Review: The Devil is a Part-Timer (Vol. 4)

The Devil is a Part-Timer (Vol. 4) (1)Obwohl The Devil is Part-Timer! seit Februar 2007 in Japan in Manga-Form veröffentlicht wird und auf sieben Ausgaben kommt, wurde der Anime im Frühling 2013 auf mehreren japanischen Fernsehsendern mit gerade einmal dreizehn Folgen schon komplett ausgestrahlt.

The Devil is a Part-Timer (Vol. 4) (2)An der Grundthematik der Serie hat sich auch in den letzten drei Episoden nichts verändert. Satan Jakobu, der Dämonenfürst von Ente Isla, hat es aus einer parallelen Fantasy-Welt ins moderne Japan unfreiwillig verschlagen. Eher gesagt haben es die Helden von Ente Isla es endlich geschafft, ihn von der Insel zu verbannen. Es hat zwar etwas Eingewöhnungszeit in Anspruch genommen, doch mittlerweile hat sich der König der Dämonen in Japan eingelebt. Nach wie vor lebt er unter dem Decknamen Maō Sadao in einer kleinen Wohnung in der Metropole Tōkyō. Zusammen mit Arushieru, seinem Diener von Ente Isla, der sich in Japan übrigens Ashiya Shirō nennt, operieren sie anfangs von ihrer kleinen Basis, um sich statt Ente Isla unsere Welt unter den Nagel zu reißen. Allerdings funktioniert das nicht so, wie es sich die beiden vorstellen. Da ihre Kräfte auf ein Minimum reduziert worden sind, können sie die Welt nicht im Sturm erobern, sondern müssen erst einmal Arbeit finden, um überhaupt leben zu können. Je mehr sie sich jedoch mit unserer Welt identifizieren, desto eher gewöhnen sie sich an die Strukturen und vor allem an die Menschen. Sie leben unter ihnen und bauen bald Sympathie und Empathie für diese auf. Während sie ihren Plan umschmeißen, stoßen aus der Parallelwelt immer mehr Protagonisten und Antagonisten hinzu, die sich damit nicht abfinden.

Offene Handlungsstränge

The Devil is a Part-Timer (Vol. 4) (3)Sie können nicht glauben, dass der Dämonenfürst die Welt nicht mehr unterjochen will und setzen alles daran, ihn mit einem weiteren Portal erneut zu verbannen und seiner gerechten Strafe zuzuführen. Dass sich dieser das nicht gefallen lassen will, dürfte Kennern der Serie nach zehn Episoden bereits klar sein. Zumal ehemalige Verbündete zu Feinden worden und feindlich gesinnte Charaktere mittlerweile auch schon in den Reihen von Maō kämpfen. Das Leben geht in Tōkyō zwar seinen gewohnten Gang, doch als plötzlich Maōs Arbeitskollegin Sasaki Chiho vom Erzengel Sarieru entführt wird, kennt Maō keine Gnade mehr und macht sich auf die Jagd auf seinen Feind. Die Handlung in den letzten Episoden von The Devil is a Part-Timer! ist zwar nach wie vor sehr unterhaltsam, bietet aber keine Struktur. Sie erzählt die Geschichte von Maō und seinen Freunden und Feinden einfach weiter, arbeitet aber absolut nicht auf ein Ziel hin. Die Problematik dürfte jedem klar sein: Der Anime wird nicht einmal ansatzweise abgeschlossen und hat ein offenes Ende. Da der Manga in Deutschland bisher nie erschienen ist, werden Fans nicht um einen Import des Mangas aus Japan verzichten können. Man hätte den Anime ruhig mit einem alternativen Ende abschließen dürfen oder zumindest eine weitere Staffel in Auftrag geben können. Somit teilt der Anime das Ende von Btooom!, das aber wesentlich runder wirkte und als Manga auch in Deutschland fortgeführt wird.

Japanische Übertreibungen

The Devil is a Part-Timer (Vol. 4) (4)Auf der technischen Seite bietet die vierte Volume von The Devil is a Part-Timer! nicht mehr und nicht weniger als die drei vorherigen Veröffentlichungen. Das Bild wird auf der Blu-ray Disc in 1080p präsentiert. Es ist knackig scharf und vor allem die sehr spärlich eingesetzten Effekte können begeistern. Die deutsche Synchronisation ist zwar gut, doch möchten wir euch viel lieber die japanische Originalfassung ans Herz legen. Wenn die Charaktere übertreiben, dann ist das vor allem durch die Betonung diverser Silben im Japanischen wesentlich witziger. Jede Episode hat dabei eine Laufzeit von circa 25 Minuten, wodurch auch diese Volume circa 75 Minuten mit Humor überzeugen kann. Die Laufzeit wird allerdings mit ein paar Trailern zu anderen Anime von Anime House erweitert und bietet im Bonusmaterial des Weiteren zwei Sammlungen der Lieder; sprich alle Intros und Outros werden als Karaoke-Versionen zusammengefasst. Das ist zwar nett, reißt aber im Endeffekt keine Bäume aus. Bonusmaterial wie bei Tari Tari (Vol. 3) gibt es hier leider nicht. Gerne hätten wir die Synchronsprecher bei ihrer Arbeit abermals begleitet. Dafür liegt auch der vierten Volume in physischer Form ironischerweise ein netter Bierdeckel im Stil von The Devil is Part-Timer! bei, der allerdings zu schade dafür ist, um als Untersetzer herzuhalten. Ein dünnes Booklet rundet das Paket ab.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Die ersten Episoden von The Devil is a Part-Timer! finde ich wirklich großartig. Schnell habe ich jedoch gemerkt, dass der Anime an Fahrt verliert und in die Bedeutungslosigkeit abdriftet. Dies ist tatsächlich eingetroffen, denn so gut wie nichts hat in diesem Anime eine Bedeutung für die Handlung. Es werden einfach diverse Handlungsstränge aneinandergereiht und die Zusammenhänge werden auch ganz gut erläutert, doch zielt es der Anime einfach nicht auf eine Lösung des Konflikts ab. Er zeigt nur den Beginn einer bis heute siebenteiligen Manga-Reihe. Aus den Socken haut mich das nicht, denn bereits von Btooom! bin ich bei solchen Anime etwas negativ eingestellt, da das Produkt so für die Fans, die keine Manga lesen, nur ansatzweise gut erklärt wird. Dadurch, dass der Manga hierzulande noch nicht veröffentlicht wurde, dürfen Fans wohl noch länger auf eine Fortsetzung warten. Daher kann ich vorerst leider keine Empfehlung mehr für The Devil is Part-Timer! aussprechen. Wer es aber nur auf den Humor abgesehen hat, wird hier fündig.

Vielen Dank an Anime House für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von The Devil is a Part-Timer! (Vol 4)!

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