Preview: Fire Emblem: Awakening

Fire Emblem: Awakening (1)Einige Genres eignen sich ganz besonders für mobile Geräte. Die rundenbasierte Taktik-Rollenspiel-Saga Fire Emblem wird deswegen auch auf Nintendos mobiler Konsole, dem Nintendo 3DS, mit dem Untertitel Awakening endlich fortgesetzt.

Fire Emblem: Awakening (2)Fire Emblem: Awakening wird genau ein Jahr nach dem Japan-Release auch bei uns endlich erhältlich sein. Die Resonanzen sind bis jetzt durchweg positiv – ein Grund mehr das Spiel genauer unter die Lupe zu nehmen! Zunächst beginnt das Spiel aber alles andere als überraschend. Unser selbsternannter Charakter erwacht eines schönen Tages auf einer grünen Wiese und kann sich weder erklären wie er an diesen Ort gekommen ist, noch kann er seinen Namen der Gruppe bewaffneter Hirten nenne, die ihn gefunden haben. In einem unerwarteten Kampf gegen plündernde Banditen beweist er aber, dass er zum einen kein Feind des Königreichs Ylisse, in dem die Handlung beginnt, ist, und sich zusätzlich noch sehr gut auf dem Schlachtfeld zurechtfinden kann. Kurzerhand schließt er sich seinen Mitkämpfern Chrom, Frederick und Lissa an, um gemeinsam der Spur der Banditen zu folgen. Was sie finden, sind jedoch untote Soldaten, die durch ein mysteriöses Portal nach Ylisse einfallen. Die Geschichte beginnt zwar noch etwas schwach, wird aber sicherlich noch die Tiefe und Komplexität seiner Vorgänger annehmen – und das sicherlich nicht zuletzt wegen der Vielzahl an einprägsamen Charakteren, die mittels eines einzigartigen Spielkonzepts besonders stark an uns gebunden werden.

Der Tod kennt keine Gnade

Fire Emblem: Awakening (4)Auf dem Schlachtfeld gefallene Einheiten sind nämlich für immer verloren. Das kann zu frustrierenden Momenten führen, aber dieser fundamentale Unterschied zu anderen Spielen besitzt auf jeden Fall seinen Reiz. Weil einige Spieler von dieser besonderen Schwierigkeit abgeschreckt werden könnten, gibt es nun den Anfängermodus, in dem gestorbene Charaktere nach einem Kampf wiederbelebt werden. Daneben wirkt sich auch der Schwierigkeitsgrad stark auf das Spielgeschehen aus. Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad wird es wesentlich weniger Gegner geben, dafür umso mehr hilfreiche Tutorials. Ausrüstungsgegenstände, Spezialfähigkeiten und natürlich Stufenanstiege mittels gesammelter Erfahrungspunkte, solange dieser Charakter natürlich noch lebt, sorgen für ein breites Band an taktischen Möglichkeiten – auch über die Kämpfe hinaus. Schließlich soll der Spieler später sogar Beziehungen führen und sogar heiraten können. Eine klassische Vogelperspektive, auf dem oberen Screen, gibt uns die ideale Kontrolle über unsere Soldaten. Wie im Schach haben die unterschiedlichen Charaktere alle ihre eigene Reichweite, was Fortbewegung und Angriffe angeht. Im Vordergrund steht dabei immer noch die Dreiecksbeziehung zwischen den Waffen, denn Schwerter schlagen Äxte, Äxte Lanzen und Lanzen wiederum die Schwerter.

Der 3DS am Limit

Fire Emblem: Awakening (3)Der Fernkampf durch Peile oder Magie steht dabei außen vor. Um eine feindliche Einheit auszuschalten, müssen wir unser Figur neben sie ziehen und den Befehl zum Angriff geben. Dann wechselt das Geschehen in den Kampfmodus. Es ist nun bei Angriffen taktisch sinnvoll, einige Einheiten um die attackierende Einheit zu scharen, um dadurch einen kleinen Wertebonus zu kassieren. In einer netten Kampfanimation wird dann der Ablauf des Scharmützels verbildlicht. Der Tiefeneffekt kommt hier und auf der Übersichtskarte zu tragen, wird aber besonders in den Zwischensequenzen ausgereizt. Hervorragend animierte Videosequenzen wechseln sich mit den gewohnten Ingame-Dialogen mit Standbildern ab. Schade ist nur, dass der Touchscreen per Touchpen nicht mehr zum Bewegen von Einheiten verwendet werden kann und lediglich für Menüs und Statusanzeigen herhalten darf. In diesem Genre kommt es aber auf ganz andere Inhalte an und die funktionieren. Awakening eignet sich ideal für den einen oder anderen Kampf zwischendurch, auch wenn die Gefahr droht, dass das motivierende Kampfsystem uns nicht mehr allzu bald von den beiden Bildschirmen loslassen wird. Dazu kommt noch der wunderbare Soundtrack, dem es nach nur wenigen gehörten Tracks gelingt, mit klassischen Instrumenten im Hintergrund das Spielgeschehen zu verherrlichen.

Geschrieben von Jonas Maier

Jonas‘ Prognose (basierend auf der Nintendo-3DS-Demofassung): Dass verlorene Einheiten für immer verspielt sind, habe ich schon beim Nintendo-DS-Teil Fire Emblem: Shadow Dragon besonders wertgeschätzt. Neben diesem wird Fire Emblem: Awakening erst meine zweite Konfrontation mit dem Franchise, was ich im Nachhinein doch schon etwas bedauere. Zwar ist es schade, dass der Touchscreen nur spärlich in die Steuerung eingebunden ist, dafür glänzt das gesamte Spiel mit einer hervorragenden Technik. Das Kampfsystem hat sich schon oft genug bewährt und wird noch um einige kleine taktische Raffinessen ergänzt. Wenn dann auch die Story noch so richtig an Fahrt gewinnt und der Umfang stimmt, brauche ich mir über Fire Emblem: Awakening keine Sorgen mehr zu machen, denn damit steht uns höchstwahrscheinlich einer der Top-Titel des Jahres vor der Tür.

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