Review: Dragonball: Box 4 (Episoden 84-101)

Dragonball Box 4 (1)Das Leben ist ungerecht. Diese Feststellung muss auch unser kleiner Held Son Gokū nach der Teilnahme am 22. großen Kampfsportturnier machen. Dieses wird in den achtzehn Episoden der vierten Serienbox ausgiebig thematisiert.

Dragonball Box 4 (2)Wir erinnern uns an die vorhergegangenen Ereignisse. Son Gokū hat es mit der gesamten Red-Ribbon-Armee aufgenommen und sie schlussendlich besiegt. Nachdem auch der letzte Dragonball Prinz Pilaw und seinen Schergen abgenommen werden konnte, hat sich unser Held dem alleinigen Training verschrieben. Nach drei Jahren hartem Training überall in der Welt findet nun endlich wieder ein Kampfsportturnier auf der Insel Papaya statt, bei dem Son Gokū natürlich nicht fehlen darf. In letzter Minute schafft er es, sich für das große Turnier anzumelden. Wieder mit dabei ist auch Jackie Chun, der Sieger des 21. großen Turnier, der damals gegen Son Gokū triumphiert hat. Was Son Gokū und seine Freunde nicht wissen, ist dass hinter Jackie Chun eigentlich ihr Meister, der Herr der Schildkröten, steckt. Dieser trifft auf der Insel Papaya auf seinen engsten Rivalen, den Herrn der Kraniche. Dieser kämpft beim Turnier allerdings nicht mit und lässt nur seine beiden Schüler Tenshinhan und Chaozu gegen die Schüler seines Rivalen antreten. Allerdings geht es den Schülern des Herrn der Kraniche nicht um Ehre und Ruhm, sondern einfach nur darum, zu gewinnen und Überlegenheit zu demonstrieren. Das geht sogar so weit, dass sie sogar von ihrem Meister dazu getrieben werden, unfaire Maßnahmen zu ergreifen, um in allen Kämpfen siegreich zu sein.

Freundschaft im Kampf

Dragonball Box 4 (3)Obwohl sich am Ende doch wieder alle Charaktere zusammenraufen und neue Freundschaften entstehen, müssen sich Son Gokū, Yamchu, Kuririn, Tenshinhan und Chaozu nach Abschluss des Turniers eines unerwarteten Ereignisses stellen, denn einer von ihnen wird den Morgen nach dem Turnier nicht mehr erleben. Umso beachtlicher finden wir, wie sehr man in den achtzehn Episoden der vierten Serienbox auf das Thema Freundschaft eingeht. Dragonball zeigt uns, wie man zugleich Konkurrenten und Freunde sein kann, wenn zum Beispiel im Verlauf des Turniers Son Gokū und Kuririn aufeinandertreffen. Des Weiteren appelliert der Charakter Jackie Chun (beziehungsweise der Herr der Schildkröten) immer wieder an uns, dem Guten zu folgen und sich nicht dem schlechten und falschen Weg zu verschreiben, wie es Tenshinhan getan hat, der eine ähnliche Karriere wie Tao Baibai einschlagen will. Damit die unterschiedlichen Ansichten zum Ausdruck gebracht werden, giften sich die Kämpfer in dem Turnier nicht nur an, sondern lassen auch ihre Fäuste für sich sprechen. Während wir in den letzten Episoden größtenteils den Phantombildtrick und das Kamehame Ha gesehen haben, bekommen wir es beim 22. großen Kampfsportturnier mit vielen neuen Techniken zu tun. Da werden Geistesfähigkeiten freigesetzt, die man bis dahin in der Serie noch nicht gesehen hat.

Typischer Dragonball-Humor

Dragonball Box 4 (4)Es folgen Lichtsalven, welche den Gegner blenden (oder auch nicht), dann wachsen einen Charakter zusätzliche Fäuste und schlussendlich wird auch noch die ganze Kampffläche zerstört. Das alles wird gepaart mit vielen witzigen Momenten. Besonders Fans von Lunch kommen auf ihre Kosten, denn diese packt nicht nur einmal ihre Maschinenpistole aus, um ihren Freunden die besten Plätze beim Turnier freizuhalten. Wie sich Jackie Chun als Muten Rōshi dem Herrn der Kraniche zu erkennen gibt, dürfte eigentlich schon jedem Kenner des Animes klar sein. Wir finden es gut, dass Akira Toriyama nicht zwangsweise versucht hat, in seinen Geschichten viel zu stark abgewandelte Humor-Elemente einzubauen, denn so werden die Gags nur dezent verbessert und fühlen sich immer noch jedes mal frisch an. Eine gewisse Frische sieht man der technischen Seite des Animes jedoch nicht an. 1986 war das 4:3-Bild eben noch Standard und auch die Farben können deswegen nicht so kräftig sein, wie man es vielleicht heute aus aktuellen Animes kennt. Das macht aber überhaupt nichts, da der Anime im Grunde den Zeitgeist der Achtziger Jahre einfängt und entsprechend Technik und Inhalt verzahnt werden. Obwohl achtzehn Folgen etwas wenig für eine Box sind, finden wir es gut, dass man diese so aufgeteilt hat, da Episode 101 einen neuen Handlungsstrang einleitet.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 84 – 101 der Serie): Kämpfe, die in zwei bis vier Episoden abgehandelt werden, kennen Fans von Dragonball Z fast gar nicht mehr. Während im nachfolgenden Anime ein Kampf nicht nur leichte Überlänge hatte, hat Akira Toriyama bei Dragonball noch darauf geachtet, eine gewisse Ausgewogenheit zu demonstrieren. So hat es Son Gokū zwar nicht leicht, sich gegen seine Gegner zu behaupten, doch die Kämpfe werden auf ein gesundes Minimum reduziert und sind trotzdem bis zur letzten Minute spannend. Da vergehen die gerade einmal achtzehn Episoden dieser Serienbox wie im Flug, denn neben den Kämpfen sorgen die Charaktere wieder für jede Menge Lacher und tolle Geschichten, die nebenher erzählt werden. Dragonball ist und bleibt einer meiner liebsten Animes, die ich in meinem Leben bisher kennengelernt habe und wohl immer wieder einlegen werde. Obwohl ich die Story im Grunde auswendig kenne, bemerkt man dann und wann immer wieder ein kleines Detail am Rande oder erhält eine Information, die man zuvor noch nie als solche wahrgenommen hat. Ich kann entsprechend auch die vierte Serienbox von Dragonball nur wärmstens empfehlen, denn langweilig ist Dragonball niemals.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragonball: Box 4 (Episoden 84-101)!

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