeiten spendiert. Wenn er die scharfe, rote Frucht runterschluckt, bringt ihn das aufs Höchsttempo und kann so übers Wasser laufen oder steile Felswände erklimmen lassen. Die blaue Frucht lässt Yoshi aufplustern und kann so in ungeahnte Höhen aufsteigen – bis ihm im wahrsten Sinne des Wortes die Puste ausgeht. Bis dahin sollte ein sicherer Halt wie zum Beispiel in den Baumwipfeln gefunden sein. Die leuchtendgelbe Frucht ermöglicht es dem Reittier unsichtbare Plattformen sichtbar zu machen. Sobald die Wirkung der Frucht nachlässt, sollte man auch hier auf einer stets sichtbaren Plattform Halt gefunden haben – ansonsten ist der Verlust eines Versuchs so gut wie sicher.

Bosskampf voraus!

Ein wahres Highlight des Spiels sind die Bosskämpfe gegen Bowser Jr. und Konsorten. Hier dürfen Kugelwillis mit Yoshi eingeschluckt werden und auf die wunden Punkte des Gegners zurückgeschleudert werden. In der Regel befindet sich Mario aber allein im Kampf gegen Bowsers Schergen. Bis auf den immer wiederkehrenden Bowser-Bosskampf spielen sich alle Kämpfe recht unterschiedlich. Kokosnüsse wollen auf einen fahrenden Kriegswagen zurück geschleudert werden, Maulwürfe aus ihren Verstecken gelockt und ein Drache möchte das Fürchten gelehrt bekommen. Der große Abwechslungsreichtum hat es leider nicht auf die restlichen Gegnertypen geschafft. Zwar fallen diese dennoch sehr unterschiedlich aus, von einem Super Mario-Spiel erwarten wir dennoch eine größere Vielfalt, wie es sie zum Beispiel in Super Mario World gab. Leider ist dies nicht der einzige negative Punkt, welchen man dem Titel vorwerfen kann. Obwohl das Spiel größtenteils in dreidimensionalen Räumen basiert, haben es vermehrt zweidimensionale Abschnitte ins Spiel geschafft. Diese sind zwar eine willkommene Abwechslung, trotzdem wird man so teilweise stark in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Im Jahr 2010 wäre dies sicherlich intuitiver lösbar gewesen. Des Weiteren kann die Kamera nicht jederzeit wunschgemäß positioniert werden – besonders bei hakeligen Stellen, wo es auf gute Reflexe und Genauigkeit ankommt, haben wir dieses Feature stark vermisst.

Ideenreichtum an Bord

Trotzdem kann Super Mario Galaxy 2 auch mit vielen, neuen Ideen punkten. Der fast grenzenlose Abwechslungsreichtum in den ebenso abwechslungsreichen Galaxien ist bewundernswert. Selbst nach ca. dreißig Jahren schafft es Shigeru Miyamoto immer noch, den Spielern ein Lächeln auf ihr Gesicht zu zaubern. Bis auf wenige Ausnahmen spielen sich alle Aufgaben unterschiedlich und kein Level gleicht dem anderen. Daraus resultiert sich leider, dass diese Spielabschnitte sehr linear ausfallen und kaum Platz für die freie Erkundung übrig lassen. Dafür entschädigt der sensationelle Soundtrack, der ebenbürtig mit dem nahezu perfekten Soundtrack des ersten Teils ist. Grafisch hat sich das Spiel nicht weiterentwickelt. Das wäre auch gar nicht nötig gewesen, denn Super Mario Galaxy 2 macht selbst auf einem HD-Fernseher inklusive Komponentenkabel ein mehr als nur gutes Bild. Erwartungen der Fans, dass der zweite Teil vom Schwierigkeitsgrad härter ausfällt als beim Erstling, wurden erfüllt. Ihr werdet nun öfter mal einen unabsichtlichen Verlust eines Lebens hinnehmen müssen – wahre Herausforderungen, die mit so manchem Risiko-Kometen aus dem ersten Teil vergleichbar sind, sucht man allerdings vergebens. Wer mit den kleinen Nachteilen des Spiels leben kann, wird eines der besten Super Mario-Spiele aller Zeiten in seine Wii-Konsole stecken können. Wahre Super Mario-Fans haben den Titel sowieso schon durchgespielt!

