Review: Aldnoah.Zero (Vol. 8)

Mit der achten Volume beginnt das große Finale der Aldnoah.Zero-Reihe. Im Gegensatz zu vielen anderen Anime-Serien traut sich Animationsstudio A-1 Pictures jedoch, die Serie zu einem abschließenden und vor allem zu einem sehr zufriedenstellenden Ende zu erzählen.

In der achten und letzten Volume sind wie bei den vorherigen Ausgaben abermals drei Folgen enthalten. Die 22. Episode der Anime-Serie knüpft nahtlos an die Geschehnisse der siebten Volume an. Graf Toroiyādo Surein, der mittlerweile die Machtbefugnisse von Vāsu Envāsu Remurina übernommen hat, hat sie und Aseiramu Vāsu Aryūshia unter Arrest gestellt, als die beiden aufeinander getroffen sind und ihm seine wahren Absichten entlocken wollten. Nur so kann er halbwegs sicherstellen, dass er seine Pläne in die Tat umsetzen kann. Obwohl beide Adligen gegensätzlicher Meinung sind, raufen sie sich in dieser Situation zumindest teilweise zusammen. Allzu lange hält die Zusammenarbeit zwischen den beiden Halbschwestern nicht, denn die Truppen der Erde planen den Mondstützpunkt anzugreifen. So wird das Raumschiff Dyūkarion abermals in den Krieg involviert, sodass außerhalb des Mondstützpunktes eine der wichtigsten Schlachten beginnt. Der Angriff auf die feindliche Basis ist allerdings, wie Kaizuka Inaho schnell klar wird, nur ein Ablenkungsmanöver. Ein Bodentrupp soll Prinzessin Aseiramu Vāsu Aryūshia töten, um den Feind zum Aufgeben zu bewegen. Um ein unschuldiges Leben zu beschützen, mischt er sich ebenfalls unter den Landungstrupp und versucht die Prinzessin zu retten. Das Wiedersehen währt jedoch nicht lange, zumal Surein ebenfalls auf dem Mond unterwegs ist und die Prinzessin vor den Angreifern von der Erde genauso beschützen will.

Spannendes Endspiel

Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass es auch zu einem kurzen Treffen zwischen Surein und Inaho kommt. Unterdessen kämpfen die Truppen des Kaiserreichs Vāsu und der Erde in den Gängen und dem Hangar des Mondstützpunktes gegeneinander. Die Ereignisse in den vorliegenden Episoden von Aldnoah.Zero überschlagen sich regelrecht, sodass neben Graf Mazuūruka auch der Sohn von Graf Kurūteo eine wichtige Rolle bei der Rettung der Prinzessin spielt. Das futuristische Szenario ermöglicht des Weiteren, dass Aryūshia mit dem mittlerweile gesundheitlich stark angeschlagenen und altersbedingt verwirrten Kaiser reden kann, um den Krieg aufzuhalten. Zusätzlich plant sie eine Proklamation, um ihre Verbündeten zu beschwichtigen. Dennoch kommt es im letzten Drittel dieser Volume zu einer wohl alles entscheidenden Schlacht, die von zahlreichen Wendungen und Überraschungen überschattet wird, sodass die Action stets spannend bleibt. Nachdem die Kämpfe in den letzten Volumes vor allem auf der Erdoberfläche stattgefunden haben, verlagert sich der Krieg in der achten und leider auch letzten Ausgabe nahezu vollständig in den Weltraum, wodurch die Kämpfe viel dynamischer gestaltet werden konnten. Hinzu kommen die typischen Dialoge zwischen verbündeten und verfeindeten Einheiten, die mit der Technologie ihrer Kataphrakte prahlen. In dieser Form sind die Kämpfe nicht nur spannend, sondern zugleich auch noch unterhaltsam.

Gelungener Abschluss der Serie

Auf der technischen Seite lässt sich sagen, dass keine großen Veränderungen stattgefunden haben. Nach wie vor können vor allem das Charakterdesign, das unglaublich gut mit den sehr schönen Hintergründen harmoniert, und die Licht- und Schatteneffekte überzeugen. Das ist in vielerlei Hinsicht nicht verwunderlich, hat das Animationsstudio A-1 Pictures doch schon viele Erfahrungen sammeln können. So wird dem Zuschauer auch diesmal eine tolle Geschichte im bildschirmfüllenden 16:9-Format und in schicker Full-HD-Auflösung präsentiert. Einzig und allein die bei den Kataphrakten eingesetzten Spezialeffekte hätten besonders beim furiosen Finale, das sich sehr auf den Kampf konzentriert, anspruchsvoller ausfallen dürfen. Das Weltraum-Setting ist dafür ein weiteres Mal mit gelungenen Musikstücken unterlegt –  und anders wie in der vorherigen Ausgabe kommt auch dieses Mal wieder Gesang zum Einsatz, sodass vor allem die Kämpfe aus der Masse herausstechen können. Auf dem Datenträger liegen drei Trailer zu Kazé-Anime-Titeln vor; Bonusmaterial, das Aldnoah.Zero betrifft, gibt es abermals nicht. Wie schon bei den vorherigen Volumes möchte stattdessen ein Booklet, in dem unter anderem ein Gespräch zwischen den japanischen Synchronsprechern Amamiya Sora, Hanae Natsuki und Ono Kenshō sowie ein paar Konzeptzeichnungen zu finden sind. Die Informationen im Büchlein sind zwar überschaubar, aber ein allerletztes Mal ein kleiner, aber feines Bonus für Fans.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Aldnoah.Zero gehört definitiv zu den besten Anime-Serien mit Science-Fiction-Setting. Das wurde zwar bestimmt schon mehrfach gesagt, doch bei diesem Werk von Animationsstudio A-1 Pictures stimmt einfach so gut wie alles. Die Geschichte ist stets spannend erzählt und punktet je nach Episode mit wenigen bis vielen Wendungen und Überraschungen, die liebevoll gestalteten Charaktere können in diesem Rahmen hervorragend miteinander agieren und auch optisch weiß Aldnoah.Zero zu gefallen. Schade ist nur, dass so manche Animation der Kataphrakte aufgrund der Spezialeffekte nicht ganz so gelungen wie der Rest des Bildes aussieht. Dies ist jedoch nur der kalte Tropfen auf den heißen Stein, denn in allen anderen Belangen kann die Serie mit ihren interessanten Ideen stets punkten. Außerdem sollte dem Animationsstudio für die Entscheidung, die Serie mit der 24. Episode definitiv enden zu lassen, Lob ausgesprochen werden – das Ende ist zwar kurz gefasst und ähnlich wie in der Serie werden nicht alle Handlungsfäden lückenlos erzählt, doch macht das wiederum den Charme von Aldnoah.Zero aus, den jeder Anime-Fan einmal mit eigenen Augen und Ohren erlebt haben sollte.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Aldnoah.Zero (Vol. 8)!

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