Review: Liar Game (Band 3)

Liar Game (Band 3)In der zweiten Runde des Liar Game konnte Akiyama gerade noch den Sieg davontragen, musste sich dafür aber für die dritte Runde verpflichten. Nao, die das kostspielige Spiel zwar indirekt verloren hat und nur dank Akiyama von allen Lasten und Schulden des Liar Game befreit wurde, wird genau deswegen von Gewissensbissen geplagt und lässt sich wegen ihrer Gutmütigkeit in die Trostrunde des Liar Game hineinziehen. An dieser Runde können nur die Verlierer der vorhergegangenen Runde teilnehmen. Wir treffen also das erste mal in dieser Manga-Serie wieder auf mehrere altbekannte Charaktere. In dieser ganz besonderen Auseinandersetzung bekommt jeder Spieler zu Beginn wieder einhundert Millionen Yen in Form eines Schecks ausgehändigt. In der Trostrunde wird es aber nur einen Verlierer geben – wer das sein wird, das bestimmen die restlichen acht Teilnehmer in mehreren Abstimmungen. Anfangs wussten weder Nao noch die anderen so recht, was sie mit dem Geld diesmal anfangen sollen, aber schon bald wird den Teilnehmern klar, dass in dieser Runde die Stimmen mit Geld aufgewogen werden.

Nur eine Trostrunde

Nur die gewieftesten unter ihnen werden sich behaupten können. Nao tut sich mit ihrer gewissenhaften Einstellung natürlich besonders schwer, aber wie auch schon in vorherigen Bänden bewiesen, kann sich im Liar Game eine schier aussichtslose Situation innerhalb von Sekunden bessern, wenn nur der richtige Denkansatz verfolgt wird. Der Leser wird deswegen erneut überrascht sein, wie sich die Handlung im Endeffekt entwickelt. Ein wenig ähnelt die Spielstruktur der aus dem zweiten Band. Dieser war aber mit seiner Originalität und mit seiner intensiveren Erzählweise spannender und über diesen hier auf jeden Fall erhaben. Dafür punktet Band Nummer drei an anderen losen Enden. So treffen wir das erste Mal auf ältere Charaktere, sodass die Anzahl an fest etablierten Personen in diesem Universum gewachsen ist. Endlich wurde sich auch mehr Zeit für den Hauptcharakter Akiyama genommen, um seinem Profil mehr Tiefe zu geben. Zum Beispiel erfahren wir mehr über seine Vergangenheit, die seine aktuellen Taten begründen und für uns verständlicher machen.

Geschrieben von Jonas Maier

Jonas‘ Fazit (basierend auf der ersten Auflage): In die Trostrunde des Liar Game hat Schöpfer Shinobu Kaitani sicherlich nicht seine besten Ideen gesteckt. Einige Plot-Twists sind sicherlich nicht von schlechten Eltern und haben mich auch beeindruckt, aber trotzdem konnte sich nicht das Gefühl einstellen, dass ich das Ganze irgendwo schon einmal gesehen habe. Die zusätzlichen Abschnitte, in denen mehr Zeit für die Charakterentwicklung gesteckt wurde, entschädigen dies nur teilweise. Nun heißt es für uns deutsche Leser abwarten und hoffen, dass ab dem nächsten Band, wenn das Hauptspiel wieder seinen Lauf nimmt, wieder ursprüngliche Qualitäten erreicht werden können. Davon gehe ich in Anbetracht der ersten beiden Bände aber aus.

Vielen Dank an Egmont Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Liar Game (Band 3)!

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