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit: Anfangs war ich skeptisch. Ich mochte Super Mario Galaxy nicht so sehr, wie es der Titel vielleicht verdient hätte. Die Ideen, die Optik und vor allem der meisterhafte Soundtrack haben mich zwar überzeugt, aber ich war vom Spiel doch eher enttäuscht. Die Galaxien waren mir oftmals viel zu klein – mir haben die offenen Welten aus Super Mario 64 und Super Mario Sunshine gefehlt. Linearität ist in einem dreidimensionalen Spiel eher fehl am Platz. Selbst in einem zweidimensionalen Ableger wie New Super Mario Bros. Wii  hat man mehr Lösungswege gehabt, als in Super Mario Galaxy. Für den zweiten Teil kann ich leider auch nichts anderes behaupten. Im Grunde führt ein roter Faden durch die zahlreichen Galaxien. Dafür haben mich dieses Mal die irren Ideen aus dem Kopf Shigeru Miyamotos so sehr überzeugt, dass ich den Titel bereits am ersten Wochenende mit 120 Sternen abgeschlossen habe. Ich möchte nicht ins Detail gehen, aber nach dieser Errungenschaft ist noch lange nicht Schluss und mir fehlt derzeit nur noch ein einziger Power-Stern, um das Spiel vollständig durchgespielt ins Regal stellen zu können. Es kommt so selten vor, dass mich ein Videospiel so sehr in den Bann zieht. Das Spiel eignet sich wunderbar für Anfänger und Fortgeschrittene, als Profi fühlt man sich stellenweise doch sehr unterfordert. Super Mario Galaxy 2 ist dieses Mal ebenfalls kein Meisterwerk geworden. Ich hoffe inständig, dass sich Nintendo beim nächsten dreidimensionalen Ableger des Franchises auf alte Tugenden besinnt. Vielleicht komme ich dann endlich in den Genuss eines Super Mario Sunshine-Nachfolgers.

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News: FABLE III im Episodenformat

Laut Aussagen der deutschsprachigen GamePro wird Fable III wie schon der Vorgänger über Xbox Live in Episodenformat zum Download angeboten werden. Eine kluge Entscheidung, denn so kann jeder Spieler so viel von der Spielwelt sehen, wie es ihm beliebt. Erscheinungstermin und Preis sind noch nicht bekannt. Ebenfalls ist es (noch) unklar, ob auch die PC-Version in Episoden-Format erscheinen wird.

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Erics Meinung: Mir ist die Episodenvariante völlig schnuppe. Als leidenschaftlicher Sammler möchte ich etwas in der Hand halten. Außerdem bin ich skeptisch, ob der Preisvorteil so groß sein wird. In der Vergangenheit hat man oft genug gesehen, dass Käufer von herunterladbaren Spielen oftmals die Dummen sind.

News: L.A. Noire erst 2011

Die deutschsprachige Zeitschrift GamePro vermeldet auf ihrer Internetseite, dass sich der lang erwartete Titel L.A. Noire verschieben wird. Ursprünglich sollte das Spiel Ende des Jahres auf Xbox 360, PlayStation 3 und dem PC erscheinen. Rockstar Games hat das Spiel nun auf das Frühjahr 2011 datiert. Gründe für die Verschiebung wurden nicht genannt.

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Erics Meinung: Ich finde es schade, dass wir nun noch länger auf den Titel warten müssen. Allerdings ist es eines der viel versprechenden Spiele der letzten Jahre. Da warte ich gerne ein paar Monate, bis ich selbst Indizien im L.A. der 40er Jahre sammeln darf.

Lasset die Spiele beginnen!

Hochgeschätzte Gameplay Gamers-Leser,

dies sind die ersten Zeilen, welche ihr in diesem Blog lesen könnt und zu allererst möchten wir euch dafür danken, dass ihr den Weg auf unsere Seite gefunden habt. Zunächst würden wir euch gerne etwas über die Grundidee zu diesem Blog erzählen. Als sich Thomas und meine Wenigkeit (Eric) im Juni 2010 zusammen gesetzt haben, ist uns aufgefallen, dass die grafische Darstellung von Videospielen immer mehr in den Vordergrund rückt. Macht ein Spiel also weniger Spaß, wenn es mit verwaschenen Texturen nicht gerade punkten kann? Wir denken nicht! Deshalb möchten wir in den nächsten Wochen und Monaten viel mehr auf spielwichtige Elemente eingehen, als Grafik und Sound zu bejubeln.

Sicherlich sind diese beiden Punkte in Zeiten von 3D-Filmen und Soundtracks auf Super Mario Galaxy-Ebene nicht mehr wegzudenken, doch wir sind der Meinung, dass ein Spiel auf einem viel tiefgründigeren Gerüst aufbaut. Was wäre ein Rennspiel ohne Fahrphysik? Ein Fantasy-Rollenspiel ohne Elfen und Orks? Ein Prügelspiel ohne gut umgesetzte Kombinationsangriffe? Wir stellten uns diese Frage immer wieder, als wir so manchen Test durchgelesen haben und anschließend die Bewertung des Titels angesehen haben. Wir möchten euch vielmehr ein Gefühl vermitteln, was ihr im Spiel erleben werdet. Sicherlich werden wir nicht darauf verzichten, kurz auf Grafik, Sound und selbstverständlich auch die Steuerung einzugehen, doch bleibt unser Schwerpunkt ganz klar auf dem Gameplay fixiert.

Einige von euch werden sicherlich ihre persönlichen Anlaufstellen im Internet haben, wenn es um Themen aus dem Bereich der Videospiele geht. Trotzdem würden wir uns über jeden Besuch und jeden Kommentar unserer Seite sehr freuen. Und wir geben euch die Gewissheit, dass wir jede Frage eurerseits in einem Kommentar beantworten werden. Und wer nach Gleichgesinnten sucht, empfehlen wir das Aufsuchen des NextGen-Forums – nur gemeinsam können wir etwas erreichen!

Eric Ebelt & Thomas Enders <!–70344830–>