Review: Inazuma Eleven – Vol. 3

Inazuma Eleven - Vol. 3 (1)Nachdem Nintendo mittlerweile die beiden Editionen des dritten Inazuma-Eleven-Spiels für den 3DS angekündigt hat, veröffentlicht Kazé Anime in vier Teilen jene Episoden der Anime-Serie, die noch auf dem ersten Teil der Rollenspielserie basieren.

Inazuma Eleven - Vol. 3 (2)Daran ist auch gar nichts auszusetzen, denn die Handlung von Inazuma Eleven ist und bleibt spannend. Die Serie nähert sich derweil dem Höhepunkt der Story zu. Die Schulmannschaft der Raimon Junior High School hat die Vorrunde des Football-Frontier-Turniers überstanden und macht sich bereit auf die Hauptrunde. Im Stadion werden die verschiedenen Teams dem gebannten Publikum vorgestellt. Selbstverständlich sind auch Mark und seine Freunde sehr gespannt darauf, mit welchen Kontrahenten sie es in der Hauptrunde zu tun haben werden. Einen Gegner kennen sie nur zu gut. Die Royal Academy, gegen welche sie nur ganz knapp gewonnen haben, tritt als Sieger des Vorjahres automatisch in der Hauptrunde an. Nachdem Ray Dark verhaftet wurde, will auch Jude Sharp und sein Team fair spielen, um die Raimon Eleven auf ehrliche Weise besiegen. Ob die anderen Mannschaften in der Endrunde genauso denken, können Mark, Axel, Nathan und Co. natürlich nicht wissen, doch müssen sie sich auf alles vorbereiten. Das schließt das obligatorische Training mit unorthodoxen Methoden mit ein. Axel und Nathan trainieren beispielsweise die Feuervogeltechnik, mit der sie gemeinsam einen Fußball wie einen flammenden Vogel ins Tor schießen können. Das müssen sie auch, denn ihr erster Gegner, die Shuriken Junior High School, verfügt über Techniken der Ninjas.

Zufälle und Schicksal

Inazuma Eleven - Vol. 3 (3)Die Farm Junior High School hingegen hat es sich zur Aufgabe gemacht, mehr passiv als aktiv zu spielen. Das spiegelt sich in einer Technik wieder, in dem der Ball an einer Mauer abprallt und das gegnerische Team im entscheidenden Moment gegen die Raimon Eleven ausholen kann. Zu guter Letzt gilt es die Kirkwood Junior High School zu besiegen, denn deren Mannschaft kennt Axel nur zu gut. Früher hat er einmal für sie gespielt, doch ob den Raimon Eleven dieser Sieg gelingt und sie ins Finale einziehen können, verraten wir an dieser Stelle noch nicht. Diese drei Matches sind jedoch nicht die einzige Hürde, welche Mark und seine Freunde überwinden müssen. Nathan trauert zum Beispiel dem Leichtathletikclub hinterher, dem er angehört hat, bevor er die Sportart gewechselt hat. Dann wird ein bekannter Widersacher von der Polizei laufengelassen, da angeblich die Beweise nicht vorliegen und auf einmal wird Nellys Vater auch noch bei einem Verkehrsunfall ins Koma versetzt. Alle diese kleinen Geschichten verknüpfen sich hervorragend mit der Haupthandlung, die sich nach wie vor in erster Linie um den Fußballsport dreht. Emotionen bleiben dabei nicht auf der Strecke und zum ersten Mal werden auch die Liebesgeschichten angedeutet, die in den beiden Editionen des zweiten Rollenspiels auf dem DS leider nicht sehr tiefgründig geraten sind.

Der Fehler im Detail

Inazuma Eleven - Vol. 3 (4)Ein wenig über das Ziel hinausspringt die Einführung des Charakters Erik Eagle. Warum wir so denken, hängt mit seiner Hintergrundgeschichte zusammen. Wer die Episoden der letzten beiden Volumes aufmerksam verfolgt hat, wird eventuell wissen, was wir meinen. Dennoch fügt sich auch Eriks Geschichte unmittelbar in die sonst ebenfalls recht verrückte Story ein. Auf der optischen Seite besticht Inazuma Eleven – Vol. 3 mit der Bildqualität wie bereits bei der vorhergegangen Volume. Im 16:9-Format sehen alle Figuren so aus, wie man es von einer DVD und von einem Anime in der heutigen Zeit erwarten darf. Schade nur, dass Details wie japanische Schriftzeichen nahezu durchgehend mit lateinischen Lettern in englischer Sprache ersetzt worden sind. Das kostet ein wenig Atmosphäre. Genauso wie die fehlende japanische Tonspur der Synchronisation. Bei den ersten beiden Ausgaben ist das zwar nicht anders, doch darf man den Makel nicht außer Acht lassen. Trotzdem kann man darüber hinwegsehen, da die deutsche Synchronisation gut gelungen ist und wirklich jede Stimme zu den Charakteren wie die Faust aufs Auge passt. Anstatt sieben Episoden liegen auf dieser Volume nur sechs Folgen vor. Das ergibt eine Gesamtlaufzeit von etwa 138 Minuten. Bonusmaterial fehlt auch bei dieser Ausgabe wieder einmal. Das ist zwar schade, aber zwangsweise verschmerzbar.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf den Episoden 15-20 der Serie): Endlich geht es so langsam auf das große Finale zu! Es sind nicht mehr viele Spiele zu gewinnen und die Raimon Eleven muss sich bei ihren letzten Gegnern ordentlich anstrengen. Wieder einmal hat man wichtige Stationen abgeklappert, die verschiedenen Techniken der unterschiedlichen Mannschaften zur Schau gestellt und (teils erdachte) Nebengeschichten einfließen lassen. Das Gesamtbild sind die vorliegenden sechs Episoden von Inazuma Eleven, die mich jeweils mit circa 23 Minuten Laufzeit wieder in einem Rutsch bei Laune gehalten haben. Mit jedem Sieg rückt das Finale näher und mit jedem Missgeschick entfernt es sich zugleich, bis die Raimon Eleven immer wieder auf den Füßen landen und ihr Ziel erneut in Angriff nehmen. Einzig und allein die Geschichte mit Erik Eagle wirkt für mich, auch für Inazuma-Eleven-Verhältnisse, dann doch etwas aufgesetzt und übertrieben. Im Gesamtkontext macht das aber nur wenig aus, denn die Geschichte bleibt so facettenreich, überraschend und irgendwo auch ein wenig ansprechend.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars von Inazuma Eleven – Vol. 3!

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