Review: Inō Battle within Everyday Life (Vol. 2)

In der ersten Volume von Inō Battle within Everyday Life wurden die Grundlagen der ulkigen Handlung gelegt, ein roter Faden konnte sich aber dennoch nicht entwickeln. Das Konzept der losen Verknüpfung einzelner Geschichten wird in der zweiten Ausgabe immerhin ausgebessert.

Seit einiger Zeit verfügen die fünf Mitglieder des Literaturklubs an der Senkō-Oberschule über Superkräfte. Zwar gab es in den ersten sechs Episoden ein Indiz, woher diese magischen Fähigkeiten stammen, doch wirklich gelüftet wurde der Ursprung bisher noch nicht. Somit ist es nach wie vor unklar, weshalb Andō Jurai eine schwarze Flamme beschwören kann, mit der grundsätzlich gar nichts anfangen kann. Immerhin können seine Freunde ihn so ärgern, wenn er mal wieder den Einfall hat, ein Problem mit seiner Superkraft zu lösen. An den anderen Spezialfähigkeiten hat sich seit den ersten Folgen ebenfalls nichts geändert. Nach wie vor kann Kanazaki Tomoyo, die – wie inzwischen herausgekommen ist – insgeheim wie Jurai ein Nerd ist, die Zeit anhalten oder verlangsamen. Kushikawa Hatoko hat hingegen die Fähigkeit, sich den Elementen zu bemächtigen und Takanashi Sayumi repariert mit purer Gedankenkraft zerbrochene Dinge. Himeki Chifuyu kann sich und andere von einem Ort zu einem anderen teleportieren. Dass die Superkräfte nach der ersten Folge der Serie mehr oder weniger in den Hintergrund gerückt sind, macht jedoch nichts. So stehen sie mindestens stellvertretend für die Persönlichkeiten der Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da jede Folge einen anderen Schwerpunkt legt, kann die Anime-Serie mit Abwechslungsreichtum punkten.

Spiel mit der Liebe

Ein Thema, das immer wieder behandelt wird, ist Liebe. Jedes der vier Klubmitglieder scheint etwas für Jurai übrig zu haben. Eifersucht kommt somit immer mal wieder direkt oder indirekt zur Sprache. Beispielsweise nähern sich Jurai und Tomoyo an, da diese gerne Light Novels schreiben will und Inspiration von Jurai benötigt. Hatoko, die die beiden bei ihrem eventuellen Date schon in der ersten Volume von Inō Battle within Everyday Life heimlich beobachtet hat, platzt in dem Moment, in dem Jurai ihr nicht alles erzählt, offensichtlich der Kragen. Obwohl Tomoyo leugnet, dass sie Gefühle für Jurai hat, sehnt sie sich im Geheimen dennoch nach ihm. Grundschülerin Chifuyu merkt auch, dass sie sich zu Jurai hingezogen fühlt und drängt ihn dazu, mit ihr in den Sommerferien ins Schwimmbad zu gehen. Mit Sayumi trifft sich Jurai ebenfalls im Schwimmbad, doch hat ihr Bekannter Sagami Shizumu ihren Bikini vorher ausgetauscht. Angeblich wird der Bikini durchsichtig, wenn er mit Wasser in Berührung kommt. Das sorgt natürlich dafür, dass Sayumi partout nicht ins Becken springen will, was sich wiederum zu einer der lustigsten Szenen der Serie entwickelt. Dementsprechend ist auch Humor immer noch ein wichtiger Bestandteil der Handlung, die sich trotz so manchem ernsten Thema vor allem darauf stützt. Da der Humor fantastisch funktioniert, wird es kaum langweilig.

Atmosphärisches Gesamtbild

Auf der technischen Ebene orientiert sich die Anime-Serie von Animationsstudio Trigger an der Qualität der vorherigen Volume. Im bildschirmfüllenden 16:9-Format in der Auflösung von 1080p können Hintergründe und Charaktere in fast schon symbiotischer Form überzeugen. Hinzu kommen sehr hübsche Licht- und Schatteneffekte, beispielsweise wenn die Szenerien ins Abendrot gehüllt werden. Die Animationen der facettenreichen Charaktermodelle können ebenfalls überzeugen und unterstützen sowohl die Dynamik, als auch den zumindest zum Teil überzeichneten Humor. Neben dem kristallklaren Bild können auch die beiden Tonspuren im Format DTS-HD Master Audio 2.0 überzeugen. Der Soundtrack unterlegt die oft heiteren und düsteren Szenen mit den passenden Klängen und untermauert so die gelungene Atmosphäre. Positiv fällt auch die deutsche Synchronisation auf, da die Synchronsprecher den Charakteren reichlich Leben einhauchen und die meistens ganz schön durchgedrehten Dialoge fast schon so gut wie die japanischen Sprecher betonen. Der Originalton hat die Nase dennoch leicht vorn. Wer des Japanischen nicht mächtig ist, freut sich über nicht abschaltbare deutsche Untertitel. Digitales Bonusmaterial ist bei der zweiten Volume von Inō Battle within Everyday Life leider nicht vorhanden, ein Booklet entschädigt Fans der Anime-Serie zumindest im physischen Bereich.

Geschrieben von Eric Ebelt

Erics Fazit (basierend auf der Blu-ray-Fassung): Warum Inō Battle within Everyday Life die zu Beginn eingeführten Superkräfte bei den Charakteren tatsächlich gebraucht hat, ist beim Ansehen der Episoden in der zweiten Volume die große Frage. Zwar gibt es gelegentlich die eine oder andere Szene, in denen Nebenfiguren mit anderen Superkräften auftreten und die Freunde als Rivalen betrachten, doch verschwinden diese merkwürdigen Handlungsstränge so schnell wie sie gekommen sind. Hauptsächlich drehen sich die abschließenden Folgen um das Thema Liebe und welche Gefühle die Mädchen für Jurai haben. Genau dieses Konzept funktioniert sehr gut, da die Geschichten tatsächlich alltäglich und somit auch sehr glaubhaft sind. Die Kernhandlung kann jedoch getrost ignoriert werden, denn vor allem in den Seitensträngen der Story überzeugt die Anime-Serie mit Humor und tollen Charakteren!

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Inō Battle within Everyday Life (Vol. 2)!

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